NmAers (§1*) die am 16. AprillyW in ^hren Bezirken vor- Iwmt£neTi Zmkervorräte, soweit sie anzeigepflichtig imrcit, auf Die i^nc'Ä ztlstehende Monatsmenge in vollem Umfange aixgetedfrneJ werden, mußte auch die Stadt die Anrechnung derr Besitzern der Zuckervorvüte gegenüber in vollem Umfange durchführen, wenn sie nicht diejenigen Einwohner, die reine Vorräte besaßen, in gänzlich ungerechtfertigter Weise benachteiligen wollte.
** Sommeranfang. Gestern, am 21. Juni, abends 8 Uhr deutscher Sommerzeit (7 Uht aoends mitteleuropäischer Zeit) hat der Sommer 1916 begonnen, der astronomisch bis Mm 23. Septernber 11 Uhr vormittags dauert. Bisher war eigentlich noch nicht besonders viel davon zru merken, daß der Sommer unmittelbar vor der Tür stand. Die Witterung der letzten Wochen trug einen wenig sommerlichen Charakter. Nur die zahlreichen Gewitter erinnerten einen eigentlich daran, daß wir bereits in der warmen Jahres- zeck leben. Im übrigen war es im allgemeinen außerordentlich kühl. Aus den deutschen Mittelgebirgen wurde sogar ein außerordentlich ungewöhnlicher Temperatursturz mrt Schneefällen gemeldet. Auch auf dein westlichen Kriegsschauplatz herrschte fast ohne Unterbrechung unfreundliches Wetter. Nicht viel besser war es im Osten, wp zuletzt morgens das Thermometer nur wenige Grade über dem Gefrierpunkt stand. Wenn wir auch jetzt iroch sehr unbeständiges Wetter haben, so macht sich doch allmählich eine Tendenz zu einer besseren Wetterlage bemerkbar.
** Saccharinverbrauch. Der Nachrichtendienst für Er- inihrnngssragen schreibt: Zu den in der letzten Zeit immer wieder in der Presse erscheinenden dringenden Forderungen, die Freigabe von Saccharin auch für den Haushalt betreffend, ist zu bemerken, baß die Freigabe von Saccharin bi^er allerdings' nur für gewerbliche Zwecke irrtb zwar zur Herstellung von Limonaden, künstlichen Mineralwässern, Likören, Essenzen- Fruchtsästen, Schaum-, Obst- nnd Becrerrwernen, Kompotten und Marmeladen erfolgt ist. Hierfür sind folgende Gründe maßgebend gewesen: Saccharin wird aus Toluol, einem! Produkt des Steinkohlenteers, gewonnen, roelches durchaus nicht in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht, so daß schon hierdurch der Produktion gewisse Grenzen gezogen sind. Ferner sind zur Herstellung von Saccharin zurzeit nur zwei Fabriken, die Sacharm-Aktien-Gesellschast vorm. Fahlberg, List & Co. fcjt, die Sacharrn-Aktien-Gesellschast vorm. Fahlberg, List & Co., Magdeburg und die chemische Fabrik Heyden eingerichtet. Des wei- 1 terrn soll Saccharin nach Möglichkeit nur dort den Zucker ersetzen, wo letzterer lediglich Süß- oder Konserviernngszwecken dient, nicht aber dort, n» bei Verwendung von Saccharin eine Einbuße an Nährwerten eöttielen würde, wie das bei allgemeiner Freigabe des Saccharin auch für den Haushalt sicher zu befürchten wäre. Da die kürzlich herausigekvnttnene Bundesratsversügung den Kreis der E Saccharin zu süßenden gewerblichen Erzeugnisse erheblich erweitert hat, wnd ein vermehrter Verbrauch von Saccharin eintteten, fact die zurzeit mögliche ProdnMon voll in Anspruch nehmen wird. Andererseits ist aber auch eine beträchtliche Ersparnis an Zucker Zu erwarten, der dann für den Haushalt frei wird. Sobald sich eine Erweiterung der HerstellungsMöglichkeiten des Saccharins ergcken hat, steht auch seine weitere Freigabe in Aussicht.
** Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachungen über die Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk- und Strickwaren .für die bürgerliche Bevölkerung; über die Bestandsaufnahme von Kakao und Schokolade und über die Regelung des Verkebrs mit lKakao und Schokolade; über das Verfüttern von Kartoffeln; über das Verbot des Verbrauchs von Speisekartoffeln in der Brennerei; über die Einschränkung des F a h r r a d v e r k e h r s und über den Verkehr mit Landesbrotmarken.
Kreis Büdingen.
— Büdingen, 22. Juni. Die Amseln und Stare richten in den Obstanlagen des Kreises recht erheblichen Schaden an. Infolgedessen hob das Kreisanrt den Schutz für diese Vögel während des Jahres 1916 auf. Unter Beachtung der polizeilichen Vorschriften ist jedermann, der im Besitz eines kostenlosen Erlaubnisscheines ist, zum Abschuß der Tiere berechtigt.
Kreis Schotten. " ,
r. Gedärm, 22. Juni. Am letzten Freiürg abend hielt in unserer Kirche Pfarrer Hilbrandt aus Heilsberg in Ostpreußen einen Vortrag über „Ostpreußens Not und unsere HtN f e". Gc verltand es, in eindrucksvoller Rede Ostpreußens Not wahrend der Russenzeit zu schildern und die Herzen zu erwärmen für den Evangelischen Bund, der durch die „Ostdeutsche Unsre d l e rh i l f e" in Ostpreußen schon bisher sehr segensreich wirkte Drese Null deutsche Airsredler für die OstMark gewinnen und dadurch den großen Mangel an Arbeitskräften in Ostpreußen nach Möglichkeck beseitigen. Der Vortragende erzählte auch persönliche Erlebnisse während der Anwesenheit der Russen. Hofprediger Wrd- manrn dankte in einer kurzen Ansprache dem Redner für seinen interessanten Vortrag. Der Vortrag, zu dem der hiesige Zweig- !verern des Evangelischen Bundes eingeladen hatte, war recht gut besucht. Die Kollekte für die Ostdeutsche Ansiedlerhilfe ergab den Betrag von 74,80 Mk. *
# ß a u t> q d ), 21. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt der Muskeher Schneid im Jnf.-Regt. 116.
Kreis Friedberg.
Friedberg, 22. Juni. Dem Sohn des Postassistenten V eck er hier, dem Gefreiten Adolf Becker, wurde das Eiserne -Kreuz 2. Klasse verliehen.
öl. B e i e n h e i m, 22. Juni. Dem Gefreiten Lehrer Wilhelm Kautz von hier im Landsturm-Jnfanterie-Bataillon Friedberg 3 urde die Hessische Tapferkeits Medaille verliehen.
Starkenburg und Rheinhessen.
. 22. Juni. Der Alice-Fra uenver-
ern (Hessischer Landes-Franenverein vom Roten Kveuz) hielt heute ^chmcktag im Sitzungssaal der Zwecken Ständekammer seine -2. owentlrche Mitgliederversammlung ab, der and]' die Vorsitzende bg^ gro eois, GroßHerzogin Eleonore, beiwohnte. Tie Versammlung war so zahlreich aus allen Teilen des Landes be* }wfyi,baü nur die Damm Platz fanden -und die Herren sich zuerst mrt Stehplätzen und solchen auf den Galerien begnügen mußten. E Hanptgeschästsführer, Ministerialrat Dr. Kratz, eröffnet dre Srtzrmg mrt einer Ansprache, in der er die Großherzogin und die u brr gen Ehrengäste begrüßte. Alsdann erstattete er einen eingehenden Bericht über die Tätigkeck des Hauptverems, der Abteilungen und Zwergvereine in den Jahren 1914 uird 1915. Ten Rcchm^chastsbericht erstattete der Schatzmeister, Finanzrat Lin- d e n st r u t h. Ueber das Alice-Hospital berichtete Schwester Hall- wachs, woran sich die Verteilung von Ehrenbrosck>en an elf be- swiders verdiente Schwestern anschloß. Von diesen befinden sich b rm Keregsetappendimst, den fünf anderen wurde die Anszeich- nuirg mrt.den dazu gehörigen Diplomen und einer gedruckten An- swache, welche dre verewigte Großherzogin Alice bei der ersten Ueberrevchung der Brosche gehalten hat, von Großherzogin Eleonore d^onlnh uverrercht. ^ Zum Schluß der Sitzung, die sich bis nach ^ llhr ausdeiMte, erfolgten zahlreiche Berichte aus den einzelnen Abtcckmrgen und Zweigvereinen. Wir berichten über den Verlaus der Versammlung noch ausführlicher.
