Ausgabe 
7.10.1916 Erstes Blatt
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Au» Stadt und Land.

Gießen, 7. Oktober 191b.

Sonntagsgedanken.

Weiter geht der Tod, ungeheuer, gewaltsam, durch deutsche Lande. Wer zählt die Opfer alte, die wir schon gebracht haben, haben dringen müssen? Die dürren Zahlen sagen uns ja längst nicht alles, was sie umschließen und ver­bergen. Um jede Einheit, die sie melden, legt sich, im Kranz umher, eine Vielheit derer, die das Opfer gaben und in wehem Herzen selber Opfer wurden. Dann erst, wenn man sie alle, alle mitzählte, die es traf, würde das eine große Opfer in seiner Unüdersehbarteit uns deutlich werden. Und auch dann noch nicht. Andere gehen dahin in dieser Zeit, durch stillen Tod, wie im Frieden, uns entrissen. Aber wir meinen, auch sie arrfnehmen zu müssen in die große Schar. Sie haben als letztes, schweres, heißes Erleben den Weltkrieg mit sich in ihr Grab genommen. Ein letzter Ge­danke vielleicht hat ihnen bei den Geliebten im feindlichen Feuer geweilt. Und eine letzte Sorge vielleicht, solange sie noch, selber sterbend, sorgen konnten, hat den Nöten der Heimat gegolten. Ein letzter Erdenwunfch und eine letzte Erdenhoffnung hat, tvähreird ihnen selbst sich tzas Auge für Gottes Ewigkeit erschließen wollte, nach des Vaterlandes Zukunst ausgeschaut. So haben auch sie teil, gewiß, am großen Opserstcrben unseres Volkes.

Wir wissen, auch die Feinde bringen ihr Blut. Aeußer- lich angesehen, in noch grausigeren Maßstäben als wir. Und unempfindlich, wahrhastig, sind wir nicht, trollen wir niemals werden gegen diese unermeßliche Zerstörung von Menschenleben aus ganz Europa. Nein, kein Zorn, kein Haß soll uns jemals dazu verführen. Diese Barbaren, die wir sind, wollen die Weichheit des Empfindens auch bis zum äußersten sich bewahren. Das allein ist deutsche Art: Kraft, eiserner Wille und Zartheit tiefsten Mitsühlens un­begreiflich ineinander gewoben. Wer je deutsche Volks­und Kirchenlieder mitgesunaen hat, der weiß, daß wir nicht anders können und gar nicht anders wollen. Unendlich soll die Kluft sein und bleiben, die uns von der Roheit trennt, die kürzlich wieder in eines englischen Ministers Worten sich äußerte. In Sport, in Boxerkampf soll sich uns der tiefe Ernst dieser Wirklichkeit niemals wandeln. Aber es ist mehr unbewußte Wahrheit in des Briten Worten, als er selbst würde eingestehen wollen. Ihre, der Feinde, Führer kämpfen wirklich um Spielgewinn. Mit furchtbar hohem Einsatz. Wer um die Notwendigkeit ihres Einsatzes werden, glauben wir, ihre Völker einst mit ihnen rechten. Wir känrpsen um unser Leben. Das ist und soll uns bleiben das klare, ungetrübte Kampfesziel. Kein Schatten fällt daraus. Kein Teufel kann uns das Recht auf diese heiße und heilige Notwehr rauben. Das Leben, um das wir kämpfen, ist uns vor: Gott gegeben und anvertraut. Leise dänrmert auch im Feindesgehirn die Ahnung: nur der Wahnsinn kann dies lebendige Volk derVernichtung" preisgeben wollen. Wir wollen und sollen als Volk und Staat noch leben und wachsen. Von Vätern und Ahnen ist uns dies Leben als ver­pflichtendes Erbe aus Jahrhunderten und säst Jahrtausen­den anbefohlen. An dies Leben alles wagen, ist göttliches Recht und heilige Pflicht. Es darf das Leber: der Einzelnen fordern, ihm geben die einzelnen das arme ihrige willig hin. Sie sterben, damit ihr Volk lebe. Tausend Stimmen rufen es ihnen und uns als beseligende Mahnung zu. Die beiden großen Dichter, die wir gewohnt sind ccks Seher über unfcntt Volk walten zu sehen, vereinigen sich zur niwenzänglichen Prägung gleicher Wahrheit. In keckem Sol- datcnned singt es der eine:

Und setzet chr nicht das Leben ein,

Nie wird euch das Leben gewönnen sein.

