Ausgabe 
5.5.1916 Erstes Blatt
Seite
3
 
Einzelbild herunterladen

* Beförderung. Ter Unteroffizier Ludwig Becker aus Gießen, bisher bei einem preutz. Feldtrupp für Lenkluftschiffe, wurde ZUM Zahlmeister-Stellvertreter befördert.

** Ein C Henri e-Kitrsus, mit besonderer Rücksicht auf die für die Hausfrau wichtigsten chemischen Prozesse, nimmt in der Aliceschule am 8. Mai seinen Anfang. Näheres im Anzeigenteil.

** D i c handwerklichen I»» g e n d k u r s e, zu denen die Anmeldungen zahlreich cingelaufen sind, nehmen in konunender Woche ihren Anfang. In dein Bildhauerkursus können zwei Freistellen an tüchtige, unbemittelte Schüler vergeben werden. Meldtingen werden hierfür im Gewerbehaus (Kirchstraßc) entgegen- genomznen.

** Drei junge K o n d i t o r g e h i l f e n in Ober- Hessen, zwei in Gießen und einer in Friedberg, wurden vor einigen Tagen voin Obermeister Viktor Thiermann und den» Hof- konditor Orth, beide aus Tarmstadk, geprüft und als Gehilfen fiir das Fach für fähig erklärt.

**Mit Mut und eigener Lebensgefahr hat der Friseur Muhl, der augenblicklich im Laudsturm Ba­taillon dient, gestern ein sechsjähriges Mädchen, das schon am Versinken ttfor, an der Bleiche aus den Fluten der Lahn gerettet. Die zahlreichen Augenzeugen des Vorfalls zollten dem Retter warmen Beifall. Friseur Muhl soll schon früher- einmal ein Kind vom Tode des Ertrinkens gerettet haben.

** S t ä d t i s ch e r K o l o n i a l w a r c n h a n d e l. Außer Bohnen, Erbsen und Käse, welche Waren in Mengen bis zu zwei Pfund an einen Käufer abgegeben werden, bietet die Stadt neuerdings F i s ch k o n s e r v e n und zwar Rollmops in ganz vorzüglicher, schmackhafter Ware feil. Ter Verkauf findet jedoch nur nachmittags von 26 Uhr statt. Jeder Versuch, diese Nahrungsmittel schon an den Vor­mittagen einzukaufen, ist zwecklos.

** Militärische Ausbildung der Jugend. Am kommenden Samstag abend nehmen die Hebungen des Soimnerhalbjahres ihren Anfang. Die Jungmannschasten treten 8y 4 Uhr vor der neuen Kaserne (Lichc'r Straße) an. Dort werden auch Neuaunreldungen cntgegeugeuommcn. Das Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps hat in diesen Tagen in einem Erlaß ans die guten Erfahrungen, die nrit den Mitgliedern der Jugendkompagnien gemacht wur­den, hingewiesen und die allseitige Beteiligung der Jugend­lichen gewünscht.

