Ausgabe 
15.3.1916 Zweites Blatt
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gurjeit ist österreichisches Benzin in Deutschland in aewissen Mengen erhältlich. Wer keine inländischen Ersatzmittel ve?

SeTtäin ÖOrt wRÄteS

lick^um^ ^ i m J*? neffenen Preisen, die wesent-

J5r tcr ii «^ Kilogramm liegen, erMten. Er Benzin von Händlern zu kaufen, die Lmangemessen^r Zwischengewinn erstreben oder selbst zu un- wird'?!^^-^°ls?n eingekrust haben. Jeder Verbraucher Feage vorlegen müsse». ob er nicht statt Benzin" das inländische ErzeugnisBenzol" verwende» kann, das in qenüaenden ^r>rhandcn, und bei dem durch die iiöchstvreis- festsetzung eine Uebervorteilung der Käufer ausgeschlossen ist.

Weitere Wirtschastsmaßmchmen.

erlin 14 März. (WTB. Amtlich.) Die Bekannb- U *l x ^ verbot der Verwendung vonOelen ricr Fetten Herstellung von Degras, Lacken U c n £ rbe n vom 1. März (Reichsgesetzbl' ^'ne Bekanntmachung vom 14. März biniichtliÄ Neufassiiug bringt wesentliche Erleichterungen ?mh^rwrfertiggstelltcr Lacke, Firnisse

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sM% & svasasis

Zentra^nkaists^llsch^ftl«^

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Aus Hesse,,.

Ston der Zweite» Kammer.

rb. Darmstadt, 14. März. Der ?lc l t cst e n ra t Zwcrten »amm^ und die einzelnen Fraktionen hielten heute mitMa längere Besvlcäning.n ab über die geschäftliche Be!>andlnna d-r

> -'l.,testenratbeLm-"K°m' iiteipr fljioe nt Ko hl er unter Hinweis aus dl.e auch in der Presse ^wordenen Stimmen, daß eine schleunige Beratung d^s Staatsvoranschlags bmtgeitb nötig sei, damit dieser noch in beiden Ammern bis zum Ablauf des Monats sertiggestellt ivetbcu Sn?

des Aeltestenrats beschlossen darnach auch die Fräst twnen in ttwen Sitzungen, zwecks Abkürzung der allgemeinen Be- spreckmng «über den Etat nur je einen Redner der

PL ^e Cn ^e^, das Bestreben nach möglichster Mkürnmo der Reden auch wahrend der Einzelderatung sesgefoltert £

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Die Auftelüuig der Volksschullchrer

in ist eine RogirruugKvorlaM zugrgm.gm,

dLa ch Beginn des Krieges litten wir beschlossen die frei «Irdenen ;md dmnnächst frtn werdenden Ucfarfco«üomß mcht wieder zu-besetzen. Wir haben eine Regelimg in d^ SStt in* Auge gnaßt, den AchulverWalter auf eine bestimmte Stelle zwar anzustellen, dabei aber vorzube halten, das; diese "?lnstrttuna auf eine bestimmte Stelle lediglich rvegen der Olebaltsm-rrechmam erfolgt uno der so an gestellte Lehrer nach Frichensschluf; sich Se beim auszuschreibenden ihm erwünschten Stellen zu ben^erben bat ***** AuSdehrrung der Lehrerverschiebungen infolge

der durch die Stelleubesttzungen immer wieder nötig werdenden, ^^sichreidungeu zu vermeiden, müßten urir alleroings *v 1 ' J" ^eigneten Fallen diejenigen interimistisch;

Mig i Ilten Le^er, die bei der ersten Regelung nicht zu einer

Stelle gütelgi such, »»s die durch die Verschiebungen! frei Mwordeuru Stellen kurzerhand anzustellen. ^ ^

dienstliche Berwendtmg der während des Krieges an- gestelllen Lchwr ist ttn iibrigen so gedacht, dast die Zckt Ter fj? 1 ? A^ere befindlichien in der Regel ans 'den zur Feit ibr'r Anstellung verwalteten Stellen verbleiben, £

SfmW ^l^Eehrenden nach> Möglichkeit aus den Stellen ver- « L"' ^ fk BOT ih-°m (Antritt st das L innst

Anstellmigsverfahren bedeutet insofern ein i?T n >»" twr durch den Artikel 40 des Volksschulqeseües

für die Regel dm Gemrmdm ein TOiwr.m, Anitelümg von üclrrem zugestanbm ist.

aber nach den hier gemachten Vorschlägen ^«-r Betracht bleibe» soll. Indessen si?ht ^

Soklck - AuÄs'.^l ^-^ von der Regel für Ausnalnnefälle vor. ^-.otML Uusnahmefalle dursten aber durch den ^brieg und die dunst

^^rgerufeireu austergewöhnlichen Verhältnisse geschaffen wor­den sein, so dau die hier vorgeschlagene Regelung nicht ungesetzlich kL^^^hnlich ist. Immerhin wolLn ^ir nfcht fehlen, bre Zujtimnumg der Stände einzuholen.

