Ausgabe 
1.9.1916 Erstes Blatt
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f^txÄ schwarten MÄtzKlnr, dve Nlaru- und bte «Sumpfmeise und

Wc ^chw-mizMoise: da sind ferner Goldhähnchen, das Liliput und Kreiber. Stare bilden gaicze Heere und bargen sich abends nn Röhricht. Auf nasser Wiese erblickt inan Wasserläuftr, die inan sclxan vorher hat flöten hören, auf der Brache Goldregenpfeifer. Der große Mz-ng hat eingesetzt. Den Anfang machen Fliegen-, schnäpper, Brachpieper, Rohr-- :md Laubsänger, Müllerchen und fast alle Raubvögel, die noch umnches Huhn und manche Taube als Reiseproviant. verzehren. Dann folg«: Baumpieper, Gras- Ecken-, Haus- und Rautt)schwalben, Rohrdommeln irnd Hühner, Schilfsänger usw. Unter den Säugetieren ereignet sich wenig. Gegen

Ende des Tw><rrrmt' ht<» rnffo.iMt fS*X<» ft*t-**f rLs*rt

Ende des Monats begrünt die Brunft^eit des Edelhirsche und bei den Hasen gibt es Mm Teil Kum Vierten Male Junge.

** Die 5. Kriegsanleihe. Gestern fand in der Turn­halle der hiesigen höheren Mädchenschrle eine Versammlung der Vertrauensmänner des Kreises Gießen statt, in der über die

5. Kriegsasi leihe gesprock-ei: lvmLe. Der Provinzialdirettor, Go­cheimerat Tr. U singer, begrüßte die zahlreich erschienenen Ver­trauensmänner sowie den Direktor der Lttndes-Hypothekenbank, den Geheimen Finan^rat Bastian ans Darmstadt. Dr. Usinger hob in seinen einleiteitden Worten hervor, daß wir gerade j^etzt in den ernstesten Augenblick des Krieges emgetveben seien und hofft, daß diese 5. Kriegsanleihe die letzte sei, die sowohl eine finanzielle als auch eine politische Nottvendigkeit darstelle. Der Geheimir Finanzrat Bastian nahm um: das Wort zu längeren Ansfüh- rungen über dre neue Kriegsanleihe. Unter erschwerten Beding- ungen wird vom deutschen Volke die Zeichnimg der Gelder gefor­dert. denn zu den wirtschaftlichen Nöten sind neue politische Ver­wicklungen getreten. Orkane umbrausen unser Reich, die es ver­nichten wollen^ Wir brauchen rrur nach Ostpreußen zu scharren, um zu sehen, was wir von unserenFeinden zu erwarten haben, rvenn wir niederMrungen würden. Je mehr Feinde ans «erwachsen, best» stärker muß der Wille »verden, allen Gefallen zu trotzen. Die Plärre Englands Müssen zerschellen, wenn wir wie ftüher un­sere Schuldigkeit tun. Eine große Zeit fand rrrrd findet hoffentlich auch fernerhin in deutschen Landen ein großes und starkes Ge­schlecht. Tiesesmal geht es um das Ganze, drum helfe ein jeder nach seinen Kräften die Fundamente zu stärken, auf denen imfen Reich ruht und dem Walt voi: Eisen die Mittel zu geben, die es ihm ermöglich«c, weitere Erftchw zu erzielen und eine:: Frieden zu erzwinge,:, der der Opfer wüfiig ist. Es ist wahr, daß zum KriegsLhren Geld und nochmals Geld gehört. Biele Leute glauben ja, man könnte das Ende des Krieges beschleunigen, wenn man kein Geld mehr gebe. Dieser Gedanke ist ganz falsch-, denn, es liegt nicht an uns, den Krieg zu beenden. Die Mißerfolge dcg Kriegsanleihen in England ümb Frankreich beweisen das Gegen­teil, denn der Krieg tobt trotzdem weiter. Wir Deutschen könnenj nur genfirnen in diesem krittschen Augenblick, wenn wir den Fein­den zeigen, daß unsere Hilfsquellen noch nicht erschöpft sind. Keine bessere und sichere Kapitalanlage .gibt es, als die Zeichnung von Kriegsanleihen, denn Regierimg und Volksvertre trug werden es den Zeichnern nie.vergiesftn, daß sie das Reich in schweren Stunden nicht iM Stiche ließen. Ein voller Erfolg wir uns auch diesmal beschieden sein, wenn alle Volksgenossen! zur Zeichnung beftragen, denn viele Wenig machen ein Biel. SM er lasse sich abschr ecken durch müßige Redereien, dies tmi bezahlten Agenten unserer Feinde in das Volk ge­tragen werden. Niemand denkt daran, die Sparkassen-, gutchabe n zu beschlagnahmen oder die .Besitzer von Kriegsanleihen besonders stark zu belaßen. Diese und ähn­liche Gespräck^c verravOr zu sehr die Quelle ihrer Entstehung. Hier wirkt die Macht, die ranx das Böse will und stets das Gute schafft Trotz aller Gewalten und Gefahren Müssen wir unserem Bitter - lande mit allen uns M Gebote stehenden Mitteln dienen, ein­gedenkt des schönen Wortes: Alleziert, treu bereit für des Reiches Herrlichkeit! Reichen Beifall erntete der Bvrtrageirde. Gcheime- nrt Dr. Usinger sprach dem Geheimen Finanzrat B a st i a n den Dank aller ?lnwesenden aus und eröffnet die Diskussion^ die sehr anregend verlief- Alle Anfragen rvirrden in sachkundiger Weise von dem Vortragenden erläutert.

