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29.9.1916 Zweites Blatt
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fttfer crköc^.tn »scaoi.-^ jsr'irnfc.

166 . Jahrgang Freirag, Ttk September 1616

Gießener Anzeiger

Eeneral-Anzeiger für Gberhejsen

Ä'AtatWri'&nivi un- ^rriaj; de; Brüd^ck«» Uau><r ...5 * Brrck- und 6 «.lautem. R. SA»A». <$«$*«»

SkferitHrituR.!. Sc*

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.^id. Deutscher Reichsrag«

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&a» Tische >L- iuklttü: xv S^r^mcrr. Hollsvr r.-- Scr-eS«. von Ss^vL S-Jcsu im Seaig«, <?.'\;er «aoXsr s> Jogcss. Hx»' rou ^Ädrru Solid.

R an n et aKwa. Hoe^R rr a und z.^X «rche ft; r*>t?T.r :?frK*c2:r sädjn^w.

Di'ou? '--nd Xc -Trrrür.rr. jm> ütafüOt. o" Dipko» rjßjenlx-; 5o&ea «, x bc BiMchLfSrT und G-.'Andren rou Oesirrrcud- ring.»». .\': Türkei. Griechenland s«L Bu. zurren und >er SCioräer Tdchapr>rfthrL2w qenourmcv.

Px-ni>ern De. L»e»sf crö^ner Xe Sitzung oat 3 Uhr 16 £V tarne» sc« ftcktzttsüer Auipi^rc:

Meise Herren, wir trete» z» erneuter Arbeit in einem Augen» Xick zsismmen. in rem der gestrige Krieg uu-. Deu: L ^nbS y>cz Nichtsein -tuüLrpch. V.'.:::\t -.-7 t:::\tc ; :.ic: 5:«Ik\t: «af 7enr HohepunA «rgelLugl Der neue jynr.X der un§ er­stunden i% schreck: »nS nicht. tBeifsL.' Rumänien büßt 'chon heure aur dem Bckluckrfelde für feinen T resLrnch. (Beifall.) Ln allen Krönten Wird um die Ent» Scheidung geruugen. Riesenhaft sind d e Lnürengungen unsrer d-e.ke? und unserer Verbündeten. Bei: auSschauend umfaßt der KeDöcrrnbück der Oberen Heeresleitung fast ganz Europa. Bei» naöe üdermenxöiich sind die Anstrengungen, mir denen unsere und unserer Verbündeten rode?u-urigen. kemp'erprobten Soldaten und ihre unerschrockenen Führer hier den Angriffen der fe.u.d. eben * -< llionenheere Trotz dreien und die jeden Fuß breit Geländer reuer mir Opfern bezahlen lasten und dorr die alte unveränderte Osiensivkraft in glanzender Weise betätigen. Unübertroffen ist die Srandhafn^eiL. mir der in Xr Heimat unfer Voll die Schmie» rigkeir. ja. wenn eg notwendig ist. »eiost die Entbehrungen erträgt. Xe daS Verbrechen de? englischen Aushunge­rung s? r i e g e s chm auferlegi. (Beifall.) Der Hungerkrreg. der von England geplant ist. ist gestbeitert an der Ernte. d:e uns in Deurstkland beschert in. Militärisih wie wirtfckastlstb sind wir unbexvungen. Ein glänzender Erfolg der neuen funkten Kriegs- anleibe wird der De'.t bewenen. daß wir fest entfchlosten und nmrorrde sind. au<b nnanziell allen Stürmen zu trotzen, wie es unkere Brüder und Söbne tun in den Lchützengräden und auf den SciLackneldern. fLebbaster Beifall.) Am 9. Juli 1916 bat das erste XutfLe Handels-N-Boot Xe .Deutfchlaud^' von Bremen aus mit einer wertvollen Ladung die Bereinigten Staaten von Amerika erreicht und ist am 23. August mit gleick» nvrwoller Ladung unverseört und glück!ick nach Deutschland zurückgekebrt. fBcrkall.) Die Ankunft eines zweiten HarsdelStauchbooteS. der .Bremen ist geirern von Amerika aus gemeldet worden. -Lebhafter Beifall.) Diese weltbewegenden Erscheinungen deut­scher Technik, deutschen Wagemut? und deutschen SeefahrertumS baben unS veranlaßt. Xe Deutsche Ozeanrcederei im Namen de? Reichstag» berzlichst zu begkümvünschen zu diesem Zeichen von Unerschrockenheit der Offiziere und Mannschaften, die da? große Werk der Durchanerung des il^cans durch Handelstauchboote er­möglicht baben. Ich hoffe, daß diese Tat auf dem wirtschaftlicben. wie dem politischen Intereflc de? Deutschen Reiches von Nutzen fern wrrd. (Lebhafter Beifall.)

