Mmmnsstonsbercrtung ftattfrnben sollte Banbury opponierte. da es ans einen 2a# mehr oder weniger nicht ankommen könnte. Der Schatztanzler erwiderte, die Kriegslage mache eine Beschleunigung nolwLndrg. Die tag- 1 i ch e n K r i e gs k o ste n betrügen seit einiger Zeit über 6 Millionen Pfund Ster 1 inug. Die Vollmachten der Regierung, zu bo-vgen, seien «ffchüpff H°<rn bnr y fragte, wann die dritte Lesung stattfinden solle. Der Schatzkanhler sagte: Am Mittwoch oder Donnerstag. Carson jagte: Man bekäme die Reden der Minister satt, die sie seit zwei Jahren zu halten pflegen. Wenn sie irgend etwas ausgeschoben Haben wollten, beriefen sie sich ans die Notlage des Krieges. Die Regierung glaube alles tun zu können was sie wolle. Je früher sie wüßte, daß die Nation und das Parlament cmfgewacht sind, desto besser. Sie sollte im Berkehr mit dem Parlament lvenrgstens den Schein der Schicklichkeit bewahren. Es fand sodann eine Abstimmung statt, in der der Antrag der Regierung mit 147 gegen 29 Stimmen angenommen wurde.
Die rumänische Ausfuhr.
Bukarest, 20. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der Hrupt- ausfuhrausschuß hat den Vorschlag des VerpflegUAgsans- schusses betreffend den Erlaß eines Ausfuhrverbotes für Mais mit der Begründung -abgelehnt, daß der letzte Regen die Matsernte wesentlich gebessert habe und daß keine Gefahr bestehe, daß nicht wenigstens der Jnlcrirdsbedarf vollauf gedeckt werde. Demgemäß wird die Ausfuhr der im zweiten Vertrag mit den Mittelmächten vorgesehenen Maismenge fortgesetzt Gleichzeitig werden strenge Verfügungen erlassen, damit die für den Verbrauch im Inland bestimnlteu 50 Proz. tatsächlich im Lande bleiben. Bis zur genauen Feststellung des Ergebnisses der neuen Weizenernte ist jede Veräußerung des Weizens zwecks Ausfuhr verboten worden. Der Ministerrat hat mit Mcksicht auf den Mangel an sicheren Nachrichten Wer ansteckende Krankheiten aus den Nachbarländern mit Ausnahme Oesterreich-Ungarns beschlossen, daß für den Donauverkehr aus Ochterrmch-Ungarn, Serbien und Bulgarien die .Häfen von Severin, Girgiu, Draila und Galatz für den Seeweg aus Bulgarien nur der Hafen von Konstantza und für der: bulgarischen Landweg Oborischde geöffnet lverden. Aus den genannten Stationen in Rumänien ankommende Reisende sind den sanitären Maßregeln unterworfen, wie sie die Pariser Konvention von 1903 vorschveibt.
Aus Griechenland.
Paris, 19. Juli. lWTB Die Agence Havas berichtet aus Alpen: Das Amtsblatt veröffentlicht als Abschluß der Vorgänge in Sa l o n i k einen Erlaß, der 4 O fs i z i e re wegen Verstoßes gegen die Standespflichten für ein Jahr der D i e n st c enthebt intt> über fünf Reserveoffiziere je zwei Monate Gefängnis verhängt. Tic Presse drückt ihre Genugtlmng über diese Lösung aus.
Im Laufe des MmisterrateS tauschten die Minister die Mei- mmgen darüber aus und kamen zu der Ansicht, daß diese Lösung die Beziehungen zur En t e n t t noch v erbe ss cm würde, Ivel che schon im Begriffe seien, in jeder Beziehung herzlich zu werdeü. Nack dem Blatte' .Entbros" sehen die Vierverbands möchte die Lage nnt Wohlwollen und Vertrauen an. Das läßt eine Lösung aller noch schwebenden Fragen erhoffen.
vie Abfahrt der „Dentfchlcnrd".
