Wandermnsemns nmfefer abgesehen werden, oerschvedew? Beratung^- stellen wurden geschlossen und am schwersten war, daß dre Zahl Kveisrrsle,iertnnen erheblich vermit^ert werden mirßte, an dereil Stelle in dankenswerter Weise freiwillige Hrliskräfte traten. Die
f eMrale entschloß sich deshalb bereits nach ALl-ani des ersten, , riegswirtters, ihre Organisation zunächst in bescheidenem llnr- icrng wieder ansznbai^n Auch im vergangenen Jahre galt die Arbeit der Zentrale in erster Linie der Aufklärung der Bevölkerung, in deren Mittelpunkt naturgemäß die Stillpropaganda stand, da nach der Statistik die Sterblichkeit der künstlich ernährten Säuglinge um ein viclfacl^s größer ist, als die der gestillten .Kinder. Das nnchtigste Mittel der iZelehrung blieb nach wie vor die Beratung der Mütter durch die Aerzte in den Mütterberarungsstunden ^md der Schwestern bei ihren Hausbesuchen. 9cach dem Rückgang durch den Krieg ist die Zahl der Beratungsstellen jetzt wieder auf 44 gestiegen Alleinstehende Soldatenfrauen haben besonders die iljtien gegebene Haus Hilfe während der ersten Tage des Wochenbetts dankbar empfunden.
Eine notwendige Ergänzung der A u ße-n f ürf or g-e sind die bei den Anstalten, der Zentrale des E l e o n o r e n h e i m-Darmsbadt und die Universitäts-Kinderklinrk in Gießen, namentlich auch als Pflegeschulen für Schwestern, die dort in der Säuglings- und Äinderkrankenpslege praktisch und theoretisch ausgebildet werden, um sich nach zweijähriger Msbildun^zeit der 1914 ein- gesührten staatlichen Prüfung zu unterziehen. Die Kinder- llinik wird dauernd in Fühllmg mit der Zeittrale bleiben, auch nach der Verstaatlichung seit i>eni 1. April 1916. Durch dieses staatliche Eingre sen wurden auch Mittel frei, die nun für die Außenpflege verwendet werden können.
Den Bericht über die Universitäts-Kinderklinik in Gießen erstattete der jüngst aus dem sßeld Kurückgekehrte Direktor Prvi. Tr. Koevpe. Danach) hat sich die Besuchszahl im wesentlichen auf der alten Höhe bewegt. Es wurden von Januar 1915—16 301 Kinder mit 7707 Verpflegungstagen verpflegt, wovon 174 aus Gießen, 79 aus dem übrigen Hessen und 86 aus den angrenzenden Länderrr, desonders^ Preußen, waren. Von 45 gestorbenen Kindern starben 5 bald muh der Aufnahme. Mit der Verstaatlichung des Betriebes fei eine stetige, ruhige Entwicklung möglich geworden und Hessen sei wieder als erster unter den Bundesstaaten vorangegangen durch Einführung^der staatlichen Prüfung für Säug- lingspslegeschwestern. Redner hoM, daß auch das spätere Hauptziel, die wissen!ck)astliche Forschung, erreicht werden wird. Die Pflegerinnen erhielten nicht nur mechanische Handgriffe beigebracht,
i i i . . i n iina^jau
sondern eine wissech chattleche Eisbildung, sie stillten lernen, als denkende Menschen zu handeln. Auch stüntliche Aerzte hätten sich) bei den Beratungsstellen vortrefflich bewährt. Eine besondere Anerkennung hatten die hessischen Einrichtungen dadurch erhalten, daß dre Kdnigl. sächsische Regierung einen Entwurf für Säuglings- fürforge traf, worin sie sich ganz an „die erprobten und bei nährten Einrichtungen Hessens" cm lehnt. Zum Schibuß wies der Redner nock) darauf hin, daß seht gerade 10 Jahre seit der vom Großherzog gegebenen Anregung für die Säuglingsfüriorge verflossen seien.
