ich unsere Seeleute bedienen, in auen ttraien Dem)cpuriwL» •nq finden. Ein lehrreiches Md der Zusmmmmsetzuna unserer Mari .y -ack: ' und irr Herkunft bn in ihr üblichen Worte, D.,'ud:n:q-'n un) stehenden Redensarten bietet die „Klar Deck über- «!>!'" betiteUe Schrift des Geh. .Konsistorialvates und früheren Dkarrneobervsarrrrs Gustav Gvedel, die demnächst im Ouickborn- Merlag der Vereinigung von Freunden der niederdeutschen Sv rache' ümd Literatur in Hamburg erscheint. Wie der Verfasser auf Grund seiner jahrelangen Beobachümgen feststellt, hat die deutsche See- mmmssprachc mit dem Niederfächsisch-Friesischen \o viel gemein, bar, sie sich beinahe restlos aus ihr erklären läßt. Man kann sagen, das; die ganze Seeküste von Pommern bis Flandern an der Bildung der Sbrache unserer Seeleute beteiligt war, daß also das eigent- Tidy Seemännische in der hochdeutschen Seemannssprache niederdeutsch ist. Unsere Seemannssprache gebrauch, e das Niederdeutsche, wie es von Pommern bis Flandern gesprochen wird. Unter dem siegreichen Einfluß des Neuhochdeutschen Hai sich äußerlich manches geäardert. aber der Kern der wirklich seemännischen Ausdrücke blieb niederdeutsch und hat sich bis heute vor fremden Einflüssen bewahrt. Ganz besonders ist zu betonen, und dies ist der Hauptzweck dieser Ausführungen, daß es ein ganz unbegründeter Irrtum ist, «rnzunehmen, daß unsere Seemannssprache englisch beeinflußt sei. Ta diese falsche Meinung außerordentlich stark verbreitet ist, ist hier eine energisch' Richtigstellung nötig. Wo es so aussieht, als habe das Englische unsere Seeleute beeinflußt, da ist säst stets das Gegenteil der Fall, denn die beiden Sprachen gemeinschaftlichen Seemaunsausdrücke haben die Engländer von uns und nicht wir von ihnen. Abgesehen vom Maschinenwesen ist die. eigentliche deutsckZe Seemannssprache der englischen nichts schuldig, sie ist keineswegs als die Tochter der englischen, sondern viel eher als ihre Mutter zu betrachten. Unendlich reich ist die Zahl der Beispiele, die dies erhärten können. So ist das Wort Packt, das meist für englisch gehalten wird, so niederdeutsch wie nur irgend möglich. Im ganzen Mittelalter gab es in Niederdeutsch!and Pachten, und der Name stammt vom Nennen, Schn-ell fahren, Jagen. Aber gerade diese falsche Meinung hat in unserer Sprache späterhin eine Eng- lmrdsucht hervorgebracht, die wohl für imnrer erledigt ist. So enden die Namen der oftfriesischen Inseln beinahe sämtlich auf oog. was nicht, wie man allgemein glaubt, Auge heißt, sondern Wasser. Im Westen, mehr nach England zu, wurde diese Endung fälschlich anglisiert, daher der Name Norderney (>ep heißt aus Englisch Auge). Auch hier ist also die wirkliche Sprachsorm nicht englisch, sondern deutsch, und nur irrtümliche Auffassungen haben unrichtige Wendurigen hervor gebracht. Auch das Wort Maat kommt nicht von jenseits des .Kanals, sondern es ist von uns nach England ge- wcmdert. Erst die Engländer haben hieraus für sich die Bezeichnung „m-ate" gemacht. Trotz dieser Belehrungen dürfen aber auch vorsichtigere Leute der Ansicht sein, daß wenigstens das Wort „Crew", das Besatzung bedeutet, echt englisch sei. Der Form' und dem Aussehen nach ist dies auch unzweifelhaft der Fall. Und doch ist auch dieses angeblich urenglische Seemannswort ursprünglich deutsch. Athichideutsck,- hieß es gruoan, gruan, croen: mittelhochdeutsch grüejen. Hieraus entstand dann das mittelniederdeutsche,Wort kruch das Herde und Gemeinschaft versinnbildlichte. Es ist offenbar, daß die Angeln und Sachsen das Wort mit hinüber genomm en haben, pro dann aus krup die Bezeichnung „crew" wurde. Darum wäre es nur richtig, wenn wir auch hier ehrlich beim guten Deuffch blielxar und das Wort 'Kru schrieben.. So erweist sich fast jedes ichem- bar englische Seemannswort, das bei uns in Gebrauch i)t, als ursprünglich deutsch. Und es ist Pflicht der deutschen Seeleute wie auch der Landratten, den deutschen Ursprung zu wackren und sich endlich endgültig von der irrtümlichen Meinung zu befreien, daß unsere Seemanns! brache einen großen Teil ihrer Ausdrücke dem Englischen entliehen habe und ohne englischen Einfluß nicht unverändert fortbestehen könne. _
Octjieufieiia) oa» -piuiio unt., UuysteliM 0,00—o,oou>ck. ba*
Pftmd, Rindfleisch das Pfund 0,00-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 0,00-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 0,00-0,00 Mk., Hammelfleisch das Pfund 0,00—0,00 Mk.: Kartoffeln der Zentner 0,00 Mk.; Zwiebeln das Pfund 35-40 Pfg.; Milch das Liter 28 Pfg.; Nüsse 100 Stück 00—00 Pfg.; Spinat 25—30 Pfg. das Pfund, Kopfsalat 15-25 Pfg., Karotten 15 Pfg. das Päckchen, Lauch 8 bis 12 Pfennig das Päckchen, Rhabarber das Pfund 20 P'g., Sellerie das Stück IO—40 Pfennig. — Marktzeit von 7 bis 1 Nhr.
