Ausgabe 
5.6.1916 Erstes Blatt
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Elektrotechniker. Statt bcr ertwrcfietoi 250 Xdliteä>mctf hatten sich, meijz als GOO ebtcjefimben.. Die Ta-MlW wurde durch eine BegrLßnngsstäer im Römer cingekitet, bei der Bürgermeister Dr. Luppe den Gästen den Gruß der Gaftsradt oirtbot. Mir die Frankfurter Elektrotechnische Gesellschaft sprach Pros. Tr. R u p- pe l, der in fesselnder Wiäse den SicgesMg der ElektwtockMik seit der gwßen Frankfirrter Ausstellung 1891 schilderte. Ten Donk der Gäste erstattete Prof. Tr. Klingcuberg .Berlin). Ten Haupt­versammlungen in der Universitätsaula wohnten !regen der Wichtig­keit der Tagesordnung z ahlreiche Regierungs Vertreter bei, u. a. .Handels minister Sydow, Regierungspräsident Tr. von Meister, dann Mguordnete des Reichsmarineamtes, der baye­rischen, 'hessischen, württemdergischen und badisck>en Ministerien und viele Offiziere aus den verschiedensten militärischen Aemtern. An den Kaiser wurde ein Hnldigungstelegramm geschickt. Nach den üblichen Begrüßungen .sprach zunächst Universitätsprofessor Dr. Epstein (Frankfurt^ überDie elektrische Ausstellung zu Frank­furt a. M. 1991". Svdamr hielt der Verbands Vorsitzende Prof. Klingenberg (Berlin) einen Vortrag überElektrische Großwirtschaft unter staatlicher Mitwirkung". Des Redners Ausführungen gipfelten in folgenden Forderun­gen und Merksätzen: Weiterausbau der wirtschaftlich ungleich besser arbeitenden großen Elektrizitätswerke zu Jntevessengeinein- schäften unter staatlicher Beihilfe. Für Preußen kämen etwa 30 Großbetriebe, die durch Hochspannungsleitungen verkuppelt iver- den, in Betracht. Für diese Werke sirrd besondere Normen aufzu- stellen, namentlich für die Verkupplungen, die eine Fülle neuer Probleme bergen. Die Werke würden jährlich 10 Milliarde^ K.-W.-Stunden liefern und bei einer Kapitalanlage von 900 Millionen Mark 41 Million-en Mark Reingewinn abiverfen. Jede unmittelbare Besteuerung des elektrischen Stroms muß aber ver- mreden werden, eine kleine Besteuerung der Lichtelektrizität sei jedoch angängig. IN einer geschlossenen Versammlung sprach Generalsekretär Dettmar überErsatz von Sparstof,en in der Elektrotechnik für Kupfer und Gummi." Eine Ausstellung solcher Spar- bezw. Ersatzstoffe vervollständigte das Referat, das der Ueberzeugnng Ausdruck gab, daß die im Kriege .geschaffenen Stoffe in Friedenszeiten auch Geltung und Wertung behalten möchten. Der Sonntag führte die Versammlungsteil­nehmer durch eine große Anzahl chemisch-technischer Betriebe von Großfranffurt und Umgebung.

W. Frankfurt a. M, 4. Juni. Der Stellvertretende Kommandierende General des 18. Armeekorps hat angeord­net, daß Militärpersonen, die von ihm mit der Ausübung des EisenLahn-Ueberwachungsdienstes beauf­tragt sind, die Rechte und Pflichten eines Polizeibeam­ten haben, und daß Militärpersonen, die von einem an­deren Kommandierenden General mit der Ausübung des Eisenbahn-Ueberwachungsdienstes beauftragt sind, im Be­zirk des 18. Armeekorps zur Ausübung dieses Dienstes be­rechtigt sind.

ra. Biebrich, 5. Juni. Am Freitag hielt die aus ihrer bisherigen Garnison Jülich hierher verlegte Unteroffizier- B o r s ch u l e ihren Einzug in unsere schöne Rheinstadt. Fleißige Hände hatten den an der Hindenburgstraße errichteten Neubau vrcichtig geschmückt. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige Kriegszeit hatte die'Stadtverwaltung von einer großen Feier abgesehen.