Kreis Wetzlar.
Juni. Major Spangen berg, 1. Juli
Infanterie-Regiment Nr. 154, wurde vom 1 Juli ab rrmtmbeuT der hiesigen Illrteroffizierschf'le ernannt. —
besonders zur Vermehrung
ra. Wetzlar, 21.
im Inf_
Kommandeur
Förderung der Ziegenzucht, besonder- zur Vermehrung 'stegenbestande, wurde unserer Kveisvnwaltung eine außerorde siche Maatsbeihilfc bewilligt.
- ok ^,dbach. 21. 9itm Pionier Binz. Pionier-R^inr, Nr. 25, 4. Kompagnie, erhielt das Eiserne Z^reuz
ra Krofdorf, 21 Juni. Tie Henferien schließen • diesmal unmittelbar an die Pstngstserien an bis zum 1 Fi Es gilt eine reiche Heuernte einzubringen. '
6. Münchholzhausen, 22. Juni. An Stelle des bisherigen Gemeindevorstehers Förster, der sein Amt niedergelegt hat, wurde der Landwirt Georg Grumbach VI., der bisherige Gemeindevorsteher-Stellvertreter, gewählt. Die Wahl ist vom Landrat bestätigt worden.
Hessen-Nassau.
s)Marburg,21. Juni. Wegen Uebertretnng des vor einiger Znt erlassenen, jetzt wieder aufgehobenen Verbots der Haus- schl ach tun gen, wurden heute vom Schöffengericht drei Landwirte zu je 100 Mark, und eine Landivirtin zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt. — Die Heuernte ist im hiesigen Kreise in vollem Arnge. Hie dürfte, wenn es gelingt, sie trocken nach Hause zu schaffen, einen Erttag bringen, wie selten in einem Jahre.
g. Arolsen, 22. Juni. In die hiesige katholische Schule brachte ein Schüler einen Handgranatenzünder mck und spielte damit. Die Waffe exolodierte und verstümmelte die rechte pand des Jungen. Einige seither Mitschüler erlitten geringe Verletzungen.
g. ft it I b a, 22. Juni. Auf der Eisenbahnstrecke Bebra—Frankfurt stürzte in der Nähe der Station Schlüchtern ein 18jähriger Reisender aus einem Personenzuge, wurde überfahren und getötet. Die Persönlichkeit des Getöteten konnte noch nicht seslgestellt werden.
g. Hünseld, 22. Juni. Auf Veranlassung der „Kriegs- f l a ch s b a n g e s e l l s ch as t B e r l i n* hier wird zur Bearbeitung des in hesiischen Kreisen angebauten Flachses eine »Hessische F la ch s b e r e i t u n g s a n st a l t" errichtet. Die Anlagen sollen m diesem Herbst in Betrieb genommen werden.
Frankfurt a. M., 22.Juni. Im Hause Haidestra^: 33 vruy sich ein eigenartiger Unfall, der einem Menschen das -.eben kostete, zu. Die Witwe Schwarz wurde, während sie an einem Fenster des' dritten Stockwerks ihre dreijährige Enkelin auf dem Arm trug, von Krämpfen befallen und stürzte zu Boden Dabei ließ sie das Kind los, das ans dem Fenster in den Hof stel. Das Madchmr erlitt einen schweren Schädelbrnch, e£> nach enter Stunde erlag. Als die alte Frau von dem tragischen Tode ihrer Enkelin hörte, machte sie einen Selbstmord- verinch, der aber drtrch das Hinznkommen von Hausgenossen nicht zur Ausführung kam. Die Frau wurde dem Jrrenhause zngeführt. ~ Etne Mehlstaubexplosion, die weithin hörbar war, zerstörte lMlte früh in der Brauerei Binpiiig einen Teil des Mälzereige- bandes und verschiedene Maschinen. Mensc^nleben kamen nicht zu Schaden. Der Materialschaden belmtst sich auf etwa 35 000 Mk. 77 Kriegsbeginn zahlte die Stadtverwaltung für Mietzu- schusse an 'Kriegerfvanen etwa 4 Millionen Mark aus.
