üUes scheiterten feindliche AngrM auf den Colturondo And die Zian rio lsch a r t-e.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
. Oestlich von Vlora (Valona) sind italienische Kiafte erneut über die Vojusa vorgedrungen. Sie wurden schon gestern abend zum grüßten Teil wieder zuruckgcworfen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschallentnant.
Der türkische Berichte
Konstantinopel, 2. Sept. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 1 . September:
An der Kaukasus front machten wir auf dem rechten Flügel nach den gestern in verschiedenen Abschütben aiis geführten Operatiorren abermals Gefangene. Wir schlugen einen Angriff des rZ-eindes im Abschnitt von Oghnon ab und brachten ilm zum Hatten: dabei fügten wir dem Feind Verluste ju. Ein Leutnant unö Soldaten, die 3 m Gefangenen gemacht worden waren, erklärten, da» nn Laufe ihrer vergeblichen Angriffe am 17. August das Io. Regrment der vierten Division kaukasischer Jäger dreiviertel ^s Bestandes verloren habe nnd daß die Verluste der anderen^ Regimenter noch grösiei' gewesen seien. Jnr Zentrunr drangen Teile irnjerer Truppen M einem Ueberfall auf die feindlichen Schutzen- ff^beil in eine dieser Berschanzungen ein, zerstörten vier feini>- M-e Geschütze, machten 45 Gefangene uttb erbeuteten einige Artillerupferde. Auf denr linken Flügel des Mstenabschnittes kerne Kämpfe.
1 ^• August wurde ein feindlicher Monitor von einer Granate unserer Artillerie getroffen, als Antwort aut d^ von einem Flugzerrg unterstützte Beschiestmrg der Küste von Ttchesirre: er zog sich nach Chios zurück, nachdem er acht Kanonen- ichüsse abgegeben I-atte.
Bon den anderen Fronten ist nichts Neues zck nrelden.
Konftantinopel, 3. Sept. (WTB.) Amtlicher Heeresbe- ncht. An der Kaukasus-Front ist der Feind auf dem rechten . Fungel nach seineii Gogeiiangriffen, die ihn schwere Verluste kosteten, g^emvättig im Begriff, seine Stellungeir zu befestigen. Ein Teil imserer Streitnmcht, d-ie die feindlichen Stellungen 20 Kilometer wich von O g h n o t angreift zwang den Gegner, sich in nord- örtlicher Isichtung zuttickzuziehen. Im Zentrum und auf dem linken FiUMl zeitweise nnterbrochetie Fenerkainpfe.
' Küstenabschnitt tötete eine unserer Erkundungs-Abteilungen bei ernem Ueberfall einen Offfzier und vier Soldaten des Fein des und erbeutete Gewehre, Bajonette und Bomben.
,. ^ 0 . Mgust warf ein Teil eines unserer Flugzen ggeschwa-
. eineni Angriff ans Port Said erfolgreich Bomben auf
teiiidluhe Bauwerke und Einrichtungen und kehrte unversehrt nach .Dem Ausgangspunkt zurück.
or be]l rudere nFronten ist keine Meldung einer wichtigen ' Aenderung eingetroffen.
j Bulgarien.
Manifest Jtdnift Ferdinands.
Sofia, 2. ©ejt. (MDB.) Meldung der Bulgarischen Tele- Huptxw-?ligentur. Gestern wurde folgendes Manifest durch An- tchlag veröffentlicht.
Marrifest an die bulgarische Nation! Bulgaren!
