Jmr lirtö nicht selber <mpen, 'vir gar nicht anders können. Mit dem! Willen zUm Siege sind wir in den Krieg gezogen ihm verdankt unser Volk seine Erfahrungen. Sollte trotz ihrer'dieser Wüle ins Wanken geraten? Der Krieg hat bewiesen, daß wir ern einiges Bokk sind. Daß es daheim und draußen vielfach bezweftelt »mrrde, erinnert sich jeder. So sollen auch die Zweifel an der No Mendigkett weiteren Kämpfens und Siegens, die unser Volk beschleichen und seine -Seele schnmch zu machen, die Gegner ober zu starken droben, wae störende Nebel dahinschwebcn vor dem sonnenglanz Misere Willens zum entscheidenden Siege und des Klaubens an iHn. Sei stark deutsches Volk, und Gott wird mit Ur »an.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 25. Juli. (WTB.) Bericht des Haupt guartiers.
An der Irak-Front Ikeinc Veränderung.
Un der persischen Frontist die Lage östlich Kermanschah unverändert. Die aus Reoanduz nack Osten vertriebenen rus sischen Streitkräfte wurden über die Grenze zurückgedrängt.
. Im Kaukasus am rechten Flügel wurden Ueberfälle, diel von fandlrchen Abteilungen, aus unsere Patrouillen versucht wurden, abgewiesen. Unsere Truppen machten erfolgreiche ^Gegenangriffe aus feindliche Patrouillen. Im Zentrum und am linken Flügel antworteten unsere Truppen energisch auf Angriffe .feindlicher Grkundungsabteilungen.
Einige feindliche Flieger, die Scdd-ül-Bahr überflogen, und ttn Monitor in der Umgegend von Fetscha svurden verjagt.
An der ägyptischen Front, westlich und südlvestlrch von Katta, versagteii urrsere gegen den Kanal vorgeschobenen Patrouillen feindliche Kavallerieabteilungen und fügten ihnen Verluste zu. Kopfbedeckungen der Getöteten beweisen, daß die den Kampf ausnehmenden feindlichen Truppen Australier waren Kulturarbeit in der Türkei.
K o nsta n.tinopel, 24. Juli. Die Vorarbeiten für die Bewässerungsanlagen in der Elwne von Adana sollen tm .Herbst unter Leitung eines Ausschusses von etwa zwanzig einheimisc^n und ausländischen Fachleuten und Ingenieuren
beginnen.
Rumänien.
Berlin, 27. Juli. Der „Berliner Lokalanzeigcr" verösfent licht nn Gespräch des Berliner Vertreters der „United Preß/ mit dem uirgarischen Abgeordneten Grafen Andrassy, der setzt in Berlin weilt OVraf Andrassy sagte, der unmittelbare Eintritt Rumäniens in. den Krieg auf Seite der Alliierten sei hänge voir der militärischen Lage ab. Wenn me Mittelmächte ihre augenblickliche Linien halten ckönnttm, worauf er mit Bestimmtheit zähle, so sei darauf zu rechnen, daß Rumänien neutral bleibe.
Der dänische Seehandel mit Deutschland.
Kopenhagen, 26.Juli. ZWTB.) „Berlingske Tidenhe meldet ans Bergen: Seit dem Frühjahr hat sich der Seehandel mit Deu t schlan d, der, seit Kriegsbeginn ganz unterbrochen war, tmeder wesentlich gebessert. Deutsche .Handelsschiffe sind jetzt an der iwrivegischen Westküste wieder häufiger anzutresfen. Auch der Handel über Land hat sich bedeutend gebessert, besonders findet wieder eine bedeutende Einfuhr miß Deutschland in Maschinen und anderen Industrieerz^ignissen statt. Ans den hiesigen Eisenbahn- Nationen sieht man häufig deutsche Eisenbahnwagen, die hier aus Deutschland mit Waren ankommen.
Die holländischen Heringssischcr.
Berlin, 26. Juli. Der „Bert. Lokalanz." meldet aus dem Haag: Das Blatt „Het Volk" meldet, daß aus allen -holländischen Häfen H eri nas damp fer ausgefah- ren find. Der Koifflikt soll in oer schärfsten Form zum Aus- Mag gebracht und abgewartet werden, ob die Engländer tat t'ächKch die Dampfer beschlagnahmen.
