2. Fstnfck'iÜonserven, reine ^ietid^o.gexöeu in Büchten, Dosen Glasen; nsw.,
8. Fleischkorsterven mit Gemtüse und anderen Waren gemischt in Büchsen. Tosen, Gläsern usw.,
4. Ei er,
Während für die ganz großen .Hansbalbrnge;: mit 30 'und mehr Personen chnüe für die Gemeinden, öffentlich rechtlichen Körperschaften, Anstalten, Gewerbe- nnd Handelsbetriebe usw. für im ganzen 33 verschiedene Waren nnd Warengrnppen die am 1. September 1916 vorhandenen Vorräte anzmnieldcn sind. Tie Landeszentralbehörden können die Erhebrmg ans andere Gegenstände ansdehnen.
Zur 2lnzeige verpflichtet sind diejenigen, welche die Vorräte iin Gewahrsam haben, gleichgültig ob sie ihnen gehören oder nicht. Außerdem sütd sämtliche H-aiuchalttmgsVorstände verpflichtet, wenn sie keine Vorräte der bezechnetm Afrt haben, eine entsprechende Fehlanzeige zn erstatten. Die Ausnahme soll in der Weise erfolgen, daß für jede Haushaltung eine Hanshaltungsliste, für Gemeinden, Anstalten, Gewerbe- und Handelsbetriebe usm. eiire besondere Oiste auAznsüllen ist. Die Ausführung der Erhebung liegt den Gemeindebehörden ob, sofern nicht die Landes-, Zentralbehörden etwas aiwercs bestinrmon. Diese haben auch die zur Ausführung der Erhebung erforderlichen Anordnungen zu erlassen.
Um die Zuverlässigkeit und Richtigkeit der Angaben zu erreiche«, ist bestimmt, daß die damit beauftragten Personen befugt sind, sämtliche Räume, wo Vorräte zu vermuten sind, zu durchsuchen und die Bücher nachznprüfen. Ferner sind bei mangelnder Rechtzeitigkeit, Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben Strafen angedvvht. Vorräte, die verschwiegen wurde;:, können ein gezogen werden. Aiuch fahrlässig falsche Angaben sind unter Strafe gestellt. Tie Erhebung erfolgt gemeindeweise, die Lkngaben sinh auf An- zeigevordrucken ausrnfüllen, die durch die Landeszentralbehörde nach fest gejepten Vorlage;! her gestellt und gedruckt werden.
Es sei der dieser Gelegenheit nochmals darauf hingewiesen, daß die Bestandaufnahme nicht den Zweck hat, als Unterlage für eine Beschlagnahme von Vorräten zu dienen. Es handelt sich lediglich um die Feststellung der vorhandenen Vorratsmengen, ein diesbezüglicher Hinweis findet sich auch auf den Formularen für die Erhebung in den Hofhaltungen. In Hinsicht darauf ist es völlig zwecklos und bü>enklich. wenn Bvrratsbesitzer ans Angst vor einer Beschlagnahme ihre Vorräte verschwenden. Tresenigen Bevölkerungskreise, die nicht täglich oder wöchentlich ihren Bedarf decken können, müssen gewisse Vorratsbestände haben, und darum wäre es verfehlt, wenn sie sie jetzt in unbegründeter Besorgnis verschwenden würden.
Tie angeordnete Bestandserhebung ist ein wichtiges Glied in der Kette der allgemeinen Versorgnngsmaßnahmen. Es wird daher auf die verständnisvolle und bereitwillige Mitwirkung aller Kreise unseres Volkes gerechnet werden kömwn. WTB.
*
** Amt 1 r 'ch e Personalnachrichten. Ans Grund der Vereinbarung mit den Landständen (Drucksache 152i wurde dem Gchulamtsasviranten Wilhelm Wie s.en eck er aus Darmstadt am 1. August 1916 einstweilig eine Lehrerstelle mit Wirkung vom 16 September 1916 ab übertragen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des G r o ß h e r z o g s Philipp StaMm, Mdrtin K v st, Johann Schmitt, Wilhelm Beickhaus, Johann Kraut - k r ä m e r, sämtlich zu Buden heim und Jean D i e t h e r zu Geinsheim.