** Dageslänge im September. Mit Beginn des Se p temb e r rrrmntt das Tageslicht ständig so ab, daß am 23. d. Mts. Dag Und Nacht gleich werden. Die Zett der langen Albende beginnt, in der dem künstlichen Licht wieder mehr Aufmerksamkeit ge­schenkt iverben Muß als bisher. Die Sonne geht morgens :im 5.12 Uhr aus imd abends um 6.47 Uhr rmter. Die Zeiten ändern sich bis 30. September auf 6 Uhr und 5.39 Uhr. Die Juden feiern den Anfang ihres 5677. Jahves am 28. und das zweite Neujahrsfest am 29. September.

** Turnen. Am Sonntag findet auf der Rennbahn an der Hardt das den hiesigen Turnvereinen von dem Gau Hessen übertragene Wetturnen statt. Nahezu 600 Turner, Mmeist Zöglinge und Schüler, werden sich an dem friedlichen! Wettkampf beteiligen. Eine stattliche Schar in solch schwerer Zeit! Immer stärker werden jetzt die idealen Bestrebungen der Turn suche auch von 'den .Kreisen erkannt, die ihr ftüher noch kühl gegenüber- ftcmden. Der Krieg hat wohl wesentlich dazu beigetragen und irns zunächst gelehrt, daß der Körper auch ettvas bedeutet. Ohne den kräftigen und gesunde,: Körper des Soldaten können uns die genial­sten Führer und die besten Waffen wenig nützen. Die deutsche Turnerschaft hat über 800 000 turnerisch durchgebildete Männer 'ins Feld gestellt. Wie zu Zetten Jahns geht auch heute noch die Turnsache darauf hinaus, ein tüchtiges schasfensfrendiges, Vater- lmrdsbegeistertes Geschlecht heranzu ziehen, um nach dem Kriege die der Wehr- und Arbeitskraft geschlagenen Lücken zu ersetze,:. Am Nachmittag filtern die Entscheidnngskämpfe des Wehrturnens statt.

** Beschlagnahme und Bestandsanmeldung von Platin. Der zunehmende Bedarf der Heeresverwaltung an Matin hat dazu geführt, daß in letzter Zett bei einer Anzahl von Betrieben die Platinbestände durch Verfügungen der Milttär- befehlshäber beschlagnahmt wurden. Diese Einzelbeschlagnphmen haben sich jedoch nicht als ausreichend erwiesen, um dem vor­handenen Bedürfnis abzuhelfen. Demgemäß wird mit Wirkung vom, 1. 9. 1916 eine allgemeine Beschlagnahme und - B e st a n d s e r h e b u n g von P l a 1 i n auf Ersuchen des Königl.

