Hr. M .Zweiter Blatt
Ersetzenit rmt Ausnahme des Sonntags. d
Die „Sietzenee ^amilleadiStter" werden dem
„Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt. das
„Breirblatt für den Kreis Gießen- zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
166. Jahrgang
euer Anze
General-Anzeiger für Oberhesfen
Montag. 26. Juni M6
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchei, Universitäts -> B»,ch- und Stemdruckerei.
R. Lange, Gießen.
Schriftleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul» strafte?. Geschäftsstelle u.Berlag:^^51,Schrift« leitung: ^K112. Adresse für Drahtnachrichten: Arrzeiger Gießen.
Wilson in Mexiko-Uöten.
Der neue Konflikt zckftschen der Union und Mexiko hat viek AeHnttchkert mit ber fpaniftfym .Krisis vom FaAe 1898. Damals wurde Mc. Kmleh, ein höchst friedliebender Mann, durch die BernrckMng des Schlachtschiffes ,?)Naine" nnd die fvü ste Kr iegshetze der gelben Presse zur ^iegserktärnng an Spanien gezwungen. Heute find Herr Woodrow Wi-lson bis Mm allerletzteir Augenblick ans einen Ausweg friedlicher Regelnng, obwrchl schon zu viel cmremkaniMes Wut qe- ^offerr, ZAviel 'Gefachr Mr das Anse^u den-Aereinigten Maa- den im&pkSe ist. Wilson will den Krieg so wenig, wie ihn Mc. Krrrley wünschte. Der Unterschied besteht nur darin, daß lener PrMdent vollständig nnschEg an dem Znftande- komrnen der kritischen Lage war, der heutige Führer des amerrkanischen Volkes aber durch einen nuKaublichen Di- lettantrsruAs in militärischen und außenpolitischen Fragen den Mexrkokorrflikt verschuldet hat. Jetzt, da man vor eurer Katastrophe steht, scheint ihm der ganze Ewishdes Falles ans- zudamMern und er möchte den dahtnrasenden Wagen der KrEgsstinmrung noch kurz vor dem Abgrund zur Seite reißen. Er erkennt, daß das, was nun geschehen soll, mili- tarrsth gar nicht dnrchzuführen ist. Der .KriegMan, auf den dce bereits erfolgten Maßnahmen htndeuten, stammt, wie wir verraten dürfen, von dem früheren Adjutanten Roose- velts, dem .Hauptmann Granville Fortescue. Die unter P-erWns Befehl stehenden Truppen sotten sich durchs die Umzurgebung Carron^as hiudmrchschlagen und von Norden nach SM-den in die Hauptstadt Mexiko cinrücken. Die in peraaM|, Tainpiro und Duxpan zu landenden Druvpen sotten chulnh wie im Jcchre 1914 von Osten nach Westen voriEsen, sich des Isthmus von Thetlantopec bemächtigen, dre Eisenbahnen besetzen und dann eben siegreich ebenfalls in Mexiko eurrüchen. Das kkingt einfach und schneidig, hat Oberin der Ausfiihcung nrehr als einen Haken. Die Truppen Pershrnbs stehen schon jetzt einer Uebermacht g^enüber, gegen tue awch^eine heldenhafte Tapferkeit nichts ausrichten tonnte. Der Hilsszug-vvn Tampico aus schwächt aber nur die Nmchtruppen, chne selbst in dem unglaublich schwierigen ivelande vorwärts zu kommen. Haben die Amerikaner vergessen, mit welchem Fiasko ihre Truppenkonzentration an der nrexikanischen Grenze während der Revolution von 1911 geendet hat? Es war ihnen nicht möglich, auch nur die >Mfte der streitbaren Macht des Gegners zusammenzu- brrngen, geschweige denn im Angriff vorwärts zu tragen. e.s kamen daber FMe vor, daß Truppenteile ihren Bestim- erreichen konnten, weit sich die Führer mit den betreffenden Ersenbahngefellschaften über die Beförde- ^!N?^MannschastLn nicht einigen konnten, Zustände, die nach deutschen Begriffen schwer vorstellbar sind. Höchst nach- terlig trat damals das Fehlen einer regulären Traintruvpe dre militärisch ungenügende Vorbereitung der unterstützen- den L^ansporte sowie der Mangel an Selbstfahrern hervor, übrigens auch die Not an kriegsbrauchbaren Pferden Nrcht verschweigen darf man endlich, daß in der amerikanischen Armee trotz der guten Bezahlung sehr zahlreiche Desertationen Vorkommen; sie erftären sich durch die relativ guten A^beitsverhaltnisse der Bereinigten Staaten, in denen je!^r gesunde Mann mit kräftigen Armen ohne Zeugnisse und LegrtlrmrtkMl rasch Anstellung findet. Die Dese'rtationen Yaben, «der letzten Zeit etwas nachgelassen, belaufen sich aber m Mriedenszeiten finmer noch auf 5 'Prozent, und da man es mit der Fahnenflucht strafrechtfich nicht so aenau r ‘ I “ t ; t«rfte fte jetzt bei Ausbruch! eines Mexiko-krieges wahrscheinlich engros betrieben werden.
