beiden fürs Vaterland gefallenen .Krieger aus der Kirchen^ menche Sichenhausen statt. Diese Gedenkfeier galt dem Land-- sturmmann Baltasar Haas und dem Ersatzreservisten Otto Appel. Haas war 41 und Appel 29 Jahre alt. Letzterer Unterläßt eine Frau und drei kleine Kinder und war noch der einzige Sohn seiner Eltern., ersterer war ebenfalls verheiratet, doch kinderlos. Die Gedächtnisrede hielt der Ortsgeistliche Pfarrer Römer. Es ist dies seine letzte Gedächtnisfeier, denn mit nächstem Sonntag verläßt er unsere Kirchengemeinde, um riach Ulfa bei Schotten überzusiedeln. Die beiden Kriegervereine von Herchenhain und Hartnuumshain waren mit umflorten Fahnen erschienen.
□ Laubach, 19. Sept. Der Großherzog l-at der Gräfin- Mvttrr zu Solins-Lanbach, Freifräulein von Follenius, Frau ^vecamtsrichter Zimmermann, Frau Pfarrer Nebel, Frau Pfarrer Volp, Frau Sanitätsvat Dr. Dieb, Frau Bürgermeister Ritter, Frau Rentamtmaun Bohn, Fräulein Sophie Hardegg und Fräulein Anna Nebel die „bronzene Medaille" für Kriegsfürsorge verliehen. Lehrer Julius Silz, Leuttrant und Kompagnieführer im Land- wehr-Jnf.-Regt. 116. der-bereits mit dem „Eisernen Kreuz zweiter Klasse und der hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet wurde,
hat das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen bekommen. Wehr mann Karl Rühl hat die hessisct^e Tapserkeitsmedaille erhalten.
— IN den kommenden Herbstserien werden 20 Schulkinoer cnls Darmstadt zu einem Erholungsmifenthalt in hiesigen Familien Aufnahme finden.
Hessen-Nassau.
i-ft. Biedenkopf, 20. Sept. Alis Veranlassung des Vaterländischen FrauenvereinS konnten 55 erholungsbedürftige Krieger- kinder der Stadt Frankfurt aui die Zeit von 4 Wochen unentgelt- ckich in ländlichen Familien unseres Kreises nntergebracht werden.
— Für die Volksspende der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen im Anstande ergab im Kreise Biedenkopf den Gesamtbetrag von 8352,46 Mark.
— Frankfurt a. M., 20. Sept. In einem hiesigen Geschäft kaufte ein Homburger Bürger einen Schinken für 78 Mk. und wollte damit frohgemut mit der Elektrischen nach Hause fahren. An der Hauplwache legte er seinen teuren Schatz einen Augenblick auf eine Brüstung, um das Fahrgeld zurecht zu suchen. Diesen ^Augenblick" hatte eiu^Dieb erspäht. Als der Homburger sich umdrehte, war der teure Schinken verschwunden.
— König stein, 20. Sept. Im nahen Schneidhain büßte der 13jährige Schüler Weck bei einem Sturz vom Scheunengebälk sein Leben ein. Kurze Zeit nach dem Unfall erhielt Frau Weck die Nachricht, daß ihr Mann auf dem Schlachtfelde gefallen fei. Ste steht jetzt mit fünf Kindern allein da.
X Gelnhausen, 20. Sept. Vom Landratsantte ist die Aus f u h r von Kartoffeln aus dem Kreise Gelnhausen verboten worden. Ausnahmen werden nicht bewilligt, bevor durch eine sorgfältige Ermittelung der Gesamtkartoffelernte des Kreises sestgesteltt worden ist, ob nach Erfüllung der von der Reichs-Kär- toffelstelle auserlegten Lieferungspflichten der Bedarf der Kreiseingesessenen aedeckt ist.
g. Bebra, 20. Sept. Das I2jährige Töchterchen des Landwirts Metz in dem Dorfe B r i tz e n b a ch a. d. Werra wurde gestern auf dem elterlichen Gehöft von dem Riemen einer im Betriebe befindlichen Dampsdreschmaschiue erfaßt unb gegen eine Scheunenwand geschleudert. DaS Kind erlitt Ijterburd) eine schwere Kopfverletz u n g und st a r b nach einigen Minuten.
Zur Uriegszeit in London.
Vvn Karl Wichmann.
JntOstend-Ghettv.
