Ausgabe 
26.8.1916 Erstes Blatt
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totft 31t ffberßefent: bfogc Wrmnk, mrd üfclfiv hLhlrgo uncitÖK^rrid>c Nahrung für Herz. lrttb Will-ear. Wie

ttTtb diese Berichte jitmeifb so einfach und nüchtern. Zw- werlen nur bricht dennoch der Zorn durch oder ein Wort bitter lachenden Spottes blitzt durch die Zeilen, und denn wieder rst's uns, als sähen wir ein Auge lebten, das ein neues Blatt ui den Ruhinestranz der Melden flicht. Aber chr 'Sinn ist doch ganz auf das Tatsächliche eingestellt, ^enen, die fte lesen, bleibt es uberlassen, eine Flut der Fnpftndung Mis, ihnen aufqueklen zu lassen. Diese Leser: E Millionen in leder Stgdt, jedem Dorf des weiten Vater- landes nehucen den Inhalt dieser wenigen Zeilen säst gleich­zeitig in sich auf. Sie sind der tägliche Gruß, den das Heer semer Heimat sendet. Und bei voller Gleichheit der Worte wiro dar Gruß dennoch so verschieden auf genommen. Sie tmssen ja daheim, wo die Ihrigen stehen. Sie suchen eilig, ob erne Kunde von denen, die ihnen die Nächsten und Teuersten sind, sich aus den Worten herauslesen lasse. -Und dann hebt die ruhigere und doch erregte Arbeit des Nachdenkens an. Wir lesen ja doch auch zivischien den Zeilen, wir veinnilpsen das Neue mit dem von gestern her Bekann- ^bn, und wrr spinnen weiter an denr Faden, der von Woche .zu^Woä^ in die Zukunft hinein sich erstreckt: Sorge und chofsnnng, Dank und Ungeduld, .Zweifel und Frage klam- rmern sich an jede Nachricht an. Und in jedem Haus wohl, in Freundes- Und Bekanntenkreis, an jedem Stamm- ltisch und in jedem Klubzimmer wird von diesen knappen -Worten geredet, ein endloses Gespinst von klugen Mei- i nungen und weisen Orakelsprüchen Um sie gewoben, bis der neue Tag das neue Warten bringt, Bestätigung oder Enttäuschung den UeberklUgen und Allznwersen.

Wirklich, es ist viel Leben, das sich um diese Tages­berichte sammelt. Es verlohnt sich wohl einmal, andächtig SS J düsen kurzen Blättern Halt zu machen. Wo ist der SAiftsteller ein bloßer Tagesschriststeller, der eine Gemeinde um sich sammeln, der von dem Schicksal von Millionen andern Millionen diese begierig aufgesogene Mrndc zu vermitteln wüßte? Unerträglich erscheint uns die MLeppend kriechende Nachrichtenvermittlung vergangener Knegszetten. Wir können uns da gar nicht hineindenken, wie es uns wäre ohne all die Drähte mnd Funken, die tagtäglich SU diesem einen Zweck vereint ihr Werk tun. Umschwebt uns Nicht nuch so noch genug die lähmende Ungewißheit, uni gaben wrr nicht trotz dieser Berichterstattung genug zu tun .uns der Sturzwellen von Gerüchten zu erwehren, die arn ftcherfter, aper gewiß dunkler Quelle auf uns einstürzen Wir haben die Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit dieser Bericht- lange Jahre kennen gelernt und bewährt ge­funden. Wir vergleichen sie mit den geschwätzigen, prahlen­den und lügnerischen Berichten der Feinde, die an diesen Punkte alle in die Bulletin-Schule Napoleons I. geganger sind Dankbar gedenken wir der nun erfüllten Zusage, die cnr 10. August 1914 der Generalquartiermeister von Stein um gab:Unser Voll kann überzeugt sein, daß wir weder Miß­erfolge verschweigen, noch Erfolge aufbauschen werden. Wir werden die Wahrheit sagen." Daran wollen wir uns halten. Und daran können wir uns halten. E ck.

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Die Eierknappheit und ihre Ursache.