>Kriegsministeriums durch die Milttärbefehlslmber bekannt ge­macht, welche alle bisherigen Einzelbeschlagnahmen von Platin aufhebt und ersetzt. (Nr. M. 1/9. 16. K. R. A. betreffend Be­schlagnahme Und Be stand sine l düng von Platin.) Trotz der Beschlagnahme bleibt unterbestimmtenVoraus- Setzungen die Wetterbenutzung der beschlagnahmten Gegenstände .im eigenen Betriebe und die Verarbeitung auf mechanischem und thermischem Wege gestattet. Neben der Beschlagnahme wird eine . allgemeine Meldepflicht an geordnet. Die Meldungen sind erst­malig nach-dem Stande vom 1.9.1916 zu erstatten Und alle zwei Monate zu wiederholen. Endlich besteht auch für die Besitzer meldepflichtiger Vorräte die Verpflichtung zur Anlage und Führung eines Lagerbuches. Die näheren Bestimmungen lkber die verschiedenen der Beschlagnahme unterworfenen Stoffe und Gegenstände, über die Wirkung der Beschlagnahme und ihre Ausnahmen, über die Meldepflicht und Lagerbuchführung sind ans d«n Wortlaut d« Bekanntmachung ersichtlich. Da der .Kreis der von dieser Bekanntmachung betroffenen Personen nicht begrenzt ist, muß jeder, der wenn auch geringe Vorräte an Platin und platinhaltigen Stoffen im Besitz hat, sich mit den Bestimmung«, dieser Bekanntmachung vertraut machen. Die Veröffentlichung e^olgt in der üblichen Weise durch Einschlag und Albdruck in den Tageszeitungen. Außerdem ist faer Wortlaut der Bekanntmachung ui der heutigen Nr. des Gieß euer Anzeigers abgedruckt und am HlirgermeisteveigebäUde angeschlagen.

** Naturrohr. Am 1. 9. 16 ist eine neue Bekanntmachung, betreffend Höchstpreise für Naturrohr (Glanzrohr) und Weiden Nr. V. I. 1886/5. 16. K. R. A. erschienen. Mit ihr werden Höchst- vreise ft'lgesetzt für Nalurrohr «Glanzrohr, Stuhlrohr, Korbrohr, Malakkarohr), Peddigrohr, Flechtrohr, Rohrschienen, Nohrbast, Rohrabiall «Brnchpeddig, Peddtgenden', Meiden. Der Wortlaut der Bekanntmachung, die noch besondere Bestimmungen über die «Zahlungsbedingungen und Gewährung von Ausnahmen enthält, t in der heutiaen stummer des Gießen er Anzeigen abgedruckl und am vürgernleistereigebäude angeschlagen-

Rumänien auf seiten unserer Feinde! So beginnt ein Aufruf des stellv. kommandierenden Generals des 7. Armeekorps, der zur Einigkeit, zum unbeugsamen Willen, durch­zuhallen, auffordeft. Die Mitarbeit des gesamten Volkes, die ganze Krall und Opferwilligkeit jedes einzelnen sei um so nötiger, als die Zahl unserer Feinde wachse.Frage daher jeder sein Gewissen, ob er hiernach seine Pflicht erfüllt, oder ob er nicht noch mehr unter Zurücksetzung des eigenen Vorteils, für das bedrohte Vater land tun kann. Ertragen wir Entbehrungen, Kummer und Sorgen dre der Krieg naturgemäß mit sich bringt, wie bisher mit ent schloßenem Mut für die große Sache. Dann wird uns der Krieg euren siegreichen Frieden bringen und mit ihm eine aussichtsreiche Zukunft inr deutschen Vaterlande."

** Das Kreis blatt der heutigen Nummer enthält: Be­kanntmachung betr. Aus- und Durchfuhr vor, Waren; Verordnung, 'vetr. Sicherung der Ernte; Bekanntmachung, betr. Richtpreise für Feldhühner; Versorgung mit Speisefetten: Beschlagnahme imd Bestandserhebung von Falnradbnei fangen; Ansprüche von Kriegs­teilnehmern und deren Hinterbliebenen nt bezug auf die Reichs- versichernng; Verkehr mit Süßstoff; Verkehr mtt Obst.