Ein russischer Freund 1>atte mich bei einem zufälligen Zusammentreffen für den nächsten Abend emgeladen, um mir Neues und Interessantes über die russischen Inder: in London mitzuteilen. Sv fanO ich nrich auch pünktlich in seiner neuen Wohnung ein, .>eren Adresse er mir übergeben Hane. Ich war zunächst erstaunt Uber den Lupus in seinem neuen Heim — mein Freund, ber vor dem Krieg auf einem gedrückten, unsauberen Zimmer bei englischen Handwerkern gewohnt, hatte jetzt durch glänzend bezahlte ruft sisttie Stunden und „literarische Ergüsse" d. h. Zeitungsartikel “über das heilige Rußland offenbar in kurzer Zeit einen Haufen Geld zusammengebracht. Aber mein Erstaunen wuchs. Tenn kaum hatte er mich in dem reich und geschmackvoll eingerichteten drawing- room empfangen, als sich die Tür auftat und eme schlanke, elegant gekleidete Dame eintral. „Gestatten Sie. daß ich Ihnen mein« 'Frau vorftelle," sagte mein Freund gelassen. Nachrräglich erklärte er mir, daß ihn nur die hohen „Professvren-Verdienste" jetzt in die Loge versetzt 'hätten, zu heiraten, nachdem er mit seiner Braut jahrelang aussichtslos verlobt war. „Natalie ist ebenfalls Russin", meinte mein Freund, „sie sympathisiert sehr mit den unter-, drückten. Inden und auch sie wird Ihnen viel Wertvolles und Interessantes zeigen können. Anstatt zu erzählen, wollen wir Ihnen lieber etwas Mgen. Wir wollen jetzt rasch einen guten russischen Tee trinken und dann alle ins Ostend. Sind Sie einverstanden?"
Selbstredend war ich es, und nachdem wir uns erfrischt hatten,
? raten wir die Reise in die Londoner „Unterwelt" an. Ms wir nach langer, dunkler Fahrt endlich die Untergrundbahn verließen, kamen wir auf Whitechapel hinaus, das die Themsebabel-Bewvhner rn ihren guten humoristischen Tagen scherzend White Ehapelle hießen. Es war inzwischen siechfinster geworden und bei der ganz spärlichen Beleuchtung wälzte sich aNes wie Schatten Hin. Wie .Gespenster zogen die Knäuel von Menschen und Fuhrwerk vorbei, wenmckelten und entwirrten sich wieder unter gedämpften Geräuschen. Unbestimmte Gerüche wie von ranzigem Fett machten 'die schwarze Finsternis noch beklemmender und der stickige Nebel ,.Klima" des Ostends immer trostloser. Wir atmeten aut, als wir eine Minute später vor unserem Bestimmungsort standen
"Hier ist die Schneiderei, die ich Ihnen zeigen will", sagte ih't ruf,nche „Professor". „Da Sie jetzt von dem ganzen Gebäude U' gu: wie steine einzige Linie sehen können, muß ich Ihnen sagen, daß die „^abnk" ein würfelförmiger Kasten von dunkel-brann- snnonrzcr Farbe ist und mit kleinen Fensterchen, deren erblindete Serben, die überdies von Schmutz starren, auch zu hellen Tageszeiten nur spärlich das Licht durchschimmern lassen. Hier werden fast ausschließlich Khaki-Uniformen hergestellt und damit smd, wenn ich nicht irre, etwa 350 Arbeiter beschäftigt, fast nur Juden, dre aus Rußland stammen. Ten Besitzer kenne ich schon seit Z^ren, ich kann jederzeit die „Fabrik" besuchen und meine.
Freunde mttbringen." Durch eine bescheidene Oeffnung, die dm
Eingang vorstellen sollte und kaum beleuchtet rvar, traten wir in die Schneiderwerkstätten ein. Ta standen und saßen alte Männer mw ganz ftmge Burschen an langeil Holztischen und sckpfttten und nahten, zum Teck mit Hilfe von elektrisch betriebenen Maschinen.
• ?^ 5 .F?we mittlerer Jähre waren zu sehen. Sie alle hatten
eine fahle Gesichtsfarbe und einen todestraurigen Blick. Ein tiefes Mitleid überkam mich beim Anblick dieser entivurzelten, heimatlosen Menschen, dre so mechanisch das gelb-braune Khaki-Tuch zu recht- schnitten, während die Maschinen eine melancholische Begleitmusik vazu summten und surrten. Der braune Nebel erfüllte die Werkstatt von einem Eirde zum andern, und die elektrischen Glüh- lampen verloren in dem drückenden Nebel und der Feuchtigkeit alle Leuchtkraft.
