Ausgabe 
9.5.1916 Erstes Blatt
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Menge von Leben smitteler satzstosftn zu finden, die Kr knapper yeivordenc, biSber verwendete Dinge eintreten, imb fat damit un- lcuolHir Bedeutend geschaffen. Taff sich daneben auch Auswüchse fceitvni un> daß Fabrikate ans den Markt kommen, die mehr oder weniger Fälschungen nahestchen, liegt mm einmal im Lauf der Dinge. Im neuesten Heft der Elteinik-r-Zeitung führt Dipl.- Ing. Markus eine Reihe von Beispielen an. in denen der eigent­liche Gelwll der Ersatzstoffe in einem tragikv unschön Gegensatz zu ihren angeprieseneü Eigenschaften steht. Ta ergab z. B. die Unter­suchung eines apetitlich aussch-enden, schön gelberButter­ersatzes" solgentx' Bestandteile: Wasser 63,9 Prozent, Butter- fett 17.1 Prozent, Sal: 2,5 Prozent, Kartoffelmehl 13,6 Prozent. Und ein Pfund dieser Ware sollte 1,10 Mark kosten. Faßseife, die in groffen Menge,: an geboten wird, entlffelt einen Aettsäure- aehalt von w:r 46 Prozent, so daff diese Ware, von der der Zentner 40 Mark kostete, auch bei den heutiger hohen Seifen­preisen nur einen Wert von etwa 8 Mark pro Zentner besitzt. «2*7 LederersatzErreicht" erwies sich als eine feste, gegen Wasser ziemlich widerstandsfähige Platte ans imprägnierter, unter hohem Truck gewalzter P a p p e und kostet das Kilogramm 5 Mk.! Ein S ch l ag sa hn e e: s a tz, von denk ein Pfund 18 Mark kostet, nnrd in Tüten verkauft, die 25 Gramm in Pul Vers onn enthalten und mit Zucker und Wasser einen Liter bester Schlagsahne er­geben sollen. Das Erzeugnis bestand ouS 1 Puderzucker, der mit getrocknetem HLHnereiweiß gemischt ruch mit VMrillin parfümiert sst. Ter EierersatzHühnchen" ist ein gelbes Pulver, das cmsarl, aus gelbgefärbtew Maismehl besteht und her einem Preise von 20 Psg. pro Paket 1 3 4 Pfg. wirklichen Wert lmt. Bei einem Salatöler s a tz" ergab sich, daff es ans 98,5 Prozent Wasser und 1,5 Prozent festen Stoffen besteht, tvelch letztere einige gela­tinierende Sichstanzen darstcllen. Solche Proben, denen noch ander? höchst eigenartige und verdammungswürdigeRezepte" beigefüch sind, besagen natürlich nichts gegen die Ersatzmittel-Industrie, die viele brauchbare und preiswerte Waren liefert: sondern sie brand­marken nur gewisse Schäden, die eine schamlose Ausbeutung des Pilblikums bedeuten.

Landkreis Gießen.

)( Mainzlar, 7. Mai. Ersatzreservist Heinrich Keller von hier erhielt die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l e. Der jüngste Sohn unseres Bürgermeisters, welcher seit September 1914 in französischer Gefangenschaft ist, befindet sich jetzt zu seiner Er- holung m Flüelen am Vierwaldstätter See.

Kreis Büdingen.

# Nidda, 9. Mai. Sonntag, 2!. d. MtS., findet im Hotel ,Zur Traube" der Bezirkstag de§ Kriegervereinsbezirks statt.

Kreis Lautcrbach.