Baltimore, 20. Juli. (WTB. Nicbtamtlrck. Meldung des Reuterschen Bureau-s. Die ..Deutschland" lag am frühen Morgen noch immer am Pier, obwohl gestern abend alle Zeichen dafür sprachen, daß s« bereit sei. jeden Augenblick crnsznßchven. Ern Sckchevpdanrpfer liegt unter Dampf an der Seite des U-Bootes. Eine Barkasse, die im Hafen pattouillierte, versuchte die Barkassen mit Journalisten zu bewegen, sich zu entfernen. Den Journalisten wurde bedeutet, daß sie die Plaue des Untereseebootes störten.
Be r l i u . 21. AL Nach einer Meldung der „Vossischen Ztg." vrcdb dem Petit ykatfkn" aus Washington gemeldet: Dre
amerikanische Zensiur untersagte aus Neutralitätsrücffichten denk Kapitän der „Deutschland" die Ahsendung eines Funk- spckuchs nach Berlin. In deutschlandfreundlichen Kreisen geht das Gerückt von einem Mschlag der Alliierten, das Tauchboot auf hoher Sui in bk Auft fliegen zu lassen, stöew Porter Mütter brachtest Mittwoch ffüh die Nachricht. England habe bei der amerikanischen Reyiernng einen reeooeat Schritt lmtemontrtiat und verlangt, daß die amerikanische Regierung der „DeusMond" verbiete, die ameri konischen K'üstengewässer unter Wasser zu durchfahren.
New Dort, 19. Juli. <WTB. Nichtamtliche Funkspruch von dem Vertreter des WTB. Die „Associated Preß" meldet aus Washington: Wenn die Nmhrtcht von der Abfahrt des tzandels- tauchbootes „Deutschland" als wertvolle militärische Nachricht für die Feinde Deutschlands angesehen werden kann ^ werden. dick Bereinigen Staaten im Interesse der Neutralität Schritte tun, um zu verhindern, daß eine solche Nachricht sie erreicht. Dü Beamten des Staatsdepartements gaben zu versütM, daß sie die Frage in Erwägung ziehen, ttfrc die Neutralität der Regierung m der Angelegenheit zu schützen sei. In eurem Leitartttzel der „Evening Post" heißt es: Die Erttschestmng der Morinesochoer- ständigen, daß die „Deutschland" ein Handelsschiff ist und nicht ohne weiteres in ein .Kriegsschift verwandelt werden kann, erledigt die von den Botschaftern der Alliierten aufgeworfenen Fragen^ Daher hat von jetzt an die „Deutschland" alS Blockadebrecher zu gelten, der der Beschlagnahme unterliegt und aut einen Warnung s- schuß Anspruch hat, wenn er durch ein feindliches Fal-rzeug ein- geholt wird Mit dieser Entscheidung stimmt digöffentliche Memung überein. Wir glauben auch, daß die Herstellung eines wöchentlichen Po st Verkehrs durch Unterseeboote im Hinblick auf die englische Störung des amerikanischen Pvstver- kUhrs äußerst willkommen ist. Welches Recht z. B. hat England, m lagen, daß keine deutschen Zeitung-en unser Land erreichen; sollen? Welches Recht hat es, alle amerikanischen Zeitungen an der Verbreittmg in Deutschland zu .hindern? Was hofft die englische Admiralität wirklich zu erreichen, wenn sie dir Ameri kcmer am Lesen deutscher Blätter hindert oder umgekehrt? Jedes mal. wenn sie so töricht bandelt, verscherzt sie sich einfach in gleichem Maße die Sympathien der Amerikaner.
Mac Namara erwiderte namens der Adintru titln ES >U unmöglich, gelegentliches Erscheinen feindlicher llnterseeboote rin Bereich der Küsten zu verhindern, doch ich Amu versichern, daß dre dagegen getroffenen und noch, bevorstehenden Matzregeln derart sind, daß sie ein Vorgehen dieser Art immer gefährlrcher für die Unterseeboote machen.
