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53ertin . 18. Mai. (Pviv.-Tel.) Der „Berliner Lokal- ÄNKei^er" meldet ans Stockholm: In allen Gouvernement-' des nördlichen und mittleren Ru ß 1 and s hat starker R a ch t f v o ft eingesetzt, so daß die gesamte Wintersaat vernichtet ist. In russische?: Landwirtschafts- und Re- gienmgskreisen herrscht große Besorgnis. Die allgemeine Lebensmittelnot wird nach den Zeitungen täglich unerträglicher.
Wilson und der Papst.
London, 18. Mai. (WTB.) Das Reutetsche Bureau meldet aus Washington: Wilson bat die jüngste Botschaft des Papstes beantwortet. Amtlicherseits wird eine Aeußerung über die Antwort Wilsons abgelehnt, doch wird angedeutet, daß der Brieftoechsel nur -“**— p ‘ ' ' ‘ gap m| MMjgaB ^—
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entfernt auf die Friedenssrage Bezug nehme. Dem hat Wilson dein Papst mitaereilt, er sei eifrig
ciit vollkommenes Einverständnis zu erzielen. Jedenfalls kann aber die Tatsache, daß die Steuer Vorlagen in der ab geänderten Form nunmehr edier Mehrheit gewiß sind, als feststehend angesehen werden. Tie sozialdemokratische Fraktion hat sich allerdings nicht dazu bestimmen lassen, dieser Mehrheit beizutreten. Sie hält an ihrem Widerspruch gegen die Verbrauchs- urtd Verkehrssteuern fest, trotzdem das Gewicht der direkten Krieg sgewim:- > steuer nach durch die auf Betreiben der Fortschrittler auf getrommene Vermögensabgabe beschränkt werden soll.
Tie „Kreuzze itung" schreibt, über die weitere Ausgestaltung der mitgeteilten Grundlagen für eine Verständigung in der Steuersrage würden noch Verhandlungen geführt. Sie unterlasse .jede Mitteilung' über das Verhallen ihrer Parteifreunde im Reichstage, bis die konservattve Fraktion endgültig zu den schwebenden Fragen Stellung genommen habe.
.-sjcimfmren nach hat Wilson oerN papit c». r-c,».»»
darauf bedacht, die Bereinigten Staaten vom Kriege fern zu halten und alles mögliche zu tun, was sich mit der Ehre und den Rechten der Vereinigten Staaten vertrage. Weder die. Botschaft des Papstes, nodj Wilsons Antwort werden verösfentticht werden.
Der englische „Lustrat".
London, 17. Mai. (WTB.) Im Unterhaus fand abends eine Erörterung über dort Luft dienst statt. CH u r ch i l l führte die Opposition und warf der Regierung vor, daß sic die neue Waffe vernachlässige. Er sagte geradezu, die Regierung stehe einer gründlichen Neugestaltung im Wege, utrd fordere Einführung eines besonderen Luftdienstministeriums. Bvnar Law antwortete Und fragte ihn, weshalb er das Ministerium für den Luftdienst erst einige Monate, nachdem er aus der Regierung ausgetreten sei, für nötig halte. Churchill unterbrach! ihn mit der Bemerkung, daß er mit dem Premierminister über die Zweckmäßigkeit des neuen Ministeriums gesprochen Iwbe. Bvnar Law antwortete: Ja, aber erst, na^em Sie zurückgcrretcn sind. Bonar Law betonte ferner, daß.Churchill, der jetzt für einen einheitlichen Luftdienst eintrete, als erster Lord der s?Ünniralttät röten besonderen Flugdienst für die Flotte eingerichtet habe.