Man schreibt uns aus Kreisen der Landwirtschaft- , 0 Mangel an Eiern, der überall herrscht, dürfte noch einige

mt mtixnifrrn, vielleicht sich sogar in den nächsten Wochen verschärfen Naturgemäß nimmt die Legetätigkeit der Hennen gegen Herbst hin ab, um mit Beginn der Mauser ganz auszuhören. Mindestens cm viertel Jahr braucht die Henne, bis das neue Gefieder gebildet der Ecerstock mit Reservestofsen besetzt ist. Gerade während W nm gute Haltung der Hühner Haupterfordernis. Ern rattonEer GeslUMl-nchter hat dann schon im Nbvembei w^>er die elften frischen Eier. Das Jahr 1916 bat nach den ^gahrmigen hier aus dem Lande einen stärkeren Verbrauch und geringeren Ertrag an Eiern gebracht. Der stärkere Verbrauch war erne Kriegsursache. Mangel an Fleisch weist Misere Land­bevölkerung, du doch letzt im SoNnner besonders schwer arbeiten mutz, gerade auf du Eier. Während in den vorderen Jahren der Bauernhaus halt einen großen Teil seiner Eier verkaufte muß er su letzt zur eigenen Ernährung behalten. Das bedeutet aus dem Eiermarkt schon einen empfindlichen Ausfall, besonders wenn auch Zufuhren aus dem Ausland raxf? fehlen. Im Frühjahr und Vor,o^rmer dürften aber mich, nicht unbedeutende Mengen an Everii von vorsichtigen weitansschauenden Hausfrauen in Land und Stadt für den Winter eingelegt worden sein. Sie sind dann gewiß nicht verloren und kommen bald wieder zum Vorschein. Aber dieses Versorgen soll hier und da recht unschöne Fornren angenommen haben. Eine gesichette, zum mindesten regelmäßige Eerschverjorgung durste auch auf dem Eiermarkt wohltätige

Formen zeitigen.

Zweifellos leiden wir aber Eiern. Die Hauptursache l

an einern geringeren Erttag a ist der Mangel an Futtei

Fcht sanrtbches Getreide ist schon seit V/ 2 Jahren für menschlick Ernähr ungsz wecke beschlagnahmt. Für unsere Hühner bleibt ft Zusagen nichts übrig. Bon Kartoffeln allein und die wäre map.p - 7 - konnten die Hühner nicht zum Legen gereizt wecdei Es ist der Durchschnittsertrag von einem .Huhn im Jahre 191 sicherlich weit geringer als in den vorderen Jahren. All« andere Ersatz- und künstlichen Futtermittel sind eben mir Notbehelf' So hat auch die Aufzucht an Jungen im Jahre 1915 darunter ci heblich gelitten. Biele Geflügelzüchter haben es ihm Vorjahre unter Lassen, junge Hühner zu züchten, da es an Körnern fehlte un da man hoffte, im Jahre 1916 seien die Aufzuchtverhältnisse bessei So kam es, daß unsere Legehennen jetzt ein Jahr zu alt sin

und simtze LegeHsttwn vkckfvch fthkor. Mttn! Wk «me Hejbrf

Fehler doch erkannt und ihm in diesem Jahr durch vie rmt ech r t « A u f z ucht nachzuhelsen gesucht- Uebevall ftech man in den Dörfern Herden von jungen Hühnern. Nun wäre 'es sehr zn wünschen, wenn die Behörden bei Verteilung von Futtermitteln chr Augen­merk auch auf unsere Geflügelzüchter richteten, damit wenigstens eine dNöglichkeit tzeschassen werde, das Geflügel, wenn auch nur in bescheldenxm Maße, mit Körnern oder .Kleie zu versorgen. Kar­toffeln müßten natürlich in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Es sind jetzt schon hier und da diesjährige junge .Hühner da, die in nicht allzuferner Zeit ihre ersten Eier legen. Bei günstiger Witterung und etwas besseren Fütternngsmvglichkeiten dürste schon der YLovember allgemein der erste Väonat des neuen Eierjahres sein. Die Aussichten für 1916/17 sind wohl auf dem Eiermarkt nicht so trübe, wie sie bisher waren. Im Gegenteil, wir erhoffen' eine verstärkte Eiererzeugnng. Allerdings sind noch manche Vorbedingungen zu erfüllen: 1 . Zuweisung von Futtermitteln an die Geflügelhalter: 2 . vernünftiges Verhalten der Eierkausenden wicht mit Rucksäcken die Dörfer gbgrasen und nstmögliche Preise bieten); 3. zweck­mäßige behördliche .Verkaufs- bezw. Verbranchsreguliernng; 4. wenn möglich bessere Versorgung der ländlichen Bevölkerimg mit Fleisch (wir auch alle, die im letzten Winter nicht schlachteten, erhallen an Fleisch eine Wochenkopsmenge von 125 Gramm, was jedoch durch, die Einführung der ReichsfLeifchkarte behoben wird.