Ick. Lautcrbach, 8. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen :md auswärtigen Bevölkerung, des Krieger- und Turnvereins, sowie der IUyendkvnrpagrne der nächsten Umgebung, fand gestern nachmittag die Einweilnmg eines von den Ver­wundeten des Verernslazaretts Turnhalle hier der Stadt Lauter­bach gestifteten Gedächtnisbrunnens statt. Ein Münckzener Künstler, der sich unter den Verwundeten befindet, l-at sich dieser Aufgabe unterzogen und nach eigenen Plänen mit Hilfe seiner verwundeten Kameraden seit Wvchcn emsig an dem Werk ge­arbeitet und fetzt zur Vollendung gerächt. Das Denkmal, ein kunstvoll angelegter Sprürgbrunnen, auf dem freien Platze vor der Turnhalle, soll, wie die Aufschriften auf zwei angebrachten Marmortaseln bezeugen, die Dankbarkeit der verwundeten Krieger für die liebevolle Aufnahme und Pflege in Lauterbach darstellen und die Verehrung der selbst für das Vaterland gefallenen Söhne der Stadt Lauterbach bekunden. Das mit gärtnerischen Anlagen umgebene Denkmal wird der so stolzen Spi-estnrntzalle eure weitere Zierde verleihen, den verwuicheten Kriegern aber, und vor allem dem Schöpfer dieses Brunnens, Herrn Messing aus München, ein unvergeßliches Andenken in. Lcruteffbach «Wahren.

Kreis Friedberg.

Ä Bad-Nauheim, 9. Mai. Das zweite Sinfomekonzert des Kurorchefters Donnerstag, den 11. Mai, im Konzerthaus lwmgt als Hauptwerk die große C-Moll-Sinfonie Nr. 1 von Jo­hannes Brahms und als weitere Orchesterstücke Mendcl- s o h n s liebliche Hebriden-Onvcrtttre (Fingalshöhle) und Carl Maria von Webers tvirkimgsvolle Obermr-Ouvertüre. In der Mitte des Programms steht ein größerer Solo Vortrag von Konzert­meister Otto Drumm und zwar dasSpanische Konzerte für Violine von lK>. Lalo, früher ein Bravourstück des berühmten spanischen Geigers Sarasate. Auch sein Landsmann Joan den Ma- n6n letzterer ist auch hier in Bad-9ftruheffn vor drei Jahren ausgetreten spielt das interessante und schwierige Werk häufig öffentlich. Mit der Begleitung des großen Orchesters (selbst die Harfe gelangt zur Anwendung! ist das Stück alsNeulieite zu) bezeichnen. Die Leitung des Abends liegt in den Händen von Pro­fessor Hans Winderstein, ivelcher die Brahms^Sinfonie zum ersten Male hier in Bad-Nauheim dirigiert.

TU. Butzbach, 6. Mai. Im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 118 wurden die Gefreiten W. Henrich und H. Buß, beide *,3 Gambach, zu Unteroffizieren, und die Wehrmänner Wilhelm Stendenbach aus Butzbach und Wilhelm D i l g e s aus Münster bei Butzbach zu Gefreiten befördert. Sämtliche Beförderte sind im Besitz von Kriegsauszeichnungen.

Starkenburg und Rheinhessen.

Rnmpenheim, a. M., 8. Nim. Au der Baustelle der Vttmfckleuse brach Sonntag nachmittag, kurz noch- 5 Uhr, ein Brand aus, der die Lagerboraven für Holz und Zement zerstörte Und auch die Verschalungen der Schleuse selbst teilweis vernichtete. Als es der Rumpeirheimer Feuerwehr und bei: beim Bau Beschäf­tigten nicht gelang, des Feuers Herr zu werden, wurde die Offen- bacher Wehr alarmiert. Diese konnte aber wegen Wassermangels trotz der Nähe des Maines die Saugvorrichtung versagte nichts ausrichten. Erst als das Waffer von der 600 Meter entfernten Kann'scken Fabrik durch Hydranten heran geführt tvurde, konnte der Brand bewältigt werden. Ter durch das Feuer an Holz und durch das Wasser an dm groffen Zenienworräten au gerichtete Sckiaden ist bedeutend und taute bis jetzt noch nicht annähernd festgestellt, werden.

O Mainz, 9. Mai. Im kommenden Juni sind es h u n b c r t Jahre, daß die Provinz Rheinhessen den: Grobherzogtum Hessen einverleibt wurde. Aus diesem Anlasse soll im Akademiesaal des kurfiirstlichen Schlosses eine akademische Jnbi- läumsfeier stattfinden, bei der ein auswärtiger Professor die Fest­rede halten wird.