'c2! T f ^°/ JT,c ^d13, nach Beendigung des bulgarischen Krieges, alv gezwungen war, sich mit seinem treulosen Ver
bündeten zu schlagen, griff uns unser nördlicher Nachbar NU Manien unter dem Vorwände eines Bruches des Gleich- Mmchtes auf dem Balkan, verräterisch an, und fiel in die nicht verteidigten peile unseres Vaterlandes ein, ohne daselbst Widerstand zu finden. Turch diesen räubettschen EinfaN in unser Land, hinderte es uns Nicht Nur daran, die heiligen Früchte dieses Krieges Zu ernten sondern es gelang ihm auch infolge des Friedens von Bukarest, uns zu demütigen und uns Misere fruchtbaren Teile der pobrudscha, den Mittelpunkt unseres ersten Königreichs, m eilt veilen. .Jcemen föefcfylen gemäß gab unsere tapfere Armee damals keinen emzigen Gewehrschuß gegen die rumänischen Soldaten ab und ließ ihn den traurigen nrilitärischen Rulpu crrverben, desseii zu rnhmän er sich bis jetzt nickst getraut hat. Bulgaren.' .Heute, da cs Bulgarien mit Unterstützung der tapferen Truppen unserer .Verbündeten gÄmrgvn ist, den Angriff Serbiens gegen imserü aAuweffen, letzteres niederzu schlagen und zu zerschmettern und sie Ernh^t be§ bulgarischen Volkes zu verwirklichen, heute, da Bulgarien Herr beinahe aller Gebiete ist, worauf es geschichtliche i.md völkische Rechte besitzt, erklärte dieser selbe Nachbar, Rumänim, nnlerein Verbündeten Oesterreick>-U 7 igarn/den Krieg, und zwar wiederum tmter dem Vorwände, daß der europäische Krieg nächtige ter^o^ale V^äuderungen auf dem Balkan in ffch berge, die seine Bakmeft bedrohen würdeii. Ohne irgend eine Kriegserklärung von Bulgarien, befchpsen rumänffche Truppen schon am 28 August die bulgarischen Tonaustädte Rustschnk, Swistow usw. Wegen dieser Herausforderung seitens Rumäniens befehle ich unserer tapferen Armee, den Feind aus den Grenzen des Königreichs zu lagen, den treubrüchigen Nachbar zu vernichten, die um den Preis so vieler Opfer verwirklichte Einheit des bulgarischen Volkes zu 'ichern undunj-ere Brüder tic der Dobrudfcha von der Knechtschaft zu befreien. Wir werden Hand int Hand mit den tapferen mrd ffeg- Truppen unserer mächtigen Verbündeten känrpfen. Ich rufe die bulgarische Nation zu einer neuen ruhmreichen Heldentat ,te lift gegenwärtiges Befreiungs wer k krönen wird. Möge der bulgarische Soldat weiter von Sieg Zu Sieg eilen Vorwärts? Gott segne unsere Waffen! gez. Ferdinand
ff 11 ' ^te T ^ m nritteitten, daß sie bereit seien, sich beit *41 inerten zu. ergeben, aber nicht den griechischen Gegnern, ^arrarl erklärte, daß er in der Stadt, in der sein Hauptquartier sei, keine Kämpfe dulden könne. Er stellte Bedingungen, die von den Offizieren. angenommen ivurden. Sie dieiben Gefangene auf Ehrenwort, bis beschlossen wird, was weiter mit ihnen geschehen soll. Die Alliierten haben Anstalten getroffen, jeden Versuch, Widerstand zu leisten, 1° zu unterdrücken. Das Nationale Ver tei di gütig skv mit ee oeabsichtigt, die Kontrolle über gewisse Zweige der Stadt- venvaltung zu übernehmen. Oberst Zimbrakakis erklärte, daß die Ortsbehörde keine Schwierigkeiten in den Weg lege, wenn man ihn gewähren lasse. Das Komitee ist aber ent)chlofsen, Gewalt mit Gewalt zu beantworten.
r/ftaf iirf. r s U ' (28^©-).^bcr die Vorgänge in Saloniki
laßt itd) der ^ccoto vom 31. August folgendes melden:
^^jtöirenoUe beteiligtoi sich bis jetzt 500 VLr e ^^ndarmen und 100 Freiwlllige. Der Befehls- ^gularen griechischen Truppen, Oberst Tripuchis, hat die Beteiligung verweigert. Oberstleutnant Z i mb r a ta lis , durch- M Getl.darm.en und Fveiwllligeti die Hauptstraßen
und die ltmgebung des Hauptguartiers. S a r r a i l ^ rfiV- ^--5 öati01t • % der darauf folgenden Nacht wurde von
SS™1 ^ n r . lw ^ l ^ riaIe ^ Berteidigungskomitee gegründet,
sodann wurden die Polizerlokale nnd Antogaragen besetzt. Ein Teil dei Tagesanbruch die Umgebung der Kv- .^de des griechischen Generalkomtnandos be- Zwischen Aufständischen und regulären Truppen kam es französische Abteilungen eingriffen und die griechischen -toasttnen umzingelten. Sarrail verhandelte persönlich ??^deu griechischen Offizieren, mn den bewaffneten Widerstand zu Mittags ergaben sich die griechischen Soldaten in Stärke ^ ie entwaffnet uiid unter französischen^
von Zeitunlik gebracht. Wer von den grie- ^ den Aufständischen überging, rourde freige- N^.Nd dieseii zugetE, die übrigeii wiirden in Zeitunlik von den ^^t:erniert. Weitere hundert Soldaten von dem kleinen 0 e&en S ™ ra ^ urnu wußten stich unter den gleicherl Bedingungen er-
U ^pt. .(WTB. Nichtamtlich) „Petit Parffien" .. lacht aus Saloniki, datz^sichder Ausschuß für Nationale Der
er-
Griechenland.
