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Erstes Blatt
166 . Jahrgang
MetzenerNnvi
General-Anzeiger für Oöerhesjen
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Die deutsche Antwortnote an Amerika.
(VLB.) Trotzes Hauptauartier. 5. Mai. (AmtllchJ
Westlicher Kriegsschauplatz.
Auch gestern war die Grftchtstätigkeit an der englischen !Frs«t Milchen Armentieres und Arras lebhaft. Bei Gr- ' vrs^en-Gohelle entwickelten sich Handgrana t e n k ä rupft um emeu Sprengtrichter, in den der Feind voriibergehend hatte ! Vordringen können.
Südlich der Somme sind nachts deutsche Erkundungs- aützllungcn in die feindliche Stellung eingebrochen, haben eisen Gegenstoß adgewiesen und einenOffizier.fünf- un-vierzig Mann gefangen genommen.
Links der Maas drangen unsere Truppen in vor- vortzrrürgende französische Verteidigungsanlagen westlich von AvocouN ein. Der Feind hatte sie unter dem Eindruck unseres Feuers aufgcgeben. sie wurden zerstört und planmäßig wieder geräumt. Südöstlich von Haucourt wurden mehrere französische Gräben genommen und Gefangene eingeb rächt. Ein gegen den.Westausläuftr der Höhe „Toter Mann" wiederholter feindlicher Angriff brach völlig zusammen. Rechts der Maas kam es besonders nachts zu starker Arlitterietätigkeit.
*
Ein englischer Doppeldecker mit französischen Abzeichen fiel an der Küste nahe der holländischen Grenze unversehrt in unsere Hand. Die Insassen retteten sich auf neutrales Gebiet. Ein deutsches Geschro-ader urarf auf die Bahnanlagen im Noble tte- und Auve-Tal (Champagne) sowie auf den Flughafen Suippesausgiebigunder- fo lgre i ch Bomben ab.
Der Lustkrieg hat im Laufe des April, besonders in der zweiten Halste des Monats, auf der Westfront einen großen .Umfang und wachsende Erbitterung angenommen. An Stelle des Einzelg-'fechls tritt mehr und mehr der Kampf in Gruppen und GeschnmÄern, der zum größten Teil jenseits unserer Linien ausgesuchten wird. Im Verlauft dieser Kämpft sind im Alonat April auf der Westfront
26 ftindliche Flugzeuge durch unsere Kampfflieger ab- geschosftn. davon neun diesseits der Frontlinie in uu- ftven Besitz gefallen. Außerdem erlagm
1h Flugzeuge dem Feuer unftrer Abwehrkanonen.
Unsere eigenen Verluste belaufen sich demgegenüber auf zusammen 22 Flugzeuge; davon gingen
14 im Lustkampf,
4 durch Nichtzurückkehr,
4 durch Abschuß von der Erde aus verloren.
Oestlicher und Balkan-Kriegsschauplatz.
Es hat sich nichts von besonderer Bedeutung ereignet.
Oberste Heeresleitung.
