Zur Marmolata Gebier wiesen unsere Truppen lmehrere Angriffe italienischer Abteilungen ab. im Ortler- gebiet erkämpften sie einige der Crystall-Spitzen.
Gestern wurden über 500 Italiener, darunter zehn Offiziere, gefangen genommen.
S-uböftlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Generatstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.
Der französische Bericht.
Paris, I.Juli 3 Uhr nachmittags. Auf den beiden Ufern Ler Maas unternahm der Feind gestern gegen Abend und im fLaufe der Nacht wiederholte und sehr heftige Jufanterie-Akttcmen. Auf dem linken Ufer war in der Gegend östlich und westlich des -Punktes 304 der Kamm ganz besonders lebhaft. Tie Deutschen.rich- »taten nicbt weniger als vier Angriffe gegen die verschiedenen Abschnitte. Ern erster Angriff, der, begleitet von Ausspritzen brennender Nüssrgketten. sich gegen unsere Stellungen zwischen dem fPunkt 304 und der Straße Esnes—Haucourt richtete, wurde gegen -Ende des Tages mit bluttgen Verttfften für den Feind abgcwiesen. Ein zweiter Angriff mit Handgranaten im Westen der Sttatze ^snes—Haucourt erlitt das nämttche Schicksal. In der Nacht gelang es einem mächtigen deuttcl^en Infanterie-Angriff, im Osten des ^Punktes 304 uns das befestigte Werk, das wir gestern bereits wieder- genommen hatten, sowie einige Grabenstücke auf dem Ostabhaug des Punktes 304 zu nehmen, aber unsere sofort einsetzenden Gegenangriffe brachen uns wieder in den Besitz des Wertes und des verlorenen Terrains. Schließlich wiesen mir diesen Morgen einen deutschen Angriff, der versuchte, an die Redoute von Avocourt. heranzukommen, zurück, indem wir den -Deutschen ernste Verluste bei- brachen. Auf dem rechten Ufer der Maas nahmen dre gestern im Abschnitt von Thraumortt begonnenen Kampfe um den Besitz des Werkes ihren Fortgang. Nach einer Reche von Jnfan- , lerie-Dngriffen, denen eine Besckveftung vorausging, gelang es den ' Deutschen, von neuem in das vollständig zerstörte Werk, att dessen Zugängen wir uns festgesetzt haben, einzuorinqen Die Tätigkeit W&rtäßem Hieb sehr stark in der Gegend des Waldes von Fumin, Chönois und Lauiee. In Lothringen ichefterten zwei deutsche Angriffe auf unsere Stellungen im Walde von Paroh vollständig. Heute morgen gab ein weittragendes feindliches Geschütz mehrere g'roMckibrige G^choffe in der Richtung von Nancy ab.
11 Uhr abends: Nördlich und südlich der Somme unternahmen die französisch-englischen Truppen in Ver- fohmng der an den vorhergehenden Tagen ausgeführten f-lrtillene- vorbevertung und AuskÜrrungen anr Santstag früh eine Offen- s-ivaktio n au f e i ner Front vo n etwa40 Ki lo me t e r n.
. Vormittag und im Laufe des Nackmrittags bemächtigten sich die - Verbündeten auf der ganzen Angriffsfrortt der ersten deuticken j Stellungen. Nördlich der Somme setzten sich die französischen Trup- ^ pen an den Zugängen der Ortschaft Hardecourt und an den Rändern ! der Ortschaft Curlu fest, wo der Kampf fortdauert. Südlich der ! Somme fielen die Ortschaften Dompierre. Becquiueourt. Bufty und | j!Fav in unsere Hände. Die Zahl der allein von den französischen ^Truppen im Laufe des Tages gemachten deutschen uuverwundeteu . Gesmigenen bettägt mehr als 3500. Auf dem linken Maasufer heftig^ Bombardement der ganzen. Gegend Punkt 304—Mort Honmre. Auf dein rechten Ufer begab sich unsere Infanterie gegen 10 Uhr vormittags zum Sturm auf das Werk Thiauniout, dessen t**h' uns von neuem bemächtigten. Der Nachmittag lvar gekennzeichnet durch ein Wiederanwachsen des Bombardements in dieser Gegend, sowie auf den Abschnitten von Fumiu und Ehenois.
