Friodcn schließen. Sie 'Kennen den Edelmut Frankreichs nichts eine ^rujcfypTÖmxe gewährt wird, steht noch nicht fest. In' nnd glauben, das; es um! den Preis feindlick>er Milliarden einen Z seinem Falle würde sie in der bisherigen Höhe festgesetzt sofortmen Frieden annebmen könnte. Djas würde ein Kriegs | ipcrbett. Es liegt also im dringenden Interesse der Landsriede s<mi. Die künftigen Generationen würden fortwährendS luirtC/ ihr Brotgetreide noch vor dem 10. Oktober zur Abdrohenden Angriffen ausgesetzt fern, Deutschland wurde luchen, den i, jofminn iu Brinofm schlechten Streich zu wiederholen, der ihm diesmal nicht geglückt« 9 9
ist. Ja, Geld i/t jeden Tag verloren worden, aber währen? j ^ ^ qjISSkr«/ w
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erholt sich wieder. Es wird sich um so besser erlwlen, je vollstäu diger es siegreich ist. Wenn Sie wollen, daß Friede nt oer Welt herrscht und daß die ^Gerechtigkeit blüht, so tvünschien Sie den Sieg Ihres' Landes. Nur dann wird der Frieden kommen. Bis dahin snchen Sie nicht, das Land glauben zu machen, dass es ihn letzt «erlangen könnte. Denn der Friede von heute würde ein ernrodri- gender Friede sein, kein Franzose kann ihn wünschen. (Langau- i-alterrd^r Beifall aus allen Ban len.»
Tie Kammer beschloß beu Anschlag der Rede Brmnos.
Heerescrsatz iu England.
1916 (ssteichs-Gesetzbl. S. 959) neue Wild Höchstpreise festgesetzt Tiefe Preise gelten für den Verkauf im Großhandel im allgemeinen. An sie hat sich daher jeder zu halten, der nicht anl
den Ernteaussichten angemesseneres Fallen der Zwiebel- preise in Aussicht gestellt und die Einführung von Höchst preisen, wenigstens zurzeit, für überflüssta erachtet. Inzwischen scheint auch auf dem Zwiebelmcrrkt die Spekulatron einzusetzen, so daß die Frage der Einführung eines Höchstpreises in ernste Erwägung gezogen werdeor m!uß. Die Reichs- stelle für Gemüse und Obst wird mit einigen Sachverstündi- gen die Entwicklung der Preise und des Handels dauernd
verfolgen, damit gegebenenfalls rechtzeitig eingegrifsen wer- Auf etwaige Spetulatronskänfe kann dann
ocn Vrrbraricher 2Mb abgüt Tic S können n»n ^ - k«El«^RÜcksich^ genommen werden.
den kann.
etwaige . , genomn
zentralbchörden oder von den von ihnen bestimmten BehördenH ** ^ ^
mit Rücksicht ans örtliche Verhältnisse abgeän^rt werden. Ms mttaeterlt wrrd. tmrd die LandwirtschattSkammer erneu Grund dieser Preise werden die Landeszeutralbehörden die Klein-4 größeren Posten Gebrauchsvieh — tragende und ruchttro^ Handelspreise sestseyen. Von dem Präsidenteir 'oes Kriegser-1 gende Mhe iind Riicher — dernnächst ankanfen und durch nährungsamts sind die oberen (Grenzen für diese Festsetzungen!«ihre Ausschüsse in Darmstadt, Gießen und Alzey cm die Be- an gegeben worden. Gegenüber den bisher geltenden. Preisen bc* steller versteigern lassen. Landwirte, die Interesse für diese
Beschaffung von Nutzvieh haben, können die Bezugsbedingungen von den Provinzausschüssen auf Verlangen be-
Spw.mber (WTN Ter parlamentarische? deuten die jetzigen Preise eine Erhöhung. Einerseits liegt das
d-«n. bo 6 es .ich b-i ben früheren Preisen um Jiiger-Sch..-rc.,t
minister eine hauptsächlich aus Mitgliedern des Unterhauses bestehende Kommission ernennen wird, deren Aufgabe es sein soll, Männer aus dem Staatsdienst auszusondem, du für
den militärischen Dienst geeignet sind.