Der Prafide lt macht dann Mitteilung von dem Dank, t e I e g r a mm les Kaisers auf das B.'grüßungStelegramm. das der Präsident am zweiten Jahrestage des Kriegsausbruches :m Namen^ des Reichstags abgesaudt hat. sowie von dem Tele- grammwechsel mst dem Präsidenten deS ungarischen Parlament? anläßlich des Srsgetz von Tutrakan. Er gedenkt dmin des Ab­lebens der Abgeordneten Dr. Oertel und Dr. Gie sc. deren Andenken das Haus durch Erbeben von den Sitzen ebrt. Dr. Kaempf schließt mit dem Wunsche, daß Abgeordneter Schulen- bürg, der verwundet worden ist. bald genesen mötic. Das Gou» dernementsgericht Thorn bxantragt die Genehmigung zur Ein­leitung eines Strafverfahren? gegen den Abgeord- n e t e n Dr. L i^e b k n e ck l wegen Vergehens gegen bte" 110 und 120 des Strafgesetzbuches. Der Antrag wird der'Ge- ^ch äs tsordnungkommission überwiesen.

Vor Eintritt in die Tagesordnung nimmt das Wort

Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg:

Meine Herren! Als nach der Kriegserklärung Jta- liens an Oesterrrich-Ungarn unser Botschafter Rom verlieh, haben wir der italienischen Regierung mitgeteilt, die italienische Armee werde an ihren Kämpfen mit den österreichisch-ungarischen Truppen auch auf deutsche Truppen stoßen. Deutsche Soldaten haben dann mit ihren österreichisch-ungarischen Käme raden zusammen an der italienischen Front gesochten. So war 6e facto der Kriegszustand hergestellt. Eine förmliche KriegSer- klärung aber erfolgte nicht. Offenbar scheute Italien vor den verhängnisvollen Folgen zurück, die seine wirtschaftlichen Bezie-

hurrgen zu un8 nach demKriege erleiden mußten. Auch wünschte man in Rom die Initiative unS zuzuschieben. Wir hatten keinen Anlaß, daS Spiel Italiens zu spielen. Diß unsere Taktik richttg war, zeigten die ununterbrochenen Anstven- gungen der Entente, Italien zur Kriegserklärung an Deutschland zu bewegen. Ueber ein Jahr lang hielt die italienische Regierung stand. Am Ende haben

die Daiimschrailben,

die England mit der gleichen Rücksichtslosigkeit wie bei den Neu- traten so bei seinen Verbündeten ansctzt^ zu stark gepreßt. Italien ist in seiner Kriegführung von englischer Kohle und englischem Geld abhängig. So hat es uns schließlich den Krieg erklärt? Eng­lische Zwecke sicherlich waren es, die den Aus­schlag gegeben haben, wenn auch die italienischen Balkan- aspirationcn mitgewirkt haben mögen. Bekanntlich wünscht Italien auf dem Bakkan seinen Einfluß auf Gebietsteile auszustreckcn, die zur Interessensphäre Griechenlands gehören. Um nicht ganz au?° geschaltet zu werden, erschien J'anen die Teilnahme an der Sar° rail°Expediti:n erwünscht, und dies wiederum mußte zu erneuten Zusammenstößen zwischen italienischen und deutschen Truppen in Mazedonien führen. So entstand die Kriegserkläung an uns.