Eine neue Verletzung der schwedischen Neutralität durch Rußland.
Stockholm, 20. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Schwedischen Telegrammbureaus. Einem Blatt zufolge hat ein russisches Unterseeboot um 1 Uhr nachmittags gegen den deutschen Dampfer „Elbe" im Bottnischen Meerbusen südlich von Ratau in schwedischen Territorialgewässern einen Twrpedo abge- s chp sff'S N.
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Berlin, 20. Juli. (WTB. Nichtamtlich.- Die Freilassung des gestern von einem deutscheil Torpedoboot an der SüdosMste Schwedens aufgebrachten britischen Dampfers „Adams" ist, wie wir von zuständiger Seite erfahren, sofort angeordnet worden, nachdem sich herausgestellt hatte, daß die Ausbringung des Schiffes innerhalb des schwedischen Hoheitsgebietes stattgemntien hat.
Der Seekrieg.
6 englische Patrouillenschiffe versenkt.
Berlin, 20. Alli. Am 17. Juli sind au der englischen Ostküsre von unseren U-Booten 6 englische Kr schersahrzeuge versenkt worden.
Aberdeen, 20. Juli. (WTB. Nichtamtlich- Meldung des Reuterschen Bureaus. Die als Patrouillenfahr zeuge ausgerüsteten Fisch dampf er „Onward' „E c a" und „Ne l li en ut te n" wurden von deutschen Unterseebooten versenkt. 11 Ueberlebende wurden ge rettet.
London, 19. Juli. WTB. Nichtamtlich.) Im Unter Hause wünschte King zur Beruhigung der Bevölkerung der Nordostküste. daß besondere Vorsichtsmaßregeln gegen A n « r i i i c von Unterseebooten ober anderen See streitkr ästen getroffen werden würden, in anberrachl, daß der letzte Streifzug Unterseebootes gegen den Abschnitt von Seahcun, ivenn auch
Line kühne wikingfahrl.
Berlin, 20. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber eine kühne Wikingfahrt, die srrtlich einen tragischen Abschluß fand, veröffentlicht die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" einen Bericht. Darin heißt e6 u. a.: Ka pitänlentn ant v. Moeller be- sehligte bei Ausbruch hes Krieges das Kanonenboot „Tschingtau , das im Hasen von Kanton außer Menst gestellt wurde. ?Rveller begab sich nach Java. Hier wurde er von der niederländischen Regierung interniert und ihm in Soerebaya sein Aufenthaltsort zugewiesen. Mit Hilfe dort ansässiger Deutscher gelang es ihm, einen schr alten Segelschoner, der den stolzen NaMen „Weddigen" erhielt, auszurüsten. Fünf deutsche Reservisten., Gruendler, von Arnim, Teiae, Schwa rttng und Ngn, die der Krieg in Java überrascht hatte, waren sofort bereit, Mt Moeller den Versuch zu wagen, auf diesem Schiff die Heimat zu erreichen. Trotz größter Schwierigkeiten gelang es dem Fahrzeug, am 11. Dezember 1915 die offene See zu gewinnen und Kurs nach Arabien zu nehmen. Am 5. Januar geriet das Schifflein in die gefürchteten Maurttrusortane und erlitt schwere Havarien. Nach 82tägiger Fahrt gelang es, am 3. Mürz des Jahres an der arabischen Südküste bei Lcrhatsch, Mlich von Aden, zu landen. Hier fauchen die Seefahrer bei den Türken, fteundlichstc dlufnahme. Am 18. März wurde die Weiterreise zu Lande am'Maultieren angetreten und in sübentayrgem Maffche durch das Gebirge die Hauptstadt des Domen Sana erreicht. Von hier aus wurde die Reise zu Wasser fortgesetzt. Wegen der eng lischen Wachtschiffe entscMst man sich, schon südlich von Konfuda. einen'. Hasenplatz am Roten Meere, an Land zn gehen. Konfuda wurde nack< dreitägigem Kamelritt am 28. Hwil erreicht. Von Dort grng der Marsch nach Tjidda, einem Hafenplatz von Mekka, das am 16. Mai erreicht tvurde. Hier machte der Kommandeur eines türkischen Armeekorps die Deutschen aus die ihrem weiteren Vormarsch drohenden Gefahren anffnerksam. Allein Moeller und eine Leute bestanden aut 'der Fortsetzung der Reife, die schließlich von dem türkischen Oberkonrrnando gestattet wurde. Tann ist das letzte, was inan von den sechs Deutschen vernimmt, ein Telegramm des sprachen Armeekorps vvnr 9. Jrmi: „Wir erfuhren zu unserem Bedauern, daß KapitänleytnaM von Mveller und seine Begleiter neun <rtunden von Tjidda entfernt von Arabern ermordet worden sind."
