und fälligen lassen iltach der ^lunoes, ats ve r v iLm u ntf darf mir der Oelsaat bauende Landwirt 30 Ktlogramm Oelsaat für sich "schlagen lassen. Dagegen macht er sich strafbar, wenn er Oelsaatcn an andere Personen als an den Kommissionär abgibt oder verkauft.
** Ci i c | o <]. K riegsdekr e t e gelangen gegenwärtig an die im Felde kämpfenden jungen hessischen Lehrer in großer Zahl zur Ausgabe. In allen Kreisen werden vakante Lehcerstellen ohne vorherige Ausschreibung an solche Lelwer übertragen, die das zur festen Anstellung erforderliche Dienstalter während der Kriegs- zeit erlangt haben, aber wegen ihres Krtegsdi-eusles bisher nicht definitiv angestettt iverden tonnten. Die Vergebung der Lehr er stellen erfolgt ohne Meldung im Wege ministerieller Ernennung als Provisorium für die Dauer des Krieges, einerlei.. ob der neue Inhaber der Stelle früher schon einmal auf rhr wirkte oder nicht. Der Zweck dieser Einrichtung besteht darin, dass den im Felde stehenden Lehrern der Stell engehalt zuteil werde, der ihnen in Friedenszeiten ohnehin Mkänie. Auf diese Weise erholten jetzt mehrere hundert „Lehrersoldaten" ihre sog. Kriegsdekrete.
** Das heutige Kreisblatt enthält den Schluff der Bekanntmachung über Brotgetreide und Mehl der Ernte 1916, ferner eine Bekanntmachung über das Verbot der Ausfuhr von Goldivaren, die AuK- und Durchfuhr von Rohstoffen des Kriegsbedarfes, Absatz und Erzeugung von Zement, Krankenversicherung bet Ersatzkassen, Festsetzung der Outslölme, Aus fuhr von O b st, AnkaUfvonOb std nrchi Kon se r ven fa br i ken, Fl e i f ch-- vcrsorgung, Höchstpreise von Frühkartoffeln. Beschaffung, Wsatz und Preis von lebendem Vieh, Vertrieb r-on Generalstabskarten und Verwertung der Obsternte an öffentlichen Wegen.
Landkreis Gießen.
99 Grünberg, 21. Juli. Dem Leutnant und Kompagnie- sithrer Fritz Hille aus Grünberg. Oberlehrer in Htlbburghausen (Sachsen-Meiningenh wurde vom Deutschen Kaiser das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Er liegt verwundet in einem Lazarett in München und ist bereits Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, der Hessischen Tapierkeitsmedaille und des Ehrenkreuzes für Verdienste im Kriege von Sachsen-Meiningen.
gs. Grünberg, 20. Juli. Seit etwa drei Wochen ist ans dem Gutsqelände des Warthoses, Gemarkung Grünberg, unter dem Namen „Hessen", ein B a u x i t b e r q w e r k in Betrieb genommen
genommen Erzsteine liefert. Gegenwärtig sind Betriebsunternehmer ist die Firma
worden, da? hochprozentige etwa 30 Arbeiter beschäftigt.