Der Widerspruch der Nordftaaten gegen die Aufhebung der Londoner Erklärung.
KopSirchagen, 26. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Das Ministerium des Aeußern teilt mit: Im Hinblick auf die -englische Order in Eouncil vom 7. Juli 1916, wodurch die Londoner Erklärrmg für endgültig aufgehoben erklärt mrd ^gewisse Seerechtsregetn festgesetzt werden, haben die dä Nische, die norwegische und die schwedische Re- gtenimg, welche diese Regeln in mehreren weserttlichen Beziehungen als mit den völkerrechtlichen Grundsätzen nicht übereinstimmend betrachten, durch ihre Vertreter in London der der englischen Regierung sich Vorbehalten, die Vorstellungen und Vorbehalte geltend zn machen, zu welchen die Anweisung der erwähnten Regeln Aiilaß geben könnte. Ein entsprechender Schritt ist bei der französischen Regierung lvegen ihres Erlasses vom 7. Juli 1916 betreffend die Aufhebung der Londoner Erklärung getan worden. ^
Der irische Ausgleich gescheitert.
Rotterd am, 26. Juli. (WTB.) Der „Nienwe Rotier damsche Courant" meldet aus London: Der irische Ausgleich, von dem- so viel erwartet wurde, ist als miß- A^Uckt zu betrachten. Es besteht auch wenig Aussicht, daß Da- Abkommen auf einer neuen Grundlage zustande kommt. Xie . Stellung der Koalitionsregierung, vor allem As
?® ^ ^ fr Georges, hat dadurch eine neuer liche Erschütterung erfahren.
^ ..Der parlamentmüsche Korrespondent der „Daily News , Nicholson, schreibt: Es wird öffentlich behauptet, daß infolge der irischen Lloyd George seine Entlassung als Mi ntster angeboten hat. Wie verlautet, beabsichtigt Äsouith in diesem Falle auch zurückzntreten. Angeiwlicklich swht das noch nicht zur Erwägung, aber sicher ist, daß die Stellung des KoalitionsmiNisteriums durch die gestrige Aussprache nichts weniger als gestärkt wurde. '
Aufmerksamkeit muß aber auf die Tatsache gelenkt werden, daß diese großen Truppentranspotte vollständig gesichert vor sich gegangen sind, uird daß nicht ein Menschenscheu, während des Seetransports verloren gegangen ist. In Ergänzung des täglichen Erkundnngs- und Vcrteidigungswerkes des königlichen Seeslug- tvefens cor^ der Küste wurden elf organisierte Angriffe gegen »andliche Flugplätze und dreizehn Angriffe auf feindliche Schiffe ausgefuhtt. Neun feindliche Flugzeuge und ein Unterseeboot irmrdcn durch Luftangriff zerstört und bemerkenswerter Schaden an militärischen Hilfsmitteln anaettchtet. Die von dcn Seesliegern in Flairdesn geleisteteten Dinrste waren sehr wertvoll. Es war in gleicher Weise vorteilhaft, die Offensive in der Luft aufrechtzu- erhaltcn, wie diejenige auf dem Lande oder auf der See. Mt beträchtlicher Genugtuung melde ich daher, daß mit einer alleinigen Ausnahme die zerstörten Flugzeuge über dem Gebiet des- Feindes bclampst wurden, und^daß alle Wasserflugzeuge in den Gewässern ober an der Miste des! Feindes zum dttedcrgchen gezwungen wurden. (Notiz des WTB. : entziehe sich also der englischen Kontrolle). Der erzählte Erfolg war daher ein sehr beträchtlicher. Die Tätigkeit der von der belgischen Küste aus operierenden Unter »eeboote wurde sehr eingeschränkt.
Der Seekrieg.