ch. Dingen, 8. Mri. Ein schwerer Schiffs Unfall hat sich gestern bei Rüdesheiu: ereignet. Der RadschleppdampferOber- Vräsident Nasse" fuhr mit drei beladenen Schleppkähne,: der Reederei Harpen bergwärts. Zur gleiche: Zeit kam der Nadschlepp- DampferStraffburg Nr. 1" mit zwei beladenen und Me: leeren Schleppkähnen zu Dal. Bei Rüdesheiu: versagte das Ruder des Sweiten Harpenkahns. Der stencrlose Kuhn fuhr den: Schlepp­dampferStraffburg Nr. 1". dek nicht mehr mtezuweichen ver­mochte, m den Nadbasten und zertrüininerte das ganze linke Rad des Bootes. Dieses vermochte seine Fahrt nicht mehr fortzusetzen rmd mußte nach Rüdesheiu: gebracht werden. Der Harpenlahn trug bedeutenden Schade,: ffn Vorderscknff davon. Er wurde :wck bis zur neuen Rhein brücke geschleppt und dort abgeworsen. Ter Kühn Äat Kohlen geladen, die nach, dein Oberrhein bestimmt sind. Der stark beschädigte Radschleppdampser muff nach einer Werft zur «Herstellung geschiteppt werden.

Hessen-Nassau.

Zwei Mörder verhaftet.

- Franksurt, 9. Mai. Drahtbericht. Die Mörder des cu\ Freitag abend in seiner Wohnung ermordeten Privat- ,manns Ernst Ha y mann verhaftete'die Frankfurter Po­lizei in den 17 18jährigei: Arbeitsburschen Kirchner und Münzer. Kirchner ist bereits geständig. Beide sind bei einem Einbruch in die .Hahmannsche Wohnung von dem dorthin zurück kehrenden Besitzer überrascht worden, den sie erwürgten. Münzer war als Neffe der langjährige,, Haus- Haltern: des Ermordeten mit den WohnuugsVerhältnissen in, >Hapmannschen Hause genau vertraut. Kirchner biegab sich

unmittelbar nack) der Tat uack) der Polizei und klagte sich eines anderen, angeblich von ihm vollbrachten Ver­brechens an,

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ll F r o n h a u s e n a. d. Lahn, 8. Mai. In vorletzter Nacht drang ein Unbekannter in die Wohnung einer Kriegerslran ein, zwang diese zur Hergabe der Schlüssel und nah,,: sich allerhand Eßwaren und auch Geld.

Frankfurt a. M 8. Mai. Zu dem liessischen Aus fuhr verbot von Wildbret nahm heute ab«tt) eine in der Hauptlvache" abgel-altenr stark besuchte Bersanwllung Frankfurter Pachter aufferprcuffischer Jagden Stellung. Der Versammlung^ leiter, Rechtsanwalt Tr. Dockuahl, gab einleitend die einschlä­gigen Berlnüsbestimimmge,: und die bisher dagegei: unternommenen schritte bekannt. Mm: habe sich privatim durch den Hessischen Jagdklub an das Hessische Ministerium ge,ve,:det, hier aber die vorläufige Antwort erl>alten, d,rß die Aushebung des Verbots Sache der Reichsfleischstelle in Berlin sei. Das Verbot bedeute für Frankfi:rt, das alljälirlich große Pachtsninme,: in die hessischen Staats- und Gemeffwekasfen stießen lasse, eine große Härte, außer­dem ginge für Frankfurt eine bedeute,ü>e Menge Wildsleisch als billige dtehrung für die Bevölkerimg verloren. Nach längerer Aussprache schlug Tr. Dochnahl einen ihm von Bayern, wo die Verhältnisse älmlich wie in Heffer: liegen, ems>fohleivc,: Weg zur Erreichung des Ztets vor. Man solle sich durch Vernnttlung des betreffenden Kommunalverbaiches die Ansfuhr eiuer bestimmten Anzahl von Wildstücken bei der zustcffchigen Landiessleischstelle erwirken. Gesetzlich sei gege,: das Ansfi:hr:>erlwt nichts zu macke,:, da gegenwärttg höhere Gcivalten die Herrschaft hätten. Auch die Verweigerung der Zcchfimg der Jagdpachten sei zlveckllvs. Es sei aber enrpsehlenswert, eine Ermäffig 2 v:g der Pachtgelder zu er- wi,ckeu. Äon anderer Seite im:rdei: die für einzelne Kreise Hessens noch geltenden Sonderbestimmungei: scharf bemängelt. Während der Kreis Erbach kein s?lusfnhrverbot für den Kreis selbst besitze, verbiete der Kreis .Heppenheim de,: Verkauf sogar aus dein eigene Kreise. Versuche, die Stadt Frankfurt selbst zu den nötigen Schritte,: m: den maffgebe,chen Stellen zu bewege::, seien gescheitert. Da nun aber Hessen ettoa 40 Prozent der gesamten Wildeinfuhr für Frankfirrt liefert, beschloß die Versammlung eff:stim,n:g durch den Vorstand beim hiesige,: Oberbürgernreister selbst vorstellig zu »oerde,:. Llufferdem solle,: beider hessischen^ Regterm:g. der hessisckwn Landessteischstelle, der Reichssteischstelle und dem stellvertretenden Generalkomnrandv Schritte unternommen tverdcn, un: die für die Ernährlllw Frankfurts einschneidenden Bestimmunge,: der heffffchen Landesregierung zu nrildern, be^ielpmgsweffe anftuheben.