Obermeyer & Eo. in Hanau
xi. Heuchelheim, 21. Juli. Auch der hiesige Turnverein beteiligte sich mit sehr gutem Erfolge an dem Jugend- Turnen auf deni Feldberg. Sämtliche elf Turner« die nnter Führung 'des Turners Otto Kitzler zum Wettkampf antraten, konnten mit Preisen bedacht werden. So errangen auf der Oberstufe die Turner Hermann Vvlkm a nu 52, Rudolf G i 1 b c 1 1 61, Willy Sack 49, Hans Rinn 44, Hermmm Becker 44 Punkte. In der Unterstufe erreichte Hermann Freitag 66, Rudolf Kreiling 60, Ad Rinn 59, E. Gilbert 54. Otto Schleenbecker 47, Herm. Rinn B7 PunkL. — Ter vor etlichen Wochen als. vermißt ge- !meldete Jakob Rinn von hier, Geometer in Darmstadt, teilte seinen hier wohnenden Angehörigen mit, daß er sich in französischer Gefangenschaft beftnde. ^ ,
u Lang »Göns. 20. Juki. Der 13jahrrqe Sohn des hiesigen Bahnbremsers Lechens geriet mit dem 11jährigen Sohn des Weichenstellers Bieter in Streit, wobei Lechens seinen Gegner !so verletzte, daß er heute nach Gießen in die Klinik gebracht werden mutzte. - Geireiter Friedrich Hardt, Thür. Fuß-Artillerie-Regt. Nr. 18, 8. Batt., erhielt die Hessische T a v f e r k e i t s ,n e d a i l l e. Gefr. Hardt ist der Sohn des Nachtwächters Hardt. — Unteroffizier W. Zörb im Pommerfchen Jnfanterft-Regiment Nr. 14 wurde verwundet.
Kreis Bübingen
ch: Büdingen, 20. Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt Hermann Türck im Jnf.-Ägt. 87.
= Büdingen, 20. Juli. Infolge mangelhafter Mrlch- zuftrhr nach den dlkolkereien ist im Kreise Büdingen eine Butter- knavpheit eingetreten, die eine .Herabsetzung der Ration auf 125 Gramm ans Kops und 3&otfc zur Folge gehabt hat. Ferner wurde festgestellt, daß durch die heimliche Butterausfuhr dem Kreise erheblicke Mengen entzogen Norden, eine Erscheinung, die sich bisher Mht wirksam verhüten lieh. Das .Krecsäint verfügte nim. daß die im Kreise erzeugte Butter allein im Kreise ab- gesetzt fverden darf, abgesehen von der an die Loudesbutterstelle äbzusührenden Menge. _ „ r ,
# Altwiedermus, 20. Juli. Im Westen starb den Heldentod der Musketier Adler.
^ Bad Salzhausen, 21. Juki. Bei der gestern von der hiesigen Obersörsterei abgehaltenen Versteigerung von Eichen- fchälholz wurden sebr hohe Preise erzielt. ES wurden durchschnittlich für 1 Rmtr. Knüppel 7 Mk., für 1 Rmtr. Schäläste 4 Mk. und für 1 Rmtr. Astreisia 40 Pfg. bezahlt.
G Calbach, 20. Juli. Ans dem Felde der Ehre starb im Osten durch Granatschuß der Musketier Wüst.
# Vonhausen. 20. Juli. Im Kampfe gegen die Engländer starb der Garde-Füsilier H ö l z i n g e r.
A 93 o n der Nidda, 21. Juli. Die durch die ungünstige Witterung in diesem Jahre sehr lange dauernde Heuernte geht dein Etlde zu. An Menge liefert sie überall sehr guten Ertrag': M’ Güte des Heues hat dagegen etwas eingebüßt. Der Heuhandel geht schon recht rege. Für einen Zentner Heu werden 4,50 Mk.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld. 21. Juli. Auf verschiedene Anfragen wird vom Kttisckwt mitgeteilt, daß die Feststellungen noch im Gauge sind, bie Einleitung des Strafverfahrens bevorsteht. Es hat sich dabei gezeigt, daß nicht nur Fleisch imb Fleisckwaren nach Salzschlirf verbvacht worden sind, sondern auch Lebensmittel anderer Art, insbesondere solche, deren Zuteilung au die einzelnen Kommunal- vccbckcke nach ihrer Einwohnerzahl erfolgte („Schlüffelware") Die Wiederverkäufer werden bei Meidung von Unannehmlichkeiten dringend davor gewarnt, derartige Waren abzngeben. wenn nach den Mnslincken anzunehmen ist, daß sie nach außerhalb des Kreises verbracht werden sollen.