Stettin, 26. Juli. (WTB.) Die „Sttttiner Neuesten Nachrichten" erfahren ans Swine münde: Der Lloyddampfer „Norde r- n e y", mit einer Erzladung von Schwede auf der Heimreise, ist heute nacht nördlich Atkona gesunken. 38 Mann der Besatzung wurden durch ein Vorpostenschisf heute vormittag nach (Svine- müNdc gebracht. Der Kapitän der „Norderney" und 3 Mann der Besatzung sind ertrunken.
Ha in bürg, 26. Juli. (WTB.) Wie -nachttäglich bekannt wird, ist der Dampfer „Elbe" der vereinigten Bugsier- und Frachtschiffahrtsgesell scha ft am 19. Juli nachmittags aus der Falnt von Sundswall nach Lutea in der Nähe des Hafens von Ratan in einem Abstand von einer halben Seemeile von Land durch ein feindliches Unterseeboot ohne jede Warnung mit Torpedo angegriffen worden. Dein Kapitän gelang es durch Hartbackbordrudern, den: Torpedo auszUweichen, welcher in 20 Meter Mstand an her „Elbe" vorbei ging und an den' Klippen der Küste explodierte. Die „Elbe" lief in Ratan unbeschädigt ein.'
Zur hm Reiche.
erftehenlernen zwischen Stadt und Land.
Einen wie großen Wert das gegenseitige Sichvcr-« stehen lernen zwischen der Stadt- und Landbevölkerung namenUrch in der Kttegszeit hat, ist wiederholt uit 3 betont und daraus hingewiesen worden, wie gefährlich das Ausspielen der städtischen Bevölkerung gegen die ländliche und umgekehrt in der gegenwärttgen Zeit ist. Verallgemeinerte Vorwürfe gegen einzelne Berufsstände und gegen die Waycheck verstoßende Uebettreibungen während des Krieges' dienen nur unseren Feinden und müsset! sie in ihrem Widerstande gegen uns^ bestärken. So wie der Städter sich von der Vorstellung frei- maa)en soll, daß. der Landwirt ganz unbekünmrett um die Notlage werter Bolkskrcise nur seinen eigenen Vorteil in der Kriegszar erstrebt habe, muß auch der Landivitt sich davor hüten, den klagenden und wirklich in schwieriger Lage sich befindenden Städter für fernen geborenen Widersacher und Feind zu l-alten. Die Mahnungen des großen Lehrmeisters Krieg zur Eintracht des oeutichen Volkes dürften nicht vergessen und das schwer errungene Gut der Erntracht aller Bolkskreise nicht dadurch auf die Probe gestellt werden, daß wrr crnen Sündenbock suchen für die Teuerung, die jeder größere Krieg mit Naturnotwendigkeit im Gefolge hat. Zur staatsbürgerlichen 'Erziehung gehört auch gegenseitige Kenntnis der einzelnen Stände untereinander nach ihrer Eigenart Lage, Psychologie und Anschauung, nickst zuletzt auch eine Kennr- nis üer Schwierigkeiten ihres Betriebes. Durch Kenntnis allein
Ein Bericht der Wachtstation Dover.
London, 26. Juli. (WTB.) Meldung des Renterschen Bu- reaus: Der von dem koinmnndierenden Admiral der Wackt- bffagtt ~ ÜÖer ^ Me ^ eit ^ äum 29, Mai erstattete Bericht
letzten Bericht vom 3. S-ptencker 1916 lmirden o^'.^blichtstatton obliegenden verschiedenen Pflichten mit un- ermuottcher Tatkraft während des Winters erfüllt. Die Offensiv- unternchmungen an der belgischen Küste wurden durch die Kürze der Ta^, Sturme, Wind u,id schlechtes Wetter bechnderl. Diefekben ^ die Osten,ivunternchmungen hmdernden Umstände begünsttgttm > Feind beim. AuÄegen von Minen und in dcn Angristen
l“Ä' , /L b,efc 'i «fl« «OoSffetH, ütfofetn sw ihm flalten, dcn Wachtschifsen au^mondym
3>ic ®tenße der Aachtstation DE werden am beiten durch
Durch hie Kontrolle passierten . 000 -attbJ^d)iffc, ab(TCicf>c]i von den Kriegsschiffen und
i Stlfskreurcrn, m den etzten sechs Senaten, von wclh>en 21 Zp.°rcndurch den .Aeind beschädich wurde». Die .Berlul e der K-mfahrterschiffe betragen daher weniger als I vom lorp. Um diese bemerkenswerte E,cherl>eit ftlr die Äandelsschifsahr, berbeimwbre^'ind mer Prozent der Wachtschriic nesnnken. toobei u. Ostiziere und Aoannschasten umtamen. Keine Ziffern kannten nachdrücklicher die Opfer bekräftigen, die von der Bemannung gebracht wurden, und die verhältnismäßige SicherlZeit die sie da- chrrch^mSand-l ihres Laiches verschasit habe,,. Ausechem bestand tzre Wirksamkeit der Wachttck^fse m emem Flankenschutz aller' »« und von der Armee in Frankreich Die l -äah. dreier Sch»ste und der beförderten Truppen ist bekannt Die
Die Ernte.
