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9.6.1916 Erstes Blatt
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jöseßfi&tert Miypen <m Der Jhre-N Oberbefehl oitbcrtranten Front, Dof, ich not stolzer Befttedignilg ihre Helden ticken verfolge, ihren Born'ärtsdrang Lobend anerleime und ihnen weine herzlichste Dank­barkeit ausspreche. Möge Gvtt der Herr uns seine gnädigste Hilfe lechen, den Feind aus unserem Lunde hinausznwerfen. Ich bin überzeugt, daß alle einmütig den Kampf bis zum glorreichen Ende für die russischen Waffen diwchlkänEn werden.. Nikolaus." Die Vorsicht verbietet gegenwärtig, die Nomen der tapferen Regimenter zu neimen, die teils mit dem Berk-rft sämtlicher Offiziere kämpften, ebenso UNMögLrch ist es, die Namen unserer Helden^ wütigen GeneriL'le und Osffiziore zu veröffentlichen, welche den Heldentod starben oder verwundet wurden, eben­so die Gegend arrzngeben, wo die Ksnrpsi sich abspielten.

K auka susfro nt: Ar-s der Ri^nng Erzinchan brach ein init stärkeren türkischen Kräften augesetzter Angriff in unserem Attilleriefeuer zusammen, llchere aus Bagdad angesetzten Trup­pen eroberten -rach KaMps bei Khaniken die stark befestigten tiir- kischen StÄLrugeu.' Unsere Kavallerie attackierte die Gräben der Türken und machte mehrere feindliche Bataillone nieder.

* * *

Ein französischer Torpedobootszerstörer von einem französischen Torpedoboot verdenkt.

Paris, 8. Jnni. (WTV.) Meldung der Ag. Havas. Der TorpedobootsZerstörerFanfassin" wurde am Mon­tag vo« einem anderen französischen Torpedo­boot im MitteLmeer gerammt und versenkt. Die ganze BchvMNMNg und alles Material ist gerettet.

DerTemps" über die Handelsverhättnrsie nach dem Kriege.

Bettir, 8. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Londoner Ver­treter be& ,L>eMpZ!" schreibt über diebevorstehendeWirt- s cha frZkkon ferarrz unber anderem i

Die Hauptfrage wird sein, welche Handelsbeziehungen mit Deutschland "die Msietten am Tage nach dem' FriedenHchlnffe haben tocrirat. Zu dieser Frage haben sich die Meisten Kabinette der Miierten bisher merkwürdig zurückhaltend ver­hakten. Sie haben e§ sorgfÄtig vermieden, sich für die Zu-- kunft xu binden. Den entscheidenden Ginfluß, wird die englische R egiewung suMbar. Obgleich sie bisher in allen ihren Erklä- ruage« stchr vorsichtig war, scheint sie heute in der Tat entschlossen zu sein, viel radikalere Maßregeln zu ergreifen, als Man noch vor einigen Wochen erwarten durfte. Die Erkran­kung des Handelsmusters Runcinmn wird sicherlich nicht rffysz lZnnürkuny ans das Ergebnis der Konferenz bleiben. 'Der Vkrttüer desTemps" erörtert des längeren Englands Blaue, die in ihrQi Hauptzügen auf eine nationale Handels­politik nach deniH.Kriege abzielep würden mit dem Zwecke, dein Eindringen der Deutschen eine Schwanke zu ziehen. Man könne es als sicher anfthan, daß Emfland nach, dem Frieden seinen alten Gwund-sich.- Lmssez Faire, laissez paffer? nicht wieder aufstellcn w-erLe. Demnach müßten ^ sich die alliierten Mlächbe auf der K'ou- sevenz über die zsEänffigen Zvkffchranken schlüssig lverden, die sie Von den feindlichen Mächten trennen sollen. Sie würden eine -Art riesiger Zollunion bilden müssen, welcher alle Staaten an- j gehören würden, die für die Freiheit und das Recht die Waffen i ergriffen hätten. Der Berichterstatter fragt hier allerdings zwei- fsÄnd: Oder würde diese Zollunion vielleicht nur teilweise sein -nck» nur eine kleine Zahl dieser Staaten umfaff'en? Für d«r Augenblick sei es indessen nüchttg, zu wissen, daß England, bevor es sich in eine wirtschaftliche splendid isolation zurückziehe, bereit ser, die Vorschläge zu erwägen, welche die Miierten ihm machen würde».

