Gern feindlicher Mvnüvr beschoß n^rÄrngslss mLt einig«! Geschossen die Küste bei FvtsichL
Bei einem Zusammenstoß feindlicher Erkundungs truppen mit unseren Abteilungen, 25 Kilometer östlich von Suez- floh der Gegner. Ein feindliches Flugzeug richtete eine Viertelstunde Lang irrtümlich ein Mchichincnrgelve'hrfeuer gegen eigene Truppen.
An den übrigen Fronten kein Erttguis von Bedeutung.
Der Uamps in Mazedonien.
Athen, 25. August. (WTB.) Meldung des Reuter scheu Bureaus. Die dentsche Regierung hat die Versicherung abgegeben, daß weder deutsche wxl) bulgarrs-che Truppen in die Städte Drama, Kavalla oder Seres einrücken werden.
Französischer Bericht aus Saloniki.
Born 24. August.
Bor dem rechten Flügel der Alliierten verschanzt sich der Feind auf dem linken Strumaufer beiderseits der Straße nach Seres. Zwischen Struma und dein Hochtale von Mioglenica schlugen Engländer und Frauzosea mühelos mLhvere Versuche des Feindes ab, die von ihnen besetzten Stellungen nördlich Palnris rin Abschrntt Dorr«« und bei Lxumnica ' wiederKuaehmen. Au der ganzer: gebirgigen Front ivcstlich Mogleuica entwickeln die Serben ihre Offensive. Aus dem äußersten lrnZeu Flügel besetzten sie durch einen kräftigen Gegenangriff die Höhe 1506, fünf Kilometer nordwestliche vom Ostrov-See, wieder, die die Serben am 23. August morgens verloren hatten.
Ein heftiger Kampf erfolgte auf dem' linken Flügel der serbischen Armee nördlich des O strov o-Sees. Tie Serben machten leichte 'Fortschritte zwischen Moglena und Cerna. Der Arttllerietauipf wurde aus dem übrigen Teil der Front s^ortgesetzr. Unsere Geschulte beschossen Dörfer, die klttnerr bulgarischen Ab- lniUngen Uttterkmift boten: einige von ihnen sah inan in verschiedenen Richttmgen östlich der Sttumra vorrücken, indessen ist bis jetzt keine TruvpenzusauiünenziehUng beobachtet worden. Die Eisenbahnbr iicke über die Angi ftr® wurde zerstört, um die Blick garen daran zu hindern, sich der Eisenbahn zur Ber- pvoviantierung zar bedienen. Serbischen Irregulären, die das Vorrücken den Bulgaren gegen Florina behindert«!, gelang es, die serbische Hauptmacht iweder zu errttä>en.
London, 24. August. (MTB.) Meldung des Renterschen Bureaus. Der britische Kommandant rn Sakoiirkr meldet:
Artiller ietätisMit an der Dviransrout, aber keine Jnsanterie- könlpfe. Unsere Artillerie zerstreute auf 'dem linken Strumauser die verschanzten Bul-g»ren. Feindliche Artillerie beschoß die Brücke von Ormak.
Der neue Luftangriff auf England.
Lvndon, 25. Aug. (W-TB. Nichtamtlich.) Das- Reuter- sche Nureau meldet amtlich: Sechs feindliche Luftschiffe unternahn^r gestern nacht in Zwifchenränmen von Mitternacht bis 3 Uhr Angriffe aus die Ost- und Südostküstr von England.' Gin Luftschiff drang nach Westen ziemlich weit ins Innere vor, 'die anderen machen kurz« Einfälle im Küstengüriet. Die Zahl der aÄgervorsenen Bomben ist noch nicht festgestellt. Wie gemeldet wird, wurden mehrere Bomben auf Schiffe, die sich auf Sse befanden, abgenwrfen. Der angerichtete Schaden ist gering. In einem Orte wtcrde eine Eisenbahnsbrrion und^ mehrere Häuser beschädigt, sowie ztvei Werde getötet. Anderswo wurden zwei Häuser zerstört. Bis letzt ist festgestttlt, daß neun Bewohner verletzt wurden, einige dcwon tödlich. Die- AbwehrlanonLn im Lande und an der See waren in Tätigkeit. Einige Flugzeuge machten sich zur Verfolgung anf. Einem Aervplan gelang es Mts kurzem Mstcucd auf das Luftschiff zu schießen. Dieses verschwand aber vor den Verfolgen! in den Wolken. _
