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9.5.1916 Erstes Blatt
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Acti', oie Notierungen Amerikas uub En-ilands aufeinander zu , v. tL: ' '^kng. ^Es ist ebenst klar, das' Deutschland es «blelnrt. die kat?fiorjsttzc^ Forderungen der anrerikanischen Regie- rnn-^Mr^rnclunn- Scwst der Vorschlag, den Deutschland bedin- t-gungswene maüt. entspricht weder dem Völkerrecht, noch den vmerrkanischen Forderungen, bam T«rtschland behält sich das

Z If nn*Wnrft*tt trvm 11 sit» frtf'iM-frf rvKi»r ST(viS«>r-:

9*^ vor. Handel-5schisse ZU versenken, wenn sie Flucht oder Wider stand verbuchen.

Blatt fährt fort, die boshaften Anklagen und wüsten An- gnnffc England seien so unverschämt, daß sie die In-

remgenz der Amerikaner beleidigten, denn tatsächlich habe Eng- la:rd nach 22 >iriegsuwnaten n.xh nicht einmal von seinen vollen 'narttnnen Rechten nacl? deul Völkerrecht Gebrauch gemacht. tLeutsichKmo scheine -u verlangen, das seine Handelsflotte die Meere tt? ie lu frieden e zciteu benutzen dürse und das jede Erbeutung cim^ oentichett ?öa it br 1 vfcf?iffo Deutschland die Freiheit geben solle, seure u-Booträuberei wieder aufzunehmen. Die Vereinigten Staaten würden also löslich aufgefordert^ ihr ganzes eigenes Setckrregs recht auszul:ck>en und außerücni Frankreich, England und Rupftrnd wransrordern. Hier steht die Ehre der Vereinigte Staaten auf dem Spiele. Die Nichterfüllung der Forderungen des Präsidenten mii' weittragende Folgen haben; sie würde Ame- Tnka seiner moralischen Autorität berauben und seinen dlnspruch, die schwächeren Neutralen zu vertretet, ad absurdum fülncn. Wer Deut ' xonit zufrieden, Bedingungen zu stellen,

die es viellei.lt n Ant einmal halten würde, sondern es droht Ame­rika, wenn di. Bereinigten Staaten die deutschen Bedingungen Tticf& an ne hm. so behält sich Deutschland die vollständige Frei­heit der- Enticl i.nngen vor.^ Tic Absicht der wilden Drohung ist offenbar, den Bereinigten Staaten die Verantwortung für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen aufzubürden.

Arrsftärrde irr Amerika.

Berlin, 8. Mai. (Priv.-Tel.) DerBert. Lok.-Anz." mel- aus dem Haag: In Braddock in Peunsylvanien wurden bei ernem^Aufstn'.d der Metallarbeiter seck-s Arbeiter durch das feuernde Militär getütet und 20 verwundet. In New Port haben mehr als ZOO 000 Arbeiter derr Ausstand begonnen. Auch hier ist es zu töd- lichiM Zusammen näßen zwischen den Arbeitern und dem Militär gekommen.

Zum Aufstand in Irland.

London, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Asquith

t TTt IT rt f o v fi ii \ n im * 4- Si ^^ ^ ^ .

\o. iUuU UU OfUt|d} Uuuift^uy, u-ywyu- |l.l u t; .

ö( Wf' nachdem ihnen eine Viertelstunde Frist zur Rettung gegeben worden war, versenkt habe.

Die bulgarischen Abgeordneten in Berlin.

teÄbe im Unterhause mit, daß nur die .Hauptschuldigen der irischer! Aufständischen 'hingerichtet würden. Die Re­gierung erwäge sorgfältig, wie mit der großen Masse der > Aufständischen zu verfahren sei.

Holländische Ausfuhr.

Haag, 8. Mai. (WTB.) Die Au s f u h r von Zucht- 'streren. die jünger als 18 Monate sind, und von Milch­kühen und tragenden Kühen, die für die Schlachtung nicht in 'Betracht kommen, ist gestattet.

Haag, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.),Die Airsfuhr ge­trockneter Südfrüchte ist verboten worden.

AuA Irland.

_ Dublin, 7. Mai. (WTB.) Hiesige Blätter melden, ivatz der Minister für öffentliche Arbeiten und frühere Kolo- nialminifter Harcourt au Stelle des zurückgetretenen Mrrell zum Chefsekretär für Irland ernannt worden sei.