Gleichzeitig hat sich Rumänien unseren Gegnern angcschloffcn.

Unsere Beziehungen zu Rumänien vor dem Kriege beruhten auf einem Bündnisverträge, der zunächst nur zwischen Rumänien und Oesterreich-Ungarn abgeschlossen, durch den Zutritt Deutschlands und Italiens aber dann erweitert

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d e Wai.e fielen. Herr B i .i"> V.r ** v r e e r.er letzter

ReXn Xe Ech?-X">: und HoX-rr de-:- Bei.-.-..-'4 \K

rühm: Lachen.! Pel r stve Zuna:rde Xneu 'L'-i ^ u-st

Xf den ZerriralMächten dverß-.a

> KörskMvvrre nndr 4 uredr gellen, lasten auf dre Frerdett. Gerextzrrg- l kert uu> ZrvUisirüorr, für tzve dre Emeute ke.-noken w-'.ü e.n etüx'-S ! fo^wurdrgeS Lccht fallen. ^Sedr rrchtrgü Run ! RaudpsNtik vern ersten Tage an add-äng^ de? S?e i Ucg e 1 sondern auch um der Edre de? ErnieX'xung der alle.erneu'en Kürge. Run

IaZre einer yeküderien rolrnstden Existenz und eine? ungedeuren ^ '..rg.eurdrgeS L de: «allen, ^ax'd: rrch: a R>. !:a - . X«:

AufschwunKr' verNrrrkre. nickt nur nach dem Wortlaut j Raub Politik dow ersten Tage an ad-da gemach: von Xr

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ch ließen müsse. Als eine Verleugnung des Bundn >"aer träger erschien Xm verstorder-.en K.n:g X-. Ernuxin.d da^ Ru­mänien r^n der tsterreickisL ungarischen Demarche :n Serbien nicht benachrichr:g: und über sie n.ch: befrag! worden sei. Aber n dem entscheidenden KabrnettSrat-drang der bejahrte König mit seiner Meinung gegen eine Regierung nicht du rck. deren Ministerpräsident ran An -airg an über alle bestehenden Verträge hinweg mit der EnXnae fpMparhstierte. Kurze Jett darauf starb der König an den Folgen Xr seelr chen Erregungen, d.e '.bw. Zar Bewußtsein bereiter darre Xiß Rumänien seine Bundesgenossen verraten würde.

De rumänische Politik unter Leitung der Herrn Bratianu ginß darauf aur. sich auf Kasten der .m Val5erkriege liegenden Parteien zu bereichern, ohne große eigene Opfer dringen zu müsien. Es birß nur. rechtzeitig zu erkennen, i-ruf welche Eei.e sich

-r Waast-Xr.e deS Sieges a»

genolrck dr? Anschluß KriegSjadre. vermutlich

ig neigen werde und den s nickt zu verpuffen. Schon im ersten noch dem F».r7.e von Lemberg, schloß

Bratranu dinier dem Rucken seiner Souveräns ein«, Neutralität-Vertrag mit Rußland. Nacb dam Fall von PvAemyst oder schien ihm die Zeit gekommen.

sich mir unseren Gegner» über de» Fudtidlobn zu verständigen.