die viel zu sehr vernachlässigt wurde, und vor allem ihn anve^ trmrt t|t, das Publikum über die Fragen des Tages aufzuklären Milner wäre noch der beste Staatssekretär für . den Krieg. Wir können uns aber schwer vorstellQi, daß er in das ' gegenwärtige Kabinett von Parleimäunern ausgenomnleil tverdm i owborett wird sich jedenfalls für die Uebernah'we des

smcegsamtts durch Asguith einsetzten. Ter Korrespondent von Itteuwe Rotterdamsche SouroHt" bemerkt, daß diese Auslassungcii ^ folge der eiigan ^Ziehungen, die das Blatt zu George unterhält, von Wichttgküt seien.

DieMaßregelung" Griechenlands.

(v ^ cJ 1 ^ 3ckm. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Foreign Office teilt mit: Die Haltung der griechischen Regierung gegenüber der ^ ö # e ' V r l 5 W 0 ^ der Üebergabe griechischen Gebiets an die bulgarischen gruppen ergeben hat, hat es für die Alliierten notwendig gemacht, gewisse vorbeugende Maßregeln zu er greifen Dre britische Regierung trifft gewisse Vorsichtsmaß regeln bezüglich der Kohlenausfuhr der griechischen Schiss- fahrt in britischen Häfen, um zu verhindern, daß Vorräte den Femd erreichen. Die Alliierten beraten über e i n suirankende Bestimmungen für die griechi schenHafen.

Der deutsche Leesieg.

Berlin, !9. Juni. Auf ihren Glückwunsch z-um ^eesreg antwortete der Kaiser der Prinzessin Marie Sachsen-Meiningen in einem Danktelearanrni: ^Brn ttef bewegt rn stolzer Fr ende, daß meine Schöv^- fung ; fine mein Leb^enswerk.gewesen, sich mit Gottes Hilfe als starke, gute Waffe bewährt hat. Die deutsche junge flotte hat den Nrnckns von der Unzerstörbarkeit der briti­schen Seemacht hercchgemttckwrt. Gott helfe so weiter."

. Teilnehmer an der Seeschlacht konttnen bereits in vcr- chiedencn BlätternM Wort und geben Schilderungen, aus denen hervorgeht, daß am 31. Mai Leine Zeppeline bei den Deutschen waren. Sie hatten wegen des schließlich einsetzen­den Regens überhaupt nicht viel nützen können. Sie kamen erst 1. Juni, nachdem alles erledigt war. ^

Ins hm Reiche.

Der tsirMche Bericht.

, Konstaut8. Juni. (WTB.) Das Hauptrmartür teckt mtt:

An der Jra^vnt ist dir Lage wwerändett. An der Kamkasnssrvwt Scharmützel gegen Erkundnnqsabtttümgen. Im Zentrum versuchte der Femd eine Höhe M nehmen, dir sich rn nriseren HLnd«n befand. Unsere Reserven nud unsere Kavallerie weriagten ihn durch einen mit dem Bajonett imd Säbel unter­nommenen Angriff gegen die feindliche Aanke und trieben ihn in ferne alten Stellungen zmrück. Rns,en, die sich unseren Sttt- j langen auf dieser Hichd aut'MO Meter genähett hatten, erlitten .gwße Verluste an Toten und Berwnndettn und ließen 25 Gefangene 'in unseren Händen zurück. Auf dem lütten Flügel irud im Küften- zerstreute unsere Artillerie feindliche Trappen, die mit Be- festtgungsarbeiten beschäftigt waren.