Der Krankenträger Heinrich Ohr in erhielt vor Derdun das Eiserne
In
** Auszeichnung einer Sanitätskompagnie Krcu z 2. Klasse.
** Falsche Nachri ch ten über Vermißte der Bevölkerung laufen zuweilen immer noch Gerüchte um Aber gewisse Kriegisgefangen-enlager auf französischem oder englischem Gebiet, aus denen crngieblich nicht geschrieben werden darf. In einer Reihe von Fällen, wo angeblich nach längerer Zeit eine Nachricht, daß der betreffende Vermißte lebe, an Verwandte ein gegangen ist, dann aber wieder tvei- tere Nachrichten ansblieben, ist schließlich die Vermißtenhilfe des Roten .Kreuzes^zu Rate gezogen worden. Bisher ist in allen.derartigen Fallen feshgeste-ltt worden, daß diese Meldungen den Tatsachen nicht entspreche;:. Es lag entweder eine Verwechselnng mit Leuten gleichen Namens vor, oder es war den Angehörigen eine sonstige irreführende Nachricht zugügcnrgen. Dauernde Schreibverbote für Kriegs- besanrgene rm feindlichen Ausland, soweit die Westfront rn Betracht kommt, bestehen nicht. Wenn nach längerer Aeit ein Vermißter weder in den Gefangenenlisten der feindlichen Staaten vorkommt, noch mit seinen Angehörigen in Driesverkehr getreten ist, so kann daraus mit aller Sicherheit geschlossen werden, daß sich der Betreffende überhaupt arübt in Gefangenschaft befindet. Auch in die Zeitungen sind hier und da falsche Nachrichten über .Kriegsgefangene gelangt, die angeblich nicht schreiben durften und sich dann vNtzlich ineldeten.. Es dürfte sich empfehlen, daß die Blätter derartige Nachrichten nicht aufnehmen, ohne vorher mit der Bermißtensuche bezw. Gefangenenhilfe des Roten Kreuzes in Beziehung getreten zn sein. Was Rn ß 1 an d anbetrifft, so durste auch dort in keinem .Kriegsgefangenenlager ein Schreibverbot bestehen. In Anbetracht der dortigen tzrnvollkommenen Postverhaltnisse kommt es allerdings öfter Vor, daß von Gefangenen lange Zeit keine Nachricht an die Angehörigen gelangte. Auch sind mehrfach Fälle zn beobachten gewesen, bei welchen erst nach vielen Monaten, mnndy* md erst nach Jahresfrist, die erste Nachricht des Gefangenen bei den Angehörigen eintraf.
** 70 Jahre Main-Weser-Bahn Am 6. August waren es 70 Jahre, daß der erste Spatenstich zum Bau oer Eisenbahn zwischen Frankfurt nnd .Kassel, der sog. Main- Weser-Bahn, geschah nnd zwar auf Großherzoglich hessischem Gebiete. Die Strecke Frankfurt —Friedberg konnte zuerst in Angriff gnrommen und auch am 30. Juni 1850 dem Betrieb übergeben werden. Ihr folgte am 25. August 1851 die Strecke Gießen —M arbürg, am 1. Dezember desselben Jahres die Strecke Fr:edberg — Butz- v a ch und als am 15. Mai 1852 auch die letzte, aber recht rnühevolle Strecke Butzb ach — Gießen fertig war, konnte an diesem Tage die iganze Linie dem Betriebe übergeben werden. Durch die politischen Wirren -des Jahres 1848 und die damit im Zusammenhang stehende schwierige Beschaffung des Baukapitals hatte sich der Ban der Bahn länger hingezogen w:e man dachte.