** Gieß euer H a ns f r a ue n - B c r e i n. In der Mit­gliederversammlung vom 4. Mai machte die Vorsitzende begannt, laß der Vorstand des Vereins beschlossen habe, eine Obstkern- Snmmelstelle einznrichten. Obstrerne sind bereits im vorigen Jahre in vielen Städten gesammelt worden. Nach Prof. Udo Daun ne r, der über dieses Thema vor kurzem ln der Zentrale der Hausfraucn-Vcreine Groß-Berlins sprach, sind aus den ^gesammelten Kerne»» für 25 000 Marc Oel und Oell'nchm ge­wonnen »vvrden. Daraus' ergiebt sich, welchen Wert, natürlich in .großer! Ntengen, die Kerne haben. Tarnm auch der Entschluß des Vorstandes, auch hier eine ^Sainmelstelle^einzurichten. Tie Sache ist soweit vorbereitet, daß mit dem Einsetzen der Kirsche:v- crntc die Sammlung beginnen kann. Ferner erfuhr man, daß der Vorstand Eingaben an das stellvertretende General'Kommando des 18. Armeekorps und an den Bundesrat gerichtet hat, in denen die Bitte vorgetragcn wurde, rechtzeitig Bestimmungen zu er­lassen, die das Ab w andc r n unserer Ob ster n t c in das Ausland verhindern. Ter Vorstand will Saatgut der von Herrn S chau m b c r g e r empfohlenen H c l i a n t i - Kn o [ i c n iommen lassen imd an seine Mitglieder abgeben. Nach, Erledigung noch weiterer Bereinsangelegenheiten nahm Lazarettpfarrcr K e l l e r das Mort zu dem angekündigten Vortrag: Heer und Heimat, Erinnerungen und Ermahnungen. Er führte etrva aus: Bei dem ungeheuren Aufwand von Kräften daheim 'imb* draußen besteht die <Näahr der Ermüdung- je länger der Krieg dauert. Um vor solche« Erschlaffen zu warnen und zu neuem Mut und ucucr Tatkraft an der großen Hilfsarbeit der Frauen zu erheben, berichtete er aus seinem Erleben im Feldlazarett. Tie schwere und doch so schöne Tätigkeit an den Verwundeten, die Not bei ihrem Massenandrang, das Verhalten der deutschen rmd französischen Verwundeten, die .schweren Tage des Rückzugs an der Marne wurden geschildert. Wie klein erscheinen dem allem gegenüber unsere Nöte und Leiden daheim. Me unrecht erscheint es, den Männern im Feld, die schon Schweres genug mitzumachen haben, ihr Leiden und Streiten noch schwerer zu »»rächen durch Klagen und Jammern, statt still und stolz dnrck-, das Entbehren in der Heimat mitzuhelfen an der Schlagkraft des Heeres. An Bildern und Menschenschicksaleu aus den vom Krieg heimgesuchten Gegenden wurde gezeigt, vor was mir bewahrt geblieben sind: wer das erlebt hat, lernt danken und gerne tragen und entbehren, was uns die harte Zeit auf­erlegt. Er sprach dann von dem rechten Lebe ns ernst, den man, vom Felde kommend, in der Heimat vermißt, wo gedanken­lose Leichtfertigkeit, Bcrgnügnngs- und Putzsucht sich noch breit zu ,machen wagt. Ta fast die Hälfte aller Männer unter d«r Waffen 'stehen, ist jetzt die Würde unseres Volkes besonders den Frauen in die Hand gegeben: diese gilt, es zn bewahren.> Ans einer Reihe von Beispielen wurde erwiesen, daß unsere Feinde erst von da an uns achteten, als sie uns wirklich kennen lernten; daraus ergibt sich für die Erziehung die Aufgabe, aus nationale Charakter­festigkeit zu dring?»». daß wir unsere deutsche Art zeigen auch vor den Fremden. Auch vom religiösen Erleben wurden ergreifende Zeugnisse geboten und die Notwendigkeit auch für die Frauen betont, dieses tiefste, hehrste Erleben der gewaltigen Zeit, in der die Grundlage unserer Zukunft geschmiedet wird, zu kräf­tigen und zu vertiefen. Tie ganze i nner e Mobil ma chu ng der Geister frisch und stark zu erhalten, das ist wesentlich der deutschen Frauen Pflicht und Werk und Ehre.

** Waldbrände. Mit Rücksicht aus die bei trockener Witte­rung bestehende Gefahr her Entstehung von Waldbränden Macken wir darauf aufmerksam, daß es verboten ist, mit irnver-, wahrtem Feuer oder Licht einen Wald zu betreten, oder sich diesem zu nähern, oder in der Nähe eines Waldes Feuer anzuzünden.

** Das heutige Kreisblatt enthält folgende besonder? zu beachtende Bekanntmachungen: Verbrauchsregelung mit Zucker für den Bezirk der Landgemeinden des Kreises Gießen; Zucker­ausfuhrverbot aus dem Kreise Gießen; Bekanntmachung über die Verpflichtung zur Abgabe von Kartoffeln, Verwertung der Weiß- dornsrüchte zu Volksernährungszwecken.

