Ausgabe 
27.7.1916 Erstes Blatt
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6c3 Roten Kreuzes und der Kinder-Fürsorge öffentlich zeigten Da konnte man den französischen Stahlhelm, Käppis, fremde ®e fchosie Gewehrkugeln und -Patronen, sogar ein Flicgerpseil, Gra­nat,tücke und -splitter, drei- und vierkantige Bajonette, Notgelder und Kleidungsstücke bewundern,. Aber auch Bilder von unseren Heerführern, Zbriegspostkarten, ferner Bekanntmachungen in fran­zösischer, russischer und deutscher Sprache, dann noch Liller imd Kownoer Kriegszeitungen mit ihren humorvollen Flugblättern fehlten nicht. Als Prachtexemplar hing da soaar auch das rote Schild des Mobilmachungsbefehls vom 1. August. Eine Menge anderer ^.^shen waren noch zu sehen. Jeder Besucher mußte seinen frei-! imllrg geleisteten Beitrag mit seinem Namen in eine Liste eintragcn ^-rotzdem diese hochinteressante Ausstellung sehr wenig bekaniit war, kam doch ein überraschender Betrag von 45 Mark zusammen. 37 Mark wurden dem Roten Kreuz überwiesen. 8 Mark erhielt die >b:n.der-Fürsorge. Die große Aufopferung der beiden Jungens ist sehr zu loben Ein so hoher Betrag ist von ähnlichen Veranstaltun - gen doch noch nie erzielt worden.

** Warnung vorTheigello" Der Agent F. nr Gießen hat seit einiger Zeit hier und auswärts eine Salatölersatz-MarkeTheigello" in den Handel ge bracht. Das Ersatzpräparat führt unter anderem die Bezeich­nung: Verbürgt Ia Qualität. Begutachtet von deni staatlichen Untersuchungsamt für Oberhessen in Gießen. Eine Unter­suchung desTheigello" hat seitens des chem. Untersuchungs­amtes für die Provinz Oberhessen nicht ftattgesunden, viel­mehr hat F. den Namen des Untersuchungsamtes gröblich nlißbraucht. Wir warnen die Bevölkerung, sich durch die fal­schen Angaben zum Kaufe des SalatölersatzesTheigello" verleiten zu lassen. (Sin Strafverfahren wegen Be­trugs, übermäßiger Preissteigerung und Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz ist eingeleitet.

** Fe ld d ieb stä h l e. Da in der letzten Zeit sich die Felddiebstähle in auffälliger Weise mehren, so erscheint es an­gebracht, darauf hinzuweisen, daß diese Vergehen in der jetzi­gen schweren Kriegszeit streng bestraft werden, besonders da es sich in den meisten Fällen darum handelt, daß der Ve­rstohlene selbst sich ein kleines Feldstück mit vieler Mühe und erheblichen Unkosten bestellt hat und daher den Verlust dop­pelt schmerzlich empfindet.

** Studium der Aüsl ander an deutschen Hoch­schulen. TerMunch. Med. Wochmschr." zufolge hat kürzlich der Senat der Technischer: Hochschule zu Berlin zur Frage des Studiums ^der Ausländer an deutschen Hochschulen Stellung ge­nommen. Danach würden auf deutschen Hochschulen nur die ^An­gehörigen solcher Länder zuzulassen sein, die ihrerseits den in ihren Grenzen lebenden Deutschen nicht übelwollend begegnen, ihnen^den Gebrauch und die Pflege ihrer heimatliche:: Sprache 'Und Sitten sowie die Errichtung deutscher Schule:: erlauben. Um möglichst einheitliches Vorgehen zu erzielen, hat bk Technische Hoch- .schule ihre Vorschläge allen deutscher: Schwesteranstalten und Uni versitäten zur Aeußerung vorgclegt.

