jhomix’n tu öte Umgetamg des s>t»mtüi£ uns öer ooiuKrtöbüLattai Don ötellujoli: uc nernrjachtcii aber feinen anderen Schaden, als raigc zerbrochene Fensterscheiben. Ein semdlicher Flieger, der iani Nachmittag erschien, wurde durch unser Feuer außerhalb der Meerenge vertrieben.
Au den anderen Fronten kerne Veränderung.
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Das parlamentarische Kontroüsyftem in Frankreich.
Paris. 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Siam4. Die Ka m m er begann heute die Besprechung venchredenen Beschlußarrträge über die Schaffung einer Kontrolle bei den Armeen, wie sie im Prinzip durch die nmb der geheimen -Lltzung angenommenen Tagesordmmg sestgelegt war.^ Ministerpräftdenv Briand stellte fest, die parlamentarischen Ausschüsse kömrten eine wirksame Kontrolle ansübeu. aber die Kontrolle des Parlaments :n Ber Kriegszeit sei nicht vorgesehen gewesen, tvas beweise, daß <yram- rreich den Krieg nicht gewollt habe. Briand fügte hinzu, die Regten j-rung überlasse der Kammer die Freiheit, ein neues Verfahren <nn- Anrichten. um ihre Kontrolle sicherzu stellen. Nach einer Besprechung vertagte sich die Kammer ans den 25. Juli.
Autz dem englischen Unterhalts.
London, 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich Smrd mitgeteilt. Asqu: th erklärte im Unterhause, daß Lie Regierung auf den Rat der militärischen und diplomatischen Stellen beschlossen habe-, die Dokumente über die Operationen an den Dardanellen und in M e s o polt am ien nicht zu veröffentlichen, da die vollständige Ber- iöffentlichung dem Feind wertvolle Ausschlüsse geben könnte. Er forderte aber zu einer allgemeinen Diskussion beider Fragen am 20. Juli auf, wo er alle kritischen Einwände bc- i antworten werde.
England ohne Feiertage.
London, 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich.' Meldung ches Reuterschen Buremrs Die Nationalkonferenz der englisch e n Gewerkschaften in London hat beschlossen, 4i I I c Feier tage bis zum Ende des Krieges a u f z u - hebe n.
Aus Amerika.
Berlin, 18. Juli. (Priv.-Tel.) Der „Berl. Lokalanz." meldet aus dem Haag: Wie die „Central News" aus New Dork meÜren, wurden am Freitag in einem großen Arese nal 400 000 kleine Granaten durch einen Brand .zerstört, die zur Abfuhr nach der mexikanische:: Grenze bereit lagen. Es gelang, das Arsenal unter Wasser zu Hetzen, wodurch eine Explosion von Huirderttansenden schwerer Granaten verhindert wurde. Der angerichtete Schaden ist bedeutend.
Die Abreise der ,,Deutschland" aus Baltimore.
Berlin, 19. Juli. Nach dem „Berliner Tageblatt" kündigen die New Porter Zeitungen für morgen die Ab- \x e i f e der „Deutschland" aus Baltimore an. Tie „Deutschland" hat 1200 Tonnen Nickel und Kautschuk , geladen. Bor der Chesapeakebucht wurden englische Kreuzer beobachtet. Wie der „New Jork Herald" meldet, soll Kapitän König erklärt haben, daß etwa 12 Handelsunterse-e- boote in einigen Wochen fertiggestellt sein würden.
Brandstiftungen in Griechenland.
Paris, 18. Juli. (WTB.) „Petit Parrsien" meldet aus Athen: Drei neue Leichen wurden im Walde von Tatoi aufgefunden. Die Zahl der Verwundeten beträgt ungefähr 200. Ein neuer Brand brach im Walde von iKinetta aus. Der Schaden ist beträchtlich. Ein dritter Brand brach im Walde von Vilia auf C i t h e r o n aus. Der Wald ist vollkommen vernichtet.
Berlin, 19. Juli. Wie die „VoMche Zeitung" berichtet, melden französische Blätter aus Athen, daß bei dem Brande von Tcttoi König Konstantin in größter Lebensgefahr geschwebt habe. Er beaufsichtigte bis zum letzten Augenblick die Löscharbeiten und wurde plötzlich von den Flammen erngehüllt. Er sprang aus einer Höhe von fünf Metern in einen Graben, wo er infolge des Falles und Rauches bewußtlos liegen blieb. Er wurde dort von Soldaten aufgefunden und fortgetragen, während die Per- somn der Umgebung auf der Suche nach ihm verbrannten.