"* Der Verkehr mit Wild und Geflügel, sowie die Absorderung der Gerste werden durch Bekanntmachungen in unserem Anzeigenteil geregelt.

** Papier, Früchte, O b str e st e und sonstige Abfälle sollte man nicht aus Bürgersteige und Straßen werfen. Hierdurch nerden die Straßen verunreinigt und Gefahren für die Passanten hervorgernsen, die durch Ausgleiten aus Obstresten und dergleichen zu Falle kommen und sich erheblich verletzen können. (Siehe amt­liche Bekanntmachung.)

Landkreis Gießen.

U Lau q-Göns, 4. Mai. Trotz der guten Verpflegung hier e n t w i ch gestern nacht ein hiesiger gefangener Russe. Anscheinend hatte er keine Lust zur Arbeit.

Rodheim bei Hungen, 5. Mai. Ter Reservist Otto, Nagel von hier, bei der 8. Kompagnie Jns.-Rgt. 116, erhielt für' erwiesene Tapferkeit bei der Erstürmung des Forts Douaumont das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Nagel wurde 511 Beginn des Krieges schwer verwundet, rückte aber Weihnachten 1914 wieder ins Feld. Kreis Büdingen.

1\- Büdingen, 5. Mai. Der Reservist Trent erhielt die Hessische Tapferleitsmedaille. In der Heimat bestattet wurde gestern der im vorigen Jahre in Rußland gefallene Kriegsfreiwil­lige Henrich, Sohn Fürstlichen Revierförstms .Henrich.

.ft G l a u berg . 5. Mai. Tic Hessische Tapferkeits medaille erhielt der Pionier Me i ß n c r.

# Haingr ün da u, 5. Mai. Tas Eiserne Kreuz erhielt der Wehrm-cmu Mohn.

Kreis Lauterbach.

-ü- Gunzen au, 5. Mai. Zu den rvenigen Dörfern, von bcircn der Krieg iwch keine Blutopfer gefordert hat, zählt auch daS unsrige. Etwa 40 Kämpfer hat es hinausgeschickt, und bis jetzt lwt ein gütiges Geschick sie vor dem Tode bewahrt. Nur einer von ikmeu, der Freiherrlich Riedeselsche Förster Georg Böger, wird seit längerer Zeit als vermißt bezeichnet.

-ü- S alz, 5. Mai. Wiederum lut der Krieg ein Opfer ans unserer kleinen Gemeinde gefordert und zwar .Heinrich Berlin g, Sohn des Landwirtes Johannes Berting.

Kreis Schotten.

e. N u v p e r t s b u r g, 5. Mai. Dem Wehrmann Adolf Lehr, Feld-Art.-Regt. 63, wurde die Hessische Tapfer­

keit s m e d a i l l e verliehen.

= Ulfa, 5. Mai. Pfarrer Bock wurde nach l^jähriger Tätigkeit in unserem Dorfe nach Rh ein Hesse»! versetzt.

E. Wetterseld, 5. Mai. Die in der Nacht vom 1. auf den

2. Mai d. Is. aus dem Wetterülder Gcsnureueulager ent­wich e u e u 4 französischen Gefangenen sind bereits in Tartustadt wieder ergriffen und daselbst interniert ivordeu, so daß ihre geplante Heimreise eine unliebsame Unterbrechung er­fahren hat.

Kreis Friedberg.

