flaiß von SonDercrnordnungeit LutrsroULnD. oss» LrtLgs- ministerrum gegenüber Outdde im Interesse der Landesverteidigung und der öfsentttchert Sicherheit auf Grund des Kriegszustandgesetzes zu treffen gezwungen worden sei. Aidde habe eine Flugschrift in einer Auflage von 28000 Exemplaren Herstellen lassen. Diese mußte nach den während Krieges im ganzen Reiche geltenden Bestimmungen Een ihres Inhaltes beschlagrrahlnnt werden. Ihre Werter- Verbreitung sei inr Reiche wie in Bayern auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand verboten worden. Ferner habe Quidde als Führer der deutschen Pazrfisten- bewegung eine mit den .KriegsverMtnisseir durchaus nicht verentbrtre Agitationstätigkeit enttvickelt, so daß ihm rm Znteresse der offentliä)eu Sicherheit jede weitere pazifistische Werbetätigkeit verboten werden mußte, trotzdem Quidde unter Anwendung einer Deckadresse das Verbot zu umgehen versuchte. Ern in Frankfurt verfaßtes, von Quidde mitunterschriebenes pazifistisches^ Rundschreiben wurde im April auch in Bayern versandt. Unter diesen Umständen war eine Ueber- wachung der Korrespondenz -Quiddes notwendig. Eine Ueber- wachung der Jnlandspost findet nicht statt. Ausnahmsweise Eingriffe gegen einzelne könnten notwendtg werden, day dabei die Privatkorrespondenz geöffnet werde, lasse sich nicht umgehen. Die Schuld trage, wer den Befehlshaber zwinge, rum Schutze wichtiger vaterländischer Interessen derartige Maßnahmen zu treffen. Quidde erklärte, ferne ganze Pro- pagaudatätigkert habe aufgehört, als ste chm verboten worden sei. Die zweite Flugschrift fei ohne fern Wffsen gedruckt und verbreitet worden. Staatsrat tt. Speidel sagte noch, die -Briefbeschlagnahme sei eine Maßnahme, zu der sich die i Militärbehörde nur ungern entschließe und die nur statt- ,rntte, so sie «Ich ihrer UeberzMMng zwingende Griuide !bäbe Ihre Bekanntgabe sei unmöglich, weil dadurch die BeLMwftrng des- Treibens unmöglich werde. Der Militäretat wurde fchLietzlich mit den Stimnreu auch der Sozialdemokraten angenommen. . ^ .
Berlin, 3. Juli. Berlins Fremdenverkehr ist im Juni beträchtlich gewachsen. Oesterreicher wurden gezählt 1l83, Schweden 480, Holländer 328, Schweizer 245, Rchsen 111, Amerikaner 158 usw.
Lufceö- Verlangen, leo-oo) auxg einzeln lattex Abrundung des Nennwerts aui volle Pfennige aufwärts abgegeben werden. Die jetzigen Postwertzetchengeber für .5-Pfg.-Marlen und die Postkartengeber l sollen so eingerichtet werden, daß sie gegen Einwurs ellres Z-chir- pfennig stücks eine Marke m 7V? Mg- und eine Marke zu 2\ 2 Pfg oder cbtc Postkarte m 7V 2 Pfg. und eine Marke zu
Art- Catt6*
ießen, 3. Juli 1916.
nu. «-/•£ 4^19- ***•«■' —— — o~ - - Vig.
verabfolgen. Freimarkenrollen mit den neuen Marken zu 7> und 15 Pfg. für Portokontvollkassen usw. werden angesertigt werden, sobald die Postanstalten mit dm neuen Postwerlzeichen, von denen I nt wenig Wochen als erster Bedarf mehr als 800 Millionen Stück > her zu stellen sind, versorgt sind.
*
** Amtliche Personal Nachrichten. Der Groß- herzog hat den Hofstatt-Fouragemagazrnswärter Heinrich Bo- na rins mit Wirkung vom 1. Juli an in - den Ruhestand ersetzt. — Der Großherzog hat zum 1. Juli dem Asftittnten bei der Gew erbein spektton Gießen Tr. Adolf Stöckle den E har alter als Gewerberat ertellt. — In den Ruhestand versetzt wurde: l am 28. Juni der Lehrer Georg Schal lntt zu Darmstadt auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit mit Wirkung vom 1. Juli 1916 an. Durch Entschließung Großh. Minrftcrtums des Innern wurde der Lehramtsreferendar Hermann Haller zu Neu-Isenburg züm Lehramtsaffeffor ernannt.
