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Ter Eietzcner Luzei-er ! erscheint lchrlich. cmtzer Sannt«gS. - viermal wöchentlich §k^wtr5«i»j?kiHvlGttcr; zwnmal rv«elxnll.Kr<is- dlettfür-cn Kreis<öictzLN (Dienstag und Freitag); xweinral inanatl. tand- wirtschaftllche öcitft«Hen Ferufprech - Anschliffe: bi r die Sehristkittmq 112 Verlag.Geschäll'Zstelleöl Ad reffe ifir Drahtnachrichten: AnzrigerKietzen. Annahme »oa Anzeige« für die Tagesnununer bi§ zum Abend vorher.
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(WTD.) Srstzrs Kss-tquartier, 8. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriessschauplatz.
Der Arftlleriekaurpf tzciderseits der Maas dauert mit uiwermindertrr Heftigkeit un.
restlicher Kriegsschauplatz.
Südlich vonSmo rgo n drangen deutsche Erkundungs- abteilungen über mehrere feindliche Linien hinweg bis in das Dorf Kunow a vor. zerstörten die dortigen Graven- anlagen und kehrten mit 40 Gefangenen und einem ett- benteten Maschinengewehr zrrrück.
Auf der übrigen Front bei den deutschen Truppen keine besonderen Ereignisse.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Ortschaften am Doiransee wurden von feindlichen Fliegern ohne jedes Ergebnis mit Bomben beworfen.
Oberste Heeresleitung.
Der Resch^k<rg ist giftet Vis zum 26. September vertagt worden, und die Schlußsitzung hat. außer efnet eindrucksvollen Abschiedsrede des Präsidenten Dr. Kaempf, nicht j mehr viel Wesentliches ergeben. Die beiden entgegengesetzten Pole, Rösicke (Kons.) und Wurm (Soz.) haben durch ihre Reden kein neues Licht in die deutsche Zukunft gebracht, und .Herr Rvsicke hat selbst zugestanden, daß lange Reden augenblicklich keinen rechtem Zweck hätten. Der nationallibcrale Mg. Dr. Böhme erklärte, der ganze Reichstag habe wohl den Eindruck gewonnen, daß der Präsident des neuen Kriegsernährungsamtes der richtige Mann sei, um die Hindernisse, die sich einer guten Regelung unserer Kriegswirtschaft cut- gegenstellen, zu beseitigen. Herrn v. Batockis Rede war in unserem gestrigen Reichstagsbericht aus technischen Gründen nicht mehr enthalten; sie gipfelte in der Erklärung, daß nichts vom grünen Tisch ans angeordnet werden solle, daß der Präsident vielmehr durch Reisen in den verschiedenen Wirtschaftsgebieten des Reiches sich die nötigen Grundlagen verschaffen wolle, um sodann rasch und wirksam handeln zu können. Daß inzwischen die Arbeiten der neuen Organisation rasch voranschreiten, beweist uns der heutige Bericht über ihre Tätigkeit, den wir au anderer Stelle wiedergeben. Auch die Milftärverwaltuny, deren Maßnahmen und Bedürfnisse so einschneidend auf unsere Wirtschaft im Innern wirken, hat auf verschiedene Vorhaltungen gestern im Reichstag erwidert, daß begangene Fehler gut gemacht werden sollten. Mit -der Schlußansprache des Präsidenten Dr. Kaempf, der besonders yerviorhob, wie der Reichstag durch die Bewilligung der Steuern, die über das von der Regierung geford e rte Maß hinausgehen, sowie durch die Bewilligung des neuen 12-Milliarden-Kredits bewiesen habe, daß das deutsche Volk entschlossen ist, kraftvoll und aufopfernd auszuharren, bis der gewünschte siegreiche Friede kommt, wurde eine gute Ferienstimmung erzeugt.
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lieber die Tagung des Preußischen Landtags, des Abgeordnetenhauses und des Herrenhauses, am gestrigen Donnerstag schreibt die „Natl. Korr.":
Es ist wieder einmal einer der Tage, wo Achill den Homer erwürgt. Der achäische Held hätte sich freilich davor gehütet; unsere Parlamente aber wissen es immer noch nicht, daß sie sich um ihren eigen Ruhm betrügen, wenn sie nicht bloß zu zweien, sondern zu dreien in denselben Stunden in Berlin lagen, wie es an diesem Donnerstag wieher einmal der Fall ist.