London. 20.3cpt. (WTB.) „Tarly Marl" befürwortet in hinein Leitartikel die Vergrößerung der c n. n l i f <f) x' n Armee um mindestens eine Million Mann. In dem Artikel wird bemerkt, daß die französischen Verluste viermal^so groy sind wie die englischen, und daß England bisher nicht wie Frankreich dre gan^e männliche Bevölkerung vom 17. bis zum 48. Jahre mobl- liesiert hat.
London, 20. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) De „Times' schreibt, daß eure der ersten Fragen, über die das Parlament zu beraten höben wird, der M a nn s ch a f ts e r s a tz kür d i c IA r ine c sein werde. Es gebe.dafür nur drei Möglich.eiten. Erstens di« Erhöhung dps militärischen Daenstpsftchtalters au] 45 Jahve oder noch weiter: zweitens die Ausdehnung ocr Denp- pflicht aut Irland Und die Einziehung der jungen tauglichen Männer aus den militärfreien Berufen. 'Xie „Times" glwrbt, dag diese letztere Möglichkeit die besten Aussichten biete, obwohl auch die beiden anderen mehrere Vorteile haben. Dce Erhöhung dev militärischen Alters finde die wenigsten Anhänger. _ u
Der ' imilitärische Mitarbeiter der „Times schreibt: Bisl-ec ist cs im .Kriege Regel gewesen, daß der Winter ein Nachlassen der Kämpfe mit sich brachte. Was ine bntnche Armee betrifft, so war das dauvtsachlich auf d:e Notwenlngceit zu- rück^uführen, daß nran auf die Aupnllung der Munitwusvorräte achte,? müsste. Dieser Nachteil darf uns in ZukunU nicht mehr behindern, und man kann deshalb nicht sagen, daß der kommende: Winter eine Zeit der Untätigkeit sein wird. An ewageii Fronten: werden aber die Operationen im Winter schnneng lein, und de^ 'halb wird die Heftigkeit der Operationen an den verlchteoenen, Fronten vermutlich doch etwaS Nachlassen, und es werden dw großen Kämpfe vermutlich erst wieder im Fru.Eahr 1917 fortgesetzt werden. Es ist von großer Mchtigt'eit, die Truppen voller Stärke zu erhallen. Der Augenblick für eine drastrfche ReforiN des Dienstpflichtgesetzes ist gekommen. Weim man nicht rasch und gründlich vorgeht, so wird Deutschland uns, was die Organisation des Menschen nutterrals bettrsft, über sein..L-on Irland kann man nur sagen, daß dw EinsuhrtiNg oer Dwnß- psticht dort notwendig geworden ist. wenn war dre irischen Divisionen aus voller Stärke^ erhalten wollen. Wir benöti
gen'dazu "aus Irland 150 000 Mann, und wenn wir aus diesem Lande nichts bekommen, so würden wir gezwungen sein, uns anderswo nach entsprechendeir Ersatztruppen nmzuselien. Neue Gesetze sind nicht notwendig, es sei derm, haß die Erschöpfung des Menfchen- matarials aus den jüngeren Jahrgängen rins zwingt das Militärische Alter auf über 41 Jahve zu erhöhen. War haben 1 600 000 lMmin militärischen Alters, die vom Dienste befreit fmd. Eine noch größere Anzahl befindet sich in Regierungs-Departements und in der Industrie oder wird durch alle möglichen Bestarnnrungen vor der Einverleibung in die Armee geschützt. Es kommt also darauf cm, das Gesetz etwas strcirger durchzuführen. Es ist letzt notivendig, das Kriegsamt gegenüber den anderen Ministerien und gegenüber den Elcmenteii, die die strenge Durchführung des Dacnstpflackst- gese^es vereiteln, zu unterstützen.