Bondvn, 24. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Lord lontaau fügte in einer Rede in Barg St. Edmunds, die Angabe Mawr Bairds im Parlament, daß 35 deutsche Luftschiffe zerstört seien, sei bedenttlngÄos. Es käme Hanaus an, wieviel Zeppeline Deutschland Mr Verfügung habe. Deutschand baue jetzt Ueber- Ieppeline, tarn denen im Oktober drei bis vier ferttg sein würden: zwei seien anscheinend schon draußen: einer habe tatsächlich aus der Nordsee mono vettert. Die englische Mwehrrüstung sei besser geworden, aber w-tcki immer unzureichend. Ihre Orgarri- satrov sei keineswegs Vollkivramen. Mail habe bei der Bildung des Abwehrkorps keine klare PvRttk verfolgt. Der Luftdienst Melange eine viel besser -Organisation. Cirglaud brauche viel stärkere Abwehrgeschütze. Me neuen Zeppeline zeichneten sich durch govtze Geschwirckngkeit und Tragfähigkeit, weiteren Flug- radrus «nd Steigefähigkeit aus. Sie seien 760 Fuß lang, 80 Fuß breit und hatten einen Inhalt von etwa zwei MM-okren Kubikfuß: ihre Höchstgeschwindigkeit sei 65 Meil-en die Sttmde. Ihr Radius betrage bei halber Ladung 3000 Meilen von ihrem Stützpunkt. Sie könnten fünf Tonnen Bomben führen. Die Maschinen hatten über 15 000 Pserdekrafte. Die Zeppeline könnten 17 000 Fuß hoch steigen. Die Bewaffnung bestehe in Maschinengewehren :«d SämellfeuergHchStzen. Lord Mmrtagu meinte, der .Haupt- nutzen der Luftschiff bestünde in dem Aufkläruugsdieirst für die Flotte. Hätte England einen ordentlichen Menst von starren Luftschiffen, so würde es bei der Llufkläruug nicht seine Kreuzer in Grchahr zu bringen brauchen. Admiral Jttlicve würde starre Luftschme für sd,ie Flotte sehr begrüßen. Freilich käme die Armee SUttst, aber für die Verteidigung des Landes gegen Luftangriffe müßte auch mehr geschehen.
England und Holland.
Haag. 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich) Das Korrespondenz- Bureau meldet, daß die britische Gesandtschaft im Haag heute amtlich verständigt würde, daß die «mg tische Regierung allen holländischen Getreideschiffen gestattet hat, ihre Reise nach Holland fortzusetzen.
Wie „Handelsblad" erfahrt, sind die Bedingungen, welche die englische Rsgierung an die Freilassung der Getreideschiffe knüpft: Das Getreide miuß an die niederländische Mgieruug tonsigniert werden wie bisher; außerdem rarüjpfat die Abnehmer, die Offtteide beziehen wollen, außer der bisherigen Erklärung au den Mederländischen U«Lers«ettust auch eine Bnnkgarantte hinterlegen. Zufolge dies« Maßnahme wird die Ausfuhr von Brot nach Belgien auf die Grenzgebiete beffl/ränkt werden müssen.
Amsterdam, 25. Mg. (WTB. NichitavMch.) Das,T)andtts- blod" erfährt, daß in dem Abkommen pvischen der englischen Regierung und der Fis che r-R ee d e rve r erni- gungvonYmuiden bestimmt wird, daß die gefangenen Fische in Dntuiden ans den Markt gebracht werden sollen, ivobei England garantterr wird, daß es 35 Prozent des Fanges erhält.
Der Seekrieg.
Neber Geldprämien für Vernichtung deutscher Kriegsschiffe
wird in der „Vossischen Zeitung^ berichtet: Das Londoner Prffengericht hat den Mannschaft«! der Schiffe „Jnvicible", „Carnavou", „Glasgow", Inflexible", „Cornwall" und „Kent" 12160 Pfund Sterling zugesprochen ffrr die Versenkung der deutschen Schiffe „Scharnhorst", „Gneisenau", „Nürnberg" und „Leipzig" bei den Falklandsinseln. Das sind fünf Pfund für jeden Mann dn aus 2432 Mann bestehenden Besatzungen. Die Mannschaft des „E 19" erhielt 1410 Pfund für die Hersenkung der „Undine" und die Mannschaft der „Sidney" 985 Pfund für die Versenkung den „Emden".
Eine neue Verletzung der Neutralität Schwedens.