Der Seekrieg.
London, 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich) Lloyds meldet aus Malta: Der britisch« Dampfer „Virginia" (4279 Tonnen: ist von einem Unterseeboot versenkt worden. 47 Mann der Besatzung sind in Malta angekommen, 6 davon wurden verwundet in ein Spital gebracht, der erste Offizier wird vermißt. — Aus Lowestost meldet Lloyds, daß drei Fischerfahr- zeuae versenkt wurden. Die Besatzungen wurden gebattet.,
Kopenhagen, 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Zu der Torpedierung des deutschen Dampfers „Cyria" .und der dadurch von Rußland begangenen Verletzung der schwedischen Neutralität schreibt „SydevenskaDag- b l a d": Das Vorkommnis hat natürlich einen Einspruch von schwe- bischer Seite zirr Folge und man darf wobl hoffen, daß die diplomatischen Verhandlungen zu einer Entschuldigung Rußlands und Bestrafung des Kommandanten des russischen Unterseebootes führen. Was setzt gesagt werden soll und zwar so, daß es gehört wird, ist, daß die schwedische Regierung in allem, was sie mst Kraft unternimmt, um die Ehre und das Recht Schwans zu lcüützen, das ganze Volk hinter sich hat. .
Dra gör , 17. Juli. (WTB.) Die Deutschen haben heute nachmittag südlich Dragör drei schwedische Dampfer mit ,Papiermasse und einen amerikanischen Vermcrftschvner, vermutlich mit Petroleum, aufgebracht. Die Schiffe wurden nach Swinemünde geführt.
Ans dem Reiche.
Beibehaltung der Sommerzeit.
Zurzeit schweben in Preußen Erwägungen darüber, ob (die Vorverlegung der Stunden, die für die Zeit vom 1. Mai chrs 30. September 1916 zuerst eingeführt wurde, nicht nur für die weitere Dauer des Krieges und für die erste Zeit nach dem Kriege, sondern auch darüber hinaus als dauernde ^Einrichtung beibehalten werden soll, und ob nicht eine andere Zeit, etwa vom 1. April bis 30. September, für die sogenannte Sommerzeit zu wählen sein möchte. Unter .archerem sollen ,so schreibt die „Köln. Ztg.", Schulärzte Aind Lehrer befragt werden, ob die Behcnrptungen, daß die Müder, die angeblich nicht ausgeschlafen haben, zu regsamer geistiger Tätigkeit nicht fähig seien und daß infolge des vermehrte Hungergefühls außer dem ersten und zweiten Frühstück noch eine neue Mahlzeit vor dem Mittagessen habe eingeschoben werden müssen, zu Recht bestehen. Auch die Gewerbeaufsichtsbeamten werden um ihre Erfahrungen darüber befragt werden, ob die Betriebssicherheit der Fabriken gelitten habe, weil die Arbeiter und Angestellten infolge der Schlafentziehung an Erlnüdung und Unter- ernährung litten. Ueber etwaige nachteilige Einwirkung der Sommerzeit auf den Gesundheitszustand der Handlungsgehilfen und Lehrlinge sollen die Handelskammern Auskunft geben. Sie sollen auch darüber sich äußern, ob infolge des frühzeitigen Geschäftsschlufjes in den Gesundheitsverhältnissen dieser Personen eine Besserung ein-
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Vorteile der Sommerzeit dadurch ermttrett werden, daß bei einzelnen größeren Gasanstalten und Elektrizitätswerken dre Ersparnis an Lenchtmitteln festzustellen versucht wird.
Ans Stadt
Mit
rrnd Land.
Gießen, 19. Juli
dem Goto.
1916.
t. L til c L C L i U
Heraus
9Jian schreibt uns :
Die Goldeinlieserung macht zwar erfreuliche Fortschritte, aber dü vaterländische Bedeutsamkeit der Aufgabe erfordert noch stärkere Werbetätigkeit. Sie verspricht vollen Erfolg, denn man kann überall Goldschmuck sehen, wenn man ihn auch nicht mehr gern sieht. Wir brauchen Gold für Äuslaichszahlungen, und wir brauchen Gold als Vorrat und starte Unterlage für die Banknotenausgabe. Wir müssen aber auch eine Stärkung des Goldbestandes! wünschen wegen der Wirkum; aus das Ausland. Gerade die Frei- wiligkei.1 der Goldeinlieferung ist diesem gegenüber besonders wertvoll. Wir erreichen damit nicht nur dü Anerkennung^ der unerschütterlichen geldwirtschaftKchqn Stärke, sondern auch — soweit dies nötig sein sollte — die Achtung vor der Bvllwertigkeüj unserer Banknoten.