In tiefer Liebesweisheit entgegnet der andere:

Und so lang du dies nicht hast:

Dieses Stirb und Werde,

Bist du nur ein trüber Gast

Auf der dunkeln Erde. "* E ck.

*

Die 5. Kriegsanleihe.

Das ZeichnungAergebnis in Gießen beläuft sich, wie wir gestern abend durch Anschlag schon nritteilen konnten, auf 22 479000 Mk. Diese Summt bedeutet auch diesmal für unsere Vaterstadt einen außerordentlichen Erfolg, denn beinahe wurde die Zeichnungsziffer der 4. Kriegsanleihe­zeichnung wieder erreicht, die die Surmne von 24 768 IM Mk. ergeben hatte. Die 3. Kriegsanleihe hatte 25 524 8M ,Mk. eingebracht, die 2. 18885 000 Mk. und die 1. 6 8485M Mk. ließen hat auch bei der 5. Kriegsanleihe seinen guten Ruf gewahrt und ist hinter den anderen größeren hessischen Städten nicht zurückgeblieben.

Weitere Zeichnungsergebnisse fift die benachbarten Städte siitd:

*' Grünberg, 7. Okt. Auf die 5. Kriegsanleihe zeichnete das hiesige Bankgeschäft Philipp Jockel 800000 Mk. Von der 1.4. Kriegsanleihe zeichnete das Bankhaus 2 234 200 Mk., also im ganzen 3 034 200 Mk.

ab. Hainchen, 7. Okt. Das Ergebnis der 5. Kriegsanleihe hier im Ort beläuft sich, dank der rührigen Tätigkeit der Ver- rrcmensmämcer, besonders des Pfarrers Buchhold, aus nahezu

** Lauterbach, 7. Okt. Das Krivgscncleiheergebnis betrug R,18 Millionen, gegenüber 2,76 bei der 4., 2,10 bei der 3. 1,97 bei der 2. und 0,61 bei der 1. Kriegsanleihe.

Schotten, 7. Okt. Bei der Bezirkssparkasse Schotten wurden auf die 5. Kriegsanleihe 815 200 Mk. gezeichnet.

oa. F r i e d b e r g, 7. Okt. Im ganzen Kreise Friedberg beträgt das Ergebnis der Zeichnungen 8 030 000 Mark aeaen 8 650 000 Mk. bei der 4. Kriegsanleihe.

dz. Darmstadt, 7. Okt. Das Gesamtergebnis der fünften Kriegsanleihe in Darmstadt, darunter Genossenschafts- und Post­einzeichnungen, beträgt 6 0 Millionen Mark. Die 4. Kriegs­anleihe betrug 61 Millionen, die dritte 59 Millionen Mk.

oz. Offenba ch a, M., 7. Okt. Tie Zeichnungen bei den Offenbacher Bankhäusern ergaben insgesamt die stattliche Summe von 23 800 000 Mark. Die 4. Anleihe brachte 24 733 700 Mk so daß das letzte Ergebnis nur um 933 700 Mk. zurückbleibt Ins­gesamt wurden Ur alle fünf Anleihen in Offenbach 101 936 4M Mark gezeichnet.

eb. Bingen., 6. Okt. Die hiesige Kreissparkasse hat für sich und ihre Einleger zwei Millionen Mark zur 5. Kriegsanleihe gezeichnet.

, . ** W-o rMs, 7. Okt. Auf Ine 5. Kriegsanleihe wurden hier 21,42 Millionen Mk. gezeichnet.

[] Marburg, 6. Okt. Im Bereich der hiesigen Reichs­ban r n e b e n st e l l e wurden wie bei der 4. Kriegsanleihe dies- ^ roteöer rund 17 Millionen Mark gezeichnel. Bei der ^ aren eS bei der 2. Anleihe 9 und bei der 3. An­leihe 13,3 Millionen Mark.