Die „Times" über das neue griechische Kabinett.
London, 20. Sept. (WTB.) Die „Times" schreibt in einem Leitartikel über (Miechrnland: Die Krise ist mit der Ernennung des theolokistischen Kabinetts, das iratürlich eine antivenizelistische Politik machen wird nnd möglicherweise prodeutsch ift, beeiidigt. Kalo- gcropulos veasickxwte iinserem Athener Korrespondenten, daß seuie eigenen Sympatlsten alle auf Seiten der Entente seien. Worte sind im Augenblick nirgends billiger als in Griechenland, die Entente verlangt aber Taten. Airderen Journalisten sagte der Mliüster- pcäsident, daß er gegtenüber der Entente eine sehr wohlwollende Neutralität beobackstwi mid die griechische Politik in Uevereinstim-- mümg mit den!Treignissen leiten nstrd. Das klingt bedenklich und sieht ganz danach aus, als ob ein neuer Versuch gemacht werden soll, auf die Langmut der Entente zu spekulieren. Die Eniennung eines prodeutschen Kabinetts, das die Wahleir leiten soll, von denen die nächste Zukunft Griechenlarrds abhängig ist, kann nicht anders erklärt wi-rden. Die Dersertion des vierten Armeekorps und andere Umtriebe, die nicht alle auf griechisches (Gebiet besckpänkt blieben., scheinen darauf lstnzuweisen, daß man in gewissen ^.Kreisen glmcbt, mit derEntentc noch spielen zu können. Die Grieck^en sind ein äußerst demokratisst-es Volk, aber sie werden wahrscheinlich noch den Wert des Königtums- vergessen, die Schutzmächte werden es aus jeden F^all verteidigen. T9«mn aber ein ruchloser Verstcch nnternommeic wird, den 'Einfluß des Fürsten über die Grenze, die die griechisckie Verfassung ihnr stellt, auszubrciten und die festgelegten Rechte der Urrbertanen zu beeinträchtigen, darrn würden die Schutz- nvächte verpflichtet sein, zu zeigen, daß ein solcher Versuch nicht ungestraft unternommen werden kann.
Die nordische Ministerkonferenz.
Kr istian ia , 19. September. lWTB.) Ter dänische und der schwedische Mnisterpräsident und der dänische und der sckMe- dische Minister des Aeußern sind anläßlich der nordischen Ministerzusammenkunst hier eingetrosfcm. Kurz nach der Ankunft wurden sic von? König in Audienz empfmlgen.
Der König und die Königin galxm gestern abend für die Teilnehmer an der Kvnfereirz der nordischen Miicister ein Atahl. Der König begrüßte dabei die dänischen und schwedischen Minister in einer Ansprache. Er hob l^ervor, daß die Bevölkerung der Ministerkonserenz Vertrauen und Sympathie cntgegenbringe. Er sprach ferner seine Freude darüber ans, daß die Anregung des Königs Gustaf zu der Königszujammenkunft in Malmö nicht nur zur Fortsetzung der Ministerkonserenzen geführt, sondern auch in allen Schichten der Bevölkerung deü Nordens Anklang gefunden lxtbe. Es sei dies ein Beweis dafür, daß der Gedanke des auf der Neutralität ruhenden Zusammenwirkens und der Arbeit hierfür innerhalb der Bevölkerung der drei nordischen, Länder Erfolg gelebt habe. Der König sprach sodann den Wunsch aus, daß die Berl^andlungen die beiten Ergebnisse zum Woble der drei Länder haben mögen. Cr schloß mit einem Hoch aus die Könige von Schweden und Dänemark und das Wohl der schtvedischen- Völker.
Ans dm Reiche.
Druschprümie für Brotgetreide.
