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6.10.1916 Erstes Blatt
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Mazedonische ?yrnut: «am der tfomt jteqojen 6cm Prespa See und dem War dar wird keine Aenderung in der Lage oemefbei. Stellenweise lebhafte Artiller ietärigkttl. Oestlich des -Ward «r ftu'fc. Am Fuße des Belasica-Gebirgcs keine Minderung ^ Ke feindliche 'Artillerie beschoß wirkungslos den Bahn htt tfon X o i oi, wurde aber durch unser Feuer bald zum Schwei gen gebracht.

An der Sttnnea-Front Artillerie-, Jirwnterre- und Maschinen- geworfener Der Versuch eines feindlichen BataiÜvns, vom Brückenkopf Orljak gegen die Ortschaft Ne Polen vorznrücten, scheiterte in lmfecem Artilleriefeuer.

An der Küste des ägäischen Meeres Ruhe.

Rumänische Fvmtt: Längs der Donau Ruche. Die Landungs­operationen des Feindes bei dem Dorfe Rach ovo ist vollkommen zuruekgelchluHen worden und es befindet sich kein einziger rn-,

' nmnischer^Soldat mehr auf unserem User. In den meisten Dörfern, die der Feind besetzt hatte, verübten die rumänischen Truppen) Mordtaten, Vergewaltigungen, Brandstiftungen usw., Schandtaten Wr e'ne Niationr, die den Anspruch darauf erhebt, eine Kiultnv- Nation^ zu sein. ch

In der Dobrudscha sind alle Anstrengungen des Feindes gegen unsere Stellungen auf der Linie Karabadza Sofular

. Amzatscha Perweli vorzurücken, in unserem Feuer und infolge unserer Gegenangriffe gescheitert. Mehrere JNfarrterie-- au griffe des Feindes sind gleichfalls gescheitert. Auf der übriger Front sebchafte Artillerietätigkeit.

An der .Küste des Schwarzen Meeres griffen imferc Seeslug- ^euge auf der .Höhe von -Mangelia ein feindliches Kriegs schiff mit Bomben an und zwangen es zu schleunigem Rüctzuge Fliegerangriff auf Bukarest.

Berlin, 5. Okt. Sieben deutsche .FluMUge sollen, ver schiedenen Blättern zufolge, am 3. Oktober einen neuen Angriff auf Bukarest ausgeführt haben.

Rumänischer Bericht.

Bukarest, 5. Oktober. Nord- und Nordwestsront. In der Gegend von Plurajd bemächtigten wir uns nach dreitägigen leb­haften Kämpfen der feindlichen Befestigungen imd -warfen den Feind nach Westen z-urück. Teilgefechte an der übrigen Front.

Südfront i Nachdem die zwischen Rustschuk und Tutrakan ver­anstaltete Demonstration beendet war, zogen wir uns auf das linke Ufer her Donau zurück. In der Dobrudscha lebhafter Kampf auf der ganzen Front. Wir nahmen 5 Offtziere und 100 Mann gefangen. Der Rücktritt des griechischen Kabinetts.

Athen, 4. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des iReuterschen Bureaus. Der König hat einen Kronrat abgehalten, in dem nach den Anweisungen des Königs jeder -Minister sich für oder gegen den Krieg erklärte. Die Mehr­heit erklärte sich für den Krieg. Daraufhin hack der König die Rücktrittsgesuche der Minister angenom­men. Man erw-artet, daß Demickrakopulos das Kabinett unter Einschluß von drei Venezelisten bilden wird.