London, 18. Mai. (WTB.) Im Unterhaus teilte der Unterstaatssekretär T e n n a n t mit, daß ein Luftrat unter dem Vorsitz von Curzon eingesetzt worden sei. Er lmbe die allgemeinen Maßnahmen des Luftkrieges zu beraten, insbesondere die gemeinsamen Luftoverationen der Armee und Marine und werde Vorschläge Inerüber, wie bezüglich der erforderlichen Maschinentpps Machen und die Organisation leiten, sowie eine Uebereinstimmung herbei führen und ferner für Material sorgen, sowie eine Konkurrenz beider Tiensttzweige verhindern. Hinsichtlich der allgemeinen Lage des Luftkrieges sagte Tcnnant, daß die große Mehrzahl der Lnftkämpfe von den Engländern gewonnen worden sei, die zwei Typs von Flugzeugen besäßen, die schneller als irgend eine deutsche Maschine seien. Zwei weitere Typs seien ebenso schnell wie die Fokkerftugzeuge.
Die Sommerzeit in England.
London, 18. Mai. (WTB.) Das Oberhaus hat das Sommerzeitgesetz angenommen. Es tritt am 21. Mai in Kraft.
Der §eekrieg.
Stockholm, 18. Mai. (WTB.) Der deutsche Dampfer „Hera" ist auf der Höhe von Landsort torpediert worden. Die Besatzung wurde durch den schwedischen Dampfer „Goeta" gerottet; sie wird nach Stockholm gebracht werden. Laut „Aftonbladet" soll der Kapitän gefangen genommen worden sein.
Stockholm, 18. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Gestern nachmittag sind noch zwei deutsche Dampfer durch ein U-Boot, wahrscheinlich ein russisches, auf der Höhe 'von Landsort versenkt UVrden. Tie „Ko lga", aus der Reise von Hamburg nach Stockholm, wurde um 5,20 Uhr nachmittags bei Landsort von einem U-Doot mit Granatfeuer^ beschossen. Zwei Mann der Besatzung wurden leicht verletzt. Der Dampfer wurde danach torpediert und sank schon. 18 Mann der Besatzung wurden von dem schwedischen Dampfer „Soedra Sverjge" gerettet. Der Kapitän, der Steuermann und noch zwei andere Männer werden vermißt. Um 6,20 Uhr wurde der deutsche Dampfer „Bianca" an dem gleichen Platze ebenfalls beschossen. Zwet Mann wurden leicht verletzt. Ter Dampfer wurde torpediert und sank nach 20 Minuten. Der Kapitän tourde gefangen genommen. Die Besatzung wurde von dem Dampfer „S>edra Sverige" ausgenommen urtd ist heute früh in Stockholm rötgetroffen.
„Tagens Nyheter "teilt mit: Die Torpedierung des Dampfers „Hera" hat ungefähr 25 Tistanzminuten von Landsort um 9 Uhr früh durch ein russisches U-Boot stattgefundcn. Tie Besatzung erhielt Befehl, in zehn Minuten das Schiff zu verlassen. Ter Dampfer ist nach 20 Mitruten gesunken.
Rotterdam, 18. Mai. (WTB. Nichtamttich.) Wie gemeldet wird, ist der Dampfer „B a t a v i e r 5", dessen Untergang gestern berichtet rvurde, in der Nähe der Gabbard-Boje aus eine Mine gelaufen. Vier Personen find ums Leben gekommen, darunter ein amerikanischer Reisender. Aus „Batavier 5" befanden sich n. a. 14 Kisten mit 60 000 Pfund Sterling Gold. Der Dampfer hatte 28 Mattn Besatzung unb 8 Fahrgäste an Bord.
London, 18. Mat. (WTB.) Die Admiralität gibt bekannt: Eine verspätet eingetrosfene Depesche des Befehls Habers im Mittel me er mröbet, daß in her Nacht zum 13. Mai ein lleiner Monitor von 30 Meter von der feindlichen Artillerie getroffen wurde, in Brand geriet und vernichtet worden ist. Wir hatten 2 Tote und 2 Verwundete. Die Mitteilung von dem Verlust des Schiffes im türkischen Kriegsbericht wurde für falsch erllärt, weil zwet Tage nach dem Vorfall ein gegangene Meldungen von der Sache ntchts erwähnten. Es ergibt sich jetzt, daß die erste britische Meldung ein Irrtum gewesen ist.