X Hornau, 20. Juni. Ein blutiger Vorgang spielte sich auf fox Landstraße zwischen Winzenhol und Haibach ab, detn ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Ein fremder junger Mann machte mit einem ihn: bekannten Haibacher Mädel einen Spaziergang nach Winzenhol, was der frühere Liebhaber des Mädchens bemerkt haben tmiß, demr er schlich sich sofort nach und verfolgte die beiden bis nach Wrnzenhol. Dort holte sich der verschmähte Liebhaber zwei Freunde, init denen Jer nun den Fremden belästigte. Es kam stUießlich zu emer Schlägerei, in deren Verlauf der Fremde einen Revolver zog und einen seiner Verfolger, den 19 Jahre alten Schreck aus Grün- moosbach, niederschoß. Ter stühere Liebhaber des Mädchens, wie auch der Täter sind verhaftet worden.
F- C- Biebrich a. Rh., 21. Juni. Bei der ziemlich lebhaft verlaufenen Debatte in der heutigen Stadtverordneten-Versantmlung über die Fleischversorgung der Stadt wurde der Mitte der vierziger Jahre stehende Stadtverordnete Kaufmann K r u ft von einem Schlaganfall betroffen. Sein Zitstand ist hoffntingslos. Die Versammlung wurde atlfgehoben.
9. ordentliche evangelische Landessqnode.
rb.. D a rm stadt, 22. Juni. Die neunte ordentliche evanc Lanpessynode trat gestern vormittag 9 1 / 4 Uhr im hiesigen Synoda! znsammeti. Am behördlichen Tisch nahmen Platz: Präs
.des.Oberkonsistoriums I). Nebel, Geh. Rat Flöring Oberem,iftorralräte v. Petcrsen, Merck und Bernbec Präsident Pfarrer Dingel dev erösfnete die Sitzung mit eine ^Ursprache. Er wies damt -auf die gegenwärtige schwere Zeck un ove daraus dem deutschen Volk erwachsenen großen Atffgaben ffn "-U ^ s sei bestuebl, die 9ck)t zu lindern N7kd auch die geleistete Hilst arvett der evang. Landeskirche dürfe dabei nicht vergessen Werder Wenn lick) im Volke eine gelvisse Unzufriedenheck bemerkbar mach so sei das Nicht der Geist der Empörung, sondern der Unmüt übe ine Profftwnt imh die Genußsucht unserer Zeit. In dieser große Zett haben wir auch große erzieherische Aufgaben zu erfüllen, un da sollen nicht nur die berufenen Männer, sondern vor allem am unser-e. .vom Hinftitirte durch gehaltvolle Darbietungen vorangehe und nutzt durch unwürdige Erzeugnisse und ?lpell an den niedrige Instinkt rwer ans Gewinnsucht die erzieherischen Besttebunge hemmen. Die Bevchttmg solcher Mißstände soll uns aber das Ang für dre Grüßender Zeit nicht schwächen. Anshalten mit Gottver trauen, das soll auch für Zukunft unser Aller Losung lein! Tanl barkeck und Gottvertrauen sollen auch fernerhin die Waffeii de deutschen Volkes sein! (Beifall.)
Es erfolgte nun zunächst in üblicher Weise die Verpflichtung mehrerer treu an getretener Mitglieder, lieber die Wahlprüfun tm Dekanat Oppenheim berichtet Syndale Wahl. Die Wall wurde für gnlttg,erllätt.
Ter Präsident macht daraus die Mitteilung, daß ein Antra Becker und Gatolsen über die Einführung eures getneinsama ^Eutschen Buß- und Bettages, eventuell die Berlegun des Hesstichen Bußtages auf den gleicheii Tag, wie in Pvenß-cn angegangen sei.
fanden statt zunächst für zwei ver storbene Mttglleder des Finanzausschusses; es wurden gewählt di Synodalen Becker-Friedberg und Tr. Hof-Darmstadt, zur Ersatzmann wurde Synodaler K a ß l i ck - Darm stadt gewählt. Zur Ersatzmann für den Gesetzgebungsausschuß wurde Pfarrer Beide Darmstadt und zum Stellvertreter sur d«i Disziplinargerichtsho Schulrat E ck - Worms gewählt.