Stockholm, 25. Aug. (WTB.) Ein feindliches Unter feeboot schoß am Morgen des 24. August auf den deutschen Da nr p f e r „S ch w a b en", der in einem (Hckeitzug in einer Ent- Dermmg von nur Äwa 1,2 Seemeilen vom Laude fuhr, ohne War- «*«0 ein Torpedo ab. Damit wurde abermals eine Neutrali- tLtPverleLuug der schmedü ckvm Hoheitsgewüsser festgestellt.
Nach den bisher vorliegardien Nachttchteu ist das Torpedo glücklicherweise fehlgognngerr.
Kopenhagen, 25. Ang. (WTB. NichtanÄUch.) „National Tidcnde" meldet rus Ma.ttaoe: Vorgestern abend ging ein Kvnvvt von zehn dent s chen Dampfern von Oeregrund in Begleitung eines schwedischen Torpedobootes ab. Gestern 6 Uhr früh entdeckte man von dem vordersten Dampfer ans das Deriskop eines U n te r- seebootes. Giaich dar«ruf wurde gegen den Danrpfer ein Torpedo abgefeuert, der indessen sein Ziel verfehlte. Das llnterseebvoch verschwand, ohne den Angriff, der, wie sestgestellt ist, aus dem schwedischen Hoheitsgebiet stvätfand, zu wiederholen. Das schwedische Torpedoboot bestind sich im Aügejnblick des Angriffs bei dem hinteren Teil des Konvois.
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London, 25. Llng. (WTB.) Llohdsmeldung: Der italienische Schoner ,F5lios" ist versenkt worden.
London, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Berichten aus (5emm sind folgende italierrische Segelschiffe während der letzten Tage in den dorttgen Gelvässern znm Sinkenge- bracht wurden: „B a l in o r a l", „E u r a s i a", „R e g i n a", „P a o i s", „P a u s a n i a" und „I d a".
London, 25. Ang. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß die italienischen Segler „Maria Brizzonari" und „Canina" versenkt wurden.
Die Heimkehr der „veukschiand".
Bremen, 25 .Aug. (WTB.) Boesmanns BüreaU meldet: In Bremerhaven ist das Wetter milde und trübe. Die Bevölkerung der Unterweferorte uursäumt die Weser- ufer, dem Schisse und der Besatzung begeistert znjubelnd. Die Stadt prangt seit vorgestern abend in schönstem : Flaggenschmuck. Die Schiffe im Hafen und auf der Reede haben über die Toppen geflaggt. Me „Deutschland", die ebekkfalls über die Toppen geflaggt hatte, näherte sich in schneller Fahrt, begleitet von mehreren Dampfern der Reede, ivo sie um 73/4 Uhr eintraf. Das Publikum brachte dem Schiffe und der Besatzung begeisterte Hurras. Die Gesang- ; öereine der Unterweser sangen nud die Glocken läuteten. >Dre „Deutschland" nahm einen Lotsen an Bord. Nach Erledigung der Formalitäten fuhr sie um 8 Uhr weferaufwärts, begleitet von der Wilhelmshavener Stationshacht und mehreren Dcmrpfern. Die „Deutschland" passierte 'um 8.40 Uhr Nordenham und Um 9.35 Uhr Brake.