** Von der Krankenerf rrsch ungs stelle des
Roten KreuzeS am hiesigen Bahnhos wurden rm abgelauienen Monat 16 791 durchreisende Soldaten, darunter 736 Verwundete ersrischt. Von der Krankentransportabteckung der Samtatskolonue wurden 570 Kranken- und Verwundetentransporte ausgesuhrt und in 213 Fällen sonstige Hilfe geleistet. ,
** Der Hessische Schutzverein für entlassene Gefangene, dessen Vorsitzender Generalstaatsanwalt Dr. Preeto-rius!-Tarmstadt ist, wird morgen, Dienstag, nachmittags 41/4 Uhr im Sitzungssaale des Regieruugsgebaudes ferne Jahresversammlung abhalten Wir machen unsere Lefer hl^wauf aufnrerksam, mit dem Hinweis, daß jedermann Zutritt zu der Versammlung hat. _ . _
** Gießener Hans Iran en-Be retn. Der Bevem hat Johannisbeeren bezogen, die er an seine Mitglieder abgibt. Näheres siehe Anzeige.
Landkreis Gießen.
ü. Allertshausen, 2. Juli. Den Heldentod fürs Vater land starb im jugendlichen Atter Musketter Friedrich Römer, ein Sohn des hiesigen Gemeinde-Forstwarts. — Verwundet wurde Musketier Heinrich K r i e b. r
ü. Lollar, 3. Juli. Gestern ist zum erstenmal geregelt Ibte Fleischkarte bei uns ausgegeben worden. Kmder unter zwei Jahren erhalten keine Karten. Für Haus sch lach
' • 13 «. .. 1 . oft(Titi nl(
Die Reichsabgab« bet Post- und Telegraphengebühren.
Das Gesetz «>ni 21. Jwii 1916. betreffend eine mit den P^st- nnd DelegroMengebLbven zu erhebende Mv^ordentlichc Reichs- triüam 1. August 19 16 m Kruff. Nach dem Ge,ctz fft^im'inneren Tentschen Derkehr als Z u,'chl«, zu ge- Em G--M>eu »n Post-. Telegraphen- und Fern,prechgebu»ren eine Reichs-abgabe zu zahlen Der ÄtzMag beträgt:
für Briefe im Orts-und Nachbarvrtsver-
kehr sowie für Postkarten 2l /| Mg-,
für Fernbriefe . 2 E'l
für Pakete bis 5 kg rn der 1. iyortt Mg-,
auf aÖe wetteren Entfernungen l<> Pfg,
für Pakete über 5 kg m bei: 1. Zone 10 L g-,
auf alle weiteren Entieruungen . -L Vlg-.
für Briefe mit Wertangabe m der 1. Zone o Mg-, aaft alle weiteren Entfettungen 10 P g-,
für Po stauuftragsbriefe ^ ^ pfg
Är Telegramme 2 .Mg von jedem Wort, mindestens 10 P g., für Rochr^übmie-ße «wd Dohr po stk arten o Pä-. für Fern sprech^nschlüss-e,NebenLnschkuf se und Gespräche 10 v. H. der fetzrgen Gebühren.
Danach kostet vom 1. August ab: n
der Ortsbrref m 250 g) fveigemacht 7 1/2 BM-,
b« e^f^ch?^^rrrbr:te f (bis 20 g) fvetgewacht ^5 Mg..
der d^pyäl^e°Fernbmief (über 20 bis 250 g)
freigmnacht £? W '
nicht srergemacht ÖD
die Postkarte fvergemwA 7| gg-
nicht fvergemacht ^2 |
das Paket bis 5 ^ rn der 1. Zone 30 Pfg..
auf alle wetteren Entfernungen ^ ^0 Pfg.,
(dazu tritt bei nicht fteigemachten Paketen bis 5 kg
*, ir.R?srw. 3 .« 10 w« -<-.»w*.