Die vereinigten Staaten und Mexiko.

(WTB. Mchtamtlichk) Mel­dung des Acuter schien Bureaus. Me .B e r e r n i g t e n S t a a- " ^ben den Vorschlag C a r r a n z a s angenommmt e?n L ^biommeu z,n schließen, nach dein zur Verfolgung

der Rauberbanden Carranzas Truppen die amcrikaiiisckie Grenz-e überschreiten dürfen und die Truppen der Ver- ernigten Staaten die mexikanrschje Grenze.

Provinzial-Ausschretz der Provinz Oberhesseu.

Kz. Gießen, 11. März 1916. f°& 19 Steuerfreiheit der Freih. R r e d e s e l s ch e n G r u n d st ü ck e in den Gemarkungen Landenhausen, Rixfeld, Schadges und Reichlos (Kreis Reckst Kreisausschnst hatte den Gemeinden das

i ü T^ d]eh ' ^ ^ ^ eri n e ('>emeindefteuersreiheit gegen (Entschädigung abzulosen (Ges. v. 8. Juli 1911) und Lustig die betressenden Gmrndstücke zu den allgemeinen st^^/^benmlagen heranzuziehen. Im Fall Reichlos haben bmde Parteien wegen Berechnung der Ablösungssumme Be-

n«st^c8 Sacheu Landenhcmsen, Rixfeld

und Schadges ist in der Berusnngsinstanz Streit anster den für die Berechnung maßgebenden Zeitpunkt ( Fahr ^ Ablösung'), auch nber die Voraussetzung der ruläsfiaen Ablösung (Begriff desUmschließens der Gemarkung", der gemartungvselbstandrgen" Grundstücke,Enklaven'' ussu).

<x r c3^ ?tut Ä a 9 der Parteien wurde vorbehaltlich weiterer Sachlage zunächst die Vorlage der Lrts- A5L'^hücher und Flurkarten in einem noch zu bestimnieuden ^.ermin) darüber angeordnet, ob und inwieweit es sich uni umschließendes Gernarkungen handelt und sich in den

WL cSmar^r "Kvrmnnnalsteuerfrei. gehören

>er Wa»tdergewerbescheü?v^s^t'n^^n^Ä^in?^FLm.ille'P^ ^shalbFn bet gesetzllch^'^raus^nn^ Mr Ettell^g

vahnschrch in Zcindesland.

Aus dem Felde wird uns geschrieben: Eine dunkle Frühlings- naa;! ikrul heult der Sturm durch die Ebene und jagt die Wolken am Nimmel mit ffeberhaster Sckxiwlle dahin. Ab und an swaffelt ein Regensthmrer nieder, setzt wieder aus, um mit neuer Stärke zu begmnen. . . Ick; stehe hock» obm ans eurem Bahndamm an einer Strecke, die mitten durch Feindesland nihrt. Meine Llufgabe ist, die mir überwr-esene Strecke fc>CT Eiseiibalmlinie zu sick>ern gegen sede ?lrt einer Zerstörimg. Zwar habe mich iu meinen! Mantel gehüllt und zum Schutze nocki die Zeltbahn uingehängt, zwar kann ich meine etwas lang geratene Figur in ein Schilder­haus zwängen aber, aber . . . Schilderhäuser im Frieden und im .strioge sind von zweierlei Art: jetzt dar man nicht diq Gelegenheit, absolut regendick.ne Gänschen zu bauen, lind so vstift der Wind von rcchis und links durch alle Fugen, von vorn aber blait er derart imichtig hinein, daß ich in Angst und Sorge bm, die Bude möchte im näckstten Augenblick vom Dalnidamm beruntersollern. Und ich mit! Der Rr'gen gar weist anscheinend tickte stellen zu ourck, dringen. Gnmg, es ist tat sackst ick; besser, 'ick da draußen aufznk-alien. Ich patrouilliere am und ab und ipäljc nach rechts und links. Es heißt, vorsickstig sein, d<am von beiden Setten tönnm Züge kommen, und ihr Herannaben !amr man bei dem Geheul des Stnemes nick-t hören. . . Plötzlich taucht vor mir mitten wus dem Dunkel heraus ein grelles Lickst aus: ein Zug! Ich muß rasch zur Sette swingen, aber scharf acht geben, daß ich nicht vom Bahnvamm stürze. Der endlos lange Zug keuckct langsam vorüber. Fröhlicher Gesang tönt aus verschiedenen: Abtellcn heraus. Soldaten sind's, die an die Front fahren, denke ich und blicke der roten Schlußlaterne nach, die wieder im Tantel verschwindet. Bei dem Geheul des Windes und dem Praffeln des Regens arbeiten die Sinne schärfer als sonst. So glaube ich, Sckirttte in der Nähe zu hören. Ich bringe mein Gewehr vor und rufe laut:Halt, wer da!" Aus der Antwort entnebme ich, daß der revidierende Offizier naht, den ich nach Abgabe dcw Parole und nach erstatteter Meloung passieren lasse. Wir tausckxm nvck; einige Worte aus über das-angenehme Wetter, dam: ver­