^F4u«g-wesen: In der Nacht vom 29. zum 30. Juni führte ycmc Gruppe unfever -Flugzeuge folgende Bombardierungen aus: 18 Granaten von 120 Millimeter wurden auf den Bahnhof von NoÄe, 6 von 120 Millimeter auf Rohe, wo ein Brand ausbrach, und 2 Granaten aut einen Automobilzug nordöstlich von Nesle geworfen. Man. sah sie -mitten unter die Wagen fallen. In der gleichen Nacht warfen 13 unserer Fttrgzeuge 60 Granaten auf eine deutsche Munitionsfabrik in der Umgebung mm Noyo u. Das Ziel wurde von einem guten Dell der (^schosse erreicht. ^
ttcyen Teste öec Front wuroen weneryui v»en-. ^
nommen.
London, 1. Juli WTB. Mchtamtlich', General Haig belichtet: Den ganzen Tag dauerte der .stampf zwischen Somme und Ancre an. Nördlich der Ancre bis einschließlich Gommecvurt lvird an der ganzen Front heftig gekämpft. Wir nahmen aus unserem rechten Flügel das deutsche Laufgrabenlabvrint in einer- Frontlänge von 7 Meilen und einer Tiefe von 1000 Bords und stürmten und besetzten die kräftig verstärkten Dörfer Montamban und Maimetz. Im Zentrum nahmen wir an einer Front von über 4 Meilen verschiedene starke P unkst:. An anderen Pu litten hält der^ Feind noch: der Kampf ist noch heftig. Ebenso erbittert ist die ^Schlacht nördlich der Ancre bei Gommcoourt. Wir konnten einige Punkte in dein Gelände, das wir bei dem ersten Angrift eroberten, nicht halten, während anders Abschnitte in unserem Besitz blieben. Bisher kamen über 2000 deutsche Gefangene durch die Sammelstationen, darunter zwei Regimentsionrmandeure und ein ganzer Regiments stab. Eine große Anzahl toter Feinde, die auf 'dem Schiachtfelde gefunden wurde, weist darauf hin, daß die Verluste der Deutschen bedeutend sind, besonders in der Gegend von Fricourt. Letzte Nacht drangen Abteilungen unserer Truppen an verschiedenen Punkten zwischen Souchez und Ppern in die deutschen Laufgräben und fügten den Besatzungen schwere Verluste bei. Eine dieser Abteilungen machte 16 Gefangene. Trotz des starken Windes herrschte gestern eine lebhafte und erfolgreiche Lufttätigkeit. Es wurden zahlreiche Bomben aus feindliche Stapel platze, Erfenliahnknotenpuntte, Batterien, Laufgradm usiv. abge- worfen. Auch nnrbrend der heuttgen Kämpfe war die Lufttätigkeit beträchtlich. Einzelheften liegen noch nicht vvr. Unsere Flugzeuge griffen zwischen Donai und Cambrcu einen Zug an, ein:- ging auf 9 Fuß herab und sprengte einen Güterwagen Andere Flieger sahen erneu ganzen Zug brennen und hörten mehrere Explosionen.
London, 1. Juli. lWTB.) Meldung des Renterschen Bu reaus. Britisches HauptaucEtier in Frankreil Die britischen Truppen machen große Fortschritte Im feindlichen Gebiet fen-, seits der Fronllinie nahmen sie serre und Montauban. sowie zwei wichtige taltische Punkte südbstlüch Hebuterne und nördlich) Brav. Die britischen Truppen kämpften in den Dörfern Mametz und Conrelmaison, von denen sie Teile in' ihrem Besitz haben. Die Briten sind auch im Besitz von dem Gelände nördlich von Fricourt Das Darf selbst ist noch in deutschen Händen. Tie Britten griffen B ea um ont-.Harnel an und nahmen La Bvrfelle. Unsere Truppen kämpften tapfer undd machten viere Gefangene.'Die Franz asm rücken rechts der englischen Stellungen mit großer Lebhaftigkeit und Tapferkeit vor und drangen sehr schnell nach Beginn des Angriffs vor. Jenseits der' deutschem Linien eroberen sie Curlu und den Wald von Faviere.