Der Hauptzweck dieser nochmaligen Versau rmlung beider .Häuser des Landtags ist die Verabschiedung der Steuernovello, mit der rrum an diesem Tage die Session bis zum 14. November abzubrechen gedachte. Das Herrenhaus aber machte einen Strich durch diese Rechnung. Während die Zweite Kammer die Erhöhung der Steuerzuschläge, um der Wahrung ihres Budgetiechts nullen, aus das laufende Haushaltsjahr beschränkt hat, befindet die Kommission des Herrenhauses es für gut, die Fassung der Regierungsvorlage wieder herzustel len und oie Geltung der Steuerzpschlage nur mit der Kriegsdauer zu befristen. Solche Konflikte werden in der Praxis immer zugunsten des stärkeren Teiles, des Abgeordneten- l-ans«s, entschieden.; aber einstweilen lnpbehen die erlanchiben und edlen Herren auf ilwem Schein, und loenn Man nickt etwa noch in letzter Svui-de einen Ausgleich findet, muß die Tagung noch über Pfingsten hinaus fortgesetzt werden, um zum Ziele zu kommen. Einstweilen l>at das Abgeordnetenhaus freilich bereits der Vertagung vom 9. Juni ab zugestimmt, aber es scheint bei Schluß des Berichtes, daß es in der Woche vom 19. zum 25. Juni nochmals wird zusammentreten müssen. Denn dann erst will die Erste Kammer den schriftlichen Bericht ihver Kommission entgegen- nehmen.
Inzwischen betätigt sich das Herrenchans nicht bloß in solchen Nadelsticheil, sondern auch in größerem' Stil. Zwei bedeut samt,' Anträge, der des Geireralgouverneurs Frhrn. v. Bissing ans Ausdehnung der Sexualpädagogik, und der des Pros. Dr. Hille- brandt Brestau aus Vermehrung der Auslandskeiiutnisse an höheren Schulen wurdeir beraten. Den Antrag des derzeitigen Beherrschte cs von Belgien hat ein Ausschuß auf ellvas vereinfachte Linien zurück - «führt, und tut dieser Form legen Am der Generaloberarzt Dr. Nerm ver-Kiel und der Antragsteller selbst dem) hohen Hanse n>arm ans Herz als ivichtigen Hebel für eine Vermehrung der Volksgffundheit. Der Kultusminister v. Trott zu Solz aber schüttet, obnwhl er den Zielen des Antrages zusttmimt, eine Menge Wasser öl seinen Wein. Die Schule sclnnnt ihm incht geeignet als Stätte sexueller Auf
klärung; nur den schulentlassenen Schülern höherer Lehraniwlten wünscht er diese Aufklärung zu geben und alles andere den Eltern zu überlassen. Das freilich ist nicht der Zweck des Airtiuges, der gerade Sexualpädagogen heranzubilden wünscht. Aehnlich äußert sich der Fürstbr'chos von Breslau, Dr. Bertram, der^Nachsvlg^ des an dieser Stelle so viel gehörten Kardinals Kapp. So ist zu türm- ten, daß aus der groß gedacht«' Aikr^uÄg nicht viel herauskommt, und in der Abstimmung wird der Eintrag in der Tat iwch wiener verwässert, so daß nichst mehr viel von ichn übrig bleibt.
^Antrag auf Vermehrmrg der Lluslandskenntnifse an höhernr -^cku- len regt in erster Linie die Zulassung anderer moderner Sprächen als Französisch und Englisch an einigen geeigneten Anstalten mt, und die Notwendigkeit dieser Reform wurde von Professor 'Dr. Klein-Göttingen als Berichterstatter des Ausschlusses und von dem Antragsteller selbst eingehend begründet. Indes auch) bier erhoben sich Bedenken, die der Kultusnrinister teilte. Der Ausschußbericht wurde angenommen.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien. 8. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Juni 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
In Wolhynien haben nufere Truppen unter Nach- hutkämpfcn ihre neue Stellung am Styr erreicht.
An der Jkwa und nördlich Wizniowczyk an der S trypa wurden mehrere russische Angriffe abgewiesen. An der unteren Strypa greift der Feind abermals mit starken Kräften an. die Mmpfe sind iwch nicht abgeschlossen.