Landkreis Gießen.

g. Großen- B u s e ck, 1. Sept. Dem Landsturmmann Berlin, Sohn des Kaufmanns Sal. Berlin, welcher vor kurzem zum Gefreiten befördert wurde, ist das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen worden. Er steht bei dem Res.-Jnl.-Regt. 223. Unter- ossizier M ü n ch von hier, welcher bei demselben Regiment steht und bei Beginn deS Krieges als aktiver Soldat auSrückte, erhielt ebenfalls das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

-£?- G r o ß e n - L i n d e n. 1. Sept. Pionier Otto Klotz ist. nachdem er vor einiger Zeit zun: Gefreiten befördert wurde, nun auch für tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der Hessischen Tapferkettsmedaille ausgezeichnet worden. Klotz, ein Sohn des SchuhmachermeistcrS Philipp Klotz, wurde bei der ersten Kriegs- musterung ausgehoben und zog im Frühjahr vorigen Jahres an die Westfront.

lj Lang-Göns, 1. Sept. Dem Forstassessor Otto R o m p f, Leutnant der Res. in einein Bayr. Jnf.-Reqt., Sohn unseres Bürger­meisters Nompf, wurde der B a y r i s ch e M a x I o s e f - O r d e n verliehen. Mit diesen: ist der persönliche Adel verbunden. Rompf Ist bereits in: Besitz des Eisernen Kreuzes erster und zweiter Klasse, des Bayrischen Mililärverdienst-Ordens 4. Klasse und der Hessischen Tapserkeitsmedaille.

Röthges, 1. Sept. Dem nun zwei Jahre im Felde stehenden Gardisten Gontrum (Leibgarde-Jnf.-Rgt. Nr. 115) wurde da? Eiserne Kreuz verliehen.

Kreis Büdingen.

ke. Büdingen, 1. Sept. Die Konservenfabriken sind aus der Jagd nach Aepfeln, Birnen, Zwetschen, Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und nach Falläpseln in: hiesigen Kreise.

B.A. B ü dingen. 1. Sept. Der Wehrmann Georg La mp- mann erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille, Vizewachtmeister Dr. K. Gries mann aus Büdingen das Eiserne Kreuz.

** Nidda, 1. Sept. Zugunsten der Kriegsfürsorge wurde am vergangenen Sonntag hier ein K r i e g S w a h r z e i ch e n in Gestalt eines eichenen Brunnenstockes von 2,50 Meter Höhe zum Zwecke der Benagelung eingeweiht. Der mit reicher Schnitzarbeit versehene Brunnenstock, der auf den: ältesten Brunnen der Stadt nahe des Johanniterturmes an Stelle einer wenig geschmackvollen Gußeisenpumpe aufgestellt werden soll, dankt der Anregung des im Felde stehenden Inhabers der Möbelfabrik C. Ringshausen, Fritz Neun in g. seine Entstehung, der ihn nach eigenen Ent­würfen unter Leitung seines 'Architekten Herstellen ließ und der Stadt kostenlos zur Verfügung stellte. Der erste Nagelungstag brachte für die 2000 Einwohner zählende Gemeinde den schönen Ertrag von über 1000 Dik. Diese Summe fließt fast restlos der Kriegssürsorge zu.

Kreis Friedberg.

0. A.. Friedberg, 1. Sept. Dem Musketier Georg Leon­hard im Jnf.-Rgt. 116 wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.

LA. Bad-Nauheim, 31. Aug. Der hiesige Badearzt Dr. Kalter, zurzeit Stabsarzt der Marine, ist durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden.

ö. 2. B u tz b a ch, 1. Sept. Der bei der Firma Gebr. Freitag, Lokomotwfabrik, beschäftigte Vorarbeiter Karl Groß haus, früher Ersatz-Reservist im Landlv.-Jnf.-Rgt. 81. erhielt das Eiserne Kreuz.

bz. Butzbach, 1. Sept. Dem Artilleristen Fritz Strudel von hier, bei einer Fuß-Artillerie-Formation, wurde die Hessische Tapserkeitsdenkmünze verliehen.

dz. Griedel, I. Sept. Von schwerem Geschick wurde eine hiesige Familie betroffen. Der Landwirt Heinr. S t r a 8 h e i m stürzte in seiner Scheuer so unglücklich, daß er die Wirbelsäule brach und bald darauf starb. Zwei Söhne des Verunglückten sind beim Militär, der eine davon weilte zufällig aus Urlaub. Kreis Wetzlar.