Zum Putsch von Saloniki.
Athen, 1. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Ditvemls. Dverßig englische und französische Kriegsschiffe sind vor dem Piräus angekormnen
Bern, 3. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Agcnee d'Athenes meldet vom 2 September abends: 42 .Kriegsschiffe liegen im Pnwis. Drei ffrhrm in dm Hafen ein unb landeten Truppen bvz drei Wäsche Kriegsschiffe bestchLagnahtmtben und darauf die rckaggeti der Alliierten hissten. Andere Trupp^m besetzten die Funkstation rm griechischen Arsenal.
«« Septewber (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des
RQiterichen Bureaus. Die im Piräus eingetwffene Flotte der Alliierten setzt sich aus Kreirzern, Transportschiffen, Torpedoboots- zerstorern und Barkassen zusammen und hat auch mehrere Wasser- flug.euqv Es wird bestätigt, daß zwei Regimenter der elften griechischen Division in Saloniki sich mit den Mliierten soli- ! darisch erklärt habeti. '
London 2. Sept- lWTB. Nichttmtlick).) Daily Telegraph
1 ■ alle beurlaubtes
s Offrzrer, und Mannschaften der Flotte einberufen wurden Es werS)e kem Urlaub nrehr erteilt.
"Times" iMdet mis Athen, daß die brttisch-franzö- sis.. flotte, du un ZtrauS erschien, aus Lalvnrki kam und von crnenr iratizosischen Adnuval befehligt wurde. Ein Teil der Schiffe liegt m der Bucht von L>alamseS und in der Brüht von Phalero is _ ^on oo n, 2 . Sept. (WTB Nichtamtlich) Die „Times" ^n hin ff der englis dm und französischen Kriegs- schnr. rm Prraus em Zeichen ist, daß die Entente der vieleii Front- verano-rungen m Athen müde ist mrd die Jntriguen ihrer FMnde «u^chre.nachen will. Das Llustreten ÄrrvaL gegenübm dm griechp^ Garnison von Sttoniki findet die „Tffües" durchs
Amsterdam 1. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Nach ernem huttmen Blatte betuchtet Word Prwe aus Salo- m • mazedonische Revolution beendet ist. S ar-
rarl hatte eine Unterredung mit den royalistischen Offt-
; -i- r: A ittt ^cartonaie ^)er->
Mr!,, 9 ir 1 arv l /^O^rsten Zymbrakakis und Mazarakis und emer unzayt Militär- und Zivilpersonen zusammeiis-etzt. Die provisorische nationale Negierung wurde ausgerufen. Gendarmerie, Kavallerie und Artillerie seien ,Anhänger der Bewegung. Die Truppen seien rn Parade vorbeiinarschiert. Zahlreiche Freiwillige hätten sich der Bewegung angeschlossen.
. Das „Journal" meldet aus Saloniki: Die letzten Entschlüsse sewn abends von einzelnen Kreisen geheim gefaßt ivorden. Atn ..cittag des solgenden Tages seien in der Stadt Aufrufe verteilt worden Einer hctttt sich an die Zivilbevölkerung gewandt und ber- vorgehoben, der König habe die Uebcrlieferungm der griechischen Rasse vergessen er verttete die Interessen des Auslandes und liefere das Land der Väter cinent grausamen Eindringling aus. Die Griechen durften nicht mehr Behörden gehorchen, die die nationale Ä e verraten haben. Sie müßten sich an die Seite der Miierten sveueil und 'den 'Eindringling verjagen. Ein anderer Aufruf chi Militär und sagt, die Feinde seien unter dep Mitschuld desjenigen der sie einst zum Siege führte, in das Land oa 9 cny :im f en - ^ t CI llnstatthaft, denjenigen zu- gehorchen, die L)st-Mazedonren pretsgegeben hätten. Das Heer gehöre dem Vn- terlande, nicht einem einzelnen. Me Soldaten nri'ißten sich an rn- r e aJ c Alliierten stellen, um eine hehre Aufgabe zu erfüllen. Diese Aufrufe hatten großen Emdruck gemacht und die Bewegung hervorgerufen.