Butzbach, 5. Mai. Heute bewegte sich durch unsere Stadt ein großer Trauerzug, wie er lange Zeit hier nicht gesehen wurde. Leutnant der Reserve Flock vom Infanterie-Regiment Nr. 81 war im Feldlazarett am 17. April an den Folgen seiner schweren Verwundung gestorben. Die Leiche war ans dem Friedhof Arzanncs bestattet und wurde nach hier überführt. Eine Ehrencompagnie des hiesigen Bataillons, der Miegerverein und der vereinigte Männer­gesangverein schritten dem Leichenwagen voran. Pfarrer Loos hielt eine kernhaste Audackcksrcde. Alsdann sprach der Vorsitzende des Krieg er Vereins. Medizinalrat Tr. Vogt, dem Verstorbenen den ihm gebührenden Dank aus, indem er gleichzeitig allen Ge­fallenen und Kämpfern dabei gedachte Kränze wurden niedergelegt von der StudentenschaftBurschenschaftt^-Gießen, dem Lehrcot- legium in Bingen, von der lausmännisäien Schule Bingen, Botts­bild ungs Verein Bingen, dem Lehrerkollegium der hiesigen Real­schule. Flach war Oberlehrer, Professor, in Bingen a. Nb. und da­selbst wohnhaft. Er 'ist der Sohn des hiesigen Bürgermeisters Flach und war ein allseitig beliebter echter deutscher Mann in hiesiger Gemeinde, dessen Verlust Idie Gemeinde in tiefe Trauer versetzt hat. Starkenburg und Rheinhejscn.

n. Darmstadt, 4. Mai. Tie heute Abend abgebaftene Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich neben zahlreichen anderen Punkten, auch mit der Vorberatung des Vor­anschlags für 191 6. Ter Voranschlag schließt mit 9 928 340 Mark in Einnahme und Llusgabe ab. Hiervon entfallen 453 600 Mark auf das Vermögen, die ganze übrige Summe auf die Ver­waltung. Tie Ausgaben der letzteren weisen gegen oas Vorjahr eine Steigerung um 200 410 Mark aus, die Verwaltungseinnahmen ca gegen eine Verminderung von 199 390 Mark. Im Ganzen liegt eine Verschlechterung gegen das Vorjahr um 722 000 Mark vor, sodaß mit den beiden vorgenannten Summen für 1916 Deckungs­inittel für einen Fehlbetrag von 1121800 Mark zu be­schaffen sind. Zur Deckung dieser, Summe sollen nach dem Vor­schlag der Verwaltung und des Finanzausschusses durch Entnahme ans dem Ausglerchsonds der Stadt 650 000 Mark und durch erhöhte Umlagen 471 800 Mark beschafft werden. Es muß daher eine Er­höhung des Ausschlagssatzes für die E i rt 1 0 tu nt c n u m 120/0 also von seither 128,40/0 auf 14 0,4 0/0 und für die Vermögens­steuer,um 2,1 Pfennig, also von 24.6 Pfennig a u f 2 3,7 Pfennig für je 100 Mark Vermögen ein treten. Dabei ist' vorgesehen, daß d« Einkommen bis 900 Mark ebenso, wie bei der Staats- sleucrerhühung, von dieser Erhöhung befreit bleiben solle»:.

Kreis Wetzlar.

ra. W e tz l a r, 4. Mai. Die Rote Kreuz-Medaille

3. Klasse ist verliehen worden den Schwestern Lydia Eckhardt, Ella Grote, Hedwig Löhr, Anna Rost, Elisabeth Hoch- Netter, den Ordensschwestern L u c a, geb. Altgott, Epiphania, geb. Kemps, Evern oda, aeb. Weber hier, den Schwestern Bertha L a u t e r b a ch , Elise D r e s s e l in Brauniels nub Martha Fachs in Ehringshausen. Die Schlußrechnung der Kreis-

s p a r k a s s e zeigt auch im zweiten Kriegsjahr ein erfreuliches Bild mit einer Gesamtspareinlage von 13210156 Mk. Der Reserve­fonds ist jetzt auf 1348 095 Mk. angewachsen, gewiß ein ansehn­liches Sümmchen.