Mein Freund sagte: „Die können ganz ruhig mit den Leuten reden. L-re sprechen sich recht gern zu Fremden aus. Es bedeutet o •• l Jr ei ? C r-“ e * ne Abwechslung in der Oedigkeit ihrer Arbeit." Zunächst fesselte mich ein Mann mit langem weißen Haar und iw. .£'' en Augen wie Kohlen glühten, eine wahre Ahasver-Gestalt. „Bor memen Augen," erzählte er mir bald, „sind in einem pogrvm mern Vater und nleine Mntter umgebrachl worden. meine Schwester, ein bildschönes Mädchen von(22 Jahren —" die Stimme versagte ihm. „Damals Hab' ich> einen Eid getan, sobald wie möglich auszuwandern, nach Amerika oder England. Jetzt bin ich schon über vierzig Jahre hier. Und was muß ich. aus meine alten Tage erleben? Um nicht zu verhungern mit Weib und FamUie, muß H? UnFormen nähen für Soldaten, die meinen Todfeinden, den Russen helfen! Ein bitteres Brot, ein wüstes Brot. . . ." Ich trat aus einen jung aussehenden schmächtigen Menschen zu, der mit ernenl wahren Fanatismirs die Stücke Tuch zerschnitt und imme^u vor sich hinmurmelte, als betete er. Als ich über den K"eg zu sprechen begann, schüttelte er traurig den Kopf. „Ich bin Zwnrst,' erklärte er mir, „und gäbe jederzeit gern mein Blut für unser Heiliges.Land, für unfern geweihten Boden hin Nun aber stellt mran.mich vor eine bittere Wahl, hier, im freien England: Entweder will man mich sofort nach meiner geliebten „Heimat", d h. nach Rußland fortschieben — lieber treffe mich der Dod! —, oder ich soll, trotzdem man mich offiziell für einen Russen änsieht, der britischen Armee in einem besonderen jüdischen Batalllon beitreten, Welches Interesse Hube ich, gegen Deutschland und für Rußland, für die Sklavenhalter und Verfolger zu kämpfen die mich angespien, mit Füßen getreten und ärger als einen Wurm verachtet haben?!" — „Was aber trollen Sie tun?" — Er zuckte hoffmingslos die ?lchseln. . . . Tann begann sein 'Nachbar, ein ältlicher, von der Not des Lebens niedergedrückter Mann, der mtt einer wahren Wut in das senfbraune Khakituch schnitt' „Lieber Herr, einmal Hab' ich gedacht, man hätte in England nichts gegen die Juden. Aber wie ich vor vielen Jahren aus rem russischen Ghetto in das hiesige Ostend-Ghelto eingewandert war, da konnte dem „verdammten Ausländer" nichts Aergeres nachgesagt werden, als daß er „so'n unverschämter Russian Jew^ wäre. Freilich jetzt ist es Mode geworden, den „German Jnv" als den Verachtungswürdigsten hinzustellen. Lieber Herr, mit Ihnen können wir ja offen sprechen; erklären Sie mir, wo gehören wir hin? Zu „unseren russischen Brüdern", wie sie jetzt heißen? Es ist war, im Ostend wird jetzt viel verdient, aber es wird verdient mit blutendem Heiden. Denn wir sind heimatlos, in jedem Sinne heimatlos."