Bern, 5. Okt. (WTB.) Zu der Nachricht des Rück­tritts des griechischen Kabinetts führtCor- riere della Serc?' aus:

, Es ist unmöglich zu beutteilen, inwieweit die venizelistische Agitation und die Bildung einer pro vi sott schen Regierung unter Ve,n rzelos dazu beitrugen, lieber die tatsächliche Tragweite der : uemzelifrischen Agitation liegen sicher« Nachrichten vor, die ihr dev -inneren Zusammenhang und die Bedeutung, die man ihr zuerst , zuschreiben wollte, wieder nehmen. In ganz Gttechenland, selbst auf den Inseln, zeigt sich immer deutlicher, daß die Bevölkerung der interventionistischen Sttömung feindlich, verdrossen und teil­nahmslos gegenüberlteht. Die Flotte, ausgenommen C o n d u riotis, sotttie bttonders das Heer, hätten immer deutlicher zst verstehen gegeben, daß sie von einer Interv-enckion nichts wisset wollen. Unter diesen Umständen haben Venizelvs und Conduttotis durch Bildung der Provisorischen Regierung ttskiett,

; kaum mehr als sich selbst zu regieren. Daraus ergibt sich, daß ttne etwaige Verpflanzung des Kabinetts VenizeloS von Kanea nach : Athen mir eine künstliche Lösung sein und der Machtverteilung des Landes nicht entsprechen würde. Eine solche Lösung ist auch den dinglichen Interessen des Vierverbandes auf denr Balkan nicht dienlich, vielmehr recht gefährlich, da sie künstlich und widersinnig wäre. Der einzige gangbare Weg ist die Bildung eines Kabinetts das alle Garantien absoluter Neutralität geben würde

gestern von einem deutschen Tauchboot und einem,^eopc l i n angegttffen wurde, sich jetzt aber außer Gefahr befindet Bardö, 5. Okt. (WTB.) Der Dampfer der Norden fjeldske DampfschiffahrtsgesellschaftKong Magnus der auf der Fahrt nach Archangelsk war, kehrte hierher zurück und landete die aus' 79 Mann bestehenden Besatzungen von einem torpedierten russischen und einem tor pe vierten englischen Dampfer.Kong Magnu entging der Torpedierung unter der Bedingung, daß er die Mannschaften nach Norwegen bttnge.

Kopenhagen, 5. Okt. (WTB. Nichtanrckich.)National- tfden-de" meldet aus Kttstiania: Ein Mann der Besatzung des von einem deutschen U-Bioot versenkten Bergener DampfersLail" bettchtet über die Versenkung von 13 «iglischen Vorpostenschiffen folgendermaßen: Das U-Bovt liatte unser Boot in Schlepptau ge­nommen.We are gout men" sagte sein Kontmandcmt zu uns Während bann die Versenkung von 13 englischen Vorpostenschiffen vor sich ging, umkreiste das U-Bvot die Flottille ununterbrochen in voller Fahrt, damit kein Schiff entwische. Ms auch rv-ir an Bord des letzten Vorpostenschiffes gekommen waren und insge­samt 111. Mann auf Deck standen, hielt der Kommandant des U-Bootes eine kurze Ansprache an uns. Er bedauerte, daß er ge­zwungen sei, die Fahrzeuge zu versenken. Aber Krieg sei Krieg. Er wolle jedoch alles tun, daß kein Menschenleben verloren gehe. Die Nacht hindurch blieben wir an Deck des Schiffes, morgens wurden wir von einem norwegischen Trandampfer aufgenontmen. Die Leute vom U-Boot erzählten, daß sie drei Wochen nicht aus den Klttdern gekommen stten, jetzt würden sie nach einein deutschen Hafen fahren und zehn Tage Urlaub erhalten, worauf sie eine neue Fahrt an- treten würden. Das U-Boot war außerordentlich erfolgreich. Kurz vor der Torpedierung des ,L-eil" wurde ein dänischer Dampfey versenkt, am Tage zuvor acht englische Vorpvstenschiffe. So hatte das U-Boot im ganzen in drei Tagen 22 Fahrzeuge zum Sinken gebracht.