--- Frankfurt a. M., 8. Mai. Eine hier ab gehaltene Bersammftmg von Molkvreifachleuten aus Hessen- Nassau, dem Großherzogtnm Hessen und den an.grenz<nwen Landesgebieten befaßte sich in läügeven Berhiandnmgcn ,nit der Milch-und But terversörgun g. Ans den: Mei­nungsaustausch ging hervor, daß man seit Wochen ans dem Lande die vollwertige Milch immer mehr zurückhält und dadurch die Bersorgimg der Städte nnt Milch erschlvcrt und auch den Märkten die'nötigen BUtttermengen entzieht. Zur Behebung dieses Miffstarides wurde ein Ansschnß beauftragt, die Behörden zu geeigneten Maßregeln zu veranlassen.

= Hanau, 8. Mai. Auf der Station Pulvernrühle, ivUrde heute früh der Rottenführer Ruth aus Niederroden­bach von einer Maschine überfahren und getötet.

----Bad Homburg v. d. H., 9. Mai. Die Kaiserin hatte am Sonntag nachmittag etwa 60 hier anwesende kranke Osf:z:ere der deutschen und verbündeten s)lrmecn zu sich ins Schloff zum Tee geladen. Am Bornnttag nahm sie mit ihrer Begleitung an: Gottes­dienst in der Erlöserkirche teil.

S ch wa nheim a. M., 9. Mai. Eine neuerliche Besta,:ds- aufnahme der Kartoffeln ergab, daß sich bei einzelnen Land­wirten noch ganz erhebliche Vorräte vorsanden. Die Gemeinde- vertreter-Versammlnnd beschloß, von diesen Mengen 250 Zentner den Ortsbewohnern käuflich zur Verfügung zu stellen, einer Ver­fügung des Landrats auf Lieferung dieser Kärtosieln an den Kreis jedoch nicht nachzukon:men, selbst auf die Gefahr hin, daß der Geineinde dann auch andere Lebensmittel nicht vom Kreise zu­gewiesen würden.

Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberhessen.

L 2 . Gieffen, den 6. Mai 1916.

Antrag der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt am Main auf Enteignung von Gelände zur Er­weiterung des Bahn Hofs i n Schotten.

In der heutige,: öffentlichen Sitzung fand die irt der öffent­lichen Verholzung am 4. März l. Js. ausgesetzte Urteilsverkündung in obiger Sache wir folgt statt: . W

I. Als Gegen st and der Enteignung lvird nach dem Antrag der Königlichen Eisenbayickirektioi: Frankfurt a. M., als Unter,:ehmerin, den vvrgelegtei: Plcffrcn, Grunbbuchsauszügen u,ü> Mleßbriefen imtspvochend, festgcstellt:

1 a) Bon den: Grmrdstück Flur XIV Nr. 134 der GeiNarkung

Schotte::, Gärtnerei, die .Hotawiesengall, zu ie Vs den: Schneider, Martin Philipp und seiner Ehefrau Anna Mathilde, geh. Hotzel, Mgeschirieben. eine Flääic von 1160 gm. b) Von dem Grundstück Flnr XIV Nr. 135 dar Gcnnarttrng Schotten, Gärtnerei, dte Hohmwiesengall, zu je Vs dein Schneider, Martin Wlipp und seiner Ehesrcv: Anna Mathilde, geb. Hotzel, zu geschrieben, eine Fläche von 1218 gm.

