Ausgabe 
25.9.1916 Erstes Blatt
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Ö eer es front des Generalfeldmarschalls

Prinzen Leopold von Bayern.

... Zwischen Zlwrow und dem obersten Sereth trieben

Artillerievorbereitung gestern E7J2M^ rn ^f Angriff vor Schon waren mehrere Mu^nansturme abgewiesen, als es ihnen nachmittags nord- ü2!ri£ rc «f !ntf ' gelang, in unsere Linien einzubrechen.

«Z Gegenangriff führte nach erbittertem Kampfe zit völliger Wiedergewinnung aller Stellungen. Es wurden über 700 Gefangene eingebracht und 7 Maschinen- gew^re erbeutet. Die blutigen Verluste des Gegners ent­sprechen seiner gewohnten Kampfweise.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Im Südabschnitt der Karsthochfläche kam es zu Nah- kampsen, in denen unsere Truppen ein Maschinengewehr er­beuteten. An der Fassaner Front wurde ein Angriff eines feindlichen Bataillons gegen unsere Stellungen auf dem Gardinal durch Feuer abgewiesen.

Wie nunmehr festgesteltt ist, war die von Oberleutnant Mlaker imgeachtet seiner Verwundung vorzüglich geleitete Sprengung des Eimonegipsels von vernichtender Wir­kung. Eine italienische Kompagnie wurde ganz verschüttet. »Wteilungcn des Infanterie Regiments Nr. 59 faßten die übrigen Teile der überraschten Besatzung in Flanke und Rücken. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 427 erhöht. Auch wurden zwei Maschinengewehre erbeutet. Der Monte Cimone steht seitdem unter lebhaftem Feuer der feindlichen Artillerie.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

In Albanien nichts Neues.

Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Der neue Luftangriff auf England.

Der englische Bericht.

London, 24. September. (WTB. Nichtamtlich.) Amtliche .Meld,mg. 14 oder 15 lenkbare Luftschiffe waren an Angriff auf Großbritannien in der letzten Nacht beteiligt. j.Die Grafschaften im Südosten, im Osten und in der Nditte des Landes und Ost-Lin coln wurden hauptsächlich heimgesucht. Ter 'Augirrft "aus London wurde von zwei Luftschiffen ausgeführt,

' die aus südöstlicher Richtung zwischen Mitternacht und 1 Uhr Manien. Flugzeuge stiegen auf und die Kwronen des Spezialdienstes s«eröffneten das Feuer )md vertrieben die Luftschiffe. Immerhin wurden auf den. südlichen, südöstlichen und östlichen Teil von Lvn- fdrn Bomben abgeworfen. Leider sind 28 Personen getötet .Und 99 verletzt nwrden.' Zwei Luftschiffe wurden über Essex abgeschossen. Beide waren große Luftschiffe iu«rer Bauart. Das eine fiel in FlmnMen gehüllt herab und ging .Mit der ganzen Besatzung zugrunde, die Bemannung von 22 Offi- zieoen und .Maruffchafttm des anderen wurden gefangen. Genaue ^Nachrichten über die Zahl der Opfer und den angerichteteu Schaden 'sind noch nicht etnyegangen.

Ein Luftangriff auf Dover.

Merlin, 24. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 22. September abends wunder: durch eines unserer in Flandern stationier- ;lrn Flugzeuge btc Militärbaracken bei Dover Mit Bomben belegt.

Arntterre zerstreute zahlreiche Aniaiumluicgen Ce:- FeruLes. ört­lich vom War dar schwaches Artillericfeuer. Oestlich davon war das Feuer heftiger, aber zeitweise unterbrochen. Am Fuße der Be l a s i c a uno an der Front der Struma schwaches beider­seitiges Artilleriefeuer.

An der Aegäischen Küste Ruhe.

Front gegen Rumänien. Bon der Donau ist nichts zu melden. In der Dobrudscha war der gestrige Tag etwas ruhiger. Sin Versuch des Feindes, gegen das Dorf Mustafazi vor­zugehen, wurde durch unser erfolgreiches Artilleriefeuer und das Sr,cheinen unserer Kavallerie vereitelt. Der Feind kehrte auf hal­bem Wage um und zog sich in seine Stellungen zurück. An der übrigen 6'ront entwickelten sich schtoache Kämpfe der Vortruppen zu unseren Gunsten.

An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe.

Die griechischen Truppen in Deutschland.