Bern, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) DerMatin meldet aus Marseille: Ein heftiger Sturm wütete gestern im Mittelmeer, besonders im Golf von Lion. Die englischen DampferBronwen" undCharteriwe" und das norwegische FrachtbootRallus" sind bei Dragonern (Ba­learen) gesttandet. Ein großer Teil der Besatzung ist ge rettet. 12 Mattosen sind ertrunken. Die Geretteten sind au dem spanischen DampferReh Imme" in Marseille ein- getrofsen.

Bern, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.)Temps" mel­det aus Lissabon: Vergangenen Montag wurden 15 beschlag nahmte deutsche Schiffe der englischen Regierung mietweise übergeben.

D r o n t h e i m, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer nut I arl" (1070 Br.-R.-T.) ist am vergangenen Freitag an der Murm an lüste versenkt worden. Eine Expedition gelst zur Abholung der Mannschaft ab.

Larbik. 5. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) Auf der Reise von Skren nach Archangelsks ist der DampferN e s i o r", wahrscheinlich am 1. Oktober, durch ein deutsches Unterseeboot an der Murman- küste versenkt worden. Das Schiff war für 1 800 000 Kronen kttegsversichert.

Vads ö, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich., Eist deutsches Unter seeboot kam heute früh mit 20 Mann der Besatzung des Dampfers ,Mrink" aus Tönsberg an, der gestern abend 50 Seemeilen von V^ld)ö im Eismeer versenkt worden ist. Ter Dampfer war mit Holz von Onega nach Hüll bestimmt gewesen. Das Unterseeboot blieb über ttne Stunde im Hafen.

Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 4. Okt. (WTB. Nichtamtlich) Amt ixer.-er Heevesbetticht. Alu der Euphratfront versuchten am 29. September die bei Nassitteh lagernden Engländer unter dem tSchutz der Artillerie gegen den Stamm Elaziredj nördlich des ge­nannten Ortes vorzugehen, wurden aber dank des Widerstandes .ttwerer Truppen zurückgewiesen. Einer unserer k .Kampfflieger brmhte am 24. September ein englisches Flugzeug an der Fella- hr-esront Mm Absturz.

An der Kaukasussront wutt>en starke feindliche Erkun dungskräfte, die sich zu nähern suchten, zurückgewiesen. An den Äderen Frvnttttlen nur Patrouillen gesuchte. K'ttn bedeutendes - Ereignis auf den anderen Fronten. Nach weiteren Nachrichten brachten unsere tapferen Truppen in -dem Kümpfe, der sich am 1. Oktober nördlich von Amuzaceo an der D obrudschafront entwickelte, und mit einer Niederlage des Mm Angriff vorgeyan ,genes Feindes endete, dem gänzlich zurückgetttebenen Gegner be- :deutende .Verluste btt und vernichteten eines sttner Bataillone, .wobei ,ie die Uebettebenden, zwtt Offiziere und 100 Soldaten' gefangen nahmen.

Englischer MannschastSmangel.

Rotterdam, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) DerNienve Rotterdamfche Courant" ettähtt ans London, daß eine Regierlmgs- kommisnon m enter gestern nachmittag veröffentlichten Denkschrift mit geteilt hat, datz dringender Bedan an neuen Mannschaften für die Armee und die Mnnitionsfabttken bestehe. Es wird die Ein­schränkung der Beftttungen vom Militär auf das alleräußettte und eme gleichmäßige Durchführung des Eftatzes von diensttauglichen! Märmern rn den Fabriken gefordett. Fm Augenblick bettägt die Zahl der zertwttlig befrttten Leute 400 000, so daß es möglich ist daraus den vorläufigen Bedatt an Mannschaften für Armee und ^^^Lberstelluttg rasch yn decken. Gleich werden zunächst 200 000 Mann benöttat.