Am Dnjestr und an der bessarabischen Front herrschte gestern verhältnismäßig Ruhe.
Italienischer Kriegsschauplatz.
An der Hochfläche von Asiago geivann unser Angriff an der ganzen Front südöstlich Ccsuna-Gallio weiter Raum. Unsere Truppen setzten sich auf dem Monte L e m e r l e (südöstlich von Cesmw) fest und drangen östlich von GaUio über Ronchi vor.
Abends erstürmten Abteilungen des boSnffch-herzcgo- winischen Jnfanterie-RegimentS Nr. 2 und des Ma^er Jn- fanterie-RegimentS Nr. 27 den Monte M e l e t t e.
Die Zahl der seit Anfang dieses Monats gefangen genommenen I t a l i e n e r hat sich auf 12 400, darunter 215 Offiziere, erhöht.
An der Dolomitenfront wurde ein Angriff mehrerer feindlicher Bataillone auf die Croda del Ancona abgewiesen.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Genemlstabs v. H ö f c r. Feldmarschalleutnant.
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Der französische Bericht.
Paris, 7. Jiun. 6 Uhr nachmittags: Westlich von Soissons wurden zwei b«rtsck>e Patrouillen, die die Aisnv zu iwerschrMteu versuchten, dickst bei Fontenn» zerstreut. Unser Artillerieseuep hat mehrere sciudlichc^ Beobiulitmi-gsposteu westlich von Nvuvron zerstört. In den ArgoNntM ließeir unr bei Fille Morte mit Erfolg drei Minen aufsliegen. Ans dem linken Ufer der Maas AxtiUerie- kämpsc rnr Abschnitt des Punktes ,>04 !und dos Caurattenmldes.
Auf denl rechten User der Maa,s wunde ein mä chtrger deutscher Angriff, der gegen 6 Uhr luben-ds gegen das Fort Banx gerichtet wurde, durch uttscr Mchchiiumgewcch'rst'uer gebrochen. Der Feind zog sich in Unordnung zurück und ließ zahl reiche Leickstn aus dem Kampfvla». Die d^tfck>»e Artillerie, der die unsrige energisch autuwrüste, fährt oluw llnterlaß fort, die Front der benachbarten Mschuitte zu beschießen. In den Vogesen heftige Beschießung unserer ersten Lini-' am .Hartlwannsweilerkops.
11 Uhr abends; Auf dem linken User der Maas grüße Tätigkeit der Artill-erre iu der Gegend der Höhe 304. Aus tx'm reä>teu Ufer dauert das Bonibardenistut aus unserer ersten nno zweiten
Linie von der Gegend fwn Doucrumont bis Damloup sehr heftig son. Die Deutschen meldeten heute, das Fort von Baux sei am
6. Juni in ihre 5) ände g es alten. Am 7. Juni um 3Uhr früh war das Fort von Baux noch immer in unseren Händen. Seither hat infolge der heftigen Beschießung keine Verbindung mit dem Fort durchgesührt . werden können. Der deutsche TagesberichL vom 7. ds. Mts meldete; „Die Panzerfeste Baux ist seit heute nacht in allen Teilen in unseren Händen." Das ist deutlich genug auAgedrückt. D. RLd.- Jn den Vogesen lvurden ^deutsckx ErticirdimgsabteUungen. die ihre Richtanra gegen unsere Stellung 'üblich von Celles nahmen, durch unser Feuer r»urückgesckrlagen. Gesckchtzfeuer mit Unterbrechungen aus dem Reste der Front.
Ruhe aus der Front der belgischen Armee.
Ter englische Bericht.
Amsterdam. 7. Juni. Gestern abend und heute schwere beiderseitige Befcksteßuckg östlich von Pbcrn. Ter Feind eroberte gestern unsere vordersten Grab-en ber den Trümmern des Dorfes Hooge. Seine Angriffe aus mw-ere Teile der Linie mißglückten. Ein anderer kleiner Angriff westliche von 5>voge wurde heute mor.>en abgeschlagen. Australier drangen in der Nackt in deutsche Gräben östlich Bois Grenier ein, fügten dem Feinde Verluste zil und bracksteu Gefangene beim. i)luch wir unternahmen eine erfolgreiche Streife östlich Quinchv.
