ÜattDer, bau iTrrr Horchtansgabe ist, die russisch Militär^ dc-rr»«i« - über da' abyesverrt-' ?ottnische Meer »r ermögliche.
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n Sei!“ ?llrmds, außer denen auf Dcmve imb drei Iidi.ni und )ii.büfHidy.*a Seite, irftoie suxi auf der
Stgxratftatiioneii imb Flugplätzen brlnrpciL Rite i B:ftstignngen wurden auf
-legt. Dazu. D»nmt die permanente Befestigung auf
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der nort^ü auf der w- Stürscilc tu
lllotv Tie na.' Sotiniidjc Meer, Si>cbia Ovarien uiib ha*3
VUanbomm geridZteten Seiten der Inselgruppen sind also befestigt Befestigte Häün utt Transportslotten und grotze «riegr-schisse gibt es jeiji sowohl auf der nördlichen wie südlichen Seite der Insel -gruppe; auf der irefili rillen S'itc in Maria ha min und bei Marsund «ilb! cS be e.ligle ?-nije.t fiir Torpedoboote, die ungleich als Aus gangsvunll für Minensperren quer über schwedische Territorial Gewässer nach der schwedischen Küste di«t,en sollen, um so die Ost sc vom Bwttnijchen Busen abzutrennen. Hierdurch ist die Lage in Wirllichkri; die geworden, die die schwedische Presse Ende Januar
und Anfang Februar 1908 einstimmig nachdrücklich für das geäffte - Unglück des MeicM erklärt bat. Tas^damals befürchtete st rat e- chsche 'Abickmeiben SdlwedenS in der Mitte und die damals befurch tete Zulortung des Bottnischen Meeres ist jetzt verioirklich! worden. ' i'> fl , ls hiweden Mi diesem ArmenbliA vor der unmittel
.baren Gefahr steht, vielleicht für immer sein strategisdies Existenz Minimum zu verlieren, d. li. das Mininium an militärischer Be rveguugSfreilteit und die Fähigkeit, die Hauptstadt und Norrland nnrksam ;u verteidigen, !vas nötig ist, um ein politisches Selbst lbestunmungSvernrogen zu lraben. Ein Staat. der dadurch dast er einer ^ dauernden und übermächtigen militärischen Bedrohung seiner Hcrirptstadt und eines ganzen Landesteiles ansge- .setzt wird, immer gezwungen ist, einer gewissen Macht gegenüber i tiadwugrbeit: Er kann nicht mehr wahr da st neutrale Politik be /treiben und kann nickst mehr erwarten, das; man ihn während des Weltkrieges und nadJibcr als unabhängigen Staat behandelt Es > soll hier nur betont werden, dast Aland nich.it eine russische Seele stung fein don, die während des jetzigen Weltkrieges und aller Wahrscheinlichkeit nach «uch nachher aus die gefährlichste Art Sänne- 'dcns Hoirptstadt und unsere kommerziellen und militärischen Seeverbindungen mit unserem nördlichen Landesteit bedroh!. Es must unerschütterlich die schtvedisdn' Förderung sein, das; Rußlands und Englands gemeinsamer Kamps gegen Tentschland nicht so geführt werden darf, dast Schnreden tatsächlich^ wenn auch nicht formell, ans seiner Neutralität herauSgezurnngen und für alle Zukunft zu einer unvergleichlich schlechterem militärpolitischen und außerpo- litischen Lage herabgedrückt wird als bisher. Im Anschluß an diese Tatschaen stellt Steffen an den Mnister des Aeußeren drei Fragen:
1. Ob er die Bedeutung der Mandftnsoln wie Schwedens Volk imd' Regierung seit 1809 so hoch- ein schätze, dast die Möglichkeit der Selbstständigkeit Schwedens wesentlich erschwert w'erde, iitmi 1 Rußland Aland in einen Stützpunkt für militärische Operationen verwandelt. 2. w»ts die Regierung, wenn sie darauf nicht nn bedingt mit ja antworten könne, zur Abweichung von dieser An Ansicht habe bewegen können, 8. wie der Minister die Lage für Schweden in bezug apf Aland beurteile, und was nackt seiner Ansidst geschehen müßte, um schon jetzt während des Weltkrieges Schweden die Möglich^nt zu sichern, wirkliche Neutralität und seine vollständige politische Handlungsfreiheit zu bewahren
Wehrbeitrag in Schweden.