ke. Frankfurt a. M. V i e h h o f ni a rkt b er i ch t vom 1. Mai. Für den Regierungsbezirk. Wiesbaden kamen durch den Vieh- handelsverbaud zur Fleischversorgimg der Städte für diese 2Loche zur Verteilung: Frankfurt (Anzahl der Rinder steht noch nicht sein, 85 Schweine, Wiesbaden Stadt: O Rinder, 30 Kälber, 20 Schweine, Wiesbaden Land: 3 Rinder, 10 Kälber, 8 Schweine, Westerburg: 2 Rinder, 5 Kälber, 3 Schweine, Montabaur: 2 Rinder, 6 Kälber, 4 Schweine, Limburg: 2 Rinder, 12 Kälber, 8 Schiveine, Diez: 2 Rinder, 8 Kälber, 4 Schweine, St. Goarshausen: 2 Rinder, 6 Kälber, 5 Schiveine, Rüdesbeim: 2 Rinder, 8 Kälber, 5 Schweilie, Höchst a. M.: 2 Rinder, 6 KäIcker, 8 Schweine. Außerdem steheil morgen 400 däiiische Rinder-Viertel für die hiesigen Metzger zur Verteilung.
ie. Frankfurt a. M., 1. Mai. Frucht- und Futter- m i i t e l m n r k t. Mangels Angebot ist das Geschäft sehr ruhig, der Besuch ist schivach. Futtermittel entbehren durch den günstigen Grünlutterstand jeder Nachfrage. Getreide geschäftslos. Preise unverändert, fest.
ke. Frankfurt a. M., 1. Mai. K a r t o f f e l m a r k t. Kartoffelii in loser Ladung per 100 Kilogramm ab Versandstation IO, IO Mk.
F. C. Wiesbaden, !. Mai. Ein Markt fand nicht statt. 55 lebende Rinder ans Dänemark wurden an die hiesigen Metzger abgegeben und zwar gum Preise von 3,00—3,20 Mk. dcnJ Pfund.
Vermischtes.
* Der Erfchöpfungsschlaf der Soldaten. Ueber die eigentümlichen Erfchöpfungserscheinunaen, die durch die körperliche und seelische Anspannung bei den Kriegsteilnehmern häufig liervorgernfen werden, hat ein amerikanischer Arzt, Dr. George W. Erile, an der französischen Front einige interessante Beobachtungen gemacht, die im »Svenska Dagbladet* wiedergegeben werden. Bei anstrengenden Rückzugsmärschen, bei denen dst deutsche Führung das Tempo bestimmte, wurde der Mangel an Lchtas den französischen Soldaten immer fühlbarer, aber sie lösten dieses Problem auf chre eigene Art. Sie schliefen nämlich, während sie marschierten. Die Müdigkeit hatte ein langsameres Tenwo hervorgernien, das auch während des Scblaies beibehalten werden konnte. Bei kurzen .Valtestellen schliefen sie nur etwas tiefer. Sie schliefen, während sie durch Wasser und Schmntz wateten, sie schliefen, während sie hungerten, und sie schliefen auch, während sie verwundet wurden. Schlafend zogen sie durch die Dörfer, und wenn einer schnarchte, so wurde er von seinen Kameraden geweckt. Manche fielen schlafend ins Waffer, manche in tiefe Gruben, solche waren verloren oder gerieten in Gefangenschaft. Die Artilleristen, die auf ihren Pferden schließen, verloren im Schlaf allesamt ibre Mützen. Ein Arzt der amerikanischen Ambulanz erfuhr bei dem Besuch eines Lazarettes im Schnlhanse einer französischen Stadt durch eigene Anschauung, wie tief solch ein Soldatenschlaf sein kann. Es herrschte Totenstille. als er das Lazarett betrat. Ueberall waren schwer Verwundete aus den strohbedeckten Fußboden gebettet, aber man hörte keinen Laut der Klage, kein Stöhnen, denn alle lagen im tiefsten Schlaf. Diese schlafenden Verwundeten träumen fast immer. Sie laden die Gewehre, sie hären die Explosion der Granaten, sie stürzen in den Bajonettkampf. In den Lazaretten springen schwer- verwundete Soldaten oft im Bett auf und greifen mit einem Schrei nach dem Gewehr.