London, 18. Mai (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische Dampfer „Mac Research" wurde in der Nordsee versenkt. Ein Mann ist tot, dm verwimdet, die übrigen gelandet.
London, 18. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: D« französtsche Dampfer „Mira" wurde versenkt
Die Einigung über die Steuersragen.
Berlin, 19. Mai.
Die Beratungen der Fraktionen über dasSteuerkompro- Miß ftnd, wie das „Berliner Tageblatt" schreibt, gestern abend zum Abschluß gekomntvn. Ein gemeinschaftlicher Antrag der i bitterlichen Parteien auf der bereits mitgeteilten Grundlage sei unterzeichnet und werde heute in den Ausschüssen eingebracht werden. Völlig ablehnend gegenüber dem Kompromißvorschlag verhaltet! sich, so heißt es weiter in dem Blatte, nur die beiden sozialdemokratischen Fraktionen. Dagegen hat die Fraktion der Fortschrittlichen Bolkspartei, wenn auch zögernd, und nur mit schwerem Merzen, ihre Zustimmung gegeben. lieber die Stellungnahme des Bund^rates hört das „Berliner Tageblatt" noch, daß dort sehr Einsprüche zu überwinden waren, insbesondere von Seiten Preußens und Sachsens, die sich gegen jede direkte Neichssteuer ?!L^V^khen haben sollen. Die bundesstaatlichen Minister hätten schl ießlich dem Kompromiß unter der ausdrückliches Bedingung zu- geRm«», daß es »ich tatsächlich mir um eine einmalige Kriegs abgabe handeln dürfe, daß die Bundesstaaten nach wie vor das ganze Gebiet der direkten Steuern als dem einzelstaattichen Zugriff Vorbehalten ansehen und daß dies letzt der letztf (Eingriff bcz Reiches fB'bte ^-teuer rechte der Bundesstaaten sein müsse.
-m .Lokal- A n zeiger" wird mitgeteilt: Im Reichstag fef r - chi o eitern luubputtag der Eindruck vor, daß alle bürgerlichen ^artzeren na) ck>ltetzlrch am >^en Boden der neuen Negierungsoor- erden. Nachdem oie Fraktionen in Sondersitzungen lHecken des Kompromisse - beratet: hatten, traten zu eurer gemeuiichaftlichen Besprechung zusammen.
d i irtem.
Aus dem Reiche.
Eine Neichsftelle für Gemüse und Obst.
Berlin, 18. Mai. (WTB. Amtlich.) Der Bundes- rat beschloß in seiner heutigem Plenarsitzung eine Bekanntmachung über die Gründung einer R e i chs st e 11 e f ü r G e - müse und Obst. Danach wird eine Reichsstelle für Gemüse und Obst mit einer Berwaltungs'abteilung und einer Geschäftsabteilung unter Aufsicht des Reichskanzlers ge bildet. Die Reichsstelle hat die Aufgabe, die Erzeugung, Verwertmrg und Haltbarmachung von Gemüse und Obst h 11 fördern. Die Derw-a 1 tungsabteilung ist eitie Behörde, die Geschäftsabteilung eine Gesellschaft mit beschränkter Haf- ; tung, die, ohne in den Gemüse- und Obsthandel untiötig einzugreifen, für eine rechtzeitige Abnahnie, Beschaffung, Untervrrngntrg und Verwertung des angekauften Gemüses mW Obstes zu sorget: hat. Sie hat Abnahmestellen einzu- rtchten. Die Geschäftsabteilung wird bekannt 'machen, welche Sorten Gemüse und Obst sie erwerben will, unter welchen Bedingungen und bei welchen Abnahmestellen. Wer Gemüse und Obst zu den bekanntgemachten Bedingungen abgeben will, kann es bei der Geschäftsabteilung anmelden, die es durch ihre Abnahmestellen abzunehmen hat. Hat sich die Geschäftsabteilung bereit erklärt, Gemüse und Obst auch ohne vorherige Anmeldung abzunehmen, so kann es den bekanntgegebenen Abnehme stellen ohne weiteres zur Abnahme zugesaudt werden. Betriebe, die sich mit der Halt- I barmachung von Gemüse und Obst beschäftigen, haben oie ! Mengen, die ihnen von der Reichsstelle zugewiesen werden, nach deren Anweisung zu verarbeiten. Die Verordnung ist sofort in Kraft getreten.