' ^HE ich erscheint auch für den Mexikofeldzuq die Wah-rend des Krreges gegen Spanien sowie denn Aufftand auf den Philippinen mußte man schr viele Tmlppenstchrer nicht nur aus dem Mannfchaftsstande, son- * n auch aus den bürgerlichen Berufen ent- nehmen Dre Beförderung im regulärer! Heere erfolgt zwar na< ^ ^ dkeche, aber mit einer manchmal ver- ftanginsvollen Ausnahme: die Ernennung zum Brigade-
geschieht nach: freier Wahl des Bundespräfidenten. Dre höchste Befehls in stanz in militärischen Dingen ist zwar bas Krtegsministerrum als Zentralstelle für Kommaiwo- gewalt, Verwaltung, Ausbildung uno KriegÄiorbereitnng: ern Militärisches Kabinett gibt es nicht. Liber die höchste Kmnmandogewalt im .Kriegsfälle liegt in den .Händen des ^Hbenten der Republik. Man mag von Vir. Wilson politisch allerhand Schönes denken — in Deutschlaird sind auch solche Anl-Lnger ferner „Mission" sehr selten geworden — von fernen militärischen Talenten halten sogar ferne b^ten Freunde nichts. Ja, vielleicht fühlt er selbst genau, er das Volk der Amerikaner niemals zu strategischen Triumphen führen wird. Und daher sein Widerstand gegen den Krieg mit Mexiko bis zum äußersten, bis zu einem Grade, der nach mitteleuropäischen Begriffen mit der Ehre erner Nation schlechterdings nicht mchr vereinbar ist. {
Washington, 24. Juni. (WTB. Nichtamtlich!.) NLeldung w» Reuter,chen Bureaus. Der lakonische Bericht des Generals p e r s ch i n g , rn nelchenr mitgeterlt tvird, daß! in den Kämpfen rzal mögkicherwerse zwei Abteilungen Ka- ^Lllerre auf gerieben würden, hat größere Spannung ver-- urfacht, als irgend einer der öMreichen Vorfälle, die die Ber- enngten Staaten und> Mexiko an den Rand des Krieges gebracht dabeu m dem Bercht heißt es, daß btzher nur 7 Reiter nach der Basis zurück gekehrt sind. Sie erzählten, daß die Msxikaner dre Kavallerie hinterlistig in der Flanke angegriffen. Als der Bericht ur Washington ankam, ließ der Kriegsminister Mlson werken, und hatte erne längere Unterredung mit ihm. Ans verschiedenen Staaten sind telephonische ^Lachrichten eiugetroffen, daß die Kom- ^^ndanteu der Milichruppen fieberhaft arbeiten, um ihre Leute möglichst rasch nach! der Grenze zu bringen.
Hauptversammlung öe§ Mre-Zmuenveremz.
Darmstcodt, 21. Juni.