London, 8. Mai. (WTB.i Von den beim Aufstand in jDublin getöteten Zivilpersonen sind bis jetzt >112 beerdigt worden, darunter 20 Mauen. Da Arbeiter- smaugel herrscht, wurden viele ohne Särge, einfach in ihren !Kleidern, in Laken oder Decken gehüllt, begraben. Auf einen jAUkfruf hin haben alle Mitgliärer der Sinn^Fein-Vereini- .gung in der Stadt Limerick ihre Waffen und ihren Schieß- dedarf aus geliefert.

Der Seekrieg.

Die englische Bedrückung der Neutralen.

r £> a a g, 8. Mai. (WTB .Nichtamtlich.) Das Korrespon- verrzbureaii teilt mit: Dem holländischen Dampfer f/r ^Jee, , öcr Steinkohle von Cardiff nach Biferta bringen ber Rückreise Phosphatstoffe zur Bereitung von pnmftimngcr, an dem in .Holland sehr großer Mangel herrscht sladen sollte, wurde am 27. April die Einnahme von Bunker^ (kohle verweigert, außer, wenn er nach Löschung der Stein- 'lohlenladung für Frankreich und England befrachtet würde Ms Alternative wurde der Reederei die Bedingung gestellt den augenblicklich nicht befrachteten DampferMaas" mit erner Steinkohlenladung nach Frankreich und Italien und von dort mit Eisenerz nach England zurückfahren zu lassen Auch bm dem DampferHelena", der seit dem 3. Mai in (Las Palmas liegt, undElisabeth", der am 11. Mai dort erwartet wird, die beide Steinkohlen von Cardiff nach Ros- sarra gebracht hatten und von dort mit Getreide, Lein- und Ropsiamen nach Rotterdam befrachtet wurden, wurde die --lwum. von Bunkerkohle davon abhängig gemacht, daß sie nach einem englischen Hafen fahren und dort löschen.

*

f , Amsterdam, 9. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Nach .einer Llohdmeldung soll sich der W hi te- Star -Line - DampferCymeric" (13096 Tonnen) in sinken­dem Zustande befinden. DieCymeric" hatte keine Ä<r h r g ä st e an Bord. Sie befand sich mit gemischter Ladung anf der Heimreise nach Eiigland.

. B e r l i n, 8. Mai. (Priv.-Dcl.) Am 22. März hielt eines unwrer Unter, ee boote 140 Seemeilen westlich der he- lbrrden d,e norwegische BarkPestalozzi", von Malmö nach Santa Fe, Argentinien, mit Zement unterwegs, an Es enDeckle daraus ein englisches Prisenkommanüo von einem Seeotttzier, einem Unteroffizier und vier Mann, samt- ckrch anher einem in Zivilkleidung. Der Seeoffizier, der Unter- >ossizier, Waisen und Munition wurden an Bord des Unter- gebracht und das englische Prisenkommando auf- -gehoben. Der Bark wurde die Weiterreise nach Santa Fs mit >o«n Wrigen vier der Prifenmannschaft gestattet.

- -oerlin, 8 Kal (WTB.) Das norwegische Telegramm- V-r-ean meldet: DerDampferSondane" ans Kristiania hat ^cmr .. Mai die 8 Mann starke Besatzung des Goeteborqer ,SchoonersHarald" gelandet, der am Freitag von einem 'deuffchen ^anch-Dovt torpediert worden ist. DieMann- beksm 15 Minuten Zeit, um in bie Boote zu qeben /Da ober dw See fturnnfch war, bat sie, in das Touch-Boot im^nomvven zu werden, was geschah. Später ist die Manrv- ffchaffk an Boro des norwegischen Dampfers gebracht worden ^ ^nster-dam, 8. Mai. (WTB.) Eine Mitteilung der .Jmtrschen Wnnralrtat gibt urrter Bezugucchme auf die Mel- »dMg des oeutfchen 2ldnriralftabes vom 7. Mai ru, dast r w e i err^lrfche Mar: neflugzeuge v ermißt werdw. Die eines der Flieger fei auf See gestruden worden, ebenso der;5ektungsMrt.el fernes Beobachters.