Berliii, 27 .Juli. In einem Artikel über das Erntewetter schreibt die „Boss. Ztg": Die Getreideernte hat vielfach begonnen und gewinnt täglich größeren Umfang, und es kommt nun alles darauf an, daß in den nächsten Wochen die langanhaltenden Regengüsse des Juni und Anfang Juli sich nicht wiederholen, um den reichen Himmels- segen, der uns auf den Feldern heranwächst, und uns wirtschaftlichen Sieg verheißt, trocken in die Scheunen zu bergen., .Hierzu sind nun aber die Aussichten zurzeit die deutbar besten. In ganz Europa steigt der Lustdruck, und da ohnehin die Luffdruckverteilung sehr günstig ist, scheint regwerische oder auch stürmische Witterung von längerer Dauer auf geraume Zeit ganz ausgeschlossen zu sein, soenn auch hier und da kurze Gewitterstörungen natürlich nicht ganz fehlen werden.
Eine sozialdemokratische Warnung.
Berlin, 26. Juli. Der P a r t e i v o r st a n b der Sozialdemokratie uno die General ko mnl is s i o n Gewerkschaften erlassen im „Vorwärts" einen Aufruf an die Arbeiter üird Arbeiterinnen, worin sie vor dem Treiben der im Dunkel der Anonymität ivirkenden Protest- und Generakstreikavostel nachdrücklich warnen. Es sei ja begreiflich, daß der Krieg mancherlei Mißmut und Unzufriedenheit cruslöse, aber es sei ulwerantwortlich, wenn diese Stimmung von einzelnen Leuten mißbraucht werde, in der Arbeiterschaft Haß und Mißtrauen gegen ihre Vertrauensleute zu säen und sie gewissenlos zu Streiks und Massen aktionen zu verleiten, für die die Partei und Gewerkschaften jede Verantwortung adlehnen. Ebenso müsse unter Hinweis auf die im Kriege geltenden Strafbesttmmungen vor unüberlegteij Handlungen gewarnt werden. Gerade jetzt, so sagt der Ausruf, wo an Viten Fronten unsere Hrüder im Wasseurock unter unsäglichen Opfern dem gewaltigen Ansturm der gegnerischen Masse-cheere standhalten müssen, wo ttrrz vor der Ernte die Lebensmittelversorgung die größten Schwierigkeiten bereite, müßte jegliche unbesonnene Aktion verhängnisvoll wirken Und vor allem die Arbeiterklasse selbst gm schwersten treffen. Mehr denn je nrüsse die einl)eit- liche Aktion der Arbeiterklasse außrecht erhalten werden.
Lenfch, Mehring und Knigge.