** Amtlich-e Personal nach richten. Der 'Großherzvg hat am 16. August ds. Js. den Oberförster der Oberförsterei Feld- krücken Forstmeister Otto Hvffmann zu Schotten auf sein Nach­suchen aus dem Staatsdienste entlassen.

** Auszeichnung. ' Gefr. Rudolf Kumpel von hier, Jnf.-Regt. 168, 8 . Komp., welcher als 17jähriger Kriegsfreiwilliger seit Anfang des Krieges im Felde steht und voriges Jahr das Eiserne Kreuz 2 . Klasse erhielt, wurde neuerdings mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

** Ob st Wucher. Eine auswärtige Obsthändlerin ver­kaufte heule morgen auf dem hiesigen Markte Mirabellen das Pfund zu 70 Pf. Die Marktpolizei beschlagnahmte das Obst und verkaufte es zu 40 Pf. das Pfund. Außerdem hat sie gegen die Frau Strafantrag gestellt.

. ** Diebstahl. In dem Haushaltungsgeschäste Kröll, Blockstraße, wurden heute morgen 40 Mk., bestehend aus einem Zehnmarkschein und Silbergeld, entwendet. Ms Täter kommt ein junger, hagerer Mensch, anscheinend Schlosser­lehrling, in Fwge.

Landkreis Gießen.

** Staufenberg, 25. August. Musketier Ludwig Jung, Sohn des Landwits Ludwig Jung 4., ist in russischer Gefangen­schaft gestorben. Sein Bruder, der Kriegsfreiwillige Jäger Wilh. Jung, der seit einigen Wochen als vermißt galt, hat vor einigen Tagen seinen 9Lngchörigen mitgeteilt, daß er cm der Westfront in Gefangenschaft geraten sei. Dragoner Heinr. Eck Hardt wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

Kreis Büdingen.

ba. Büdingen, 26. August. Der 18 Jahre alte Leutnant d. Res. Fritz Rse, im Jnf.-Regt. Freiherr von Sparr (3. Wests.) Nr. 16, Sohn des städt. Polizei-Bauingenieurs und Abteilungs- Vorstehers Gustav Ree in Cvln und Enkel des in Bleichenbach verstorbenen Kirchenrates mid Dekans des Dekanates Büdingen, Tr. Eduard August Ree, erhielt vor denr Feinde das Eiserne Kreuz 2 . Klasse.

< r c 00 * S'ss.olderbach, 26. Aug. Nachdem die Nachricht kam, daß der Familienvater Karl M, ä s e r den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist, ist er das siebente Opfer der hiesigen kleinen Ge­meinde geworden. Es sind nim gefallen: Otto Bsach (led.), Otto Erk (led.), Joh. Müller (led.), Otto Spitznagel (led.) Aug. Lenz (verlobt), Rich. Bode (verh.), und jetzt noch Karl Maser. Gestern wurde auch noch die Frau des Karl Weidemann von einem seiner Kameraden benachrichtigt, daß ihr Mann schwer verivundet sei.

na. Nidda, 26. Aug. Sanitätsvat Koch ist das hessische SanitÄskreuz, den Heroen Kommerzienrat C l 0 0 s , Großh. Bür­germeister Erk und Kreisfeuerwehttnspektor Vetzberger das Aklgennüne Kriegsehrenzeicfren verliehen worden. Außerdem wurde vom hessssck-en Landesverein vom Roten .Kreuz zn Darmstadt dem Kreisfeuerwehrinspektor Vetzberger in einem besonderen Schreiben herzlichster Dank für seine eifrige erfolgreiche Tättgkeit auf dem Gebiete des Roten Kreuzes ausgesprochen, in gleicher Weise auch vom gesantten Vorstände brä Zweigvereins Nidda in seiner Sitzung vom 15. August l. Js. Dragoner Ludwig Zimmer aus Nidda, Hess. Leib-Trag.-Regt. Nr. 24, Leib-Eskadron, erhielt die Hes­sische Tapferkeits-Medaille.