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Die deutsche Antwortnote an Amerika ist überreicht und verösftntlichl worden, und wir dürfen wegen des darin ent-» hallenen Entgegenkommens gegenüber dem amerikanischen Standpunkt erwarten, daß es nicht zum Bruche zwischen beiden Ländern kommt. Wilson hatte in seiner.Note am 20. April erklärt: „Softrn die kaiserliche Regierung nicht letzt unverzüglich ein Aufgeben ihrer gegenwärtigen Methoden des Unterseebootkrieges gegen Passagier- und Frachtschiffe erklären und bewirken sollte, kann die Regierung der Vereinigten Staaten keine andere Wahl haben, als die diplomatischen Beziehungen zur deutschen Regierung ganz zu lösen." Die deutsche Regierung antwortet, auf den Gebrauch der Unterseebootswaffen auch im Handelskrieg nicht verzichten zu können, bringt jedoch ein „weiteres Entgegenkommen", ein „äußerstes Zugeständnis". Dieses besteht darin, daß „Weisung an die deutschen Seestreitkräfte ergangen ist, in Beobachtung der allgemeinen völkerrechtlichen Grundsätze über Anhaltung, Durchsuchung und Zerstörung von .Handelsschiffen auch innerhalb des Seekriegsgebietes Kauffahrteischiffe nicht ohne Warnung und Rettung der Menschenleben zu versenken, es sei denn, daß sie fliehen oder Widerstand leisten". Um das Maß des Entgegenkommens richtig zu erkennen, muß man sich an die deutsche Antwortnote vom 8. Februar d. I. erinnern, worin erklärt wurde, daß gegen Handelsschiffe der Unterseeboots- ^kricg „nach den allgemeinen völkerrechtlichen Grundsätzen über Anhaltung, Durchsuchung und Zerstörung von Handelsschiffen geführt werden nnirde", jedoch mit der '„einzigen" Ausnahme des Handelskrieges gegen die im englischen Kriegsgebiet betroffenen feindlichen Frachtschiffe, mit andern Worten: daß alle, feindlichen nitd neutralen Handelsschiffe «außerhalb des englischen Kriegsgebietes nur nach vorheriger Warnung und Ermöglichung der Rettung der Besatzung versenkt werden sollten; nur die innerhalb des englischen Kriegsgebietes betroffenen feindlichen Frachtschiffe sollten davon ausgenommen sein. Nunmehr, durch die jetzige Antwort, wird dieses Zugeständnis ausgedehnt auch auf feindliche Frachtschiffe, die innerhalb des Kriegsgebietes betroffen werden.
Es ist klar, daß unseren U-Booten künftig ein wirksames Arbeiten außevordentlich erschwert wird. Wir haben Amerika nachgegeben, nicht etwa, weil die deutsche Regierung anerkannt hätte, daß Wilsons Forderungen rechtlich und gerecht seien, sondern weil sich den großen
-Dampf um sein Dasein nicht erschweren wollte. In der deutschen Antwortnote kommt diese Begründung nnt klaren, offenen, aber auch mutigen und würdigen Worten zum Ansdruck. Ucberhaupt dürfen wir die Fo r m der Entgegnung an Wilson loben, denn sie ist deutsch, männlich und furchtlos > in der KennAeichnung der dem deutschen Volke unverständ
lichen amerikanischen Politik. Und wir geben unsere U-Boot- waffe keineswegs bedingungslos aus der Hand. Herr Wilson wird sich genötigt sehen, alsbald zu offenbaren, ob es ihm nrn die Freiheit der Meere wirklich ernst ist, ob ^r England gegenüber die gleiche feste und bestimmte Sprache sindet wie Deutschland gegenüber. In diesem Punkte hat die Antwort des Reichskanzlers gut zugefaßt und mit knappen, herben Sätzen, die von deutschem Empfanden durchdrungen sind, wirklich alles gesagt, was der zwiespältigen Moral des amtlichen Amerika vorgehalten werden muß.