Eines mfferer MasserNu«zenge griff ein feind-kiches Fli^eug am dESadd-ül-Bahr überflog, und verjagte es in ttttchtting aus Jmvvos. Wtr verjagten ein anderes feindliches r«tth das Feuer unserer ArtDerie und zerstörten ein feindliches Lager ans der Insel Keicstxn, in dem eine große Bev- wrrrung hervorgerufen wurde, durch Attilletteftner.

Sonst nichts Neues.

Die öfterrei^sche Derwattnng des ereSeeten polnischen Gestietes.

^Wi e n, 8. Nrni. (WTB. MchttmrMch.) Ans dem Krieas- ^esseqamrtrer wird gemeldiet: MirverleMmg der Kreise .Cholm, HrubisAow und TowasUvw tn die Gebiete ^des Generalgouvernements Ludlin. Durch Ver- ,m&mnwbe§ MrmeeVderLommaaMmten vom 5. Jüni laufen- Dw Jahres wird das MlitürgoAverne-ment Lublin auf die ^chvlm, Lwubrstzow und TvnvasWw auSgedehtztt, und hrernrtt das Gebiet des ehemallgen Gouvernements Chvtm inet den übrigen, vvn österreichisch^Mgarischen Truppen be­sehen Teilen Kongreß-Polens zu einem einheitlichen Ber- woltrrngsgxbiete vereinigt. Durch ditzse Verfügung hat ein Hemenswunsch des polnischen Volkes', das die durch Ruß- jeafo erfolgte Abtrennung des Chslmer Gouverrrements von P^n ckts ernen FaustMag empfand, seine Erfüllung ge- sMwen.

DieTimes" über Kitcheners Nachfolger.

^ Rotterdam, 8. Juni (WTB. Nichttmrtsich ) Der Nieuve RottN Äamsche bmmart" mxckdet aus London: Me , Times" schveM m emem LeitcnE, daß man sich mit der Erneununa

Krtcheners Nachfolger nicht zu beeilen brauche Ter Vveunermmrster habe das KrieMmt bereits übernommen gehabt. Bericht von Kckcheners> Sam. Es seien alle Maßregeln s^uen worden, um die Arbeit während Kckcheners 9lusentlw.lt rn RuAand^^ksetzen, und diese Arbeck sei fast ganz admnsistta- ttver Art gSvo^err. Das Blatt fähtt fort: Die strategisch« li A : ^F bs war seit langer Zeck in den Händen des Generalstabsche^, der Zutrrtt zum Kriegskonrckee des Kabinetts hat. Auch dreAuf^ff« zum Eirckritt in die Arnwe, bei denen Kitcheners IcaM mw Anschen mffchatzbar waren, sind infolge der endgültigen Dlenstpstrckü gegenstandlos geworden Die Aufgabe des Sttllttssekretars für den Kckieg läuft gegenwärtig auf die Ber- ne ^ l ? cn J Ä S T ^.F! t JftÜK' ihre Ergänzung durch neue Mannschaften und auf die Beschaffung twn Lebensmitteln und Aus- rüchmg hmmrs. Ferner hat er dem Publikum gegenüber die Ber-

*£. Äilssguellen des Landes an Meffchen Geld aus vemünfttge Weise verwendet werden. Es be- swht a LeUttaclie, zu erwarten, daß K i i ch « n e r s R a ch s o l g e r ein !3wiL««mter )tm ^ eii mürnm Robertsons

von der Seckung des GencrEck^unddie Uobertragung des Kriegs- amtes an chn w«deuwems Erachttms sehr- .rachteiliac Folgen haben Sane Xmfied m snnm geflemo artigem Stellung tft außerordant- <£***' ,und er hat alle . aut in der .Hand. Er ivürde

Wert vertteren, wenn er plotzllch ms Parlament versetzt würde nennen auch Lloyd George und Mitner Gaben nicht in cinein sotck-en Amt' i;^ t^? TW ® rtot r tft G m MAnisionsministenunl viel nütz- lecher. Außerdem «ß er für ch« Aufgape frciLchchchn werden^

Die Arbeit des Kriegsernährungsamtes.