* . ^ (AM. Nichtamtlich.)Nienwe Rot-

ttrdami che Coitrant" meldet aus London, daß der Cbtt des btttischen Generalstabes, Robertson, gestern in ttner Vettammlung in ^erklärt habe: ^.os Ende ist noch nicht gäkoinmen Wir nrussen darauf geE sein, für ttne Zeitpettodc, deren Länge sich noch nicht äbsehen läßt, in dem Kttege fottzufahren. Karnpf bis

CSriWCO Wßr haben die allqrmeine ^veyrpllicht m der Theotte angenommen, wir müssen jetzt das Prin- zrp rn die Maxis umsetzen. Wir haben schon viel getan und ich glaube, daß wtr noch mehr tun können. Wir haben jetzt mehr Mann­schaften notig Wir brauchen jeden Mann, der entbehrt werden rann; es ist Aufgabe der Regierung, danach zu handeln.

ver Seekrieg.

Der Tauchbsottrieg.

Kopenhagen, 4. Ott. (Zf.) Die Nachmittag-Mitter brnrgen an herNortretentxr SieNe Mitteilungen aus Lon­don. nach denen die englische Regierünq aewissen neutralen Regierungen eine Note übernnttelt hat die darrn gipfelt, daß den Tauchbooten in neutralen Gewässern und !-afen künfttg aller Schutz des Völkerrechts ent­zogen werden solle.

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S^^^Erdam, 5. Oft. (WTB., In Maasluis ist ein Aerjcht erngetrsffen, dap d« englische DampferSeru la"

Amerika.

Rotterdam, 5. Oktober. lWTB. Nichtamtlich.) Der Nieuwe Rotterdamsche Courant- meldet aus London: Nach nnem telegraphischen Bericht aus den Vereinigten Staaten ist die offizielle Aussöhnung zwischen R o o s e v e l t und Taft gestern abend im Union Loague-Club besiegelt worden.

China.

London, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.)Centtal News" meldet aus Hongkong: Sunyatsen sbeltte sich an die Spitze der Bewegung, die ans die Mldnng einer süd­lichen Republik rnit den Provinzen Duenan, Kweitochous, S^etochwan, .Kwangsi und Kwangtung in Fvanzösisch-Jndo- chrna abzielt.

Um dem Reiche.

Berlin, p. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Hauptaus^ fchuß des Reichstages brach gegen 5 'Uhr die verttaulich,en Ver­handlungen über die Auswärtige Politik ab und vettagte die Wttberbcratung aus Freitag. Von der Regierung sprachen nochi die Staatssekretäre von iJagow und Tr. Helfferich, der bcchettsche Gttanibte Graf Lerchenfeld und Unterftaatssekrttär Ztmmermann, von den Fraktionen die Redner der Fortschrittlichen VolkspMch, der Sozialdemokratie und der Nationalliberalen.

Berlin, 5. Okt. (WTB.) Die für Brotgetreide bisher gewähttte Druschprämie von 20 Mark für die Tonne giltnur noch für Lieferungen bis zum 10. Oktober 1916 ein- schMßlich. Für Lieferungen nach diesem Tage bis einschließ­lich 15. Novernber 1916 wird noch eine Druschprämie von 12 Mark für die Tonne gewährt. Ob für Lieferungen nach dem 15. November auch noch eine Drnschprämie gezahlt wrrd, steht noch nicht fest. In keinem Falle wird sie aber in Höhe von Y2 Mark für die Tonne festgesetzt. Es liegt daher im Interesse der Landwirte, die Abliesernng des Brot- getteides zu beschleunigen und möglichst viel bis zunt 15. No­vember abzuliesern.

Berlin, 5. Okt. (WTB.) Mit Genehmigung des beooll- mächltigten Rttchskanzlers wird von der Kttegsgesellschaft für Obst­konserven und Marmeladen, m. b. H., Berlin, Köchsttaße 6, be­stimmt, daß Dörrobst bis aus wttteves von den Dörranstalten nicht abgesetzt toerden darf. Betriebe, die sich mit der Herstellung von Dörrobst befassen, haben der .Kriegsgesellschaft binnen acht Tagen ihre Vorräte und ferner allwöchentlich die von ihnen neu hergestellten Mengen an Törrgemüse anzuzttglen.