oz. Arnshain. A. Juli. Durch einen Gang in die Heidelbeeren und deren Verkauf erzielte die hiesige Schsul kläffe eine Gin- nachme vön 14 Mk. Davon wurden drei ftir unsere Kriegs- und Zivrlgesangenen gestiftet, der Rest der Kriegssürsorge überwiesen.
oa. Beienheim, 21. Juli. Dem Unteroffizier .Hermann Wahl von hier, Mvzeit im Feld-Artrllerie-Regft»ent Nr. 104, mttbc am 9. Juli die Hessische Tapferkeftsmedaille verliehen Bernsfeld, 21. Juli. Musketier Otto B a s s c l l i, Sohn des Landwirts Jakob Basielli, im Jnf.-Rgt. 46, erhielt die HtWsche Tapferkeitsmedaille.
Kreis Lautcrbach.
M. A n g e r sb a ch. 20. Juli. Unter zahlreichem Trauergcfolge mit den Berwmideten der Vereinslazarette ans Lauterbach wurdo gestern nachmittag der La-ndsturm-Unterofftzier Gg Becker von Schier in der heimatlichen Erde zu Grabe getragen. Nach 20 monatlicher Abwesenli-eit im Felde war er aus 14 Tage in die Heimat beurlaubt, wo er am Tage vor dem Llbreisetermin an Lungenentzün- idung ernstlich erkrankte uird Ausnahme in den: Vercinslazarett „Turnhalle" in Lautcrbach fand. Hier ist er trotz der ärztlichen Bemühungen am Sonntag verstorben. Als Angehöriger einer Munitionskolonne hat sich der Verstorbene hinter der Front im Feindesland durch kunstvolle Ausschmückung der Gräber gefallener Kameraden. insbesondere seiner engeren Heimatangehörigeu, großes Lob- iwworben. das bewiesen auch die zahlreickwn Kranzniederlegungen der heimischen Bevölkerung und seiner Kameraden Der Verstorbene war verheiratet und hinterläßt Frau mit drei Kindern.
Kreis Friedbcrg.
oa. Friedberq. 21. Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt der Erfahre! ervist Franz Remmel, zurzeit im Armierungs-Batl. 54 zu Mainz.
oa. Friedberg, 21. Juli. In der vergangenen Woche erhöhte sich der für eingeliefcrte Goldsachen gezahlte Betrag um 1551,38 Mk. Bisher wurden angetanst: in Friedbcrg 6495,85 Mk.,
ul Dad-Pauheutt 2908,80 Mk., Butzbach 1569,65 Mk., Wbel
139.35 Mk, Büdingen 1279 Mk.. Altenstädt 109,50 Mk.. Ortenbet g 44,85 Mt.: rm ganzen 12 547 Mk.
Y. Butzbach, 20 Juli Dieser Tage hatte ein Auffeher der hiesigen Strafanstalt einen Z u ch t hausst r ä fling, der seine Strafe verbüßt hatte, nach seiner Heimat verbracht. Als der Aufseher wieder nach Hause kam. sagte seine Frau, daß ein Hilss- aussehec dagewesen sei und des Aufsehers guten Unisonnrock verlangt habe, mit der Angabe, er wolle sich vom Schneider einen solchen nach diesenr Muster anfertigen lassen. Tie Frau hatte den Rock ohne Bedenken ausgehänduft. Wie sich nachträglich heraus stellte, war der angebliche Hillsanfseher, der eine Äufsehermütze trug, der nach .Haufe transportierte Sträfling. Dieser hatte mit dem Rock das Weite gesucht.