Hessen-Nassau.

e. Frankfurt a. M., 5. Mai. Im Zoologischen Garten ist am Sonntag der Eintrittspreis bis l Uhr auf 30Pfg. (Kinder 20 Pfg.) und das' Aquarium mit den Reptilienhäusern aus 20 Pfg. ermäßigt. Ilm 1 Uhr wird der Garten für die Vormittags­besucher geschlossen und von da an kostet eS 1 Alk. (Kinder 50 Pfg.) für den Garten und 50 Pfg. (Kinder 20 Pfg.) für das Aquarium. Nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr finden Konzerte des Frank­furter Orchester-Vereins statt.

Bad Homburg v. d. H., 4. Mai. Tie Ka rs erä n traf heute abend kurz nach 7 Uhr im fahrplanmäßigen D-Zug von Kassel über Friedberg liier ein und nahm im Schloß Wohnung zn längerem Aufenthalt. In Kassel war die Kaiserin bereits l-eutr früh 6 Uhr von Berlin ein ge troffen und verweilte dort bis gegen 4 Uhr »rachmittags.

Israelitische Religionsgemeinde.

Sgmstag, den 6 . Ata» 1910'

Vorabend: 8.30 Uhr Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 0.10 und 9.45 Uhr.

Jrraelitijche Neligionrgesellschaft.

Sabbatseier am 6 . Mai 1916:

Freitag abend 8.10 Uhr. Samstag morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbatausgang 0.45 Uhr. Wochengottesdienst morgens 6.00, abends 8.30 Uhr.

Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 6. Mai 1916: Weitere Zunahme der Bewölkung. Zeitweise leichte Niederschläge etwas kälter. ___

Letzte Nachrichten.

Die Ueberreicknug her Note an Amerika.

Berlin, 5. Mai. DieVoffische Zeitung" berichtet: Unsere Antwort an die amerikanische Negierung ist, wie wir erfahren, gestern abend dem amerikanischen Botschafter, Herrn Gerard, übergeben worden. Der Botschafter stattete gegen halb 6 Uhr dem Staatssekretär Herrn von Jagow im Auswärtigen Amt einen Besuch ab und bei dieser Gelegenheit wur!>e ihm das Dokir- ment überreicht. Es wurde sofort nach Washington gekabelt. Einem unserer Mitarbeiter gegenüber, der nach der Ueberreichung der Note Gelegenheit hatte, Herrn Gerard zu sehen, zeigte der Bopchafter eine zuversichtliche und gute Stimmung. Er hat gestern abend das Deutsche Theater besucht. Der Reichskanzler, 5>err von Bethmann Hollweg, hat gestern nachmittag 6 Uhr die Mitglieder des Bundes­rates empfangen und ihnen Mitteilungen über die Lage gemacht. .Heute wird der Reichskanzler im Hanshallsänsschnß des Reichstages Mitteillcngen über die äußere Lage nrachen. Die Sitzung des Aus­schusses beginnt schon um 10 Uhr. Ob sich an die Mitteilung des Kanzlers über Amerika eine Besprechung anschließen wird, steht noch nicht fest.

DerBerliner Lokal-Anzeiger" schreibt: Nach dem,, was wir über den Geist der deutschen Llntwmtnvte.an Amerika in Erfah­rung bringen konnten, geben wir der Erwartung^Raum, daß der in der amerikanischen Note betonte Gerechtigkeitssinn des ameri­kanisch.'n Volles aus seine Rechnung kommen wird.. Das deutscher­seits damit verlnüpsce Entgegenßnnmen ist natürlich, wie es nur der Würde des Reiches cnrtsvricht aus dem Bewußtsein der deut­schen Stärke, der deutschen Erfolge und der Gerechtigkeit unserer. Sacke geboren. An dom deutschen Standpunkt wird ,gerechteriveise ebenso wenig Kritik zu übeü sein, als er unseres Wissens auf der von Amerika wiederholt betonten Basis des geschriebenen VÄker- reckftes und der Menschlichkeit beruht.

Der König von England an König Konstantin.