mrf alle wetteven Entfernungen 20 Pfg. mehr als bisher, der Brief mit Wertangabe in der 1. Zone 25 Mg.,
auf alle weiteren Entfernungen w 45 ig.,
außerdem die Dersicherungsgebuhr wie btsher und bei nicht fveigenmchden Wertbriefen der Portozib- schlag von iV '
der Postauftragsbrref 35 Mg-,
das Telegramm im StLdtverkehr. bis 5 Wörter einschließlich 40 Mg-, über 5 bis 10 Wörter einschließlich für fedes Wort 2 Mg. mehr, also 42, 44, 46. 48, 50 Mg., über 10 Wörter für jedes Wort 5 Pfg.,
das Telegramm im sonstigen Verkehr, bis 5 Wörter einschließlich 60 Pfg., über o ms 10 Wörter einschlieUich für jedes Wort 2 Pfg. mehr, also 62, 64, 66, 68, 70 Pfg., über 10 Wörter für jedes Wort 7 Pfg., oe
der Rohrpostbrref 55 lg*'
vre Rohrvostkarte 30 Pfg.,
5cm Fernsprechverkehr betragt , die jährliche Pauschgebühr in den kletnften Retzen ^ steigend bis IW Mk. in Netzen mtt mehr als 20 000 Anfchlutten -die tährliche Grundgebühr in Netzen von ncht mehr als 1000 Anschlüssen 66 Mk, ftcigend bts 110 Mk. tu Netzen mtt mehr als 20 000 Anschlüssen, .
die Gebühr für Ortsgeivrache bet An sch l u s f en gegen Grundgebühr 5H» Mg, für f^e Verbindung, die Gebühr für Gespräche ^ ^ Verkehr vo n O r t zu Ort bei einer Entfernung von ntcht mehr als 2b km 22 Wg. für je 3 Minuten, steigend bis zu 2.20 Mk. bet einer Entfernung von mehr als 1000 km.
BrmAch-rrurge. die sich bei nicht ffergEachten und unzureichend freigemachteu SenLmugeu und bei. ba -Vergleichung von Telegrammen ergebeir wei-den E volle P enurge aufwärts abgerundet. Für einen nicht fretgemachttn Qr sbrtef, von ein« Behörde unter der Bezeichnung -MiH.wp^chttge Dienstsache" abgesandt wird, und für erne folche Pofttarte ftno ft«m Empfmtgcr also 8 Pfg. zu entrichten. _ .. , ^
Unverändert bleiben die Gebühren fur^ Triukfachen. Geschäft svaviere, Warenproben, veveinigte Drucksachen, Geichans- ! paviere und Warenproben, Postanweisungen und Zeitungen, ferner alle. Gebühren im Postscheckverkehr. jedoch beträgt dte Gebuht , für fBriefe der Kontoinhaber an die Postscheckämter, wie für Ortsbrtefe,
die^Entrichtung der Reichsabgabe sind, soweit die Benutzung von Marien in Bettacht kommt, Postmarken zu verwenden. Zu diesem Zwecke werden. Ende Jült neue Po ft marken zu - 2. 71/0 und 15 Psg, sowie gestempelte Postkatten zu 7' -2 Mg- und Postkarten mit Antwortkarte zu 7- - und 7t^Pfg. ausgegeben^ ^te neue Marke zu 2tz> Pfg.. dte auch tn Heftchen mit 30 ^tuck für 75 Pfg verkauft wird, soll die Nachsrankierung der tm Verteyr befindlichen gestemvelten Postkarten zu 5 Psg., die auch über den 7 August hinaus gülttg blechen, erleichtern. Neue Loftwert-
timq ist eine Karte in Abzug gebracht worden. Dte cruf dte einzelne Karte entfallende Menge wird entsprechend dem Mgewiesenen Schlachtvieh für jede Woche festgesetzt und tn den Metzgerläden durch Aushang bekattntgegeben. Für dtefe Woche betrug dies 150 Gramm Fleisch, Wurst oder rzett. Der Fleischverkauf findet Samstags von vormittags 8 uyr an statt und erstreckt sich auf den ganzen Tag. Durch Einführung der Fleischkarte wurde das unnötige und mißliche Stehen und Drängen vor den Metzgerläden beseitigt und die j edenr Karteninhaber zu stehende Meng e gesichert.
