t 'u f f i) ci> c Truppen, die in Marseille gelandet worden isind. ' 'jeder zurückberufen werden, um den Berg Ath-os $it &C|c{5Cit. Auch in Salonik würden russische Truppen 'erwartet.
Deutschland und Amerika.
Berlin 1. Mai. iWTB.) Der Botschafter der Bereinigten -Staaten von Amerika, der im Großen Hauptquartier vom Kaiser in Midien z cnlpfangen worden ist, reist heute nach Berlin zurück.
I Köln, 2. Mai. Zur bevorstehenden deutschen Ant 'Wort an Amerika meldet die „Köln. Volksztg.": Die Ent scheidung ist noch nicht gefallen, sie inird auch nicht so schnell konrrnen, denn die deutsche Autwort an Wilson wird die Ent- ^scheidung nicht bringen, sondern die s chl ieß l i ch e Ent 'scheiduu g liegt bei Wilson und seiner zu erwartender! Anttoort ans die deutsche Antwortnote. Man ist sich im Hauptquartier über die Grundzüge der deutschen Antwort auf die amerikanische Note einig. Die Entscheidung hängt davon ab, ob Wilson die neuen deutschen Vorschläge als ge mögend anneh inen oder um jeden Preis den Konflikt und Krieg herbeiführen will. Die deutsche Autwortnobe wird nach icpzx Fertigstellung in Berlin dem amerikanischen Botschafter nach dessen Rückkehr aus dem. Hauptquartier überreicht werden.
Die Reise bulgarischer Parlamentarier.
Sofia, X. Mai. (WTB.) Meldung der Agenee Bulgare. Zu l^ren der Mitglieder der b u l g a r i s ch e n S o b r a n j e, die heute ihre Reise nach Budapest, Wien und Berlin an- treten, fand gestern in der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft ein Enipfang statt, an dem der Ministerpräsident Ra- dosLawow, der Finanzminister Tontschew, die Herren der deutschen Gesandtschaft und mehrere hohe Beamte des Ministeriums des Aeußern teilnahmerl.. Der österreichisch-nnga- rische Gesandte Graf Tarnowski hielt eine Ansprache an die Gäste, in der er sagte:
Ich Möchte Ihnen die Versicherung geben, daß man Sie in beiden Hauptstädten der Vaonarchie mit offenen Armen empfangen wird, Unsere eng t Freunds cha ft, die bereits so schöne Früchte gezagt 'hat und die sicherste Bürgschaft für die Wahrung der Interessen beidu Länder in der Zukunft bildet, ist das Ergebnis der durch die Weisheit und das Genie Jhrers Herrschers eingeleitetenj iurcd>urcl> die Regierung, deren Chef in unserer Mitte zu begrüßen wir das Vergnügen haben. zur Durchführung gebrachten Polittk. V«l diesern Gedanken erfüllt, lade ich Sie ein, das Glas zn erheben aus die Gesundheit des Königs der Bulgaren.
Der Vizepräsident der Sobranje, Momtftchilow erwiderte mit einer Rede, in der er einen historischen Rückblick auf die Be- Krctzrngen zwischen Pulgari-en und Oesterreich-Ungarn gab und insbesondere der treuen Unterstützung gedachte, die die Monarchie dem ftmgen bulgarischen Königreiche in dem Kampfe gegen die Eingriffe des russischen Kolosses geliehen. Der Redner schloß mit >chttB Trinkspruch aus die Gesundheit des Kaisers Franz Josef. Dü beiden Trücksprüche wurden mit begeisterter Zustimmung <ncks^vsmmen.
Ein Aufruf der serbischen Sozialdemokraten.
Berlin, 1. Mai. (Priv.-Tel.) Das „Berliner Tageblatt"
;meldet aus Zürich: Die sozialdemokrattsche „Tagwacht" vecöffent- !licht einen A n fru f der serbischer: Sozialdemokraten, die dein Parlainent ihres Landes angehört haben. Die Regierung wird darin aufgefordert, sofort Unterhandlungen über den Friebe nSschluß einzuleiten und dafür zu sorgen, daß das Heer und die Bevölkerung nach Hause zurückkehren können.
Knudgebuugen in Mailand.