Wo. Wetzlar, 1. Sept. Gestrrn nachmittag ist der älteste Einwohner unserer Stadt, llivntner Karl Ehlinger, im Alter von 93 J /2 Jahren sanft entschlafen. Ueber drei Jah^cynte hat er dem hiesigen .Sladtverordnetcn'kollegrun: angehört, dessen Senior er lange Zeit hindkicrch war. Ebenso war er viele Jahre Mitglied des Kreistages. Daneben beUeidete er zahlreiche andere Ehrenämter.

d. Wetzlar, 1. «Sept. Mi: die vorige Woche standen dem Kreiskommunalverbande für die Zivilbevölkerung und Gefangenen^ kommandos unter 100 Mann zur Verfügung: 23 Rinder, 52 Schweine, 36 Kälber und 8 Schafe, wovon entfallen m:f die Bür­germeistereien Aßlar 4 Rinder, 7 Schweine, 5 Kälber, Kvosdvrl'

3 Rinder, 6 Schweine, 3 Kälber, 1 Schaf, Braunstls 4 Rinder,

8 Schwettre, 5 Kälber, 1 Schaf, Ulm 1 Rind> 5 Schweine, drei Kälber, 2 Schaft, Ho'heirsvkmis 1 Rind, 1 Schwein, 2 Kälber, ein Schaf, Rechtenbach 1 Rind, 3 Schweine, 2 Kälber, 2 «Schafe, Schwalbach 1 lltind, 6 Schiveine, 3 Kälber, 1 Schaf, und «Stadt Wetzlar 8 Rinder, 16 Schweine, 12 Kälber. Für diese Woche sind überwiesen: 25 Rinder, 35 Schweine, 35 Kälber und sieben; Schafe. Jpiertxm erhalten: Bürgermeisterei Aßlar 4 Rinder, fünf Scknveine, 5 Kälber, 2 Schaft, Kvofdorf 3 Rinder, 4 Schweine,

5 Kälber, 1 Schaf, Braunftls 5 Rinder, 6 Schiveine, 4 Kälber,

1 Schaf, Ulm^ 1 Rind, 3 Schweine, 4 Kälber, Hohensolms 1 Rind,

1 Schwein, 1 Kalb, Rechtenbach 1 Rind, 2 Schiveine, 3 Kälber,

2 Schaft, Schlwalbach 1 Rind, 4 Schweine, 4 Kälber, 1 Schaf, und Stadt Wetzlar 9 Rinder, 10 «Schiveine, 10 Kälber. IM Ver­hältnis M den bisherigen Ueberweisnngien ist die .Zuteilung der Schweine Kr diese Woche eine wesentlich geringere.

d. Oberkleen, 1. «Sept. Wegen ftarkim Auftretens der Diphtherie ümtec den hiesigen Schulkindern ist dst «Schule vom Landrat vorläufig geschl,s,en worden.

Hessen-Nassau.

6. Frankfurt a. M., 31. Aug. Einer Kiste, die im Haupt bahnhof am 7. Juli zur Aufbewahrung aufgegeben worden war, entströmte ein Verwesungsgeruch. Man erbrach sie und fand darin die Leiche eines neugeborenen Kindes. Bon wem sie aufgegeben worden war, ließ sich nicht mehr feststellen.