A»r dem Reiche.
Der Berühr mit koffrinfrrirm Kaffee.
Berlin, 20. ^Krli. (WTB.! 'Der Kriegsausschuß für Kaffee, Tee und deven Ersatzmittel G. m. b. H. in Berlin macht bekannt: 1. Kosfeinfveier Kaffee darf wie anderer Bohtvenkaffee an die Berbvaucher nur in geröstetem Zustande unter gleichzeitiger Abgabe von mindestens derselben Gewichtsmenge Kaffee-Ersatzmittel verkauft werden. 2. Koffeinfreier Kaffee darf im .Kleinverkauf bis auf weiteres nur noch auf ärztliches Zeugnis verabfolgt werden. 3. Der Preis für ein Paket ( 1/5 Kg.) koffern freien Kaffees und 1/5 Kg. .Knffee-Erftchmittel d«f zusomnte»! 2,24 Mark nicht übersteigen. 4 Fm übrigen regelt sich der Verkehr von koffeinfreiem Kaffee nach'beit von uns unter dem 22. Mat 1916 bekanndgegedenen Bedingungen.
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Berlin. 30. Fuli. (WTB.) Fn der heutigen Sitzmlg btö Bnndesrats gelaugten zur Anncchnne der Entwurf einer Bekanntmachung Über die Mchleit zu den Gewerbe- und Kaufmanns gerichten, der Entwurf einer Bekanntmachung über die Verwendung von G ü ß ft 0 f f bei der Bterbereitnng, die Aendernng einer Bekanntmachung Über das Verbot der Verwendung von pflanzlichen und tierischeir Oe len und Metten zu technischen Zwecken vom 6 . Jamrar 1916, und der Entwurf einer Bekanntmachung über den Verkehr mit Speisefetten.
Die Goldankausftelle
ist morgen von P dis \2'k Uhr geöffnet!
Affis Stsvt tmb £anb>
Gießen. 21. Juli m«.
Da» KrtegSwahrzeichen fttr die Stadt Gießen.
Nachdem die Stadtverordnetenversammlung für keinen der Ent würfe, die für dac KriegswoIrrzeichen Gießens vorgeschlagen waren, sich enffchließen konnte, wurde angeregt, die alte Ohrenklinik zu einenr Ehrentempckl für gefallene Krieacr mnzmvanixln und zrc- nistchst ein Wettbewerb betr. die 'Ausgestaltung der Hauptsassade in Vetbmdnng mit einer zu benagelnden Tür unter den Gießener Ar chitckten erlassen.
Das Aeußere der alten Ohrenklinik ist in kbrssischen Forrnen gehalten und bietet in seiner SchlichtheÜ, besonders durch die Ruhe der Hauptsassade mit den beiden Säulen und Rundbogen ein gediegenes architektonisches Bild, ein vorzügliches Gegenstück zu dem Liebig museum.