Bern: 1. Mai. (WTB.) Nach einer Meldung Mailänder ^Blätter erschien zu der für gestern auf dem Mailänder Domplatz , estckeruseucn F r a u e n v er s a m m l u n g, die gegen den Krieg ldemonstrieren sollte, nur eine Gruppe junger Ärzialisten und
der sogenannte Präsident der provisorischen republikanischen Regierung, die formale bedingungslose Uebergabe. Der Kommandant aller Streitrräfte der Rebellen erhielt den Befehl, die Waffen niederzulegen. Abschriften des llebergabeproto- kotts werden im ganzen Lande angeschlagen.
Agentur meldet: (664 Tonnen) ist
Der Seefiicg.
London, I.Mai. (WTB.) Lloyds Der norwegischeDampfer „Mod" gesunken.
London, 1. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Einer Lloydmeldung zufolge wurde der britische Dampfer London Hall" (?) versenkt. Die gesamte Besatzung wurde gerettet.
London, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agentur meldet: Der britische Dampfer „City of Luchnöw" (3669 Bruttoregistertonnen) und das Fischerfahrzeug „Elassing" aus Hartlepool sind versenkt worden.
dem Reiche.
.Anarchisten, die zum größten Teile verhaftet wurden. Heute nach- S2S5S 3 c * ltc weitere Kundgebung stattfinden. Der Präfekt von ^MaÄand gibt bekannt, daß er die den Sozialisten erteilte Erlaubnis zu einer Versammlung in der Arbeiterkammer, wo Tu - >rati sprechen sollte, zurückzieht, da die Befürchtung bestehe, daß »die Sozialisten statt der angekündigten privaten Versammlung eine 'öffentliche Volksversammlung abhalten wollten.
Die Derrtsch-östereichischen Wirtschaftsbeziehungen.
Wien, 1. Mai. (WTB.) Die Verhandlungen mit den kürzlich aus Berlin hier eingetroffenen Vertretern der ^deutschen Regierung über einige zoll -und wirt- .schaftspolitische Fragen haben in den letzten Tagen \ixr, Ministerium des Aeußern unter Teilnahme österrcichi- 'scher und ungarischer Amtspersonen stattgefnnden und einen 'durchaus befriedigenden Verlauf genommen. Die technischen Einzelfragen werden von der nächsten Woche an in Berlin von Fachleuten beider Staaten beraten werden.
Der Ausstand in Irland.
London, 1. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Die Lage in Dublin ist viel befriedigender. Im Lande bleibt noch viel zu tun, was Zeit in Anspruch nehmen wird. Aber der befehlende Offizier hofft, daß der Aufstand zusammengebrochen ist. Gestern nacht wurden von den Führern der Aufständischen in Dublin an die Rebellen- ; ausschMe in den verschiedenen Bezirken Boten abgeschickt, mit der Anordnung, sich zu ergeben. Die Geistlichkeit und die Königlich irische Polizei tun ihr Möglichstes, um die -Wellung zu verbreiten. Was die Lage in Dublin selbst betrifft, so ergaben sich die Aufständischen in den Hauptbolft- werken aus freien Stücken. Mehrere Brandstiftungen haben llch nachts noch in der Sackvillestraße ereignet. Aber die 7-merwehr ist jetzt in der Lage, ihren Dienst wieder zu verrichten. Wie weiter berichtet wird, sind bisjetzt707Per- sonen gefangen genommen worden, darunter eine Mräqin Markiewicz. Die Rebelten sind, wie gemeldet wird, noch tm Besitz von Enniscorthy in der Grafschaft Wersord. Äns Wexford i)t eine aus Kavallerie, Infanterie und Ar- itifkrk zusammengesetzte Abteilung mit einem 4,7 zölligen Geschütz gegen die Aufständischen von Enniscorthy abgeschickt wvÄ»en. Die letzten Mitteilungen besagen, daß die Führer ider Aufständischen dort an die Botschaft aus Dublin, sich zu ergeben, nicht glauben und unter Eskorte nach Dublin gefahren seien, um sich die Bestätigung zu holen. In der Zwich-cnzeit herrscht Waffenstillstand. Auch von den Auf- . ständischen in Ashbournc wurde zu ähnlichen Zwecken eine »Abordnung nach Dublin gesandt. In Calway haben sich die cren der Aufständischen aufgelöst. Es sind wenige Ber- _ ^ o n vorgenommen worden. In den anderen Bezirken ift Sie 2a$c normal
London, 1 Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des M«ierschen Bureaus. Amtlich wird mitgetellt: Alle Re- chelAenführer in Dublin haben sich ergeben London. 1. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die U e b e r -
Berlin, 1. Mai. (WTB. Anrtlich.) Durch Beschluß des Bundesrats vom 1. Mai wurde der Reichskanzler ermächtigt, . Preise für den Großhandel von Fischen nach Anhörung von Sachverstäirdigeu festzusetzen. Die Landeszentralbehörden oder die von ihnen bestimmten Behörden können für ihrer! Bezirk oder Teile ihres Bezirks Abweichnii- gen von den Preisen an ordnen. Bei Verschiedenheit per Preise am Orte der gewerblichen Niederlassung des Käufers und Verkäufers sind die für den letzten Ort geltenden Preise maßgebend. Die Kommnnalverbände und Gemeinden sind berechtigt und aus Anordnung der Landeszentralbehörden verpflichtet, Höchstpreise für den Kle in verkauf festzusetzen. Gemeinden mrt mehr als 10000 Einwohnern müssen diese Preisfestsetzung unter allen Umständen vornehmen.