Namem der G r o ßh e r z^o gnar, die den Vorsitz in der Ver- iRnmlung führte begrutzte der Saupchgefchäftsführei-, Mmisterial- I T. ö n?'vbre^ Erschienenen und erstattete den GcschäftsLe-
£t ie ^ a b xt lbll und 1915, aus dem zu- errtnehmen ist, daß der Unce-Frauenverein wahrend des Krieges eine ungeachrte Ent- ^T^^Zenommen habe und nunmehr eine MÜgLeder^ahl von etwa 65 000 umfaßt, die in 220 ordentlichen und 77 außerocdent- rS'pn ä^^verernen zastmmengefchlossen sind. Trotz dieser statt- l]t üht \ ba * Bestreben darauf gerichtet, die Organisation n A ^ eite . r auszubilden und womöglich in jeder Gemeinde einen ejwelgvereln zu bilden, fern-er die einzelnen Zweigvereine in.Käei^- äuiammeitauTaffen, t!on denen schon eine Anzahl g'e- ^ Mitteilungen über die Schwestern für
Schwesternschaften. Eine große Anzahl von Eä'veltern, Hilss,chwe,tern und Helferinnen steht dem Alice- Frauenverem zur Verfüannn. bic »mt ihnen bat im
Kriege Verwendung gesunden. Elf Schwestern sind Diplome und VwettiSbroschen verlieheir worden, 6, hiervon stehen in: Feld, 5 in der Versammlung anwesenden Schwestern wurden die Tiplome usw von der Großherzogin persönlich überreicht. '
•n r ^ As wir tschaf bliche Aufgaben des Vereins
ist neuerdings em Arbei ^s a u s s chu ß des Haupwereins ge- c"!, ^ säl, mit Sammlung und Verwertung von Ab
fallen aller Art sür kriegs- und volkswirtsttwitliche Zwecke befaßt und m dem erprobte Sachverständige die Beratung der Ziveigvcreine übernommen haben. Tie Sammlung ist bei allen Zweigvereinen ^F^eregt und von »ihnen freudig in Aftgriff geiwmm-en worden Eine besoiN)ere Ausgabe erwachs dem Alice-Frauen verein durch die Begutachtung von Gesuchen, die aus dem Großherzogtum zur Er- wngung von Beihilfen aus der Kriegskinder spende der ^^nprinzessin eingelaufen sind. Der Mee-Frauenverein hat dwse Begutachtung übernommen und diese ist dank der tätigen Mitarbeit der Verwauensdamen gut voustatten gegangen. Ta aus der Kronprinzenmjpende Unter,tützungen an Mütter der vor dem Zr<- J o l ° geborenen Kinder nicht gegeben werden können, hat der Alrce-FrauenVerein sich dieser Mütter angenommen, nachdein die die Mittel hierfür in der Hauptsache zur Verfügung gestellt hatte, ^m ganzen ist bis wtzt für 780 berücksichtigenswerte Gesuche em Gesamtbetrag von 11815 Mark aufgewendet oder noch auszuwenden. Zur Beschaffung weiterer 9Nittel für das Unternch- nien, das große Mittel erfordert, — es laufen täglich für die
Krouprmze,srnspende 1200 bis 1300 Gesuche aus ganz Deutschland ein — wird auf freiwillige Beiträge, insbesondere auch von vermögenden Kriegsmüttern geoechuet.
Von Veränderungen im Hauptvorstande ist insbesondere der Tod des langjährigen, verdienten Sch atzmeisters, Geh. Finanz rat Lauer, sowie des Rentners Bühler zu erwähnen. Neu ein- gefüHrt ivurdeu das nach Enttvurf von Th. Wende gefertigte Ver- e ins ab ze ich e n , das als Brosche, .Knopf und Nadel an Mit- mseder zum Preise von 1 Mark abgegeben wird, die Briefver- schlußmarke sowie das Be re ins bl att, ein Unternehmen, das sich sehr schön entwickelt hat.
Ten K a s se n be r ich t erstattete der neue Schatzmeister, Finanzrat ^ i n d e n st r u t h, den Bericht der Vorsteherin des Alicc- l>o,pital^trug Frl. Hallwachs vor, den Bericht der 2lbteilungen I—-III >rotadtsekrerär Lösch ho r n. Es folgten einige Einzelberichte von Zweig Vereinen, und zwar durch Tr. Darapski für die Mainzer^ Vereine, durch Finanzrat Lindenstruch für den r ,A W - e i^ ere^i n. Hieran schlossen sich Aus- WH-nmgen des Medizumlrats Dr. Rebentisch, den Leiter des Iwdttranienhau,es m Offcnbach, über die Ausgabeir des Roten Kreuze.-', sur ,eme Krankenschivestern einzutreten und andere wert- Frau Geh. Justrzrat Gebhard sprach für oen Zweigverem Gieren und seine Arbeiten, Frau Geh. Re- grerungsrat E ck st e i n für den Zweigverein B c n s h e i m. Na- ^reisverbände des Alicc-Frauenvereins machten die Herren Gehemwrat Tr. BesE-ainz imd Geheimerat.Tr.