In allen Vereinsversammlungen selten die Herren Vorstände mst ein paar eindringlichen, ausklärenden Worten auf die Wichtig- kest des Goldverkaufs Hinweisen. Die Herreii Geistlichen könnten ijl der Kirche, die Herren LtHrer in der Schule der Weichearbeit von neuem ihre bewährten Dienste leihen. Die Herren Oberbürgermeister und Bürgermeister könnten in den Sitzungen der Stadtverordneten intt Gemeinderäte daran erinnern oder kurze Ansprachen halten lasfetn stad die Herren Pressevertreter um Abdruck dieser Ausrufe bitten. In diesem Zusammenhang läßt sich die Notwendigkeit der Förderung des bargeldlosen Verkehrs eindrucksvoll unterstreichen.
Noch nicht genügend bekannt ist, daß auch hochwertige Juwelen angetanst werden; sie herzugeben ist gerade so vaterländisch gehandelt, als wenn man Goldgegenstände verkaust, weil durch die Verwertung von Juwelen im Ausland genau ebenso Guthaben sich bilden, als wenn von Deutschland aus Gold ins Ausland gelegt wird. t
m
** Amtliche Personal Nachrichten. Der Giroß- he rzvg hat am 12. Jüli deil ordentlichen Professor der Technischen Hochschule in Tvrmstadt, Geheimen Baurat Kock, zu einem Bevollmächtigten bei der Zentralkommission für die Rhein- schifsahrt ernannt. — Ter Gro ßherzog^ hat am 12. Julr den ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule zu Darm- stadt Geheimen Hofrat Dir. Müller für die Zeit vom 1. September 1916 bis 31. August 1917 zum Rckktor dieser Hochschule ernannt. — Der Großherzog hat am 15. Jüli d. Js. den Oberförster der Oberförsterei Ernsthofen Forstmeister Adolf Kutsch zu Ernsthofen auf sein Nachsuchen vom 1. August 1916 an bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Rnhestcutt versetzt.
** Kriegswahrzei chen der Stadl. Gießen. Wie wir gestern schon angekündigt haben, sind die beiden preisgekrönten Entwürfe heute und morgen vormittag von 8—12 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 1h, zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt. Wir werden in unserem morgigen Blatte näher auf die beiden Entwürfe eingehen, für heute möchten wir nur bemerken, daß die Ausstellungsfrist etwas reichlich knapp bemessen ist. Es ist mit der Auszeichnung ja noch nicht entschieden, ob und welcher der beiden Entwürfe zur Ausführung kommen soll, daher hat die Allgemeinheit ein Recht darauf, sich die Pläne mit Mu-e anzusehen. Das ist innerhalb zweier Tage und in den Stunden von 8—12 Uhr vormittags nur Wenigen der 37 000 Eimvoh- ner Gießens möglich, die das Kriegswahrzeichen den gefallenen Helden aus ihrer Mitte in bleibender Dankbarkeit errichten wollen. Wir erinnern nochmals, wie ims jetzt schon die übereilte Geschmacklosigkeit an Wahrzeichen von 70/71 unwürdig erscheint. Unser Gießener KriegHwahrzeichen soll vvn der nächsten Generation nicht mit den gleichen Augen betrachtet lverden wie das Kriegerdenkmal auf unserem Marktplatze. Deshalb treten wir dringend dafür ein, die Pläne der gesamten Bürgerschaft, etwa durch Ausstellung in einem der Schauläden aus dem Selterswege, bequem zugänglich zu machen. Ein Ladeninhaber wird sich schon finden, der seine Fenster dafür hergibt. Es ist ein Wahrzeichen, das von der Allgemeinheit errichtet werden soll, möge es auch der Allgemeinheit gezeigt werden, bevor man entscheidet, was zur Ausführung gelangen soll.
** Fmngwehr. Die zweite Kompagnie tritt heute abend 8 1 /2 Uhr pünktlich mit Stielhandgranaten vor der neuen Kaserne cm, die erste in der neuen Turnhalle.