Berlin, 1. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der Bundes- rat hat den Nachtrag zur deutschen Arzneitaxe von 1916, den Entwurf einer Bekanntmachung betteffend Beschränkungen des Verkehrs mit gewissen Arzneimittelstoffen, den Gesetzentwurf zur Aenderung das B e r e i n s g e s e tz e s vom 19. April 1908, die Ergänzung dev Ausführungsbestiminungen zum Gesetz betref- nd die Veseitigmlg von Tierlädavern vom 28. März 1912, den Entwurf einer Verordnung- gegen das Fetten von Brotlaiben, den Gesetzentwurf über die Feststellung der 51 r i e g s sch ü de n im Reichsgebiete, die Aenderung der Bekanntmachung über Höchstpreise f ü r P e t r o l eum, den Entwurf einer Verordnung über die Regelung der Fischpreise, dem Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Aenderung der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfut vermitteln vom 28. Juni 1915 angenommen.
Berlin, 2. Mai. Ein Berliner Blatt brachte gestern d:e Mitteilung, daß die Einführung von Fleischkarten für das ganze Reich unmittelbar bevorstehe, ferner eine direkte Festsetzung von Höchstpreisen für alle Fleischgattungen. Desgleichen seien andere einschneidende. Maßnahmen des Reiches, insbesondere auch die Beschlagnahme von Vieh zur Erreichung von stärkeren Zufuhren auf die Märkte, in Aussicht genommen. Das „Berliner Tageblatt" wurde von zuständiger Seite ermächtigt, inttzuteilen, daß die Nachricht von Anfang bis Ende aus den Fingern gesogen ist. Jede einzelne dieser Maßnahmen würde wahrscherMch das gerade Gegenteil dessen erreichen, worauf es heute in erster Linie ankommt.
ch: Echzell, 1 . T-at. Die yegftcye ^.crrmrlettSmeocnae eryren Mustetier Herzberger im Infanterie-Regiment 81.
Ai i ch e l a u, 1. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reservist Röder.
Nidda, 1. Mai. Mit dem Eisernen Kren; ausgezeichnet wurde der Ilnterosfizier Linke im Infanterie-Regiment 167.
, Bl. Ober-Widder sh e i in!, 2. Mai. Der Kriegsfreiwillige Gefreiter Wilhelm 5b a mm er von hier, bei der Luftschisier-Ablei- luug Nr. 20, eühielt die Hessische TapferkeitsstredaMe. Er hatte annähernd 12 Jahre in der französischen Fremdenlegion gedient und hat sich bei Kriegsausbruch sofort zur Verfügung der Militärbehörde gestellt.
# Selters, 1. Mai. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gcfteite Sellheim.
Un t e--Sch mitten, 1. Mai. Den Heldentod fürs Vaterland starb der Musketier Braun im Jnf.-Regt. 118.
Kreis Lauterbach.
rr. Schlitz, I.Mai. Die beideir von hier geflüchteten Engländer haben sich nicht lange ihrer Freiheit erfreut. Sie stellten sich selber der Bürgermeisterei in Bad-Salzschlirf, und tonrdenr dort von der hiesigen Gendarmerie wieder in Empfang genommen. Eine wirkliche „Fluchtt^ hatten die Ausreißer hiernach gar nicht
beabsichtigt, ftmdern wollten sich, wohl veranlaßt vom schönen Frühlingswetter, ettvas längere Zeit von der Arbeit drücken.