B 1» d a p c st, 5. Mai.Est Ujszag" berichtet, daß, König Georg von England an König Konstantin ein Tele- gram m gerichtet habe, in dem. der Mnig nachdrücklich darauf ausmerksam mackt, daß der letzte Moment gekommen sei, wo der griechische König das Land imd die Interessen des gesamt«: Hellene.nums durch die entschlossene Stellungnahme an der Seite der Verbündeten schützen könne. Griechenland könne drrrch sein, Festhalten an der bisher befolgten Politik seine ganze Zukunft großen Gefahren ausseian. König Konstantin antwor- te'tc in einem freundschaftlich gehaltenen Telegramm, in dem er erklärte, gerade die von ilrnr und seiner Regierung betriebene Politik iverde durch die vitalen Interessen Griechenlands ovr- geschrieben. An diesem Standvimkt könne er eben unter ^Berück- sich-tigung der Zukunft seiner Interessen und der Interessen des Hellenentums keine Acnderung vornehmen.

Der Luftangriff auf die englische Ostküste.

Bern, 5. Mai. Wie derMatin" mitteill, soll der Zeppelinflug über die Graflchast Port alle seine Vorgänger an Be­deutung übertreffen. Namentlich die Zahl der Luftschiffe soll be­deutend größer gewesen sein, als früher. Bei dieser Gelegenliert stellt er fest, daß in d«r voraugegarrgenen 29 Luftschiffangriffen, im ganzen 326 Tote rmd 710 Verwundete in England zu beklagen waren.

Der Aufstand an Irland.

i. Köln, 5. Mai. DieKöln. Ztg." meldet aus Kopen­hagen: Äian ist sich« hier klar darüber, daß tvotz amtlicher Ver­sicherungen. der irische Aufruhr sei so gut wie beendet, dies bei weitem nicht zutrisst. Verschiedene Meldungen lassen die öffent­liche Meinung nicht daran zweifeln und die Presse kann die Revolte als noch immer bestehend betrachten.Ex tr a blad e t" schreibt: Der Aufruhr ist ein ernstes Memento für England. Die Revolte ist mehr als eine oberflächliche Bewegung, sie hat ihre tiefen Wurzeln in dem Jahrhimderce alten 5paß gegen den eng-, lich'LN Unterdrücker. Ein Haß, dex sicherlich »licht in Ergebenheit verwandelt wird, rveil der erste Arcfßandsversuch mißglückt ist, oder die Aalfruhranfttstcr erschossen werden. Man darf nicht über­sehen,. daß Jrlmcd sich noch im Aufstand befindet.

EISSE BLUSEN

Ständige

303 Stuck

Hergestetit aus Batist, Voile, glattem nod gesticktem Mull, teils handgestickt, teils mit Spitzen u. Stickereien verziert Wir garantieren fiir tadellosen Sitz und Ausführung Preislagen: 15 00 12 00 9 50 7 00 6 00 bis 3 50 üUark

ffiu:iWöhäen bereitwilligst!

3517a

A. Salomon L Cie.

Schulstrasse 4

Schulstrasse 4

Jetzt bekommen Sie bei nasser Witterung

affe Füffc

und schwarze Zimmerböden weil Sie Wasserschuhcreme benützen. Verwenden Sie

vr. Gentners Oel-Wachs-Lederputz

Nigrin

dieses ist durch Wasser nicht lösbar, das Schuhzeug bleibt bei Regen absolut ttocken und auch der tief­schwarze Glanz hält sich. Stets prompt lieferbar, ebenso Schuhfeit Tranolin und Universal-.

Tran-Lederfelt. 9 [3505hv

(Earl Beniner, chem. Fabrik, Göppingen (Württ.)

Heinrich Ha ho, Samenhasidiung, Gießen

Neustadt 8 empfiehlt zur jetzigen Bedarfszeit: Telephon 403

Stangen- und Buschbohnen in bewährten Sorten Schnabel-u.Markerbsen, f erner all.übrigen Gemüse- \i.Hliiniensameii

Grassaenien

Sonnenblumen Saatwicken Soaumerrübsen

Illustrierte Preisliste zu Diensten. '^^1