Tie Versammlung trat darnach in die Beratung und Beschluß fassung über deri Vora n schlag des Zen tra l kirchen ^l^lb cm. Präsident des Oberkonsistoriums D. Nebe Mluhthrerzu eunge allg-emeine Mitteilwigen. Nachdem es stftstand d^ßder S^at für das> Etatsjahr 1916 eüien neuen Boranschla. anfstelle und dabei seine Stmtern erhöhen würde, ^traten auch de synodale Finanzaus,stmß und das Oberkonsistorium zur Berattm. wegen eme Voranschlags für den evang. Zentralkirchen fonds zu sammeii und man war einmütig der Auffassung, daß auch hier eit jötcfier notwendig sei. Tie Regie.rimg hat, der Zeitoerhält niss ein einjähriger Voran schla.
1916 ausgestellt werden solle. Verfassungs' mäßige .Bedenken ivaren nicht dagegen zu erheben, man mußb
dieier Zeck ein einjä-hriger Dormi ^uhttge sei. Man kam auch (darin überein, die Mck^ Äs x Kirche mit der Kircktzmstener nicht lwher zu belasten als durchcnls nottg ser Ueberhanpt sei die 9lufftellung des ganzer Voranschlags ern Ergebms ssxrrsamer Politik.
Der Berichterstatter des Finanzausfckiusses, Syn. Wagner ^richtet kurz über die Beratungen des Voranschlags durch der Finanzausschuß Der Ausschuß macht Bedenken gegen die wer tere Beringung des Mrnisternrms gellend, daß für das jetzige Etats g .y? §rh<ckvmg eines Umlagebettages von 1 563 400 Mk ^ unter Zugrundelegung des staatlichen Steuer auforrngens der Evangelischen berechnet ist. Der Voranschlag müßt so abgear^ert werden, daß er mit diesem Umlaqeeinbriugen balcm mert wetten kann. Der Ausschuß wolle die Frage der kirchlicher Bermogensverwaltung tm allgemeinen nicht anfrollen. er hält o« nur für seme Pflicht, die Rechte der Synode für die Zukunft zr wahren und gegen dre EittscheSnmg hinsichtlich der Höhe der n erhebenden Kirchensteuer auch ernste Bedenken sachlicher Art geltack zu machen. *
Ob ^ den Einnabmerubriken, insbesondere in der eigenllick allem m Bett-acht kommenden Rubrik: Umlagen mrf die Angeböri geir der evangelischeir Landeskirche, wesentliche Mehreinnahmer erwartet werden dürften, darüber läßt sich mit einiger Sicherheit
das Nerrrrg^ sagen. Ans der Bemerkung GD M er zo gKchttt
ummdermms des Jrmern in seiner mehr erwähnten Deisn qung, ver unnagebetrag von 1 563 400 Mk. unter Zugrundelegung des st n attrch m Hteueraufbringens der Evangelischen berechnet ist, ^rf mwi wQngitens schließen, daß das Ergebnis hinter dem Bor- - 'Surnckbleiben wird. Auf vorhandene Fonds Mr Deckung 5 ^"^/öurückzugreifen, «scheint deshalb nicht ratsam, tveck der Landeskirche die große Aufgabe eiuer allgemeinen Oie* t)att$rc^rfommQ der Geisllichen harrt und sie dazu ihre Fonds möglichst erhallmr uno stärken muß, um diese Aufgabe ohne gleich- zeckiM sttnke^ ^euererhohirng durchführen zu können.
Der ^k^chuß hat sich dahin geeinigt, seinen Bedenken Seine wettere prakttjche Folge zu geben und der Synode zu empfehlen, den Borlage, auch m der Festsetzung der Rubrik 20, zuzustmiMen. Nur glaubt er rroch aussprechen zu müssen, daß unter den ge- 7 1 standen dre Synode sich wird versagen müssen, wesent- tlche Ansqabevermehrnngen in ckgend einem Punkt zu beschließen, LF Eva erne m Pfarrerskreisen vielfach gewünschte, auch dem ssUchawß sonst durchaus sympathische allgemeine Zulage an die GeisL- 2? einem andern Punkt, wo Man etwa in der Synode, wreanch rm Ausschuß, das Gefühl hat, daß größere Bewilligungen angevracht ]evm.