Berlin, 8. Jwck. (WTB.) Das Kriegsernährungs­amt brachte am Montag tmd Dienstag die ottentterenden Verhand­lungen mit Vertretern der verschiedenen Berufsgruppen $ttm Stb- schluß.

Mit den Verttetern der Industrie wurde neben der För­derung der Schweineschlachttmgen schnelle Fürsorge für die Schwer­arbeiter durch, Massenspeisuug beraten, ferner mck den Vertretern des Großhandels, dessen Verhältnis zur Einfuhttätigteck der Zentralemkaufs-Gesellfchaft, mck denen des Kleinhandels dessen Heranziehung zur Nahrungsmittelvetteilung durchl che Kom- UEuuverbänöe und seine MittvirLung. bei den Preisprüfungsstell-en und Maßnahmen gegen den Handel durch, unlautere Elemente, vor allem den Kettenhandel. tKn scharfes Emgretfai zur Aus­merzung unlauterer Händler wurde dabei von hen Handelsver­tretern gefaxtvert. Mck den Vertretern der Landwirtschaft, netnererx und größeren Landwirten aus verschiedenen Lecken des RKes, smd dre Fragen wegen Milch- und Butterlieftrmrg,

^ Sch^chtv^hbeschafftmg, Hansschlachtungen, Kartoffelversorgung, Ern^erhebangen und eines verstärkten Anbaues der ^Oelfrüchte er- ottert worden. Lan Schluß bildete am Dienstag nachmittag eine erngehende Beratung mck den Vertretern der Konsumvereine und sonsttger Kvnfum«iten-,O rganisationen über Fleisch- und Fett­versorgung und über das Verhältnis der genannteir Organffationen M den Gememdelr und der ZenttaleinLmfs-GeseNschaft, sowie Er twtHige, das Konsnnnmtencküeneffe besonders berührende Fra--

Dre Vorstandsmckgkveder, MinffiernckdivÄtor v. Braun und Tr. Müller hatten vorher über ihre Teilnahme an der Kmr- fumententa^mg am letzten Sonntag berichtet. Äüald es die Zeit glaubt, sollen rwch Besprechungen mck den Verttetern anderer ^ <HL< u ^ c ^ n ^ rc i>encn ^ NaheungÄu itdetgewerbes, folgen 'Ln*?*. 1 Smrs durch che Besprechrmgen gewonnenen lleber- Vorstand eine Reihe von Maßregeln beschaffen oder d«n Abschluß nahe^gebracht. So neben der schon früher erwähnten Jtairegelumj der Butterversorgung röte Verordnung wegen eines ^ VersLtterung zur menschlichen Nahrwrg ge- I Kartoffeln rmd wegen der Mr Vermehrung für den

^ menschlichen Berbranky und zum Einmachen zur Versüguna ge- st ellten Zuck ermengen, ferner .Zuweisung beftinderer Brot- und siemnmgen an t*£ unter Tage und pox Feuer arbeitenden Personen. ^ abgeschloffen sind die Beratungen über ein-

gr«Pwve Maßnahmen gegen den unlmrteven Handel. Weitere Ar- veckM^d^ schon m Angriff gewannen sind, tverden in den neuen

^^nt Krie^ernährungsamteS begibt s«h heute N. Behandlungen auf «men Tag nach M ü n chen. Tie anderen HmELte der größeren Bundesstaaten sollen, sobald es die Geschäftslage Maßt, gleichfalls besticht werden. Nach Psingsten 8" J I ^LS CT ? finL L brr rbeinisch-westfälischen ' Re-

22m; besonders wichtigen ge- durch emyelne Vorstandsmitglieder aus

gebucht werden sollen.