** Der Sammeleifer zugunsten des Roten Kreuzes soll fortan belohnt werden und zwar durch Verteilung einer eisernen Erinnerungs- imünzc, die von Herrn Professor August Gaul geschaffen nnd dem Roben Kreuz z-ur Verfügung gestellt worden ist. Die Schannrü;:ze zeigt auf der Vorderseite eine den: Sturm trotzende Eiche, auf der Mckseite einen Ring von Ameisen Nnd Bienen, sowie den Goetbeschen Vers: „Das Allerwindeste müßt ihr entdecken aus das Geschwindeste in allen Ecken." Für die Gewährung der Münze kommen nach dem Ermessen der Hessischen Zweig vereine vom stioten Kreuz Nnd des Alice-Faauenverems solche Spender in Betracht, die in Zukunft dem Roten Kreuz durch Sammeln von Gegenständen aller Art im Wert von mindestens 25 Mark Vorteile verschaffen oder 25 Mark und mehr an Geldbeträgen zufiihren.
''‘'Dom Kreiskomitee für Notes Kreuz u u b KriegShilfe wird uns mitgeleilt, daß dortselbst weitere Geldbeträge eingingen. Die Kreiskasse Gießen ist fortgesetzt zur Ent- peaenncchme von Gaben bereit.
Von der Verband- und Krankenersrtschnngs- stelle des Roten Kreuzes am Bahnhof sind im Monat Juli 13 680 Mann erfrischt worden. Die Sanitätskolonne hat 816 Transporte ausgeführt, sowie in 200 sonstigen Fällen Hilfe geleistet.
** Na tü ralienl ieferu n gen bei Kaufabs chlüssen unzulässig. In zahlreichen Fällen ist Klage darüber erhoben, daß notwendige Bedarfsartikel der Landwirtschaft lTünger- mittel, Futtermittel usw.) nur im Austausch mit landwirtschaftlichen Produkten abgegeben werden. In vielen Fällen liegt bei solchem ^N.'lhren ein Umgehen der Höchstpreise vor, und es ist dann unzulässig und strafbar. AStr auch in- den übrigen Fällen kann eine derart:ge ^Erzwingung von Lieferungen nicht gebilligt werden, da s:e d:e üblick-e;: Absatzverhältnisse und damit die Versorgung stört. Derartige Forderungen von Natnralienlieferungen bei Kaufabschlüssen müssen den:gen:äß als unzulässig bezeichnet werden. Gegebenenfalls kann, soweit dies nach den ergangene;: Vorschriften möglich ist, mit Beschlagnahme nnd Enteignung gegen die Beteiligten vorgegangen werde;;.
** Bezug von Bindegarn.. Dreschmaschinenbesttzer und Dreschgenossenschaften, die noch nicht in; Besitz von Bindegarn sind, wollen sich unverzüglich an die Zentralgenossenschaft der Hessischen landwirtschaftlichen Konsumvereine in Darmstadt wenden. Dieselbe hat wieder einen Posten 1a Flachsbindegarn ca. 600 m aufs Kilo lfd. zur Verfügung. Bestellungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges erledigt.'
** Das heutige Kreisblatt enthält folgende Bekanntmachungen von allgemeinem Interesse über die Einfuhr von Fohlen, den Verkehr mit Brotgetreide und Wintergerste zu Saatzwecken, über die Aufhebung des Kartoffelversütterungs- Verbotes, sowie das Verwiegen der ausgedroschenen Getreide- vorvate.
Landkreis Gießen.
w. A l l e n d o r f a. d. Lda., 7. Aug. L. lauf, der 18jährig al§ Kriegsfreiwilliger beim Jns.-Regt. 116 diente, seit November vorigen Jahres aber dem Jns.-Regt. 221 angehörl, erhielt das Eiserne Kreuz. Er ist der jüngste von vier dem Heere an- gehörigen Brüdern.