Kreis Schotten.
[I! Laubach, 30. April. In hiesiger Stadtkirche fand heute vormittag durch Pfarrer Volp die feierliche Einsegnung von 3 5 Konfirmanden, 15 Mädcherk umd 20 5llrabeir, statt. Unter ihnen befanden sich anch die beid.n jüngsten Kinder des versrorbenen Grafen Otto zu Solms-^Laubach, die Gräfin Marianne Berta und Graf Friedrich Botho. — Die Aufnahmeprüfung an hiesigem Gvm- naiium bestanden heute morgen 11 Schüler, die in die Sexta eingetreten sind, und 6 Schüler, die in oberen Klassen ausgenommen wurden. In der Volksschule wurden heute mittag 30 Kinder, 21 Shra&en und 9 Mädchen, eingefühct.
Kreis Frirdberg.
Bl. F r i e d b e r g, 2. Mai. Heute sind cs 50 Jahre, daß KarNm- maa-er Böhmer in der Katnrmfabrik von Gerhard Mai hier arbeitet.
Bl. Bad-Nauheim, 2. Mai. Der Uirtervfftrrer Georg F r s ch erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille.
y Bad-Naubeim, 2. Mai. Ta in den letzten Tagen bei einigen Metzgern Fleischknavpheit eingetreten war, will die zn- nändige Behörde beim 51reisaint den Antrag stellen, daß Bad- Nauheiin — mit Rücklicht auf den Fremdenverkehr — eine größere Anzahl S ch l a ch t v i e h wie in den letzten Tagen zugewiesen erhält. — In der S l a d t s ch n l e kamen gestern 121 Kinder zur Aufnahme. — Den: Kriegsfreiwilligen Unteroffizier Langsdorf ivurde das Ehrenzeichen für.Kriegsfürsorge verliehen.
Bl. O ssenheim, 2. Mai. Der Unteroffizier Konrad Rasch von hier, welcher^ in einenr Infanterie-Regiment rm Westen steht, i/.rt für sein tapferes Verhalten die Hessische Tapfcrkeitsmedaille
erhalten.
Kreis Wetzlar.
1. Mai. Wehrmann Peter Gombert 52) wurde mtt dem Eisernen Kreuz aus-
Aus £>iabi uud Canö.
Gießen, 2. Mai
1916.
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Der Rebellen in Dublin erfolgte, als sie aus rennenden Hauptpostamt herausgetrieben worden 7 r Truppen, bk ben Ausgang nach der Sackvitte !'tzt hielten, stellten das Feuer ein. Die Rebelleu- - - , r^en sich der Parlamentärflagge. Man schloß zu- u'.en Waffenstillstand. Darauf Unterzeichnete Pearce,
** Amtliche Perspnalnachrichten. Der Großherzog hat am 29. Avril den ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversttät Tr. phil. Carl Watzinger in Gießen auf fern Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1916, ans dem Staatsdienst entlasseir. — Der Großherzog hat zum 1. Mai dem Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Bingen Dr. Georg B lecher und den Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Babenhausen Rektor Georg Schaffnit den Charakter als Pvosessvr erteilt. — Der Groß Herzog hat am 29. Lbpril den Oberlehrer an der höheren Bürgerschicke zu Pfungstadt Rektor HerTnann Müller zum Ober lehrcr und Rektor an der höheren Bürgerschule zu Rüsselsheim mit Wirkung vom 1. Mai 1916 an ernmrnt. — Der 'Groß Herzog hat am 29. April den Lehramtsassessor Dr. Ludwig Seibcrt aus Seligenstadt zum Oberlehrer au dem Lehrer' semmar zu Mey errurmtt. — Der Großherzog hat am 29. April den Hckfsdiener und Heizer I-ohann K l o b e r zu Bens- heim vom 1. April 1916 ab zum weiteren Diener, zugleich Heizer, an dem Ernst-Ludwig-Semmar zu Bensheim ernannt. — In den Ruch stand wurde versetzt: am 29. 2lpril 1916 der Gerichtsvollzieher mrt dein Amtssitze in Lmnpertheini Ludwig Rost auf sein Nachsuchen urit Wirkung vom 1. Mai 1916 und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste. — Der Groß her zog lat am 29. Aprck 1916 dein OlerichtSvollzieher mit dem Amtssitze in Lampertheim Ludwig Rost die Krone zum Silbernen 5drcuz des Verdiensäordeiis Philipps des Großmütigen verliehen.
