Ausgabe 
11.8.1916 Erstes Blatt
Seite
3
 
Einzelbild herunterladen

5Jti$ Stadt tifitfe Land.

Dießen, 11 . August 1916.

Kartoffelpreise.

Seit kurzem ist bei den Kvrtosfeln der bei Lebens- intteln gewiß seltene Fall erngetreten, daß die amtlich festgesetzten Höchstpreise von den Erzeugern nicht qleich-

als Mindestpreise angesehen werden, sondern daß Die Kartoffeln u n ter dem Höchstpreise angeboten wer- oen und erhältlich sind. Obschon der von Reichs wegen fest­gesetzte Höchstpreis zurzeit (ab 11. d. Mts.) 8 Mk. "für den Zentner betragt, kann man Kartoffeln zu 67 Mk. für den Zentner kaufen. Seine Erklärung findet dieser Vorgang darin, daß die amtlich festgesetzten Höchstpreise, jedenfalls unter dem Eindruck der damals bestehenden Kartoffelknapp- hert, wesentlich zu hoch festgesetzt Worden sind, wie dies auch von einsichtigen Landwirten zugegeben wird. Die Preise wurden bereits zu einer Zeit, als man noch keinen Ueberblick über den Ausfall der Kartoffelernte haben konnte, fest gelegt. Naturgemäß spielt nach dem bekannten national­es Grundsatz vonAngebot und Nachfrage" der

Ausfall der Ernte bei der Preisregulierung eine wesent­liche Rolle. Zu einer Steigerung des Angebots mag auch der Umstand beigetragen haben, daß man eine gleitende d^sskala wählte; die Kartoffel-Erzeugerpreise fallen atl- V 1« - 9 Mk. für den Zentner am 1 . August aus

ü Mk. am 1. Oktober d. I. Deshalb haben die Kartoffel- erzeuger ein Interesse darau, ihre Kartoffeln möglichst frühzeitig auf den Markt zu bringen, Um die höheren Preise auszunittzen. Teilweise inußten die Behörden bereits besondere Verbote mit Strafandrohung erlassen, um im Interesse einer gleichmäßigen Versorgung und der Haltbar­keit der Kartoffeln das Ausmachen vor der völligen Reife zu verhindern. Mehrere Kreisämter der Provinz Oberhessen haben in anerkennenswerter Weise durch öffent- liche Bekanntmachung ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Marktpreis für Frühkartoffeln zurzeit wesentlich nredriMr ist als der gesetzliche Höchstpreis, und daß es daher als übermäßige Preissteigerung zu bezeichnen ijt, wenn Landwirte den Höchstpreis für Kartoffeln ver- langen. Während vielen Städten durch Verderben der Früh­kartoffeln infolge unerwartet rascher Anlieferung großer Mengen empfindliche Verluste erwachsen sind, konnte dies durch vorsichtigen Einkauf in Gießen vermieden werden;

06 ^..allerdings in Kauf genommen werden, daß QUl für einen halben Tag eine gewisse Knappheit an Kartoffeln eintritt, da mit Rücksicht auf die geringe Haltbarkeit der Frühkartoffeln größere Vorräte nicht an­gelegt werden können.

9

s ö n b e § - u n i 0 c r M t ö t. Dem Professor Dr. Ranch Mett ^'gh'brer in einem Kriegslazarett, wurde das Hessische Mllitar-Sanltatskreuz verliehen.

" Aus zeichnu n g e n. Dir bei einer Fuß-Art.-Battr. in den Vogesen stehende Unteroiftz,er Leonhard Treu sch. welcher schon NN Besitze der Hessischen Tapferkertsmedaille war. ist jetzt mit dein Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet worden. Gefreiter Herin M I-it Beginn des Krieges W m zweitenmal im

Scften lieht, erhiett vor Verdun das Eisern- Kreuz. In Rußland erhielt er die Hessische Tapferkertsmedaille und wurde zum Gefreiten befördert.