— *— Butzbach, 21. Juli In der letzten Gemetnderats- sitzung wurde die Einführung des Postfcheckocrkehrs für die Stadt und den Armenfonds abgelehnt, da für die Gemeinde schon mehrere Jahre Kontokorrentverkehr bei dem Borichußverein dahier besteht^ — Das Baugefnch von Georg Sparwasser 3. von hier, Umbau des Hanfes am Friedhof, bezw. Kirchgäßchen, wurde zur Genehmigung befürwortet. Tie Wirtschafts plane i ür den Stadtwald unp Ärmenfonds 1917 wurden von dem Finanzausschuß geprüft. Dr. Bogt schlägt vor, alle größeren Wegbauarbeitcn bis nach Beendigung des Krieges als Ocotstandsarbeiten zurückzustellen und im übrigen die Plane zur Genehmigung zu befürworten. Dem Vorschläge wurde zugestimmt. — August Beck, stud. theol. et phil., Vizefeldwebel der Res. und Offtziersaspirant der 4. Komragnie Füsilier-Regiments 27r. 80, Inhaber des Eisernen Kreuzes, 21 Jahre alt, ist im Reservelazarett 1 in Frankfurt a. M. an seiner erlittenen Verwundung fürs Vaterland gestorben.
Im fcltk
crwarrcn unsere Hngcljdrigni den regelmäßigen Eingang des Dermal- blattes. Um eine Uincrvrcchnng in ücr ZnftcUung in vermeiden, woiic man
dm feldpofDötzug
des Sicßener Hnzeigers für Tinguft
schön jetzk erneuern
7Mc 1'osiamier ncßmen die vcsiciinng emgcgcn. vcr monaiiichc Ve)ug ve- iragt Mir. l.rr einschließlich der Um> schlag^Scvulir. Außerdem vcrmillcll die vesiellungen wie bisher auch die
Seschaslsftcllc des Stcßcner Änreigcrs
ga Nieder-Ohmen, 20. Juli Ter Vizefetdrvobel und Offiziers-Aspirant Otto Becker (stud. agr.! von hier, der im Jnf.- Reg. 186 dient, erhielt das Eiserne Kreuz. Außerdein witrdc ihm, weil er der eignen Gefahr nicht achtend, seinen gefallenen Kameraden. den Vizefeldivebel und Offizier? 'Aspiranten £ l t von Gießen und noch zwei Verwundete in Sicher tieit gebracht lprtte, durch Korptz-TageSbefehl die besondere Anerkennung des kommandierenden Generals ausgesprochen.
Stürkendurg und Rheinhessen.
w. Tarmstadt, 21. Juli 'WTB.) Der Präsident des Kriegsernährungsanttes v. B a t o ck i wurde gestern um 1 Uhr in der Wobnung des Staatsmmisters Dr. w. Ewald vom Groß- he r z o g und der Großherzogin e.mpfangert, irwraur das^Groß- her-ogspaar und Herr- v. Batocki das Frühstück beim Staats- mrnister einnahmen, zu dem auch die anderen Minister geladen waren.
Kreis Wetzlar.
ta. Wetzlar. 20 Juli. Der Ziegenzuchtverband des Kreises Wetzlar hat nit Mittwoch, den 2. August, einen Ztegenmarkt, verbunden mi! Prämiierung selbstgezüchteter Bock- und Mutter- lämmer des weißen, hornlosen Saaneuschlages. festgesetzt.
Wa. Wetzlar, 21. Juli. Mit dein Eisernen K r e n z 2. Klasse ausgezeichnet wurde Gefreiter Bernhard M n l l e r, Drag.-Regt. Nr. 4.
d. Münchholzhausen. 21. Juli Einem bedauerlichen Unglücksfall sie! der 16 Jahre alte Bahnarbeiler Friedrich Weber von lfi er zunt Opi er. Beim Weiterschieben eines Wagens geriet er zwischen die Ptufier und miurde derart gequetscht, daß der Tod sofort eiutrat. Eine SckMld an dem Vorfall trifft niemand. Die Beerdigung fand am 19. Juli hier statt.
d. Aus dem Kraise Wetzlar, 21. Juli. Für die Woche vom 16. bis 22. Juli stehen dem Kreiskominnnalverband für die Zivilbevvl'berung imt> GesangettenCommandos unter 100 Manch zur Berfügimg: 25 Rinder. 60 Schweine und 35 Kälber. ^Hiervon mtfallen auf die Bürgermeistereien Aßlar 4 ROrder. 7 Schweine und 5 Kälber, Atzbach-Launsbach^'1 Rinder 6 Schweine und drei Kälber, Breumiels 4 Rinder, 10 Schweine und 5 Kälber, Greifen stein 2 Rinder, 4 Schweine und 3 Kälber, Hohensolms 1 Rind.
