Schafft das Gold zur Reichsbank!
Vermeidet die Zahlungen mit Bargeld!
Jeder Deutsche, der zur Verringerung des. Bargeldumlauss beitrüat stärkt die wirtschaftliche Kraft des Vaterlandes.
Mancher Deutsche glaubt seiner vaterländischen Pflicht völlig genügt zu haben, wenn er, statt wie srüher Goldmünzen, jetzt Banknoten in der Geldbörse mit sich führt oder daheim in der Schublade verwahrt hält. Das ist aber ein Irrtum. Die Nerchsbank ist nämlich gesetzlich verpflichtet, für je Dreihundert Mark an Banknoten, die sich im Verkehr befinden, mindestens Hundert Mark in Gold in ihren Kassen als Deckung bereitzuhalten. Es kommt aufs gleiche hinaus, ob hundert Mark Goldmünzen oder dreihundert Mark Papiergeld zur Reichsbank gebracht werden. Darum heißt es an jeden patriotischen Deutschen die Mahnung richten:
Schränkt den Bargeldverkehr ein!
Veredelt die Zahlungssitten!
Jeder, der noch kein Bankkonto t)at; sollte sich sofort ein solches einrichten, auf das er alles, nicht zum Lebensunterhalt unbedingt nötige Bargeld, sowie seine sämtlichen laufenden Einnahmen einzahlt
Di- Errichtung eines Kontos bei einer Bank ist kostenfrei und der Kontoinhaber erhält sein leweiliqes Guthaben von der Bank verzinst. ^ ^
. ^ b'sher übliche Verfahren Schulden mit Barzahlung oder Postanweisung zu begleichen, darf nicht das
herrschende bleiben. Richtig sind folgende Verfahren: J
Erstens — und das ist die edelste Zahlungssitte —
Uebertveifurrg bon Bank zu Bank.
Wie spielt sich diese ab?
Der Kontoinhaber beauftragt s-me Bank der Firma oder Privatperson, der er etwas schuldet, den schuldigen Belrag auf deren Bankkonto zu überweisen. Natürlich n,uß er semer Bank den Namen der Bank anaeben, bei welcher der Zahlungsempfänger fein Konto unterhalt. Jede größere Firma muß daher heutzutage auf dem Kopf ihres Brief- b°S«ns vermerken, be, welcher Bank sie chr Konto führt. Außerdem gibt eine Ansragc am Fernsprecher, bisweilen auch das Adreßbuch (z. B. m Berlin und Hamburg) hierüber Aufschluß.
Weiß m°n nur, daß der Zahlungsempfänger ein Bankkonto hat. kann aber nicht feststellcn, bei welcher Bank er es unterhält, so macht man zur Begleichung seiner Schuld von dem Scheckbuch Gebrauch. ‘
Zweitens
Der Scheck mit dem Vermerk „Nur zur Verrechnung".
, * f Ü b ? ® e - r T f " Slut ^Verrechnung-- kommt zum Ausdruck, daß der Zahlungsempfänger keine Einlösungen be*_ Schecks in bar, sondern nur die Gutschrift aus seinen, Konto verlangen kann. Bei Berrechnunqsschecks ist auch die Gefahr beseitigt, das; ein Unbefugter den Scheck einlöscn kann, der Scheck kann daher in gewöhnlichem Brief ohne Einschr-tben--, versandt werden, da keine Barzahlung seitens der bezogenen Bank erfolgen darf. Nach den neuen Steuergesetzen fällt der bisher aus dem Scheck lastende Scheckstempel von 10 Psg. vom 1. Oktober d. I. an fort.
Drittens
Der sogenannte Barscheck, d. h. der Scheck ohne den Vermerk
„Nur zur Verrechnung".