2 a) Von dem Gnindstück Flur XIV Nr. 140 i/10 der Ge mar

kung Schlotten, Hn,:sgarten, die Hohen,viesenäcker. dem Wendeberg. Ferdffnmd und Ehefrau, Emilie, geh. Spamer, zugeschrieben, eine Fläche von 256 gm.

Bon dem GrmEick Flur XIV Nr. 141 der GeiNarkung Schotten, Aeckcr, jetzt bebaut mit Websaal, die Hohenwiesen­äcker, dein Wcndeb erg, Ferdinand und Ehefrau, Emilie, trete Spamer, zuaesckrieben, eine Flää-e von 104 qm.

Bon den: Grundstück Flur XIV Nr. 142 der Gemarkung Schotten, Wer. die Hohenwiesenäcker, den: Spamer, Adam I., zu geschrieben, eine Fläcke von 221 qm.

Bon dem Ofiundsttick Flur XIV Nr. 143 der (taiarknng Schotten. Acker, die Hohentviesenäcker. zugeschrübei: :

a) Gr a n d hom in e, Elise, geb. Spamer. Ww. von ^Kano bom'me, Hcrmaim (f), Erbin: die unter b) Genannte:

b) Keller, Anna, geb. GraNdhoinme. Ehefrau des Lehrers Wilh. Keller, eine 'Fläche von 104 qm

Bon dem Grunostücl Flur XIV Nr. 18a der Schotten, Wiese, die Läpperchen. De: K r o m m .

Ehefrau, Lina, geb. Becker, zugeschrieben, ernc

Bo,? dem Grundstück Flur XIV Nr. 189 der Gemarkung Schotten Wiese, die Läpperchen, zugeschrieben den: stramm, Adam II. und Eheftan. .Katharine, geb. Schmidt (tz). deren

a) ^P röscher. Hck. II. Ehefrau, A,ma. geb. Lfromrn,

b) Kromm, Berta, a) K r o,n,n, Käte,

eine Fläche von 100 qm. . .

II. Als E n t s ch ü d : g u n g hat d,c Unternehmcrm den E:gen-

tnmern zu zählen: s

Zu 1. 1 a) für 1160 qm a 1,75 Mk. ö für 851 qm ff 1,20 Mk. (Minderwert) -

Zn I. 1 b) für 1218 qm ff 1.75 Mk.

für 892 qm a 1,20 Mk. (Minderwert) -- ferner eine besondere Geschästse,:tschädigung von

b)

3.

9

Gemarkung Heinrich III. Fläche von

6 .

2030.00 Mk. 1021,20 2131,50 1070,40

1000.00

Zu I. 2. a) für 256 qm ff 3,50 Mk. Zu I. 2. b) für 104 qm a 3,50 Mk ferner als Minder,vertsentschadignng und als einmalige Abfindung für d:e llnterhaltnng der Einfriedigung, d:c den Grundeigentümern obliegt

Sa.

7253. IN

Mk.

896,00

Mk.

364,00

750,00

30,00

Är.

2040,00

w

Zu I. 3. für 221 qm a 2,b0 M7 «* oos,G o jüh.

und als einmalige Abfindung für die dauernde Unterhaltung der Einfriedigung, die nunmehr den Grundeigentümern obliegt 82,50

Sa. 635,00 Mk"

Zu I. 4. für 104 qm ».2,50 Mk. - 260,00 Mk

und als einmalige Abfindung fi:r die dauernde Unterhaltung der Einfriedigung, die nunmehr den: Grundeigentümer obliegt 48,75

Sa. 308,75 Mk

Zu I. 5. für 72 qm a.0,90 Mk. 64,80 Mk.

Zu I. 6. für 100 qm n 0,90 Mk. --- 90.00 Mk.

III. Der A u s s v r n ch der Enteignung erfolgt nach Rccktstrafi der Enffcheivung unter I aut Antrag der Unternehme­rin, sobald der Nachweis über rechtsgültige Zal>lnng oder Hinter' legung der Entschädigungssummen erbracht ist Art. 39 des Ent­eignungs-Gesetzes). Der Alttrag ist längstens binnen 3 Monaten luttf'i Rechtskraft zu stellen.