* . *
euguschen Gewinnen
l i n i i>eiii p^iNiuerpraiiizenteu Bai -
'ch- Gesandte, die Berba.l.dsmächto batten durch eine gemeinsame Note die allgemeine Dem obili- sta t i o n verlangt. Sie seien daher der Meinung. daN ste uräst bl!» zum 31. Auauß verschleppt norden dürfe imd fMuge' Been diaung bis Ende Ful' vor. Zaimis wi.'s m inawi - n. auf hin, daß Griechenland, dem an rascher Demobftinerung gelegen sei, nickt genügend stöhlen urid Transporlnnttci . ' -
die Heimbcförderung zil bewältigen. Tags daraus Ministerpräsidenten mit, die Alliierten würden Griechemand d e Tcmobilisatton erleichtern, worauf der König ermvftligte, daß we {pnten Reservistenklaften bis zum 31 Füll entlassen werden 'Hlen. Dem ,Tcmps" zufolge wird die grieckiscke Demobilstatwn wqar schon am 18. Juli beendigt sein. Die Neuwahlen zur gricchiichen Kammer werben im September stattsiuden.
Aus der italienischen Kammer.
Rom, 2. Juli. (WTB.) Meldung der Agenzia Stefmti. In der Kammcrsitzunq vom Samstag wurde die Tagesordnung mit dem Ausdruck des Vertrauens ui nauumtlicher Abstimmung mit 391 von 450 Sttmmen angenommen, -vre Mitteilung des Ergebnisses der Aüstlmnrung umrde mit lebhaftem Beifall aufgenoHinten, worauf die Sitzung geschlossen wurde.
Ein englisches Gerücht über einen deutsch-österreichifchcn Geheimvertrag.
Amsterdam, I.Juli. >WTB. Nichtamtlich.i Die „Tim-es^ wftl aus Budapest erfahren haben, dafr der Rei chskanzlervon Bethmann Hollweg und der österreichisch-ungarisch e B o t s ch a f t er i n B e r l i n U u t e r h a n d l u n g e n wegen eines zu schließenden G e h e i m v e r t r a g e s begonnen hätten. Der Vertrag soll auf 25 Jahre geschlossen werden und ein e i n he i t- li ches Vorgehen aus mi l i t ä ri s che m Gebiet und in den auswärtigen Angelegenheiten sichern. ^Anmerkung der Redaktion: Wie wir mi zuständiger Stelle erfahren, ist die vorstehende Nachricht unrichtig.)
Die Schweiz und der Bierverband.
Berlin, 3.Juli. Der vorläunge Abbruch der schweize» rischen Verhandlungen mir dem Vierverband wird dem ,,Berliner Tageblatt" gemeldet. Der Vierverbcuid lehnte, wie es heißt, jedes Entgegenkommen an die Schweizer Wünsche ah und hielt an seinem Standpunkt fest, die vermehrtt Ausfuhr schweizerischer Güter nach Deutschland mit der Blockade der Schweiz zu beantworten. Die Schweizer Abordnung habe am I.Juli Paris verlassen. Wahrscheinlich würden neue Verhandlungen folgen.
deren
Wirkungen beobachtet werden konnten. In der Nacht vom 30. Juni zum I.Juli warfen 7 unserer Flugzeuge von neuem 13 Granaten aus den Bahnhof von Nesle und 6 auf eine benachbarte militärische Anstalt, wo ein Brand festgestellt wurde. Im Laufe einer Aufklärung gelang es einem unserer Flieger, der von einem Forker angegriffen und beim ersten Zusammen stoß verwundet wurde, seinen Gegner abzusckießen, der in dem« Wald von Bezange herunterfiel. Ans der RäckVehr wurde derselbe Weyer von neuem von einem feindlichen Dopveloecker angegriffen und ein zweites' Mal verwundet. Gs gelang ihm, sich loszumachen und in unsere Liniert zuruck- zukehren.