** Lederkarten. Nach den für die Abgabe von Bodenleder maßgebenden Bestimmungen Igben die Ledcrhändler und Roh- sloffgewssenschiasten die Einschreibrmgen der Schuhmacher aus Grund der LederLrrte in der Zeit vom 7. bist 2. August1916 cntgegenzunehmen. Die Formulare zu den Kunden-Einschreib.' lasten können von der Handwerkskammer zu Darmstadt, Saalbaustraße 60, bezogen werden. Es dürfen nur Einschreibungen von solchen Betrieben stattstnden, die das Schuhmacherlfandwerk

e. Weiters ha in, 87. Juli. Dem Wachtmeister Kart rer, Inhaber der Hessischen Tapferkettsmedaille, wurde das Eperne Kreuz " **' "

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.. 2. Klaffe verliehen. Er steht Krieges im Felde bei den: Drag.-Rgt. 24.

Kreis Büdingen.

ba. Büdingen, 27. Juli. Kreisamtmann Wehner, Haupt mann und Bataillonsführer, erhielt vor Verdun das Eiserne Kreuz I. Klasse.

.. ^ ^ st a d t, 26. Juli. Zu dem an dieser Stelle berichteten

Gans edrebstahl bei dem Arbeiter Koch dahier, z. Zt. Land­sturmmann, se: ergänzend nntgcteilt, daß die Diebe den Schließ- wrb mit den gestohlenen sechs Gänsen auf Station Obbornhofen- BeUcrshe:m als frisches Gemüse deklarkrten und an einen Deli- ratessenhapdler in Leipzig verfrachteten. Telegraphisch wi:rde nun! o:e Leipziger Kriminalpolizei informiert und ersucht, den Korb anzulralten, den Inhalt festzustellen und sich den Adressaten näher anzukhen. Wie sehr verdutzt svar aber der Empfänger, als er oen Korb :n Anweseicheit der Polizei öffnen mußte und statt Ge­müse die ^erstädter Gänse zum Vorschein kamen. Sie wurden so­fort Mw Preise von 120 Mark verkauft, die der Bestohlene erhielt. A):e xiebe und Absender entpuppten sich als zwei in Frankfurt wohnendeLebemänner" ohne Einkommen.

Nidda, 26. Juli. Der Matrose Alfred Jeudroszek brep aus eurem Kriegsschiff, erwarb sich in der siegreichen Seeschlacht äiii Skagerrak das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. ^ G:n großer Schwindler, der jüdische Zuschneider R. Hcrzberg, Frankfurt a. M trieb h:er se:n Unwesen. Er wurde durch ein von einer hiesigen Kriegerwitwe aufgegebenes Heiratsgesuch init dieser bekannt und Hellte ,ich als $r. SR. Walther, Oberleutnant im Feld w!« muin eai ." ie t °l vor. Seinen Zivilanzug hatte er im Eisen tS' 1 /mt. der Umform vertauscht. Um größeres Vertrauen ®|L ov sich selbst einen Feldpostbrief mit dem Namen

einev höheren Offiziers als Absender, an seine Niddaer Adresse t J be: fernen sonntäglichen Abgängen allgemein aussiel, wurde Kon Lvf ?* liet *l ad) ,einem Ausweis befragt. Durch Ausreden 6 l)l m ^ °- m ?vdern Morgen war der Herr Leutnant verschwunden. Nach sofortiger Verständigung mit der Frankfurter im*Persönlichkeit in kürzester Frist festgestellt F? 5 crci *~ Utzt er hinter <-ck>lotz mrd Riegxl Erwähnt sei noch, |t ^t? Berg öcr ^ eirotet und bereits 8 Jahr Gefängnis ver

V' ^2?- von dem Zweigvc rein J teuKreuz am vergangenen Sonntag in

Eich, 27. Juli. AuS dem Rheine wurde die Leiche ^ . elues etwa 8 Atonate alten Knaben gelandet, der beide Beine ab-

schon seit Beginn des | geschnitten waren.

Kreis Wetzlar.

IVVUJIWI WIVIVVV.H UL^VII, U'IV UUX» i/i UXLUJV t IJJI 1l U J Uv L L

innerhalb des KammerbezrrLs (Großherzogtum Hessen, ausüben. Bis spätestens 14. August 1 9 16 sind die Kundeiilisten an die BezirMommissiou der Handwerkskammer zu Tarmstadt, Saal- bauftraße 60, in doppelter Ausfertigung einzureichen. Die L e d t r- karten werden nach, Fertigstelluirg an die einzelnen Bürger uieiswreiei: von der Bezirkskoinnnsfron der Handwerkskammer ein- gesandt nnd die Bürgernwistereien gleichzeitig ersucht, öffentlich bekanntzugeben, wann die Karten von den Schuhmachern in Emp fang genommen werden können.