Berlin, 20. Sept. (WTB. Amtlich.) Die Reichs-Ge- treidestelle gibt folgendes bekannt: Die für Brotgetreid«- bisher gewährte Druschprämie von 20 Mk. für die Tonn.' gilt nur noch für Lieferungen bis zum l 0. Oktober 1016 einschließlich. Tb von diesem Tage ab iiberhaupt noch
n früheren
imb jcht um SandclEjswreite l^lt^Ec! war abccauch''OZ j lommcn. Anmeldungen werden von diesen noch bis znm darüber hmauS eine Erl-vhlmg der Höck)stprerse notwendra. Wahrend , s7J , rntaeatna+nnnvmvn
der Geltung der bisherigen Wildhochshprerse war die Bescheckung der . entgegen ge nommen. ^ «
tädte mit Wild ein« äuß>wst mangelhafte. Das erklärt sich daraus,
daß bei weit über den sonstigen Fleischpreisen stehenden Wildpreisen das Wild von den Jägern selbst für sich nnd ihre Angeskelltenl verbrauckit oder dert Einwohnern der Jagdgemeinden überlassen wurde. Vielfach wurde es auch zur Verköstigung der Kriegsge
** Rohhet t e n.' Tie in Nummer 214 des „Gießener Anzeigers" genannten Personen Bureaudiener^ Georg Simmermacher und Schlosser .Karl Gvrr von Gießen haben uns durch ihre Anwälte ersucht, die Llngabe, daß sie nä!cht- licherweise Lärm verursacht und an der Erkerscheibe des Photon graphen Borst, sowie an Straßenlaternen und Straßenbahn-
saugenen vertvendel, da es tatsächlich das billigst« Fleisch war, sogar gF ' « . ,, jr imVTWtfvr ,,,
als Pferdefleisch. Niedrige Höchstpreise nützen nichts, j^t hatten,,als unwahr^zu be^rchnen.
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/andern schaden, wenn sie die Waren Markt fernhalten. Das
Beide Personen erklären, an den Vorfällen nur insoweit beteilig^
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Zubcrcitung mch-r von ber ^ übrigens, hoch nur eni c am ben fünf §ut Slitsciat 8et
brachten Personen dre Erkerscherbe zertrümmert und dre Straßen-
Aus Hessen.
Zur Veschlaguahme der Aepfel und Zwetschen.
Dev Mg. Iustizrat Grünewatd hat in der Zweiten Kammer folgende Anfrage an die Regierung gerichtet:
Durch die letzter Tage angeordnete Beschlagnahme der genannten beiden Obstsorten ist die Versorgung der Bevölkerung mit Zwetscherr für die Herstellung von MuS bedroht: die festgesetzten Richtpreise sind außerdem zu hock). Im Hinblick auf die überaus reichliche Zwetschenernte ist zu befürchten, daß infolge der Beschlagnahme dieselbe nicht rechtzeitig eingebvacht werden kann und zumal bei der herrschenden wechselnden Witterung dem Verderben anheimfällt. Ich frage an, welche Maßnahmen Groß herzogliche Staatsregierung bezüglieh der Ä.esch la g na h m e von Aepfel und Zwetschen anzuordnen beabsichtigt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 21. September 1916.
Wir Stadtsrauen!
„Wir St-adtsrauen". Unter diesem. Kertuvort richtet Frau Schmidt, Berlin, in der „Deutschen Warte" — im Anschluß an den Ausruf des Präsidenten des K.E.A. an Deutschlands L-andsvauen — nachstehenden warmherzigen Aufruf an ihre Sckfwestern in der Großstadt:
An Deutschlands LandsvEen richtete der Präsident des Kriegs- ernährungsamtes, von Bawcki, die entfte Bitte zur Mit sorge im dritten Kriegs)ahr bei der Lebensmittelversorgung für unser Heer und für die großen Städte. Ties« Bitte wird von Hunderttausendei^ von unseren Landfrauen gelesen, verstanden und beherzigt tvcrden, denn es war kein Befehl, sondern eine ernste und warmherzige Bitte.