Ein Schneider, den sie den „Philosophen" hießen — er führte fortwährend Spinoza, Schopenhauer und Nietzsche im Mund — brachte mich nun zu dem „Dichter" der Fabrik, der während der Arbeit nicht allein Verse sondern auch Dramen. Dramen der Zeit ersann. Er war von einer großen Leidenschaft für Goethes „Faust" erfüllt, den er, wie er nrir versicherte, schon mehrere, Male ins Jiddische übertragen hatte, und zeigte eine tiefgehende Kenntnis und ein tiefgründiges Verständnis auch der modernen deutschen Literatur. Und dieser Mann, der nun im Londoner Nebel Khaki-Uniformen zuschneiden mußte, setzte uns mit zwingender Logik auseinander, wie eine Niederlage der so geschmähten deutsche Kultur und der Sieg der russischer ein unerhörtes Unglück für das ganze Judentum bedeuten imiftte. Mit letfer giimmc begann er zitternd einige Verse zn zitieren, die den Kampf zwischen seiner Englandfreundschaft und Russenfeindschaft rn bewegten Worten schilderte. Immer begersteler klangen diese Worte — als er jäh abbrach. ... Ein kleiner dicker Herr, mit aus der Nase ttes sitzendem Zwicker war ein getreten und hatte ihm einen vorwurfsvollen Blick zugeworfen. „Der Chef!" murmelte der „Dichter" erschrocken und sckmitt, so eifrig er nur konnte daraus los. Nachdem der „Ehef" verschwunden war, sagte der Rezitator: Er kommt selbst aus Rußland, der Mr. Sellin, ist selbst weggelaufen, weil er's dort nicht aushielt, aber — das hat er jetzt vergessen. Doch ich ^aube, im Herzen ist er gut jüdisch geblieben, er tut nur so nach außen — er muß es schließlich als Chef der Ersten Khakiuniformierungs-Anstalt im Ostend. Ich hoffe Tag für Tag, er wird vernünfttg werden, ebenso wie der berühmte Jzrael Zangwill, der bei Ausbruch des .Krieges begeisterte Reden gegen Deutschland hielt und seit er erfuhr, wie elend es den Juden in Rußland jetzt geht, von seiner großen Begeisterung für die A'llnerten arg zurückgekommen ist. Jetzt ist er überzeugt, daß der Welt kern größeres Unglück zusboßen könnte, als ein Sieg Rußlands. Und wissen Sie anch, wie man ihn deshalb behandelt? Kein englisches Blatt, keine Zeitschrift will eine Zeile von ihm drucken. Bon allen Seiten wird er jetzt angefeindet. . . ."
Wieder war der „Ehef" aufgetaucht, wieder arbeiteten die Lochneider mrt verdoppeltem Eifer. Mer die tiefe Niedergeschlagenheit wick nicht von ihren Gesichtern. Mr. Selkins, der Chef der Figura, lud uns alle in sein.kleines Kontor. „Ich verdiene jetzt vrel Geld, erklärte er nach ein paar allgemeinen Bemerkiingen,» „aber aufrichtig gestanden, es macht mir wenig Freude. Ebenste wenig wie — meinen Arbeitern. ..."
™ der angegebenen Ziffer dürfte die Zahl der
Menschenleben, bit die Katastrophe forderte, nicht erschöpft sein. Jüxe Ausränmungsarbeiten können nur langsam fortschreiten.
R^b a ch a . M., 20. Sept. Das unterfränkische Schwur * 8fW verurteilte den 41 Jahre alten Taglöhner Joseph von hwr der m der Nacht zum 29. Jarmar bs.Js. die 82 Jahre alte Wrtwe Weiß m ihrem Bett mit einem Beil erschlagen und dann beraubt hat, zu 15 Jalwen Zuchthaus und 10 Jahren Ehreuverluit. Ter Staatsanwalt hatte lebenslängliche Zuchthausstrafe beantragt. Zur fraglichen Zeit aus der Strafanstalt st Georgen nach Verbüßung einer längeren Gefängnisstrafe ent- lasjen, ,chickte er sich sogleich wieder an, Diebstähle auszuführen.
Er auch nach seiner Heimatgemeinde Retzbach. N^ als der Ort ™ tieffter Ruhe lag, drang er in otwas abseits vom Orte stehende Haus der alten Weiß ein, bei der er viel Geld vermutete. In der Mche holteer sich ein Holzberl, ging in da>? Schlafzimmer und ch ug der Wnß äus den Kops. Als sie sich rührte und Hilfe schrie, chtug der rohe Mensch uvck> mehrmals hin, bis die alte Frau still U' ^unde nach der Entdeckung der Tat starb sie auch. Ruii ossuete Gopfert mehrere L^ckjränke, fand aber nur eine geringe
Vie Tat m verwischen, setzte er verschichene Dcobelstücke in Brand.
2rrael,ttsche «eligionsgesellschaft.
Sabbats ei er am 2 3. September 19 16 :
- machm 9 in! ?t? 5 Uf,r ‘ ~ ® Q,n§ta fl vorm. 8.3« Uhr. - tad)r V; ,^'0^ Uhr- — Sabbatausgang 8.V5 Uhr. — M^m^o"Esdlenst : Sonntag und Mittwoch morgens 6.00 Uhr Montag und Dienstag morgens 6.15, abends 6.30 Uhr.