Unter deir eingegangencn Entwürfen fanden den Vorzug die EnUoürse des Reg.-Bcminsp. Kühl mann und die des Architekten H. Meyer. Zwei tveitere Entwürfe schieden von vornherein aus, sie wurden auch nicht ausgestellt
Wie aus dem Plano Änhlinaun ersichtlich ist, erstrebt der Ver sasser einen monumentalen Ausbau der Vorhalle und zwar durch Anordnung von 4 Säulen mit Rundbogen an der Eingangswand
gelte EiNgyngStüre ist in pvei große Füllungen emgetfeiit und er- et ten Gleß ner Greiser: und das Uniuei^uaty^ Wappeu. Aus Die Verivendung d s ebenfalls gewünschten -R^gi- ments-Narnenzuges imd des Eisernen Kreuzes hat der Berianev verzichtet. In den beiden Fenstern'.ick^en sind in Polychroinotewmr zwei heraldische Landsknecbtsgestatten mit Wappenschildern Dorne* stellt und zioar zeigt der Schild des einen Rttters den Reichsadler, während der mrdckre den hessischen Löwen trägt. Die Koittureut' der Wappcnbilder sind arffcheinend ebenfalls benagelt.
Der Entwurf des Arch. Meyer ist im wesentlichen aus dre möglichste Erhaltung des jetzigen Bildes bedacht. Er schlägt an bau-^ liehen .Veränderungen nur die Anlage einer monumentalen Freut' treppe nach dem Vvrraum vor. 'Dc^ Portal bleibt in der alten! Ausführung lrestehen und erhält nur eine dem Dachgiebel ent-^ sprechende Gicbelkrönung sowie die Inschrift.: „Gießen feinen; Heldensöhnen."
In der geometrischen Projektion der Fassadenbogen zeigt der Entwurf drei Bronzeplaketten mit symbottscken Kriegergestalten^ die zu einer wirkungsvollen Belebung der Flächen wesentlich beitragen sollen, abtr in ihrer zu denr übrigen Schmuck abweichenden: Form den Eindruck der Unruhe bestärken belfen. Ueber den Bogew steht mit goldenen Buchstaben: „Dem Andenken der GesalleneüE Die zweiflügelige benagelte Eingangstüre ist, dem Charakter des- Klaffizismns entsprechend, in kassettenartige Füllungen ein geteilt/ in welchen der Verfasser außer dem Gießener und Universitäts- Wappen noch den Namens zu g des Regiments und das Eiserne Kweuz unterbrachte. Die Ausschmückung der beibeit Fensternischen ist in Stifttnosaik voraesehen und zeigt ie auf einem llassischen Schild den hessischen Löwen mit dem Wcchlspruch „Gott, Ehre> Vaterland", und den Reichsadler mit dem Watzlspruch „Gott mit uns".
Obgleich von den beiden Entwürien keiner zur Arkssührnng gelangt, was in dem bekannt gegebenen Preisnrteil nicht zum Ausdruck kam, l-alten mir es doch im Jntereffe der Allgemeinheit nicht für angebracht,ihr die bisherigen. Pläne vorzuenthalten. Bei dem neu geforderten Entwürfe wird man umso besser über die Möglichkeiten einer Lösung unterrichtet sein. Aus diesem Grunde hätten auch die zwei anderen Entwürfe ansgestellt worden sollen.
Mit dem ablehnenden Urteil des Preisgerichts und seiner Begründung kann man sich wohl einverstanden erklären. Es ist richttg, daß beim Entwürfe H. Meyers Wahrzeichen und Wappen zn fleht geraten sind und die Fleckverteillmg der verschiedenen! Wappen und Bronzepla ketten unruhig wirkt und die Verwendung von Mosaik neben Benagelung Bedenken bertwmtfen «riß Anzuerkennen wäre aber dir Anlage einer Fvertoetch«, dos Bestveben, innerhalb der gegebenen architektonischen Formen M üerfüeibeu; und die einfache Lö sung de s Portalgiebels durch eine dem Dachgiebel entsprechende Bekrönung.