Er kommt dann zur Anwendung, wenn der Zahlungsempfänger kein Bankkonto besitzt und daher bare Auszahlung verlangen muß Er wird ,n dem Maße aus dem Verkehr verschwinden, als wir uns dem ersehnten R.el nähern, daß Kbermann in Deutschland, der Zahlungen zu leisten und zu empfangen hat, cm Konto bei dem Postscheckamt, bei einer Bank oder einer sonstigen Kreditanstalt besitzt. J
Darum die ernste Mahnung in ernster Zeit:
Schaffe jeder sein Gold zur Reichsbank!
Mache jeder von der bankmäßigen Verrechnung Gebrauch!
Sorge jeder in seinem Bekannten- und Freundeskreis für Verbreitung des bargeldlosen Verkehr«! unserer Ande!^"""^' b ” bQr 9 eIbtoä »»rechnet wird, ist eine Waffe gegen den wirtschaftlichen Vernichtungskrieg
bem wiederholt am?folgen, ohne jedoch brnnfft einen wesent
lichen Erfolg erzielt M hoben. Um so wichtiger erscheint die Befolgung ihres Rades in der gegenwärtigen Zeit, in welcher sich die Behörden gezwungen sehen, eine angemessene Verteilung der vorhandenen Milchmengen in der Weise ya regeln, daß die Vollmilch ausschließlich den Kindern, KronLen und Schwangeren Vorbehalten blokbt, denen sie in der Tat unentbehrlich ist. Indem man für die cruf die gesunde erwachsene Bevölkerung entfallende Milchmengc die Bestimmung trifft, daß sie nur in entrahmtem Zustande abgegeben werden darf, gewinnt mrrn den ihr entzogenen Fettbestand für die Bereitung von. Butter und Käse und sichert den Verbrechern so große Vorräte an wertvollen Nahrungsmitteln.
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** Gauwetturnen und Aussch^idnngsOSMpse
-auf der Hardt. Begünstigt vom schönsten Wetter, das der Mai des -Herbstes unserer Sache lieh, und unter lebhaftester Teilnahntt %ex Gießemr Bevölkerung, fand gestern das Wetturnen des Garees Hessen auf der Rennbahn an der Hardt statt. Die Mvrgentzüge hatten Scharen Mager Turner aus der Provinz und Rachbarschasr nach Gießen geführt, die um etwa 10 Uhr zium 'Turnen antraten. Gauvertreter EidMann hatte zuvor die fugend begrüßt und mit dein Hinweis auf die Tatsache, daß heute vor 46Jahren NapoleonIII. als Gefangener Gießen passierte, Min Vergleich ausge-fordett mit der heutigen politischen Lage, daraus herleitend dre Verpfttchtnng weiter M streben an der Ber- wrrttichung der turnerischen Ideale, die zusamMentveffen mit der . Hoffnung und bem' felsenfesten Vertrauen imseves Volkes. — Von lTM am Zuge beteiligten Turnern nahmen etwa 600 am Wetturnen 'teil. Ta der diesjährige Gauttrrntag die Abhaltung eines BoM- Nvetturnens beschlossen hatte, fanden außer den an den Schluß Zerlegten Freiübungen folgende volkstümLiche Uebangen, unter Leitung des Gcmturmvatts H. Will, statt: Kugelstoßer, Hochsprung, Wertspruny l^hne Sprungbrett», Laufen /100 M eter) und außerdem! eine MichtfwmÄlnrg. — Die Lerstungen konnten vurchweg als gut bezeichnet werden und zeugten von der vaterländischen Begeisterung unserer Jugend, die sich des Ernstes .Acer Pfttchten bewußt ist. — Um 2 Uhr wurde der rein turnerische Terl der Veranstaltung durch das Mt Mflitärmusck erfolgende Mnt^ffen der Jungwehr der Pw-vinL Oberhessen zwecks Mbhaltung der Au sscherdungs<kSmpfe rnr Wehrturnen Mterbvochen. Mes lobend Gesagte findet auch auf diese Jung-, Mannschaften Anwendung. Ter stellverttetende Vertrauensmann!vec Oberheffen, Medizi-nalrat Tr. Vogt, Butzbach, hielt packende, der Sache gerecht werdende und auf die gegeüwürtiae angewandte Ansprache, die mit einem Hoch ans Fürst und erland allseitige Zustimmung fand. Vertreter der GroßhevMg- vm»en Regierung, Garnison, staatlichen und städtischen Behörden, pvohntw foer Veranstaltung als Ehrengäste bei. Die vorbereitenden Elzbeüm für dre ^nngwchr lagen hauptsächlich in den Händen her Herren Pvof. Dr. Krckiusmüller und H. Will, denen ^^Gießener Turner als Mitarbeiter zur Verfügung ^gestellt hatten. Große Freude löste das Erscheinen und Landen» ^mes aus hoher Luft niedergehenden Doppeldeckers aus.'