Stockholm, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die s ch w e - d i s ch e Regierung lmt eine neue e i tr nt a I i g c 3 t e u e r z< u r Ded’iin g he so nd er e r Berleidi^nn g s ko st en beantragt. Die Steuer itriii) auf 54 Mrllvrnen Kronen berechnet.
Der Seekrieg.
London, 3. Mai. (WTB.) Ter „Times" zufolge hatte der Londoner Dampfer „W a n d l e" am Samstag inorgen, bald nach der Anssabrt aus dem Th ne, ein Gefecht mit einem deutschen Unterseeboot.
Berlin, 8. Mai. (Priv.-Tcl.) Die „B. a. M." meldet ans Amsterdam: Das scknim'disck^ Motorschiff „Sven Hedin", mit Karbid vom Sarpsborg in Norwegen nach Rotterdam unterwegs, ist von englischen Torpedobooten nach einenr englischen Hasen aufge&radtf worden.
London, 8. Mai. (WTB. Nichtanrtlich.) Lloyds meldet aus Cornna vom 2. Mai: Der spanische Dampfer „W inifrida" wurde am 80. April in 47 Grad 48 Minuten nördlicher Breite und 7 Grad 48 Minuten westlicher Länge versenkt. Das Schiff sank in sechs Minnten. Die ganze Besatzung mit einer einzigen dttlsnahine wurde gerettet. Der Kapitän glaubt, das; das Schiff torpediert wurde.
Kriegsbriefe m dem Westen.
Telegramm unseres Kriegsberichterstatters.
(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.^
„Nur Artillerjeduell."
Großes Hauptquartier, 2.Mai.
Der französische Berdunbcricht hebt in den letzten Tagen immer häufiger die Behauptung !)ervor,daß auf beiden Seilen keine Jnfanterietatigkeit stattgefunden habe. Es liegt dies im Sinne der französischen Absicht, den Eindruck zu erwecken, als ob die Deutschen trotz sehr viel mcitcr gesteckter Ziele nicht vorwärts kommen könnten. In Wahrheit finden täglich Kämpfe statt, die znm Teil sehr schtoer nick) erbittert sind. Wenn die Franzosen ans deren Bekanntgabe keinen Wert legen, so har das den Grund, das; sie sonst die peinliche Tatsache zu ge stehen müßten, daß sie bei diesen Angriffen, die furchtbar verlustreich sind, trotz der Tapferkeit ihrer Truppen und trotz des hohen Einsatzes an Opfern nirgends einen Erfolg gehabt haben. Diese Jnfanteriekämpfe sind allerdings von vorwiegend örtlicher Bedeutung, und in den meisten Fällen handelt cs sich darum, daß die Franzosen gegen die wichtigen BcobachtungSpunktc anrennen, welche wir ihnen, nachdem uns das Zufammendrücken der früheren feindlichen Froitt gelungen war, in der darauffolgenden wichtigen Phase der Schlacht planmäßig abgerungen haben. Nun führt auf der ganzenSchlaclftlirne die Artillerie das große Wort. In den letzten Tagen war-ihre Tätigkeit zu oft viele Sttinden hiw- durch nicht aussetzendem Trommelfeuer gesteigert. Trotzdem t>ir Franzosen im allgemeinen viel mehr schießen als wir, ist es ein ungleicher Kamps. Denn abgesehen von dem Besitze der wertvollsten Benbachtungspunkte, haben wir den irrt* ermeßlichen Vorteil, daß wir über ein nach allen Seiten unbegrenztes Hinterland verfügen, um unsere Reserven auf stellen und unseren Bedarf l)eralrbringen zu können. Niemals sicher, von welchem Sektor des Halbkreises der nächste deutsche Borstoß kommen wird, müssen die Franzosen in dem engen Winkel des Fächers, den die Schlachtstellungen bilden, ihre Trupvenmassen zusammendrängen, in einem Gebiete, lvo “ v ‘“ Weg, jedes Lager, jede Unterkunft, jeder Streifen Geint deutschen Feuer liegt, wo jeder ungezielte Schuß em Fleische sitzt, und lvo die von glänzender Beobadi geleitete schwere deutsche Artillerie in den massierten henhausen entsetzlich wirkt. Während die Franzosen ilten Richtungen hin blindlittgs streuen, bedeutet jede ;e der Fortsetzung des Artillerieduells für sie anto- h sichere furchtbare Verluste. Vom Morgengrauen bis tfeitben Nacht finden unausgesetzt Lustkämpse statt, und wirren von beiden Seiten ganze Kampfgeschwader wie ^nschwürnle über der Schlachtsront ans.