Sept. (WTB.) Der Korrespondent der .Times rn Athen berichtet, daß nach einem dort ansae- geben^n Bulletin König Konstantin das Bett hüten muß. Seine Temperatur ist gestiegen.
Bern, 1 . Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Matin meldet ans Athen: Der König empfing vorgestern Zai- mrs, nachdem dieser vorher eine Unterredung mit Äeni- selos gehabt hatte. Ans Gesundheitsrücksichten empfange oer Kvnrg nur Zaimis.
^ Bern, 2 . Lept. (WTB. Nichtanttlich.) Laut Meldung des „stoeooto . wrs Athen liatte der ffanzösische Gesandte gestern eine c ^^lwlbstmrdige Urtterredung mit König Konstantin, der große Bedeuttng bergem'essen wird. Anscheinend wollte die Regierung die Wählen verschieben.
jdpiK Ui ber Saflt m Nri-chenland, otne grir- SWe Jntervmtwn habc rmnmlchr 90 Prozent an B-deuwna verloren. Tre Lage mrf dem! Balkan dänge nicht mehr von Athen ab. Tre griechische Regierung habe die Stunde ungenützt vor-, uvergehen lassen. habe geglaubt, andere an der Nase herum-- zuführen, ser aber selbst irre geführt worden.
- or+l Tn ' (WTB.) Laut französischen Blätterrneldungen
aus Athen empfing Konrg Konstantin auch den russischen und den englischen Ge, andtssn in Audimz. Die griechische Regierung hat für die nächsten acht Tage Kundgebuirgen verboten. c> Meldung des Reuterschen Dnreans
In Athen wurden mehrere Deutsche verhaftet. Biele halten sich verborgen. ' 1
Die Note, die die letzten Forderungen der Entente umschließt, wurde^Zatmie am Samstag nachmittag übergeben: über den Inhalt ist nichts bekannt. Hier herrscht große Nervosität.
Ostafrika.
- . ü 1 p 0 n, 1 . Sept. (WTB.) General SMuts berichtet, dis jeinonchen Strettkräfte, die ihm gegenübergeftmiden hätten, seiew in -^uckzüge östlich und westlich der Uluguru- Berge, wahrend sich ern kleinerer Teil, bei dem sich das deutsche militärische vauptquartter und die stellvertretende Regierung befänden, in die Aäuriicfgezogen hätten. Die Verfolgung werde nachdrücklich be-< ffEN- Gm Teck der deutschen schweren Artcklerie scheine zerstört oder verborgen wordeii zu sein. Mrvgforo, in das die britischen: Druppen am ^ 6 . August eingezogen seien, sei eine wichtige Stadt, me eine Zeitlang Sitz der stellvertretenden Negierung gewesen sei.
England.
Pest in England.
London, / Sept (WM.) MÄdung des Reuterschen Bu- reaus. In H u l l erkrankten zwei Jungen, die auf einem Dampfer mcheiteten, an Pest. - ^
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London. (WTB. Nichtaurtlich, Die VerlustAtc
vom 1 und 2 . Septemiber enthalten di-- Namen von 133 Offizieren ljd lsKllenf nnd 2131 Mann ,nid von ,06 Offizieren (39 gefallen) und 2750 Mann und außerdem von 326 Austtalierti ^
^ Londo n, ,2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Daily News meldet, sind bisher über 2000 Verhaftungen nnd 167 Ver- ?l>n Leuten erfolgt, die sich aus Gewissensskrupeln dem Mckttardienst entzogen hatten.
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Amerika.
Long brauch (New Jersey). 2 .Sept. (WTB.) In einer Rede, in der er die Nomination znm demokratischeil Präsi- >entschaftskandidaten annahm, verteidigte Wilson lebhaft erne auswärtige Politik. Er erklärte dabei: Es ist unrmiq- lrch, daß wir unsere bisherige Politik der Jsolierttng sort-- führen. Wir sind xm Begriff, eine große Rolle in der Welt zu spielen, ob wir wollen oder nicht
3 b H U3 -- tWTB. Nichtamtlich.) Mel- düng des Reuterschen Burtxms. Roosevelt begann heute abend eine Anzahl von ^Msprachen zugunsten der Kmrdidatur von Huabes für die Präsidenffckjast. Er griff die mexikanische Polittk der 'steliie- ruttg an und ^rurteilte jedeii Versuch, amerikanische Bürger auf der Baffs der Rcffsenpolittk zu organisieren, wie es einige Deutscb- Amerikmter getan hätten.