Englische Berichte.
London, I.Juli. (WTD.) Bericht des britischen Haupt- kmartiers in Frankreich vom 30. Juni. Bei einem von Anzac letzte Nacht auf die feindlichen Änien uitternvmmenen Stteifzug wurden 80 deutsche Soldaten, darunter 2 Offiziere, getötet, unsere Verluste find sehr gering. Der Feind unternahm nach einer heftigen Beschießung einen wirkungslosen Ueberfall auf unsere Laufgräben westlich der Strafte Lille. In der Nacht auf den 20. Juni wurden von Trittchen in der Nachbarschaft von Mjefftnes drei llebersälle gen mcht und eine Anzahl Feinde getötet. Die ShroMirre Light Jnfantery unchrnahm ebenfalls eine solche Erpedftion und brachte em Dutzend Gefangene zurück.
Bericht des britischen Hauptquartiers in Frankreich, vom 1. Juli um 9 Uhr 30 Minuten morgens: .Heute ungefähr um 7 Uhr morgens unternahm die brrtische Arntee erneu heftigen Angriff über einen Frontabschnitt txm mehr als 20 Merlen Länge, nördlich der Somme. Eine fürchterliche Beschießung, dir ungefähr anderthalb Stunden dauerte, ging dem Angris voraus. Es ist noch zu früh, Einzelheiten über den .Kamps zu melden, zumal er an Heftigkeit noch zmftmntt. Aber die britischen Truppen nahmen bereits üre erste deutsche Linie und machten viele Gefangene. Soweit festgestellt, sind die brftischcn Verluste nicht schwer.
London, I.Juli. ^WDB.) Bericht d^s Generals Haig vom I.Juli: Bei den nördlich der Somme von franzöfffchen und brftisckien Truppen zusammen iinternommvnen Angriffen brachen wir aus einer Arvnt von 16 Meilen in das vordere deutsche Berteidi- gnngssystkW ein. Der Kampf dauert fort. Der französisch: Angriff an dem Teile der ^Front, der sich unmittelbar an den rechten briti- schn Flügel anschließt, macht bedeutende Fortschritte. An der übrigen britiscken Front gelang es Abteftungen, die U eher fälle unter nahmen, wiederum an zahlreichen Punkten in die feindlich Ver testnqungslime einzudringen, dem Feinde Verlust» zuzufügen und eim^ Gefangene zu macken
London, 1. Juli. WTB.) Bericht des brftischn Haupt- auartiers von 7 Uhr 15 Minuten nachm.: Der Fortschritt der , Schlacht wird durch beständiges Amvachsen ihrer Heftigkeit den ganzen Tag hindurch gekennzeichnet. Das Gefecht nördlich des . Ancreßlusses war besonders hefttg. Der Feind leistete in mehreren 'Dörfern unseren Angriffen hartnäckigen Widerstand, aber die Tapferkeit unserer Truppen führte zu dom Ergebnis, daß sie sich schrittweise don allen Seiten an verschiedene feste Punkte heranarbeiteten lhas resnlt^i iS a graoual working round of variaus strvng Points'. Fricourt ist fetzt beinahe euigeschlössen. Ferner befftiden sich unsere Truppen nördlich auf beiden Seiten des Vorsprungs von Gomniccourt. Das Dorf Mametz ist fetzt vollständig in Nuferer Hand. Ein deutscher Gegenangriff auf Ätonlauban wurde erfolgreich zurückgewiesen. Bisher wurden in dieser Gegend etwa 1500 Gefangene gezählt, aber ihre Zahl ist natürlich imvollständigl, ,da noch weitere cingebracht n-erden. Die Kämpfe werden durch gutes Wetter begünstigt. Im nördlichen Gebiet wurde der Bahn
jhof von
:rsolqreich mft Fliegerbomben belegt. Unsere Flie-
ger wurven auf der RücKehr von 20 Fott'erflugzengen angegriffen^ denen zroec in brcnneTidem Zustande zum Niedergehen ge- ^onn^en wurden Die britischen Flugzeuge kehrten sämtlich zurück Cr* "Owcrkenswert, daß heute nachmittag nur sehr wenige Mnoluhe Flugzeuge in der Luft gesehen wurden. Auf dem nörd-
Der russische Bericht.