Ettingshausen, 6. Aug. Musketier Karl G ö r n e r t im Jns.-Regt. 118, 7. Komp., Sohn des Heinrich Görnert 1., wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet und zum Gefreiten befördert.
ga. Grünberg, 6. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt am 3. August an der Düna vor Riga Gefreiter August Schlosser von hier, der den Krieg auch schon voi; Anfang au mitmacht.
ga. Göbelnrod, 6. Aug. Christian Velten I. und Ellsabethe Velten geb. Böhmer feierten die Goldene Hochzeit. Der Jubilar, im 79. Lebensjahre, ist leidend, seine Ehefrau, in; 69.. noch sehr rüstig, so daß sie noch täglich mit zur Erntearbeit geht.
u. Heuchelheim, 7. Aug. Gestern wurden hier die sterblichen Ueb eures te des Gefreiten K. Senf clmaun der Erde überleben. Der Verstorbene, der dem Militär-Eisenbahn-Verkehrsamt seit Anfang des Krieges zugeteilt war und in Ausübung seines Treustes tötlich.verunglückte, erlag seinen Verletzungen in einem Festnngslazarett irrt Westen. Ein grosec Leichenzug, an dem fick; der hiesige Kn eg erverein und der Gesangverein Liedertafel mit ihren Falpren geschlossen beteiligten, legte Zeugnis dafür ab, wie allgemein d:e Teilnahme der hiesigen Bevölkerung mit der schwer heimgesuch- ten Familie ist, fiel doch erst vor wenigen Wochen ein Bruder des Verstorbenen im Kampfe fürs Vaterland, während zwei Schwager sawn fast seit einem bezw. zivei Jahren als vermißt gelten.
tt. Treis a. d. Lda., 7. Aug. Als 23. imserer Gemeinde starb am 31. Juli d. I. nach einer vor Berdiii; erhaltenen schweren Verwundung in einem Feldlazarett des Westens der Grenadier Heinr. Kas dahier in; 22. Lebensjahr. Nach 'Mitteilung der Lazarett- leitnng ist er auf dem Soldatensriedhof zu Mareq mit inilitärischen nnd kirchlichen Ehren vestattet worden.
Kreis Vuoingen.
Fc. Büdingen, 7. Aug. Ter Metzgerverband fü dei: diesseitigen Kreis gibt bekannt, daß fortgesetzt Klagen ein lausen, daß die Metzger das. in die Gemeinde;: zu liefernde Flcisc n:cht auspsunden itttb finmiaHii wollen, ia sogar das Auspfundc und das Einwickeln fid; besonders bezahlen lassen. Ties fc: al eine Uebcrschreitung der Höchstpreise anzusehen. Tie zurzeit gel tenden Kle;nHandelshöcksttpreise für Fleisch und Fleischwaren ver güteten das Auspfunden und Einwickeln bereits mit. Sollten sic die unberechtigten Forderungen durch die Metzger wiederholen, s wird der .Metzgerverband bei der Preisprüsungsstelle die Herab fttzang der .Kleinhandelshöchstpreise beantrage;: und außerdem Strafanträge stellen.
^ 7. Ana. Chemiker Dr. Davidsohn vo;
Pier, bt^ner -8:zefcldwebel d. L. in einem Infanterie-Regiment io Osten, wurde zum Lentimnt d. L. befördert. - In den hiesige; Ohwtlübasattwerktm verunglückte der jugeirdliche Arbeiter W;lh Gvckscha von hier, er geriet infolge Unvorsichtig keil in da! Getrrebe der Trahtscilbahi;, die seine linke Ha:ü> erfaßte und ihn bm Fnger schwer verletzte.
Kreis Alsfrld.
oz. Altenburg, 6 Aug. Dem Füsilier Heinrich Buch bamnrer im I. Garde-Reserve-Regiment wurde die Hessisch Tapserkeitsmedaille verliehen.
or. R e i m e n r o d, 6. Aug. Dem Ersatzreservisten Geor; N a um ann, Minenwerfer im Infanterie-Regiment Nr. 116, wurd bas Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
oz. Aell, 6. Aug. Den; Wehrmann Karl Müller II. Krankenträger im Infanterie-Regiment Nr. 116, wurde das Eisern! Kreuz 2. Klasse verliehen.