W a s h i n g t o n 3. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Dre Vertreter der Eisenbahjier haben infolge der Annahme des Achtstundentags durch den Kongreß den Ausstandsbefehl rückgängig gemacht
N ew y ork, 31 Aug. (WTB. Nichtanttlich.) Nach einem Te- legramin der Central News auS Washington haben die Militärbehörden 20 000 Soldaten von der mexikanischen C-irenzc zurückgerufen um die Eijenbahnen und den Bvs;tz der Eisenbahugesetlschafteii zu icyützen. 0
Der Seekrieg.
LinierrschiffsleuLttartt Bansteld.
^ Fbbt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Wiener Zei-. ttng zugolge befahl der Kaiser, daß dent Linienschifssleutnank V»anfield die allerhöchste bejonders belobende Anerkennung für hervorragend tapferes und erfolgreiches Verhalten als Flieger vor dem Fernde bekatmtgogeben werde.
n^Ari Lit**’ (WTB.) Lloyds meldet aus New York
amerikanische Dampfer „Admirale Clark", von Port Arthur nach Buenos Aires nntenvegs, am 16. August ans gesunken sei. Die Besachurg befindet sich bis aut Pan^^ ^ ber rn Port Eads (Peru) angekommenen Bark
j^Sevt. (WTB. Mchtamtlich.) Die „hmnanitä- meioet. In Sables d Olonne wurden zwei Fischkutter mt
Ine Küste geworfen und zerschellten. Die Besatzungen wro gencktet. an Havre wütete der Sturm mit solcher Hesttg-'
Schiffe nicht ausfahren konnten. Durch Flutwelle^ Wurden der HafendaMm und der Strand an mehreren Orten bo sch'ädigt.
Vlisfin<sen, 2. September (WTB.) Ter PvsLampfer „ADNingin Regentes' ist mnl Samstag abend mit zwölf Mann mm Besatzung des Rotterdamer Dampfers „Zeearend" hier em.getroffen, der mit Stückgut nach London unterwegs am Freitag rl l w* Nage des Maas-Lärchtschiffes von einent deutschen Unterseeboot versenkt wurde.
Kopenhagen, 2. Sept. (WTB. NichtaEch.) Der däni^ gz wurde gestern, als er von der Reife von;
mUui^vall nach Frankreich den Sund passieren wollte, von einem deiitscyen Kriegsschiff angel-alten und nach Durchsuchung der Pa- gebracht 'O^gl^rttrtrg des Kriegsschiffes nach Swinemünde cmf-
Kopenhagen, 2. Sept. (WTB. NrchlamMch.) „Berlingskc ^.rdende meldet ans Stockholm: Die Verhandlungen zwischeii der engjckchen und schwedijchen Regierung ivegen des Heringsfanges' E -^.-äand ziehen sich rn die Länge. Die schwedische Regierung hat Pa englischen einen neuen Vorschlag unterbreitet. Es han-
um bedeutend Mengen Fisck>e, mindesteiis um 125 000 Fässer rm Wert von ungefähr 8 Millionen Kronen, m (WTB.) Das Vizekonsnlat in Great
Aarnrouth hat an das Mrnisterinm des Aeußern am 1. September telegraphiert: Der Kristiania-Dlampfer „Dronnino Maud", von Lmrdon nach GirrMsby rmterwegs, ist zwischen Southwold und Lowesttft auf eine Mine gestoßen nnd um 5 Uhr 45 Min. früh gesunken. Der Kapitän mtd zwei Mffnn sind ertrunken, die ubrrgen 13 Mann der Mannschaft sowie der Lotse sind gerettet.- p n J* n ^ S - September. (WTB.) Ueber die Versenttmg
des holländischen Motorffachtschiffes „Zecarend" ivrrd noch be- richtet: „Zeeare^" wirrde, als er das Leuchtscknff „Maas"
passierte nick» 19 Meilen davon entfernt war, von einenr dent s ch e n N n t er s e e b o o t aufgefordert zn stoppen irnd seine Papiere vorzuzeigen. Hierauf wiirde befohlen, in zehn Minuten das Schffj zri verlassen. Das Schiff wurde dann durch Bomben versenkt. -i.ie Boote wurden von dem Unterseeboot ins Schlepptau genommen uiid nach dem Lenchtschfff Schourenbank geschleppt.
Aus dem Relche.
Reichskanzler ung Reichstag.