Danzig, 5. Okt. (MTB. Nichtamtlich.)'Ten Blättern zu- folge nt gestern der Vorsitzende des Westpreußischen Provinzral- ausichuises, .Kammerherr und Oberburggraf im Königreich.Preu- ien, Mitglied des Herrenhauses Graf Kvnrad Finck von Fincken- sbttn im Alter von 57 Jahren auf seinem Stammsitz Schönberg gestorbeu.

Essen, 5. Okt. (WTB5 Das vorläufige Ergebnis der Berchinungen aus die fünfte Kriegsanleihe btt der hiesigen Reichsbank beträgt 158 Millionen Mark.

München, 5 Okt. lWTB.) Ter Präsident der bäuerischen Kammer, der Abgeordneten, Gcheimrat Dr. v. Orter er ist heute nachmittag 5 Uhr in der Chirurgischen Klinik verschieden

¥ tn ±}® avt ' 5 - m - (WTB. Nichtamtlich.) Auf ein Gltickwunschschreiben, das der Vorsitzende des Landesver­bandes der Presse Württembergs und Hohen- zollerns an das Königspaar gerichtet hat, ist aus dem Kabinett des Königs ein Schreiben an den Vorsitzenden gelangt, in dem mitgeteilt wird, daß der Mnig bei diesem Anlaß in dankbarer Anerkennung der vielfachen Dienste die die'Presse und das Schrifttum in den 25 Fahren einer Regierung>geleistet, und ihrer wertvollen Mtarbttt ait der fortschrertenden Entwicklung des Lanbss gedenke

ist morgen von U) bis \ 2 % Uhr geöffnetl

Aus Stadt und Land.

Gießen, 6. Oktober 1916. Unsere Abfallverwertung und ihre Organisation.

Englands emsiges Bemühen, uns lvirtschaftlich abzuschließen, wuß notwendigerwttie unsere Aufmerksamkeit anspornen, mit ver- doppelttm Eifer aus die Suche zu gehen, die dringend benöttgtett Rohstoffe, Oele,^ Fette, Futtermittel aus dem Fnlande zu ersetzen. Ein Gebiet, das diese Bedürfnisse in weitestem^ Maße beftiedigew kann, sind unsere Abfälle. Trotzdem sind seine Millionen­werte noch in keiner irgend merkbaren Wttfe ersaßt worden. Um' welche Werte es sich dabei handelt, mögen einige Zeilen andeuten, Fn Barmen ist kürzlich eine Organisatton zur Verwertung der Abfälle gegründet worden, die bereits im ersten Monat 86 000 Kilogramm .KüchenabfMe, 2500 Kilogramm Knock>en, 25 000 Kilo­gramm Papier, 44 000 Kilogramm Eisenschrot, 33 000 Weinfla­schen, 20 000 Konservenbüchsen, kleine Mengen Korken, Stanivl, ^dink, Mer, Aluminium, Gummi usw. gesammelt hat Für dieses Sammelgut wurden 17 000 Mark gelöst, die für Zwecke der Kriegswohlfahrt verwendet werden konnten. Und die Freiwillige Kriegslstlft Hannover-Linden, die seit Kriegsbeginn in vorbildlicheo Werse eine derartige Abfallsammlung eingerichtet hat, ist in der Lage,^ durch diese Sammlung täglich 1315 000 Personen zu unterstützen.