W. S ch e u e r m a n n, Äriegsberichterstatter.
Aus dem Reiche.
Das Gesetz über die Kapttglabsindungen der Krirgsteillrehmer.
Berlin, 3. Mai. (WTB. Mchtanttlich.) In der heutigen Sitziurg des H a n p t au s f chns s e & des Reichstages wurde 1 des Gesetzentwurfes über die Kapital- a b f i n d u n g e n der Kriegsteilnehmer in der Re- gierungSfaffung angenommen mit dem Zusätze: Der Beitritt zu einer gemeinnützigen Baugenossenschaft oder Siedlungs- genossenschaft gilt grundsätzlich als Erwerb eigenen Grundbesitzes im Sinne dieses Gesetzes. Welche Genossenschaften als gemeinnützige in diesem Sinne gelten sollen, bestimmt der Reichskanzler. Ebenso wurde § 2 des Gesetzentwurfs in der Regiernngsflrssnng angenomrnen mit dem Zusatze: Ob die Voraussetzung für die Gewähr einer nützlichen Verwendung des Geldes vorliagt, entscheidet die Landeszentralbehörde oder die von ihr deanstragtc Stelle. Wird^ diese Voraussetzung verneint, ist dem Antragsteller rechtzeitig unter schriftlicher Mitteilung der Gründe von der Entscheidung der Obersten Militärvenvaltungsbehöroen Kenntnis und Gelegenheit zur Aeußerung zu geben.
Die Novelle zum Reichsvereinsgesetz.
Berlin, 2. Mai. (WTB.) Die vom Reichstag wiederholt gewünschte und von der Regiertlng zngesagte Novelle znin Reichsvereinsgesetz ist dem Reichstag nunmehr zn- gegcmgen. ^Dcr Gesetzentwurf schlägt vor, daß dem Paragraphen 17 des Vereinsgesetzes ein Auslegungsparagraph 17 a folgenden Wortlauts angefügt wird:
Die Vorschriften der 3,17 über politische Vereine und deren Versannnlungen sind auf Vereine von Arbeitgebern itud Arbeitnehmern zum Beyufe der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht ans dem Grrrnde anzuweudsn, weil diese Vereine ans solche Angelegenheiten der Sozialpolitik oder der Wirtschaftspolitik einzuwirken bezwecken, die mit der Erlangung oder Erhaltung günstiger Lohn- oder Arbeitsbedingungen oder mit der Wahrung oder Förderung wirtschaftlicher oder ge- werblicher Zwecke zugunsten ihrer Mitglieder oder init allgemeinen deruflichetr Fragen im Zusammenhänge stehen.
Verhaftung des Adg. Lieltknecht.
Berlin, 8. Mai. (WTB.) Wie wir höret!, befand sich unter den neun Demonstranten, die auf dem Potsdamer Platz festgenommen wurden, auch der Abgeordnete Lieb kn echt. Da Lieb kl recht, welcher bei der Festnahme Zivil Ileider trug, Arntieruvg§soldat ist, hat der zuständige militärische Gerichtsherr eine Untersuchung eingeleitet und auf Grund der bisherigen Feststellungen einen Haftbefehl gegen Liebknecht erlassen.