** Das Schwei n des kleinen Mannes. Trotz man­nigfacher Aufklärung find bei den Schweinehaltern noch in:mer Befürchtiingen lebendig, als ob ihnen ihre Tätigkeit und Mühe nicht für ihre eigene Lebensmittelversorgung zugute kämen. Das gibt d.ann Anlaß zu allerlei Befürchtungen und Klagen, die dann die weitere Folge haben, daß sich manche von der Aufzucht und .Haltung der gewohnten Tiere abhaltett lassen. Besonders bedenklich wäre es, tvenn durch solche unbegründeten Befürchtungen die Kleintier­halter, die sonst gewohnt waren, das eine oder andere Stück fürs den Hausbedarf der Familie zu halten, sich nun davon abschrecken ließen, auch ihrerseits sich veranlaßt sahen, wenn sie Fleisch odev i Fett bekommen wollen, an den allgenreinen Markt heranzutreten.'

,Dieser würde dadurch nur noch melxr verschärft werden und es könnte jeder Einzelne nur noch umso weniger bekommen. Der­jenige, der also die Tierhaltung aufgibt, hat dadurch nicht nur selber nichts, sondern versteift durch sein Auftreten als Käufer die allgemeine Marktlage noch mehr, >va^ wiederum zur Folge hat, daß er selber umso weniger bekommt. Andererssfts sind alle Gerüchte fälsch, bk dahin gehen, als ob dem Züchter das für seine Eigenversorgung bestimmte Schwein abgenommen würde. Das Ge­genteil ist richtig und imb ist ausdrücklich bestimmt worden. So haben, zuletzt noch am 28. Juni bk preußischen Minister für Han­del m:d Gewerbe, sowie für Landwirtschaft, ausdrücklich angeordnet, daß selbst auch be: der Aufbringung der Schioeine für den Bedarf des Heeres, der Marine oder der Zivilbevölkeru>:g, diejenigen Schwerne nicht herangezogen werden solle::, die sich die Viehhalfer für den eigenen Bedarf mästen. .Es ist außerdem ausdrücklich be­stimmt worden, daß die zur notwendigen Versorgung der Haus­haltsangehörigen bestimmten Tiere dem Viehlmlter zu belassen sind Wenn andererseits Zählungen bei allen Viehhaltern stattgesunde,^ haben, so ist das aus dem ganz natürlichen Grunde zu erklären, daß zu^ einer planmäßigen Versorgung im ganzen, insbesondere wenn erne Reichs fleischkarte, möglich sein soll, ein genauer Ueber- bl:ck über den wirklichen Bestand an gegeiiwärtigen und künftigen Vorräten vorhanden sein muß. Es verabsäume darum keiner, dem cs möglich ist, sich sein gewohntes Schwein zu Hallen. Damit nutzt er srch und anderen.

** Städtischer Seefischrnarkt. Wegen ver­späteten Eintreffens der Fische beginnt der Verlauf erst heute Donnerstag nachmittag 3 Uhr in den städti schen Marktlcmben.

M Die Lindensamen reiten bald heran und das gibt uns Anlaß, darauf hinzuweisen, daß sie 58 Prozent fettes, feines Oel enthalten, also mehr als alle anderen delltschen Oelsamen. Es wäre zu wünschen, wenn allerwärts die Samen eingesainmelt würden. Bei dem bedeutenden Anbau des Baumes in Dentsch- land könnte eine Masse Lindensame:: zur Oelgewinnung heran- gebracht werden.

** Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachunqe:: über die Regelung des Verkelws mit Web-, Wirk- imd Strickivaren für die bürgerliche Bevölkerung, über den Verbrauch von Eiern, über die Geltendmachung von Ansprüchen von Personen die im Auslmck) ihren Wohnsitz haben und Maßregln gegen die Maul- und Klauenseuche.