IV. Tie Kosten des Verfahrens hcü die Unternehme^

rin zu trage,:. __

Universitäts-Nachrichten.

[] M a r b u r g , 8. Dkai. Ter Oberarzt an der chirurgischen Universitätsklinik, Prof. Dr. und. Friedrich H o h n: e i e r, wurde zum Chefarzt des Bürgerhosvitals in Koblenz ernannt. _

Märkte.

Gießen, 9. Mai. Marktbericht. Aus dein heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Psd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 22^-24 Pfg., Käse da§ Stück 610 Pfg., Kasematte 1 Stück 3-0 Psg., Kartoffeln der Zentner 0,00 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 28 Psg., Spinat 2530 Psg. das Psd., 6)elberüben 20-00 Pfennig das Psd., Rosenkohl 2530 Pfg. d. Psd., rote Rüben 00 Psg., Zwiebeln das Pfund 4050 Psg., Nüsse 100 Stück 00 -00 Psg., Blumenkohl 00-00 Pfennig, Sellerie 0-00 Pfennig das Stück, Grünkohl 2035 Pfg., Feldsalat 10-12 Pfg. Marktzeit von

7 bis l Uhr.

ie. Frankfurt a. M. Viehhof Marktbericht vom 8. Mai. Durch den Viehhandelsverband für den Regierungsbezirk zur Verteilung an die Städte: Frankfurt a. M. 174 Rinder, 809 Kälber, 983 Schweine; Biedenkopf: 2 Rinder, 10 Kälber, 6 Schweine; Dillenburg: 2 Rinder, 10 Kälber, 5 Schweine; Marienberg: 2 Rinder, 5 Kälber, 5 Schweine; Westerburg: 2 Rinder, 6 Kälber, 3 Schweine; Montabaur: 2 Rinder, 6 Kälber, 4 Schweine; Weil bürg : 2 Rinder, 10 Kälber, 4 Schweine; Limburg : 2 Rinder, 20 Kal der, 8 Schweine; Diez: 2 Rinder, 10 Kälber, 4 Schweine; St. Goarshausen: 2 Rinder.

8 Kälber, 5 Schweine; Rüdesheiu:: 2 Rinder, 8Kälber, 5 Schiveine; Wiesbaden Land: 3 Rinder, 25 Kälber, 8 Schweine, Wiesbaden Stadt: 0 Rinder, 84 Kälber, 20 Schweine; Lauaenschwalbach: 2 Rinder, 8 Kälber, 4 Schweine; Usingen: 2 Rinder, 5 Kälber, 4 Schweine; Homburg: 2 Rinder. 19 Kälber, 8 Schweine! Höchst a. M.: 2 Rinder, 24 Kälber, 8 Schweine.

Meleorologische veobachtungen der Station Kießen.

Mai

1916

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Wetter

8.1 2 M |

11,5

7.7

76

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Regen

8. 9 M

9,1

7,1

82

7

Bew. Himmel

9. 7 m

8,2

6,1

75

3

Sonnenschein

i i ll i

Höchste Temperatur am 7. bis 8. Mai 1916: -tz- 16,3*C. Niedrigste * , 7. , 8. 1916: -f 9,0* C.

Niederschlag 6,6 mm, _

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichtcn in Hessen am Mittwoch, den 10. Mai 1916 Ziemlich heiter, ineist trocken, etwas wärmer.

trtzte Nachrichten.

Der russisckte Bericht.

Petersburg, 8. Mai. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 7. Düai. '

W e st f r o n t: Bei dem Bahithof Kockeichusen östlich Friedrich­stadt beschoß die seindlict>e Artillerie einen unserer Züge.

Galizien: Bei den: Dorfe Jazlowiec (12,5 Dlometer süd­lich Bnczacz) kamen wir etwas vorwärts.