Berlin, 4. Mai. (Privattelegramm.) Zur Verhaftung des Abgeordneten Liebknecht heißt es im „Berliner Lokal- Anzeiger": Weil es sich mit Militürhaft handelt, hat ein etwaiges Verlangen des Reichstags um Aufhebung dieser Hast rechtlich Heine Bedeutung. Es kann natürlich trotzdem geäußert werden. Es bleibt aber -denr Militärgericht überlassen, ob einem solchen Wunsche stattgegeben werden kann oder nicht. Man darf es als zweifelhaft ansehen, ob sich der Reichstag m -diesem Falle von rein formalen Erwägungen leiten lassen wird.
Die Preist für Käst.
Berlin, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Für die seit dem 20. März eingeführten Käse dürfen im Einzelverkauf an die Verbraucher bis auf weiteres keine höheren Preise gefordert tverden als die folgenden: Für Gouda und Dda.mer Käse halbfett 2,12 Mf. für das Pfund, dreiviertelsett 2,32 Mark für das Pfund, vollfett 2,44 Mk. für das Pfund, für Emmenthaler 2,40 Mark für das Pfund.
Berlin, 8. Mai. (WTB. Amtlich.) Die nächste Sitzung des Reichstages findet am 9. Mai nachmittags 3 Uhr mit folgernder Tagesordnung statt: 1. Antrag Alb recht und Gen. auf Aussetzung des Verfahrens gegen beit Abgeordneten Liebknecht; 2. -erste Beratung des Gesetzentwurfs über Krtegsschäden; 8. erste Beratung des Gesetzentlvurfs über eine Abänderung des Vereinsgesetzes.
Berlin, 3. Mai. (WTB. Amtlich.) Durch die Ausfuhr u n g S b e st i m m u n g e u zu der Bekanuttnachung über den Verkeihr mit Knochen, Rinderfüß-en und Horn- fchläuck^en voni 18. April, die im Zentralbtatt für das Deutsche Reich veröffentlicht worden sind, ist die Verteilung von Knochen usw. aus die Verarbeiter dem K'riegsausschust für Oele und Fette (Knocheustelle) in Berlin übertragen worden. Jeder, der 5000 oder mehr Kilogramm itn Geivahr- satn hat, oder im Laufe einer Woche in Gewahrsam nimmt, ist verpflichtet, der Knochenstelle Anzeige zu erstatten, lieber die Verteilung sind besondere Borschristen gegeben. — In Ergänzung der Bestttmntmgen der Bundesrats Verordnung über die Mlieferung von Knocheufett und Knocheufttttrr mittel ist ferner in diesen 'ülu.sführungsbestintmun.gen augeordnet, daß vorhandene Bestände bis Mai 1916 und jeweils neu hergestellte Ddengen in bestii,unten Zeitabschnitten oder bei Erretck)itmg eines gewissen Betrages dem Kriegs- aussckmß für Oele und Fette bczw. dem Kriegsausschus; für Ersatzfutter angebotcn lverden ntüfseu.
Ans Hoffen.