Gerade die Form des Portalgiebels im Entwürfe K u h l - mann reizt zu entschiedenem Widerspruch. Diese theatvallsche Anordnung von Flaggen Über der Eingangstüre eartspricht nicht der verinnerlichten Schlichtheit, die in dem Gebäude zum Ausdruck kommen soll. Aus dem gleichen Grunde wröd auch das Schiedsgericht trotz'der guten Zeichnung die Landsknechtsgestalten als nicht glücklich beanstandet und die Bemalüng der Vorderwand als nicht erforderlich erklärt haben. Ausschlaggebend für die Anszeichunng des Eittwurfes war die klare Formgebung und die guten Vnhält- nisse, besonders die wirkungsvolle Anockmung der Wappen in der Türe und die Einheitlich'kett der zu benagelnden Holz stäche. Daß nur die Rahmenhölzer der Türe benagelt werden faßen imd nicht* die Füllungen selbst, war ein weiterer Dornig.
Für einen neu-en Entwurf, der nach dem Urteil des' Preisgerichts am zweckmäßigsten vom Verfasser des mit dem 1. Preise gekrönten Eittwurfes Rey.-Baumft». Kuhlmmm ausgeführt iverden soll, wurde als geeignete Verteilung der Wappen vorgeschlagen: Die einflügelige Einglurgstür soll mit einem in Schmiedeeisen getriebenen, am besten farbig gehauenen. Reichsadler geschmückt werden. Die Blenbvahmen und MchmenhSlzer sollen dabei zur Benogelnng vorgesehen werden. Auf die Fenstermschen der Vorderstäche denkt man sich in Farm von txabat Schilden, deren Befestigung sichtbar sein darf, die Wavpen des heftychen Msates. der Stadt G^ßen. der Landes mi ine rf itüt und den Namensßua des 116. Regimentes vertellt. Auch diese Wappen sollen aus Schmiedeeisen aufgelegt, oder genvatt sein. In ihrem Entwurf soll ein in der Heräldil bewanderter^Mnflter hb^ngezvgen werden Wie schon vorher bemerkt, wird die Bemalnn« mdft als erfardertich erachtet.
Aus den Ausführtmgen des Preisgerichts, dfa wir inhaltlich wiedergegeben haben und der Tatsache, daß ein fast neuer Entwurf ausgeschrieben worden ist — wozu man demnach nochmals alle hiesigen Architekten !>ätte hevanzirhen können — kann man die beruhigende Gavißheit herleibm. daß unsere Vaterstadt mit einenr würdigen und künstlerisch emwandfvevm .Kriegsaedenkmal die aus ihrer Mitte gertssrucn Helden ehven will.
** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog l«t am 1b. Juli den zweiten Landwirtschaftslchrer an der Landwirtschaftlichen Winterschule zu Mtdingen, Dr. Reinhold Wetz, zirm Vorsteher der Landwirtschaftlichen Winterschule zu Lick, den Dr. Gustav L n n g ans W-ohnbach und den Dr. Ludwig S p a h r aus Lich zu Landnürtschaftslehrern «mannt. —. Am Grund der Vereinbarung mtt Iden Landstäirden (Drucksache 152) sind folgenden Schnlanttsaspikanten einstweilig Lehrerstellen übertragen worden, Rio 1H, Mchart», aus Schwabenheim a. d. S.. mn 7. Jult: S chmill, Friedrich, aus Horchhemt, am 11. Juli; Die hl , Tobias, ans Hvrchheim, am 1b. Juli; Wölfelschneider, Karl ans Darmsladt, am 15. Juli. — Uebertragen wurde am 17. Juli der Schulamtsaspirantin Apollonia G e i ß l e r aus Darmstad! eine Lehrerinnenstelle cm der Volksschule zu Hausen, Kreis Offenbach. — Drrrch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen vom 14. Juli 1916 ist an Stelle des verstorbenen Grvßh. Geh Oberbaurats I mrot h der Großh. Bcrurat Professor Kn a p p zum ständigen Kommissar des Großh. Ministeriums der Finanzen bei den Diplomprüfungen der Großh Technischen Hochschule für das Bau ingenieursack) und das Maschinenbaufach bestellt worden.