Petersburg, 2. Juli. (WTB.) Amtlicher Berich-t vom 1. Juli. _
Wcstfront: Unser linker Flügel drangt den Feind immer rveiler zurück. Südlich des D n j e st r wurden mehrere Orte ei- obcrt. Nach äußerst heftigem Kampfe warfen unsere Truppen den Gegner gegen die Höben von Bercez ow zurück (17,5 Älometer südwestlich Kolomea> Einige dieser Höhen wurden auch, bereits mft stürmender Hand genommen. Der nordwestlich Kimpolung angreifende Feind wurde in westlicher Richtung geworfen. In diesem Raume drückten unsere Truppen den Fein^ zurück und eroberten nach Kampf einige stark befestigte Berg-Steftungcn.
Die Gefangeneuz ah! der von der Armee des Generals Lot- 1 ch i tz k i am 28. und 29. 'Juni ein gebrachten Gefangenen ist aus 305 Offiziere imd 14 574 Mann gesttegeu: dazu sind vier Geschütze, 30 Maschinengewehre erbeutet Die Gesamtsumme der vom 4. Juni bis 30. Juni gemachten Gefangenen bettägt einschließlich Offiziere 217 000 Mann.
Im Raume zwischen S tochod imd Stpr unterhielt der Feind ein heftiges Artckleriefeuer. Ein besonders erbitterter Kanips geht um die Stellungen Zaturcze, wo unsere Truppen rrotz Trommelfeuer von äußerster Heftigkeit neun Angriffe nacheinander mit schweren Verlusten für den Feind äbichllugen. In einem 2lb- schnitt dieser Gegend litten die Deutschen stark unter dem Feuer der eigenen Artftlerie, das sie von rantem zmu Migriff Vortrieb. Das Gelände ist dort mit Feindesleichen bedeckt.
Kolomea von den Russen besetzt.
Petersburg, 1. Juli. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegrapl>en-Agentur. K o lomea, wo die wichttgsten Eisenbahnen aus der Bukowina zusammentreffen, ist in unserer Hand.
Der türkische Bericht.
Kvnsta nti nvtpel, 1. Statt. (WTB.) Dos Hauptguartter teilt mit:
An der I r a k f r v n t ist die Lage unverändert An der persischen Grenze versuchten die aus Kerend vertriebenen rmssischen Streitkräfte westlich von .Kesrevabad zwischen Kerend und Harunabad, Mtf der Sttahe nach Kermanschah Widerstand zu leisten. Nach achtstündigem Kampfe wurden die Russe n zur Flucht in Richtung auf Harunabad gezwungen, nachdem sie schwere Verluste erlitten hatten. Unsere Truppen setzt-en die Verfolgung fort.
Kaukas us front: Auf dem rechten Fkügel und im Zentrum kein Ereignis, abgesehen von einem unbedeutenden Feuergefecht. Im Zentrum wurde ein femdluher Fkveger. der den Arrgriff des ihm eittgegengeschickten Fliegers fürchtete, zur Landung gezwungen. Auf dem linken Flügel versuchte der Feind mft einem Teft seiner Stteitkräftc einen Angriff gegen einige früher von ihm verlassene Stellungen. Ter Augrfff miftgllickte. U n se re T r u p pe n besetzten im Gegenangriff die vom Feinde besetzte beherrschende Höhe. Während' des Kampfes erbeuteten wir drei Maschinengewehre. Die Zahl der dem Feinde Ivähvend der .Kämpfe auf hem linken Fllrgel alxsenvrnmenen Adafchinengemehre ist auf zehn gestiegen. — Sonst ist nichts m melden
Konstantinopcl, 2. Juli. (WTD3 Das Hauptquartier meldet: An der Irak front keine Veränderung.