Bremen, 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Zur Ankunft der „Deutschland" meldet Boesmamrs Telegraphisches Bureau noch: Je mehr die „Deutschland", deren Masten zwei prächtige, von einer Geestenmnder Dame gestiftete Rosensträuße schmücken, sich der Stadt Breiuen nähert, desto höher schivillt die Begeisterung der Men- schemnasßen an. Der Werft und Akrieitgesellschast Weser gegenüber, auf deni Lankenauer Ufer, stehen Militär, Schütten und eine Abteilung Jugendwehr mit Trommlern und Pfeifern, auf dem Fluß schwiinmeu Hunderte von Mlder- booten, die die „Deutschland" nmschwärnren, sobald sie sich nähert.^ Alles ruft und singt, jubelt und winkt. „Wir sind von Amerika schon etwas Verlvöhnt, aber der Emp- Z'ang, der uns, dort bereitet tvurde, ist nichts gegen den hiesigen !" äußerte ein Mitglied der Besatzung. Punkt 12 Uhr fährt die „Deutschland" in den Hafen ein. Der Jubel der Menge folgt ihr. Fast feierlich wirkt die Riche am Eingang des Freihafens, wo eine Reihe beflaggter Dampfer die „Deuffchland" begrüßt.'Bald setzen Mllitarkapellen mit ihren Weisen ein. Die ans Dampfern unter gebrachten Fest- gafte singen „Deutschland, Deutschland über alles!" Ruhig und sicher legt das Schiff an dem mit Flaggen und Girlanden geschncückten Anleger an, auf dem der Großherzog von Oldenburg, Vertreter des Senats nnd der Bürgerschaft, die Spitzen der Militär- und Zivilbehörden, Minister Scheer-Oldenbnrg, Gras Zeppelin, zahlreiche Vertreter der Marine, Mitglieder des Auffichtsrates und des Vorstandes der Deutschen OKeanreederei, der Firma Friedrich Krupp, der Germaniawerft-Aktiengesellschaft, des Norddeutschen Lloyd und andere Aufstellung genommen haben. Sobald das Schiff festliegt, tritt Herr'Alfred Lohmann an die Rampe und begrüßt im Namen der Deutschen Ozean-Reederei die „Deutschland" mit einer Ansprache. Die Manw- schaft ist vollzählig an Deck angetreten. In ihren! Namen erwidert Kapitän König, indem er in schlichter nnd echt seenürnnischer Art seine treuen Mannen auffordert, einzu- stirmnen in ein Hurra auf die Freie Handelsstadt Bremen, den hohen Senat und die Bürgerschaft. Zunächst verlassen Kapitän König und erster und zweiter Offizi-er sl'raoohl und Eyring, sowie Maschinist Keetz das Schiff, um dem (Sroß- herzog von Oldenburg vorgestellt Kr werden. Die gesamte Mannschaft folgt. Der Großherzog, Herr Alfted Lohmann imd die übrigen Herren begrüßen jeden einzelnen durch Händedruck und sprechen ihnen Glückwünsche zur glücklichen 5Mmkehr nnd für die glänzende Leistung aus. Nach längerem Verweilen kehrt die Mannschaft an Bord zurück. Die geladenen Teilnehmer, darunter auch die Prinzessin Eitel Friedrich, verlassen auf dem Wasserwege den Freihafen.
Bremen, 25. Ang. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Anlaß des Empfanges des Handels-Unterseebootes „Deutschland" fand beim Senat im Rathaus ein Essen stattt Auch die Mannschaft des Sckiiffes wurde im Rathaus vonr Senat bewirtet. Nach dem Essen traten die Offiziere nnd Mannschaften des Handets-Unterseebootesl auf den Balkon des Rathauses, während auf dem Marktplatze die Musikkapelle des Ersatzbataillons des Infanterie-Regiments Seemen konzertierte. Das anwesende Publikum begrüßte die Besatzung in begeisterter Weise. Stürmischer Jubel erhob sich als ^ L^pelrn den Kapitän Wnig herzlich unvarmte. Schließlich ergriff der Graf das Wart, um zunächst ein dreifaches Hurra auf Seine Majestät den Kaiser ausxu- brtngen. Die Volksmenge fang das „Heil dir im Sieger- l^ranz!" Nachdem die erste Strophe des Liedes verklungen war, ergriff der Gras abermals das Work zn einem Hoch ans die Freie nnd Hansestadt Bremen, deren Söhn-e eine» so herrliche Tat vollbracht hätten. Von unendlichem Jubel begrüßt, sprach schließlich auch Kapitän König einige Mirte fröhlicher Zuversicht auf die Leistungen der U-Boote und ans die Kraft des Durchhaltens im Volke. Die überwälliaen-. den Kundgebungen dauerten bis in bvt späten Nachtstunden. Kapitän König Ehrendoktor.
Halle a. S., 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die Met znnsche Fakultät der Universität Halle verlieh dem Führ des Handelsunterseebootes „Deutschland", Kapitän Kö ni< dre Doktorwürde ehrenhalber. Die Verleihnngsurkun hat folgenden Wortlaut: „Dem erfolgreichen Zögling d Franckeschen Stiftungen, der als kühner Führer des erst, Handels-Unterseebootes die feindliche Blockade gebrochen ui den Wissenschaften nnd der medizinisch-chemffchen Jnduftt dir Aiedereroberung ihrer Weltgeltung in schwerer Zeit e iiGglichl hat, ernennt die Medizinische Fakultät der Ur versität Halle zum Ehrendoktor."