-- Aus dem nördlichen Teil der Wetterau Inden letzten Tagen der verflossenen Woche nahm das Wetter eine bessere Wendung an. Dadurch wurde die H euer nt e allcworts vorwärts gebraM, so daß jetzt fast überall der Abschluß erfolgt
l»U ULnlll» IjCl/tU U f J .» ]*■' * v 1 ~ t < \ O l
Wie hött man den Landwitt die gute Heuernte loben. Lange ^ahre hitldurch hat man nicht eine solche Anzahl beladener Wagen mit
1 A-Ugllft l-tnauv ... ..»v-..,
ieicfieit’ deren Nennwert auf Bruchvfennkge lautet, werden m der
Regel nur in durch 2 teilbaren Mengen, sei es desselben Rcnn-
wertS oder yerMedener Nennwerte, ausnahmsweise auf ausdruck-
vmourcv liat inao auc f . rr v
Heu heimgefahren. Das läßt auf bcffere ^uiterungSverhaltntfse tm nächsten Winter schließen. Dadurch.ivirk. der ^ünfchmangel gelm- dett tverden Wer durch die Getreidefelder wandert, futdet nicht der Verwunderung Ausdruck genug über den prachttgen ^tand der Svmmerfrüchte. besonders aber der Gerste, dte bereits tm Blühen steht. .
Kreis Büdingen.
ke. B ü d i n g e n, 2. Juli. Bäcker und Konditoren dürfen Kuchen nur noch gegen Brottarten abgeben. Die Kuchen dürfen nur im Gewicht von 100 Gramm hergestellt und vettauft werden.
r Ortendarg. 2. Juli. Die Fahne auf unserem Schlosse weht auf Halbmast, in früher Morgenstunde erhielt unsere Gemeiltde dte schmerzliche Trauerkunde, daß Fürst J o ft Christian zu Stolberg-Roßla-Ortenberg den Heldentod fürs Vaterland geswrben ist. Bor einigen Tagen war er nach erfolgreichem Reüergefecht aus nächster Nahe von einem tm Kornhansen versteckten Feinde durch Bauch- und Blasenschtuß schwer vettmmdet morden es war jedoch die beste Aussicht auf volle Wiederherstellung vorhanden, als eine plötzlich aujgttretene akute Herzschwäche den Tod herbeiführte. Die Erbfolge geht nrmmchr an Prinz Christoph Martin über, der mit etncr Prmzefftn Reuß ä. L. vermählt ist.
Kreis Alsfeld.
A Groß-Felda, 3. Jull. Der Gefreite Karl Habermehl von hier wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille aiEgezeichnel Habermehl hatte im feindlichen Granatfeuer mehrere Kameraden, die verschüttet waren, ausgegraben.
A Ober-GleeN, 3. Juli. Dem Landsturmunterofsizrer Peter ^J^cobi von hier, der seit 1914 im Felde steht, ist das Esierne Kreu^ 2. Klasse verliehen worden.
5kreis Lauterbach.
v. L a u 1 e r b a ch . 3. Juli. Musketier Clemens W , e g a n d, Sohn des Großh. Untererhebers und stellv. Beigeordneten von Herbstein, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Sein älterer Bruder erhielt vor 14 Tagen dieselbe Auszeichnung. — Dre Hessische tzapser- keilsmedaille erhielten: Schütze Adam Kimpel, Bernshausen, bet einer Festungs-Maschinengewehr-Abteilung, und Ersatzrcserotst Hetnr.
O t t e r b e i n , Fraurombach, in einem Jnsanterie-Negunenl.
üGunzenau, 2. Juli. Der Gastwirt Karl H os m a n n, Landsturmmanu in einem Infanterie-Regiment und Vater von fünf zum Teil noch unerwachsenen Kindern, wird als vcrmltzt oe- zeichnet. Gleichzeitig mit ihm wird auch sein Bruder, der m demselben Regiment stand, vermißt. ,. , m .