«-

^^^ ' 8. ZMN lWTB.) In der heutigen Sitzung

? c lt ! b a e r ä ? nt§ getaugten zur Annahme: die Vorlage ^ Militürtarifs für Eisenbahnen und dre Entwürfe von Bekanrümachungen 1 über Geltend machung von Htzpotheken, Grundschulden und Rentenschul

von Zahlungsfristen an Krieqsteil- ÄKiE m«' Aenderungen der Verordnungen über Mrrchtllche B«vrll,Mng von Zahlungsfristen und über die Folgen der mcht rechtzertrgen Zahlung einer Geldforderung ^?J Tl L n V 9 ' S ' ,ati - DerVorwärts" gibt eine Zu- schrrfs des Vorstandes der sozraldemokratischen Reichstags- fraktwn wieder, m der zur Vermeidung von Mistverständ- mNn erklärt wird daß der Genosse Lentsch auf der Ber- anstaltung zur Aussprache der Rcichstagsparteicn über Deutschlands Kolomalpolitik nicht im Aufträge der Fraktion sondern nur für seine Person gesprochen Habe,

u-cr .van'; klar machen wollte. Madame Fournier rvar sehr inter- efitert, ebrr sic verstand nicht ganz, und ich wollte nicht erngreifm, um dre Stimmung nicht zu stören.

^ '^ampijong, tuschur lampiiong. Sckolie!" pries Krause die Sawnherten des märkischen Kieferrrwaldidylls...Tütemong für >^. r . ~ 7 ~ y/ da fehlte wieder die verdammte Vokabel, und zum Rachleien im Sprackislrhrer war es sclion zu dunkel. Krause macht mrt beiden Händen drohende Bewegungen. Tann sagt er hilflosWagen".

Madame Founrier pe-csteht nicht.Wagen", wiederholt er und deutet nach erner Remise gegenüber. Madame Founrier glaubt zu begrersen. Tort drüben befindet sich die öffentliche Wage mit entsprechenden deutschen rmd ftanzöfischen Aufschrift der Ott^rommandantur.Bascule?" fragte die alte Frau uird sucht den Srnn zusammenzureißen.

"fytil" -b^Äill," antwortet Krause. ,',Schewall awang,

"fty' i e ^ou^s eomprends, ime voiture avec un cheval devant?" ftagt dre alte ^z-rau.

, . "f*f a l .Boitüre Beaucoup Lampijvng!" setzt der Märker beharclrcl) lerne Ausklärrorg über die letzte heimatliche Himnrel- fahrrferer fort, -ine alte Lothringer in lauscht ilfm weiter gespannt ^ orc ^ 8v?ei noch lange plaudern, während ich

schlafen gehe.

*

Wenn das Wetter hält" das bedeutet heute, daß am frühen Morgen epn entscheidender Angriff am rechteir Mäasufer im Ab- stattsinden wird, dem ich eben zugeteckt bin. tvahrend cwr Nacht hött das Dröhnen der Geschütze nicht auf, es ttrngt vrel starker, als Man eS noch gestern hätte, aber das bedeutet wemg p dünn das Gehör täuscht sehr. Mim vernimmt die Luft- erschutterungen des AttcklettekaMpfe's hier, wohin der Feirrd mit wertttageiroen Geschützen noch reichen könnte, manchmal viÄ weni- ger, als etwa drüben auf den Berghohen bei Longuhon und Mont- ^on der Front so loeit abliegen. Man kommt nicht recht iu ?" ^«naf, Werl während der hcllar stacht fortwährend Kolonnen ^ SU ebener Erde gelegenen Fenster vorüber- i 2 e ®? rt Hahnenschrei ist man ans den Federn, stößt

me Laden cysi und steht die ttrrze Dorffttaße hinunter. Andere waren ichmr früher wach. Bor der Scheune gegenüber prrtzen die dserde erues Stabes. Daneben schirren einige Jäger <m ^. sie ins- Heu fahren wollen. Beide

Gruppen singen gemttnsam das 2ieb:

dieser Feld-rig,

Der rst Dün ScknellMg . . "

®n ; aI§l Kawm und tncxftn sich Ke @ 9 * der Weise

S ;swenjetttg m. Dru Gcschützdmmer von bn irr 01 t 1 hott man kaum mehr durch den dicken Morgendunst.