Kreis Schotten.

# Babenhausen, 25. Aug. Die Hessische Tapferkeits-- medaitle erhielt der Gefreite Gustav Scbuchard.

# Gedern, 25. Llug. In Tarntstadt starb der dott im' Ruhe­stand lebende frühere Lehrer und Kantor Karl Roth im 84. Le- bensjal>re. Er wirkte eine lange Reihe von Jahren segensreich an hiesiger Schule, ebenso in dem' benachbarten Ober-Seemen. Im Fähre 1902 trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Das All- ffflmietn Ehrenzeichen für Kriegsverdienste erhielt Bürgermeister N i s p e l und Ho-fprediger W i dm!a n n.

stz Rainrod, 35. Aug. Das Eiserne Kreuz erhirlt der seit 1914 im Felde stehende Musketier Bär im Ref.-Jnf.°Rgt. 222.

Kreis Friedberg.

d 2 . G r i e d e l, 26. Aug. Der Ersatzreservist August Loh von hier, un Jnf.-Rgt. Ni-. 186, erhielt das Eiserne Kreuz.

Starkenvurg und Rheinhessen.

- Darmstadt, 26. Aug. Der seit Septentber 1914 allen Militärpersvnen auf allen Sttaßenbalmsttecken gowähtte Aus­nahm e fahr preis fällt vom 1 . Septenibor an in Fortfall Nur auf den Lmien vom Schloß nach 2lrheilgen, Griesheim uich Eiberstadt wird den Militärpersonen ein erniäßilfter Preis von 10 Pfennig gewährt. Verwundete und kranke Soldaten haben freie Fahrt.

SkvelS Vetztar.

Wa. Wetzlar, 26. Aug. Für das Vaterland ist gestorben Leutnant der Reserve Karl Meßner, Württemberg. Feld-Art.- Regt.König Karl^. Leutnant Meßner, Inhaber des Eisernen Kreuzes, war in seinem bürgerlichen Beruf Ausländskorrespondent bei den Leitz-Werken. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse wurde ausgezeichnet Leutnant Wilh. Witte, Adjutant im Miuen- werferbatl. Nr. 6 , aus Wetzlar. Kurz vorher erhielt er die Hessische Tapferkeitsmedaille.

Wa. Hermann fte in, 26. Aug. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde Unteroffizier Thier, Pionier-Kompagnie 306. Im Besitze der Heff. Tapferkeitsmedaille ist er schon.

Wa. Katzenfurt, 26. Aug. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe erhielt Gefreiter Buhl, Jnf.-Regt. Nr. 116, 1 . Komp.

Hessen-Nassau.

ke. K e rn b a ch , 26. Aug. Ein achtjähriger Junge siel bei der Dreschmaschine in einen Zuber mit siedendem Wasser; er ver­brühte sich derart, daß er an den Verletzungen verstarb.

Schwanheim a. M., 25. Aug. Generalkonsul E. v 0 n Weinberg hat für die hiesige Gemeinde die gesamten Kosten der beim Bezirksverband des Reg.-Bez. Wiesbaden abgeschloffenen Kriegsversicherungen für die Schwanheimer Kriegsteilnehmer über­nommen.

*= Frankfurt a. M., 25. Aug. Ein seit Monaten der Sprache und des Gehörs beraubter Krieger regte sich dieser Tage über das laute Schreien seines kleinen Kindes so sehr auf, daß er darob Sprache und Gehör wiederfand.

lK a s s e l, 26. Aug. Für die weitere Bersorgmrg der Stadt 'mit billigen Lebensmitteln aller Art, vor allem auch für die Unter­stützung von notleidenden und hilfsbedürftigen Kriegerfamilien be­willigte die Stadtverordnetenversammlung drei Millionen Mark. Durch günstige und rech'tzeitige Einkäufe war es der Stadt möglich, innerhalb eines Jähres ungefähr 2 500 000 Kilo Obst und Gemüse an die Bevölkerung abtzugeben. Weiter richtete die Stadt 15 'Milchabgabestellen ein, in denen täglich 1900 Kinder 1600 Liter beste 'Milch ethalten. Außerdem! verabfolgt man tätlich 3000 Liter Magermilch. Ter Speck-, Fett- und Fleischwaremmssatz belief sich in £1 städtischen Läden auf 1834 000 Mk. Vom Samstag ab verteilt die Stadt auf den Kvps und Tag U /4 Pfund Kartoffeln, das Pfund >zn 7 Pfg. Unter den 33 deutschen Großstädten ist Kassel die viettteuerste Stadt. Nur Wiesbaden, Stettin und Düsseldorf haben nach Mitteilungien der Stadtverwaltuirg teuere Lebensmittel- Verhältnisse.