Im Be r t r a u e n auf die R ich t i g ke i t aller Voraussetzungen, die im deutschen Hauptquartier zur Behandlung der amerikanischen Forderungen ftstgestellt worden sind, schart sich das gesamte deutsche Volk heute hinter die Regierung. Wir haben keineswegs das Gefühl der Beschämung, vor einer Drohung ängstlich zurückgewichen zu sein. Wir stehen im siegreichen Kamps gegen die halbe Welt, und darum wird kein Mensch aus dem Erdenrund sagen dürfen, wir hätten durch unser Nachgeben unsere Ehre verletzt. Im Gegenteil, auf den „Mut" des Herrn Wilson, sich hinter unsere «Feinde zu stellen und in ungefährlicher Entfernung uns zu schädigen, fallen allerlei bedenkliche Streiflichter. Wir billigen es vollauf, und keine Empfindelei darf uns darin stören, daß bei der Entscheidung Amerika gegenüber kühler Kopf und kalte, durchdringende Rechnung maßgebend waren. Aber wie wir von Anfang an in der U-Boot- frage Zurückhaltung bewahrt haben, weil wir die genaue Sachlage nicht zu überblicken vermögen, so können wir auch heute die Entschließung der Negierung keineswegs mit Jubel oder Begeisterung begrüßen. Nur Vertrauen wollen wir hegen, Vertrauen daraus, daß alle Vorteile und Nachteile der Lösung sorgfältig abgewogen worden sind, daß keine falschen Einschätzungen stattgefunden haben und daß die Rechnung stinrmt. Der Reichskanzler hat dem zustärrdigen Reichstagsausschuß gestern noch einmal in langer, vertraulicher Sitzung Rede und Antwort gestanden, aber wir zweifeln, ob die Anwesenden alle in der Lage waren, genau zu prüfen und endgültig zu urteilen, ob die Reichs- leitung richtig gehandelt hat Die. Schwierigkeit liegt nickt zuletzt darin, daß die Entscheidung, aus welche Seite sie sich auch neigen mag, doch wohl auch von Stimmung und Temperament beeinflußt wird. Vor allen Dingen muß sich bald Herausstellen, ob Herr Wilson und seine innersten Absichten richtig eingeschätzt worden sind. Die deutsche Regierung verhehlt sich selber nicht, das spricht sie in ihrer Note aus, daß die Akten in der U-Bootfrage noch nicht endgültig geschlossen sind. Verharrt Herr Wilson in seiner einseitigen deutschfeindlichen Humanitälspolitik, so würden wir vor der Frage stehen, ob der Reichskanzler und seine Berater die Wirkung eines Aufschubes der letzten Entscheidung zutreffend ins Auge gefaßt haben.
Pressestimmen.
Tic „Kölnische Zeitung" sagt:
Unser ganzes Bestreben muß daraus gerichtet sein, den Sieg zu erringen, den Krieg schnell haxb entscheidend zu Ende zu führen. Bei der Erwägung aber, wie dieses Ziel zu erreichen, müsseni jene Empfindungen zirrücktreten fcor Bermmstgründen. denn Gefühl sind in der Politik von Nebel, sie trüben den Blick für das, was zu erreichen möglich ist. Daß aber der Krieg ins Unabsehbare verlängert werden würde, wenn auch Amercka hmznträte, ist nach menschlichem Ermessen wahrscheinlich. Es liegt daher in unserem Interesse, diese Möglichkeit zn oerm-erben oder aber, wenn Herr Wilson seinen Krieg durchaus haben wül, ihn von vornherein nnt einer so erdrückenden Bürde der Schuld $u belasten, daß er im Urteil der Geschichte darunter znsamnrenbrechen wird.
Die „National z tg." :
sttun liegt die dlntnwrt vor. Sie ist von Würbe umflossen: sie atmet Besonnenheit: und sie witd später einmal, wenn unsere Feinde uns nicht mehr feindlich gegenüberstehen werden, gleich einein spiegelblanken Ehrenschild des deutschen Volkes in der Welt erglänzen. Es ist das wertvollste Rocht des Starken, auch nachgiebig sein zu dürfen, ohne den Vorwurf der Schwächlichkeit aus sich zu laden.
Ter „Deutsche Kurier sagt:
Das Bewußtsein, sich in der Grundstinrmung eitrig zu wissen mit den Reichslenkern, darf euren Teil der natürlichen Enttäuschung wegwischen nnd Muß jeden Ivillig machen, die Gründe der nüchternen Staatsraison mit einem pu Hören bereiten Ohr zu vernehmen. Von diesem Standpunkt aus enthalt die Note vieles, was man mit Rückhaltlosem Beifall begrüßen kann. Es ist eine echt deutsch)«, männliche Sprache, die in unserer Erwiderung das Wvtt führt. Jetzt ist es zwecklos, rückblickerrd zu fragen, wie es hätte anders gemacht werden können und sollen. Jetzt haben wir rrur die eine Pflicht, allesamt wie bisher hinter unserer Regierung zu stehen und aufmerksam uird kühl abzuwarten, ob Washington M!nnrehr England gegenr'tber seine Pflicht tun lvrrd, oder ob es vorzieht, uns die vorbehaltene Freiheit der Entschließungen zurück- zugeben.