. *? 0 ? u *! 9 tve h r. Pflichtübungsmarsch: Sonn-

>^s^er Ganseburg, Großen-Bnseck nach Treis (Waldweg). Abkochen. Alle Kochgeschirre, Beile und Picken sind mttzubringen. Antreten 9 Uhr (Gabelung Licher-Grün- bergsr Straße). Abmarsch 91/4 Uhr, Rückkehr 6.10 Uhr

Hoteldiebrn. In der Nacht zum 6. August 1916 wurden <ruS ernem hiesigen Hotel 8 Paar Herrenschnürstiefel im Werte von 70 Mark und 10 Gerstenkorn-Handtücher ge­zeichnet ,,3o, im Werte von 20 Mark, von einer unbekannten Fraw-nsperson, die sich auch noch eines Zechbetrugs in Höhe von 3 Mark schuldrg machtc. und die sich Packevin Fiedler nnmrte, entwendet. Zweckdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. '

** Schwindlerin. Am 28. Juli 1916 erschwindelte -$ Schuhgeschäft eine Schwindlerin, die

NchAnna Schmidt nannte und den Eindruck eines Lienstmadchens machte, ans den Namen eines hiesigen Pfarrers em Paar Boxealf-Damen-Schnürstiefiel Nr. 40 Die Schwrndlerrn ist 20-21 Jahre alt, etwa 1,65 Mtr groß »on fraftrgsn: gtgur und trrijg weiße Trägerschürze ^ckorcnlrche Mrtterlnngen nimmt die Kriminalpolizei ent-

, ^ ^ Besitzsteuergesetze und Kriegssteuerge- 'S* pirschen Anwendung. ImGraßhemaa

von Hessen" sprach gestern der Vorsitzende der Steuerve^ veranlagungslommrssion Regierungs rat Buck aus Dus,eldorf überBesitzsteuergesetz und .Kriegssteuerge- setz rn ihrer praktischen Anwendung." Die out besuchte Ber- sarrrmtung war einberufen von den vereinigten Handels- kammern rn Gießen, Wetzlar, Friedberg und Dillenburq, sowie vom Kaufmännischen Verein und Verein der Detail- testen rn Greßen. Mach Eroffnungsworten von Geb. Komm-

rW[ ettn gab der Redner einen Ueberblick über b seltener ge setz. Aus diesem Gesetz, das von Reichs wegen den Ve r m ü g e n s z u w achs besteuert welchen rermmd rn der Zeit vom 1. Januar 10141. Januar «17 hat, baut das Krregssteuerges etz bei den natür- Irchen Personen aus doch send darin einige Abweichungen zu beachten, deren Zweck, Bedeutung und Tragweite Vor­tragender eingehend besprach und durch Beispiefe erläuterte «atwun ging der Redner auf die Kriegssteuer der Gesell- Mgt«,N«lche besonderen Schwierigkeiten und Zweifelsfragen hierbei austauchen und wie sich, alle b^^ra-gen rn der Praxis unter Berücksichtigung der Rechstprechung beantworten. Wer nährere Erläuterungen über Einzelsragen braucht, findet diese in einein ausführlichen Kommentar beantwortet, das im Verlage von Schmitz und Olbertz rn Düsseldorf erscheint. Zum Schluß hatte der Redner bereitwilligst M-skl-nfi icker Anfragen? die aul b«n Hörerkreis gestellt wurden, angesagt. Eine Aussprache kam xedoch nicht zustande. ^

** Der Krankenkossenverband für dos Groß.

Hessen halt am 23. und 24. September hltt- fem« 25. Jahresversammlung ab. Außer der Besprecht ollgemeiner Verbandsangelegenhelten und praktischer Verwaltung^ Wagen smo für dre Tagung drei Referate vorgesehen, und zwar wird üm. Tr. Je sio ne k Gießen über die Bekämpfung der Gc- schlcchlv, rancheitei, und die Krankenkassen sprechen, Justizrat Dr. Mlaver, Kankenthal (Pfalz, über die Zukunft der deutschen Krankenversich^uiiq und Landeswohnungsinspekivr G c e tz s ch e l Darmstadt itber die Aufgaben der Wvhnnngsrcform ,rach dem Kriege.