rb. Darntstadt, 3.Mai. Der erweiterte Erste Ausschuß der Zweiten Karnmer (Kriegsausschuß) trat heute vormittag zu stiner 17. Sitzung zusamlnen, an welcher von der Regierung die Herren Staatsminister Dr. von Ewald, Minister des Innern von H o m b c r g k, Finanzminister Dr. Becker, Staatsrätc W i lb r a nd , Hö l z i n g e r, Ministe rialräte Schliephake, Dr. Schwarz, Geh. Oberregierungsrat Wagner und Regierungsrat Matthias teil nahmen. Es stand zunächst der Antrag des 'Mg. Lang, betr. die Festsetzung von Höchstpreisen für Eichenloh- rinde, zur Verhandlung. Der Antragsteller zog nach eingehender Besprechung seinen Antrag, weil von den Ereignissen ülrerholt, zurück. Sein weiterer Antrag wegen Verkürzung der Hegezeit des Wildes wurde angenommen. Auch ein Antrag des Abg. Hauck, welcher die Abänderung der Verordnung über die einmaligen Zuwendungen für die Hinterbliebenen der Kriegsteilnehmer zugunsten der ärmeren Bevölkernngsklassen verlangt, fand einstimmige Annahme. Die Abg. Cal man und Münzer wünschen mit Rücksicht aus die infolge des Krieges ungünstige wirtschaftliche Lage vieler Geschäftsinhaber die gesetzliche Ermöglichung eines außerkonkursmäßigen Zwangsvergleichs und haben' dahin- zielende Anträge eingebracht. Die Beratung dieser Anträge wurde, nachdem die Großh. Rc^iennig ihren ablehnenden Standpunkt kundgegeben hatte, bis zur Entscheidung der Frage durch den Bnndesrat vertagt. Nächste Sitzung Don nerstag vormittao
Aus Stadt und Land.
Gießen, 4. Mai 1916.
Der Verband MittelaenLscher FuLrrft. Letter
hatte Zeltern nachmittag naef} hem Gasthof zum Grast-»trug >vin Hesstn zu einer Dcrsrmmtlung erngAaden, in welt.r Synhiku^ Dr. Eratz der Oismbaber Handelskammer, über r-ic „Kriegs-- g c )u t n n ft e lt c r" einen Vortrag ijiclt. Tre Versammlung, die vom Kommerzienrat Klingspor begtt und geleitet wur>-, war von etrva 40 Perstmen jesu barmt l ;■ k - i; ■ h-T Provinz. Dr. (£rap, welcher den Verband All ttcldeut Intnurieiler in der vom triegsan -
etz c.\ Moinmiii: >n urr ftrafimg
vertritt, erstattete einen au n, mehr als zweistündigen:
BerÄht, in denr er die Regierungsvorlage mit dem b AiejchLtügiSauSschuß in erster Lesung zrfftande aekonrmenen Gesetz- entwurf erläuterte, freimütig an den Beschlüssen des Kritik übte und Verbesserungeit oder Ab n - eurpfahl.
Interessant war .der Vortrag des Redners, soweit er Mnreilun^ darüber machen kannte, webchm Bewesgründen ge.ei sä Bestim- innngen der Kvmmissionsbesdch'ffse ihr Entstehen verdcmkett und welch: Parteien im einzelnen Anregungen gegeben haben zu v e: schlüssen, deren Inhalt, wenn sie Ges^ roerd nach den kleinen Mann und den Mittelstmrd zu unrecht belasten werde, l. Der Redner ging dann ans die andorrr in Aussicht stehen- den Steuern ein und bekannte sich als (Gegner der Warsnmn steuer, welli-e die Industrie und das Gewerbe i-jaxt treffen werde. Tr. Eratz bemerkte, das; die Handelskammer O s s e n b a ch! seinerzeit die einzige hessisck - Kamnter gewesen ist, die sich gegen die in Hessen den Städten durch die Steuergesetzgebung überlassene Warenhaus und Filialsteuer, die den Umsatz steuerlich belastet, ausgesprochen hat, und zwar aus der Erwägung, daß, wenn mn; diesen Maßstab einmal für eine Steuer an! ege, man gegebenenfall s damit weiiergehen ir-erde, so dast ML dießkr ^teicer eine weiteiw Gewer-bosteuer n er«: e Ter Lauf der Dinge habe der Ofsenbacher -'»llt in vier ree!.! gee.ede;:. Rae!- einet
Ivuüizrats Grünewald, der ün allgemeinen ett'ärte, das; die AnoMrungen des Tr. Eratz seine volle Billigung gründen hätten, >u>' daß sie sehr viel zur Klärn.tg des Verständnisses über dw KriegsÜeuern in den Kreisen der davon b--- treibenden beitragen werde, itnivheu folgende wn dem Rcserenttnj vorgeschlagene Leitsätze von der Versammlung atrgenommcnt
Nach den bk> jetzt vorliegendem nichtamtlichen Berichten übw die erste Losung der Kricg? ge wintt'.-cu-ervor!agc itn Neiäshmsl) tlts ausschuft scheinen die Beratungen zu keinen Besästi:''en ge sthr. zu baden, wonach »licht nur bei de ' in>'• i ! ud
für die Einzell-ersonei» gesetzliche Sicherheiten geichaffen werd-en sollen, die eine Zneinauderv Errechnung späterer Verluste und früherer Gewinne derart gewährleisten, daß schließlich nur das Ergebnis der ganzen KriegSstcit den Mlaßstah der Besteuerung bildet. Tie restlose Verwirklichung die'cs auch von Rcgterungsstite von vorn- herein ausgestellten 5>attptgrnndsotzes jeder tatsächlichen .^riegshe-- w innbe stcu-erung mnß daher cmnifnrit aller Enisstiee-enheit gefordert lverden.