** SchulgeldBeihilfe Für Kinder von zum Heeresdienste einberufenen Familienvätern, welche eine höhere Schule besuchen, kann im Falle der Bedürf tigkeit eine Schulgeldbeihilfe gezahlt werden, wenn das Kirsd das 14. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt hat. Air träge auf Bewilligung dieser Beihilfe für das Jahr 1916 sind von den Gießener Vätern oder Müttern bis zum 1. August d. I. an den hiesigen Garn isouschul aus- schuß (1. Landsä-Jnf.-Erf.-Bat. Gießen XVlll. 32) zu richten. Auswärtige Gesuchsteller haben ihre Anträge dem Schulausschuß der zuständigen BezirkskommaTrdos einzu senden. Die Schulgeldquittungen für 1916 sind von samt lichen Antragstellern dem Garnisonschulausschuß Gießen bis zum 1. August 1916 persönlich in der Zeit von 3—6 Uhr nachmittags Zeughauskaserne Zimnrer 20 a vorzuzeigen.
** Ruhestörer. In der Nacht vom Montag zum Dienstag vergnügten sich der Kriegsinvätide Otto Ham mel, Handlungsgehilfe Adolf Hammel, Handlunas gehilse Fritz Reinig, Schlosser Fritz Dewald, Elektrotechniker Willi Lang, Handlungsgehilfe Otto Neun, Handlungsgehilfe Ernst Dörr sowie der
Arbeiter Otto Bender von hier danrit, daß sie nach dem Verlassen einer Wirtschaft am Kanzleiberg, die dort vor den Hofreiten crufgestellten Gefäße mit Asche und Hcars- absällen auf die Straße schütteten, diese Gefäße auf der Straße umherwarfen und dabei einen lauten Lärm verursachten. Alsdann beschädigten sie in der Sencke^bergstraße bis zur Ost-Anlage mehrere Gaslateruen. Eine hinzu- kommende Schutzmanns Patrouille machte der Zerstvruugs wut ein Ende. Man sollte nicht glauben, daß es bei der heutigen ernsten Zeit noch Menschen gibt, welche zu solchen Roheiten geneigt sind.
** Tausende Zentner von Pilzen gehen jähr lich verloren, da die .Unkenntnis der Pilzarten uni» die Furcht vor Vergiftung den Pilz zu einen: Liebhabergericht stempelten. Um nun die ungeheuren Pilzmengen dem Haushalt zuzufühven, werden in Marburg und Umgebung Pilzkundige demnächst öffentliche Vorträge über die vorkommenden eßbaren Pilze, ihre Ernte, die Verwertung und die Aufbewahrung durch Einkochen und Eintrocknen halten Daran werden sich stets Pilzwanderungeu schließen. Zu den Vorträgen haben sich Landwirtschaftslehrer, Pfarrer und Lehrer zur Verfiiguna gestellt. Die Vorträge sind kostenlos. Wir glauben, daß es nur dieses Hinweises be darf, um in Gießen urrd Umgegend eine ähnliche Organisation zu schaffen, die zum sachgemäßen Sarnmeln der Pilze anleitet. Wie manchem Haus^halte Lchrnte damtt geholfen werden.
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Einkaufs stelle für Kriegsbedarf „Hansa" mitgeteilt wird^ hat d:e Haussarumlung zugunsten des Roren Kreuzes ein bis jetzt ganz schönes Ergebnis gehabt. Bei Beendigung wird der Gesamterlös veröffentlicht werden Die Sammlung lrnrd heute Mittwoch fortgesetzt. Es foerden außer Papier Ze^ tungen und Bücher, auch Lumpen, Blechbüchsen und sonstiges Material angenommen. Bemerkt sei noch, daß jetzt alle Samnrler mit Ausweise n versehen si:ü>. Sammler, die keinen Ausweis vorlegen können, wolle man abweisen.