Kaukasus: Im Knstenabschnitt wiesen bereits unsere Vor­huten einen tiirfiirbci: Angriff leicht ab. ^cachben: wir in der Rich­tung auf Bagdad die bcfesfigtei: Punkte der Stellung Scrm:allennd genon:men hatten, gingen die Türken unter l>eträchtlichen Verlusten und in groster Eile nach Südes: zurück. Sie ließen ein großes Zeltlager ::nd eine Menge Material aus dem Platze. Feststellungen ergelxni, daß ivir seit der Einnahme von T r a p e z u n l acht Msteu- geschützc, auch Ärsttten. vierzehn sechszöllige (15 Zenttmeter) Ge­schütze, ein Feldgeschütz, ntehr als 1000 Gewehre, 53 Artillerie- Mnnitionslvagen, Trains, Fahrzeuge und anderes wichttges .st3fiegs- matcrial erbeutet haben.

Die Russen in Fmnkreich und Ellsiland.

Bon der russischen Grenze, 9. Mai. 9iunmehr be­tonen alle russiscl-es: Blätter, daß die russischen ?ruvpenenlsciv> dnngen nach Frankreich ::nd England absolut nicht daM dienen sollen, eine wesentliche Verstärkung bet Fronten in: Westen zu bilden, sondern ausschliefstic!) eHie Kiuchgebung der Solidarität darstellcn sollen, die unter bei: Verbündeten herrsche. Im höchste:: Falle betragen die :nss:sck>e:: Solidaritätstrnppei: an der ftm:- fischen Front eine Division, :vas aucli schon daraus yervorgeht, daß als Leiter der russisches: Trupp^rexpedition nach derRuffkche Jetzmnosti" ein .Divisionskoimnaicheur cu:sersehcn: wurde. Die Lrnppenabteilung, die nach England te'sördert wurde, lvstebt zu einen: erheblictteu Teil aus mürber Attlitürtauglicknn, die dort ausnahmslos fiir die Munitimrsherstellmig venvc^rdet werde:: sollen. Zum Teil sff:d es Militärpflichtige ans Italien, die aus Gmnd des russisch-italienischen Abkommens sich freiwillig für bei: Kriegsdienst gemeldet haben. Tie ncssischeu Trnppensendimgcn nach dem Westen hätten in der Hauptsache moralische Bedentting, und man dürft daran keine besonderen mllftärischec: Erivarttnrgei: km'lpftn.

Zur Bcrlmftnna Suchomlinotvs.

i. Köln, 9. Mai. Laut derKöln. Ztg." meldet der Peters­burger Korrespondent desEorriere dela fern" daß die dortige:: Blätter nur in sehr k>:lU>p<n For'm/ die ^«'achricht von d<-r Verl-afttmg, des ehemaligen Kriegssnmisters Suclwmtftv^w wiedergc'beu, te'r unter Anklage gestellt nwrde, in der russischen Armee B3affen uird Rc.unitionsrnangel gerade in den: kritisciieu 2ingenblick oernrsacht zu haben, als im vorigen Ialire die große deutsche Offei:s:ve an^ setzte. DerRjctsch" bemerkt in einen: Konmdcntm', von dt'in aber nur ein kleiner Teil :>erösfentlicht wurde, die 2Lnklagr hate' ,-ff:eu außerordentlich ernsten El>arata Suchomlffiow lverde nicht nur der amtlichen Pflichtverletzm:g, sonder:: auch dc^s Landesvei'rat^ angellggt.

Unter dem NamenLaniol Lang" wird von der Ebemischei: Fabrik Olrteshetm-Elektron ein zum deutschen Reichsoaleitt ange- meldeteS außerordentliches wirksames EnUausungsmiktel in den Handel gebrach:. Es wirkt aus die Läuse innerhalb »veniger Sekm:den tödlich ein und bringt deren Nisse rasch und sicher zun: Absterben. (5in besonderer Vorzug des Atittels bestellt darin, daß demsell'en Stoffe zngesctzt sind, die, ohne selbst schädlich zu sein, sich aus der Hanl erhalten und eine Nenzuwalwernng von Läusen ans längere Zeit verhindern. Das neue Mittel erzeug! keinerlei Unckbeschwerdcn, keinen Ausschlag und keinerlei sonstige Gesundheitsstörungen. Es ist nicht feuergefährlich uitd in seiner Verwendung nicht veschranki. DasLausol Lang'^ hat sich bei unseren Truppen im Felde, in: Schiitzengraben und Quartier ganz oorzliglich i*cwährt.