Landkreis Gießen.

c. Grün in gen, 27. Juli. Die Sammlung für die deutschen Kriegs- und Zivilgefangeiren ergab hier die Summe von 290 Mk. Zurzeit wird die durch mrseren Ort führende Haupt­straße gewalzt. Tie schon seit Jahren verfahrene und durch die in 1913 erfolgte Anlage der Wasserleitung und Kanalisation noch Mehr verschlechterte Straße bedurfte auch dringend einer Wieder- herltellung. Nun kann der Landmann seine schwer beladenen Ernte­wagen sicher nach Hause fahren. Gefreiter Adam Bender und Musketier Karl Euler, der schon seit 3/4 Jahren in einem Lazarett liegt, erhieltet das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Die Z w e t s ch e n b ä u m e , besonders die an den Kreisstraßen, ver sprechen eine noch nie dagewefene Ernte.

H u n g e n, 22. Juli. Hans Mette, früher hier in Stellung, beim 4. Bayr. Feld-Ar1.-Ngt. Augsburg, wurde mit dem Eisernen Kreo; ansqezefchneE

ME,-» ©emeinb; 100 Mk' in der ÄfefiKiS 68,-30 Jltf., Wippenbach 29,20 Mk., zusammen 1901,13 Mk da noch zwer Gemeinden, Bellmuth und Schwickartshausen, aus sichen, durste der Betrag von mindestens 2 0 0 0 M a r k noch er- ISS- für unsere 4700 Seelen zählende:: Gemeinden

F^kmrs. Amtsrichter Allwohn, der Llmtsge^chts?ates^ Amtsgericht, erhielt den Titel eines

Kreis Alsfeld.

rn P Sn i?f ^bld' 27. Juli. Mit der Hessischen Tapferkeit (UhnSS iJir* roUtbe Ausgezeichnet Emil E ck st e i n, Sohn vor: Eckhard Eckstein, :m ^ußartlllerie-Regiment Nr. 13

oz. Ermenrod, 27. Juli. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe wurde verliehen dem Unteroffizier Karl Westrupp aus Ermen­rod, z. Zt. der srner Besp.-Abt. in: Westei:.

oz Groß. Fel da, 27. Juli. Ter Unteroffizier Melchior- Paulus :m Jnf.-Regt. 116, der im Noven:ber 1914 das Eiserne K:enz erhielt, wurde nun auch mit der Hessischen T a p s e r k e i t s Medaille ausgezeichnet. v ' 15

cv r T ?b er-Ohmen. 27.Juli. Der Musketier Schmidt III "s ^ Ibe Sum Gefreiten befördert und erhielt die Tapferkettsmedaille und das Eiserne Kreuz 2. Klasse. - E Landwehrmann Karl Rühl von hier, im 116. Landwehr- gezeichnet'' ^ m bCV ^ ejmen Tapferkeitsmedaille aus-

1Mn U n S r' b Ji m Ohnrtale, 27. Juli. Wenn das Ausbleiben von Kartosfeln auf manchen Aeckern - nicht auf allen - auf

wird^ be l ? n ° nen "" vorigen Herbst zurückgeführt

^tr'N das nur bedrngt zu. Hiernach müßten dann alle zu L' . t 1 sollen auSbleiben Das ist aber nicht der Fall. Jin F^lde ltehen manche Aecker mit Kartoffeln tadellos, aus anderen sind ^trarnher ausgeblieben. Die Art der Bodenbestellung die TÜffp ^^n^und die Kartoffelsorte sind Faktoren, die bei der nassen Wetterbeschaffe,iliett mttsprechen. So hat sich bei der dies- ^hrrqen Bestellung der Kartoffelfelder das Kruppen der Aecker besser bewahrt als das Aufackern. "

up. V o m v o r d e r e n V o g e l s b e r g, 27. Juli. Geqen- unserer Heimat wieder vereinzelt den Flachs auf dem tfelbe blühen. Nur schüchtern leuchtet seine blaue Blüte aus den anderen peldem hervor. Daß bei dem hohen Preise, der sur den rohen flachs bezahlt wird, sein Anbau nicht allgemein Nimmt eigentlich Wunder. Sicherlich spricht hierbei die Beschaffung des Lerns zur Ai.ssaat mit. In den Eifelgegenden Anb^u gesetzt. ® a ^ bau ^fördert, selbst Preise auf seinen

Kreis Friedberg.