** Die militärischen Ehren b ezeigun gen vor dem Eisernen Kreuz betrifft eine Verfügung des vreutzr- fchen Kr:egsministers, die letzt den Mannschaften zur Kenntnis gebracht wirb. Darnach l>aben die militärischen Posten vor den Inhabern des Eisernen Kreuzes 1. und den Inhabern des Eisernen Kreuzes 2. Klasse „Gewehr über" sttllzulteben, sofern das K r e u z s e l b st getragen wird. Ist nur das Band angelegt, so wird eine militärische Ehrenlx^eigung nicht ernneien. - Für tne Ehrenbezeigung ist es gleichgültig, ob das Efferne ^reuz am schwarzweißen oder am weiß-schwarzen Band gettagen wird. Leiter chat der Krieqsmmister besttmntt, daß alle mir dem Beirtz des Müitär-Ehrenzeichens 1. und 2. Klasse verbundenen Vorschriften — vorbeljalllich einer verfassungsmäßigen Regelung der Fruge einer Ehrenzulage — auf das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse von 1914 übergehen. Hieraus ist zu schließen, daß für die Inhaber des Milftär-Ehrcmzeichens und des Eisernen Kreuzes von 1914 noch eine Ehrenzulage gesck>affen werden soll.
** Lichtspielhaus Seit gestern abend steht auf dem Spielplcrne ein Henny-Porten - Film, Abseits vom Glück, der vielleicht die beste dramatische Leistung der beliebten Filmschauspielerin darstellt. In vier spannenden Akten verkörpert Henny Porten den Lebensweg einer Zirkusreckerin upd reißt nut ihrem Spiel die Zuschauer mal. Die gute Spielsolge weist außerdem - ein entzückendes Lustspiel in drei Akten aus, Karlas Tante, in besten Hauptrollen das beliebte Künsllervaar Wanda Treu- mann und Viggv Larsen ihrem unerschöpstichen Humor die Zügel schießen lasten. Gn Besuch des Unternehmens ist demnach wirklich anzuraten.
Hagenbeck. Die letzte Vorstellung findet, heute nachmittag um 4 Uhr statt. Jeder, der noch keine Gelegenheit hatte, die sehenswerten Leistungen Hagenbecks zu besichtigen, sollte ftch-diese letzte Möglichkett nicht entgehen lassen.
Der nach st e Städtische Seefischmarkt findet morgen, Donnerstag, von vormittags 8 Uhr an, in den Marktlauben statt. Schellfisch, Kabliau, Schollen und Bratftsche werden zu Selbstkosten der Stadt verkauft.
Die e r st e reife Frucht wurde, wie aus dem Biebertal verlautet, in der Gemarkung R 0 d h e i m geschnitten und geerntet. Es handelt sich um Wintergerste, die von Jahr zu Jahr immer mehr augebaut wird. Die Gerste steht in diesem Jahre gut. Tie Halme, die 1915 keimhoch waren, haben fast die Höhe mittlerer Roggenfelder erreicht. Die Aehren sind fo kräftig und schwer, daß auf allen angebaulen Parzellen eine Vollernte zu erwarten steht. Die gleichen Aussichten bieten die Kornfelder, man rechnet mit einem Ueberfchuß über dem Durchfchnittsertrag.
** Einfuhr von Zuchtvieh aus der Schweiz. Der Landtvirtschaftskammer ist die Möglichkett gegeben, eine größere Anzahl Zuchttrcre: jüngere Bullen, Kühe und Rinder, Simmentaler Rasse, aus ^>en Schweizer Zuchtgebietien einzusühren. Dü Einst,lw dürste etwa in der 2. Hälfte des August durch di^ 3 Land- w, r tsckw fts kmnnier-Ausschüsse bewerkstelligt werden können. Die Preise der Tiere, gute bis beste Qualität vorausgesetzt, sind höher wie früher, stellen sich aber doch nicht so hoch, daß sie als unrentabel und der Ankauf als unzweckmäßig bezeichnt w«chen müßten. Der erste diesjährige Import, durchgeführt von dem Landwrrtfchafts- kammer-Ausschuß Rheinhessen, hat im Gegertteil viel Anklang ge- -mrden. Da die Landwätschaftskamlln-er rasch einen Ueberbilick über den etwaigen Bedarf haben muß, empfiehlt sie den Landroirten und Gemeinden, ihren etwaigen Bedarf, auf Grund der von den Landwrrtschaftskammer-Ansschüsset, erfahrnen Ausschneiden (f. Zeitschrift), möglichst sofort, spätestens aber bis zum 30. Juli, anzumelden. Ob eine gleiche Gelegenhett später noäflnals gegeben weiden kann, gutes Zuchtmaterial zu erwerben, erscheint zweifelhaft.