In Südpersien setzten unsere Truppen ihre Bewegungen nach Osten fort, imbem sie die ruftischen Nachhuten versagen.
An der Kaukasusfront trug sich auf dem rechten Flügel und im Zentrum nichts zu. Unsere nördlich von Tscho ru k stehenden Truppen drückten auf das feindliche Zentrum und drängten den Feind 8 Kftometer nach Norden in Richtung aus die Küste zurück; sie besetzten abermals beherrschende feindliche Stellungen in einer Länge von 12 Kckometeru. Unsere lSaestroitkräf te erzielten in den letzten Wochen mehrere Erfolge im Schwarzen Meere Unsere ll-nterffeaWote versenkten an der Küste des 'Kaukasus vier grofte russische Dampfer, darunterTrans-^ Porte; einer davon war ganz mit Truppen beladen. Außerdem wurde ein russisches Segelschiff versenkt. Ferner gingen ein mit Munition beladener feindlicher Dampfer und ein anderer großer Dampfer durch Aufkäufen auf erne Mine unter Am 28. Juni wurde bei Katia nach einem Lustkampf, der 15 ?Dinnten dauerte, ein feindliches Flugzeug zur Flucht gezwungen. Es landete zwischen dem Kanal und Katta, um der Verfolgung durch unser Flugzeug zu entgehen.
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Der Ruf uad) einer kräftigen Balkanattion.
Bern, 1. Juli. (WTB.) Der Sdndettb.erichterstatt'er L>es „Secolo" drahtet aus S-aloniki, die Armeen Sarrails dürften sich demnäch,st rühren. Es sei dies unbedingt not-, wendig, denn eine takkrastige und siegreiche Balkanattion der Mliierten könnte noch iymte ausschlaggebend sein. Die Orieittarmee miiiffe endlich, die Früchte der nngechenren «Opfer bringen, die sie gekostet habe, sonst fahre-nmn auch weiterhin int alten Stile fort, die Uni-ernechm 2 rngxn des Feindes zu fördern, der nrit seinen 250000 Mann bis heute mindestens 500 000 Mann zu beinah>e vollkommener llnbewegtichteir habe sestnageln können.
Aus Griechenland.
Paris, 2. Juli. ,WTB NichtMntttch.) „Journal" melücl aus Athen vom 30. Juni: Wahrend des gestrigen Besuches des
Der Seekrieg.
Das Seegefecht in der Ostsee.
Berlin, 2. Juli. i WTB. Amitttch.) Nach den mzwischen ein» gsgangencn ausführlichen Meldungen der in der Nacht vom 29. zum 39. Juni mit russische n S c e st r e i t k r ä s t e n im Gefecht be- sindlich gewesenen deutschen Torpedoboote ergibt sich in Ergänzung der amtlichen Ikeldmrg vom 30. Juni nachstehendes Bild: Zunächst wurden in der genanntes Nacht etwa 20 Seemeilen südlich Haefringe von unseren Torpedobooten drei feindliche Zerstörer, anscheinend vom „Nowik"-Tvp, gesichtet und beschaffen. Der .Feind machte sofort kelirl und entkam in einem ein setzenden 9iegen- sckauer. Eine Stunde später kamen im Osten neue Rauchwolken in Sicht, auf welche unsere Torpedoboote zudrehten. Es wurden zwei feindliche Kreuzer (anscheinend einer von der Mnkaroff-, einer von der Oleg-Masfej und fiinf feindliche Zerstörer ausgemacht Unsere Torpedoboote gingen zum Angriff heran und bekämpften den Feind mit Torpedos und Artillerie. Mehrere Detoiiationen sind einwandsfrei beim Feinde beobachtet. Bei dem Beginn des Angriffs nalpn der Feind unsere Torpedoboote mft allen Kalibern heftig uttter Feuer, das uach den Detouattonen erl>eblich nachüeß. Bei aufkvMmendem Nebel kamen sich die (Gegner aus Sicht.