X. .Hanau, 4. Juni. Der Magistrat der Stadt Hanau hat dem Vizeadmiral Scheer folgenden Drahtgruß stberinittelt:

Dem siegreichen Admiral sendet die Stadt Hanau, stolz auf ihren früheren Mitbürger, zu dem gewaltigen See­siege die herzlichsten Glückwünsche. Möge es der deutschen Flotte unter seiner Führung gelingen, Deutschlands Ruhm und Macht aus dem Weltmeere zu mehren und zu sestigeu!"

Der Vater des Vizeadmirals hat als Oberlehrer von 1867 bis 1896 hier gewirkt und dann im Ruhestande bis zu seinem Tode im Jahre 1904 hier gelebt.

= Au s dem T a unus, 4. Juni. Aus dem Dorfe Beuer­bach im Untertaunuskreis wurde dieser Tage ein Schwein nach dem Bahnhof Eamberg gebracht, mu von hier der Stadt Id­stein zur Abschlachtung zugesührt zu werden. Auf dem Wege ltacfji Eamberg brach das Schwein ein Bein. Flugs nahm sich die Stadt Eamberg des Tieres an, schlachtete es ab und verwendete das kost­bare Fleisch für sich. Dadurch entstand nun in Idstein eine gewal­tige Fleischnot. Man forderte das .Fleisch nun von Eamberg. Vergeblich. Man machte den ViehhandelsverbE gegen Eamberg mobil. Cantberg rührte sich nicht und hat sich heute das Fleisch' wahrscheinlich wohlschmecken lassen. Nun hat Idstein der Nachbar­gemeinde den Fehdehandschuh hingeworfen. Der Streit um das Schwein itrirb durch folgende geographischen Belehrungen noch verzwickter. Beuerbach liegt im Untertaunuskreis. Das Schwein brach's Bein aus der Kreisgveuze Untertannns und Lim­burg. Eamberg gehört zu Limburg, Idstein wieder zum Unter­taunuskreis. Wenn nun jeder Kveis seine besonderen Verordnungen über das Schweineschlachten usw. hat, was wohl durchweg der Fall ist, dann dürste das Beuerbach er 220 Pfund-Schwein noch eine Quelle interessanter geographisch- volkswirtschastlich- juristisch- verwaltungstechnisch- und verfassungsmäßiger Auseinandersetzungen werden. ___

Letzte Nachrichten.

Die Meinung in Amerika.

Köln, 5. Juni. DieKölnische Zeitung" meldet aus Wa­shington: In seemännischen Kreisen herrscht einstimmig die Ansicht vor, daß der Stolz Englands auf seine Seegewalt einen schweren Schlag erlitten hat. Bei der ersten Nachricht von der Seeschlacht hörte im Marineamt in Washington die gewöhnliche Tätigkeit auf. Man unterhielt sich nur über das Ereignis und war einfach sprachlos über den gewaltigen Umfang des Kampfes'. In amtlichen Kreisen war mckn namentlich von zwei Erwägungen betroffen. Zunächst stellte man fest, daß Deutschland bereit sei, fürbie Herrschaft zur See.zu kämpfen, sodann erörterte utart die Wirkungen der Seeschlacht auf die Frievensaussichten. In fach­männischer Hinsicht glauben die Sero ist ziere, aus dem Verlaufe der Schlacht die deutliche Lehre folgern zu können, daß weder Schlacht­kreuzer noch Panzerkreuzer es mit den Linienschiffen aufzu­nehmen vermögen.

Salanbra.

Bern, 5. Juni. DemCorriere della Sera" zufolge wird S a l a n d r a in der Kammer keine Mitteilungen über die mili­tärische Lage machen, da er die Ansicht vertritt, die Berichte Ca- dornas seien erschöpfend. DerSecolo" dagegen glaubt, Salandra

werde sofort bei der Kammeveröffmrng zur mMarßchen nage

sprechen.