Vrer Straßen hat das Dorf, die kreuzförmig in der Mitte ru- smümensto^n. Ich durchwandere sie alle. An der Mrche begegr.e von alteren Einwohnern, die Mck Beserc und Än^- nnKtoamifot Sttaßen fegen muffen. Sie tun es' recht miß- vlimsten von ihnen sind im Feigen wohlhabende h ^ L^vd verpachteten oder die Knechte ar- r Ä- ^ er ^MHe Ortskommandant versteht keineir Tpa,ß Da kommt er auch schon jelbst um die Ecke, uM zum Rech- tm zu sihen, cm blutgunger KavalletteckeutnaM, Mit der unzerttemn die Stiefelschäfte schlagend, einen kläffenden Amer sich Er wüßte auch was Besseres, als hier Orts- vorn die Entscheidungen Schritt mn ^^M Kampfe errungen werden. Aber er war schlvec verwundet ünd ist bisher nur garnisoirdienftfähig. Außerdem^ ist der Post«i wrchttg genug. Tag und Nacht brennt das Licht in dem ^lltzt dw Ottskommandantur aufgeschlagen wechseln. Nch der funge Leutnant und sein Ad- lTlC ^ Neuphilologe Dr. E. am beständig llingel.i- ° i} ' fDlrtnKn ' die im Kümpfe chre

Truppentecke verloren haben und zu ihnen zurücdEssen Für sie ist ^tmstelÜ SonderkoMunrndos sollender neue Beschs ^Watten, Stabe und Mannschafteu, die nicht weiter föraten, derPflAmm erhalten. Der Ort^omrnarrdat ;?^M.ELur Rühe An chin hangt alles. Das Dorf bat rund

bewohnt waren. Trotz des überreichen Ackerlandes ist auch dieses Dorf-infolge des stnnröfffchen

beweseN' M.veröden: drei, vi^ H^ nebeneinmider standen verlassen, und da niemand da war, um den ^ bearberttn, verwandelten sich die Felder mrmer mehr tu ^ cnig E'^.^OO Köpfe zahlte die Bewohnerschaft m>ch, als der Kneg begann. Dre Meisten slüchtLttn bei der Annähmmg der Deutschen, ^etzt sind noch 69 Einwohner vorhanden, aber über "0 .d« mtsprechende Anzahl von Mannschaften hat

au^ublickllch M dem Orte Quartier gefunden. Ein Bett ist est: seltsam koÄicheS Ding^, Auf Hvlztvolle schläft es sich auch ganz mit.

emc Pferdedecke hat, um sich nacküs damit zuzudecken, wie ich sie zufällig durch einen alten Freund erhielt, deM ich^er als Ritt- NÄdd^ begatt-, per läuft Gesuhr. d«.

*

Ke erftm NachEwn von i«m Siege UvchMM geglückt, unsere

Kerle sind an mehreren Stellen weck über die befohlene ^mir Bvldtuurus trifft ein höherer OffiAiar m>m K^- ^mmmlüv rat TvNh chn erfährt Man alle

Unsere Berkuste sstch st^gettng r M nr die Tausende, genau konnte

sie noch Nicht Mtfitftellt werden. Nach Und nach kommen Kufällig ergänzende Nachrichten an, dre eifrig ausgetauscht werden. Aber Besttmuttts weiß 7neMand. Es ist ein mÖckwürdiger Zustand- WenKc^Kilometer voül hier, aus den Höhen lensecks deS Waldes nn Süden, entwickelt sich eine große EiVcheiL, erftchtt rmrn fast Nichts von den Vorgängen. Druden beim, Kdrps- kommarckw konnte man alle Einzelheiten Höven, aber dott hat man letzt wichtigeres zu tun, als Fragen- Antwott zu fteheii rch dott alles gesagt bekorüMen und hören, ? orn l ^ rr ^- Ärr heute muß die Gewißheit genügen, daß d-er Erfolg m vollem Umfange erricht ist.