X 1$ a nau, 30. August. Nach einer bei der hiesigen Staats» anwaltschaft eingetroffenen Naäiricht hat der in Holland feftge- nvmniene Zigeuner e i n g e st a n d e n , der steckbrieflich verfolgte Zigeuner Wilhelni Ebender zu sein. Mit ihm ist sonach der Haupt- täter bei der im Februar 1912 im Walde zu Kämmerzell erfolgten Erschießung des ans einem Dienstgange befindlichen Kgl. Försters Ronianns aus Niesiß erlttifftn. Seine beiden an der Mordtat mit­beteiligten Brüder sitzen seit längerer Zeit hinter Gesängnismauern.

ko. S ch w e i n s b e r g , 1. Sept. Beim Spielen mit einem Revolver entlud sich derselbe plötzlich, und das Geschoß tötete den Landwirt S ch i.ck aus Eriurtshausen.

die in gewinnsÄchitiger Absicht gehandelt habe, vier Milchen Gefängnis und 4800 Mark Geldstrafe, im Falle der Nuhtbettreibung zu sechs Rtonateu Gef änMnS.

Die GoldÄNkaWKe

ist morgen von jg bis \ 2 % Uhr geöffnet!

vermischtes.

Die 31. Kriegserklärvllg.

1. Oesterreich - Serbien

2. DeutschlandRußland

3. DeutschlandFrankreich

4. Belgien-Derttschland

5. England-Deutschland

6. Montenegro-Oesterreich

7. DeutschlandSerbien

8. OesterreichRußland

9. De»itschlandMontenegro

10. FrankreichOesterreich

11. EnglandOesterreich

12. JapanDeutschland

13. Oesterreich-Japan

14. OesterreichBelgien

15. TürkeiRußland

16. Türkei-Frankreich

17. Türkei-England

18. TürkeiBelgien

19. ItalienOesterreich

20. TürkeiItalien

21. Bulgarien - Serbien

22. Frankreich-Bulgarien

23. EnglandBulgarien

24. ItalienBulgarien

25. Rußland-Bulgarien

26. Deutschland-Portugal

27. RilmänienOesterreich

28. ItalienDeutschland

29. DeutschlandRumänien

30. TürkeiRumänien

31. RumänienBulgarien

2V. Juli

1. August

3. .

3 . .

b. .

6 '

6.

12 . *

13. *

23. .

25. ,

28. .

2. November

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7.

23. März 22. August

14. Oktober 16 .

16 .

17. .

2 9. ' März 27. August

27.

28. .

30. .

31.

1914.

1915

19

8

Unser 1l). Gegner.

Wir stehen im Kriege mit:

Rußland Frankreich Belgien . England . Serbien . Montenegro Japan Portugal. Italien Rumänien

seit dem 1. August 1914

» » b. 1 9

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h * 23.

H 9 9. Mai 1916

27. August 1916

. 28.

Amtlicher Wetterbericht.

Oesfcntlicher Wetterdienst/ GießeL Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 2. Sept. 1916: Wolkig, meist trocken. Temperatnr wenig geändert.

Äeri^tifdal.

Betrug mit Brotkarten.

Berlin, 20. Mg. Eine Berliner Hausbesitzerin, Matt ha Dock, hatte sich vor dem «Schösftngericht m verantworten, weil sie fortgesetzt, um sich in den Besitz einer großen Zahl von Brot­karten zu setzen, den S t a n d ihrer Mieter zu lw-ch migegeben hat. Sie hatte verschiedene Riale 20 bis 22 Mieter mehr ange^ geben, als tatsächlich vorhanden warm. Das Gericht verurteilte die Angeklagte, deren Vergehen auf ehrloser Grundlage beruhe

Letzte Nachrichte».

Internierung der Deurichen in Italien.

Llugano, 1. «Sept. DerCorrierr düle Sera" Meldet, daß alle Tieutschen vom 18. bis 50. Lebensjahre nach «Sardinien! in Konzentrationslager gebracht werden. Von dieftr Maßnahnrä sind 900 Personen betroffen. Für Deutsche unter 18 und über 50 Jahre iverden andere ^Maßregeln geplant. Die sehr betagten; oder kranken Personen dürfen unter Ueberwachnng zvchanft blei- freit. In Sardinien sind bereits 819 Oesterreicher nÄerniert. Ans freiem Fuße befinden sich dagegen 770 Otbomanen und 110 Bul­garen, da die m der Türkei lebenden Italiener ebenfaW an­freiem Fuße belaffen sind.

Die Wegnnhine der deutschen «Schiffe in Italir«.