Bern 8. Mai. lWTB. Nichtamtlich.) MeTemps- WreGw lw.t rm .Hafen von Billa (^arcia ein spanischer Damv- -ker i | W erc imo Matcofern des französischen Seg

^ ^ * I in, 8. Mai. (WTB.) Die bulgarischen Ab-

^o^^dneten besichtigten heute vorrnrttag die Werke der

Mgemernen Elektrizitätsgefellschaft.

f s?' dNai. (WTB.) Zu Ehren der anwesenden ^§5^Een der bulgarischen Sobranje ließ der ^ deutschen Hilfsausschusses für das Rote ^rreuz in Bulgarien dem Staatssekretär Dr. Solf zu mit- zu ^inem, Frühstück in den Räumen der Eeiellschaft 1914" ergehen. L>erzoq Johann Albrecht zu Mecklenburg brachte mit zahlreichen Erinne- an fernen wrederholten Aufenthalt in Bulgarien ernen wrrnffpruch auf den König von Bulgarien aus. Der Abgeordnete der Sobranje, Prowadaliew, erwiderte mit ernE schwungvollen Trintspruch auf Deutschland und Kaiser Bülheim. Dre wahrend des Frühstücks eingetrofsenen Nach- ichten über die neuen Erfolge des deutschen Heeres vor ^broun erweckten lebhafte Begeisterung bei der versammel­ten Geiellschaft.

Die Begrüßungsrede des Reichskanzlers.

(WTB. Nichtamtlich.) Bei dem Emp­fange der bulgarischen Gäste hielt der Reichskanzler I folgende Ansprache:

t rrC1 ^'' Deutsche Reich heißt Sie herzlich will- begrutze Sie als liebe Gäste hier auf einem Boden, oor ^ J^ulsarien historisch ist. Denn in diesem Hause wurde SL70ba Friede geschlossen, durch den Bulgarien als wiDer «,tandm Welch emen Weg zm höhe hat Ihr w^End seit;enen Tagen genommen! Ein größeres Bulgarien

Wamsch imd die Zukunstshoffnang alle^ te 0 ** L es Wirklichkeit und Gegmwart. ist es Ihnen m den Schatz tzefallen, son-

Thres^taof^ SJ ra ä en l a % t3 l n Deich durch den Lebenswillen Volkes, durch du Heldentaten Ihres herrlichen Heeren erworben. Wenn Sie dieser mächtigen historischen Ent-

! wenn^Sle berliner Kongresses gedenken und

ttt dann damals war und was cs heute

1 ^ hoher schlagen vor Frende

MW vaterlandrschem Stolz. Meme Herren! Auf dem Wege der Sie durch Deutschland hierher geführt hat, lverden Sie empfunden

acht' wh! r n ? der Gefühle durch unsere beiden Völker

gcyt. Me könnte es^ anders irnn ^nach den gemeinsamen Erleb- mgen dreses ruhmreichen Jahres! Aber es klingt b^s noch JE!-? 1 t "P lc w. ( fcrü1)kn. Wir gedenken unserer eigenen Verganoen-

be' Uebermacht ein anfstreben-

oe-v ^-olk p u erdruaen droht, wenn cs dann in einmütigem Aul- ^?i?^bt und sich befreien kann. Auch ^r waren N e t ovo it Ferndcn umringt, mußten st e t s d i e Hand am Schwerte halten. Auch wir mußten uns mrs Kleinem

reich°cr° Arbeit "^rer Däirde in entbehrungs-

A sn all dem tit eine merklvurdige Gleichheit der Gelchccke umerer Völker. So stnden Sw auch bei uns ba* tiefte . Sie geleistet haben mit Schwert imb

| e' Ä Wochen wollen Sie nun deutsches Land und

den.,che Arbeit kennen lernen. Sie werden, wie bei Ihnen in der Heimat^ ein fleißiges, ernstes und, entschlossenes Volk finden und ^^.^^dlichen herzlichen Empfanges überall sicher sein Ich

b". Aufenthalt bei uns tiefe Einblüke IN mner heimisches Leben geüatten möge. Was Sie bei uns sehen und hbrmi werdeir, lvird Ihnen die Gewähr bieten daß i^ rct fP Waffenbrüderschaft eine zuiünstsreiche Gemein- fiiTTrfeU kultureller und wirtschaftlicher Jnteresseu entspricht Tis Besiehungeu, die Deutschland und Bulgarien ve«m und