Mp M berg, 26. Juli. Wie das KreiSamt mitteilt, haben d.e z:cha,:dlgen Behörden den A.itrag der Metzger auf E r h ö h u n q de r S Z w e : n e f l e : s ch p r e i s e vorläufig a b g e l e h n t. Doch ist eine Gleichstellung der ländlichen Metzgereien mit den städtischen m Aussicht genommen.

. Bad-Nauheim., 27. Juli. An der Beisetzung des

verstorbenen Tompsavrers Heinrich Erker, der irüber zehn -jahre in Bad-Nauheim wirkte und sich große Verdienste bet »omfatiuÄfircf*. ermen-b hrteiligtat^

bie Militär- und Zivilbehviben unserer Stabt sowie ^btreifce Einwohner Dw Trauerrede hielt Weihbischos Z o rnv on

wn a u -Ji e L Sat3 £. uvt>c ""Eil der .Arche vor St. Antonius- Altar herzesetzt. Die zum Besten der Deutschen Krieqer fnriorge ,sur unsere Verbündeten seitens der Gronh Kur- oerwattung mr heute augesetzten Veranstaltungen - Doppelkm- zert, p^"^!-.^>EErkau, usw hatten einen außerordent- lt-h Mten Ersolg schon am Nachmittag hatten liebensimirdige lunge Damen mehrere tausend Rosen und Postkarten 'EteS Ila A,^l ,e 5- en ~ ballst und dürste den, guter, Zweck eine sebr erhebliche Summe zugeführt tverden können. ^

« Bad-Nauheim. 27. 3uli. DieBad-Srandeimer M ttmg brachte dieser !Tage erne Nottz aus Br, bel. ,oouach Sart

t IL U T c c ^ ^ 151 Öo ch>t preis angedvten iverden Tche Notrz hawi den Echolg. daß jetzt in derBad-Nau^m^ Zeitung" Herr Koch. Hot Hasselheck. mitteilt, was Vilbel könne er «ich. Tre neuen Kartoffeln kosten bei ihm, wie er auch im Anzeigenteil aniundigt, 9 Niark der Zentner Es ist di§ also wiederum ein Fall, daß ein Erzeuger den von Herrn BrtE Mgesetzten So-hstpreis unterbietet. Hoffentlich erwerktdas S§ff^Z allgemeine Nacheperung, denn man sieht, es' ist zu machen

Wetzlar, 27. Juli. Bor einigen Nächten wurde hier ein großer W e r t pa p: e r d i eb st a h l begar^cn, bei dein den Dkbe:: u. a. folgende Papiere in die Hände sielen: für 3600 Mk. Kriegs­anleihepapiere, vier Lebensversicherungspolicen über 19 000 Mk eine Unsallsversicheningspolice iiber 40 000 Mk., vier Sparkassen­bücher- der Städtischen Sparkasse Wetzlar, Anteilscheine von ge­meinnützigen Genossrnschafte,:: ferner Uhren, goldene Uhrketten und andere Wertsachen.

Hessen-Nassau.

I M a r b u r g , 27. Juli. Unter dem Vorsitze des Königs. Landrats v. Loewensten: ist hier zi:r Bekämpfung d e s u n - anteren Ha,:dels eine Kommission gebildet worden, die be- '"6t ist, gegebenenfalls Eiitscheidungen über die Erte,l:mg unb Entziehung der Erlaubnis zun: Handel mit Lebens- und Futter- Mitteln, sowie zur Untersagung des Handels zu fällen. Als Bet- 'Ger sind bestimmt die Herren Laiidgerichtsrat Geh. Rat Klingen. b:el, Kailfmanir Tromm und 5iaufmann Arnemann.

Kassel, 26. Juli. Nachdem beim hiesigen Bürgermeister 41 r u im e r erst vor einer Woche eine zweifache Brandstiftung verübt wurde, ist jetzt ein größerer E i n b r u ch s d i e b st a h l bei ihm ausgeführt worden. Es liegt zweifellos ein Racheakt vor - Frankfurt a. M., 26. Juli. Das Ergebnis der Frank­furter Bolksspeiide für die d e u l s ch e n K r i e g s - u n d Z i v i l-. g e f a n qeneu beträgt rund 590 000 Mark.