Die Nachfolge Delbrücks.
Berlin, 19. Mai. Währelid der „Lokal-Änzei- g e r sagft datz, wenn die Verhandlungen heute zum Abschluß kommen willen, die in Aussicht genommene Ernennung von Exzellenz H e l f f e r i ch zum Staatssekretär des Innern und Stellvertreter des Reichskanzlers als Nachfolger Dr. Delbrücks ihrer Verwirklichung näher kommen würde, heißt es ™ 2 e - r /' SS °U i ^ en Zeitung": Als Kandidar für die Nachfolge Delbrücks im Staatssekretariat des Innern wird neuestens Regierungspräsident H e r g h t in Oppeln genannt. Staatsfekretär H e l f f e r i ch , so wird weiter versichert, werde lein Amt behalten, aber an Stelle Delbrücks Stellver- t r e t e rdes Reichskanzlers werden. Die Lebensmittel kandidatur sei dem Unterstaatssekretär Dr. M i ch a e 1 i s zugedacht. — Wie die „T ä g 1 i ch e R u n d s ch a u" hört, werde -Ltaatssekretär Helsterich Reichsschatzsekretär bleiben, aber die Stellvertretung des Reichskanzlers übernehmen. Als Nachfolger des Staatssekretärs Delbrück als Chef des Reichsamts des Innern werde Unterstaatssekretär Göppert genannt.
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Berlin. 18. Mm. fWDB. Nichtamtlich.) In der Sitzuna de-. BundeSrats gelangten zur Annahme der Entwurf einer Be- katmtmachung über dieGründungeinerReichsstelle für Gemüse' unb Ob ft, über die äußere Kennzeichnung der Waren und über die Erhebung der Ernteflächen im Jahre 1916, fertier ein Anttag betteffetrd die Verwendung der MalzkontingeMe der Klein- brauernen und der Entwurf einer Bckamtttnachung über die Aende- su^g bsr Verordnung zur Entlastung der Gerichte vom 9. Septem-
Berlin, 18. Mai (WTB. Nichtunrtlich.) Die Reichstags frattrorr -der Fortschrittlichen Volkspartei richtete <rn Staatssekretär Dr. Delbrück folgende Kundt- germrrg':
Dte imteq-eichnete gEion b«vrt sich, ihr lebhaftes Bedauern austzusprechert, daß GesU7tdheitsi:ücksiä>ten Etire Exzellenz zwingen, ans Ihrem verantwortungsvollen Amt zu scheiden, ^imal in einer Zeit, in d-er Ihre vEewährte ! lettenve Hand schwer vermißt werdet: wird. Wir wünschen 'Eurer EMNenK Rat und Tatkraft möchten nicht fehlen' wenn es gilt, nach einem gjkücklich beendeten Kriege die großen Ausgaben der Zukunft zu lösen. Heute verbinden ^.^^^^lichsten Wi'mschen für Eurer (^zellenz baldige vollrge Genesung den wärmsten Dank für das große Maß erfolgreichen Wirkens in der Friedens- und Kuiegs^eit dessen Zeugen wir waren. ' "
Berlin, 18. 2Äai. (WTB. Nichtamtlich.) Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion brachteeinen Antrag ent, der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß von den Stellvertretenden Generalkommandos die erlassenen Verordnungen über den Sparzwang für jugendliche Ar- oerter und Arbeiterinnen au fgehoben iverden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 19. Mai 1916.