^ ,^nSpsen lverden, reichen weit in die

G-jchm-te zurilck. 4m Jahre 8Gl hat Ihr großer Herrscher Lar Ludwig dem Terctscheu zu Tüll cm der Donau einen Bundälsvertrag geschlossen. Sv erneuert sich in tauiend- !5bn.gem Wechsel die Geschichte, denn ein Jahrtausend später trastn sich m Nrsch der Karrer,des Deutschen Reiches mit dem Zar des zu neuer Grof-e wiedererstaudenen Königreiches Bulgarien zu feicr- lrcher Vuffillgung des Nnedergeschlossenen Bundes. In Erinnerung an die hiltonrche Begegrmng des Kaisers mit dem erhabeneti Herr- scher^pres ^Landes gedenken wir nnt Gefühlen der Dankbarkeit ^ ^61000^111^ der aufopfernden und lstngebenden Arbeit an dem Woble Bulgariens und der glänzendeni staatsmännischen Eigen­schaften der geinalen Persönlichkeit König Ferdüiand^ Ich bitte Sic, mit mrr emzultimmen in den Ruf: Seine Majestät der Lar von Bulgarreir, er lebe hoch, hoch, hoch!" ^

L ,auu , u ,,i J le.tLieie^i ' # uu(3 nQii>tcuaiia)e Er­

höhungen, wie ne bei der letzten Ernte wiederholt einsetzten, vermieden werden, rveil die Hoffnung aus solche Erhöhun- gen zur Verminderung des Warenangebote s führen muß.

A«s Stadt und Land.

Gießen, 9. Mai 1916.

3som Kleide der Trauernden,

scheint eDsinnlos, in dieser Zeit an Mode zu denken, von Mode zu reden. ?zern allem Aeußerlichen sind unsre Gedanken.

leben wir und solange wir leben, müssen wir uns kleiöeiu ^ 10 ^dfen, daß in ihrer Kleidung ein

ihr ^ 1 $&efm§ r1on ^ l ^ eit ie9t - ^ ar6e und Form tragen den Stempel

tnrf ^ lichtem ^* e Freude einher, und der

lach^den Jugend bot die Mode ihre lieblichsten Farben. Oft staunte dre Menge uno, rümpfte dre Nase, wer aber fröhlichen Herzens L^'der freute jich des bunten Bildes, das an sonnigen Tagen die Straßen belebte. x,'?x Krieg kam und mir ihni die Sorge, manch lungcs ^eben verlernte das Lachen uno die heitere Pracht der vergangeneil Tage kroch, tief in die Schränke.

Lttb slicht>ic Menschien und birgt seine Tränen in der &hllt der Ernsamkeit. Es scheut die Menge mit ihren teitnchn,en­den rn* oft so neugierigen Micken. Da sticht es Schutz in der Farbe Trauer, und die andern ver)tehen die famtme Abwehr, sie oietoeit ferne und weichen in Erhrsurcht dem Kleide des Schmerzes.

l ra i Jl ^ 9 ^ t ^ugtm den Blicken zu bergen, fmid man den Schicker', mw das Lerd nimmt ihm und dankt ihm die Wohltat leichter Ber- yuuung. ^.ienn das ist der des feinen Gewebes. Das aber,

m . i 10 ? 1 Straßen breit macht, rnit dem klagenden Krepp uno rwn mächtigen Schlckern von oben bis uiUen, das wahre Leid m das nicht. Frauen, die ernsten Kummer tragen, sollen sich nicht m^gen mit andern, denen aus dem Schmerz die Freude erwuchs, aufsallen zu dürfen.

ift feilte das Herz sehr weich geworden für Eindrücke L^rirrft ;&?' e iaute Trauer den Sinn schwer und

^.^^^bherrschnng fordert diese Zeit, um des ,mdern will^ fordert sie Beherrschung auch hier.

dob^^Z«or.en Schleier kosten eine ganze Menge Geld und sind das Mn?? ^ ^ bl l SfuirTen im Sommer. Sparsamkeft ist % ÜQ f ^aden ist kostbar, denn er .zehrt am drk wallenden Sckstcker ehret Ihr Eure de?A^??'vk? bo6} ^ Clb ' ba * flatternde Eitelkeit fordert, es hungern, daß es ibnen Brot werde und Segen, gebt

ß " b ? tC11, b^ Lebenden, sie werden es Euch danken!

und 5U )eJ i r gewöhnt, hinter der Mode herzulausen

H °t geworden im Blicken auf sie. Da haben viele o,^bn verlernt, den eigenen Geschmack und eigenes Schönheits- gefuhl Hoger zu achten als die Gebote der ?Rode . . . Ich sehe bre ernste Trauer tragen, in durchbrochenen Spinn- U H b St.^^^'uhan gehen sie cinhcr lind ahnen nicht, das andere höhnt. Mir sagte einmal ein bekannter Frauen- ? 65 unfern Damen gefällt, nach Art der Pariser Dirnen

M ütt e r haben'0 werden wir wohl Damen, aber kckne

nnt'rJffü?iT^r pudern und was gesterii galt, kann morgen ^L'^'^-^mkehrenden Krieger werden Frauen suchen, die ihnen Mutter sein können für Deutschlands künftige .Kinder.