. ^riesSfürsorge und Auge st e l l ten v er siche-

rung. D>Ä Dueklvrium der Rerchsversicheruiigsansialt für die

Angkfielltmversicherwig hat beschlossen, bei vcrstänwte>l Kriegsbe- schädigten die Ber u fSb e r a i >, n g uiid B >- r u s sn m l c r n u n q als Heilverfahren im Sinne des § 36 des VersichernnaSaesekes für bic AngesielltiMversicherung anzuschen und die Kasten hierfür zu üb ernehmen^ soweit sie lücht von dritter Seite getragen werdeil Difie Kosienübciuahmc soll auch ixmii ersolm^ lwot der bMec bei der ReichSversicherungsanstalt versicherte

KriegsbeschLigte für euan Berus ausgebildet wird, nach dein er Lili ! -J m ^ naä * Versicheningsgesrtz für die Am- IS Ä? verstcherten Angestellten nicht mehr gehört tüe Bbr^sumllerming soll durch die für

''S< | 4ai»i«tn | r iot0C gegründeten öffentlich rechtlichen Or- " "wlgcn. Innerhalb dieses Rahinens übcrnimmi dt- Kosten der Hin - und Rück iAusbilÄungsvrt. die Kosten des Unter­er Wo ÄMtwendtgen llnierrichismiiitel, di- Kosten laltsorte^bis n , 9 U " b n ® am! auSioartiscii Auseni-

öat bc '°® ^.Derpflegiingssatz bon 6 Mark,

nh,,- le ^ef4flä>igtc Angehörige, deren Unterhalt er ganz

^bgend aus seinem Arbeitsverdienste bestritten Hai, so irnS phEaÜ* 6 ^ ? usgeld gewährt. Tie für die verwundeten nn ' nehmrr sowie sonstige HeeveSangehörige

Beratungsstelle für Arbeiterver- o ? uNv., die Dienstags und Freitags von

... »-L s«»»».«.» ,mt .«

sÄufl *" äS"»' teiijs sr= ,s.

Sr f- eitG 8 ? ct goldene Ringe und eine Haarkette mit gol- enem Anhänger beim Roten Kreuz abgegeben worden.

»n» t)pr A«Irr ^ ^ G i e b e n e r Kaninchen markt zeugte

t günstigen Aufnahme dieser Einrichtung. Wurde doch dies- den, 3 Q f)( der zum Berkciui oestellten Tiere gegenüber

5. , 5 ^ nr x f ? ^reicht, nämlich 142 Tiere der verschiedensten

S b ' c§I c nn i wechselte manches Tier seinen Besitzer

! 9 *^ 0 * ßndet am 3. September statt.

AuneuMiÄt?^ ' nnb Berufsgenossenschaft.

Klangen die Beitragszettel für die Erhebung der

fih hJfcS iqife Berufsgenossenschaft

V; 19lo zur Verteilung. Tie Erhebung des Beitraas

^gt ^pr^lenö den gesetzlichen Bestimmungen nach dem SteuL beitragspflichtigen Grundbesitzes, wie er für die Ge-

ab wird

r^r bie Grundstücke rn der Nahe der Städte, die

^teucnüiert haben, ermäßigen, da nach der vom genehmigten Satzungsänderung der Höchft- §^^ues Grundstückes, der für die Umlegung der Beiträge in kommen soll, 1 Mark für das Qnadravneter n\M LS

SfTar lft - fÜr fe r f! b . s und forstwirtschaftlichen 1 ' tatt des brslierrgen Mindestberkrages von 2 Mark nur