schwindet er, um den anderen Posten zu revidieret. Auch er nürd bis ans die Haut durchnäßt zurückkommen, denn sein Weg ist über zwei Stunden lang. Gleich mir stehen nämlich an allen Dolmen, die durch das voir uns besetzte Gelnet -der feindlickren Länder führen. Tag und stockst Posten über Pesten. längs der Schienen entlang, an allen Kreuzungen und Unterführungen, oit allen Drücken. Es ist etwas ganz Selbstverständliches, denn die Eisen­bahnen müssen unter allen Umständen gegen je>e Störung, gegen jede seinolicke Handlung gesichert sein. Tausende und Abertausendv deutscher Soldaten, meistens Landsturntteute, versehen den Bahn- schlntz. Der Zug, dxr soeben meine S:rr.1.' passt ... ist vor mir von .Hunderten von spähenden Augen begleitet worden, imd hinter mir geben aridere Kameraden ihm das Gelette. A»ck'. das ist ein Kriegsdienst, ein sehr wichtiger sogar, der getan sein null und muß. Wer von den Daheimgebliebenen etwa glaubt, daß der Dahnschutz sozusagen einen gemütlichen Dienst darstallt, der möge einmal Tag und Nacht, bei Regen uno Sonnenschein, l-ei Külte und Schnee da drausterr aus den h>hen Bahndämmen aus und ab patrouttlieren. Ihm iuiri> schon die Lust dazu im eigenen Lande vergehen. Vollends^ aber in Feindesland, wo man gegen alles lnisttrauisch sein muß, was sich um einen bewegt. Trotzdem verliert- ein deutscher Landsturnnnann den Mut nicht, gar zu gerne wäre er freilich daheim im warmen Stübchen bei Weib und Kind, gar zu gerne möchte er einmal wieder in einem w.achen Bett schlafen, anstatt aus dem harten 'Sttohsack im Wachlokal aber er kämpft die Sehnsucht nach dem Daheim zurück. Er weist, es muß eben sein, dieses harte, harte Must! Und wenn dereinst der Friede wieder einkehrt in unsere Lande, dann wird man auch dem Landfturmmanne Dank wissen für seine Pflichterfüllung.

Märkte.

ic. Frankfurt a. M., 14. März. - Heu- und Stroh mark

Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts angesahren.

Aivchttche Aachrrehten.

Evangelische Gemeinde.

Donnerstag, den 16. Atärz, abends 8 Uhr: Versammlung des Frauenvereins der Markusgemeiude.

Meteorologische Beobachtungen der Station Ließen.

März

1916

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15.

7 56

5,2

6,5

98

10

Nebel

' Höchste Temperatur am 13. bis 14. März 1916: -ff 15,6'^. Niedrigste 13. 14. , 1916: -ff 2,9* C.

Niederschlag 0,0 ram.

Schon

wurde dieses

Zeichcr- sür

Apotheker Rich. Brau .'s Schweizerpillen

als Schuyiuarkc etngelrageri. Vor Aachahmungen wird gewarnt.

Vl..(S- vnr»n. <Ut>otl)ct.cr Rich. Braxfct. Sidassbaute« lSschlvciz).

Gegen Husten und Heiserkeit

gebrauche man

Lutol-voubon;.

Auch im gclöe mit großer zrerrde begrksjt.

preis immer noch 50 pfg. .-ll>

TlMtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Bctr.: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Deckenbach (Kreis Alsfeld).

Das aus der Gemarkung Rüddingshausen gebildete ge- ahrdete Gebiet wird aufgehoben.

Gießen, den 14. März 1916. *

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Z. V.: H e m m e r de.

Bekanntmachung.

Betr.': Den Ausbruch der Maul- und'.Klauenseuche im Kreist Alsfeld.

In N i c d e r - O f l e i d e n ist die Mmll- und Klauenseuche erloschen.

Gießen, den 14. Mürz 1916.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Z V.: Hemmepde.