Kreis Lauterbach.
la. L a u t e r b a ch , 7. Ang. Das E i s e r n e Kreuz erhiel Heinrich Lust IX., Ilbeshausen, in; Fuß-Art.-Regt. 51, Jnhabei der Hessischen Tapferkeitsn;edallle.
Kreis Friedberg.
gw. Friedberg, 6. Aug. Die Handwerkskammer steUt zur^ zeck Erhebungen über den örtlichen, fachlichen Zusammen- schlutz der einzelnen Ha n d w e r ks z w e: g e innerhalk der Gewerbevereine an. Neben der Verwertung zu statistisck>er Zwecken wird dieses Material zur Weiterbcarbeitung der zu m mittelnden Heereslieferungen, die nach nnd nach immer weiterc Handwerkszweige erfassen werden, dringend benötigt. Auch die Ver Handlungen übe:' Fürsorgemaßnahmen für die aus dem Felde zu- rilckkehrenden Handwerker werden wirksam durch diese Angaben unterstützt. Ferner sollen diese Erhebungen die Unterlage zur Be- antworümg der zahlreich eingehenden Anfragen von Behörden wegen Verteilung von Rohmaterialien bieten.
oa. Friedberg, 6. Aug. stnd. theol. Kurt Kleberaer von hier, Leutnant d. Res., erhielt die Hessische Tapferkeitsmedäille Das Eiserne Kre;iz besitzt er bereits.
Fc. Bad-Nauheim, 6. August. Dem landwirtschaftlichen Sachverständigen des stellvertretenden Generalkommandos de^ 18. Armeekorps, Theodor B r e: d e n b a ch dahier, wurde in Anerkennung seiner Verdienste vom Großherzog das Zlpiegsehrenzeichen verliehen.
Fc. Butzbach, 6. !Aügust. Der hiesige Kaninchenzuchtverein hat beschlossen, mit dem hiesigen Roten Kreuz und der Stadt eine Anzahl Kaninchen zur Zucht an bedürftige Kriegerffauen kostenlos zu verteilen.
— Petterweil, 6. Aug. Der Hilfsarbeiter Wilh. Bässe wurde in der Frankfurter Eisenbahn-Betriebswerkstätte beim Aus- wechseln einer Lokomotivenachse z u T o d e g e d r ü ck t. Er hinter- läßl eine Witwe fünf Kindern.
Kreis Wetzlar.
d. Aus dem Kreise Wetzlar, 7. iAug. Ter Vorsitzende des Kreisausschiusses I>at eine Anordnung erlassen, wonach der Ausdrusch des Brotgetreides, des Hafers, der Oberste und der Mischfruchk bis zum l. N»vemder erfolgt sein muß. Getreide, das dis zu diesem Zeitpunkte nicht ausgedroschen ist, wird von der Gemeinde auf .Kosten des Erzeugers ausgedroschen werden. In begründeten Fällen können Ansnahmeik von den zuständigen Bürgermeistern bewilligt lverden. Das 21usdreschen darf nur unter Aussicht eines Polizeibeamteu erfolgen. Demgemäß haben die Getreidebesitzer spätestens 3 Tage vor Bemnn des Dreschens dem
Gemeinde-Vorsteher Anzeige zu erstatte;;. Das ausgedrvscheue Getreide wird nach dem Ausdrusch auf einer von der Gemeinde zu stellenden Wage verwogen und darf, bevor dies geschehen ist, nicht abgefahre;: oder abgetragen werden. Tie Polizeibeamten sühi^n Treschbücher und tragen die Ergebnisse des Ausdrusches in diese ein; die Richtigkeit der Eintragung ist von dem Beamten und dem Getreidebesitzer zu bescheinige:!. Nach beendetem Ausdrusch werden die Treschbücher dem Kreisausschuß eingereicht. — Eine weitere Anordnung des Kreisausschusses verpflichtet die Besitzer von Milchkühe n, von jedem Stück Milchvieh wöchentlich mindestens ein Pfund Butter an die von den Bürgermeistereien eingerichteten B u t t e r s a m m e l st e 1 l e n abzugeben. Besitzer, die nur zwer Milchkühe haben, bleiben von der Abgabe frei, diejenigen, die m Zwei Milchkühe besitze;:, lioben aus den ganzen Milchvieh-
Bestand Butter abzulieferu.. Für .Kühe, die regelmäßig zur Arbeit benutzt werden (Fahrkühe), ist. nur die Hälfte der vorbezeichneten Bcenge abzuliefern. Landwirte, die Frischmilch liefern, sind von rs. Ablichtung zur Abgabe von Butter befteit. Im übrigen php Ausnahmen zulässig, sofern es im einzelnen Falle die 23ei> yaltmsse erforderlich machen.