ü. Nieder-Moos, 2. Juli. Im Kampfe fürs Vaterland siel der 19jährige Musketier Schmelz. — Vermißt wird der ,Drogist Sched'del. der ist einem Jnsanterie-Regunent diente.
rr. Schlitz. 30. Jmti. Der Fleischmangel hat dazti gokührt daß im Schlitzet land, wie wohl auch rmdertvätts, der K lem tte^Et eine viel größere Beachtung geschenkt wird, chs es tn H-rredens- zett-en der Fall war. So hat hierznlMtd dte Kan t nche u z u ch t einen gewalttgeti Auffchiming genomnien^ ^re Zahl der in unserem Städtchen gezüchteten Tiere dürfte hoch,tn dte .Hunderte gehen. Während sie früher in dumpfen stallen sich befanden, Werden fte jetzt durchweg nur im Freren, m Höfen und Gatten m befoErrm Vericklägen groß gezogen, fvodt:rch der Wohlgeschmack de-? Fletsme^ sich bedeutend erhöht. Auch wendet man der H u h n e r z u ck> t und hier und da auch der Enteitzucht eine ganz andere Aunnerkfamkeck als früher zu. In fast allen kleineren und größeren Hofett neht man zahlreiche Glucken mit ihren Küchlem ftch tummeln. Eine sollt allgemeine Förderung der Klernmehzucht dürste geergnet fem, zur Linderung der Fleisckmvt beträchtlich beizuttagen.
Kreis Schotten.
S Aus dem Vogelsberg, 3. Juli. Ein Voll, das bts jetzt der Krieg an Zahl iwch nicht gesckpvächt hat, tst das H u hn er- vvlk Wenn ja auch durcd die herabgesetzte ^-uttermenge tn diesetn Jahre das Eierlegen abgenommen hat — denn haustg hott man den Ländmann darüber klagen — so tft doch dte Zahl dtefes Volkes dieselbe geblieben, wenn nicht gar noch gefttegen. Man fand es vottges Jahr schon wenig, und inan möchte sagen, dwfeS Jahr ist e* noch weniger vorgekominen. daß Bruteier von der Henne verbrültt worden sind. Ja, es ist sogar vorgekommen, daß Hennen, welche 15— l6 Stück Eier zutn Brntten untcrgelegt wurden, auch dieselbe Zahl Küchleut herausgebracht höben. Dtese nattirlrch groß zu bekommen, macht dem Landwitt bei diesen erngeschrankten Verhältnissen Erschwernisse. Hühner sollen und müssen aber groß ge ! zogen werden, wenn nicht dent deutschen Volke eine bedeutende Nahrungsquelle versiLgen soll.
Zlrets Fileöverg.
0-0. Vilbel, 3. Juli. Als 69. Kriegsopfer, auver den 12 Vermißten aus unserent Städtchen, fiel vor einigen -ragen oer Musketier Herntann K a l b h e n n.
Starkenburg und Rheinhessen.
-- A l z e y , 3. Juli. Das Kreisamt Mzey droht jedem O bst- erzeuget, der nach Festjetzung der Höchftpretse sein Lbft zuruck- halt, ntrt zwangsweiser Uebernahme des Obstes und Verlauf aus Rechnung und ^st-en d2s BefitzerS. ^ ^
= Seeheima. D-, 2 Juli. Im Aufträge der ^taot ^rantt futt kaufte hier die Obsthändlcrin Bitte! aus Frankfurt Körbe mit Johannisbeeren. Anstatt die Beeren der Sladt- verwaltmtg zuznschickcn, sandte die Frau die Ladung nach der Station Neu-Isenburg. Bon hier aus sollten du Beeren durch Fuhrwerke nach Frankfurt gebracht mtd zu Privatzwccken verwendet werden. Doch die Konkurrenz machte dte Absichten der Frmt zu schänden, indem inan dte Frankfurter Stadtvettvalttrstg lelcphontsch von dein Vorhaben benachrichtigte. Als das Obft tn Isenburg glücklich auf die Fuhrwette gebracht war und man damtt die.preußifche Grettze überschritt, beschlagnahmten ftädttfche ^>e- amte die 80 Körbe und ließen sie in der Mattrhatte zu Heimchen Preisen verkaufen. Für Frau Bittet hat dte -L>ache noch etn bitteres Nachspiel.
Hessen-Nassau.