. 23, Sept. (WTB.) Der griechisch« Ge-

ll ? rundlicher vertraueiisvoller Aussprache mit dem ^tmrtsiekretar des Auswärtiges Amtes zu erkennen gegeben, daß es ,einer Regierung lieb wäre, wenn die nach Deutschland überge- ruyrten gnechr,chen Truppen bald nach der Schweiz geleitet würden, um von dort aus ernem noch zu vereinbarenden Wege nach G r i e - che n tawd befördert zu werden. Im Sinvernehmien mit der ^Verven Leeresleitung hat der Staatssekretär dem Gesandten er lp ( t£l 2' Deutschland die griechischen Truppen in lolialer Be- obachtung der mrt ihrem Befehlshaber getroffenen Vereinbarung ledrglrm als Gape betrachte und dal-cr grniidsätzlich gern bereit

ocm Wunsche der griechischen Regierung entgegenzukommen.

lodoch tatsächliche und wirksame Sicherheiten dafür erhallen, daß dre rn deutschen Schutz geuominonen Truppen von der Entente nacht unterwegs ihrem Vaterlande entzogen oder würden^ n^^^"^ötstrene Gesinnung und Betätigung gestraft

Angriff ruffischer Großflugzeuge.

- ...Berlin, 24. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 23. September früh grrffen drei russische Groß-Flugzeuge die ^eeflugstataon Angernsee ohne Erfolg an. Eins unserer Kcrmpspflugzeuge brachte bei der Verfolgung einer: dieser feindlichen Doppeldecker östlich Dünamünde zum Ab­sturz. Unsere Flugzeuge sind sämtlich wohlbehalten zurück- gekehrt.

Amsterdam, 22. Sept. (WTB. > Das>?am.>etSd1ad" Nteldet.. Die holländischen SchlepperGouwzee" u>cd ,X «uerze e", die gestern abend von 5) o e k van H o l - land mir vier belgischen Leichtern im Schlepptau nach Eng- /fuhren, kehrten im Lause des Aberrds ohne Leichter nach dem Neuen Wasserweg zurück. Die Leichter wurden von einem deutschen Unterseeboot in der Nähe des Maaslencht^ schrffes versenkt.

Das Ergebnis der nordischen Ministerkonferenz.

^ , Kr i st ta n ia , 23. Sept. (WTB.) Aus Anlaß der n o r - drscheu Ministerkonferenz ist folgende Note per- offentncht worden:

Tie drei Länder sind einig über die fortgesetzte Aufrecht' erlialtung loyaler und unparteiischer Neutralität wahrend des gegenwärtigen Weltkrieges. Tie Kränkungen der zechte und Interessen der Neutralen von Seiten der kriegführenden Rlachte, sowie die Schwierigkeiten handelspolitischer Art, die daraus für die Neutrglen entstehen, wurden einer eingehenden

Erörterung unterzogen, die zur Einigkeit wegen erioeiterter Zu­sammenarbeit geführt haben. Besondere Aufmerksamkeit n

Amtlicher Bericht

Türkische Berichte.

Konstantinopel, 22. Sept. (WTB des Hauptquartiers.

. An der Front von Felahie fanden Artillerie-, Infanterie- Jruo^ Bonrben kämpfe statt Feindliche, getreirnt vorgehende Truppen wurden durch urrser Arttlleriefeuer zurückgeschlagen.

An Maufa sus front Patroulllen-Scharmützel und von Bert jm Zett Infamer: ekämpfe. Wir verhinderten einen Erkun- .Dungssl'ug eines ferndlnt)sn Flugzeuges über der Halbinsel Gallipoli dem Angriff vom 18. September gegen Tschiolap Ada ^fanden wrr große Mengen von Dum-Dum-Geschossen. Oestlich ,Duer griffen wir feindliche Tnrppen in der Umgegend des Brun von Tavalc und zwangen sie, sich zUrückzn ziehen. Ich

Wk * r o Cn ?L e a r S 0 ? emes unserer Flugzeuge zehn Bomben das ^LinienschiffKmserrn Maina" und auf einen Torpedo- baotszerstörer. W wurde beobachtet, daß mehrere Bomben das l genannte Lnnenschiff trafm

Konstantinopcl 22 Sept. (WTB.) Amtlick»r Bericht >5?^ 21 -eptembrri An k>er Frmrt von F ela hi- fanden am September Ireiderseits Artillerie-, Infanterie- und Bomben- iwmpse statt^ Es wurde fcstaestellt, doh fnndlickv Infanterie infolge »wrrksamen neuerej unserer Artillerie sich hinter ihre Gräben fliich- tc * e - ..Fr»« m Persien: In Richtunp Tiz-Abad warfen ftmr schwache tcindlichc Kräfte zurück, die Devlel-Abad anaeoriffen 'Feindliche Erkundnn<,sabte,li,ngen, die sich nördlich von Wa m a ' pan zu nähern versuchten, wurden Vertrieben

^Jäfe U m!rie&eua t: *" f ^ **** ^nnützel

Mchts von Bedeutung an den anderen Fronten.