Ueber das Eleonor eu hei m berichtete Herr Tr. S ch 1 i o v e. E rbettmtt, daß im Berichtsjahre 115 Kinder gegen 75 im Zahre vorher verpflegt wurden und das Heim zuletzt mit 30, durchschnittlich mit 24 Kindern befegt war. 21 Mütter wurden mir ihren Kindern ausgenommen: aus Kosten des Ele-onoreubundes wurden 37 Kinder verpflegt. Auch die Milchküche habe sehr segensreich gewirkt.
Rach einem kurzen Bericht der -Oberin von Gorrv-on erfolgte die lleberweisrrng zweier Anftellüngsurkunden d u rch die Grvßherzogin.
Ueber die R e ch mi ngsabla^e für 1915/16 und den Voranschlag für 1917 berichtete Assessor Dr. M clivr. Die Ausgaben betrugen 108 782 Mark, die Einnahmen 60 799 Mark", der Fehlbetrag von 47 982 Mark wird aus dem Konto „Patronat" gedeckt. Der Boranschlag für 1916/17 weist eine Einnahme von 81 400 Mark und eine Ausgabe von 106 610 Mark aus.
Es folgten nun noch Mitteilungen der Zweigstellen. Med.-Rvt Dr. Rebel-Z"riedberg gab nähere Auskimft über die Tätigkeit der dortigen Beratungsstelle, wobei er feststellte, daß die Verhältnisse aut dem Lande doch nicht so ungünstig se-en, wie man vielfach annehme. — Kreisrat Geb Rat v. H a hn - Heppenl)eun gedachte der scheidenden vortrefflichen Schwester Emma Tauscha mit Dankesworten, denen sich, auch Exz. Braun anschloß. Sanitätsrat Dr. O p i tz-Gießen trat für möglichste Zentralisierung ein und warnte vor Zersplitterungen; die Kleinarbeit in der Säuglingsfürsorge sei die Hauptsache. Sanitätsrat Dr. Herzog- Mainz besprach die Einrichtungen det Stadt Mainz, die jetzt auch nahrhafte Ziegenmilch an die Säuglinge aügÄ« und zu diesem Zweck eine vorteilhafte Ziegenzucht aulege.
Ueber eine Anzahl Sa tzungsänderungen berichtete noch Assistent Dr. Melior; sie wurden aus den Ausschnßanträgen aussprachelos angenommen. Bei den Ersatzwahlen zum Ausschuß wurden die fettherigen Ausschußuritglieder miebergewählt.
Ho<3> e i ct^c it*
— Frankfurt a. M , 17. Juli. Privatdozenr vr. Ubll. Ernst T e i ch m a tt n hielt heule an der Universität seine Antrittsvorlesung über .Glossinen und Trnvanosomen^. _
Märkte.
fttcftcn, 18. Juli. Marktberich t. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 20 - 00 Pig. Käse das Stück 10-00 Pfg, Kasematte I Stück 3—0 Pfg^ Kartoffeln der Zentner 6,00 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 30 Pfg.. Spinat 20—25 Pfg. das Pfd., Gclberüben 20 Pfg. das Päckchen, Rosenkohl 00—00 Pfg. das Pfd., rote Rüben 15 Pfg., Zwiebeln das Psund '*)—00 Pfg., Nüsse 100 Stück 00—OOJBfq., Blumenkohl 00—00 Pfennig, Sellerie 10-40 Pfennig das Stück, Kopfsalat 5—10 Pfg. das Stück, Kohlraben 10—15 Pig, Römisch Kohl 20 00 Pfg. das Päckchen, Lauch 5—10 Pfennw das Stück, Erbsen 30—00 Pfg. das Pfd-. Johannlsbeeren 33 Pfg. das Pfd. Stachelbeeren das Pfund -28 Pfg., Heidelbeeren 28 Pfg. das Pfund. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.
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