vorerwähnten Jreiübcungen, sowie daran anschließend> Mn L> 1afettenlauf bildeten einen würdigen Abschluß des stolze Hoffnung liegt in dieser Jugend- ^vaft, wre nicht schöner im hellen SvNEkschein Mm Ausdruck
ter ? te - L?öge ein gütiger Hinrmel »mser Vaterland und »eine schmucken 2-öhire schützen.
^ A,i ^ ux 5 e3 if n Hülsenfruchtbervrdnung Hut V ervrdmmg Wer Hülsenfrüchte vom 29. Juni 84 r 6 ' ^t der Präsident des Kriegs-Er- eme Bekanntmachung erlassen Nach Bewrrtschammg der Hülsenfrüchte der am 28. August 16 .^rundeten -fle^ülsenfruchtstelle, löesellschaft mit tn Berttn. ttnioersrtälsstraße 2—3a,
r - ü |[ .'neunsputte ^chranktcr Hartung in Berlin,
dar oben gemmntar Verordnung zu Smttzweckcn zwei DoppelAcutner für den Hektar der Anbaufläche des Erntejahres 1916 belassen. Zu »emer (^nährLmg und zur Ernährung der Angehörigen seiner Wnchchaft einschließlich des Gesindes, darf er insgesamt 6 Kilo- gramm für jAe in Bettacht kommende Person zurückbehatten. Die m % 11 der Vew-tdrmng festgesetzten höchsten Preise sind nur für beste, rerne gesunde, trockene und gut stichende Hülsenfrüchte zu zahlen, wobei für, kleine /Erbsen dieser Beschaffenheit ein Abzug' von - Mark festgesetzt wird. Für girte, handelsübliche Turchschnitts-
mrd grüne Viktoria-, sowie graue, Erbsen bo Maük für den Doppelzentner, für kleine, gelbe, grüne »und graue ErbsQi HZ Mart für den Doppelzentner, für weiße, gelbe unb braune Bvhnerr 65 Mark für den Doppelzentner, für Lmfen 70 Mark fttt den Doppelzentner. Für Hülsenfrüchtt von geringerer Beschaffenheit hat die ReichsNlsenfrnchtstelle entsprechend weniger zu zahlen, wobei bei feuchten, sowie bei Käfer-, und madehaltigen Hülsenfrüchten außer dem Minderwett die durch ttrnftlnhe Trocknung und Bearbeitung entstehenden Kosten und Gewichtsverluste zu berücksichtigen sind.
" Pie^fünfte Kriegsanleihe und die Gin lösu ng Jin^scherne bei den Poftanftalten. Zeichninrgeü deutsche Kriegsanleihe Ttafrmot vom 4. September btö 0 -Oktober auch alle Posta nstaltn entgegen. Die Zeich- irungsbedingungen mit dem Zeichmmgsschein, in den nur der ge- ^ Unterschrift enMnrücken sind, sind am Pvst»chlü8m: erhältlich. Zugleich wird darauf hrngewiesen, daß dre Zinsscheine aller Reichskttegsarkleihen vom 21. des dem FäNig- kettsta^ vorhergehenden Monats ab bei allen Po ftanstalten — auch bei den Pvstagenturen — am Schalter in Zahlung ge- wonunen oder gegen bar umgetauscht werden. Die Einlösung der Zmsscheme fft damit den Besitzern her Krieasanleis-e außerordenL- ttch leicht gemacht. Dies wird hoffeEch recht vielen den Entschluß zum Zeichnen der KriegÄrnlerhe erkeichtern.