Der italienische Bericht.
Rom, 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Auülicher Bericht; Im oberen Val Telino dehnten unsere Mpentrupven die Besetzung des O r t l c r g e b i r g c s aus die Pässe Canosot (3199 Meter Dolorrtart >3042 Btoter), Orller (3359 Vdetrr), und aus die Hochjocb-Hütte >3530 Meter) aus. Im Ehre fatal griff eure feindliche Abteilung unseren Posten bei Soorzade oberbalb Daone au und wurde im Gegeuangriss zersprengt. Im Gebiet des Et sck tales Artillcriekampf. Feindliche Geschütze schweren Kalibers bc> schossen gestern unsere Stellungen südlich deS Eamara-FluffeS und ans dem Pasubro. Unsere Batterien zersprengten feindliche W- teilungen nördlich. Marco (im Lagarffratav und im Brandbal. Wir beschossen erfolgreich!, die feindlichen Batterien von Poz-Eo. An der Front von Posrne bis Llz auch zeitweilige Tätigkeit drn- Artillerie. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden nmtcl die Sä,lacht an der ganzen dlnsdebnung der Front. Abends erneuerte der Feind narb starker artitleristisckwr Vorberrittmg die Angriffe gegen unsere Stellungen südwestlich und südlick von Asiago. Der Kampf wurde mit Erbitterung die ganze Narbt zum 7. Juni fortgeffibrt und endete morgens mit der- Niederlage der angreisenden Kolonnen. Gestern nachmittag erneuerte der Feind seine Anstrengungen gegen das Zentrum und den rechten Flügel nuferer Linien. Nach der üblich«: heftigen Beschießimg warfen sich starke Jnf<nrteriemassen nrehrere Male zum Angriff gegen uirfeve Stellungen südlich Miagv und öfflrck vom Tale Eamponrulv vor. Sie tmu&en iedesnürl mit ungebetn-er Verlusten zurückgewiesen. Ander übrigen Front bis zum Meer Ar tiltcrietätigkoit und die genwhnlichen Vorstöße unserer AttsLayen. Im Gebiete des Monte San Michele verursachte unser wohlgezieltei Geschützfeuer Explosionen und Brände in den feindlichen Linien
Der rusfische Bericht.
Petersburg, 8. Juni. (WTB.) Amtlicher Bericht vom
7. Juni. Westfront: Die Erfolge unserer Truppen in Wol
hynien. Galizien und in der Bukowina werde!c loeittn- ausgebam. Die Zahl der Gefangenen mrd die seit der Vertreibung de-; Feindos <uis seinen stark anscrebaitteu Sttlliknqen gau k ti & e Mut, möcöft noch immer. Seit Bcgffvn der- lotzten bW zum
6. Juni Wittags brachsten die Armeen des Geuenrls BrnMwv an Gefangenen 900 Offiziere imi> nrehr als 40-000 SoDaten ein. Ferner sind 77 Geschütze. 49 Mirrenwerfer. chenso Scheinwerfer. Fernspreckrgerät. Feldkrichen, eine Menge anderes Kriegsgeritt ruw WNr-«ä>lliäke Munitwilswngen in unsere Hände gefallm ^ne Batterie, würde von rrnservr Jnffurterie mstkständig mit alleri Gesäüchen und Mmritions!vagen rveg ge nommen. Dr- hltfru .wnii't, zeigen dem Frmd tatsächlich, -vrs Amv-räven nnstw^ >Vneg-.ana. tlwials. Die Mmpff TwIh'u dazu bei getragen, das ^^ettranen zv stärken, das mit dein iveitel-en Ammnisteu des Amtenale und du ZerstöLmrg ftn- stftMichen Anlagen luDentend nurnmgsvslle; sein wird Die to&breitb Nu- drei letzten Züampstage eronchten folge beweisen die Tapfeibüt und AngnM ^id,-t' ett nuferer L rnv yen. Seine Ntajestat der oberste >lrisgsherr sandte noch geslern abend um 10 Uhr ans dc'm vaulstguartier fel.^nde Tepeube worin die 7rappen des Generals Brufsilow^zu den erzielten Erchlaen b^mlückürünscht werden. ..Uebermitdttn Sic nrernen deüß-