LS ^entrichten. Gerade dieser Mindestbetrag war der Klagen und vieler Einsprüche bei der Berufs-

-ie Trockenkartoffelver- bsellschaft m b H. Berlin (Teka) macht dar- daß auch, kartoffelmehlftaltiges Puddingpulver lÄö^nt^s^^ der Bundesratsverordnung vom 80. November - rtö ^ utte Erzeugnisse der Kartoffeltrvcknerei und

.°§eKa^abrikativn bei der Teka anzuinelden sind, tw*. heutige Kreisblatt enthält folgende Bekannt-

Speisefette, Höchstpreise für Brotgetreide, Landesbrotmarken, Zucker für Bienenzüchter.

amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieben in unserem heutigm Blatte befassen sich mit dem Verkehr mit Brot­getreide und Mehl aus der Ernte 1916, dem Verwiegen der en c en Getreidcvorräte und dein letzten ^vstimpslinge, der °us Mittwoch.

An^geÄ Äf ^tigÄte n0en 5011 BCTWdf ° Uf Me

Frau begrüßte ihre Tante aufs herzlichste und weilte etwa * l£ Aiu^rde bei ihr. Die Weitersahrt von Bad-Nauheim K,rssel erfolgte mit Extrazug. Am gleichen Tage weilten die Tochter des bulgarischen Ministerpräsidenten Exz. ckravoslawow m unserem Bad. Zum gemeinschaftlichen Tee aus der Kurhausterrasse waren die hier zur Kur an­wesenden bulgarischen Offiziere eingeladen. m.u.fk X{ 5 b a c ? H 'Ilug. Der Ossiziers-Stellvertreter Feld-

En-!.,., tt* an $ °m ö r 4 Rom P* 168 ' Butzbach, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasie alisgezeichiiet.

oa. Ossenheim. 1t. Aua. Dem Oberleiltnant und Kam- n^i^ülhrer: Oberförster Maul in einem Res.-Inf.-Rgt. im Oste,,

fl nn r,!; fet,,e ^nz 1. Klasse verliehen. Es wurde ihm vom General selbst angeheftet.

Starkenburg und Nheinhessen.

f2. r - m ^ abt '- S ^ U9 ' Än einer Wohnung der .Aichlb^ergstruße kam eine ältere Frau dem Herdfeuer zu nahe, wobei ihre Kleider in Brand gerieten. Die Frau verbrannte am ganzen Leibe in säMerer Weise und kam sterbend ins Krankenhaus.

cH^örselden, 11 . Äug. Nahe dem hiesigen Bahnhof Üch gestern früh bie Ehefrau B. Schulmeyer von dein

S ! totfahreu. Ein langwieriges Leiden hat die

tfrau tn den 4 . 0 b getrieben.

P f orn L 3 / V 1 * ^sig. Der Senior der hiesigen Lehrerschaft, 0 " Rieß, feierte gestern sein goldenes Dienstjubiläum. us diesem Anlaß fand in der Nibelungenschule, seiner Wirkungs- ?-Meter statt, an der sich die Vertreter der Behörde., ^ b . h^ Lehrerschafl m reicher Zahl beteiligten. Dem Jubilar wurde vom Großherzog der Diel eines Rektors verliehen.

. ^ Hessen-Nassau.

or^ ha * iT l i° en i op5 ' 11. 2Uig. Unteroffizier Gg. Kunkel aus Achenbach, nn Landst.-Jnf.-Regt. 17, wurde mit dem Eisernen Zireuz ausgezeichnet.

f F ' r rt cw b e c ß ' ^0- Ang. Gastwirt R u p p erlegte einen

W^Pfun/wo^ ^ E e n d e r im hiesigen Jagdbezirk, der aufgebrochen

LLÜ' ^0. Aug. Bor einigen Tagen wurden von den Än S TT !J^ eTer Fabrikgebäude die gesamten Bleiplatten ge- deln^.' crn " tt ? f te ,? ic Polizei, die hoch oben auf schwrn-

^s.^^Äo bei rhvm Feststellungen die Kletterkunststücke des wag- uachmachen mußte, einen Glasergesellen. Dieser verrichttt m ° l ÖUT *** ® e6äubcn Ausbesserungsarbeiten

ff T~ " ! b o , 10. Aug. Hier wurde ein Frauenzimmer ver- hattet, das sein zweiiahriges uneheliches Kind verhungern ließ.