Der bulgarifche Bericht.

^ ' Bulgarischer Genernlstabsbericht

choni 22 September:

Mazedonische Front. Auf den Höhm der Stara Merecka ^.^rmia, pvischen dem Prespasee und Florüia, nördlich der Biqla i me > mnte feindliche AEerie diirch imser AEeriefeuer zer A»rengt. Urffeve vorderen Abteilrmgen nahmen die feindlichen Grä- cheu. In der Moälenitzaniedarnng wurde ein feindlick^s Bataillon Äborsko imb dre Hohe von Pveslax, vorzudringen ver- zerspreng. Mich des War dar Ruhe. Oest- slrch des Wardar war feindliche Infanterie nach starker ArtiNerie- ^veMeitnng vorgegmigen, wurde aber durch Feuer zuriickgeworfen zum Rnckmg m ihre alten StÄlungen gezwimqen. An den Mengen der Belaftca Planma nahmen wir die Dörfer $5' c 11 JB't 1 «- Zwischen den letztgenannten

Lrten und der .vahe von DonMqie ließ der Feind «in Lager mit kvrel Kriegsmaterial zurück.

P^f irn ma front. Schwachc's Artilleriefeuer. Aegärsche Mste

Rumänische Front. Längs der Donau Ruhe. In der ^lich am 21. September in der Linie cccrEnghezKarakoei ein großer Kampf. Der Feind nnt etwa zwanzig -Bataillonen, drei Batterien und nenn Eska- vn an, wurde aber durch Gegenangriff in die Flucht qc- /chla gen und bis Einbruch der Düukell-eit von unserer Kavalle-

r g *'nr Flugzeuge beschossen erfolgreich die

^onaiibrucke b^ Cernavoda und feindliche Lager bei den Dörfern Vockcrlem Und Jsrinez. An der Mste des Schlvarzen Meeres Ri.he ^^SoNa, 23.Sept. (WM.) AEicher Heeresbericht vom 23'

Ans der Höhe von Starane- $ ^uplanina l>aben wrr den Kamm des Gebirges Mich vom Dorfe Popli im Sturm genommen. Der Feind S na> in Unordnung zurück und ließ eine große Zahl von m? Verwundeten zurück In der Gegend von

ß ^Sf- Juf der Höl>e von Ka i m a k ch a l a n

^ Ä Arttllerrefeuer und schnmcl^ InfanterieTä- Im Moglenica-Tal schlvaches Geschützfei.er. Unsere

< ,-y{.*^v|V4iux*.i -miHirLiiumitn wurde

der Bermchtung oder Zurückhaltung von neutralen Schiffen und Ladungen gewidmet, sowie den Folgen der sogenannten schwarzen L i st e n der Kriegführenden. In diesem Zusammen­hang einigte man sich znm Zivecke gegenseitiger Erleichterung der Landelspolitrk dahin, daß teils durch die Regierungen, teils durch die betreffenden Behörden Mitteilnngeii gemacht werden über die handelspolitischen Maßnahmen der drei Ländcw, sowie über ein ^"Uigrnsen gegen die Handelsspionage. Zur Behaupturig der handelspolitischen Interessen nach dem Kriege sollen in den drei Landern vorbereitende Vtaßnahmen getroffen werden unter gegen- settigem Zusammenwirken derjenigen Organe, denen die Angelegen­heit an vertrant ist oder anvertraut werdeii >mrd. Ein weiterer Gegenstand der Erörterung war. die Stellungnahme der nordischen Mlder zu gewissen Fragen betreffend die Wicht der neutraünz Machte, Maßnahmen zur Wahrung der Neutralität zu Lften- -ch diesem Punkte wurde auf Grund der Haager Mnventio^ vollständige Einigkeit festgestellt. Ferner eingte maii sich dahiil unter den gegenwarttgen Berhältnisseii zu erkläveii, daß die drei rwrdischen Regierungen cs für ausgeschlossen erachtmi, sei es allem oder in Vexbinomig mit anderen nentraleii Regierungen, die ^nitEive zur Vermittelung zwischen den krieg- s n h r e n d e n M ä ch t e n oder zu ähnlichen Veranstaltungen zu ergreifen. Andererseits stellte man als wünschenswert fest, daß eine erweiterte Zusammenarbeit zwischvi so vielen neutralen Landern wie möglich zur Wahrung geineinsamer Interessen, ier Ausschluß jeglicher Parteinahme ftir die eine oder andere der kriegführenden Mächtegriippen zustande gebracht