Es hat nicht an Versuchen gefthilt, diese in den Kehricht- Ermern sich verbergenden Wette nutzbar zu machen. Auftufe sind «erlassen, Sammlungen begonneir, immer wieder neue Sammel- stellen eingerichtet worden. Dennoch der Erfolg blieb ttotz allen guten Willens hinter den Erwattungeti wttt zurück. Der Ettrag weder im richtigen Verhältnis zu dem Aufwand an Arbttt rmd Kosten, noch wurde das Sammelgut auch nur annähernd vollständig erfaßt. TieZeitschrift für Abfall- Verwertung" (Nr. 17 vom 5. September 1916) sieht die Ursache ''tteses Mißlingens in der Zersplitterung der Kräfte, die für jebe eine besondere Organisation schaffen wollte. Die lZeitschrrft schlägt vor, für jede Stadt ttne Stelle zu schaffen, cne dre gesamte Sa mmeltätigkeit übernimmt und nach den lokalen Eigentümlichkeiten dürchsührt. Der gesamte Abfall aus den Haushaltungen müsse regelmäßig von bestimmten Samm­lern abgeholt und zu den Lagerstellen gebracht werden. Dadurch werde es. möglich, auch die kleinsten Mengen zu erfaßen, die jetzt verloren gehen. Das Sammelgut kommt früher zur Verwertung, che Haushalttngen werden wicht überlaufen, und der Sammel- eiftr wird stets neu angeregt. Beständen solche Organisationen überall, dann werde sich mit Lttchtigkeit und ohne Zeitverlnst jede neue Anregung in Bezug auf neue Arten vvn Sammelgut in die Praxis nmwtzen raffen. Für die Gesamtorganisation ber Abfall- sammlungen schlägt dieZeitschrift für. Abfallverwertung" eine Zentralstelle vor, die anregend und beratend zu wirken! hätte. Hier wären die Erfahrungen und Erfolge der einzelnem Städte zusammenzutragen, zu sichten und zu verarbeiten, hier waren neue Wege für die ^Abfallverwertung durckf Versuche zu prsifen und zu erschließen, ihrer den lokalen Sammlungsstellen! alles erforderliche. Material als Unterlage für ihre Einrichtungen zur Verfügung zu halten.

, 2'vtzt httßt es. die gewonnenen Erfahrungeti auszunutzen. Wir stehen wie zwei Ringer gegenttnander, England und wir, jeder Muskel gtttrant. jeder Nerv gespannt. Eines jeden Augen suchen mfrig, eine Blöße des GeMers zu erspähen. Militättsch kann uns England nicht niederzwrngen, das hat es wohl ttngesehen. Mut wirtfchastlich.em Gebiet aber scheint ein Augenblick zu naben, da England infolge der uuerwattet schlechten Welternte und des Fracht- rgummangels tu Bedrängnis kommen wird. Gelingt es uns ietzt, ans diesem' Kampfplatz England zu überholen, so haben wir eine jrmtere Sicherheit auf den Endsieg in der Hand. Deshalb scheinen die Anregungen derZtttschrift für Abfallverwertung" besonderer Beobachtung wert. Unsere LDfallvertvertung und die mit ihr ge­gebene Erschließung neuer ,Oirellen für Fette und Futtermittel können uns ganz >ungeahnte Dienste teilten. Eine Aufgabe der Stunde MUß es sttn, jetzt alle Hände zu rühren irnf) die Abfall­verwertung in ioirklich ftuckstb ringende, alle Wette cmsnutzende Bahnen zu bringen.

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** Amtliche Personalnachrichten. Der Großher- z o g hat gestern mittag um 1 Uhr den Kaiserlich u. .Königlich Oesterrttcbil-ch-Unaarischen außerordentlichen Gesandten und be­vollmächtigten Minister, Herrn Grasen Nemes von Hidv^g tzur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens im Jagds­chloß Wolfsgatten in besonderer Andienz empfangen. Der Großherzog hat am 4. Oktober den Lehramtsassttsor Ludwig S ch m a n d t aus H a u s e n , Kreis Gießen, zum Oberlehrer an der Oberrealschute zu Worms, den Lehramtsassessor Edmund Wolf aus Zahlbach zum Oberlehrer an dem Gymnasium zu Benshttm, dm Lehramtsasftssor Dr. Johann Kämmerer aus Mainz zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Alzey sämtlich mit Wirkung vom 1. Oktober 1916 ab ernannt