** Auszeichnung. Der Gefreite Heinrich Schwarz aus Gießen, im aktiven Gardeschützen-Bataiklon. 3. Komp., wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Oberjäger befördert.
** Gießener Hausfrauen-Berein. Schon seit längerer Zest bat der Vorstand des Meßener Hausftauen-Vereins beschlossen, Pilz'wanderungenzu veranstalten. Hierbei sollen die Mitglieder des Vereins di-e genstftbaven Pi^c von den ungenießbaren unterscheiden lernen. Die Mlzernte setzt m btejenn Jahre infolge des feuchten Wetters wesentlich früher ein als sonst Deshalb fallen die Mzwanderungen schon in Kürze ausgenommen werden. Kundige Damen haben sich bereit erklärt) die Mhrung zu übernehmen. Näheres wird im „Gießener Anzeiger" bekannt gemacht.
** Verkauf von Rinderkraftfleifch und Leberwurst in Dosen findet aus dem städtischen Schlachtvichhofe heute, Freitag, von 9—12 und 3-6 Uhr, sowie morgen und Montag zur gleichen
** a ® ringt mehr O b st aaif die Stadt markte! Tie Stodtmörtte merben zurzeit sehr unregelmäßig mit Obst beschickt, so schreibt die „Wiormfar Ztg.". weil nach Fesffefamg von Höchstpreisen für Obst einzelne Erzeuger, die srilher Obst zum Verkauf gebracht haben, nunmdrr mit Abgaln: dieses zurückhalten.. Beim Ernst der Zeit muß ein derarüges Verhalten aus das scharf ste m i ß billigt iverden. Jeder Obstzüchter sollte aus vaterländischen Pftick'tgesühl all das Obst, das nicht für den eigenen Bedarf nötig ist. zu den festgesetzten Höchstpreisen sofort auf den Märkten verkaufen, um den Berbrsuch-ern dieses setzt so notige Nah
in Höhe der seitlichsn Fenster Ballone, die mit kassettrerten Rund bogen überwölbt sind, in einer Tiefe von etwa 1.0 Meter. Nach Ansicht des Preisgerichtes tarn: es sich auch bei dieser architettoni- schen Wandausteilung um dekorative Malerei Ijanbetn. Der Balkon über der Eingangstüre sott etwas vorgebaut werderi und besonderen bildnerischen Sck)muck in Form, der verschiedensten Kriegsemblem' und der Schrift „Gott. Ehre, Vaterlaitd" erhalten. Die im Preis ausschreiben vorgeschriebenen Wappen hat der Verfasser wie folgt mißglückt, doch deutlich^ zeige, daß solche Angriffe möglichi seien, ^ntergebracht. Die einflügelige, mit 3 gern großen Nägeln bena
Ueber der benagelten ErnMngsture und den betdcu für polychrome -- r:* n«.
Füllungen vorgesehenen Fensternischen denkt sich der Verfasser^ rungsmittel zuzilftlbvenafterdurch wurde sich etn «ortzxyen ^der p . ' Rund- R-egremng, gemäß 8 4
.. des Höchstpreisgesetzes. zwangsweise Ueber-
nal>me des Obstes und Verckans auf Rechnung und Kosten des Besitzers, erübrigen lassen. Die Liebe, zum Baberlande und den Brüdern muß bei fabem Deutschen So n de r i n teresse n nntev allen Umständen zu r ü ck t r e t en lassen.
** Ueber d i e B e st i nr m un g e n betreffend Ocl- faaten scheint unter der Landbevölkerung nocki keine >blarbeit zu herrscheu, da Privatleute in der Stadt und aus dem Lande bet; Meinung sind, sie könnten Oclsagten m kleinen Mengen kaufe«