H.S.

Die bulgarische Autwortrede.

Auf die>e des Reichskanzlers erwiderte der Vize- Präsident der bulgarischen Sobranje, Men- r s cy 1 l 0 w:

^ rat. ist sehr schinteichellMst für mich, daß mir

dre Ehre wird, dem Kanzler des großen Reiches alle unsere Tonk- herrüch-m Empfang auszudrücken, >vclchen Wir bei ^hnen gesunden haben. Seit den vier Tagen, in welchen wir ^eustchlands Gaste sind, sahen und begriffen nur. warum Sie W macksttrg, warum Die Sieger im Osten mrd Westen, im Norden und im Süden smd. Die beträchtliche Kraft Ihres Landes, toelcfa tn dem VatrrEsMus Ihres Volkes, in den hohen moralisch^ ErgerychEen Ihrer Mrger und in Ihrer ungeheuren Industrie beruht, rst uns abermals ein Betveis, daß Bulgarien scknen Platz ^ltkrins richtig gewählt hat, und daß wir, an ^hrer Seite gehend/ slchier sind, zur Bernärklichrmg unseres nationalen Traumes zu gelangen.

Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser.

Am dem Reiche.

(m t ',, Z- 1 0 v L f U -/1 u ^ ^ a ö

il 11 s3K a 11 ajK o 11 no 5 an Land gesetzt, die in Booten angnroi - worden waren. Sie erklärten, daß ihnen am

E r s e n a ch , 8. Mai. Hier fand am 7. Mai eine SihUna des Gesamtvorstandes der deutsch völkischen Partei statt. Bei dem Bericht über die politische Lage sprachen u. a. die Reichstagsabgeortdneten Prof. Dr. 'Werner- Bürgermeister Herzog und Obermeister Rupp, sowie zahlreiche sonstige Vorstandsmitglieder. Es wurden eine Anzahl Entschließungen angenommen, von denen folgendes bemerkenswert ist:

Der tziesamtvorstand spricht die feste Erwartung aus, daß die Mgeordneten der deutschvölkischen Partei bei jeder Möglichkeit, auch in Zukunft, unbedingt den Standpunkt ver­treten, daß der Endsieg allein durch Niederringung unseres unerbittlichsten Gegners England zu erreichen ist, und daß dazu alle Waffen rücksichtslos zur Anwendung kommen müssen, die dem deuffchei, Volke zur Verfügung stehen. Nur wenn das deuffche Volk diese Gewißheit haben darf, wird es auch das .Schwerste hoffnungsfreudig zu tragen wissen.

Der Gesanctvorstand erivartet von den Mgeordneten der deutschvAkischen Partei, daß sie, wie bisher) mit Entichie- denhett für eine angiemesfene Kreditversorguna und pfleglichere Behandlung des Mittelstandes nach dem Kriege eintreten werden.

Der Gesamtvorstand der deutschvölkischen Partei richtet an den Reichskanzler das dringende Ersuchen, dafür zu sorgen, daß für die gerechte Verteilung der kommenden E r n t e und notwendigen Gebrauchsgegenstände rechtzeitige stetig wirkende Maßnahmen ergriffen w>erde>l. Vor allen Dingen müssen die Höchstpreise, na® Anhörung der Er^euaer und Verbraucher, sowie p-r berufenen fachmännischen

h r , Amtliche Personalnachrichten Die Groß, he rz o gui hat cm 18. März den ordentlichen Professor an der Unwersttat Innsbruck Dr. Wilhelm Trcndelenburq zE un?« p?P f tn bet medizinischen Fakultät der Lan'b e s -

finAVi. t t -*®m'A en ' Uisbesonderc für das Fach der Phy- N olo gic, Mit Wirkung vom 1. Mai d. IS., ernannt Die

/ ium ^ dem Reallehrer an dar Ober-

realschule am Stadthaus zu Offcnbach, Geora Keßler anläß- [ l rtJu in ^ bOnihngen Dienstjubiläums den Charakter als Reftor ^ erzog hat am 6. Mai d Is. den stän-

mSZ ^ ber Laiches-Hppothekenbank, Finanzamt

artmann und Fmnnzamtmann Otto Loy, den ^d^^Eer als ..F,nanzrat" verliehen.

an ^ ^ Reservist Fritz Hahn, Sohn des

hiesige,, Magazmnrbeitcrs Christoph Hahn, der seiner Militärpflicht n Chma genügte und letzt bei der 4L. B-iriebskompagnie im Felde steht, wurde mit der be fischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet.