' 5Jl aS n, ? ni iJ e ! Bedeutung der Zusammenarbeit der nordischen Reiche sowohl ftir die Gegenwart, ivie auch für die Zuttlnft, trennten sich die Mirnster der drei Länder, völlig einig darüber daß neue Zusammenkünfte zwischen den Ber- tvetern bn drei Lander abtzuhalten feieit, so oft die Verhältnisse dies erforderter! oder wimschenswert erscheinen ließen.

Der Seekrieg.

Zur Seeschlacht am Skagerrak.

2?', Sept. Die Kruppschen Mitteilungen veröffentlichen folgenden Erlaß des Kaisers:

Die mit den Instandsetzungsarbeiten der in der Schlacht vor dem Skagerrak beschädigten Schiffe meiner- Marine beauftragten dre Kruppschen unb andere, haben meinem Riffe, mit »oller Kraft die Wiederherstellung der Gefechtsfahigkeit der Schiffe zu betrecheu, tatkräftig und zielbewußt Folge geleistet In uberra chend kurzer Zert ist die Panzerung ausgebessert, sind neue ^ Jr5u a U J 9 e \ e a ^ e für die Kriegführung so wich-

ttgen Apparate und Instrumente ergänzt wordm, so daß die flotte s chon vorige Woche wieder einen ausholen- °cL g egen den Feind lwt ansführen können. Ich spreche allen Ingenieuren Werkmeistern uiid Werkleuten, die bei den für die Verteidigung des Vaterlandes so bedeuttingsvollen Ar­beiten so kraftvoll mitgewirkt haben, meinen kaiserlichen Dank und meme höchste Anerkennung ans. Das Vaterland kann stolz He Leistungen. Indem ich mir Vorbehalte, nach Frie- dcnsschluß Zucheii memer Anerkennung zu verleiben, beauftrage ich Sie, dieses zur Kennttns der beteiligten Werfte und Werke zu bringen und den Anshang an den Aushangsstellen zu der aniassen.

Großes Hauptquartier, 10. September 1916. Berlin 23. Sept. (Priv.-Tel.) Der BerlinerLokal anzeiger" meldet aus Basel: Ein amtlicher Bericht des Ad mrrals Jellicoe schreibt, daß alle englischen Schiffe, die m der Seeschlacht bei Jütland gesunken sind, bereits wieder ersetzt sind. Der Adnriral hat als Flaggschiff den neuenJron Ducke". '

. Berlin '24. Sept. (WTB.) Der holländische Post- dampferPrinz Hendrik" der Linie Vlissmgen-London am 23. September 8 Uhr morgens auf dem Wege nach der L hkmsemündung von unseren S e e st r e i t kr ä s t e n vor der flandrischen Küste an ge halten und durchsucht. Eine größere Zahl russNch-er und französischer Kriegsgefangener, die aus deutschen Lager n entwichen waren, sowie in Hol­land interniert gewesene, anscheinend beirrlaubte englische Solda­ten wurden festgenomrineii, ebenso einige feindliche Kuriere mit

ihren Sendungen' Um 12" Uhr mittags desselbmTages'wurde'der mitsamt den neutralen Passagieren, Frauen und.Kindern

. +-U| |u 9 aiui, U tUUtiU UJlü .nrnvern

unö ferner neutralen Post nneder entlassen und durch eines unserer Torpedoboote ausgelotst. Beiur ?luslaufen wurden der LvstdaliMer und das deutsche Begleittorpedoboot von drei Kindlichen Flugzeugen in i t B o m b e n angegriffen Der 'i«wn wurde dab-i leicht beschädigt. drei-Leiite der'Dampfer: Besatzung verwundet. Tos Torpedoboot blieb unbeschädigt Der Dampser letzte ferne Reise fort.

Aur dem Reiche.

Die Förderung einer Verdrutschnngsliste durch bas preutzischc Ministerium des Innern.