Rotterdam, 1. «Sept. Zu der Einziehung deutscher Schifft in Italien ivird aus Paris geniePet, daß die ttalienische rung beschloß, 30 deutsche internierte «Schifft von zttsammeni 162 000 Donnen als konfisziert zu erklären.

Die KriegseiMrung der Türkei.

Kvnftantino pel, 31. Aug. (MTB. dTichtmEch.) Die türkische Regierur:g erklärte gestern abend 8 Uhr durch Ueber- reichnng einer Note an die hiesige rmnänffche Gesandtschaft an Rll- mänien den Krieg.

König Konstantin.

Larganv, 1. Sept. TicTimes" melden, Wnrg Krmflwtttn sei seit vorgestern erkrankt. E:ne kleine Operation imrfie vorge- nommien. Jetzt aber sei die Temperatur lvieder nahezu normal.1 TieMvrnttig 93o.ft y/ schreibt über die Beranderm:gen im griechi­schen Generalftab, daß sic ziemlich belanglas seien, da Dnsmcmis und Metyos nach wie vor das volle Bertt-anen des KSmgs genöfftn. Weiter heißt es: Die Ernanmmg Moschopulos' war lediglich ein Versuch, die «Entntte über die wahren Absichten des Mnigs hinweg- zntäusck^en imd einem befürchteten Druck der Entente zuvvrzn- kommen.

Trostlose Lüge der Russen in Persien.

S t v ck h 0 l m , 1. Sept. Nach Berichten derNowoje Wvemja" aus Teheran ist die Lage der Nussm-Hvere in Persien trostlos anzusehen. Die russische 'Armee verkommt, ist von den türkischen) Angriffen aufgerieben und den -Qualen der furchtbaren Hitze nicht getvachsen. In der Wüste der Bnssitum'skischen Felsen ist von der ganzen absterbenden Armee sinn einziger Mrnn, der nicht an Malaria ctkrankte. Dabei fehlt seder Sanitätsdi>7i:st. Die Zusii!iv ist nur ganz nnregelntäßig, daher drolft jetzt, wo die Konserven.-, Vorräte ziu Ende gehen, eine Hungersnot. D^r Kriegs ko rrespon : dent derNowoje WvoMia" beklagt voncehmlich die Ueberlegenteit des tüMschen Flugwesens. Die Russen besitze:! übrerhaupi keinfl Flieger an dieser Front, lveil die Aevonaute.'. erklärten, infolgg starker Lnftstt-ömüuigm sei das Fliege:: unmöglich. Die türkischen ?leooplane sind aber täglich über ims. Der Korrespondent beklagt, ferner den angeblichen Franktireurkrieg. dei: die Bevölkenm^ gegen die russische Armee führt. Tie Perser hasse,: ,ms. Sie schleichen nachts in niffere Lager, stehlen den Soldaten die Ge­wehre und schießen dam: aus allen Gärten und von den Dächern. Man fürchtet den Sticrz der rnssophilen Regierung.

Norwegische Dampfer für Englarw.

Kristiania, 31. Mg. (Priv.-Tftl., zf.^ In diesen Tagen ist das Abkommen des norwegischen Reederperbandes mit der englischen Regierung zium Llbfchsich gelangt, dem - zufolge der Verband der englisck>en Refternng 5 0 Dampfer zur Verftlgümg stellt, davon 30 von 1500 bis 3000 und 20 von 3000 bis 50<X)^Donnen. Der Vertrag ist für 12 Monate zu Jrachtrn von 4 bis 5 Scknlling über die Frachtsätze des heutige:: offenen, Marktes abgeschlossen.-

Amtlicher Teil.

Bekanutmachung.

Beim Bezirkskoimnmvdo Gießen fttomen in nächster Zeit mehrere Freiwillige (Schreiber) eingestellt werden. Tüchtige.' im Bureandienst tnrrchans ersahvenc Beiverbn- mit rrntcv Handsch'.ift wollen sick» umgehend Unter Vorlage eines ,V !:- « urbenen Leberlslaufts und beglaubigter Zeugnisabschrifin melden.

Es kvntmen nur garnisonverwendungsfähig«! Misstärpflichttge der Gelmrlsjahrgänge 18921896 in Frage 6220) Esießen.