.... Hanau, 26. Juli. Bei der Station Laufach auf der Eifenbahnftrecke WürzburgFrankfurt a. M. fuhr heute morgen e:n Gute rz il g :n d:c Flanke eines anderen. Menschen- leben kamen glücklicherweise nicht zu schaden: der Materialsckwden ist fedoch bedeutend. Ter Unfall hatte eine empfindliche Betriebs­störung z-irr Folge, so daß manche Züge umgeleitet werden mußten Niid erst m:t v:elitündiger Verspätung ans Ziel gelangten. Ter Betrieb ist wieder in vollem Umfange ausgenommen worden.

X. Hanau, 26. Juli. Im Alter von 66 Jahren verschied rn ^.angerhuttc der Besitzer des von Arnimschen EisenwerksMa r:enHütte" in Großauheim bei .Hanau und Mitbesitzer des Eisen­werks Tangerhütte, Hauptmann a. T. Kurt von Arnim, Ehren- ritter des Johannfterordeiis.

^ Tl oT J^ e ^ )c aeö , 26. Juli. Eine aus dem Kreise Hochft vor: Landwirten fehr stark besuchte Versammlung lehnte die ^ordermug der L,reschmaschinenbesitzer auf Erhöhung der x r e) & ) a $i* als ungerechtfertigt ab. Die Ddaschinenbesitzer for- ^rn imter Hrnweis aus 1k Verteuerung der Maschinenöle und Kordeln eine Preiserhöhung gegen das Vorjahr. Zur Regelung der Angelegenheit wurde ein Ausschuß gebildet, der das Landrats­amt zu Höchft als Vermittlerin anrufen will, e? * ~ c b e . r s s a, 27. Juli. Schwere Opfer bringt der Beterau Konrad A l l e n d o r f dem Kriege. Von sechs im Felde stehende,: wohnen starben bereits drei den Heldentod. Jetzt wird der vierte Sohn als vermißt gemeldet. Jn Flörshain sielen alle vier Sohne der Familie Fröhlich.

vermischtes.

,, * Wa tu m Feldmarsch all Haig siegen muß. Wenst schon die bisherigen Betrachtungen der Alliierten, aus denen sie die Schlußfolgerung ihres so sehnsüchtig erwarteten Sieges ziehen zu können glauben, häufig ein wenig kindlich anmuten, so muß man den Rekord in dieser Beziehung doch der folgenden Aus­lass imq derNouvelle Reviie" zuerkennen: Wer an einen: Erfolge der englisckfen Offensive zweifelt, schreibt das Blatt, möge erfahren, daß sogar der Name des englischen Oberbefehlshabers Sir Douglas Harg unabweislich auf einen Sieg hiudeutet. Aus den Anfangs­buchstaben des Namens, H-A-I-G, läßt sich nämlich der folgende gliickverheißende Satzbildei:: lle'U Arrive In Oermauv (auf deutsch: eu wird nach Deutschland kommen). Nun also wiffen die Alliierten, warum d:e englischen Trupven, aller Widerstandskraft der Deutschen zum Trotz, siegen muffen!

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher W et verdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 28. Juli ISIS Noch ziemlich heiter, trocken, ivarm.

Müller'sche vadeanstatt.

W a s s e r w ä r m e der Lahn an: 27. Juli: 16 ° R.

Letzte Nachrichten.

©tarfeiOmrg unö Meinhessen.

, Darmstadt, 27. Juli, Die 2, Kompagnie I Landsturm. Jnsanterie-Bataillon Tarn,nnd, XVIII,II überwier de,n °and!s aurschim iur die KriegsbelMdiglen-Fürsorge im Großherzoqtum Hessen e:ne Spende von 2000 Mark.

as.T?i irm cS <li>t X 26 A" einem Rimdjchveiben an dk ft n P e cm ^ ^ ber BevöKerung umnittelbar

m Beim-hvmig Kommen, fordert das Bürgermeisteramt ^e^^ auf, dem Urblikmn gegemiber sich stets eines gemäUgren, z u rüch

die Gne!i«m ** i 'Ä£L bl ^ T(,wl rrnd niemals

Me Gveiizen der Höflftch^rt zu überschreiten, selbst dann nicht

wennder betreffende Besucher infolge der derzeckigxn Verhältnm'e m^^gun^raten sollte - Die m&mm Ä

Der König von Bayern in Hamburg.