Die Verhandlungen schlugen indes fehl. Rußland wünschte, seinen eigenen ungeheuren Länderbesitz durch die Bukowina zu vergrößern, auf da» Banai aber batte Serbien sein Auge ge­worfen. wahrend Rumänien nicht nur die Bcikon'ina. sondern auch die österreichisch-ungarischen Gebietsteile ln? zur Theiß für sich haben wollte. So kam nickt? zum Abschluß. aXr die rumänische Neutralität nahm immer mehr die Form einer ein- s e i t i g e n B e g ü n jt r g u n g der Ententemächte an. Um die Hungerpolitik Englands zu unterstützen, suchte man» da? von uns aufgekaufte Getreide zurückzutzalten. und es bedurfte unseres sehr energischen Druckes, um seine Freigal»« zu erwirken. ?lach dem Durchbruch de: Gorlice wurde Herr Bratianu zrveifel- X^ft. ob er auf das richtige Pferd gesetz: habe. Die Verhandlungen mit der Enwnie grrieten in? Etocken. Immer war e? ja die all- gemeine Kriegslage, dre btc rumänische Politik bestimmte. Al? dann aber die große russische Offensive dieses Frühjahrs kam und gleickzeittg und danach die Angriff« an der Somme einsetzten, glaubte Herr Bratianu den Z»,sammcnbruch der Zentral- machte vor sich zu.sehen.

Jetzt war er entschlossen, sich «m dom ve-nneintlichen Leichenraub zu beteiligen. Die Ententsinächde ihrerseits batten mit ihren Verballungen mit Herini Btotianu freiere Hand ol? vorher. Serbien Unir besiegt, die Beschützer der kleinen und schwachen Staaten brauchten also mif die früheren Annexionswünsche diese? Landes keine Rücksicht mehr zu nehmen. Um so frestrebiger konnten sie sich Rumänien gegenüb'r zeigen. Um die Mitte August wurde Herr Bratianu mit unseren Gegnern handelx^- einig. Den Zeitpunkt des LoSschlagen? bebielt er sich vor. er machte ihn von gewissen Vc>rauSsetz<u»gen militärischer Art abhängig. Der König hatte und dis dahin unvcrandert versichert, daß er neutral bleiben werde. Am 6. Februar d. Js. I^tttc der hiesige tu m ä n i s ch e Gesandte auf Befehl seine? König? die for- melle Erklärung a b g e g e b e ic. daß der König entschloss:« sei, die Neutralität Rumäniens aufrecht zu erhalten und daß seine Regierung in der Lage sei. dies auch durchzuführen (Hört. hört!). Gleichzeitig er­klärte Herr Bratianu dein Baron Bus sch e. daß er sich dieser Erklärung seiner Königs vollkommen anschlicße. (Hört, hört!) Wir konnten uns dadurch nicht täuschen lassen.

llebcr die Verlinndlnngen Bratianu- im August diese- JahreS waren wir fortlaufend unterrichtet.

Anhaltend haben wir den König unter Erinnerung an sein Neu­tralitätsversprechen auf die geheimen a ch e n s ch a s t e n seines Ministers bingewiesen. $vi? gleiche haben wir mit den politischen Faktoren Rumänien? getan, welche entschlossen gegen den Krieg wirkten. Der König erklärte, er glaube nicht, daß sich sein Minister an die Entente gebunden habe oder binde. Noch 6 Tage vor der Kriegserklärung erklärte der König unseren, Gesandten, er wisie, daß die große Majorität Rumäniens den Krieg nicht wolle .(Hörtl hört 0. und an demselben Tage versicherte her König einem persönlichen Vertrauten,

daß rr die Mobilmachnng-order nicht linterschrribrn werde.