Berlin, 23. Sepi. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Minister des Innern hat am 15. 9. 1916 an die Regierungspräsidenten folgeiiden Erlas; gerichtet: Durch den Polizeipräsidenten in Berlin 0t m Zusammenarbeit mit den berufenen Vertretern von Handel und Gewerbe und mit dem Allgemeinen Deutschen Sprach'- ? C c2 l c e r £ c u [ ich ungsli ft c ausgestellt worden,

K ClC jfr-5! e ^I^tttp.9, des äußeren Straßenbildes von den fremd- sprachlicheii Getchattsjchilderaufschi-iiten durch Ausführung geeig­neter deutsa>er Eriatzausdrücke zu fördern bestimmt ist. Ten Land- raten und Magistraten, sowie den größeren PolizeiverwaltuiigLir wird empfohlen, die Anwendung dieser Verdcutschungsliste im täglichen Gebrcnlche zu fordern. Sie ist im Verlage des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins Werliu W. 30, Nolle,idorsr. 13AI, er- schienen und kann von dort bezogen werden 1 Strick zu 35 Psg.^ oO ^tuck zu 15 Mk, 1OO Stück zu 23 Mk . Ter Reiuerrrag wird zu vaterländischen Zwecken verwandt. Es liegt in der Natur der ^aaie und rn dem derzeittgen Stande der Gesetzgebung begründet, daß der Ernsluß der Verwaltungsbehörden auf diesem Gebiete sich .H.^uiemen unter Abstandnahme von Zwangsmaßregeln auf gütliche Einwirkungen beschränken nmß. Aber die auf ttarende Arbeit, die bereits seil Jahren geleistet worden ist, und Kriegsereignisse gestärkte Sinn für alles Vater- tandische, vand in Haiid mit der verschärften Abneigung gegen die ^remdtnmelei, haben solck^en behördlick)en Einflüssen den Boden bereitet. Sie werden daher in toeiteu Kreisen Verständnis finden und unter der Besorgnis vor einer anttlichen Bevormimdung- leidai haben. Den Verwaltungsbehörden mit ihrem ^kchieterr des täglichen Lebens bietet sich volle Gelegenheit, sich durch Beispiel und Rat vorbildlich zu be­tätigen.

T^r Geßnntvorstand der Dcutschvölkischen PaNci.

hielt und Leitung des Roickststags-Abgeiordneten Professor Tr. W erncr c»m Lonntag, den 24. September, eine gut besuchte Sitzung m Kassel ab. Ani Vorabend der Tagung fand im großen.

besEvMigelischen Vereinshauses" öffentliche Kimdgebuna stakt: Aba. Tr Werner sprach, über dc^s ThcmäDer Kampf g.-gen England Er forderte die rücksichtsloseste Einsetzung aller uns z-u Gebote stehenden Kampfmittel, besonders auch gegen Eng-, land Rur dann sei nu baldiger, ehrenvoller deutsck-er Friet-.r moglicl-, der die Zukunft unseres Volkes sichert In seinen Aus- ful.'i!i?:g!'n wandte der Redner sich auch scharf gegen die inneren Z-e^de, die Krregswucherer, welche die Kriegsnot'zur Ansammlung giff.e. Reihtumer benutzen, die bewundcrnsrvenc Widerslandskraft unseres Volkes schwächen, und daher Landesverrätern gleichzustellen siiid. 7tur empfindliche (fretheits-, Ehren- und Geldstrafen, die iil fedem Falle den cnvucherteu Betrag mehrfach übersteigen mußten, konnten Wandel schassen. Mit der bis:-., geübten Milde sei nicht genügend zu erreichen. Am Schlüsse der .AindgLuna wurden dann entsprechende Entschließungen migenvunnen. darunter auch die folgeiiden:

l^t'^^w.^Emrung erachtet den bisherige!: Zustand ans dem ebiete der Zensur, alv eines freien und opferbereiten Volkes ^rd fordert ihre gleichmäßige Handhabung und -.eichränknng aus rem nrllitarische Angelegenheiten. Sie Der-

nflr -Z^^?ung der Kriegsziele und Nntzbarmackmng

aller natwnakpolttischcn Kräfte des deutschen Volkes.