B e r l i n , 3. Sept. Der Reichskanzler wünscht, nne der,Loka!. Anzeiijer" schreibt, die Parteiführer des Reichstages^ vor dem Zu sammentritt des letzteren bei sich zu sehen und wird sie Voraussicht lich. am Dienstag empfangen, um! ihnen Aiufkl^ärungen über hjit politische Lage geben und ihre eigenen Anschauungen entgegn zü nehmen.
Einweihung der Deuffchen Bücherei.
Leipzig, 2 . Sept. (WTB. Mchtamtlich.) In Gegenwart des Königs, des Prinzen und der Prirrzeffin Johann Georg, sowie der Prinzessin Mathilde fand mittags die feierliche Einweihung der Deuffchen Bücherei mt der Straße des l 8 . Oktober statt. Erschienen waren unter anderen als Vertreter des Reichskanzlers der Direktor des Reichsamts des Innern Dr. Lewald, Ministerialdirektor Dr. Schmidt vom preußischen Kultusministertttm, der bayerische .Kultusminister v. Küilling, die sächsischen Minister Graf Vitzthum v. Eckstädt,Dr.Beck und Dr.Nagel. Unter den äußerst zahlreich erschienenen Ehrengästen befanden sich österreichisch^urrga- rische und schwerzerffche Buchhändler.
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München, 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.'' Laut Müncheiwr Neuesien >Nachrichten wurde Staatsrat und Mimsterialdirektvr vor. Strössenrcmtber, Stellvertretender Bevollmächtigter zum' Bundesrat. zunr RogiermigspräsrdentOi von Oberfvaäken ernannt.
Hut Stabt unb Land.
Gießen, 4. September 1916.
Verwendung von Kristall-Süßstoff.
Saccharin ist in der Form^ von K r i st a l l - S ü ß st o f annähernd 450mal süßer als KnLr, hat jedoch keinen Nähr wert, ist also lediglich ein Genuß-, aber feit Nahrungsmittel, und vermehrt zudeui nicht d i Masse der gesüßten Lebensmittel. Daher ist in ba Fällen, wo Zucker — wie z. B. bei der Herstellung von Obst erzeugnissen — nicht nur süßt, sondern auch die Masse der Lebens- Mittel bettächtlichi vermehrt, entsprechend weniger Saccharin zi verwenden, während beim Süßen von Getränken (Kaffee, Tee usiv. dem Süßwert des Zuckers enffprechende Saccharin men gen genow men werden können.
Ein Päckchen Kristall-Süßstoff Mit IW Gramm Jtchalt env spricht der Süßkraft von annähernd 550 Granmc Zucker Wird der ganze Inhalt eines derartigen Päckcheiis in y 2 Libei Wasser gelöst, so enffpricht der Süßwett dieser Flüssigkeit etw<^ 1 Pfund Zucker: 1 Teelöffel voll davon kamt also an Stelle vor etwa 2 bis 3 Stt'lckchen Zucker zuM Süßen von Kaffee, Tee Kakao usw. dienen.
Grundsätzlich ist eher zu wenig als zu viel Süßstoff zu vev wenden, nnr den Geschmack der Lebeirsmittel nicht zu veffä-lechtern zumal sich leicht jederzeit nachsüßen läßt. Mau schiuecke daher — ziuMcck anfangs — zunächst vorsichtig ab.
BeimOb st ein kochen ist im allgemeinen folgendes zu beachten:
Süßstvffhaltige Zubereitungen dürfen nickt gekocht werden Ein Sck-moren der Früchite mit Süßstoff ist daher zu veriiieiden Eingelegte Früchte, Dunstobst, Kompotts usw. werden mn zwecks mäßigsten erst vor dem Genuß tnü Saccharin gesüßt, ebenso Frucht- säste. Marm>eladen Wnneii den Süßstoffzus>atz schon bei Beendigung der Kochung erhalten.
Da künstlich gesüßte Obsterzeugnisse nicht ohne weiteres haltbar sind, weil Saccharin — int Gegimsatz zu Zucker - nicht konser- viett, sind eiitlveder Sterilisierverfahren (Einklochen ohne Zucker nach Weck, Rex oder anderen bezw. Ginkochen oder Dünsten in sonstigen Gläsern oder Flajchen mit geeigneten Verschlüssenj oder chemische Konservierung (1 Gramm beuzoesaurcs Kättron auf ein Kilogramm eingekochtes Obst bezw. Fruchtsaft) anzuwemden.