Märkte.
Gießen, 2. Mai. Marktbericht. Auf dem heusigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1.90-0,00 Mk.: Hühner- eier das Stück 20—23 Pfennig; Käse 8-10 Pfennig, Kasematte 3 Pfennig das Stück; Welsche 0 00—0,00 Mk.;
Einge^ndt.
lFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Helinnthi-Knollen.
Im Interesse der Allgemeinheit und der Bolksernährung empfehle ich die.Anpflanzung eines aus Nordamerika stammenden Knollengewächses, benannt H e l ia u t h i.
Diese Knollenfrucht zeichnet sich durch große Fruchtbarkeit aus, hat einen vollen Ertrag und liefert ein gutes, nahrhaftes, leicht! betömliches Gemüse, welches sogar als Krankenkost, insbesondere für Zuckerkranke, empfohlen wird. Die Zubereitung ist ähnlich, wie bei Schwarzwurzeln. Die 'Stengel werden zwei bis drei Meter groß. Diese, wie auch das Mattwerk finden als Viehsutter Verwendung.
Tie Aussaat erfolgt im Frühjahr aus 70 Zentimeter Entfernung, auf die gleiche Weise, wie bei Kartoffeln. Besondere Pflege erfordert die Pflanze nicht, sie gedeiht aus jedem Boden. Gute Vorbereitung des Bodens erhöht natürlich den Ertrag.
Die von mir angestellten Versuche waren sehr erfolgreich. Vier Stöcke lieferten einen Knollenerttag von fünfzehn Pfund.
Interessenten bin ich gern bereit unentgeltlich weitere Auskunft zu erteilen, wie auch bei mir die Helianthi angesehen werden kann.
Gießerr, Aöarburgerstr. 22 I_H. Schaumberger.
Mchentl. lleberstcht derTstzexsälle i. d.Stadt Gießer?.
16. Woche. Pom 16. bis 22. April 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33 100 sinkt. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 29,85 0 / 0 -.- Nach Abzug von 14 Ortsfremden: 7,85 % 0 .
ES starben an
Altersschwäche Maiern Diphtherie
Tetanus
Ltlngentuberkulose Tuberkulose anderer Organe 2 (2)
Krankheiten des Herzens 3 (2)
Krankheiten des Nervensystems
Krankheiten der Verdauungsorgane
Krankheiten der Harnorgane 1 (1) sonstigen benannten Krank
heilen _
Summa: 19 (14) 9 (7) 4 (2) 6 (5)
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Zus-
Er-
Kinder
wachsene
kn l.Lebenr- jahr
vom 2. bis 15. Jahr
10)
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—
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2(1)
-
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 3. Mai 1916: Wechselnd bewölkt, meist trocken, keine ivesentliche Temperaturänderung.
Letzte Nachrichten.
Luftangriffe im Ostseegebiet.
Berlin. 2.Mai. (WTB. Amtlich.) Am t.Mai mur- den 'die militärischen Anlagen am Moonsund und von Pernau von einem Marineluftschiff mit gutem Erfolg angegriffen. Das Luftschiff ist unbeschädigt gelandet.
Gtelchzellig brteglv r.ii uuimi
die militärischen Anlagen und die Flugstation von Papen* Holm auf Oesel mit Bomben und kehrte unversehrt zurück. Gute Wirkung wurde beobachtet.
Ein feindliches Flugzeug-Geschwader wurde an demselben Tage gegen unsere Marineanlagen Windau angesetzt, mußte aber durch die Abwehrgeschütze unverrichteter Sache zurückkehren.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
*
Gegen den Wirtschaftskrieg.