Und wir Stabtfrauen? War diese Bitte nicht auch für uns geschrieben, und ist sie nicht zugleich eine Mahnung für uns gewesen? Schwer ist es auch' für uns Stadtsrauen, unseren Dienst im dritten Kriegsjahr zu tun. Tie Sorb«n um. Mann und Sohn im Felde teilen wir mit unseren Landschwestent; eS fehlt in vielen Fällen der Ernährer. Tie Ausrechterhaltung deS Geschäftes oder kleinen Betriebes geht oft über unsere Kraft, die Erziehung und Ernährung unserer Kinder sind unsere größte Sorge. Und diese Sorge macht unS ungerecht und oft sogar bitter, wenn wir auf unsere Lebensmittelkarten nicht immer das erhalten können, was wir glauben, erhalten zu müssen. Wir glauben nicht selten, daß den Landfrauen Gemüse und Obst Zuwachsen und Milch, Fett, Fleisch, Eier und Butter gemig für sie vorhanden sind. Ia, unser Milchtops könnte voller sein, Fettnapf, BtUterteller, Eierbrett sind meistens leer, Obst und Gemüse können wir nicht in der Menge kaufen, wie wir möchten. Mer, daran denken wir nicht — Brot und Kartoffeln haben wir alle Tage gehabt und richtigen Hunger lernten wir noch gar nicht kennen.
Wie kam das?
Wollen wir das nicht einmal bedenken? Ist es nicht bei allen unseren Sorgeir notwendig, einmal in^vischeu recht sehr zu danken? Und bei diesem Danken wollen wir nicht zuletzt der Freuten gedenken, die fleißig und uuernnidlich im dritten Kriegsjahre für uns goar!'eitet haben. Sie bestellten den 9fcf.£r, sie pfl-anzten die Kartoffeln, sie ernteten die Saat, sie hüteten und inehrten das Vieh, sie sorgten für Obst und 6)emüse für tms- Stadtfrauen mit.
Ader nicht leeres Gerede darf unser Dank bleiben. Er muß sich in die Tat umsetzen. Freilich, unseren Landschwestern bei ihrer Arbeit auf dem Felde und im Stall helfen Knuten wir nicht, wohl aber ihre Arbeit würdigen.und ihr Verständnis zeigen. Und die Verständnis dafür haben, sind verpflichtet, andere Stadtfrauen auf- zuklären über die Summe von Arbeit, die für uns von unseren! Schwestern auf dem Lande afta Jahre hindurch geleistet wurde. Auch wir müssen, genau wie unsere) Schwestern mtf dem Lande, zu unseren Kindern und, wenn wir Tic-nstbotim haben, mit diesen über den Ernst der Arbeit, über die Wichtigkeit des Sparens und über die Notwendigkeit einer auf das kleinste bedachten Sparsamkeit reden Auch tvir müssen alle, ohne Unterschied, ein Beispiel sein, daß Deutschlands Stadtfrauen fähig find, kleine und große Ent behruugen zu tragen. Nieinal-s dürfen wir vergessen, daß wir immer vor Hunger geschützt sind.
Es kommt darauf an. daß itrir Stadtfrauen unseren Land- schwestern im Verständnis ihrer treuen 'Arbeit für unser Heer und unsere Städte iu bezug auf die Versorgung mit Lebensmitteln in Dankbarkeit die Hand reichen.
Die ernste und warmherzige Bitte an Deutschlands Landfrauen ttvar eine Bitte imd eine Maymmg an Deittschlauds Stadtfrauett. Wir Stadtfrauen haben sie gehört und verstanden! Wir Stadt- frauen wollen sie bel-erzigen!
*
•* Amtliche Personalnachrichten. Der Groß Herzog bat dem Hofchorsänger Arthur F l e i s ch m a n tt das Silberne Kreuz detz Philipps -Ordens verliehen. - Der Amtsrichter bei dem AuttSgericht Reichelsheim Josef Ge hm wurde znnt Ober amtSrichter bei diesem Gericht ernannt. — Der G r o 8h e r z o g bat dein Oberlandc-rgericht-fekretär bei dem Oberlandesgericht in Dar'mstadt Dr. Rudolf Eoerling ben Charakter als Iustizrat erteilt.