Zur Fleischversorgung.
schreibt^ awtfi( ^ e Nachrichtendienst für Ernährungsfragen
Aus einer Reihe deutscher Städte wird gemeldet, daß die rn Aussicht genommene Verbrauchsmenge an Fleisch pro Kopf stark herab geschraubt werden muß, teibveise auf die Halste. Es wäre verfehlt, darin die Wirkung einer über alle Berechnung großen Viehbestandsminderung zu sehen. Die Erklärung des preußischen Landwirtschaftsministers über die Hohe unseres Viehbestandes und die vorhergehetüren Erklä- rungen der Reichsfleischstelle bezeichnen als Ursache die mangelnde Schlachtreife des Viehs, veranlaßt teilweise durch das ungenügende Alter der Tiere, teilweise durch ungenügende Mastrerfe. Es muß der Grundgedanke jeder rationellen Be wirtschaflung unserer Viehbestände sein, das Viehkapital der Zahl wie der Güte nach zu erhalten. Und daher inuß das innge Futter und die Weide benutzt werden, die Tiere auf stärkeren Fleischansatz zu bringen. Damit wird eine starke Beschränkung unseres Fleischverbrarrchs unbedingt erforderlich und wenn zu dieser Derbrauchsbeschränkung kommunale Ra- tronrerung durch Fleischkarte tritt, die. das, was vorhanden ist, glelchmasttg verteilt, dann wird jeder Verbraucher sich
und willig in die Last der Einschränkung fügen.
Was der preußische Landwirtschastsminister über unse ren Blehbcstand sagte, läßt sich dahin zusammenfassen: die
g e )lcgen ^ um 21,8 Prozent; das bedeutet eine Ver- ttlngmlg unseres Schafbestatldes, deren Wirkung auf die Fletsch-und ^olleversorgung sich erst nach Monaten bemerk- ^genüber der erwähnten Zählung ist der .Nlndviehbeitand um 1 Prozent zurück gegangen, während vre Zahl der Kälber unter drei Monaten um 72,2 Prozent l ß* Dw Abnahme liegt in der Altersklasse von oret Monaten b:s zu zwei Jahren, gerade in den Klassen also, d:e für die. Fleischversorgung ^in Betracht kommen. Futtertnangel und die Massenschluchtung des Vorjahres ftUv,o:e Ursachen des starken Rückganges unserer Schweine- F.b'kirnde Da in Friedenszeiten über die Hälfte unseres Ftetjchbedarfs durch Schweinefleisch gedeckt wurde, wird die ^^^bfletschversorgung jetzt sehr unzureichend sein müssen. Freu ich vretet d:e Zahl der am 15. April vorhandenen weniger als acht Wochen alten Ferkel (3,7 Millionen) gute Aus- ftchten auf Ergänzung der Bestände. Erfreulich ist es, daß Kaninchen- und Ziegenzucht größere Ausdehnung gefunden yaven; der Minister bezeichnet es als das beste Mittel für 'Vergrößerung unserer Kleinviehbestände, wenn auch Stadtbewohner und Industriearbeiter sich ihr widmen. ^
«« x 1 x! nn - r te gegenwärtige Versorgung also in manchem Lretracht viel zu wünschen übrig läßt, so kann man für die Zukunft ohne überspannten Optimismus bessere Aussichten erwarten.
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im m i cofi X ^ n a l n ^ ^ r t <f> t ctt. Aus Grund her
^o96 zwischen bett Regierungen von Hessen, Preußen unv Bayern gctwffeneti Vereinbarung tvtttde die Stelle eines Auf- mrli Zweiten N h c i n a n fsi ch t s be z ir k nach
der Amtstzert hes Königlich Bayerischen Bauamtmannesi Entschließung des Gvoßh. Staatsmmi- ^ ^.ro ß h. Wasserbauinspekto r ^ a S* T Äl Schmitt in MaiNA übertragen.