Lugano, 2. Mai. In einem Artikel, betitelt: Ter Zweite Krieg ! erhebt der M a il ä n,der, „S ecol o", dem sicherlich Dcutschfreundlichteit nicht vorgeworfen werben kann, seine Stimme gegen jene Richtung auf der Pariser Handelskvnserenz, die nach dem Ende des Krieges mit den Waffen einen wirtschaftlichen Krieg aller Verbündeten gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn anstrebt. Ein solcher Krieg könne durchaus keinen Vorteil für die Verbündeten bringen. Eine Sperre gegen den deutschen Markt wäre gleichbedeutend mit einer Verwilderung des allgemeinen. Rechtes und mit einer Verarm u n g Italiens. Aber auch in politischer Beziehung würde dem Bierverband kein Vorteil daraus erwachsen. Deutschland würde mit allen Mitteln den neutralen Markt erobern und dadurch die Wirtschaft der Verbündeten schädigen. Außerdem müßten Absperrungsmaßrcgeln der Verbündeten gegen Deutschland unter ihnen selbst I nter essen- konslikte schaffen, daß ihre Einigkeit daiüber in Trümmer ginge und Deutschland sich bald in der Lage befinden könne, den Krieg mit der Gewißheit eines raschen Erfolges wieder aufzu- nehmen. Tie deutsche Ausfuhr unterbinden, würde auch bedeuten, ihm die Mittel zur Zahlung einer .Kriegsentschädigung (?) entziehen. Man könne nicht 120 Millionen Menschen durch einen Vertrag unterdrücken, ebensowenig ihre Handelsbeziehnngen vernichten. Wenn das Verlassen der wirtschaftlichen Gesetze nickst einmal politische Vorteile bringe, sei cs Zeit, vor Beschlüssen zu warnen, die für die Gesamtinteressen und den künftigen Frieden die schwersten Gefahren bedeuten.
Der irische Aufstand.
i. Köln, 2. Mai. Laut der „Köln. Ztg." meldet der „Petit Parisien" aus London, daß die irischen Ans ständigen sich aus dem Stephens-Green verschanzt haben und aus die Vorübergehenden schießen. Am Eingang des Graststoneftreet errichteten sie eine aus aufgebotenen Kraftwagen bestehende, gewaltige Barrikade. Die Ausständigen hatten sich der Bureaus der Zeitungen „Daily Expreß" und „Evening Mail" bemächtigt, von wo aus sie auf die Truppen das Feuer erösfneten. In einem Leitartikel sagt das „Journal des Debats", daß England mit seiner problematischen Politik in Irland ernte, was es dort gesät l-abe. Die Schifsstorpedicrungen, die Zeppelinslüge und der Aufruhr in Irland habe die Engländer daran erinnert, daß es sich in diesem Kriege auch für sie um Sein oder Nichtsein handelt.
Russische Truppen in England.
Haag, 2. Mai. Nicht nur Frankreich, sondern auch England ist mit einer Sendung russischer Truppen beglückt worden, wodurch das tteue Zusammenhalten der Entente- glicder bewiesen werden soll. Eine Abteilung Russen mit einigen Offizieren, sowie mit einer Gruppe Munitionsarbeiter sind in England eingetroffen, und am Freitag I>at Kitchener sie mit einer Ansprache begrüßt und besichtigt. Aber selbst die Engländer scheinen sich dieses hohlen Bluffs zu schämen, denn die Presse hat die Ankunft der Russen nicht gemeldet, und nur ein hiesiges Blatt teilte die Besichtigung durch den General Kitchener mit.
Russische Einberufungen.
Stockholm, 2. Mai. Ein Ukas des Zaren Nikolaus veröffentlicht die Einberufung der russischen Militärpflichtigen vom Jahrgange 18 9 7 für den 8. Mai. — Ter Generalstabsches, General der Infanterie A l e x e j eiv, wurde zum Generaladjutanten des Zaren ernannt unter Beibehaltung seines bisherigen Postens.
Die deutschen Schiffe in Brasilien.
Rotterdam, 2. Mai. Eine Havasmeldung ans Rio de Janeiro besagt, die Unterhandlungen über den deutschen Vorschlag hinsichtlich der in Brasilien liegenden deutschen Schiffe blieb erfolglos und sei anscheinend endgültig aufgegeben. (Ter Vorschlag ging bekanntlich dahin, daß die brasilianische Regierung die Schiffe pachtweise übernehme und nur in der Küstenschiffahrt verwenden solle. D. Red.)
Aus der sozialdemokratischen Partei.