Rkttgsbrrefe «l§ dem Westes.

Von unserm Knegsberichterstattrr. 5SvLarech6gter Nachdruck, auch auszugsweise, fceröotek)

Himmelfahrtstag.

Vor Verdun, am 1 Jum Wenn das, Wetter hält" - wie oft ist das in fernen Friedens­zecken der Stoßieufzer von allen gervesen, die den Himuiclfahrtstaa ^ ernem Ausflug m den üppigen grülren Frühftmmer bnuMen ^vll^rKrems^sacht und Pickiick im Walde, Schärpmklcid^nnd Grasflecken m Hellen Anzügen, Verlobimgen und HeimttM nsit Mng^mid^Lampions Erinnerungen aus entle^ Littn ' Ich möchte l«ber mcht daran denken, aber gestern abend als ich emschlasm konntt und noch ein wenig aus dem' offanm Melodie des Kanonendröhüens Mi der nüb^ Firantlauschtt, hörte ich, wie der Sanckäts^ff^KL mrs Berlin, der rm Hause zicr Rechten einguortiett ist, der alten Frau muriner ine Herrlichkeiten eürcn Kreinserfahrt durch den! G«unttvald üvd bk kabkbaiäkkm SchchrheckeK hon Ferch, an

. Ms ich M metttent Hchffe ziurücMhre, hat sich vor dem Eingangs eine Gruppe von Einnwhnern versammelt. Der Vater Graffe ba ernen Brief von seinem ältesten Sohne. erl-alten, von dem mm seck er M Beginn dkÄ Krieges sich in Berdur L Arttllerrst gestalt hat. Nun schrecht ec aus einem bayrischer Gefangenenlager, daß es ihm gut geht, und daß er auch nvch> voi kurzenr von dem jüngeren Bruder, der Husar ist, eine .Kürte er­halten habe. Der ser nicht im Feuer Md wohlmrs Es ist seit mehreren Monaten das erstemal, daß einem Einwohner dies« Ortes ern Brief rns Haus gebracht wird. Darum bildet er das all- gemente Gespräch. Jeder Satz wird vvm Vater Grasse 'mtgsam Uns feierlich verleset-, wie Worte des Evangeliums. Jeder Satz wirk dann genau durchgesprochen, und die Hörer beschäftigt das wa- nicht in dem Briefe stcht, fast noch Mehr als das, was der gefangene Arttllerrst wirklich mitteilt.

Er schreibt nicht, daß es bald ztu Ende fft. Er schveibt auch nicht, daß nur siegen werden. . bnnerken mehrere Als ob dm Lwhn des Dorfes, der mm Verdun itach dem bayerischen Gefmrge^ neillager gekommen ist, ^darüber mehr wissen könnte, als die zu Hause gebliebenen Otts bewohn er.

,LÄn Emck schreibt er nichts," sagt lreklommen eine weißhaarige fr*' Man brmrcht nrifet » jx agen, um zu tröffen, daß sie Emils Mutter ist. Mehrere der Umstehenden ttösten sie

Er ist doch tm her Artillerie, und Emil ist ein Infanterist. Jetzt m der SchlaM, wv alle auSemanderseriffen sind, wird er keme Nachricht von Emil haben./' Jedoch die Greisin lW sich niclsi beschw-uhttgen.

. "^v sie doch immer gute Freunde wäre:- und zusammen zur ersten Koimumru-n gegangen sind! Er würde ihn sicher erwähnen und viellc-lfft dazu schreiben.' leider habe ich keine Nachrichten von '»m*. daß es ihm gut geht. Da er aber garnicbts will tt Nichts schreiben. Das bedeutet ein Unglück weiß es. M ahne es schon lanye." Die Me geht Lopffttckeiw

nick wM.mÄnd, gher vhue Swim* chrsu. Smk m-