das Wort nimmt, so ist hiermit die allge- wnneBeratt^ erledigt und es wird rudieEsinzelberatung oran schlags, zunächst der Arrsga bau emgetteten. Es als Wjten der Landessvmü« 7000 Mk., Kosten des O^S' 1 '^ 10 ^ 8780 ^ Bureau kosten des Superintendenten
ßua Zuwalts- und Gerichtskosten 500 Mk. bewilligt Als Kchteu des Predigerseminars (Friedberg) werden 26050 Mk. 'bewil- NXIen germger Benutzung der Mbliochek des SEnarsbenE Prof. v. Drehl-Friedberg, daß etwa 20 Pro- .ent^der^Geglichen nn Lande d-ie Bibliothek benutzen. Diese man- fslläre er sich daher, daß viele Geistüche sich direkt an die Großherzogliche Hvfbchllothek in Darmstadt zur Bücherenttei- ynng wendeten.
bewilligt: für TagegÄder, Kurse usto. 4000 Mk., S* 'jÄ^^ndungs^sten 1700Mk., Beittag zu Tekanatsbiblio- ltttzs 3 t)n \ (5d u- a. den Wunsch aus, daß mög- ^ldon Personalverzeichnts der hessischen GeifÜichen aufgr- utoge. Oberkonsislvrialprarideiii I). Nebel entgegnet, daß die Anfmckignng ecknÄ solchen Perfonalverzeichuisses « in ^njtrag igegeben worden sei.
Es tritt daraus eine vrettelftündrge Bache an.
b« Sch-in« tarn MM 11 d-r A,l°-
gaben des Voranschlags,
Pfanrdrenst«s
S 1 /üÄ^lMig. Oberkonsistortalpräsident D. Nebel gab «erzu - fet 501 gegenwärtigen VerhältEen allgemeine Erhöhung der Drenstbezüge cnitwtten zu lass en, wie dies schon vor mehreren Staatsbeamten und Lehrern geschehen ■°^ lC Zweckel unterliegen, daß die jetzigen Ge-
hcht^ ba ch^en Tauierungsverhaltnissen ungenügend setzen. Man cki oayer vestteot geweseii, um ivenichdens sckrigermiaßen eine Vor- besserimg herberznführen, den Gesstlichm für die minderfWrigeM ttinver Zwagai zu gewähren. Es mache sich jetzt bei allen gesetzt *?a$ Bestreben geltend, bei Bemessung der Ge- haltssatzc nicht allem das Dienstalter des Betteffenden, jenbeat ancb^re Zahl ferner Kinder mit in Bettacht zu ziehen.
.-t er hat sich, da Unr Kriegszeit eine allgemeine
Erhöhung der Gehaltn der Geistlichen nicht tunlich sei, weil da- K'wchensteuer erhebliche erhöht werden müßte, mck dem ans Gewährung von Erzichungsgeldern cm Familien bem gangbarsten Weg einvasstanLen erklärt. 5^r ^tteff der Hohe dieser Beiträge beantragt dü Mechcheck des Ans-« schufses, für das erste Kind ein Erz-rchMÄsgetd von 150Mk^ für das zweite 125 Mk., für das dritte 100 Mk., für das Äerte 75M7 und für jedes weitere 50 Mk. zu bewilligen.
Das Oberkonsistorium hat sich für den Antra g der Aars - fchußmehrheit entschieden nüd nach längerer Debatte wurde dieser auch mck großer Mehrheit angenommen.
Weckdr nahm die Versammlung folgenden Antrag <ot: „Die evangelischen Gastlichen erhalten auch für ihre nnverftwgten und unverheirateten Kinder, bis zum vollendeten 25. Lebensiahve, .^^^a^gsgeld nach den Grundsätzen M § 2 und 3. DÄ« Bestimmung soll jedoch nur bis längstens 31. Mä^ 1918 ckr Kraft: bleiben. Die übrigen Bestimmungen der Vorlage, werden nach' den Ausschußanttägen angenommen.
^ Die sämtlichen übrigen Posten der Ausgabe bewilligt bk ftinobe daraus, ohne wesentliche Debatte. Beim Punkt 16, Kchttn der Vettvaltnug des evangelischen Zenttalkckchenfimds, gab Syn.