~ n 11 ” K ^utnant Karl SieverS tm 10. Rhein,
verlieben ^ 161 ' l ° Urbe b ° 5 Eiserne Kreuz erster K da s s e
rnung vor minderwertigem „Fleisch-
MittröirnSachsens werden nach einer dersachischen Mimstermms Fleischer m Erwerbung ; Z^enzen Ur eine n.irter der Bezeichnung „Fl ei s ch e r s a k".
Zubereirung ans Blut ausgefordert. ^ s«f J cr ^- Clte snerzu mitacteilt: Ganz abgesehen davon, Blut von etnwandweier Beschafseuyeit, wie sie Vor^ssetzung
kaum hc ? L^rikates sein würde, in größeren Metigen-
kaum erhältlich sem tverde, koitne dte erwähnte Zubereitung nack» cunein Gutachten des sächsischen Landesgestmdheitsamles weder als s'Än i "^^^ch'. uoch als „Sparfleisch" angesehen werden. Auch scnen be: der geringen Haltbarkeit Gesundheitsschädigungen nicht Ü l nr 9 Vr , 0 rJ-™ 1“ interessierten Gewerbetreibend^ müssm deshalll werden der angebotenen Lizenzen dringend gewarnt
. T* ^^l»r ief f aften Bei dem außerordentlichen Umfange, den der Bricsverkehr seit Jalwen angenontmert hat, wind die Brief- bellellung beionders ut den Städten innncr schwieriger Die Briei- ttager ,md häufm nicht im Sftande, die Bestellung mit der/ wü nsche nswerten Schnelligkeit auszusühren und die Poswerwasttmg Üt nreist üuht m der ^ge Abhilfe zu schaffen, weil eine Der- mehrung der Zalü der Briefträger allein die Schwierigkeiten nicht beserttgr. Das wirkiamfte Mittel zur Beschleunt- fOT.S ber Briefbestellung hat das Publikum selbst tn der Hand; es bei'teht in der Anbringung van Hausbriefkasten an den Eingängen der Wohnun- g e n. s.enn nicht mrr das Warten des Briefttägers auf das Oeffnen der Tur, das wiederholte Schellen usw. Mt überall da weg, wo ein Haii-.'muefka)len angebracht ftt, londern es sind auch in den Fällen wo inenmnd zu .Hause arrgetroffen wird, keine wiederholten Gänge zu machen.
" D ie Verkehrsbestimmungen mit Seife haben eme Abänderung erfahren, die aus dem heutigen Kreisblatt -u erleben i,t. Wettere Bekanntmachungen im Kreisblatt betreffen die H o ch st p r e t s e für R i n d -, K a l b - und H a m m e l f l e i s ch, sowie Anlragsrechte in der Invaliden- und Hinterbliebenen- verftcherung.
** Soda für die Wa s chmittelindu strie. Die tm Jntereisc ztoockmäßiger Bewirtschaftung unserer Fett- nnd Oel- vorräte notwendig gewordene >Einschränkung des Seiferwerbraus hat eme^ starke 8^chftage nach nicht fetthaltigen Waschmitteln erzeugt Zur Herstellung des weitaus größten Teiles dieser Ersatz- Mittel. wie Kristall-, Fein-, Sleichsoda usw. roerden erhebliche Mengen S o da benötigt. Da auch an Soda eine gewisse Knappheit herrscht, soll tn Zukunft eine geregelte Verteilung auf die Verbraucher durch eine Zentralstelle für Sodaverteilung durchgeführt werden. Bei der Zentralstelle sollen die einzelnen Verbrauchergruppen durch Vertrauensleute vertreten sein, die den Bedarf ihrer Gruppe ammlden und Vorschläge für die Ber- tellung auf die einzeltten Betriebe machen^ Für die gesamte Waschmittelindustrie soll der Kriegsausschuß firc pflanzliche und tierische Oele und Fette diese Aufgabe übernehmen, da er bereits dttrch Zuteilung voti Fetten itsw. an die Seifenindustrie mit einem erheblichen Teile des in Betrack-t kommenden Kreist in dauentder Füh- lung steht mtd aml besten in der Lage ist, die wirklichen Bedürfnisse zu übertehen. In ihrem eigenen Interesse werden daher alle Hersteller von nicht fetthaltigen Waschntittellt, die Bedarf an Soda haben, gut daran tun, ihre Adresse möglichst umgehend der Sodastelle des KriegSausschusseS für pflanzliche nnd tterifche Oele und Fette. Berlin NW. 7, Unrer den Linden 68 a, anzuzeigcn, damit diese die erforderlichen Erhebungen über den Bedarf an Soda in die Wege leiten kann.