Landkreis Gießen.

vir&Z . 1 L n n ? l ii e 11 Aug. Hier ist die aintliche Nach MEtroffen, daß Musketier Karl «Gerhardt im Res.-Jui.

gestorben' ist" 6ommer 1915 vermißt wurde, fürs Vaterland

Droßen-Buseck. 11. Aug. Da? Hessische Militär- ^'N-^iIns?-^'"^v" b »^^T^vkerkeitsnredaille erhielt in Ansehung Verechsla,Ä-t?'Ä b '^rankenpflege der hiesige leitende Arzt vom ^ ^ n n o n 9 c l' Das Eiserne Krenz

b ^."" hresigen Lazarett besindliche Unteroffizier m?$ b ? n L er ÜCr einiger Zeit bereits durch das lirealenburgrsche Militar-Verdrenstkreuz ausgezeichnet wordeii ist.

Wehrmann Gefreiter Heinrich Schäfer erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille.

Kreis Büdingen.

rvv... ~ Büdingen, 10. Aug. Der MetzgevvmchanÄ für den Kreis ^ ^ l^SMN Versuchen eine Kriegswurft bergesteNt, die von morgen an in den Handel kosmmt Die sehr LÄlbafte und schmackhafte Wurst besteht aus Blut, Speck

bag ist die Hauptsache - 84 Pfennig das Pfund. Sie rst, wenn sw kühl aufbewahrt wird ^ c? x t r x .ballbar. Wenn die Büdinger Kriegswurst Unklang ftndet, soll ihre Herstellung in größerem Maßstabe er- Wlgen. Der Pwis i^r Wurst wird sich dann noch wefter verbilligen n ' n * A"6. Gefreiter Wilhelm Vräfried vom

61. Feld-Art.° R eg t., leichte Munitions-Kolonne, 1. Abteilung wurde m. dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. - Die beiden I r tCr m 7 ÖOt V Lehr-Jnfanterie-Regiment, Heinrich Wolf

^ ^ ^ im

1°- ^ug. Der letzte Lkbendzug, der sonst

soä^na^ anderthalbstündige Vrr-

iMung. Dies hatte seine Ursache dann, daß die Maschine bei Oberieemem mfolge bis jetzt noch nicht aufgeklärter Ursache jedenfalls drrrch eine gelockerte Schraube, entgleiste und auf freies Strecke liegen bleiben mußte, bis ein Leerzug von Gedern ein. Kr^ zahlreichen Reisenden nmsteigen mußten. Glücklicherweise blieben Maschine wie Wagen stehen lovdiircki fedes weitere Mglück unterblieb, das an der sehr- abschüssigni kurvenreichen Stelle allerdings sehr schwer hätte werden ^ mehr da der Zug mit Ausflüglern, u. a. mit einer Offenbacher Schule sehr stark besetzt ivar.

Kreis Alsfeld.

ga. Ilsdorf, 11. Aug. Am 3. Juli ist der älteste Snbn

! im Jns^-Rat Eugen I ü n g st, Ossiziersaspira.tt

gefallen lQ8, au ^ ^E,n Felde der Ehre im Alter von 19 Jahren

./x-^omrod. 11. Aug. Forstmeister Nikolaus, Regj

mit b «f*»*"

Kreis Schotten.