Hessen-Nassau.
— E r o n b e r g, 6. Ang. Weaen fahrlässiger Tötung wurdt der Jagdaiifseher W ö r z zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte im Winter den Maurer Schalk ans Falkenstein bei eine: Treibjagd aus Unvorsichtigkeit erschossen.
^ Kassel, 6. Aug. Aus hessischen PfarrHäusern nac fr Mitteilungen des^ Konsistoriums bis jetzt 68 Kmegs- teunehmer. Mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse wurden bisher 7, m:t dem der zweiten Klasse 1.33 seit Kriegsbeginn ausgezeichnet.
g. Bon der Werra, 6. Ang. Tie Witwe Erbsmehl in dem porfe Dorrchors hatte die Angewohnheit, jede Nacht in i^em Lachlasz:mmer Licht zu brennen. Durch einen unglücklichen Zufall muß d:eses während der vergangenen Nacht umgefallen sein und das Bett in Brand gesetzt haben. Tie Frau wurde gestern ftüh als halbverkohlte Leich>e aufaefnndcn.
AuS der Rhön, 7. 'Allg. Der 17jährige Landwirtssohn Clemens Drexler^aus dem Rhöndorfe Steinwand wiirde beim Arbeiten in einer Sandgrube durch einen plötzlich abstürzenden großen Sandstein erschlagen.
veiemischtes.
g. Berleburg i. Wests., 7. Ang. In dem benachbarten Dorfe P e r m e ck e schnitt ein dort im Somrneraufenthalt befindlicher Mann an? Köln in einen: Aiisall von Schwermut und Lebensl'iberdruß seiner sechsjährigen Tochter die Kehle durch ilnd machte dann selbst seinen: Lebe»; durch Erhängen ein Ende.
Märkte.
Ka. Schotten, 7. Aug. Ter Schottener Somniermarkt wird am 7. ;md 8. August l. Js. abgehalten. An: 'Montag, der 7. August findet P f e r d e - und Rindviehmarkt und am Dienstag, den 8. August Rindvieh- und Schwei nein ar kt statt.
Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 8. August 1916 : Wechselnd bewölkt, trocken, kühl.
Letzte Nachrichten.
Die Rückeroberung von Fleury.