Aeußerungen des amerikanischen Botschafters Gerar
^ München, 25. Mg. (WTB. Nühtanttlich.) Der Berlir SpezuckLnrespondent der „Münchener :^eitung" wurde von d. Bvttchaster der Vereinigten Staaten, Gerard. empsmiMi. I
sich ihm gegenüber über die glückliche AnÄmst der U-„Deuts^ lcmd" äußerte. Er freue sich aufrichttg von Herzen, zu hören, dag U-„Teutschl<rnd" von der kühnen Fahrt wohlbehalten zurückkehrte, und daß der tapfere Kapitän und seine brave Mannschaft die Reise gut überstanden liaben. Tie ^„Deutschland" brachte aus der Hei- Mat uach ' Anrerck-a ein Lebens-rchhen unverminderter deutscher Energie und urrgebwchenen deupchen Schanensd^cmges. Dieses Ereignis wirkte wie eine erfrischende Brise belebend und kräftigend aus die für deutsches Können in Amerika seit jeher ovrl^andenä Empfänglichkeit. Tie Schisßrhft zwischen Deutschland und AmeriLa ruhte äeider lange. 7lber jetzt siegte wieder der alte praktische Sinn der Hanseaten. Der Geist der dräschen Technik erwies sich stärker als alle Hindernisse. Die Reife dieses 5Amdels-U-Bootes war sicherlich seit langer Zeit das wichtigste Ereignis für die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland. Als ^-„Deutschland" in BaltiMare ankam, war ganz Amerika erfüllt von Bewunderung! und Achtung für diese glänzende Leistung. Versuche, diese Leistung! zu verklemern, fänden keinen Anklang. Als U.-„Teutschlaud" dann, allen Geßlhren zmni Trotz, die kühne Ausreise ulüernahm, tmirde sie begleitet von allen int! Hafen verfügbaren Versonendampferm die überfüllt waren mit Amerikanern, dre dem Schiff van .Herzen! eine glückliche Fährt wünschten. Der Eiitdruck, den das erscheinende U-„Deutschland" Mächte, blieb stark und nachhalttg. Nachdem das Schiss nunmehr aiuls' die Heimreise so zuverlässig zurückgelegt hat, wird es denen, die die deutsche Leistung herabzusetzen suchen, sckswerer als je. Meine amerikanischen Landsleute zu überzeugen. Ich benutze die Geleg^enheit, uM dem! ganzen deutschen Volke zu diesem Erfolg zu gratulieren.
Bremen, 25. Ang. (WTB. Nichtamtlich.) Boesmanns Telegraphisches Bureau tneldet: Der amerikanische Botschafter G e r a r d hat an Herrn Alfted L 0 h m a n n folgendes Tel«aramm gerichtet:
Empfangen Sie meine auftichttgfte Gratulation zu der glücke listen Ankuuft der „Deutschland". Sie haben nicht nur sebr tm zur Fördertlng der freundschaftlichen Gefühle zwischen Derüschlank und Amerika getan, sondern zeigten der Welt auch wieder einmal den Unternehmtutgsgerst und die Vaterlandsliebe des deutschen Käustnauus und Ingenieurs, sowie die Tüchtigkeit und Kühn her Deupchlands tapferer Mattosen.
Gerard, amerikanischer Botschafter.
Ein Glückwunschtelegramm des Reichskanzlers.
Bre-men, 25. Äug. (WTB.) Bei der Deutschen Ozearv Reederei ist folgendes Glückwunschtelegramm des lReichskanzlers vom 23. August eingetroffen:
! Zu der ruhmvollen Rückkehr der „Deutschland" spreche ich' ! Ihnen, dem Kapitän und der ganzen Besatzung Ihres Ha^tdels- Unterseebootes die herzlichsten Glückwünsck-e aus. Deutsche Technik und deutscher Wagemut feiern einen glänzenden Sieg und bitten mit ihm eine neue Bürgschaft für die unbezwingbare Käast, mit der Deutschland seinen Weg durch die Wttt gehen tvird.
Bethmarm Hottweg.
Die Blamage der Engländer.
Berlin, 26. Aug. Während Kapitän König auf der ganzen Fahrt wenig Schiffe getroffen hat und fast nie feindliche Kriegsschiffe, waren nach Meldung verfchiet^ner Mor- genblätter aus London an der Verfolgung insgesamt 33 Kriegsschiffe des- Bierveröandes beteiligt.
Aus dem Reiche.
Die Preisregelung für Wild.