3 e l o. V c ^ e ? sachdienliche Mitteilungen, ersterer über - ^Ä Bwle und Ausbau der K r ei s v e r b ä n d e, letzterer
11 k k 'o Borgehens im Kreise Gießen, wo infolge der wäh- , Krieges wohlvorbererteten organisatortschen Grrmdlagen die Gründung des dortrgen Koeisverbandes sich schnell und zufolge der«tutzung durch Geistlichkeit und Lehrer urit großem Erfolg
Cy-rßol a udentlichen Zw eigvereine sprach
1 “f w-' e r Verein, der sich jetzt insbesondere
o^e Beratung der Krregswitwen zur Aufgabe gesetzt und sie planmäßig durch Herausgabe von Merkblättern, Vordrucken usw. durch- Ehrt. Schon 50 Krregswrtwen konnten u. a. so aus der National- stlftung Beihilfen von c>0 bis 300 Mark verschafft werden. Frau £™ T : ® berichtete über die sehr rührige und tat
kräftige Anbelt der Fr auen hilf e-Da r m st a dt, von denen als gegenwärtig besonders bedeutungsvoll die Absallfammlung und die Kernwmmlung bezeichnet seien, in der die Frauen Hilfe dem Hauptverem vorangegangen ist und ihm zunr Vorbild gedient hat Frau^eh. OberkonKstorialrat Merck gab eiste Ueberficht über die ' zur Fürsorge armer Wöchnerinnen gegründete Heiden reich, von i e b o l d - S t i f t u n g , deren Mitgti-eder neuerdings in Sachen der Krlegskncherspende sich erfolgreich betätigteu Frau Pros. Kuwz erläuterte die Arbeiten und den Betrieb der Kriegs- n a h ß u b e - jl a r m st a b t (Wäsche- und Schuhabteilung), die sich erne^, großen Zu,pruchs seitens der Lazarette und Privaten erfreut. Bsarrer Ka hn-O r te n b e r g berührt die Aufgaben, die nament- lickr für die ländlichen Zweigvereine ein dankbares Feld der Betätigung bilden können und schildert das Vorgehen in Orünberg beifpielsweife die dort gut eingerichtete Obst-Einmachstelle für bai
»VPin lind ka»r-
Rednenn sprach Frl. O Haus-Fran kfur t a. M. in kurzen eindringlichen Worten über die zweckmäßige Ernährung rm Kriege, die mehr wie bisher mit dem Verstände und unter Ausnutzung der wifsenschaftlickfen Forschung auf dem Gebiet des Ernährungswesens betrieben und durchgeführt werden müsse. Tie deutsche Lwussrau müsse die ihr anhaftende Schwerfälligkeit oblegen und ,ich den neuen Erfordernissen besser anpassen, damit Wir auch in dem jetzt verschärften Wirtschaftskrieg Sieger bleiben ~ IC angeführten Beispiele aus der Tätigkeit der Vortragenden tan dar, daß sie Theorie und Praxis fachgemäß zu vereinigen und damit auch anfänglich Andersdenkende zu ihren Amschwumgen zu bekehi?en weift.
Einen würdigen Abschluft fand die Versammlung durch eine von vaterländischer Begeifterung getragene Ansprache des Landgerichtsrats v. Pfister-Darmstadt, in der dieser die Stel- lung.und Ausgaben der deutschen Frauen inr gegenwärtigen Weltkrieg beleuchtete und ihren auf den verschiedenen Gebieten geleisteten Werken der Tatkraft und Liebe Worte höchswr Anerkennung widmete.
Mit einem kurzen Tankeswort, das der Hauptgeschäftsführer, Ministerialrat Tr. Kratz, an alle Teilnehmer und insbesondere die Berichterstatter auch namens der Vorsitzenden, der Großherzogin, dre bis zum Schluß mmrefenö war, richtete, wurde die Tagung um 7 1 /* Uhr abends geschlossen.
