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26.8.1916 Erstes Blatt
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166. Jahrgang

Kr. 260

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Erstes Blatt

Samstög, 26. August 4916

eneral-Anzeiger

»otationr-nuk unö Verlag der vrühl'schen Umo.-Vuch- und Strindruckerei 8. Lange. SchristleUung. Seschöstrstelle und Druckerei: §chulstr.7.

B e H u g s v r e i -.

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Neue Lustangri

HZ?®-* Hauptquartier. 25. August.

(AMrlny.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

, üm 18. August erfolgten gestern abend

gleich-emg auf der ganzen Front von Thiepval bis zur S o m rn e nach heftigster Feuersteigerung englisch-französische Angriffe, orc mehrfach wiederholt wurden. Zwischen Thiepval und dem Foureanrwalde sind sieblutig zusammen- gevrochen. Teile des vordersten zerschossenen Grabens 0 0 n Ovillers wurden aufgegeben. Im Ab- N^?^"liuevalDelville-Wald hat der Gegner WorttWt errungen. Das Dorf M a u r e p a s ist zurzeit in ^ xttv ., Zwischen Dtaurepas und der Somme hatte der französische Ansmrm keinerlei Erfolg.

Airch rechts der Maas setzten die Franzosen wieder zum Angriff an. Der Kamof blieb auf den Abschnitt von Fleury beschränkt, der Feind ist abgewiesen.

Eines unserer LuftfiUffe hat in der Nacht zum ^4. August dre Festung London angegriffen.

Vier feind liche Flugzeuge wurden nördlich der Sonrme, ze eines bei Pont Faverger. südlich von Varennes Fleury (dieses am 23. August) im Luftkampf, eines südlich von Armentieres durch Abwehrgeschütze ab­geschossen. Wie schon häufig in der letzten Zeit auf belgi­sche Städte, so wurden auch gestern wieder Bomben auf Nftrns echgeworfen. Abgesehen von dem angerichteten erheb­lichen Sachschaden an belgischem Eigentum sind einige Burger schwer verletzt.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg.

Der Gegenangriff zur Wiedernahme der am 21. August Zwyzyn verlorenen Gräben ha t t e E r f o l g. Es wurden gestern und am 21. August an der Graberka n fhu n- derteinundsechzig Gefangene eingebracht.

Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl.

Bei den deutschen Truppen nichts Neues.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Keine wesentliche Veränderung.

Oberste Heeresleitung.

Berlin, 25.August. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 24. zum 25. August haben mehrere Marineluftschiffe den südlichen Teil der englischen Ostküste angegriften und dabei die City und den südwestlichen Stadtteil von London. Batterien bei den Marinestützpunkten Harwich und Folkestone sowie zahlreiche Schiffe auf der Reede von Dover

ausgiebig mitBombenbelegt. U eberall wurde sehr gute Wirkung beobachtet. Die Luftschiffe wur­den auf dem Hin- und Rückmarsch von zahlreichen Bck- wachungsstreitkräften und beim Angriff von Abwehrbatte­rien heftig, aber erfolglos beschossen. Sie sind sämtlich zurück gekehrt.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

In der Richtung einer Einigung der Geister innerhalb der Ausschüsse für Kriegsziele sind in den letzten Tagen Fort­schritte gemacht worden. DerUnabhängige Ausschuß", dem auf der Gegenseite der Vorwurf alldeutscherUnersättlichkeit" gemacht worden war, hat ein Programm veröffentlicht, das durchaus nicht etwa wie glühendes Eisen in den von der Zensur geglätteten . Wasserspiegel der Meinungen hinein­gefahren ist. Wir haben kein Zischen vernommen, und auch die Blätter, die sich dieseunersättliche" Richtung besonders aufs Korn genommen hatten, hüllen sich in Schweigen. Das liegt wohl daran, daß der Schäfersche Ausschuß die Klugheit besessen hat, auf ganz bestimmte, in alle Einzelheiten feft- gelegte Formulierungen zu verzichten. Solche wären auch wohl von der Zensur unterbunden worden; aber daß der genannte Ausschuß mit einer gemilderten Fassung das Feld der Oeffentlichkeit beschritten hat, war ein Entschluß, der zu loben und im Hinblick auf die Erleichterung einer allgemeinen Verständigung zu begrüßen ist. Sofort meldet sich denn auch wieder Frhr. v. Zedlitz, der Zeremonienmeister der Parteien, um dein Reichskanzler zuzurufen:Das Eisen ist warm." So hat er nämlich einen Aufsatz in derPost" überschrieben, in dem es heißt:

Im Interesse gegenseitigen Verständnisses erscheint die Be­kanntgabe der Kriegsziele des unabhängigen Nationalausschusscks unter Leitung vön Prof. Dietrich Schäfer sehr erwünscht. Sie lvird sicher sehr aufklärend wirken und dazu betragen, die von den Pazi­fisten nach Art dosBerliner Tageblatts" genährte Wahrnehmung zu zerstören, als seien die Kriegsziele des genannten Ausschusses von phantastischerUnersättlichkeit" eingegeben. Sie knüpfen, was Pen Osteil anlangt, an die bezüglichen Äeußerungen des Reichs­kanzlers, bezüglich Belgiens an die Auslegung au. die der Zew- trunrssührer Dr. Spa hn namens aller bürgerlichen Patteien dem Worte des Herrrl Reichskanzlers von den realen Garantien gegeben hat. Bleibt Frankreich. Aber auch lster ist die Forderung einer Machterweiterung gegenüber diesen! Lande so elastisch, daß sie ein Zusammen« rbeiten gewiß nicht ausschließt. Was endlich die An­wendung unserer Ztlampfiinttel anlangt, so ist die Forderung rück- stchtsloser Anwendung dieser Mittel offensichtig dahin zu verstehen.

daß wrr uns bei deren Anwendung allein von der Rücksicht aus unseren Sieg leiten lassen sollen. Unter dieser Voraussetzung ist die Forderung allgemeiner Zustimmung sicher. Der Zeitpunkt ist gekommen, alle Richtungen, die dieses eine große Kriegsziel, wenn verschiedenem Wege^ erstreben, zu einer geschlossenen imrken Volls'trümung zu vereinigen, die ein starkes Gewicht für die r ^ ve Erreichung des Krieaszieles verbürgenden Sieges

m ^ ^^sch'ch? zu werfen vermag. Aber auch hier gilt das Wort: matt o?? *** ^ en schmieden, so lange es warne ist." u t. auch aus anderen, weiter links stehenden Lagern haben ftch versöhnliche Stimmen hören lassen. DasLeip- ziger Tageblatt", das bisher am meisten geneigt war, vor wdem Ueberschwang in der Beurteilung der Kriegs- und Friedensmöglichkeiten zu warnen, schreibt zu der Kundgebung derUnabhängigen":

cm r"?^ r . Ausruf enthält nichts, was nicht die überwiegende ..tehrhelt des deut'cftn Volkes abgesehen von den Freunden eines Friedens um joden Preis, denkt und fühlt, und was wir alte als Ziel dieses furchtbaren Krieges uns ersehenen. Selbst die Forderung, daß es gelte, alle Macht- und Kampfmittel rücksichts­los ernzu'etzen, um den Feind zum Frieden zu zwingen, wird nnterichrechen, da der Augenblick.', in dem diese Einsetzung aller Mittel erfolgen scsl und kann, nicht bestimmt umgrenzt und oamit der Enticheidung unserer militärischen und politischen Füh­rung an vertraut ist."

r uationalliberale, dem Abgeordneten Bassermann nahestehendeDeutsche Kurier" erteilt den bekannten Zedlitz- Vorschlägen seine Zustimmung und will wissen, daß zwischen beiden, bisher gegeneinander feindlich gesonnenen Ausschüssen bereits Fühlung gesucht werde:

Man spricht in unterrichteten Kreisen davon, daß Führer des Natwnalausschusses und Unabhängigen Ausschusses mit­einander Fühlung suchen, um zu forschen, ob nicht eine ge- mein'ame Grundlinie für den deutschen Friedenswillen gefunden werden könnte. Wir würden jede Verständigung auf diesem Gebiete begrüßen, denn scher Patriot muß sich gerade hier vor Einseitigkeit und Fanatismus hüten. Die Grundlage für jede Berstärrdigung mutz aber daran liegen, daß wir uns frei machen von dem Geoanken, als könnten wir durch den Friedens- und Verständigungswillen unsere Zukunft fichern, daß wir uns vielmehr zu dem Dekennttiis durckjringen, datz, wenn wir, um mit den Worten des Kaisers zu reden, frei, sicher und stark unter den Völkern des Weltalls wohnen -vollen, uns durch unsere eigene Kraft diese Freiheit, ^e Sicherheit und Stärke nach Westen und nach Osten, vor allen Dingen aber gegen unseren Hauptfeind, England, erkämpfen mupen. Daß dazu die Einsetzung aller unserer Machtmittel er- forderlrch ist, ist eine Tatsache, die sich mrs dein Ausruf des llnabhangigerl Ausschusses für jeden Denkenden von selbst ergeben durfte.

Auch dieNationalliberale Korrespondenz" stellt eine sich nähernde Uebereinsttnmrung, zwischen den Meinungen fest, indem sie am Schlüsse eines größeren Artikels erklärt- , -''?E Annäherung Umschau Ursprünglich sehr auseinander^ laipendm Aufta ssrmgen und Wünsckren, die aus jener Rede zu ent­rahmen war, die weitgehende Uebereirrstimumng zwischen der Rechten und der Regierung, die wir darnals perzeichneten, zieht ineiteve WrlleNkveye. Ueberatt da. wo man, von lebhaftestem Vater- landsgefühl erftlllt, der Regierung die Wege -veisen zu lmissen glaubte, die sie allzu zögernd zu beschreiten schien, zeigt man sich bereit, den gleichen Weg mit ihr zu gehen, wenn sie mit Tatkraft und ohne Wariken die ihr vor behaltene Führung .zu übernehmen bereit ist. Eine Einigung der Geister bahnt fid> an, wie sie jenem Deutschen Nattonalausschuß" vvrgeschwebt haben nrag, die aber mcht er, sondern die Männer von Zielklarheit und unerschütter-i lichem Wollen herbeizuführen vermocht haben. Die berufene Ver- trdlmg der Ratio nallibera len Partei hat sich in allen ihren Ztzund- gebungen seil Kriegsbeginn auf diesen Boden gestellt. Sie wird es mrl Genugtlllmg begrüßen, wenn Regierung und Ptrrteien ihn ernmüttg und ohne ferner zu schwanken betreten."

In diesen Worten findet man noch einige Stacheln frühever AnAeinandersetztmgen, die aber der Reichskanzler, wenn er jetzt das Eisen toirttich schmieden will, sehr leicht abstmnpfen könnte. Die forffchEicheBoss. Ztg." nimmt ebenfalls eine vermittelnde Stellung ein. Indem sie be­merkt, es habe sich gezeigt, daß das Zensurverbot der .Kriegsztel-Erörternngen ttn Gvnnde nicht mehr nötig sei, schverbt sie:

Der sogencmntLUnabhängige Ausschuß" ist in den bisherigen T^skusftoneck über die Kriegsßiele, die ja geivissermaßen nur Mit halber LünnMe geführt »verden vonubell, als die .LZei^etung der schärfsten Richtung der Alldeutschen" bezeichnet worden. Man hat davon erzählt, daß diese Leute die halbe Welt versck-lucken wollen imd daß ihre unheimlichen Ziele dazu beitragen, den Kr^g zu verlängern und di-e Wut unserer Gegner mlzustacheln. Wenn Mmr 'ick ntun das ansieht. was ge.Mrnber solchen ^lüffüssungen der Sck>äfersck"e Verband an witklick>cm Zielen ausstellt, so ist doch der Unterschieb recht erheblich. Besonders da man sich vor Mrgen hal­ten müß, datz es sich ja nin Aäapimalziele handelt. Jnwielveit sie haute bereits durchzusetzen lvären, darüber kann nrian sehr Verschie­ner Ansicht sein. Aber für die B-aurteilung erscheint es uns doch sehr wickstig, daß vollkonttnen von der Forderung einer Kriegs entsckmdignng abgesehen ist. Daraus allein ergibt sich bereits, daß die Frage, was an Land behalten werden soll, wohl auch nach den Schäfersck>en Forderungen nicht unwesentlich davon abhängt, n«s wir an Geld bekominen können. Man wird zugeben müssen, daß sich über das Programm des unablMgigeu Aarsschusses durchaus diskutteren läßt. Das Wird nur der ablehncn, der unter allen Um­ständen, wie auch iinnrer der Krieg ausgeht, von Anneküonen oder auch nur losen Verknüpf,rügen Deutschlands neck den anderen Ge­bieten nicküs wissen will. Mick den Anltzrngern dieser 9Vrt von poli­tischer Bescheiden Heck wird nran sich aber erst unterhalten können, nacktem sie klar auseinauLorgesetzt haben, wie sie es ftch deren vor- stellen, .nach ihrer Fasson Deutschland hinterher wirtschaftlich und finanziell selig werden zu lassen."

Russischer Kriegsschauplatz.

Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl.

Westlich von Moldawa und im Bereich des Tar­tar en-Passes wurden mehrfache russische Angriffe, zum Teil im Handgemenge, unter großen Verlusten für den Feind lwgewlesen. Sonst bei unveränderter Lage stellenweise Ar- ttluriefeuer von wechselnder Stärke.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls von Hindenburg.

Im Abschnitt Terepelniki Pienieki wurde dem Fnnd das von ihm am 22. genommene schmale Grabenstück wteder entrissen, hierbei wurden ein OMier. 211 Mann zu Gefangenen gemacht und drei Maschinengewehre erberltet. Wetter rwrdlich keine besorrderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Gestern abend hielt der Feind rmsere Stellungen südlich der W r p p a ch , bei Nowe Vas unter lebhaftem Geschützftucr. Glnchzett-g gingen zahlreiche Aufflärungsabteilungen gegen vreses Frontstück vor; sie wurden abgcwiesen. An der Front der F a ;) a n e r Alpen ließ nach dem mißlungenen Angriff der Jtaltener auch ihre Artillerie nach.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

An der Vojusa stellenweise Geplänkel.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 25. August. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. August 1st16.

Der französische Bericht.

Paris, 24. Aug. Nördlich der Somme griffen unsere Truppen gegen 5 Uhr nachmittags die deutschen Stelllmgen in der öfcrgaib von Maurepas an und legten, nacktem sie den vom Feinde noch besetzten Dorfteil und die benachbarten Schützengräben \n emem einzigen Ansturm genommen hatten, ibre Lifte 200 Dieter vor auf einer Front von ungefähr zroei Kilometern, die sich von der Bahnstrecke nördlich des Dorfes bis zum Rücken 121 südöstlich davon erstreckt. Wrr machten im Laufe der Kampshandlung 200 Gefangene mw erbeuteten etwa zehn Maschinengewehre. Südlich der Sonrme geht der Artckleriekawwf in den Abschnitten EstrHesLihons weiter Am rechten Maasufer unternahm der Feind mehrere GegQmoyrLffe mtt Dandgranaten auf unserer Front zwischen Thiaumvnt o-lenry.^Alle An griffsversuche wurden durch unser Feuer ge­brochen. Wir machten leichte Fortststritte über den öftick^n Ost- rmnd von Fleury hinaus. Die Kantpfe am Tage erhöhten die o o^ r ^ e,ten J von m^ in diesem Abschnitt gemachten Gefangenen auf 300, darunter acht Offiziere.