^ m bn: Geiamtvorltandssitzung am Sonntag, den 24. b*

La^, dem Parteiprogramm und ^ Angelegenheiten der Partei beschäftigte, wur­

den dieselben Enffchlleßungen, nach längerer Anssprache, an der sich n.a die RerckfstagA-Abgeordneten Dr. Werner urw Bürger­meister Herzog sowie d:e Herren Stadtverordlieter Professor Dr Be-- ^^ih-Leipzig und Stadwerordneter Fuck>s-Erftirt beteiligten, angc- nommen. Ebenso erfolgte in der Gesamtvorstandssitzung die ein stimmige '^pwhnre der nachstehenden Entschließung:

vE Bersammliing kmntte nur darm einen Fri^>en für er- ^o^H.^lben )Mmn er außer der militärischen, wirtschaftlichen M ^tischen Sicherung urfferem Vaterlande auch den völckisck>en brachte Sw fordert daher Schluß der- bisherigen Reichs- grenzeii gegen dre Zuwanderung minderwertiger Völkerteile."

Der Rnchsverbrnw der deutschen Presse und die Zensur.

B e r l i n, 24. Sept. (WDB>. Nichtamtlich.) Die Vertreter-- v e r s ammlun g des Reichsverbandes der deutschen *Uf rL e J r JV lt * untcr beul Vorsitz von Marr-Berlin im Gast- ü'r rl! k Ä tagte, itxrr aus allen Teilen des Reiches zahl­reich beschütt. Derl ^rharidlungen über einen Abban der Zensur, Ä^^on b^i Vorsitzenden mit einem Rückblick aus die bisheriaew. Schritte, Erfolge und Mißerfolge ans diesem Gebiete eingeseivet:

Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Reichs- R^chßmarineamts, des Kriegspresseamts, des ^tellvertreteiideii Generalstvbes und des preußischen Mmifte- siunis dko ^niiern bei. Das Ergebnis der Verhandlungen ipnrde m emer emsttmnng angenommenen En ts ch sie ß u n'g nieder- b l e Schritte billigt, die der geschäftsftrhvende Ausschuß des Verbandes bisher zur Beseitigung der politischen; Zensur getan hat. Sie pellt aber feft, daß teikweise sogar

Zensur ^ingetreten fei erllart daher unederholt, daß der Reichsverband grundsätzlich ro ran fuT I^ ^^ffur politischer Meiiumgsäußerungen und

verlangt, in denen ein zwingende^ Militärisches Jntmesse vorliegt. Es fallen ferner unverzüglich Maßnahmen getroffen uvrden, durch die eine Ein heitli ch fei t ber Zensur über das ganze Reich gnvähr lei stet ioird. Verbote ^o'.^-o^^ungcn fallen nur im äußersten Notfälle und als letztes, Mittel, und zwar stets mtter Angabe der Zeitdauer des Verbots geschäftsführende Aussclmß umrde beauf- "chff' Entschließimg allen in Frage konimendeu Behörden und Parlamenten des Reiches und der Gm^elstaatan zu übersenden und bevollmachttgt, alle zur Durchsetzung dieser Z3etzhlüsse gechg- mten Schrttte zu tun ^Znr Frage der Sonntag sruheMord Erttlchadignng ftrr die Somttagsarbert umrde eine Reihe von An­trägen gestellt und schließlich dem Vorstand zu weiterer Behänd lung mrd zur Verhandlung mit dem Verein deutscher Zeitung-I- Verleger uberwiejen.

Nur Stadt Httfc Cand.

ießen, 25 . September 1916 .

Vermeidet die Fremdwörter!

Tic Köliff'che Vvl.sr.eiluug laß: auf der Rückseite aller rechnungeu :md der ihren Rtitarbeitern zugehenden Geschäfts- Papiere eine vorbildliche Benachrickftigling, die mich wir für unsere VerhÄttiisse uns zu eigen machen wollen, abdrucken. Wir logen daher unseren Lesern imd Mitarbeitern folgenden Wmisch vor:

Tic Zeitung erkennt die Bestrebungen, an Stelle leicht ent- behrlickm- Fremdwörter deutsche BcHeichmingen zu ge- braiichen, gerne an. Indes ist es der vielbeschäftigtenRedattfan" für welck>e bei dem drei- bis viermal täglich-m Erscheinen des Blattes das rasche Arbeite!: ein .unvernieidliches Erfordernis i,t - nicht möglich, die Arbeiten der Herren Mitarbeiter in der Weise von entbehrlichen frenrdsprachlichen Ansdrücken zu befreien wie es wünschenswert wäre. DieRedaktion" richtet daher an sämtliche Herren Mitarbeiter und Berichterstatter sowie an die Freunde der Zeittmg die ergebeiw Bitte, bei allen Einsendungen möglichst deutscher Bezeichnungen sich zu be­dienen Andersetts aber bittet sie. jede Uebertreibung durch Zwangsubersetzung streng zu vermeiden. .Es handelt sich nur um