** Auszeichnung. Gefreiter Fritz G t e § l c r aus Gießen, Landsturm-Jnf.-Negt. Nr. 10, erhielt die Hess. Tapferkeits- Medaille.
"Personalnachrichten der Eisen bahndirektion
Frankfurt a. M. Im Namen der Großh. Heff. Regierung in der Hessisch-Preußischen Eisenbahnqemeinschast im Monat April 1916 erfolgten Ernennungen und Beförderungen: Zum Babnlneister 1. Klasse Bahnmeister Beck zu Salmünster. Zum Lokomotivführer : Reserve-Lokomotivführer Karl C o r s e i zu Bebra.
** Der Mai im Bolksmund. Ein kühler Mai wird hoch aeacht, hat stets ein fruchtbar Jahr gebracht", oder „Kühler Mai — groß Geschrei, vial Getreide, langes Hew7 Dagegen: „Trockener Mai — dürres Jahr", oder >,Aus nassen Mai konnnt trockener Juni herbei".
** G e m e i n d e st e u e r n. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung des 6. Zieles Gemeindesteuern und Kanalgebuhren für das Rechnungsjahr 191.6. Die Zahliing kann noch bis einschließlich 13. Mai bei der Stadtkassc erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die Pfändungskosten erhoben werden.
*^DieAusmeiskarten zürn Bezug der be st eilten S pargeln sind vom 3. ds Mts. ab im Stadthaus, Zimmer Nr. 8, in Empfang zu nehmen. Die Spargel werde,! nur gegen Vorzeigung der Ausweiskarten abgegeben. Der Beginn des Verkaufs wird noch bekannt gemacht.
"Im heutigen Kreisblatt sind die Bundesratsverordnungen über den Verkehr mit Seife, Seilenpulver und anderen fetthaltigen Waschmitteln veröffentlicht. Ferner iveisen wir auf eine Bekanntmachung über Streu-, Heide- und Weide- benntzung auf nicht landwirtschaftlich genutzten Grundstücken hin.
Landkreis Gießen.
6. B e t t e n h a u s e n , 2. Mai. Dem Pionier Schäfer ivurde in den Kämpfen bei Berdiln die Hessische Tapferkeitsinedaille verliehen.
Kreis Büdingen.
f ® 1 eiche n b ach , I.Mai. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier Karl K r a f t.
ra. . Ber rrtolt,
(Res.-San.-Komp'. Nr. gezeichnet.
d. Dornholzhausen, 2. Mai. Der Unteroffizier Johannes Heitz bei einem Reserve-Feldlazarett im Westeii, ein Sohn des hiesigen ^Gemeindevorstehers, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Der Landsturmmann Johannes Jakobi wurde m beit Kämpfen bei Verdun durch einen Granatsplitter am Knie verwundet.
ra. Koster-Attenberg, I.Mai. Für nächste Woche ist ore .Eröffnung. der K-rcis-J nng Viehweide zu Kloster Allenberg angekündigt. Sie besteht bereits ein Jahrzehnt und hat sich bisher aicf das beste bewährt. Es sind in dieser Zeit weder Krank- heits- noch Unglückssälle bei den Weidetteren vorgekonnnen. Dahingegen war stets große GewichtTz imailyrnt sestznstellen, wie auch das Aussehen der Rinder vorzüglich und der Gmig flott geworden. Das tägliche Weidegeld beträgt für die Viehbesitzer des Kreises nur 25 Pfg., da der Rest im gleichen Betrage vom Kreise übernommen ist. Diese Preisernräßigung gilt für die ersten 40 angemeldeten Rinder. Für weiter folgende Tiere haben die Besitzer das volle Weidegeld von 50 Pfg. zu entrichten.
Starkenburg und Nheinhessen.
— Bingen, 1. Mai. Ans dem Rechnungsjahr 1914 mußte die Gemeindeverwaltung 4460 Mk. Steuern als uneinbringlich iiiedcrschlagen und 6480 Mk. stunden. — Auf Vosichlag der hiesigen Oberiörsterei soll die im Langener Wald vorhandene Fläche von etwa 42 Morgen 35—40jähriger Eichen abgetrieben und auf Lo rinde ausgenutzt werdcn.