Die „Tägl. Rundschau":
„Nicht rühmen kann ich's, nicht verdammen", nur mit den gegebenen Tatsachen mich ab finden. Tie deutsche Regiermig hat ncch laugen, gewissenhaften Erwägungen, bei denen alle politisch und militärisch verantwortlichen Männer irnd die Vertreter verschiedener Anschauungen mitivirkten, die Entschädung getroffen, und Pflicht des deutschen Volkes ist es, sich einheitlich hinter diese Entscheidung zu stellen. Kritik u.nd Geltendmachung besonderer Meinung ist in diesem Augenblicke uunützlich nno daher unstatthaft. Tie deutsche Regiermig hat gesprocheti und ihr Spruch ist für alle gültig. Wir wünschen, daß loir auf dem von ihr gewählteu Wege zum Endsiege schreiten.
Ter „F r e i s i n n t q e it Zeitung" erscheint es das Beste, daß, während die Wilfonfche Note es so darzustellen suchte, als ob es in der Regelung der Beziehungen znüschen Deutschland und den Vereinigten Staaten in der Zukimft mir ein Entweder-Oder gäbe, die deutsche Anvvort einleuchtend nachioeise, daß die Forderungen wahrer Humanität auel), im Kriege von uns in gleiche Weise anerkannt tverden, nne von Amerika, daß es sehr wohl einen Ausgleich gibt zwischen den milÄärischcic Notwendigkeiten!
dieses Krieges und der Forderungen des durch ürkerUakromcke Ber^ träge geschaffenen Völkerrechtes, und daß gerade das anrerikanische Bol? in hervorragenden: Maße dazu berufen ist, anerkaanteu Regeln des Völkerrechts Geltung zu verschaffen. Die „Freisinnige Zeitung "meint, daß der Appell der deutschen Note-an das so rege HumanitätsgeMl der Bt'irger der Vereinigken Staaten nicht umsonst verhallen werde.
Die „Bo ss. Z t g." schreibt:
Wem: es itad} Deutschlands Wunsch und Willen geht, wird die so angebahnte Verständigung dauernd sein — ob sie es wirklich feilt wird, hängt von Herrn Wilson und noch mehr von dem amerikanischen Volke ab, dessen oft gerühmter Sinn für Gerechtigkeit nnd Humanitüt^ sich jetzt^ bewähren muß. Auerkirrnung verdient der feste, würdige Ton, in dem die deutsche Antwortnote gehalten ist. Sie weist nnt einer vornehiUen Häudbewegmrg küe gehässige Cha- rakteriitik unseres Unterseebootkriegs in der Süsser-Note ab und hält Herrn Wilson offen die Einseitigkeit und Parteilichkeit seiner bisherigen Politik vor. So ungeschminkt ist mit ihm noch nie gesprochen worden, aber es war auch nachgerade an der Zeit, daß es geschah, sollte schweres Unheil für die beiden, seit alten Zeiten eng b.'freundeten und fo vielfach aufeinander angewiesenen Völker verhütet werden.
Tie „Post" :
Das Urteil darüber, ob es richtig gewesen ist, den Forderungen des Präsidenten Wilson in einem so wichtigen Punkte nach-zugeben, wie es die ^Frage der vorherigen Warnung feindlicher Schisse vor denr Angriff 'durch die U-Boote bedeutet, muß den verantwortlichen Stellen unserer Regierung überlassen bleiben, die allein das zuständige Material in Händen haben, sich ein vollständiges Bild der gegeneinander abzuwägenden diplomatischen und militärischen Waffen zu mocf at. Entweder kommt man denr deutschen Verlangen Nack:, die Vöikerrecktsbräche Englands mit derselben Schärfe zu behandeln wie den deutschen Unterseebootskrieg, oder man bekennt angesickits der von Deutschland erfüllten Haup'tsorderung der letzten Note öffentliche vor aller Welt, daß die schörwu Reden voni Menschlichkeit und Völkerrecht nichts gewesen sind als diplomatische Phrasen zur bequemen Einleitung unfreundlicher Handlungen, die man herbei zu führen wünscht.