Berlin, 25. Äug. (WTB.) Eine Bundesratsverord- nung vom 17. August ermächtigt den Reichskanzler, Großhandelspreise für Wild feftzusetzen. Zur Berücksichtigung der besonderen Marktverhältnisfe können jedoch die Landeszentralbehörden für ihren Bezirk oder Teile ihres Bezirks eine Abweichung von den Preisen anordnen, für die wiederum der Reichskanzler Höchstgrenzen vorschreiben kann. Um ferner die Zuftrhr von Wild im sogenannten „Kvnsig^ na lionsverkehr" zu verstärken, wird in der Verordnung bestimmt, daß, wenn die Ware an einem anderen Ort als den der gewerblichen Niederlassung oder des Wohnorts des Verkäufers verbracht oder dort für dessen Rechnung verkauft wird, die für diesen Ort geltenden. Preise maßgebend sein sollen. Die Kleinhandelsgrenze von 10 Kilogramm ist fallen gelassen und an ihre Stelle die Vorschrift gesetzt, daß aLs Kleinverkauf jede Abgabe an die Verbraucher gilt. Endlich ist von nun ah die Verpflichtung zur Einführung von Kleinhandelspreisen nicht mehr den Gemeinden, sondern den Landeszentralbehörden auferlegt, so daß die Einführung solcher Kleinhandelspreise nunmehr für alle Orte, auck) für die unter 10000 Einwohnern, gewährleistet ist. Dabei ist die Möglichkeit vorgesehen, den Kkeinhandelshöchstpreis für den Verbrauch burd> Jagdberechtigte und durch Händler verschieden lwch zu bemessen.
Bestmidsaufnahme ausländischer Wertpapiere.
Berlin, 25. Aug. Eine soeben erlassene Bundesratsverordnung ordnet eine allgemeine Bestandsaufaufnahme ausländische r Wertpapiere an, und zwar sowohl der im Ausland befindlichen Wertpapiere überhaupt, wie der im Inland befindlichen, aus denen ein im Ausland ansässiger Schuldner haftet oder durch die eine Beteiligung an einem im Ausland befindlichen Unternehmen verbrieft wird, einschließlich der Zeugnisse über Beteiligungen an ausländischen Aktiengesellschaften (8hare8, certificates). Es soll damit die Uebersicht über den deutschen Besitz an ausländischen Wertpapieren ermöglicht werden, die im Interesse unserer Valutapolitik, wie unserer Handelspolitik Äer- haupt notwendig erscheint. Zur Erreichung dieses Zieles wird eine gesetzliche, mit Strafzwang ausgestattete Anmeldepflicht eingefikhrt, der natürlich die gesetzliche Schweigv- Pflicht der mit der Entgegennahme und Bearbeitung der Anmeldungen befaßten Personen gegenübersteht. Insbesondere, kommt eine Verwendung des angemeldeten Materials zu steuerlichen Zwecken nicht in Frage. Der Reichskanzler hat zu dieser Verordnung Ausfüh-rungsporschristen erlassen, denen ein vorgefchriebenes Anmeldeformular beigefügt ist. Als Anmeldestellen sind die Reichsbankstellen bestimmt, bei denen auch die Anmeldebogen zu beziehen sind. Die Anmeldung hat nach dem Stande vom 30. September zu erkolaen. Die Anmeldefrist läuft bis 31. Oktober 1916.
Aus Stadt rrnd Land.
Gießen, 26. August ISIS.
Sonntagsgevanken.
Mend für 9lbnrd erscheint der Tagesbericht. Er kommt unßehtbar, säst genau um die gleiche Zeit, und doch wird uns das Wcrrden auf d«n imentLehrlichen oft zu lang. Wir haben es uns wohl sagen lassen, und denken uns da hinein, wie er züstande kommt. Welche Arbeit vieler Köpfe und .Hände, die vielen Einzelüerichte von allen Fronten, .Heeres» lettungen, Heeresteilen zu scrmnEln, vierter zu leiten, zur Einheit zu verbinden. Weltgeschichtliches Handeln soll sich in Worte zufarmmm^ngen laGen, lßnd das Geschäft des GeschlchtsschrMders wird Tag um Tag getrieben: das Wich- ttge von dem Unbedeutenden zu sondern, das Entscheidende herauszuheben, imd ihm doch das Maß zu geben, das ihn, gebührt, das Bild des nugeheureu Kampfes'mit der Sicherheit der Urkunde dem Tage und stber ihn btmtus der