steäd) der Gestattung der Negierungsvorlage durch die A, es schuß- beschlüsse sollen neben den einsaaon Sätzen vom Vertnö.gen-'zn.nxrchÄ der ph'gsrsdten Personen die «gleichen von detn Mehr eint ant'mrn erhoben werden, auch wenn eine VermÜgensverininderung während des Krieges eingetreten ist. Für die Berechnung des M bee-nkentmens sollen wieder, abgeseh'n von den Vorsdirlften der äd '''> und 17, die wesentlich von -einander abweid:enden -landesrechtlich-r-u Einkom- mensteuervtwaulegin.grn n'. '.istgebctrd sein, moburcl) in noch bedeutend Verschärfterem Maße als naA der Regiernngsvorlage di" Wirkung dtw Ktiogsgewinnßcuergesctzcs bei glichen wirllchafcki'b-e-- Verhältnissen in den »einzelnen Bundesstaaten eine ganz verschiedene sein würde. Eine derartige reine Einkommctwerbesserung^ßemre ohne Rücksicht auf die Höbe gleichzeitiger VcrMögensverlnste begegnet schon rm Rahmen der Regierungsvorlage mit ihren mrchergewöhnlich hohen und -durch den Stcu-erauSschnß noch erhöhten Sätzen und bei denr der Steuer unterliegenden erweitertem Personenkreis, sowie im Httiblick auf die ungeheueren Bermögensverschiebwroen wälnrmd des Krieges den allerschwe osten Bedenken.
Drn für die Berechn'.arg des ftWeren DuEchnittstzewiirnes in der Rogiernngsoorlagc vorgesehene Zeitraum von s.stnf Jahren unter Ausschaltung des best-en und -,ch!cclpesten Jahres t agt der r'M gem ein heit der Fälle mehr Rechnung als der vonr Sterrercrussstchutz vorgeschlagene drerjichrige Durchschnitt (8 22h und cs ist deshalb in dieser Beziehung die ursprüngliche Fassung dee Enttvnrss! nneder herzu stellen.
Bei aller Anerlennnng der Rücksiditmalgne aus den wrrtsdwst- lichcn Charakter dcn- Gesellschaften mit beschränkter Haftung, toelche sich in den KvmMission Äwsctüüssem oss-onlmrt. tragen dieselben den bei dieser Ertverbssonn maßgebenden Berhälttüssen doch in nur ungenügender Weise Rechnung. Wiederholt muß daraus h^ngewiwen werden, daß die Höh' des cst>apitals und die Anzahl der ststgellschafter keine fad)1ict-CTt Unterscheidungsurerkma ! e bilden und demzufolge unbedingt die Kapitalgrenze von 309 099 Mk. in § 26, Abs. 5 zu bo* fettigen und § 17, Abs. 2 zu streichen ist.