?"Fsestchlcht>icho Vorlesungen' Professor Ranch lmrd auch in diesem .Semester durch Prof. iia. }f a n vertreten werden Prof. Hamann wird

lesen M-tttvoch, 67 Uhr, Rembrandt und seine Zeitgenossen Mittwoch. 78 Uhr, Die neueste deutsche Malerei. Es finden auch Uebimgen Wer heislsche Bauten und ,n Photographien von Kunstwerken ver- Ansflngeii statt. Beginn der Vorlesungen Mitt- woch, 10. Mm. Antzerdem wird Herr Prof. Hmnam, für Prof. Watzinger Dienstags von 67 Uhr eine Einführuna in die griechische Plastik lesen und Wer dasselbe ^Mai ^^stags von 78 Uhr Uebungen abhalten. Beginn

D i e But terve rso r au ng hat endlich eine Reqe- lnng gefunden dw den großen bisherigen Mißständen abtu- helfen verspricht Die von der Stadt bezogene Molkereibiitter wird nur inchr m der SÜMizenstraße und Bisinarckstraße mi-gcgeben werden und zwar dürfen Tag für Tag mir die Käufer ans einem besttmmten Brotkartenbezirke, mit ihrer Brotkartenausweiskarte bewaffnet, zum Bnttereinkanf an- treten. Dadlwch ttm* das Gedränge fickser Nachlassen, da bei der zirr VersÜMNg stehenden Menge Vorsorge qettoffen ist daß jeder Wufer auch sein 1/4 Pfund Butter erhält Wie bi» ?rE°ctenbezirke auf die Wochentage und Bei- kaufsjtt,llen verteilt srnb, ist aus dein Anzeigenteile unseres heutigen Blattes zu ersehen. 1

** Wohltätigkeits-Konzert. Zu dem am IS Mo! in der Universitäts-Aula staltfindende» Wohltätigkeits-Konzert zugmisten des Roten Kreuzes habe,, von der Königlichen boiover m Wsesbaden ihre Mitwirkung zugesagt: Frl. Haas, erste Altistin, psrl. schu, i dt, erste lugend,ich dramatische Sängerin und der uns bereits bekannte erste Baritonist Herr G e i s s e - W i u k I Allen diesen Mitwirkende,, geht ein derart vornehmer kiinstlerischcr Rus voraus, daß das rnchhaltige und Hochs,eressautc Proqrainn, seine Anziehungskraft nicht versehleu wird. Um allen Kreisen den Besuch K,°uzertes zu ermöglichen, ist der Beginn aus 8* Uhr angesetzt

a Silberne Hochzeit feiern iiiorgen die Eheleute

Konrad Pflug und Frau Minna ged. Grudschus.

** Im heutigen Krcisblatt sind folgende Bekmmt. machllngen vecofstmtlickst: Verbot der Ausfuhr und Durch­fuhr von Wachen Mnnition, Pulver und Sprengstoifm. so­nne von anderen Arttkeln des Krregsbrdaris und von Gegenständen die zur Hwstelluug von KriegskWarfsarttkeln dienen Tie Aus) uhrungsbestimnrmigen zu der Verordnung des Buudesrats über Regelung des Verkehrs mrt Branntwein Sperrzeit iur Danben. Freigabe von Kaffee und Tee. Warnung vor Aus. beutung im Lebensmittel verkehr, Verbot der Ver> sütterung von grünem Roggen. Weizen und Raps und Zahlung eines täglichen VerpfleMngsznschuises für Kriegsge-

** Ablieilerung der beschlagnahmte» Metalle Um den der Ablieserung der beschlagnahmetn Gegenstimde Saiimigen nochmals Gel-Uenheit zu gebe,,, viese abzulieim-u, wird die Wetallfammelstelle (Turnhalle der Oberrealschule. Bis narck- Itvaßes Samstag, oen 13. Mai 19,6, vormittags von 9 bis l* Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet.' Nach diesem Tage

l? 11 !*. ^-y ..Es Kosten der Säumigen entoültio-

darchgefuhr.t. Näheres siehe Bekanntmachung.

+ ' Hrnter den Kulisse ic der Ersatzstoff-In­

dustrie. Der Krieg hat die deutsche Industrie veranläßt',

eine