1 Schwein und 2 Kälber, Rechtenbach 1 Rind, 4 Schweine und,
2 Kälber, Schwaiba ch 2 Rinder. 5 Schweine und 9 Kälber urrd Stadt Wetzlar 8 Rinder, 23 Sckiweinc und 12 Kälber.
Hessen-Nassau.
z. Frankfurt a. M., 31. Juli. Am kommenden Sonntag ist der Eintrittspreis im Zoologischen & a c t c n während des ganzen Tages aut bO Pfg. für Erwachsene und 25 Pfg. für Kinder herabgesetzt. Der Eintrittspreis in daS Aquarium mit den Reptilienhäufern ist ani20Psg. für Erwachsene lind 10 Pfg. für Kinder ermäßigt. Nachnlittags 4 Uhr und abend- 8 Uhr finden Konzerte der Kapelle des Ersatz-BataillonS des Jnfanterie-Regi- inentS Nr. 81 statt.
= Frankfurt a. M., 21. Juli. In der vergangenen Nacht st ü r z t e in der Nlainzer Landstraße das Dach einer Fabrik e i n und begrub eine Anzahl Arbeiter unter sich. Drei von diesen erlitten schwere innere Verletzungen und Schädelbrüche und mußten dem städtischen Krankenhanfe zugeführt werden.
X. Hanau, 20. Juli. Zur Bekämpfung dar ?n?ld-Diebstähle erläßt die OrtSpolizei-Verwaltung in Fechenheim a M. folgende Bekanntnmchunq: „Mit Rücksicht auf btc fortgesetzten Feld- Diebstähle verbiete ich bier-durch mr Jedermann den Ä u f e n t* halt in den Feldern und Wiesen nach 10 U h r abends. Dieses Verbot erstt-eckt sich auch auf dre das Feld durckziahendeu Wege und gilt auch für die Eigentümer und Pächter der Grundstücke
und Wiesen." , #rl! 4 f .
X. Fulda, 20 Juni. Auf unaufgeklärte Werse kam tu der Scheune des Landwirts Barer zu H u h n r a i n Feuer auß, das diese in kurzer Zeit samt Inhalt einäscherte. Der Schaden wird
aus etwa 15000 Mk. geschätzt.
--Kassel, 21. Juli. Wenige Tage nach seiner Verl ovunq. stürzte sich der hier aus Besuch weilende Oberlehrer Auge aus Dresden au- dem Fenster seines Zimmer-. Er starb nach kurzen
Augenblicken ^
la. Breltenbach a. Herzbcrg, 21. Juli. Unter einer Schafherde in Lingelbach richteten Hunde eine arge Verwüstung an.. 10 Schale sind zerrissen. T-le übrige Herde war in die Wälder geflüchtet. Es ist gelungen, sie nach und nach wieder einzufangen- drei fehlen noch. - Für das Pfund Heidelbeeren zahlen dw Händler 20 Pfennig in unseren Dörfern. Ta die Ernte ziemlich gut ist, so verdienen Kinder mit Pflücken der Beeren oft an einem Nachmittag 2—3 Mart.
ha. © t it t e cS t) a u j c it, 20. Jul: Lehrer Becker hat
Heidelbeeren durch die Schulkinder sammeln lassen und den Erlös daraus mit 20.90 Mk. dem Kreistomitee für das Rote Kreuz zur Verfügung gestellt. Sein Beispiel verdient Nachahmung.