Hessen-Nassau.
H Marburg, 1. Mai. In B r a ch t im hiesigen 5kreise hat der älteste der hiesigen Forstmänner, der Königliche Förster a. D. Johannes Kranz im Mer von 91 Jahren das Zeitliche gesegnet.
Wm. Kirchhain, 1. Miaj. Tie letzte Stadtvervrd- n e t e n versa m m l u n g setzt zunächst einen Nachtrag zur Wasser- steuervrdnung und einen Nachtrag zur llmsatzsteuevordnung endgültig fest. Als Vertreter der Stadt beim Hessischen Städtetag wurde von dem Magistrat Bürgermeister Grün genrählt. Eine in der Nähe der Stadt liegende Fläche, die bisher unbenutzt war, soll nach einem Vorschlag des Magistrats eingeelniet und mit Nuß- und Obstbäumen bepflanzt werden. Der Magistrat beantragte weiter, zur Förderung der Z re genzucht sirr jedes zur Aufzucht kommende weibliche Lanttn eine Prämie vor: 5 Mart zu gewähren. Tie Mgeordneten sümmten dem Anträge unter der Bedingung zu, daß die Prämie erst bezahlt wird, wenn das Lanrm ein Älter von einenr Jahr erreicht. Schließlich gelangte noch die Stadtkassenrechnung vom Jahre 1914 zur Feffftellung, und dem Stadt- reckwer wurde Entlastung erteilt. Tie Rechnung wi.es 303 000 Mark in Einnalnne und 297 000 Mark in AusgÄe aus.
— Frankfurt a. M., 2. Mai. Die vom Magistrat verwalteten S t i f t u n g e n für die Stadt Frankfurt haben jetzt mit der (Gesamtzahl 99 eine Höhe von 10 719 730 Mk. erreicht. Von diesen Kapitalien stehen der Stadtverwaltung 462180 Mk. Zinsen zur Verfügung.^ Uiiter den Stiftuiigen befindet sich auch eine von 60 000 Kronen österreichischer Währung.
X. H a n a u, 30. April. Für den ostpreußischen Kreis Pillkallen, der Patenkind der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel ist, haben die dieser Kammer angehörenden Landwirte und Organisationen bis jetzt an baren Geldntittebi 29136 Mk. ausgebracht, außerdem größere Mengen von Kleingeflügel gespendet.
^ Griesheim a. M., I.Mai. Der Rechnungs- a b s ch l u ß der Gemeinde lasse weist für das Jahr 1915 einen Ueberschuß von 297 800 Mk. auf — allerdings aus nicht verbrauchten Anleihemitteln. Für das laufende Rechnmigs- jahu wurden die Einkommen- und Realsteuern um je 5 Prozent erhöht, was eine Mehreinnahme von 11 000 Mk. bedeutet. Für eine Vergrößerung des Wasserwerks bewilligte man 87'000Mk. — In der Gemeinde wird fortan Fleisch nur noch gegen Fleischkarte verabfolgt. Auf den Kopf und Tag kommen 66,5 Gramm Fleisch mit Knochen.
Englisch und die deutsche Leemannssprache.
Wie das allgegenwärtige Bewußtsein des Weltkrieges alte Jiiteressen gesteigert nick> neu geschaffen hat, da heute alles, was mit dem Kriege in irgend einem organischen Zusammenhang steht, ftir uns mit Recht von besonderer Bedeutting erscheint, so ivurde auch die Frage des deutschen Sprachgebrauches und der verschiedeiren - Dialekte und sprachlichen Eigenheiten in allen Testen des Deutschen Reiches zum Objekt ebenso auffchlußreicher ivie dankenswerter Betrachtungen. Da aber bisher die Soldatensprachc hauptsächlich imr insofern untersucht ivurde, als sie sich auf die verschiedenen Ölruppen der Landarmee bezieht, ist es nur recht und billig, sich nun auch ivit der deutschen Seemannssprache nDer zu befassen, die ijirabc in diesen Tagen bei allen Deutschen aus besondere Testnahme stoßeir wird. Nichts ist dem Deutschtum ein hesttgeres Pfand als die junge Kraft der deutschen Flotte, und darum' muß auch die Sprache,