** Personalnachrichten der Ober-Po st direk­te o n in Darmstadt. Verliehen: wurden das Hessische Allgememe Elfrenzeichen mit der InschriftFür Kriegsverdienste" am Knegsbande dem Feldwebelleutnant, Obertelegraphenassistent Re itz aus Gießen. Aus Anlaß des Schttdens aus dem Dienste: das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Gwß- mütigen dem Postsekretär Völzing in Groß-Bieberau Odenw.), das Preußische Verdienstkreuz in Silber dem Postagenten Konrad Lvtahl in Kailbach (Odenw.) und das Hess. Allgemeine Ehren­zeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste" dem Oberbriefttäger Andreas Kl ein kauf in Osthosttr (Rheinhessen) Ferner der Charakter als Rechnungsrat dem Ober-Postsekretär Peters in Mainz: der Charakter als Postsekrttär den Ober- Postasslltenten Krell in Benshttm, Bierbach und Kvlb in Darmstadt und Hepp in Offenbach lMain); der TitelOber- Po, tasslstcnt" dem Poftassistent Martin in.Tarmstadt und der Titel ,Ober-Telegraphenassistent" dem Tetegraphenassistent Rothbrust in Mainz. Etatsmäßig angestellt wurden: Tic Postassi,tenten Reitz in Bingen ^Rhttn) und Lange in Rüsselsheim (Hessen). Versetzt wurden: Ober-Postpraktikant Geist von Darmstadt nach Guben, unter .Ueberttagimg einer Postiiispektorstelte, der Ober-Postsekretär Aug Schmidt von Witteiiberg (Bez. Halle) nach Bad-Nauheim, Pvstsekretär Nockerl von Michelstadt nach Mainz, Ober-Postassistent Weinberger von Offenbach (Main) nach Mugm (Rhein), Ober-Tetegraphen- assisteiit H e ß von Darm,ladt nach Gießen, die Postassistenten G r e u l i ch von Troisdorf ,nach 'Bingen (Rheinb H ö f l e r von Bingen (Rhiin> nach Tvoisdoft und Peter Müller von e ligen l^t (Hessen^ nach Dortmund, die Telegraphengchilfiii Barbara Fischer, non Oberhausen (Rhld.» nach Darmstadt. Uebertragen wurde: ttne Bureaubeamtenstelle 1. Kl. btt der Ober-Pvstdirtttion dem Ober-Postsekretär Wieder in Bad-Nauheim und ttne Post- verwaltetttelle dem Ober-Postassistenten R. Mayer aus Bingen (Rhein) in Groß-Bieberau (Odenwald). Angenommen wurde: als Postagentin: Frau Minna Kaiser Ww. in Engelrvd. Frei­te i l l i g a u s g e s ch i e d e n sind: Tie Telegrapl>engehilfinnen M N1 ch in T>armstadt, S ch r ö d e I geb. Krttner in Mainz und Gr ünewal d in Worms. In denRuhestand getreten sind: Postdirektor Schäfer in Gießen, die Postsckretäre Fasig in Mainz und Völzing in Groß-Bieberau !Odenwald) Ge- 'torben ist: Postagent S'chaaf in Engelrod. Vor dem! Feinde gefallen sind Lezitnant d. Res Postreferendav Fischer aus Gießen und Feldwebelleutnant OberPvstassistent Kranse aus Worms.

** Dem Viztteldwebel und Offizier-

Aspiranten Ad. F r s ch e r ans Gießen, Alicestraße, ini Stabe Landwehr-Fuß-Art.-Regts.-Kdos. Nr. 8 ist zu dem Eisernen Kreuz