^ Der PEdent ^
Kgl. lttscmbalmdrcektionAbez-rrks «Franffutt a. M. hat als Ergebnis einer Sammlung Unter 'den BMensteten des EisenbahMrekttons- F^rnffntt a m der ,^esftschern OstpveußenMe" den!
7000 Mwck Mr BerfüWUig aesteM. Für diese reiche Spende ist dem Prasldentien von dem Vorstand der Hessischen^ -L»»tM»rtzenhilfe herzlichster Dank mit der Bitte ansgesprochen worden, diesen Dank allen Spendern M Wermittelln. Es ist dies, nachdem aus MtttM der.ProvriWen, Kreise und einzelner Städte \ mssehnliche Bettäge ettrgingen, der erste Beitrag aus ptt- P^ MtttMn; möge ferm stattliche Höhe vorbiMich sein für die inr Larche^in Aussicht genommeneri Sammlungen. — Die .Hessische Ostprvußenhilfe" hat Mn Konto bei detz Uhd Industrie in Darmstadt. Auf dieses Konto smd alle MnzaWuiigen zrveckmäßig zu leisten. Auch Belage Emzelner können do-vthttr überwiesen werben, was bei den bevorstehenden Sammlungen berücksichttgt werden» wolle (Nachdruck erwünscht.)'
sDr entlassene Krieigsinvaliden c b hat durch sorgsame Auswahl der überlast
senen Wolljachen das Rvte Kreuz m den Stand gesetzt, eine größere Anzahl von Mzugen Herstellen zu lassen, die vorerst an zur Ent- tmm&me Kriezsinvaliden abgegeben werden. Schon vie- konnte auf diese Wstise geholfen werden. Dke Meiderbestandc haben sich aber dadurch schon erheblich verringett, und es Muß ans Ergänzung umsomchr gesehen werden, als nach Bändigung des Kttegss viele aus deM Felde zuttickkebrrnde Sost SltzrW^versorgen sein werden, denen die Beschiffung von Zivist kleidern btt der Stoffknapp heit iinmöglich sein wird. Deshalb möck>- weistti^ E ^uzeigenteil enthaltenen Aufruf besonders hin-
wachjcn der- kirchlichen Jugendpflege aus den Ersahrungeit und dem Geist dieser Kriegszeit?" Die Herren Em ke- Dodenau und Noll.-Batterlfeld waren als Referenten be- stimmt. Die Rechnung fttt 1915 ergab 1710.83 Mk. in Ein- nahrnen mrd 1362.96 Mk. in Ansgabeii, der Voranschlag für 1916 wurde in Einnahme nnd Ausgabe auf 1691.92 Mt festgesetzt. In Battenberg soll die nächstjährige Synode tagen.
ra. B i e d e n k o p f, 4. Sept. Am Sonntag fand die feierliche Einführung des neugewählten Ortsgeistlichen durch Dekan Chrrltlan-Eckelshausen statt. Der Kirchenchor sang: Zum Will- kommengruß und Groß ist der Herr.
Fc. Fran-kfurt a.M , 2. Sept. D« Rhein-Mainische Verband tur Valkshildnncr zu Frankfurt a.M. beabsichtig t cttie Li chtbr 1*,e r - Zentrale ziu errichten. Ter Bezirksverbanh wurde deshalb vom Landesausschuß ermächtigt, mit dem Verbände «nen Vertrag vorztubereiden und auch mit den Krttsen zu verhandeln wegen einer Bttttagsleijtuing zur Errichtung der Licht- btlderzenttale und einer Leihgebühr für deren Bemltzung.