K. granfenbetR, 1. Juli. Der 18jährige Sohn des Land- wirts Bauer, der mit seinem Vater und Bruder wahrend eines Gewitters auf dem Felde arbeitete, wurde v o m L> l i tz er- chlag en, Vater und Bruder erlitten leichte Betäubungen.
g. Eschwege a. d. Werra, 2. Juli. In den ausgedehnte» Wäldern des Kreises Eschwege bejindtt sich em startet Wtld- bestand, namentlich mr Reh- und Schwarzwild. Zur Vermeidung von Wildschäden an den Fcldfrüchten und im Interesse bet sftetfch- versorgung der Bevölkerung richtet der Landrat des Kretfes an alle Jagdbesitzer und 5Z«g'dPächter die Aufforderung, auf etnen vermehrten A b s ch u ß d e s W i l d e s Bedacht zu nehmm Wenn es in einzelnen Jagdbezirken zur Verminderung von Wlldsck^dett als notwendig erscheint, kann das Abschietzen von wetbltchem Rehwild auch schon vor Beendigung der gesctzltck^n Schonzett gestatttt
^o^g^ Fulda, 2. Juli. Nach eüter Verfügung des Landrats müsseit die von den Schulkindern des Kreises <Mlda gefamlnelten Heidelbeerlen täglick) nach Fulda gebracht und an etn be- stirnnttes Geschäft abgeliefett "werden. Bon diesem werden dte Beeren bis mittags 12 Uhr zum Preise von 21 Menmg, für das Pfund an die Eütwohner des Kreises verkauft. Was bts oahtn nicht abgeholt ist, darf nach Otten außerhalb des Kvetses zum Versand kommen.
H e r s f e l d a. d. Fulda, 2. Jult. Gestern vormittag e r - ch o ß sich aus bis jetzt noch unaufgeklärter Ursache der Oekonom der hiesigen Kriegsschule, Zobel, mit seinem Jagdgewehre. ;
= Frankfurt a. M., 1. Juli. Die Lebensmittelkomnnsston beschloß heute die Einfülirung der fleischkarte. Auf den Kovi der Bevölkerung kmnmen in der Woche 500 Gromm fleisch Für Gasthätlser, Anstalten ustn. erfolgt besondere Fletschzuwetsung. — Jat der gleichen Sitzung beschäftigte inan sich nnt der „ZenriAi- Ein kanfs-Genosseit schaft.'' M anckte Borwürfe gegen dtese seren uw- berechtigt, well die „Z.-E.-G." nur ausführendes Organ der BundesratSbestimmungen sei. Dagegeit habe dte GeseUfchaft den Preistreibereien int nenttalen Ausland Einhält geboten und ^ deutsch land zu billigen Lebensmitteln verholfen. .
--- Höchst a. M., 1. Juli. Zur Unterstützung von Kriegs teilnchmern aus dem Kreise und der Stadt Höchst, die durch Kriegsbeschädigung oder in anderer Werse rnfolge des Krreges in ihrem Lebensunterhalt oder Erw^b beetnttächttgt sind, chwte zur Unterstützung bedürftiger Familien von Krtegsterlnehmertr errichteten die Mitglieder deS Au f si chts xa tö der Far b- werke eine Krieg shil f s stiftnn g tn .Höhe von ^lb 000 Mark. Ferner überwiesen dir Farbwerke der Nattonalsttfttmg für dre Hinterbliebenen im Kriege gefallener Soldaten 100 000 Mark.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 4. Jtttt 1916 : Wechselnd bewölkt, bis auf Gewitterregen meist trocken, Temperatur wenig geändert. ^
Letzte Nachrichten.
Die englischen Verluste im Juni.
Haaa 3 Juli. Die btttif'chen Verluste im Juni werden an- m-aeben auf 1740 Offiziere und 297551 Mann, davon 985 Offnere unb 6298 Mann, bei her f 31 c>ttt : ms- aevamt 440 Offiziere und 737p Mann, davon getötet 343 Offiztere mrd 4970 Mann, ettrunken 43 Offiziere und 624 Mann.
GalemSckeikum
GülemGolö
Argaretten.
Fi-asiNi 3 X 4 5 6 8 10
4 5 © 6 1012 P£d.5tück si^L-ÄüisLlrek Krie c 3etufscbla q.
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