^t. Das Ergebnis der 5. Kriegsanleihe be-

fc* 4 ^00 000 M!k. Die ftüheven Ergebnisse waren: 4. 97,2, 3. 102, 2. 67,6, 1. 41 Millionen Mk. r ß' ® 10 e a * b. Werra, 6. Okt. Bei der hiesigen Reichs-

bank wurden für die 5. Kriegsanleihe 6 888 800 Mk. ge-

S» ct J ec vorhergegangenen Anleihe betrug die Zeichnung

8 io» ouu Mark.

Wa. Wetzlar, 6 . Okt. Die hiesige KretSsparkasse hat aus die 6. Kriegsanleihe für sich und ihre Einleger 37, Mil­lionen Mark gezeichnet. Damit haben die Gesamtzeichnungen der Kreissparkasse auf alle 5 Kriegsanleihen die stattliche Sunime von 11 152 300, Mark erreicht.

kr. Frankfurt a. M., 7. Okt. Die Gesamtsumme der Zeichnungen in Frankfurt a. M. beläuft sich auf 3 9 5 M i l l i o n e u Mark (4. Anleihe 406, dritte 455, zweite 328, erste 148 Millionen.)

Hanau, 6. Okt. Auf die 5. deutsche Kriegsanleihe wurden hier 16,4 gegen 17 Millionen Mark auf die vorige gezeichnet.

wb. Wiesb ad en, 6. Okt. (Priv.-Tel.) Tic Zeichnungen auf die 5. Kriegsanleihe beziffern sich hier aus 92*7* Millio - neu Mark. Sie überschreiten etwas die Zerchnimgen auf die 4. Kriegsanleihe, die 921/2 Millionen Mark ergaben. Aus die 3. Kriegsanleihe waren 95 Millionen Mar? gezeichnet worden.

Mannheim 6., Okt. (Priv.-Tel.) Im Reichsbankbczirk Mannheim wurden ohne die Post- und Genossenschaftszeichnungen einschließlich der Nebenstellen .Heidelberg und Wein he im auf die ^Kriegsanleihe 1 6 4,1 7 M i l l i 0 n en Mark gegen 172,9 Millionen Mark bei der 4. Kriegsanleihe gezeichnet.

Kowno, 6 .Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Gutem Vernehmen nach beträgt bisher die Summe der Zeiclflrungen auf die Kriegs­anleihe bei der hiesigen Zweigstelle der Ostbank für Handel und Ge­werbe und bei den Niederlassungen der Preußischen Landschaftsbank rund 1 Million Mark. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß der Termin für Fel Zeichnungen noch bis zum 15. November laust. Die hiesige Zivilbevölkeruirg zeichnete bei der Ostbank allein 63 000 Mark.

*

** Ter Großherzog hat am 23. September' 1916 dem Bür­germeister, Standesbeamten und Ortsgerichts Vorsteher Johann Scholl I. zu Aspisheim' das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren nmrde von: Großherzog Jo­hannes Weitzel zu Rüsselsheim verliehen.

** Auszei ch n u n g. Dem Unteroffizier Gustav H 0 reyseck aus Gießen, im Res.-Jnf.-Regt. 116, wurde das Allgemeine Kriegsehrenzeichen verliehen. - Der Kriegsfreiwillige Fritz Grau von hier im Res.-Jnf.-Regt. 222 wurde mit dem Eisernen K r e u 3 ausgezeichnet.

** Die Ernte an Roßkastanien ist zur.Gewinnung von Speiseöl und als Vichfutter beschlagnahmt. Um eine möglichst vollständige Wlieferung herbeizuführen, ift für die Stadt Gießen eine Sammelstelle im Hofe des-Stadthauses er­richtet worden, die täglich von 12 bis 1 Uhr mittags geöffnet ist. Das Gewicht der abgelieferten Menge wird dort sestgestellt und für das Kilo 10 Pfennig vergütet. Siehe Bekannt- machung.