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Stockholm , 1. Juli. (WTB.) Meldung des schwedis'chen TelegramNibureaus Untersuchungen ergaben, daß der deutsche Dampfer „Ems" am 19. Juni in den schnxHischen Hohefts- gebiet von einem e n g-l i s che n Unterseeboot durch Beschießung versentt wurde. Der schwedische Gesandte in London überreichte den Einspruch feiner Regierung dagegen
London. 1. Juli. (WTB. Llovds berichtet: Ter bewaffnete brittsche Dampfer „Won der me re "und das italienische Segelschiff „Carlo Alberto" wurden versenkt.
Amerika Mexiko.
Wa-slh in gto-n, 1. Juli (WTB.) MeLuwg des Reuteid schen Birvecrus Das mexikanische Minist^eriU-m des Lleußemt wendet sich in oiirer Denkschrift an Gt-aLtssekretär Lansin'g gegen den aitmöBenibeit Dsm der Note der Vereinigten Staaten Es erklärt, daft die Vereinigten Staaten kein Recht haben, Truppen in Mexftko zu. nnterkfalten. Ihre Anwesenheit ermuntere räuberische UebersMe an der Grenze und trage nicht drxzu bei, sie zu verhindern. Die Denkschrift wirft dem amerikanischen Kommandanten böse Absichten vor.
New Nork, 1. Juli. (3MR NichLamtkich.) MeLdsmg des
Renterschen Bnreaus. Wilson sprach in einer Versammlung des Pressellubs und sagte, er würde sich nur dann zu einem Krieg« mit Mexiko entschließen, tvenn gar kein anderer Ausweg übrig bliebe, den unruhigen Verhältniffen an der Grenze efti Ende zu machen. Die Zuhörer nahmen die Erklärung mft lchhaf- tem Beifall auf.
Ass dem Reiche.
Sammeltage für die deutsche^ Kriegsgefangenen.
Berlin, 3. Juli. Das günstige Wetter an beiden O p fert a gen für die deutschen Gefangenen im feindlichen Ausland unterstützte den Erfolg der Liebestütigkeit. 1300 Helferinnen nnd Gymnasrasttn hatten fteiwillig tmd ohne Entgelt das Sanrmelik übernornmen. Viele der Büchsen ent- lsielten verhältnis^näftig hohe Beträge. Gestern fanden sich in etwa 300 Büchsen xusirmmen 10000 Mark.
Umformönderungen der Marme.
Berlin, 1. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) DaS Marineverord- uuugsblatt veröffeutlicht die allerhöchste Kabinetts o r b r e über Uuiformänderungen der Marine. Danach fällt der (5alarock der Seeoffiziere weg. Anstatt der bisherigen Ordensschnalle wird die große Ordensschnalle (mit Orden) und die lleine Ordensschttalle (olme Orden, nach Armeemuster', letztere zum Dienstonzug, gettagen. Offiziere und Beamte ttageu au Land Achselstücke auch zum Ueberzieher. Die Uniform deck^Marineinfan teric wird entsprecheud den Bestinlmungeu für das Heer vom 21. September 1915 abgeändert. Die wefentlichste Aenderung betrifft das Grundtuch aller Bekleidungsstücke.
ß.
München, 1. Juli (WTB.) Bei der Beratung des Militäretats in der Kamm c r der Abgeordneten brachte der Mgeordnetze Qui d de die von der Militärbehörde über ihn verhängte Briefkontrolle zur Sprache. Bei der Bemttwvrtung einer ähnlichen Interpellation von Dr. Süßheim habe der Kriegsminister erklärt, daß der Jü- landsbrie-sverkchr der militärischen Kontrolle nicht unterliege, Dchs treffe nicht zu. Die Verletzung des Briefgeheilw- nis'ses fei befonbers bedenklich, wenn man die Korrespondenz des Mgevrdneten konttolliere. lvohin sich viele Leute im Vertrauet ans seine Verschwiegenheit ivendeten Staatsrat v. Speidel erwiderte in Vertretung des Kriegsministers, in diesem Falle handele es sich unt aan^ spez.tolle Eingriffe^ gegenüber eurem einzelnen, jamt und. soubecs als ein'Aus-