Aus dem Spessart, 25. Aug. In Klein-Steinach schenkte Frau Max EndreS drei kräftigen Kriegsbuben das Leben. Mutter und Jungen befinden sich wohl.

Vermischtes.

A f ch a f f e n b u r g , 25. Aug. Für Unterftanken wurde der Verkaufspreis für einen Zentner Z w e t s ch e n an den Händler au^ 14 Mk., an den Verbraucher auf 23 Mk. festgesetzt.

Ge^ichtsfoal.

Frankfurt a. M., 25. Aug. Wegen fortgesetzter Mi lch- p a n t s ch e r e i verurteilte das Schöffengericht den Milchhändler Johann Eschen brenn er zu vier Wochen Gefängnis. Der Mann hatte in seiner »Vollmilch- meisthin 4060 Prozent

Wasser.

X Hanau, 25. Aug. Ein gemeinMfährlicher Kirchen­räuber ^dessen Spezialität die Beraubung katholischer Äirdjar ist, hatte sich gestern in der Person des 27 Jahre alten Haus­dieners Jvhann Heim, zuletzt woshnhaft in Frankfurt a. M., vvr der hiesigen F-eriensttafkammer zu verantworten. Bor zwei Achten hatte er die Gotteshäuser mehrerer baperischer Orte heimgesucht. Kaum hatte er die dieserhall» Wer ihn verftmrgte längere Freiheits­strafe verbüßt, traf er Vorbereitungen zu neuen BeuttMgeu. Dies­mal waren es die katholischen Kirchen in ^llzemru, Hörstern und Groß.Krotzenburg, aus denen er .Kirchenleuchter, WeihwasserÜessel, Altarschellen und Meßkännchen entwendete, llirter Versagung mil­dernder Umstände erhielt er 3 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Chr- verlust. _

Handel.

-- Friedberg, 25. Ang. Die Aktien-Zuckerfabrik W e t t e r a u erzielte im Geschäftsjahr 1915/1916 nach Mk. 64175 (i. B. Mk. 54314) Abschreibungen einschließlich Mk. 16 877 (Mk. 2850) Vortrag einen Reingewinn von DU. 119068 (Mk. 105 127), aus dem wie im Vorjahr eine Dividende von 5 Prozent aus- gezahlt werden soll. _

Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 27. Äug. 1916: Trüb^undeuäildkg, zeitweise Regeusälle, Temveratur unverändert.

tetzLe Nachrichten.

Untergang eines englischen Zerstörers.

Amsterdam, 25. August. Me aus Mitteilungen von Schissern bekannt wird, ist öftlicki- der Doggerbank Sonntag morgen ein englischer Torpedojäger in sinkendem Zu­stande gesehen worden^ der von der Besatzung verlasftn nmr. Andere englische Schifft waren in der Nähe nicht zu bemerken, wohl aber ein U-Boot, dessen Nationalität jedoch nicht ftstgestellt werden konnte.

Birrverbmws-Ultimatmn an Rumänien?

Amsterdam, 26. Aug. Wie ein Gewährsinarrn der ,^Ä>ssi- schen Zeitung" ans London berichtet, lauft dort das Gerücht um. daß die Vierverbandsmächte an Rumänien ein Ultimatum richten werden wegen der Erlaubnis des Durchzuges russischer Truppen nach Billgarien.

Zur Rachalnnung enwfohlen.

Dresden, 26. Aug. Anläßlich der glücklichen Heimkehr derDeutschland" I)at ein Einwohner der Stadt 9lue im Er^ebirg« der dortigen Stadtverivaltnng 10 000 Vdark zur B^fügung gestellt zum Ankauf von Kvrtosseln und Kohlen für die ärmere Bevölkerimg.

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