** Beschla gnahm e der Walnüsse. Wer Walnüsse erntet, ist verpflichtet, die gesamte Walnußernte dem Oberbür­germeister (Stadthaus, Zimmer Rr. 15) anzuzeigen. Die Besitzer haben für rechtzeitige Einerntung der ansgereiften Nüsse, sorg­fältiges Läufeln sowie geeignete Aufbewahrung und pflegliche BMndlung der fttüsse zu sorgen. Sie dürfen sie weder verzehren noch verfüttern noch verarbeiten. Oelmühlen ist die Verarbeitung voü Walnüssen zu Oel ohne Genehmigung des Ministeriums imtersagt. Ebenso ist die Ausfuhr aus dem Grvßherzvgtum :m- tersagt. (Siehe Bekanntmachung.)

** Bestandsanmeldung von Buchweizen und Hirse. Hiesige Landwirte, welche im laufenden Jahre Buch­weizen und Hirse angebaut haben, werden in einer Bekannt­machung im heutigen Blatte aufgefvrdert, dies sofort auf dem Lebensmittelamt, Ost-Anlage 39, Zimmer 2, zu melden.

** Für inländische Landei er gelten bis auf wei­teres folgende Preise als Richtpreise: Eier im Einkauf auf dem Lande 22 Pfennig, im Verkauf au die Verbraucher 2425 Pfg. imb in den Ladengeschäften 26 Pfennig. Siehe Bekanntmachung.

** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Auf dem Spiel­plan vom 7.9. Oktober steht:Der Narr des Glückes." Mo­dernes Liebesdrama aus dem amerikanischen Künstlerleben in 4 Akten.Durchlaucht der Reisende." Lustspiel in 4 Akten. In den Hauptrollen Frl. Helita Petri und Karl Geßner, vom Theater am Nollendorfplatz Berlin. Dazu ein gutes Beiprogramm.

** Straßensperrung. Wegen Umlegung des Bahn- geleifeS im Zuge der Frankfurter Straße von der Liebigftraße bis zur Wilhelmstraße am 9. und 10. l. Mts. jeweils von abends 6 Uhr bis morgens 6 Ubr für Fuhrwerksverkehr jeglicher Art gesperrt.

Landkreis Gießen.

Wa. Großen-Bnfeck, 7. Okt. Am Opfertag für die deutsche Flotte wurden in unserer Gemeinde Mk. 456.79 gespendet.

Wa. Wies eck, 7. Okt. Am Opfertag für die deutsche Flotte wurden in unserer Gemeinde 300 Mk. gespendet.

Kreis Büdingen.

, + Büdingen 6. Okt. Die hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Kanonier Schmück im Feld-Art.-Reg. 14.

Kreis Wetzlar.

Wa. Ebersgons, 6. Okt. Die Schulkinder der hiesigen Schule zeichneten für die 5. Kriegsanleihe die hübsche Summe von 5600 Mk.

Wa. Niederquembach, 6. Okt. In der hiesigen Schule wurden 1100 Mk. zur Kriegsanleihe gezeichnet.

Hessen-Nassau.

Raubüberfall.

--Frankfurt a. M., 6. Okt. Nachdem erst vor einer Wöche in einem Laden der Zeil am hellen Tage ein schwerer Raubüberfall verübt wurde, hat sich heute nachmittag in der K a i s e r st r a ß s abermals ein gleiches Verbreckien zugetragen. In der Verkaufsstelle der Offenbacher Lederwarensabrik, Kaiserstraße 44, erschien heilte nachmittag gegen 3Ufyr ein etwa 30 jähriger Manu und verlangte von der allein anwesenden Verkäuferin euren Koffer. Während die Verkäuferin einige Koffer von den: Gestell nahm, zog der Fremde eine:: Revolver und drohte ihr mit sofortigem Erschießen, wenn sie schreien Wirde. Tann schlug er das Mädchen mit solcher Wucht aus den Kopf, daß es besinnungslos zu Boden stürzte. Schließlich stopfte er seinem Opfer ein Tasck-entuch tief in den Hals und fesselte es an Händen und Füßen. Darln raubte er die Ladenkasse aus und ging flüchtig. Der ganze Vorgang spielte sich in wenigen Augenblicken ab. Kurz darauf kamen mehrere Soldaten in den Laden, die das Mädchen entfesselten und bk Polizei alarmierten. Der Räuber konnte bisher nicht ergriffen werden; er gleicht nach den Schilderun­gen der Verkäuferin dem Burscheu, der vor einer Woche auf der Zeil den lieber fall verübte, aufs Haar. Auch sind l>eide Raubüberfälle in allen Einzelheiten einander übereinstimmend. Wie die sofort aufgenommene Untersuchung bisher ergab, hat der Räuber kurz zu­vor in dem Nackibarla-den des Ledergeschäfts, einem Zweiggeschäft der Färberei Gebr. N ö v e r, an die Verkäuferin eine Reihe ver­dächtiger Fragen gerichtet, wurde aber durch das Hinzukommen anderer Verkäuferinnen an seinem weitere:: Vorhaben gehindert.