Der .Genosse Dr. Lensch, der lange Jahre gemeinsam mit Mehring die „Leipziger Volkszeitung" leitete, sich'aber infolge des Krieges vom radikalen Sozialisten zu'einem ausgesprochenen „Reformer^' gewandelt und seine Anschauung kürzlich in einem Buche vertreten hat, wurde daraufhin von seinem alten Kollegen Mehring in einer eben nicht z-arten Weise angegriffen. Einer Antwort, die Dr. Lensch in einem offenen Briefe an Mehring gab, versagten, wie wir in der Tägl. Msch." lesen, sowohl der „Vorwärts" »nie die „Leipziger Volkszeitung" die Aufnahme. Dr. Lensch brachte seinen offenen Brief nunmehr in den „Leipziger Neuesten Nachrichten" zur Vervffeittlichung, die er gelneinsam mit Mehring lange Jahre besonders scharf be- iämpft hatte, die aber trotzdenr loyal gemi'g »varen, ihm sozusagen Waffensetjutz zu geivähren. Die „Leipziger Volks- zertung^' sieht sich darauf zu ihrem Kummer genötigt, den osserren Brief Dr. Lenschs doch abzudruckcn, um einer Entgegnung ihrer Redaktion wie einer „offenen Antwort" Mehrings die nötige Grundlage zu geben. Wir heberi aus der Auseinandersetzung nur hervor, daß Dr. Lensch Mehring vorw^rft, er habe sich während der gemeinsamen Tätigkeit bei der „Leipziger Bolkszeittrng" gern mit fremden, nämlich Lenschs, Federn schmücken lassen und selber viel weniger für die Zeitung gearbeitet, als die Oeffentlichteit annalM, ferner beschäftigt sich Lensch mit der außerordentlichen Eitelkeit Mehlrings. In seiirer Antwort wirst Mehring dem Genossen Lensch „unverbesserliche Faulheit" und „elvige Jntriguen" vor und spricht von seiner „kanailleusen" Natur.
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Berlin, 26. Juli. (WTB. Amtlich.) Durch die im Rerchsgesetzblatt \n dem amtlichen Teil des „Reichsänz" veröffentlichte Bekanntmachung betr. eine Aeuderung der Ansfilhrrln^bestimnftingen zu den Bekannttnachuilgen über Höchstpreise von Petroleum und die Verteilung der Petroleumbestände vonl 1. Mai 1916 (Reichsgesetzblatt S 350) vom 24. Juki 1916 wird der Verkauf vw n Petroleum zu Leuchtzwecken vom 21. August 1916 an wieder äe-
stattet. Jnrsüibrigen bleibt esIbei der Amnelde- und Wgaben- vor r? T^ l 2 ^ l ^L
i^^ilirn^G^'b^ ° n Me für Petro- und Liebe, die er bei allein Kameraden, nack, »men unb »ta?
leuraoerteuung G.nt. d. H. geiwß, Der Grc-Kener Jugend aber, die von 1897—1914
8» vemrich Schwobcls Fußen saß, mag das Beispiel des Beraters ÖJÄÄT 3lad>CT ^Ellung gegenüber
** Kri c gi-a uäJt c H n n g. Im Jvhamieskonfirniandensaal veranstalten tm Qmntoner und cm Quartaner des hiesigen Gym- -naftums^an dm letzten drei Tagen eine KriegsausstelUmq. Die beiden rtteunde l-atten sich un Lause -des Kriegs eine seyr'schöne und ümpingreuhe oamnüung angelegt, die sie hür zum besten
zum Verständnis.