L am b a ch, 10. August. Die von Hungen kommenden Zuge morgens 8 Uhr, mrttugs V 2 4 Uhr, kamen gestern mit Süßerer Verspätung hier an; Schuld daran trug die Neu Anstellung einer Lokomvttve, die unterwegs t^n Dienst versagt hatte. Schlecht ist es den Reisenden der 2 und 8 l die mit dem Mendzug hier eintrefsen wollteii, ergangen Der I Zug fuhr von vorletzter Station ab, ohne den Wagen'mit zunehmen. Nachträglich wurden sie dann mit frischem Dampf von La^ach aus abgcholt. - Der Vizefeldwebel Forst' assessor Wilhelm Gocheii lvurde zürn Leutnant befördert.

ko. Aus dem Vogelsberg, 1l. Aug. Im vorigen Jahr war d,e Hrmbeerernte eine gute, doch dieses Jahr stehen die Himbeeren so dünn, daß sich kaum das Einsainmeln lohnen wird.

' Kreis Friedberg.

^ dberg, 11. Aug. Dem Bezirksfeldwebel Waller verste^en ^kskommando hier wurde das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen

> kd. Bad-Nauheim, 11. Aug. Die Kaiserin traf ! gestern vormittag, mit Kraftwagen von Homburg kommend in Begleitung der Hofdamen Gräfin Rantzau und Gräfin Eulenburg und des Kabinettsrats Frhrn. v. S p i tz e u - berg zum Besuche der hier zur Kur weilenden Prinzessin Henriette von Schleswig-Holstein ein. Die Kai­serin wurde bei ihrer Ankunft vor dem Parkhotel von' der : der Prinzessin Fräulein von Schi lg eu und vom Großh. Baoedrvekwr von Boehmer enrpsangen. Die hohe

Die GMimkmlsftelle

ist morgen von fft bis \2% Uhr geöffnet!

m Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 12. Ang. ISIS- ck.echselnd beivölk t, alleusnlls aeringe Niederschläge, etwas kühler.

Letzte Nachrichten.

Der Stabschef der deutschen Somme-Armee über die Offensive.

tn,11. ?tug. DieKölnische Zeitung" bringt Aeußerungen! vev me deutsche Front an der Sonrme vetterdigenden Stabschefs der dortigen HeeresgZ-nppen. Danach ist die eigentliche Krisis der engllsch-sranzösischen Offensive vorüber. In der Sonrmegegend war e p c r m q cf) t, die sich in den ersten Julitagen auf die deut- schen Lmien wart, ungefähr eine zehnfache. Daml aber waren ran geführten deutschen Verstärkungen und namentlich die t tar ^ ^nug. um sicheren Widerstand zu gewährleisten. Itoch etwa kämmende kleinere örtliche Erfolge inachen für den Erfolg des Ganzen nichts aus. Die Llngrisse sind rwck) immer außer­ordentlich schwer und werden es vorerst noch bleiben, bis die Gegner einsels-en müssen, daß dies sinnlose Himiimden ilner Volks- kraft zu keinem Ei'solge führt. Bvi den Franzosen ist die Er- schopsung zweifellos schon stärker als bei den Engländern. In diesen ^agen ernten wir an diw Sonrme die Früchte unserer Verdun-Offensiv e. Hätteii die Franzosen bei ihren An­griffen nochf mehr Reserven, zur Verfügung gehabt, so wäre die Lage m den ersten Wochen für uns erheblich gefährlicher gewesen. ^;etzt stehen wir der weiteren Entwickelung ruhig gegenüber. Wir smd aus alles, was kommen kann, gefaßt uiid vorbeveitet.

Gefecht von deutschen Unterseebooten mit feindlichen Bewachungdampfern.