Genf, 7. Ang. Aus den ecgänze;ü>e;: französischen Berichten über b:e letzten Kämpfe bei F l e u r y - T h: a u m o n t geht hervor, daß die großangelegte Gegenoffensive General Nivells den deutschen Ring um Berdm: sprengen sollte, die mit getvaltigen Mitteln mit nach wochenlanger grünlicher Vorbereitung unternommen worden ,ei. Die Schlacht, die vorgestern um Fleurp tobte, war nach Schilderungen der Pariser Blätter eine de; blutigsten und fürchterlichsten des Ringens um Verdun. Am Freitag bei Tagesanbruch stürmten die deutschen Regimenter vor, um das Dorf ben Franzosen wieder Zu entreißen, während die de;rtsche Artillerie das Dorf und die umlegenden französischen Schützengräben u.tter wirksames Feuer genommen l-atte. Nachdem die Außenstellnngen in die .Hände der Angre:ser gefalle;; waren, gingen die Deutschen von Ost und West gl^chzeitig gegen Fleurp vor. Die Franzosen verteidigten sich änßertt harnräckig, mußten aber schließlich tveichen und das unter so schweren Opfern erstrittene Dorf iviedcr den Deutsche;! überlasten, d:e in ihrem Schwung sogar bis zu den: südlich von Fleurp gelegenen Bahnhof vorgestoßen waren. Rasch herbeigeeilte französische Reserven koirnten den Angreifer etwas znrückdräugen, der größte Teil des Dorfes blieb jedoch fest in den Händen der Deutschen. Pieverbandsoffensivk in Mazedonien?
Amsterdam, 7. Aug. Wie ein 0>ewährsmann der „Boss:- scheu Zeitung" .aus London berichtet, erachtet man dort in eiu- gewechten Kreisen es für feststehend, idcrß die^alvnikiarmeein den näckstten Wochen -zur Offensive übergehen werde. In Saloniki find Lrvße MnnitionsMengen nngetroffen. Zahlreiches Lazavettmaterial und Ancknckanzen sind mttenvegs. General Sar- rail hält allerdings de;: Augenblick noch Mr wenig geeignet und hat nach Paris gemeldet, daß er erst das Ergebnis der griechische;: Wahlen abwarten möchte. Ioffre hat ihm jedoch mitgeteilt, daß nach dem Plan der Alliierten der Bormarsch m Mazedonien unverzüglich stattfiuden müsse. Es hänge vrel davon ab. dort die feindlichen^ Armee;: zu binden. Aus dem Telegrammwechsel mit General Sarrail geht hervor, daß der kürzlick) unternommene 2lu- griff der Serben nur ein Blust gewesen ist, um die Bulgavou glauben zu n;ache;i, daß die Offensive beginne. Sarrail verfügt über schlechtes Truppenmaterwl, da seine frischen Truppen fast alle gegen erschöpfte M>teilungen von anderen KriegssckmrrvIätzen ausgetauscht worden sind. Deshalb müßte er den Bormarsch imrne: ;wch hinausschieben. Auf Jofsres dringende ^knweisnwg hat er jetzt einen Kriegsrat aller Generale ernberisten, um zn entscheiden, ob ein allgemeiner Angriff möglich ist.
Neue Unruhen in China.
Gens, 7. Aiuglust. Lyoner Blätter veröffentlichen folgende Tepesche aus Tientsin: Beunruhigende Nachrichten treffen ein
über Kämpf^, die sich in der Unrgebmrg von Kanton ab- wickelm Tansende von Flüchtling^en kommen in Hongkong an. Die Lage in Han kan ist sehr ernst.
Die kirchlichen Denk'- und Dankfeiern zum zweiten Kriegsjuhrestage.
Berlin, 7. Aug. In allen Gotteshäusern wurste gest-emr der zweite Jahrestag des Kriegsdeginns durch Denk- nnd Dankfejer:: unter großer Beteiligung der Bevötkernno begangen.
Bekanntmachung für das kaufende Publikum
Im Absatz 1 der am Samstag angekündigten bezugssoheinfreien Artikel handelt es sich um
fertige ..
Damen-, Mädchen- und Kinder-Konfektion
(nicht „farbige“).
J. Pfeffer, Marktplatz 6.
Fluß-».Seefische
I. M. Tchuihos
Telephon 119. — Prompter Versand nach auslväns. I 01
Für Geflügel;
Kürkettgriilse und .Hiihnerfutter
irisch eingetrofsen und preis- wert bei [4871
-lugust Wallenfels Kolonialwaren-, Dclika- ressen- u. Tvcinvandlung. Telefon 262. Marktplatz 17.