Ob ftd) bei den gewaltigen Nmselnchtungen in den Vermimens- und Einrommetrsverhältniffen des Einzelnen infolge des Krieges und der Sdnvächung der Kaufkraft des Geldes^ sowie im Hinblick aus die nnsichsve nnrtschaftlid>e Lage der Gesatnkheit und zahlreicher Einzelepisteuzeit nach dem Kriege eine Herabsetzung des steuerbaren Dermögenszuwachses von drei ans cintansend Mark in ^ 7 und des fingierten Einkonunens von 10 M9 Mi. ans 8000'Mk. in § 14 aufrrdit erhalten läßt, bedarf ^ernster Envägntrg.
Die Beschlüsse der beiden Steuerkommissionen, tretdfe an' iedcn Fall bei ihrer Verwirklicht!itg wesentlich bölterc Stenerbeträge bringen, als die Regierung tvährend der Kriegszeit int Auge hatte, lassen, abgesehen hiervon, auch sonst eine bedauerliche Planlosigkeit zu Tage treten, tvclche dadurch enttsteht, daß die an sich als Ganzes zu l>etraästenden Kriegssteuervorlagen in zivei getrennten Ausschüssen beraten werden. Das Uichaltbare dieses Zustandes kommt am schreiendsten dadurät zum Ansdruck, daß trotz der eine wesentlich stärkere Erfassung der Kriegsgewinne bezlv. der Vermögeiu- und Einkotmnenvernrehrilngen wahrend he-e Krieges beabsickittgenden Beschlüsse des ReickEttsslxlltsausscknlsses und des von ihm angenommenen Antrags einer nochmaligen. Erhebung eines! Drittels des Wehrbeitrags, welche zusammcm eiw' unbedeutend höheren Ertrag gewährleisten, als die von der zweiten Steuerkommission abgefeimte Quittungssteuer, dieser Ausschuß docb die Einführung einer Waren- Umsatzsteuer beschlossen hat: Einer Reichsabgabe, welche den mrer- kannten Steuergrundsatz der Leistungsfähigkeit und Opfergle ich heit völlig außer Acht läßt, keine lAuffoand- sondern eine Reichsgelverbe- sleuer ist. Mit der Einführung einer Belastung des Warenumsatzes in unser Reichssinanzsvstem würde, von Reichs wegen eilt Jtcucrlicltcö Gebiet erschlossen, welck>es bald zum Tninmelplatz „sogenannter Mittelstandspolittker" und vermeinttickter Beschützer de> „kleinen ManncS" werden kvimtze. Die Versammlung spricht die Erivartung ans, daß nrit diesen unersprießlichen Zuständen bald aufgeräumt werde.
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L. U. Bon der Landesnniverst tä t. Ms Lek- t or der englischen Spra cho an der Landesnniversitüt ist Herr Dr. Henry Lüdeke bestellt lvorden, ein Deutsd'- Atnckrikaner, der dtuüichft an einer atnerittrnischen und dantr an deutschen Uitiversitäten sttldiert hat. Der treue Lektor kündigt n. a. eine einsttindige Vorl-esrmg in englischer Sprache über den mod-ernen Oioman mt (Moden: Rovels and Novelisks).
A nt t l i ch e P e r so n a l n ach r i ch t e n. Der Groß- Herzog hat am 29. April l. Js. dem Pfarrer Karl Friedrich Schneider zti Babenhausen die zweite evangelische Pfarrstellc zu Butzback) übertragen. — Bestätigt wurde am 29. November der von denr Herrn Fürsten zu Jseulnirg-Birstein auf bi ■ erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Burgbraeht im Kreise Büdingen präsentierte SchtckanttSaspirant Otto Schroth aus Orleshausen für d'iefe Stelle.
** Personal lt ach r i ch t e n der Ober- P o st d i r e k - t i o n i n Da r m st >a d t. V e r l i c h e tt nmrde d<ts Eiserne Kreuz erster Klasse dem Leutnant d. L. Ober Postassistent Johatm M ü l-