Märkte.

Gießen , 7. Okt. Marktbericht. Auf dem heutigen

Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,900,00 Mk.: Hübner­eier das Stück 00 Pfg.; Käse 10 Pfg., Käsematte 3 Pfg. das Stück: Hühner das Stück 4,006,00 Mk., Hahnen das Stück 3,004,00 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk.. Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80 - 0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Hammelfleisch das Pfund 2,200,00 Mk.; Kartoffeln das Pfund 5'/, Pfg.; Zwiebeln das Pfund 18-00 Pfg.: Milch das Liter 30 Pfg.; Ni'isse 100 Stück 0000 Pfg.: Spinat 20-35 Pfg. daS

Pfund, Kopfsalat 5-10 Pfg., Gelbe Rüben 1500 Pfg. das Pfund, Weißkraut das Stück 2040 Pfg., Rotkraut 20-50 Pfennig, Wirsing 10-30 Pfg. das Stück, Römisch Kohl 0000 Pig. da« Päckchen, Kohlraben 15 bis 25 Pfennig das Stück, Gurken, kl. 58 Pfg. das Stück: Blumenkohl 3080 Pfg.; rote Rüben 15-00 Pfennig das Pfund; Bohnen 35 bis 00 Pfg. das Pfund. Sellerie 1530 Pfg., Endivien 10-15 Pfg.; Tafeläpfel da? Pfund 20-25 Pfg., Birnen das Pfund 1822 Psa., Zwetscheu der Zentner 8-10 Mk. - Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.

fc. Wiesbaden, v. urr. peit- und otcoqmarri Man notierte: Heu 5,80 bis 0,00 Mark, Stroh (Richtstroh)

0.00-0.00 Mk., Krummstroh 0.00 Mk. Alles für 50 Kilo.

Letzte Nachrichten.

Die Beute der Bulgaren au der Donau.

Sofia, 7.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Genera stabes vom 6. Oktober:

Mazedonische Front: Zwischen Pvcspa See und Pchr- dar ist kein Ereignis von Bedeutung m melden. Der Versuch der Serben, die Ezerna Plcmina bei dem Dlorfe Skoischiwrr überschreiten, tvurde durch einen Gegenangris \ vereitelt, wobei wir 30 Serben zu Gefangenen machten. Ein Vlu-rriff grgen den Ba b owa Hügel lvurdc in unserem Feuer abgeschlagen. Örtlich des Wardar bis zum Doiransee schtvaches beiderßiiiw-.' Vuiüleric« feuer. Südlich der Stadt Doirmr hielt das Geschtchfeuer wälzend der Nach: an. An der Belasioa Planma und an der ^-trumtw- ftont 9!ul)«e.

An der K ü st e d e s A c g ä i s ch e n Meeres kreuzten feinde liche(Sckiifft lebhafter. Die seindlick^e Flotte bc'schoß D e d c a g a t s ch und die Eisenbahnlinie, wobei sie nur mrbodctuenden Schaden! ver­ursachte. Unsere Wi a s s e r f l u g z e u g e griffen die F otte an und zwangen sie, sich auf die hohe See zurückzuzieheru

D0 b r u d s cha f r0n t: Längs bei' Donm: Ruhe. Nach dem Scheitern des von hen Rumänen auf Ru ho w o durchgnährten, Donauüberganges zerstörten wir durch unsere Arlcklerie- feuer das Brückenmaterial, das die Rumänen z-u ilwem eigenen User lnn zurückgezogen hatten, während das auf unserer! Seite zurückgebliebene Material aufgelesen wurde. Wir erbeute­ten 20 Munitionskarren, Wagen,' Gepäck und anderes Kriegsmaterial.