-- Aus dem Taunus, 20. Juli. In Nod ä. d. Weil wurde das vierjährige Töchterchen des Wagenwärters Buhl mann von einem wütenden Hah n überfallen. Das Tier hackte denr Kinde ein erhebliches Loch in den Hinterkovl und krallte sich dabei mit einer Zehe in dem einen Auge so ttef ein, daß vieles in der Gießener Klinik entfernt werden mußte. Der Hahn wurde gefchlach tet und gegessen' Beim Essen blieb dem Vater des Kindes eiu Knochen rm Halse stecken, der erst vom Arzt wieder entfernt werden konnte.
Vermischter.
* Heidelberg, 20. Juli. Auf dem .Huuvtbahnhofe sah die Polizei zahlreickfen Frankfurter, Offenbacher, Darm- stadter und sonstigen ausländischen Ausflüglern, die aus dem Ihessischen Odenwald kamen, die prallen Rucksäcke nach. Alle Wanderer mußten die im Odenwald e i n gehei m - st e n Vorräte an Butter, Eiern usw. abgeben. Ein Mann wurde allein um 100 Eier und 14 Pfund Butter erleichtert. Die „Beute" erhielt der Heidelberger Konrmunatverband.
Gerichtrsaal.
X. Hanau, 21. Juli. Im März ds. Js. teilte der Bieh- makler Stroh aus Mittelbuchen bei Hanau den Metzgebleistern Nicvlaus und Steinmetz, aus Hanau mit, daßderLandwirt Friedrick? Müller in Mittelbuchen ein Schwein zu verkaufen hätte. Die Metzaermeister begaben sich darauf hin.nacheinander zu Müller, ein Kaufgeschäft kam aber Nickt zustande, denn es rourden für das zirka 300 Pfund schwere Schwein 700 Mark gefordert, ein Betrag, der beinahe an das Doppelte grenzte, den Müller nach den einschlägigen Verordnungen über Höchstpreise fordern durfte. Entrüstet wiesen die beiden MetzgernwisWr das Angebot zurück unter Hinweis auf die. Bestimmungen des Gesetzes über Höchstpreise. Der Londivirt meinte aber: ,.W a - gehen m i ch d i e Höchstpreise an, i ch verkaufe meine Sau wie ich will!" Seitens^der Metzgermeister erfolgte Anzeige und die Sache kam vor das Schöffengericht Hanau. Der Angeklagte gab die zu hohe Forderung zlvar zu, behauptet aber, daß er sich mit ihr „nur einen Spaß" erlaubt habe und es ihm um einen Verkauf des Schweines nicht zu tun ge-« wesen sei. Das Gericht schenkte seinen Angaben auch Glauben und erkannte auf Freisprechung. Anderer Meinung war jedoch die Strafkammer Hanau, die sich auf den Einspruch des Amtsauwalts gegen das schöffeugerichtliche Urteil hin, nochnrals mit der Angelegenheit zu beschäftigen hatte. Auf Grund der erfolgten Beweis- erbebung kam die Strafkammer zu der Ueberzeugun^ daß es in. der Absicht oeS Angeklagten gelegen habe, das Schwein zu verkaufen und verurteilte ihn zu 100 Mark Geldstrafe.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 22. Juli ISIS ■ Heiter, trocken, tags warm, nachts kühl.__
Letzte Nachrichten.
Das Lob der preußischen Garde.
H a a g, 21. Juli. Die „Times" meldet aus dem engüschett Hauptauartier vom Dienstag: Ungünstiges Wetter habe die
Operationen lehr behindert. Der Berichterstatter fährt fort: Wir nu'issen wie es auch der amtliche englische Bericht sagt, dre Tapferkeit der preußischen Garde rülmten, mit der sie ihre Stellitngen verteidigt, und wir »vünsklTen nur, di^e Anerkennung nmrde auch delr Engländern zu teil, die den Orl eroberten. Kein einziger Mann zögerte, ooranzugehen. und doch sind Soldaten nirgends auf eine schwei'er'e Probe gestellt worden, als hier.