Berlin, 11. Aiig. Einige unserer vor kurzem in die Heimat zuruckgekehtten Unterseeboote hatten am 11. IM östlich vom ^i r t h os Forth ein längeres Gefecht mft feindlichen sewacksungsdainpsern, über das derBerliner LvSalanzeiger" jvl- gendes erfähtt: Aui Mend des genannten Tages hatte cine^ üblerer Unterseeboote einen großen und zwei kleine bewaffnete englische ^nschdampfer in Sicht bekommen und lief auf sie zu. Die drei Dampffer fuhren darauf mit hoher Fahtt nach Westen auf die Allste zu, gefolgt und beschossen von dem Verfolger. Während dieser Verfolgung kamen nacheinander drei weitere deutsche Unterseeboote heran und erösfneten das Feuer zunächst ans den vordersten Damp­fer. Nachdem auf dieiem durch Treffer die Ges'stützmunition zur Detonation gebracht war und der DaMpser brennend achteraus sackte, wurde der letzte Dampfer iinter Feuer genominen, da erkannt wurde, daß auch der mfttlere Damrffer infolge verschiedener Treffer schon den Dampf abließ und znriickblieb. 9llle drei Bewachungs- fahrzeuge wurdeil darauf durch, Geschützfeuer der beteiligten U-Bovte bezw. durch Spreugpatronen versenkt. Auf den sinkenden Dampfer Onward/ wurden von einem der U-Boote Mannschaften geschickt, um möglichst das Geschütz des Danrpfers zu bergen. Die Arbeit erwies sich aber als zu schiver, so daß nur der Verschluß des Ge­schützes und die Visiereinrichtung fortgenommen wurden. Die Besatzung des Lampfers von 16 Mann lvurde zu Gefaiigenen ge­macht Bon ihnen gehörte nur der Kapitän als Unterleutnant und em Untevofftzier als Gesckftttzführer der englischen Marine an alle anderen waren Zivilbesatchng.

Dir Italiener in Görz.

^ Aug. Der militärische Mitarbeiter der ,93^* Uner Morgenpost" schreibt: Die Italiener haben durch die letzten Kämpfe einen taktischen Erfolg erzielt, der in Italien selbst gro- ßen JnbÄ hervorgernsen hat. Aber schoii beginnen einzelne ita­lienische Blätter, lmc z. B., derAvanti", die Bevölkerung vor einer Ueberschätziing des Erfolges zu warnen. Sie wiesen mit Recht darauf hin. daß die Oesterreickrer ö st l i ch v o n Görz im Gebirge m neuen Stellungen stellen, die schon seit längerer Seit vorbereitet und ausgebaut worden sind und daß das k. imd k Heer in ihnen einen erneuten und nachhaltigen Widerstand leisten wird Tatsächlich ist iiamentlich auch der Geländegewinn, den die Italie­ner erzielt lwbeii, nur gering. Sie habeii die österreichischen Stel­lungen ivohl zuriickgedrückt, aber nick>t durchdwctien . Die Oesterreicher sieben jetzt in ihrer Hauptsvidersiand^linie. in dem- lenigen Llbschmtt, bcu sie von Anfang an als günstigsten bezeichnet hatten. W'olleii die Italiener ihre Eftolge mrsnntzen, so siiid sie zu neuen opferreick)en Angriffeii gegen die festen (RbirgssteNiingen der k. und k. Trnppeü geznmngen.

Hughes gegen Wilson.

Genf, 11. Aiug.Petit Parisien" berichtet aus Wasinnirtonk Ter i-epublikanische Präsidentsckwftskandidat Hughes griff in einer neuen großen Rede in dar New Borcker AreadiahaU die aus rr'ärtigc Politik des Präsidenten Wilson aus das b e f t i g st e an. Er wandte sich insbesondere gegen die mexikanische Politik des Präsidenten, die er als sch ä n d l i ch bezeichnete Ueber die Politik Wilsons gegenüber den K riegsiiirrenden sagte Hughes. Wilson habe es fertig gebracht, daß der Name eines anrerifanüctWn Bürgers ohne Wert sei und daß die Amerikaner nicht mehr aus der ganzen Erdoberfläche Schutz genießen.