Der „Reichsbote" erachtet es als patriotische Pflicht, sich auf den Boden der vollendeten Tatsachen zu stellen und begrüßt ebenfalls den entschiedenen, waiirheitSneutigen Ton der Note. „Deutsche Tagesz eitung" und „Kreuz zei tu ng", die von vorn herein auf dem Stai st>lnm kt gestarcden haben, daß Nur auch eine Ablehnung mit unseren JUteresseu hättet vereiulgen können, beziehen sich ohne weiteren Kommentar auf ihre bckauute Stell un gna hure.
Tie „Kölnische Volkszeitun^:
Tie Lage ist also aus ihrem! akuten Stadrunr keineiswegs, heraus^ Alles hängt ab von der Entscheidung — Washingtons, und wir wissen nicht, wie diese airsfallen wird. Wenn es jetzt doLnoch zum Bruche kommen sollte, so wird die Schuld nicht bei uns; sondern bei Washington liegen. Wir dürfen sagen, daß wir alles, wirklich alles getan haben, nur ihn zu vermeiden. Eine weitere Kritik dürfte in dem gegenwärtigen Augenblick nicht er-, sprießlich sein.
* * *
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 5. Mai. (WTV. Nichtamtlich.) Amllich tute, verlautbart: 5. Mai 1916.
NussrscherKriegsschau platz.
Unsere Flieger bclegten vorgestern den Babnknstenvunkt Zdolbnnowo südlich von Nonmo mit Bomben. Im Bahnhofsgebäude, in den Werkstätten, im rollenden Material und auf den Schienenanlagen wurden Treffer beobachtet. Mehrere Gebäiwe gerieten in Brand.
Gestern wieder überall erhöhte Geschütztätigkeit-, vielfach auch Vorfeldgcplänkel.
I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.
Am R o m b o n vertrieben unsere Truppen nach kräftiger Artillerievorbereitung den Feind aus mehreren Stellungen, nahmen über hundert Alpini, darunter drei Offi^ ziere, gefangen und erbeuteten zwei Maschinengewehre. Im Marmolata-Gebict wurde nachts eine schwächere ftindliche Abteilung am Oschang des Sasso-Undici zersprengt.
Sonst nur müßige Artillerietätigkeit.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarfchallcutnant.
EreignissezurSee.
Am 4. Rkai vormittags haben unsere Seeflugzeuge V a - l o na, am Nachmittag Brindisi bombardiert. In Balona wurden Batterien. Hafenanlagen und Flugzengftation mehrfach wirkungsvoll getroffen, in Brindisi in-'hrere Volltreffer auf Eisenbahnzüge, Bahnhofsgebäude und Magazine, ferner im Arsenal inmitten einer dicht zusammenliegenden Gnrppe von Zerstörern beobachtet. Mehrere Bomben sind in der Stadt explodiert. Ein zur Wwehr aufsteigendes ftindlicheS Flugzeug wurde sofort vertrieben. Auf dem Rückzuge wurde weit in See der Kreuzer „Marco Polo" angetroffen und die auf Deck dicht zusammenstehende Bemannung mit Ala- schinengcwehren wirkungsvoll beschossen. Trotz des heftigen Abweht-feuers sind sowohl von Valona als auch Brindisi alle unsere Flugzeuge wohlbehalten zurückgekehrt.
Flottenkommando.
* * *
Ein Telegrammwechsel zwischen dem
Erzherzog Friedrich und dem deutschen Kaiser.
Wien, 5. Mai. (WDB.) Ans denr Knegspressequattier nstrd gemeldet: Feldnmrschall Erzherzog Friedrich hat folgenden Armeeoberkvmmandobefehl erlassen:
Ich Hobe am ersten Jahrestag der D u r ch b r u cb s s ch lacht von G v r l i c e - T a r n o n> an den deutschen Kaiser folgende Depesche gerichtet: „Heute vor einem Jahre durchbrachen deutsche und österreichisch-ungarische Truppen in siegreicher Schlag