Hamburg, 26. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Heute abend weilte der König von Bai, ern auf der Durchreise einige Stunden iu Haniburg. Die Ankunft erfolgte ki:rz vor 7 Uhr dk Weiterreise um 10 llhr. Das Abendessen nahm der König, knn Einladung des Senats folgend, im Rathause ein. Nach einer Begrüßungsrede des Bürgermeisters Tr. Schröder enviderte der König einige herzliche Worte. Nach den: Essen verweilte der König rn angeregtem Gesprack) mit den Herren, bis die Abreise erfolgte'.

Die Lage im Westen.

:. Köln, 27. Juli. Der Sonderberichterstatter derKöln Ztg." int .Hauptquartier drahtet, daß bei der Bescksteßung des Bor - dun vorgelagerten Forts Tavannes bedeutende (Hploswnen in den Werken beobachtet wurden. In Frankreich herrscht eini? wachsende Enttäuschung über die bisherigen Erfolge der englischen Offensive. Wie in die Schweiz aus Paris kommende Reisende mitteilen, ist man entsetzt über die neuen rmerhörteu Blutopfer, welche diese Offensive von Frankreich fordert, über die Ueberfüllung der Lazarette mit Verwundeten im Vergleich zu der Gemngsügigkeit der in vierwöchenllick^em Kampfe errungenen Er­folge. Tie ftanzösische Presse tritt dieser Stimnmng entgegen mit dem Hinweis auf neue große englische Truppenmassen, dk unter­wegs zur Front seien. Bemerkenswert ist die zunehnrende Beto­nung in den englischen Heeresberichten, daß es gelungen sei den deutschen Gegenstößen stand zu halten.

Der übergeschnaypteMatin".

Bern, 27. Juli. Ein Leitartikel des ,Matin" handelt von der fiurchtbaren Rechnung, die Deutschland zu bezahlen haben werde, und schließt: Deutschland hat heute nicht mehr aenua Mann,chasten, um dk kommende Züchrigung von sich absuwenden Schon wüten die Vorboten von Aufruhr, vou denen man nirfu (*emm weiß, ob Einsicht oder Hunger sie hervvrgrrufen haben durckf die Vorstädte ferner Gvoßstädte. Tie Dwitschen müssen St Aßsie an dem unvermeidlichen Tag ihres Zusamnrenbruches cm-' Rechnung zu bezahlen haben werden. Es steht ifjncn frei an dk Lügen zu glauben, mit denen ihre Beherrscher sie täuschen Tk S^^tU 2 Ü>e üt1<timmt. Der Zeiger rückt langsam,' aber sicher vor. Deutschland ward büßen müssen.

Der Aufschub der griechischen Wahlen.

27. LE Generals Moschopulos Mitteilu::- gen über die vorausskhürch die nächsten zwei Monate ausfüilenden Kriegserergniffe bemmntten :«rch emcr Depesche aus Achen dw Kammerwa hlen bis zum 7. Oktober hinausLu- schrcben. Das Kabmett erhofft bis zum WaRtermin eine Klä nmg ber o^cmewQi Kgc. Genau auf den Tag lassen sich noch Salontkier Depeschen dw Anfänge der kriegerischen Ereignisse in Mc^edornen nrM befttmmen. Wesertttichen Einfluß daraus könnte emersetts das Ergebnis der heutigen wichtigen Beratungen de^ italienischen Kabmetts haben, andererseits die Antwvtt Blügmkn^ auf die von Sarmil inspirierte Athener Anfrage, ob dk bulgarisch Heeresleitung geneigt se:, ihre Truppch: aus dem Umkreise van Lmtt-Gumülschma zurückzuziehen. Zainns ernannte nacd eim-, ^eren naie Präscktten sLr.Ehio«. Mytilene. Arqrnwka.llv

die Insel Kreta und vier atrdece Distrckbe. ^auro,