Lugano

Ter italienische Mmisterpräsident Sa

l a n d r a, der von der Front nach Rom zurückgekehrt ist, erklärte im Ministerrat, die Truppen seien überall in gehobenster Stim­mung. Vom General bis zum gemeinen Mann sei das ganze Heer nur von dem glühenden Wunsche nach Revanche beseelt und könne den Augenblick des neuen Kampfes nickst erwarten. Ueberhauvt seien die italienischen Linien, auch im Hinblick aus 'die Ver- teidigungsmittcl, Munition, Proviant durchaus gesichert. Kurz, die Lage werde immer besser. Wenn die Räumung einiger kteinercr Ortschaften nötig gewesen sei, so sei das durchaus nicht aus d c Besorgnis geschehen^ daß der Feind sich einiger (Ortschaften be­mächtigen könne, sondern nur, um der patriotischen' Zivilbevöl­kerung die Gefahren einer feindlichen Beschießung zu ersparen.

Landwirtschaft.

Günstiger Saatenstand in Deutschland und Oesterreich-Ungarn.

W i e n, 3. Juni. (WTB.) DieNeue Freie Presse" stellt mit großer Bestiedigung die außerordentlich günstige Entwicklung der

S a a t e n r n O e st e r r ei ch-U ngaru u nd D e u L s ch l a n d in

dem abgelausenen Monat fest, so daß die Hoffnung begründet sei, daß in diesem Jahre Oesterreich-Ungarn und Deutschland cm reicher Erntesegen beschiedcn sein werde. Damit erscheine jede Hoffnune der Feinde, sie anszuhung ern, endgültig als vernichtet.

Meteorologlsche Beobachtungen der Station (Biegen,

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Wetter

Sonnenschein

Höchste Temperatur am 3. bis 4. Juni 1913: -st 13,6*0. Niedrigste , 3. 9 4. , 1916: + 8,0 0.

Niederschlag 0,0 mm.

Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 6. Juni 1913 :

Trüb, Negeiställe, kühl.__

Wichtige Bettensrage bei Materialmangel.

Durch das Kaiierl. Patentamt ist unter D. R. G. M. Nr. 346 946 und Nr. 646947 für Sprungfeder-MatratzeUnerreicht Bequem" und 3 teil. MatratzenStabil" Anfang Mai 1916 erneut das Alleman sertigungsrecht ges. gesch. worden. Bei den überall knappen Be­ständen an Roßhaaren und Kapok sind meine 3 teil.MatratzenStabil' seit 6 Jahren eingesührt zur Verwendung bllllgeren Materials nn Innern und Ueberlage mit edlerem Material ein vorzüglicher ben- bewährter Ersatz für teure Roßhaare- oder Kapormatratzen, lodaß dieselben als Auslage auf meine Sprungfeder-MatratzenUnerreicht Veguem" ein allen Ansprüchen genügendes Bett erreicht wird, bei grösster Ersparnis. Hofmöbel- und Bettensabrtk Tb. Brück. Giesten.

Verwaudtsu, Ercuudeu und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein innigstgteliebter Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Gross­vater, Schwiegervater, Schwager, Onkel, Pate und Neffe

Daniel Rein II., Schuhmachermeister

im

Alter von 62 Jahren am Samstag nachmittag 5 Uhr in der Klinik zu Giessen

nach kurzem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden sanft in

entschlafen ist. In tiefer Trauer:

dem Herrn

Aliendorf a. Lumda, den 3. Juni 1916.

Margarethe Rein, geh. Weber Katharine Wall enteis, geh. Rein Elisabethe Weiss, geb. Rein Wilhelm Wallenfels, z. Zt. im Lazarett Friedrich Weiss, z. Zt. im Felde und 3 Enkel.

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Die Holzversteigerung vom 2. !- Mts. ist genehmigt. Abgabe der Abfuhrscheine. Holzüberweisung und erster Fayrlag: Samstag, 10. l. Mts. 4253B

Gießen, den 3. Juni 1916.

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Tagesordnung:

1. Berichterstattung, Vorlage der Bilanz und Ge­winn- und Berlustrechnung über die Ergebnisse des Rechnungsjahres 1915 mit Bericht des Vor­standes und Prüfungsbericht des Aussichtsrates.

2. Beschluß über Festsetzung der' Dividende für das Geschäftsjahr 1915.

3. Ueberschreiben von Aktien.

4. Entlastung des Vorstandes unb des Aufsichtsrates.

5. Ergänznngswl^hl des Aussichtsrates und der Redisionskommisston.

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