sErneuto? lebhaftes Hört! Hört!) Am 2fl. August, also am Tage vor der Kriegserklärung nocl>. erklärte der König dem österreichisch- ungarischen Verttcter. daß er den Krieg ,icht wolle. (Hört! Hört!) Al? ein Kuriosum erwähne ich nur. daß Herr Brcktianu an X'msellx'u 26. August dem Grasen Czernin ver­sichert hat. er sei entschlossen, die Neutralität Rumäniens mlsrecht zu erhalten, der K r o u r a t. der für den n ä ch st c n Ta g a n g e s e tz t sei. werde d i'e Wahrheit seiner Morte beweisen. (Hört! Hört! und Gelächter.) UebrigenS, meine Herreir, no-ch am 2?.. August waren steh di« Ententemächte selbst nicht darüber im klaren, wann Rumänien den Krieg erklären s»lle. Wir wußten das auS zuverlässiger Qlielle. Dann haben sich die Ereignisse überstürzt. Nach Nachrichten, die ich für zu» verlässig halten möchte, stellte Rußland plötzlich da? Ultimatum, c S wc r d c ü b c r d i c u u g c s ch ü tz t e r u m ä'n i s ch e Grenze e i n r ü ck e n , falls Rumänien nicht luS zum 28. August den Krieg erklärt habe. Ob diese? Ultimatum

ein mit Bratianu abgckartrtr- Spiel war, um den König mit sortzurcißc-n, laste ich Dahingestellt; aber

Rumäniru wird fick kdcniv mUirsiriick vrrrccknrn.

^ wie sich in Gemecnschaii mit se neu Eureutefreunden po.rnfck ! dererr? verrechuek dar. Man dosite ja z. ver'rckurck dre ! erklärung RumänreuS werde den Abfall der Türker und But- - gxrrren? von un? nach sich zreden. Ader d»e Türke: und Bulgarien sind nrch; Rumänien und Italien. <Sehr gut! und B. ull.) Je : und unverrückbar sieht «h r e BunheStrene. sie [ bat auf den Schlachtfeldern der Dodrud'ch.r glänzende E .ge ge- \ ieiert. (Verfall) So vrel über dre po.rn'cken Ere.gursje. Au» f den Schlachtfeldern toben harte Kümpfe m Osi. Wesi und Süd. Seit Anfang Julr Xruert, fe.it ohne jede Nran der Somme der erbitterte Angriff der Engländer und Franzosen S an. Die große gemeinsame Offensive, lange vorder angekündigt, da: emgesitzt: jetzt sollte e? glücken. ietz: sollte die j Front der verhaßten Deutschen durchbrochen Fr an.? '.eich und Bel- ) gien befreit, und der Krieg über den Rhein hrnweg n.rch Den'.'ch. i land hineingetragen werden. Und wa? iit gesehen- Wehl haben i die Franzosen und Engländer Verresie erstruten. wohl sind unsere ersten Linien um einige Kilometer znrnckgerückr ....ch stb ee.e V.n- j lüfte an Menschen und Material haben wir zu beklagen: bei eurer in so großem, gewaltigem Maßuab angelegten Offensive ijk da- unvenneidbar. Aber da?, loa? unsere Gegner erhofften und er- stredteg. der D u r ck b r u ch im großen S t i l e. dre Au- - rolluny unserer Stellung im Westen - X\? ist ihnen nicht ge­

glückt. (Beifall.)

ttngedrocken steht unsere Front buk

I SchN'er und X^rt sind die Kämpfe an der Somme draußen, und ein Ende »st noch urcht abzusehen. Sre werden neck mancher Opfer kosten, noch ein und der andere Graben, noch ein und dar andere Dorf mögen XTUnv« geben aber durch kommen sie nicht! (LebXsiter Beifall.) Dafür bürgt un? unsere Führung, dafür bürgt die unverglerchliche. die Xsisp:ello?e Tapferkeit der Truppen aller deutschen Stämme. (Beifall.) Auch im Osten tobt der Ka ,pf N'eiter. Nachdem d'.e große Offen­sive des Generals B r u s s i \ o n» von den Truppen de? Erz­herzog? Karl und de? General? v. L i n s i n ge n zum SteX'n ! gebracht war. Xrben schwere russische Angriffe westlich von Lnek. -m der N ajaro w k a und in den Karpathen erneut eingesetzl unter blutigen Verlusten der Russen find sie zusammengedrochen. Auch hier tverden die Kämpfe fortgehen. al^er auch hier wirk gehalten werden, dank dem unvergleichlichen Heldenmut unsere' Heere. (Beifall.) Seit einem Jahre ist der neue große Balknnplau