Der englische Bericht.

,, 24. Aug. Südlich Thiepval machten wir

. onJw?» ltt ? 9 bmen weiteren Fort'chrckt in einer Ausdehnung von 300 Yards. Mr nahmen emen feindlichen Graben von 400 Bards Lange. Es wurden viele Gefangene qenwcht. Ein feindlicher Bombenangriff gegen un'ere neuen Graben nördlich B a z e n t i n-^ U 1 ^chis leicht abgewiesen. Abends fand eine er­

hebliche Arttlleruebesckneßung unserer Front hauptsächlich als Er­widerung un,eres Geschützfeuers statt.

Der russische Bericht.

Russischer Heeresbericht vom 24. August nachmittags- An der Westfront eröffnete der Feind am 23. Mgust gegen mittag ein öeftges Artilleriefeuer gegen unsere Stelümgen Dbboly am Westufer des Stochod, wonach seine Abttikungeu um 4 Uhr nachmittags zum Angriff übergingen: sie wurden durch un'ere Infanterie- und Dtasckpmmgewehrfeiim znriicknmnesen. An der Zlota-Lipa lreßeii feindlickie Gefangene die Anwesenheft türki- scher Regimenter erkennen.

r , Ka it k as usfrvnt entwickelte sich Unstr Angriff west-

ttch,des Wansees. Nordo'llich Musch be,'etzten wir die Geaeiid des Doffes Arindivonk (? Lffchudjan). In der Richttcng aus Mossul brachten unsne tapferen Truppen in der Gegend des Dorfes Ravrt, 50 Klm. östlich Fevanduz, der vierten ttlrkiscksen Division eine ^ttederlage bei. Sie nahmen zwei al>gcschnfttkme Regimenter der- fc«** ^ngen, darunter eins gäi^lich, einschließlich des Kom- nmndanten und des Stabes. Wir erbeuteten Kanonen und Ma­schinen gewehre. Die .Zahl der Gefangenen und der Beitte wird noch festgestellt.

Russischer Heeresbericht vom 24. August abends:

An der Westfront ist die Lage unverändert.

-J? V Drängen Misere Truppen den

Feind in der Ostgend westlich des Wali-Sees. Sie unteruaftneü eineii Einfall m die Stadt Musch und nmchten dort Ostfangene Nach ergänzenden Bei-ichten haben wir bei dein Kmnpse in der Gegend von Ravat wo wrr Telle der vierten türkischen Division ^ clfte türu'che Reiment gefangen, nämlich den Befehlshaber, 50 Offtzi^-re und 1600 Soldateri und fast alle die vom zehnten Regiment übrig blieben, nänllich 2 Offi',iei-e' des Stabes, mehrere höhere Offtziere und 650 Soldaten Wir erbeute­ten in diesem Kampfe auch drei Maschinengewehre.

Der türkische Bericht.

Konstantin« pel, 24. Aug. (WTB. Nicküanttlich) B^-rickt des .Vauptguartters.

M der Irak-Front und an der persischen Front ist die Lage unverändert .

^ Kaukasus-Front trmrden Angriffs versuche des

Feindes gi-gnl icn'ere vor.u''tbobeuen Stetlluiinm aus de>« rcchtar Flügel zuruckgesästagen. Au emer Stelle müßte der Fe-ind trv\ Emßchung dreimal überlegrnnn Strcntki-äft sich ivr dein hafteil Widerftxmde mrserer Truppe?, zu nickst eben: er ließ G-. '^lsene in imserer Hand. Im Zent rinn inckndeuteud,' Fo'ier'» geseckste. Bei evrcmi Uel^i-sall ans vorgeschobene feindliche Gni. ben ans dein linken ,r>ugel wurden 20 tzwidliche Stzdalen darun. ^ ern Oftftrer, getötet und militärische Ansyntting'-Mcke er.