K ö l n, 2. Mai. Wie die „Köln. Ztg." berichtet, hat die Konferenz der sozialdemokratischen Kreisleiter in den Regierungsbezirken Köln, Aachen, Koblenz und Trier einstimmig folgende Entschließung angenommen:
Die Konferenz verurteilt das Vorgehen der 18 entschieden. Sic fordert, daß allen Zersplitternngsoersuchen nachdrücklich entgegengetreten wird. Sie verurteilt noch schärfer die offenbar auf eine Spaltung gerichteten Bestrebungen der Gruppe Liobkncchl- Rühle. Ebenso verurteilt die Konferenz, auch die Aufwerfung im- nötiger verwirrender Streitfragen durch eine Anzahl Genossen. Alle Sonderbestrebungen sollten in dieser geschichtlich denkwürdigen Zeit unter dem bringenden Gebot völliger Einigkeit der Partei zurücksteljen. Indem die Konferenz verspricht, alles auszubicren, um den unheilvollen Geist der Zersetzung zurückzu drängen und dem Bezirk der oberen Rheinprovinz fernzuhalten, fordert sie zugleich, daß unvermeidliche Auseinandersetzungen innerhalb der Partei streng sack.sich und im Gciste der Brüderlichkeit und Duldsamkeit geführt werden.
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Holzversteigerung.
Freitag, den 5. Mai i. I., vormittags 9 Uhr, soll im Staufenberger Gemeindewald, im Distrikt Eichwald und Schabenberg nachverzeichnetcs Holz versteigert werden.
20 Eichen-Derbstangen 15 Fichten-Derbstangen 15 Ittn. Eichen-Nutzscheiter 6 „ „ Nutzknüppel, 2 Mtr. lang
12 „ Buchenscheit
61 „ Eichenscheit
275 „ Buchen-, Eichen- und Fichten-Knüppel
434 „ .. „ Reiser
110 „ .. m „ „ Stöcke.
Die Zusammenkunft ist auf der Marburger Straße, diesseits der Tiefenbach.
Staufenberg, den 30. April 1916.
Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan
' Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Staufenberg für 1916 Rj. liegt vom 3. Mai ab eine Woche zur Einsicht der Interessenten aus dem Amtszimmer Unterzeichneter Bürgermeisterei offen: Zur Erhebung einer Umlage werden die Ausmärker herangezogen.
Staufenberg, den 30. April 1916.
Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.
Stephan. 3463
MIM BckilniitlilMllllgeil Der AM Sieget!.
Die Auszahlung der Familicnnnterstützuuacu an
die Familien dev zum Heeresdienst Einberufenen findet statt: Reichs- und Kreisunterstüpung.
An dieienigew deren Namen beginnen mit A —H Montag, den 1. Lstai .1—11 Dienstag, den 2. Mai 8—2 Attttwoch, den 3. Mai. bl Weitere Unterstützung (Mietsznscbuh).
An diejenigen, deren Namen beginnen mit:
A-H Doni»ers1ag, den 4. Mai J—R Frei lag, den 5. Mai 8—2 Samstag, den 6. Mai. c) An Vermieter, die Mictbeträgc abbolen. Montag, den 8. Mai 1916.
Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer dir. 7, statt.
Tic Untersttttzungeu dürfen nur an den vorge-
nannten Tagen abg ebolt we rd *n. __
Das im Monat März d. I. fällig gewesene 6. Ziel Gemeinde'teuern und Kanalgebtthreu kanli nocl, bis zum 13. Mai 1916 ohne Kosten au die Stadtkasse bezahlt werden. Diejenigen, die mit der Zahlung dieses Zieles noch im Rückstände sind, werden hiermit gemahnt, die Abgabe bis zum 13. Mai all die Stadtkasse zu entrichten. Vom
der Stadtkaffe gutgeschrieben sein, aitdernsalls die vor- geschriebe nen BeitreibungSkoiten erhoben werden, ff"'6 Tie AuSwciökartcn zum Bezug der bestellten Spargel sind vorn 3. dS. MtS. ab im Stadthaus. Zimmer Nr. 8, in Empfang zu nehmen. Tie Spargel werden nur gegen Vorzeigung der AuSwelSkarien abgegeben. Der Beginn des Verkaufs unrd non, bekannt gemacht. 1844/B
Am Freitag, denk. Mai l. Fs., nachm. 2 Uhr, werden int ilädt. Hospital, SclterStveg 11, die im Fahre 1915 gc- snndenen Gegenstände, sowie verschiedette Oiachlaß-Gegen« stände insbesondere Mobiliar und Hanögegenstände versteigert. IW78