Darmwdt. dcm Wmrsch AAsdrirck. daß fxi ba bl Äussrcht gestellten Verdeutschung aller entbehrlichen Fremiwörteu auch die unschön nnd sprachlich falsche Bczeichnung „S-mtDlllkrchcn. fonds . abgeschafft werden möge.
^ _®ei dem Punkt Witwen- nnd Waisengelder, regt Syn. Loos
Groß-Umstadt an, die bei Punkt 11 eventuell erzielten Ersparnisse den Pfarrerwittven als Unterstützung zu gewähren. Nach längerer Debatte hierüber wurde beschlossen, die Frage bei der zwecken Lesung noch einmal zu erörtern. *
. Die.Einnahmen des Voranschlags wurden ohne Debatte mM den Vorschlägen des Ausschusses genehmigt. Der Voranschlag ba- lancrett rn Einnahme und Ausgabe mck 3 167 012 Mark.
. Zur Beratung fotttntt nun die Vorlage über die A btt e nn nng der Herrchen gemeinden Vaitsberg (Saasen) nnd Linden- strnth von der Pfarrei Wckberg und ihr LlnschLnß an die Pfarrei Winnerod. Nachdem namens des Ausschusses Syn. D. Dr. Dich l- Frtedberg Bericht erstattet, wird d-ie Vorlage angenommen, desgleichen die Vorlage, bett. die Austeilung der evang. Stadtge- meinde Darmstadt in fünf Einzelgemeindcn, worüber Schl. Romheld kurz Bericht erstattet.
Die Sitzung wird darauf der vorgerückten Zeck wegen abgebrochen. Fortsetzung morgen ftüh 9 Uhr.
vevmischtes.
* Eine Natinrfestnng. Die merkwürdigste aller Be» fest! Min gen der Erde dürfte wohl die sein, welche in neuester Zeck ganz in aller Stille, die Amerikaner auf Hawaii errichtet haben — einen erloschenen Vulkan als Festung. Das hatte man bislxr noch nirgends anfznweisen. Hawaii, die größte Insel des Sand- Wichs-Archipels, besitzt einen vortrefflichen Hafen, Pearl Harbsr, der sich vortrefflich zur Unterbringung selbst der grölen Flltte eignet. Bon dort ans kann die amerikanische Flotte einen gewaltigen Umkreis im Stcklen Ozean beharschen, jÄ-enfalls woU genug- um Landnngsversuche japanischer oder sonstiger Heere an ihrer Westküste wirffam zu verhindern. Dvefe gewalttge Flottenbchis galt es nun auch, durch Landbcffestigungen in jeder Weise zu sichern Sie erstrecken sich längs der Küste in einer Länge von etwa 15 engl' Meilen und bestehen aus Küstenforts, wckche mit riesigen .Mtsten- geschützen gespickt sind, die so geschickt in die Felsen eingvLaffenl wurden, daß sie keinerlei Ziel von der See her bieten. Diese lange Reihe mächtiger Werke findet nun ihren stärksten Abschluß in dem erloscherren Vulkan „Diamond Head" inr Osten der Jnfelgrnps>e Nicht etwa, daß lediglich die Abhänge dieses Berges zu den' Be- festtMngen berangezogen wären, mm, man hat direkt in dem obersten Krater des ehemaligen Vulkans — gewiß ein kühnes nnd ttotz des angeblich harmLosen Ehicrrallers des Diamond 5?ead auch gefährliches Beginnen! — ein geivaltiges, vollständig nach See verdecktes Panzerfvrt angelegt und rings herum um die Mrpve Küstenbattcrien angeordnet. Das Panzasort im Krater aber trogt vier der größten Mörser, die angeblich neun englische Meik«l^ also etwa 22 Kilometer weit schießen können. Menschenhrnd hnt also den früheren Vulkan damit in den Stand gesetck, auf 'Befehl Stahl und Feuer zu speien. Wenn Mittler Natur diese Menschen- keckheck nicht übel nimmt und das „Tiamantenhanpl" auf 5>an«ii nicht einmal unprogrammäßig „si>eien^ läßt, kann dieses Kraltstück menschlicher Ingenieur kn n st tatsächlich einmal ein ^ewütztiges Wörtchen mitsprechen in einem künftigen amerrkanssch-japanisckvn Krieae.