Lrrndkrns Gießen.
l-Gro ßen-L inden, 19. Juli. Bon unserem Turnverern beteiligten sich am Jugendturnen auf dem Feldberg unter Führung von Hauptlehrer Bach und ^riegsturuwart Philipp Albach zwölf Turner. Acht davon -eramgen Preise, in der Oberstufe Wich. Röhn mtt 61, Alb. Feiler und Gest. Bernd. Gaß mann mtt 59 Punkten, Wich. Größer, Ludw. Volk, Wilh. Hof mann und Heiur. Sch4r«f«r, in der Unterstuß Wilh. M a g nus.
1p. Hungen, 19. Juli. Den Tod fürs Vaterland erlitt der hier aufgewachsene Max Holzmann im Jnf.-Regt. Nr. 115.
e. Langsdorf, 19. Juli. Reservist Brück im Res.-Feld- Art.-Regt. 25 erhielt als Meldereiter in den letzten Kämpfen das Eiferne Kreuz 2. Klasse.
u. Lollar, 19. Jttli. Mtt dem Eiftrrveu Kreuz ausgezeichnet wurde Kanonier Otto Schmidts der Sohn unseres Bürgermeisters. Die Hessische TapferkeirSmedaille wurde ihm schon früher verliehe,:. — In letzter Zett hat der Krieg wieder drei Dtfex von unserer Gemeinde gefordert. Es sind dies Reservist W: ßue r, Lcmdwehrmarm Deibel und Musketier Agel.
r. Londorf, 17. Juli. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse «hielt der Sanitäter David Blumenthal im Jns.-Rgt. 116, die Hessische Tapserkettsmedaille Musketter Hch. W i ß n e r im Musketen- Bataillon Nr. 2.
ga. Rüddingshausen. 19. Juli. Von hirfigen Kriegsteilnehmern wurden in letzter Zett ncht dem Eisernen .Kreuz ausgezeichnet: Dragoner Ludwig Peter, Vkusketier Wichelm Loth und Ersatzreservist Johannes S ch e p v. Die Hessische Tapserketts-^ Medaille erhielten: We1)Um<nu: Philipp Engel, Wehrmann Friedrich Feldbusch und Bizefeldwebcl Heinrich Friedrich, dem beretts das Eiserne Kreuz verliehen wurde.
Kreis Büdingen.
--- Berstadt, 19.Juli. Vor etlichen Tagen wurden dem Arbeiter Koch sechs feiste Gänse gestohlen und an Ort und Stelle äbgeschlachtet. Da die Blntspuren nach dem Bahnho/ führten, kam bald Licht in die Angelegenheit. Man stellte fest, daß von der Station Obbornhofen-Bellersheim ein Korb nach Leidig Misge- geben war, aus dem etwas Mut tropfte. Rasch spielte der Täe- graph. In LerpAlg beschlagriahmte die Polizei den Korb, der tatsächlich die sechs Gstnse barg. Die Tiere wmchen dort für 20 Mk das Stück versteigÄck. Das Geld erhielt der Bestohlene zugestellt nt. Heuchelheim, 19. Juli. Dem Ersatzreservist Theodor Kölschs der in einem Landwehr-Regiment die Vogefenkämpfe mitgemacht und hierbei verwundet wnrde, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen.
Kreis Alsfeld.
02 . Arnshain, 19. Juli. Die Sammlung für unsere Krregs- und Zivilgefangenen ergab den Bettag von 123 Mk.
02 . Billertshausen, 19. Juli. Dem Unterofstzier Karl Seil im Jnf.-Rgt. Nr. 116 (Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille) wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen.
ga. Merlau, 19. Juli. Tie Sammlung für d»e derttfchen Gefangenen ergab in Merlau und Kirfchgorten 145 Mark, in Flensungen 55 Mark.
Kreis Lamerbach.
Ia- Lauterbach, 19. Juli. Gestern nachmittag werlte die Groß Herzogin in unserer Stadt, um den hiesigen Lazaretten, sowie dem Lazarett in Schloß Sickendorf einen Besuch abzustatten. Die Stadt hatte geflaggt.
19. Juli. Die
Hessische Tapferkeits- E i f f e r t und der
1a. Schadges,
medaille erhielten der Unteroffizier Kar!
Gefreite Georg Raus ch.
F.C. Schlitz. 19. Juli. Fiir den diesseitigen Amtsgerichts» bezirk sind nunmehr auch F l e i s ch k a r l e n eingeführt worden und zwar mit Wirkung vom 22. Juli ab.
M. Unter-Wegfurth, 18. Jul:. In einem Anfall g e i -1 stiger Umnachtung stürzte sich ine 22 jährige Katharina