Letzte Nnelirichten.
Die Wiedereinnahme von Petrezsenp.
e n j}' „Az Est" berichtet über die W i e de r-
wttrp« eingeleiteten Operatwneni
b ■ ^kront. p:e verbündeten Truppen sind bereits
bvh ^nmarschiert. In den Bergwerken ist der vom verursachte Schaden ganz gering, lieber die Zurückeroberung Petrezsenys wurde gestern berichtet, daß die unter Mhrung des ltehende Guippe die rumänische ^te geschlagen und nunmehr den Feind verfolgt. Die letzten Kämpfe En südlich der Msenbahnlinie .Hatszeg—Petrezseny bei bem
ben 7 mea Ct nnrh°^J! ^orisoberge Mlsg^ochben, desjen Eroberung na 3 öffnete. Dieser Erfolg ist 'sowohl aus
^/EEn, wie Militarisä-cri und volkswirtschaftlichen Gesichts^ Mrezseny ist die erste größere Stadt, die aus feindlicher Herrschaft wieder befteit wurde. Mit Petrezsemi ^^n luftr dw dortigen reichen Kohlenbergwerke wieder zurückgewonnen. pie rum Mi il che Grenze befindet sich ungefähr 10 Kilo- Elbr von Petvczjeny und der dortige Surdue-P-aß bietet einen vorzüglichen Weg auf rumänisches Gebiet.
^ ^. Das einst so vergnügte Konstantza.
Stockholm. 21. Sept. In Konstantza sieht es nach Be- rrchten trostlos aus Pas Badeleben hat unmittelbar nach Msbrnch des Krieges ^och keinen ^ahen Mbruch erlitten. Erst die Flieger- angrrfte verscheuchten die vornehmen Reisenden. Nach dem 'Fall JÄ* 0 begannen mch die Behörden und Regierungsstelle die Stadt zu verlaßen, pas große Kürhotel wurde von Amts unmittelbar darauf von der Heeresverwaltung uls Lazantt beschlagnahnrt. Heute ist das einst so vergnügte .Kvn- ftantza nichts als eme Feftuhg. Mit Bukarest gibt es seft ^mstag nur noch telegraphische Berbindimg: jede andereist aus unbekannten Gründen unterbrochen. Tie Zivilbevölkerung von Konstant!
?we Stunde vormittags und nachmittag verlassen. Der .Kanvuendonniw hört nie auf. Truppen durckMehen unausgesetzt me Stadt. Die milftärischen Maßnahmen werden streng geheim gehalten. General Sciontschewskij, der hier das Ober- tommando führt, soll sein Hauptquartier jensefts der Dobrudscho ver^gt haben. Der verschärfte Belagerrrnaszüstand ist bereits verhängt worden. HauptstäÄäsch Mlftärkrmse fassen dre Lage sehr ernst auf. Die Mederlagen seien nicht mehr gut zu E^^Dnntrieft erklärt im iwfi dir B--lkrni>iplönmtrr
oez En^nte wiederum und nun wohl endgültig Schiffbruch gelitten .. 'Aan wollte bei Saloniki, der albmnsch-italrenischen und rnmanrsch-en Front z-usammenwirken, aber die Führung sei verloren gegangen. Man sei militärisch in die Defensive gedrängt.
Vermischte-.
Der Tolsperrendmch im Jsergebirge.
Reftchenberg 19. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung der Rerchenberger Zertung zu dem Talsperren-Unglück waren bis zum Vormtttag 26 Leichen geborgen, und zwar ift Dannwald, Schumburg. Dessendors und Tiefeirbach. Auf der Jser- Strecke von Temnivald bis Eisenbrod wurden sieben Tote ans Ufer gezogen Im Friedhof Dessendors liegen 17 Leichen. Die meisteii smo derart verstümmelt, daß es bisher nicht möglich war, sie zu erkennen. Ja Dessendors iverden insgesamt 56 Persvnein vermißt. Ucbcr 380 Personen sind durch die Katastrophe obdach.
Das sicherste Gtaatspapier der Welt
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ifl die »eulsche Kriegsanleihe. - Sie irägt h»he Zinsen M» ist (anch Äs Zwischenschem) jeöerzeii verkäuflich und beleihbar. L« Sienerkraß bes deutschen DEes, das Vermögen sämtlicher Bundes» Saaten sowie des Reiches selbst hasten für sie.