ick. Limburg, 3 Sept. Im Sportboot von Koblenz MH «nnburg und zurück fuhren dieser Tage die Koblenzer Schüler ^zo,ef Hellbach und Richard Dürupel. Die Rudttfahtt wähtte zwei Dage und würde nur durch eine Uebernachtung unterbrochen. In der gleichen Zeit wirttre auch die Rückfahtt bewältigt. Wenn man bedenkt, daß auf der Lahnsttecke zwischen Nieder!ahnstein und Lim- b-ura / oder 8 Wiehre zu passieren sind, so finhet die respektable ^etttnng der beiden Gymnasiasten besondere Würdigung . «l-. Bon de r Lahn, 2. Sept. Mit der abgelaufenen Woche wurde rn den Gemeinden an der Lahn der Ausdrusch des Roggens ZE den Dveschmaschmor beendet. Das Fuder ergab dnrchschnittliä» 3 Sack, 450 Pfu^ Korn, ein Erttag, mit welchem unsere Bauern wohl zufrieden smd.
hassia Bezirk Gietzen.
, Sonntag, dm 3. September, nackmittags 3 Uhr, eröffn«« Be- zrrcsvorjteher Lehrer Daab, Lollar, den zweiten Bezirkstag 1916 <;n »eurer Ansprackze dankte er allen dttren. die draußen mit Leib und Leben unser Vaterland decken, und ehtte die, die ihve Treue mir denr^Tode benegelten. Er zog. eine Parallele zwisck-en Sedan vor 4b Jahren, dem damaltgen und heuttaen Siegeswillen und sagte, s« uns in diesem schwjMen Daseinskampse Beispiel und Vorb-M>. Bttsprel dafür, was ein starkes, geemigtes Volk in be-
• ™ ^ Vaterlandsttene und unbegrenzten: Opsernrnt vermag, und ttn Vorbild ftrr den geschlossenen und entschlossenen Einheitswillen äum, Srege. Um das durch den Ejiegeswillen von 1870/71 geschaffene Vaterland in dem Klampfe gegen alle unsere Feiirde zu behauvteii, me uns.eins,not, nämlich: sich bewußt zu bleiben, daß uns zur ^tuirde dre erne Aufgabe gestellt ist, Mit dem Auftvand alltt Kräfte, rn Ge- und »Entschlossenheit »oie bisher, ohne Rücksicht auf ^/Pfer jeglicher Art, bis zuin Endsiege aus zuhatten und weiter zu MMpstti, zu kämpfen und zu siegen, draußen und daheim, alles an Äeb-e und Dveue an Zucht. Pflicht und Glaube, an Hingabe und Oetnub und besonders auch an OpferwilUgkeit aufzubieten und aus- zuhalten, um uttsere Fttttde von ihren vergeblichen Bemühungen, rms zu besiegen, zu überzeugen,: das Me uns not. Zum Schlüsse ^ zu feiern mit dem Gelöbnis: ,^Zn Treue fest,
rM Sturme treu zu stehen zu Kaiser und Reich. Fürst und Vaterland. Lauter Beifall lohute den Redner. Von de»t 39 Vereinen »baren 38 vertreten. Der Bericht über die Mitgliederversammluna m. Darmstadt, ersbrttet von dem Bezirks Vorsteher, wurde giitge- httßttl. Bezirksrackmor Volknmnn, Henchelheim, verlas die Rechts. Die Einnahme betrug 215,28 Mk., die Ausgabe 102,79 Mk, ttebeAchuß 112M Mk. Dem Rechner wurde EntlasMng etteilt und der Dmk der Bttyaiumlung ausgesprochen. Dem Kameraden Retzler, Stttnbach, wurde vom Bezirksvorsteher unter Motten des Dankes und der Anerkemrmrg für treue PflichtberfÄlung als Vorstandsmitglied dos Vereins wähnend 26 Jahren ein Diplom swcrrttcht. Der sttthacige Vorstand, Lehrer Daab, Lollar, als erftei' Bezirksvorsteher, Bürgermeister Leun, Grvßen-Lindttl, als zweiter Bezirksvorsteher, Kanzleirat