In der Dvbrudscha scheiterten wiederholte Eingriffe des Feindes aus der Linie Karabadca AmcatschaP er- weli unter unserem Feirer und tzusolge unserer erfolgreichen^ Gegenm^rifse. Wir machten 6 0 R u s s e n # 11 Gefangenen.

An der Küste des Schwarzen Meeres kreuzte die feindliche Flotte.

Die rmnänischen Note.

Stockholm, 7. Okt^ Konstantin V'ille Vi ' im2ldeverul" die völlige Unfähigkeit des rumänischen Sanfi^ tätswesens auf. Sämtlich Zivilkranfeuhä ' e mußten von Privatpatenten geräumt Yverdon. Die etirtrpc; i>nt ver-ouwuiLNI Soldaterr mußten lange warten, bis ihre Verbände eriMcert Wirrfrat und bis sie Platz bekauren. ^lp den ersten Tagen war überhaupt kein ^Sanitätspersonal dcu Zahlreich Damen des freiwilligen San:- tätsdienstes sind infolge Ueberarbeitnng erkranft. Das rumänisch Kiiegs Ministerium imd das Zen kral s anftätskom ftee gelren über die Kranken gar keine Auskcinft. Mille besuchte mehrere Krankenhäuser imd sprach Soldaten, die nisolge der Mangelnden Pflege furchtbare Qualen leiden. Die Zeittmgeu brachten Aufrufe des KriegsUtinisteriUms: Stellt einen Teil 'Eurer Zimmer für die Verwcmdetenpflege zur Verfügung! Der große Gebäudekonplex des Handels -, Fincrivz - und Industrieoerba-des wurde als Lazarett requiriert. Die Haridelskcvnmer traf das gleiche Schicksal. Beide mtlßten nach zwei Tagen Frist in Miet­räume übersiedeln. Unter dem Vorsitz Constantinescus ift ein besonderes Komitee zur Unterbringung Verwundeter gegründet worden, welches alle leerstehenden Wvlmungen für Lazarett­zwecke belegt. Auch die Verlilste an hohen Offizieren sind sehr bedeirtend. Als Stimmungssympton sei mitgeteilt, daß derAde- vernl", an die allgemeine Mildtätigkeft in Brttärest avpcllicrend, seine Liste mit dem imponicreiwen Ergebnis von 92 Franken abschloß.

Rotterdam, 7. Okt. DieTimes" sagt M den Oliera^ tionen an der Sudftvnt, daß die Kämpfe in Sieberchürgen sicv für die Rumänen wechelvoll gestalten. Das Schittsal Siebenbür­gens werde aber durch den Verlauf des gesamten Krieges ent­schieden. Man glaubt, daß die Runurnen jetzt ihre Hauptanstren­gungen in der Tobrudscha machen werden.

Gesandter von Schlözer gestorven.

Dresden, 7.Okt. Der Kaiserliche Wirkliche Geheüwe RÄt Karl Fvanz von Schl özer, früher Gesandter u. a. im Haag und in München, ist in Dresden, wo er seit langem wohnte, am Frm- tag gestorben.

Drohender Erdrutsch im Kanton Schwyz.

Zürich, 7. Okt. Azcs Siebnen (im' Kanton Schwyz wird berichtet, daß in dem zur Gemeinde Schilbelbach gehörenden Weiler Schmmdenen ein gjroßer Erdrutsch droht. J!m Gugerswald ist die Erde auf einer Länge von ungefähr 600 Mietern cmfgebrvchcng Ter Riß ist lungefähr 80 Meter breit imO hat eine große Trese. Ein Stein in der Nähe eines kleirien Hauses, auf dem drer Taimen! standen, ist bereits in der Tiefe verschtvunden. Das ganze Geläude hat sich unter Getöse gesenkt.

an uns!

(Hohlmuixlsf'lck)

Salem WsN

(Goldrmindsl (icK)

Willkommenste Liebesgabe!

Preis:Nr 3X4 56 6io

4 5 e Ö !0 12 Pf.dSfüdt.

einschließlich Kriegcau fscr;!.::g

Trusffrei!