Italrenischc dcutschfeindliche Maßnahmen.
Lugano, 21. Juli. Der' .Korrespondent des „Secolo" berichtet aus Mm: Auf den Vorschlag des Justizmiuisters Säcchi mit Eiuverständms des Ministers des Aeußern, der Kolonien, von Handel und Industrie, ist ein Dekret erlassen worden, das die Bestimmungen der am 24. Juni 1915 und 13. April 1916 gegen österveickifck>-rtngarische Untertanen erlassenen Dekrete auch aus die Angehörigen anderer feindlicher Staaten und ihrer Verbündctrn auwendet. Das erste der ftaglicheri Dekrete enthielt das Verbot aller Ei g c n tu msentäußern n q der beweglichen und wüwrveit- lickeu Güter österreichisch-ungarischer Staatsangehöriger und entzog ihnen gleichzeitig die Fähigkeit, während des Krieges gerichtliche Handlungen in Italien vorzunehmen. Das zweite JSrfret vom 13 April 1916 gab der Regierung das Recht xur Seguestrarion dieser Güter tmd zur Ueberwackung der feindlichen Staatsangehörigen. Es wird jetzt verlangt, alle diese Bestimmungen fakultativ auf alle 2lngehörigen derjenigen Länder airszudehnen, die mit einem feindlichen Staat verbündet find.
Der russische Munitionsverbrauch.
i. Köln, 21. Juli. Tie „Köln. Ztg." meldet aus Men: stiaeb einer Stockholmer Mitteilung der politischen Korrefpondeuz ist der russische Munitionsverbrauch seit Beginn der letzten Offensive so gewaltig, daß die Hauptguellc Ja van den Bedarf hei weitem nicht mehr decken kann. Rußland sckll daher bei seinen Verkv'indeten um U<werlaisung von Munftivn ersucht haben, welchem Ersuchen jedoch bei deren eigenem riesig gesteigerten Bedarf und bei dem hinderniSreich-eit Wege der Beförderung außerordentlich schwer ztt entsprechen wäre.
Drr Kanal-Tunnel angeblich gesichert.
Kopenhagen, 21. Juli. Wie „Berlingske Tidende" aus Paris meldet, ist die Durchfickrimg des Planes eines Tunnels zwischen England und Frankreich endgültig ge- sickTert. Auf französischer Seite mündet der Tunnel bei Sawgatte bei Kap Griznez aus. auf englischer Seite südlich von Tower. Der Tunnel, der eine Länge von 60 Kilometer, wovmr 39 .Mometer unter Wasser lugen, erhalten soll, nnrd die Form eines Dovpel- tumtels zeigen. ' Zwischett beiden Gleisen beträgt der 2lbstand 15 Meter.
Sozmldemokratischt Beratungen.
Berlin, 21. Juli. Der sozialdemokratische P a r- tetausfchuß ist Donnerstag hier im Reichstag zufamiueugetre wn, um zu der Frage der Gürber-ttiung eines allgenreinen Partei' tages Stellung zu nehmen. Die Ansichten darüber, ob im Herbst ein allgememer Parteitag stattfinden soll, sind sehr geteilt Tie Extremen in der Partei sind gegen die Einberttfung, metl sie glauben, daß die gemäßigte Richtung die Oberhand auf diesem Parteitag geivinnen ivird. Aber selbst sm Lager der Reichstagspartei gehen die Anschauungen scher die Nützlichkeit der lläuberufting nvch auseinander. Es haben auäi Organe der Partei, die auf dem rechten Flügel flehen, erklärt, daß man von der Eiicherufung Absttmd nehmen nrüffc, lveil die vielen Taufende von Genossen in der Kampffront ihre Meinung nicht äußern kötmtett. Die Beratungen dürftett laut „Berliner Lokalanzerger" am Donnerstag nvch isicht z-um Abschluß gelangt sein.