Schiffnre, Gießen, als erster Schnftfft^« Lchver Keil, Kbein-Linden, als zweiter Schrift führer und Rechner Volkmann, Heuchelheim, als B^irksrechner, wmde per Zuruf wiedergewöhtt. — Die Mckvergütungen aus der Promdentta imd vom Jahrbuch an die Vereine betrug 883,75 Mk Sammttmttster Kaitfmann Schiemangk, Lollar, stellt den Bestand der Sanrmelbüchsen fest und ermuntett zum Weilersanrmcln auch in schwerer Zeit. Bi^irksvorsteher Daab macht dem BezttWtage dmwn Mitteilung, daß er als Vertreter des Bezirkes Meßm aks Mitglied dem.Unterausschuß für den Kreis Gießen des Hessischen Landesansschusses der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der tm Mnege Gefallerren angehöre iuib fovdette für diese Stiftung zu einer SmnmMng auf. Die Sammlung er.mb den Bettag von 70 Märk, den der Bezirksvorsteher mit herzlichen Dankeswotten zur Weitergabe übernimmt. Vorsitzender Daab ergreift nochmals das Mott, um die Kcunjeraden auf den bevorstehendttr Kampf in der Leiiuat hinzsaveisen, der ein Sieg werden Esse wie bei den vorhergehenden vier Kriegsanlerhen. Er sagte, alles flüssige Geld nicht nur. orcdern auch Guthaben, noch zu erwartende Einnahmen, namentlich solche tti. der Lairdwittschaft durch Absatz von der reichen Ernte, tgehöre dem Rckchl, das »es ja Mt verzinse und bei dem es sicher stehe. Er forderte die Kameraden auf, von Person zu Person zu weichen, denn ein voller Erfolg verkürze den Krieg, verlängere ihn aber nicht, wie Miesmacher, Ungeduldige, Laue und Aengslliche vermuten und leider auch aussprechen. Redner trat den aus dem Lande kursie- Tcnbett Redensarten entgegen. Das Protokoll »mrd am nächsten Bezirkstage verlasen, da mehrere Kameraden den Zug erreichen wollen. Unter Wottttr des Dankes nnd der Dtähnung zum Ausharren schloß der Vorsitzende den BezirGtag.
„Gedenket der Gebnrtztagzspende füt’s Rote Rreuz"!
Hessen-Nassau.
Märkte.
— ^eu, 5. Sept. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmärkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00, Hühnereier das Stück 20-/00 Psg., Käse das Stück 10-00 Psg., Kasematte 1 Stück Pfennig, Kartoffeln das Pfund 7 Pfennig, Milch das Liter 30 Pfg., Spinat 00 Pfg. das Pfd., Gelberüben 15-00 Pfg. das Päckchen, Rosenkohl 01) Pfg. das Pfd., rote Rüben 1b—00 Pfg., wiebeln das Pfund 20—25 Pfg., Nüsse 100 Stück 00 -00 Pfg., ilmnenkohl 00—00 Pfennig, Sellerie 00-00 Pfennig das Stück, Kopfsalat 5—10 Pfg. das Stück, Kohlraben 10—15 Pfg., Rörnisch Kohl 15-00 Psg. das Päckchen, Lauch 0-00 Pfennig das Stück, Weißkraut 12 bis 15 Pfennig, Rotkraut 15 bis 30 Pfennig, Gurken große 00-00 Pfg., kleine 7—3 Pfg., Bohnen 30—35 Pfg das Pfuno, Zwetfchen 20—25 Pfg. das Pfund, Fallobst 5 Pfg. das Pfund, Birnen 20-30 Pfg. das Pfund, Aepsel 18—25 Pfg'. das Pfund. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.
Meteorologische beodachtungen der Station Gietzen -. . - - ■ • — . - — — ... ...
Sept.
1916
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Niedrigste „ Niederschlag 1,5 mm.
3.
1916: + 12,2 ° c!