** D o r t r a g in der g r o b e n A u l a d e r 11 n i v e r s i t ä t Wir tttachett nochmal? oitf den heute abend s Uhr slattsmdeiidcn Vortrag von Fran L. Bucksalh über „Wie können wir Frauen h e l i e n , den Krieg gewinnen?* aufmerksam.
** Die P r e i s e n t w i ck l u n g d e r Z w' i -e b e l n tteber die Prei^gesraltvng der Zwiebeln hat vor einiger Zeit in der Reichspreisfteue mit Sachverständigen aus verschiedenen Erzeugungsgebieten eine Besprechung statt- gefunden, bei der auch die Re ick»? stelle für Geinüse und Obst vertreten war. Von einigen Seiten wurde damals ein
bahnschilder und Laternen beschädigt hat.
** D i e Zeichner der vierten Kriegsanleihe können die Stücke au Mk. 100, 200 und »00 während der Kassen stunden von 8—1 Uhr unter Vorlegung der Abrechnung und einer Legitimation bei der Mitteldeutschen Ereditbauk in Gießen entgegen- ' nehmen.
** E ß t nur altbackenes Brot. Das Kriegsbrot hat die Eigenschaft, daß es, je ältar es wird, desto besser schmeckt und bekommt. Dazu genügt aber nicht, daß cs nur einen Tag alt ist, wie es vorschriftsmäßig zum Verkauf kommt. Erft nach 4 bis 5 Tagen T>at es den richtigen Grad der Twckenheit erlangt. Dann schneidet es sich glatt und gut, läßt sich ordentlich kauen, dementsprechend leickst verdauen und hat an ^Wohlgeschmack tzanz bedeutend getvonnen. Llußerdem aber sättigt es viel ausgiebtger und bedeutet infolgedessen eine recht beachtenswerte Ersparnis au« Nahrung und Geld. Sehr vorteilhaft ist das von Großbäckereien hergestellte dunklere sogenannte Kommißbrot, weil cs härtere Rinden hat, die tüchtig gekaut werden müssen. „Mehr-Kauen" bedeutet eben immer „Weniger-Essen", bei trotzdem besserer Ernährung. Man laufe also intmcr so viel Brotvorrat im voraus, daß jedes Brot vor dein Verbrauch mindestens vier Tage liegen kann; allerdings an kühler, trockener Stelle. Auch Schrippen sollten niemals, risch gegessen tverden, sondern.erst am zweiten Tage. Die frische Krume ist geradest eine Gefahr für den Magen, da sie sich in ihm zu festen, unverdaulichen Klumpen zpsammenballt. Was aber schlecht verdaut wird, nährt auch nicht richtig und muß als Nahrungsverschwendung betrachtet werden. Es ist ein Gebot der uns jetzt obliegenden Sparsamkeit, ebenso der Gesundheit, nur richtig altbackenes Brot zu essen, (^ut durchspeicheltes trockenes Brot nährt mehr als rasch verschlucktes gestrichenes.
** H eizu ng der Züge. Infolge der durch dre Berhaltntne gebotenen Einschränkung der Zahl der sSchnell- und Personenzüge während des Krieges ist deren Länge so gewachsen, daß eine hm- reichende Heizung nicht immer möglich sein wird Auch ist rn dresem Winter mit einer späteren Ausnalmre der Heizung der Züge rm allgemeinen zu rechnen. Den Reisenden, wird deshalb emprolsten, irch durch Mitnahme von W i n t e r s ch u tz kl e i de r n, Decken und dergleichen vor lbälte zu sckMtzen. Es darf angenommen werden, daß die Reisenden den obwaltenden Umständen volles Verständnis entgegtmbrrtigen. Beschwerden über mangelhafte Heizung der Züge werden im allgemeinen auch Berücksichttgung nickst finden können.
Landkreis Gießen.