Auf -er Suche nach emem zottunger-Nönigspaiafte
AusgrabwUM aus MsnS rm Mälars«.
bßvckhvlm berichtet wird, hat auf der kleiuan Jusel M Siw rm Matars« rm Aiar ds. Js. eine archäol »zische Untersuchung begonnen, deren Bedeutung für die Kenntnis des E^lbar an die Wikingerzcit anknüpfenden Zeitabschnittes L>kandrnavians noch gar nicht abzuskhen ist: handelt es sich doch
wencher, als die Ausgrabung des iÄ Pfc&Sfr Königshauses, der Folkunger, oder Fenau^.1>es Palastes des zwecken Königs aus diesem Hause,
1282 seinen Palast auf der Insel 2ls Aussertigungsort erner Urkunde angegeben l>at. Als es ,ich um eine wissenschaftliche llrckerinchnng Ijmthelt, seren zwei Namen aus der schwe- Krim? ^ie beide bei uns einen sehr guten
schwedische Reichsantiquar Pftj l l^ r jome der Re rchs an t i q u ar Bern- Dal rn haben beide öpentlich die Wichtigkeit dieser archäo- logricken Untersuchung bestätigt. Aus der Insel Alsnö findet sich
IS mit Buschwerk und BäunL
Hou-Vtslache nach aber kahler .Hügel, an den: rein erkennen ist, daß er versunkene Bauwerke bO'UiiSiie äii oberflächlicher Betrachtung sieht man
L man erkennt die Linrenchh-
der Ecken hebt sich ab, nnd ^ Hügclhanges spricht auch dafür, frwLS I?^L ^m. ein Spiel der Natur handeln kann,
t r 0n Menschen früherer Jahrhunderte % Bwei schwedische Forscher, Otto iW&t ^ aiI J Schloß Hallwyl int Llargau
heceit^ erpolgrenh als rtorscher betätigt l>at) haben nnn aus Ver- anlchftmg des Rerchsantiguars im Mar ds Js. die Fusel Alsnö ^llc eme Probeausgrabung veranstMet. öö rlent der Fveck ift, an dem fie in die Tieie einaedrunapn lind
iÄ i Anchg'K SÄ", ,m bie
f ^ S0?«Wtabc fortgeM merbm wird. Es
Zr-Ml- und Schuttschübten, qrmtitnö »urbett wra_ «atotm Mofwrtont; man stich auf einen «tmt&oben, bajmtKften wmben srch GebLlkvcste, ,um Teil verbrannt, und auch emzetne rveratschafien kamen zutam nämlich Geidwiic und Gelchm-ivi^i. für Armbrüste Scherben °b»n chlerih-nd T°n- gesatzen, ferner Ziegel der verfchredenften Art. Die genauere Unter
suchung ergab, daß einige Tonstücke aus dem 13. Jahi-hundert stammten, andere wieder wurden als Töpferwaren deutschen Ur- fprunges aus dem 15. Jahrhundert erkannt. Alles in allem stimmte Ergebnis der Probeausgrabung mit dem überein, was man nach den wemgen vorhandenen Urkunden vermuten durste, die "gehender mck AlÄiö und dein Palaste der Folkmiger beschäftigen. So gibt es eine aus der Kgl. Bibliothek in Stockhvlin auf bewahrte Pcringsilold-Handschrift au, die Insel Alsnö sei der ^itz des Königs von Brrka gewesen, nack> dessen Naweii Adil, die Konlgsburg benannt worden sei. Ms grüße des Wnigsl-auies gibt die Urkunde 46 Ellen Kange und 22 Ellen Breite an. Von deni KonigSpalaste, dem ums Jahr 1275 gebauten Palaste des Königs Magnus glauben die beideii Forscher Teile der t^runbmaueru und Blwtals ausgesunde,r zu haben. Inwieweit sich das ^ßatigt, blnbt selbstverständlich abMwarten. Jmisc und Lithberg tnupsen an dre Durchführung der Ausgrabung die größten .Hoss- E aus^schlossen, daß die Freilegung aller versunkenen oder verschuckeken Äiuwerke der Hügelkuppe gewistermaßen einen Querschnitt durchs die schwedische Geschichte im Mittelalter ergibt, der vom Jahre 1500 rückwärts bis ins
Lift* bl X Folkustgerzeit reicht, vielleicht aber
dieser geschichtliche Querfchrntt noch weiter rückwärts gehen, so daß dre Forschung wertvolles Material bis ins 11 Jahr- bundeit zuruck erwarten kann. '
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o 10 ^- C y. n lvanzösrscher Schimpfname für % lt ~ Bezeichnung „Boches", mit der uns die