der Entente gereift, bestimmt, den Vierbund z>» sprengen unsere Vereinigung mit dem Orient zu zerreißen, hie Türkei. Bulgarien. Oesterreich-Ungarn, eine nach dem anderen niederzuzwingen. u,n dann die vereinten Kräfte allein gegen Deutschland richten zu können. Seit fast einem Jahre w»rd al? Vorbereitung dazu ein große? Heer in Saloniki erlitten. Immer neue Divisionen Uvt«u binzu. englisches und französisches Völkergemisch von der ganzen Welt wird mit Russen. SerXn, Italienern und schließlich Par. tugiesen zusammen gedrillt.

Der Verrat Rumäniens schloß die Kette^ Und wieder frage ich Was i st erreicht? Die Lage unserer treuen und tapferen Verbündeten i st u n e r s ch ü t t e r t Oesterreichsilngarn steht an X'r Ostfront zusannnen mit m>? bl? nach Siebenbürgen. Türkische Truppen kämpfen in Ewlizien. Blilgarische. deutstde und türkische Truppen haben die Runwnen in der Dobrudscha geschlagen. Vereint kämpfen sie in Maze­donien. Der Plan der Entente, in der Dobrndstsia und in Maze­donien einen entscheidenden Sstlazi zu führen, ist im Entstehen getroffen. Die Salonikiarnwe ist ülvr schwächliche Angriffe, nicht hinausgekommen und in der Dobrudscha ziehen lutlgarisäie. deutsche und türkische Truppen gegen Norden, anstatt, lvie die Feinde e? sich dachten. Russen nick Rumänen nach Süden. Im ganzen also, meine Herren: An der Sommefrent einzelne Er­folge X'r Gegner, die aller die Gesaintlage nicht ändern. Jin übrigen erfolgreiche Abwehr aller seindlickwn Angriffe und damit Durchkreuzen der feindlichen Absichten; auf dein Balkan Scheitern der feindlichen Pläne! (Beifall.) Meine Herren, so geht der ungeheure Krieg weiter. Immer neue Völker stürzen s ich i n da? B l u t b a d. Zu welchern Ende? Die Kriegsziele, die unsere Gegner iimner »mverhüllter verkünde», diilden keine Mißdeutung: ErolleriingSlust und VernichtiingSwille! (Zustim­mung.) Ich habe hier wiederholt darüber gesprochen: Konstan- tinopcl deii Russen, Elsaß-Lothrittgeu den Franzosen, da? Tren- tino iliid Triest den Italienern und jetzt Siebenhürgen deii Ril- münen. Für unS war seit seinem ersten Tage der Krieg nicht? anderes als

Verteidigung unseres Rechte? ans Leben, Freiheit und ( s hI-

Wicklung.

(Beifall.) Darum konnten wir als die ersten und die einzigen unsere FriedenSbereitfchaft erklären. Ich habe darüber am 0. De­zember vorigen JahreS und später wiederholt deutlich gesprochen. ASguith und Lord Robert Eeeil schaffen meine Worte nicht mit der Behauptung aus der Welt, wir hätten entweder gar keine oder unerträgliche und erniedrigende FriedenSbedingnngen knud- gegeben. Wir haben das unsrige getan: wer wagt eS, von uns ein neue? Friedrndnngebot zu verlangen, wenn unsere Gegner, wie eS ganz kürzlich der französische Mi. nisterpräsident Brian d getan hat, einen heute zu schließenden Frieden als eine Erniedrigung, den Gedanken an Frieden als eine Herausforderung al? eine Sägnach an da? Andenken der Toten bezeichnen? Wenn manche den Krieg führen, weil sie ihre utopischen Kriegsziele zu erfüllen hoffen, (mit er­hobener Stimme) ihre E r o b e r u n g d l u ft ist e ? . die die