L P. Hungen, 20. Sept. Sattlermeister Wilhelm Hof - mann hier kann am 23. d. MtS. da? 5 0jährige Jubiläum feiner Geschäftsgründung begehen. Ebenso lange ist er auch Bürger unserer Stadt. ^
'* WeilerShain. 20. Sept. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Will). Weiß von hier. Er steht seit Herbst 1915 beim Res.-Jnf.-Regt. Nr. 222, unter dem er Kämpfe mitqefochten. Gleichzeitig wurde der noct) jugendliche Krieger zum Gefreiten befördert. — Das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge wurde Frau Lehrer Jnderthal und Jndustrielehrerin Frau Schwöbel verliehen.
Kreis Büdingen.
Hi Büdingen, 20. Sept. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite W i t t e k i n d.
— DisfeS, 20. Sept. Mit der Hessischen TapferkeitSmedaitle ausgezeichnet wurde der Unteroffizier Gustav Simon von hier. Er sieht bei der 9. Kompagnie Jnf.-Rgls. Nr. 168. — Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der iu gleicher Kompagnie stehende Musketier Richard Kaufmann. ^
# Düdelsheim, 20. Sept. Im hiesigen Lazarett starb der Landsturmmann H. A. Luft. - Den Heldentod starb der Unteroffizier Reinhard Al brecht. ^ . t> . a m 4
— Fauerbach bei Nidda, 20. Sept. Den Tod fürs Vaterland starb in der Nacht vom 5. zum 6. September der Landsturmmann Friedrich Wilhelm Lind von hier im 1. Landst.-Jnf.-Bat., 1. Kompagnie. ^
** Echzell. 20. Sept. Der Lehrer an der hiesigen israelrttschen Schtile, Jos. Stern, konnte vorgestern auf eine 25jährige Tätigkeit in der Gemeinde zurückblicken. Dem Jubilar gingen aus diesem Anlaß zahlreiche Glückwünsche zu. ^ .
§ S t o ck h e i m , 20. Sept. Am 10. d. MtS. wurde nach einer zahlreich besuchten Versammlung von Interessenten ein Kreis- v ere tn für K a n in ch enzil ch t gegründet. Vorsitzender deS Vereins ist Oekonomierat Andrae-Büdingen, Stellvertreter desselben Völzing-Nidda; Schriftführer Akt.-Ass. Schäfer-Büdingen; Rechner Kreisaintsgehilfe Büttner, und Vorstandsmitglieder Lehrer Gonner- Hitzkirchen und Philipp Osthei,n-Echzell.
Kreis Schotten.
^ Burkhards, 20. Sept. An einer schrveren Verwundung starb den Heldentod in einem Feldlazarett der Ersatz-Reservist Otto TingeS im Jnf.-Rgt. 37.
Kreis Alsfeld.
X Mücke, 20. Sept. Einem jungen Feldgrauen au« der Nachbarschaft, der sich aus Urlaub befindet, scheuten die Pferde. Der junge Mann stürzte ztl Boden und wurde von den Pferden geschleift. Dabei wurde ihnr die eine Wange so schwer verletzt, daß die Mundhöhle sichtbar ward.
/X Aus dem B o q e l S b e r g , 20. Sept. Der Mangel an Petroleum hat auf dem Lande die Nachfrage nach Karbid sehr stark gesteigert. Die Folge davon ist eine Verteuerung deS Karbides nur iast fünfzig Prozent. Don 60 Pf«, ist der Preis auf 85 bis 90 Pfennig aesliegen. Ebenso stark ist die Nachfrage nach Karbidlampen. Ob die Preissteigerung des Karbides begründet ist, uiuß dahingestellt bleiben. Allein an den Stoffen, woraus das Karbid besteht, an Kohlen und Kalk, fehlt es bei uns nicht. ES steht wohl zu hoffen, daß auch die Preise für Karbid wieder ihren normalen «tand erreichen, sobald die Verteilung deS Petroleums geregelt ist.
Kreis Schotten.
g He r ch c n h a i n, 19. Sept. Am vvrigcn Sonntag rmch- mittag sand im hiesigen Gotteshause die Gedächtnisfeier deö