** Maikäfer als Schweinefutter. Bon verschiedenen Setten wird lebl-aft auf die Verfütterung von Maikäfern lstngewiesen, deren Auftreten in diesem Jahre in besonders hohem Umfange zu gewärtigjen ist. Diese Bestrebungen verdienen eine tatkräftige 8 örderung durch die gesatnte Bevölkerung. Namentlich den Schwüne- haltern unter den Arbeiten: wird in den Käfen: ein Futtermittel gebotet:, das durch seinen hohen Eiweiß- und Nährwertgehalt geeignet ist, die fast unerschnnnglicken Kraftfuttennittel z:i ersparen, (ückrvck- nete Maikäfer sind dreimal so eiweißreich als mittlere Roggenllei' und auch von höheren Stärfemcrten. Bei der Verfütterung ist aber zu beachten, daß der Mftikäfer häuftg eine Getterationsform des Niesen kratzers, eines höchst schädlichen Eingeweidewurmes, enchält. Dcck)iec ist es dringend geboten, die Käfer vor Verbrauch als Sckiweinefutter stets durch kochendes Wasser zu töten. — Ein Verftltten: der lebendet: oder zerstampften .Käfer kann zu lni>enflickten Gesundheitsstvntngen der Schtveme führen. In landwirtschafüichen Kreisen ist dies seck langem bekannt, und man handelt dort den Verhältnisse:: entsprechend
w. F l a s ch e n s p i r i t u s. Zur Behebung des dtrrch die Spor ^ rung der Mgabe von Flaichenspirckus eit:getretenen ^cvtstandes soll durch Großvertriebsstellen der Spirittlszentrale eine Menge von 25 Prozent des früherei: Verbrauches au Flaschenspftittisi wieder abgegebet: werden trnb Mtwrr 20 Pvo-zent davon zum bisherigen Beztigspreise von 55 Pfemüg für eincii Liter gegen die non bett ©emembet: zu verteilende Bezugsmarüm westliche 5 Prozent zttm Preise von 1,50 Mark für eitwn Lcker ohne Bezugsmarken Durch dt>e vorerwähnten 20 Pvvzent soll der Bedarf der minderbemittelten Bevölkerung, der Elektrizität oder Gas nicht zur Verfügung steht, beftiedigt werden, wozu die Stadt- w:d Kreis- verwalttmgeii Bezugsmarket: und ztvar im 91Lonat l)öchstens fünf Marken für eniüt Hwisbalt aus geben. Die Abgabe erfolgt durch Kletnhätrdler. Der Vorkmrf der Restmenge von 5 Prozent zu 1.5() Mark Mr den Liter soll P<wsonen, die bei der Verteilung von Markn: tncht betticksichtigt werdet: kömteti, die Versvrming mck Brennspirittrs ermögltchen. Ferner sollett Gew er b e t r e i b e n da mr ihren Geschastsbettieb Flaschenspiritits für 55 Pfennig daS Liter bls zu 50 Litern :m Monat gegen Market: direkt von den Ver- triebsstellen der ^piiitus^nttale erMten l^verbelrnbendc mck ernem größeren Mmmtsverbrauck) als 50 Liter !>aben sich mii rhret: Anträgen an ihre bisherigen Bezugsguelln: zu wenden.