^ranzcheii „br^ehrt" haben, ist mit echt deutschn' Grüniilichkelt van unfern Philologen auf ihre Herkunft und Bedeutung unter- wcht worden. Zu den inannigsachen Ableitungen und Deickungen de^ merkwürdigen Wortes kauu eine neiie hinzugeft'igt -oerden, dw einer gewiss m Konckk nicht entbehrt. Ta mich iväre das Wort Bochev uriprunglich von den Fraiizosen für chre gicken Freunde,
- F'^pragt wordeii. In einem soeben bei der Deutschen VeUags-Anstalt m Stuttgart erschienenen Buch eines neickralen Diplomaten „Aus Brüssels kritischen Tagen", in dem wir kcbeu- ^N^Bilber von Belgiens Rolle bei Ausbruch und üi den ersten ^ ey m® c l tfriege ^ galten, .eüvähnl der Verfasser, der sich hinter deni Pfeudonyni „Diplomakicus" verbirgt, ein O^espräch! mit M enger Beziehung zu der französischen Ge- fandtschaft m Brüssel stzrnd. Der sprach von den Russen nur als den „Boches . Auf die erstaunte Frage, wie er zu dieser Bezeichnung komme, erwiderte er lachend: „Unsere Verbündeten' die
„ftn» doch bei jeder Gelegenheit „boche zarja ortani"' oder so ähnlich (deutsch: Owtt den Zaren schütze), aussprechen kann man fa dre Worte nicht. ?ca, jedenfalls haben unsere witzigeii Pari' fer da^ Wmt „boche" behalten und nannten zuerst die lltusstn.
Ev Loipel „boches". Selbst der französische Gesandte in Brufiel, Klobukowsti erhielt wegen seines russische,! Namens dieses Beiwort. „Spater habe ich mich sehr gewundert," bemerkt Diplo- matieus dazu, „daß man mit diesenr „russischen Gottesworl" die g.eutsthen befchrmpfte. .Tatsächlich mag es wohl aus früherer Zeit ftaMinen und hat durch die Russen nur eckre Neubelebimg erfahren."
— Dino fau.rier fitnde in de r ägyptischen Wü fte. Lre geologifchen und pakäonthologischen Erforschungen Aegyptens bux<i) .dentfche Gelehrte haben schon verschiedentliches ivertvolles Material zur Kenntnis der Tierchrmen vergangener Zeiten geliefert Besonderes Interesse aber ist den tertiären Säugetierresleu aus die,cm! Gebiete zuzuwenden. Aus einem neuen Beitrag der lstatur- Wochenschrift zrr diesen Wrrl>eltierfunden sind be^ fonders die Dinosaurierreste benverkenswert, die von Professor E. Stromer von Reichenbach und deni früher in Kairo ansässigen ^amwler Markgraf am Grunde des Oasenbeckens von Babariah gemacht wurden. Lrienn auch die bisherige Beute im Umfange noch gering ist und infolge des Kriegsausbruches zum! Teil noch nicht in Deutschland nulangen konnte, so läßt sich doch aus dem- lnweit^ Vorliegenden erkennen, daß diese Funde eine außerordeittlich ustch- Kenntnisse der Tnrosaurierwelt lu-dentm. Besonder^ zu nennen lft^em Theropode Spinosaurus aegyptiaeus
ber sleischfreffenden Dilwsaurier dar- steilt Er zerckmet sich vor den anderen Tlreropoden vor allem durch ÄOs.^lillestreckteil Dornsortsätze der Rückenwirbel aus. Auch die ch>weichcmd rft von der bei den bisher bekannten Tberopoden
uh in n «r»Tw ‘ 5 - ä 1 t S c ^ ü b n eil k ü n st l e r i n. Ehar- ^ Maria Wllke nnna Agardh ist, imch einer Meldung des
'£ Üs!,' O—diade t , vor kurzem in Mariehamn aus ?llaud als Ae! ttindachizigsahrrge gestorben. Sie wurde au, 28. Dezember 1828 in Stockholm geboren und begann dort mit 17 Jahren ihre Tbeater- < fil^brs zum Jabre 1867 au di.' Bühnen des Heimat-
landes fesselte. Lmm wirkte sie bis zum Jahre 1891 am Scbwedi- chieli -heater zu Helfingsors und zog sich gemeinsam mit ihrem Gatten, dem bekannten Sckmuspiel-er Hjalmar Agardb, v-."i der Butme zuruck, um nach Mari.u,amn zu übersiedeln. Tie Verstorbene wurde in Schweden und Finnland als eine der hervorragendsten ^chaufpielermnen gefeiert. ^ B "