^..Man sollte heute in Stadtkreisen nicht übersehen, mit wieviel Muhen und Sorgen unser Landvolk in dieser Kttegszeit zu kämpfen^ hat. Es hat sttne ganze Jungmannschaft bio aus den letzten Lohn des Hofes und den jüngsten Knecht dem Vaterland geweiht. Es, hat seine Gespanne zum Kriegsdienst hergegebm, hat I^nen Viehlland verringern. Nicht selten ausgeben müssen. Ost Ichien bei dem Mangel an Arbtttskräften, bei den tausendsältta aus»teigenden Schwierigkeiten des Betriebes die Möglichkeit zu scknranden, die httmatliche Sck-olle, die über alles geliebte, zn behaupten. dcur dem Heroiswus -unserer Landsrauen ist es in unzählige Fätt^ zu danken, daß der Betrieb wlftecht ettalteu imrrde Ob wohi eine im städtischen Berufsleben tätige Frau sick auch iiur eine annähernde Vorstellung davon machen kaim. »oelctc Sorgen welche Lasten, welche schwere Anspannung aller körperlichen Kraft von ihrer Mitschwester aüs dem Lande verlangt ivird, wewi diese neben der Versorgung ihrer mttst zahlrttchen Kindcrsthar Haus und Hof, Viebstall und Acker imstande halten muß mtb zu der ermüdenden körperliche Arbeit auch noch die organisatoristbe- Leitung des ganzen an Stelle des Mannes zu übernehmen gezwungen ist? Wer sttne Blicke wandern läßt in die Zukunft unteres deutschen Volkes nach dein Kriege, dem mirb nicht verborgen haben können, welche gewaltige Bedeutung dem Lande in dieser Zutunst zukommt. Auf der anderen Seite muß das Land auch die Schwierigkeiten bedenken, die sich in der Kttegszeit her Versorgung ton g rohen ^täbtcnjnil ihren Menschenmengen entgegen stellt, wo eben innerhalb der Städte die Selbstvefforgung des Verbraucher^ nur in ganz bescheidaieni Maß möglich ißt und selbst da noch in den Ansangcm der überhaupt geringen Mö-glichkttteu steckt. Tie Kultur- sorm unserer großcy Städte bedeutet für die Versorgung stets eine Erschwernis und für den Stadtbewohner eine wesentliche Vc»- teuerung bei der Bestie di gung des notwendigsten Lebensbedarss m einem Maß, das dein Landbewohner in der Form stemd ist und seme Verwunderung bei genauer Kenntnis Hervorrufen würde.
Gegenstttiges Verstehen »vird am ersten gefördert durch die Kenntnis über die Schwierigrttteii, die auf beiden Sttten ihre ttLrrttamkat ausüben. Man werde nicht müde, in Stadt und Land auf gegenstttige Wünsche einzugehen und sie gerecht zu beuttttleii^ Las wirv sich das Wohl des Ganzen von so hohttn Nutzen sein,
dannt auch schwer scheinende Zugeständnisse an die andere Seite rachttch aufgewogar werden.
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L. U. Se. Königs. Hoheit der Großherzog hat dein Rektor unserer Landes Universität Professor Dr. Siev ers uird dem ftüheren Rektor Geh. Kirchenrat I). Eck das Allgemeine Ehrenzeichen für KLiegsverdienste tind dem Exrektor Geh. Medizinalrat Dr. Sommer das Militär- Sanitäts-Kreuz verliehen.
** Amtliche P-ersonalnachrichten. In den Ruhe- stand versetzt wurde am 22. Juü der Lehrer an der Volksschule zu Ofsaibach, Friedrich Jöst, aus 'sein Nachsuchen unter Aper- kemrung »emer langjährigen treuen Dienste vom 1. August 1916
. Da Grvßherzog hat am 26. Juli den Mtuariatsassistenten ba dem Amtsgericht Bingen Johann T«i x znm Aktuar bei dem Amtsgemcht .Herbstein ernannt.
Auszeichnung. Dragoner Otto Klös wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
o ** Lehrer Schwübel gefallen! Der Tod ttß eine Lucke in die Rahen des Lehrerrntcs der Stadtknabeuschule. Frcuud
yorques ncrirwes ^>rreven nach agener Bollkommenh.'it, höckHes Streben nach Vervollkommmmg der ihm anvertrauten Jugend der Men,chl)ett. Der Krieg ttß den Sechsnnddreißrgjächigeu aus »eurer Famrlrc, aus sttnem Wirkungskreise. Er »var noch einer der „alten" Lehrer, deren militärische Ausbildimgszttt vor l900 gelegen, nur zehn Wochen aedauett und jede BesördernngSmöglich- kert ausge»chlo»sen halte. L>o mußte Lehrer Scbwvbel als Kriegslandlvehrmann von der Pike aus dienen. Und »vie er im Fcldü fernen Platz, anssüllte, das beweist sttn Aufrücken zum Gesttttzcn und Unterormier, zum Vrzeseldnwbel (wegen besonderer TavieMit
Aus Studt und Land.
Gießen, 27. Juli 1916.
Der neue Post- und Telegraphen-Tarif.
Vom 1. A u g u st 1 9 1 6 ab beträgt im inneren Verkehr des Rerchspostgebietes, im Verkehr mit Bayern und Württemberg, so'-


