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3.3.1916 Erstes Blatt
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Rr. 53

Der Slehemr Anzeiger

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Erstes Blatt

M. Jahrgang

Zrettag. 3. März MS

eneral-Anzerger für Oberhesjen

Notaiianr-ruck und verlsg der Srühl'schen Univ.-Such- und Steindrmkerei R. Lang«. Schrlftiettung, Sefchästrstelle und Druckerei: Lchulstr. 7.

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er Gegenangrisfsversuch bei Douaumon gescheitert. - Die Krfegsfi

(WTB.) Großes Hauptquartier, 2. März. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Lage hat im wesentlichen leine Aenderung erfahren.

Im Ysergebiet war der Feind mit Artillerie be­sonders tätig.

Auf dem östlichen Maas Ufer opferten die Fran­zosen an der Feste Douaumont abermals ihre Leute einem nutzlosen GegenangriffSversuch.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Ans dem nördlichen Teile der Front erreichten die Ar- tilleriekämpfe teilweise größere Lebhaftigkeit. Kleinere Unter-- nehmungen unserer Vorposten gegen feindliche Sichcrungs- Mteilungen hatten Erfolg.

Nordwestlich von Mi tau unterlag im Luftkampf ein russisches Flugzeug und fiel mit seinen Insassen in unsere Hand.

Unsere Flieger griffen mit Erfolg die Bahnanlagen von Molodeczno an.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Oberste Heeresleitung.

* * *

Wir ntüfjcrt uns mit den neuen Kriegssteuergesehent- wnrfen _ vertraut inachen, von denen der auf die Kriegs­gewinn steuer bezügliche Entwurf bereits vor einiger Zeit veröffentlicht worderi ist. Dazu, ist jetzt zunächst noch eine Vorlage Wer weitere Belastung von Tabak veröffentlicht worden (Siehe 2. Blatt). Die'Krie a sgewi n n st e u e r be­gegnet in keinem Lager irgendwelchen Bedenken. Es ist so gerecht und einleuch^tend, daß diejenigen, die aus dem Kriege finanziell> wirtschaftlich Nutzen gezogen haben, davon einen Teil für die Allgemeinheit abgeben müssen. Jeder­mann hatte in diesen ernsten Zeiten Opfer darzubringen, und die Glücklichen, die nur zu solchenOpfern" heran- gezogen werden, wie sie die Kriegs gewinn steuer fordert, werden sich alle gern zufrieden geben. - m, i die Freilassung des Bermogenszuwacl)ses bis zu 3000 Mart und der Ver- nrogen bis zu 6000 Mark ist eine hinreichende Schonungs- gvenze nach unten gezogen, ebenso wie durch Freilassung des Zuwachses aus Erbanfällen, aus Verfügungen von Todes wegen, aus Schenkungen und aus Versicherungszahlungen hinreichende Abmilderungen der grundsätzlichen Vermögens- zuwachsbestefterung vorgesehen sind. Vom steuertechnischen Standpunkt aus durchaus begrüßenswert ist auch die Kom­bination von Vermögen und Einkommen bei der Zuwachs­besteuerung. Dadurch, daß derjenige, der ohne Mehrein­nahmen gegemiber ben Friedensjähren sein Bernrögen ver­größern konnte, nur die Grundgebühr zu zahlen hat, die mit 5 Proz. des Zuwachses beginnt und bis auf 25 Proz. steigt, während die Kapit-lvermehrung durch erhöhte Einnahmen noch dem Zuschlag unterliegt^ durch den sich die Steuerabgabe für den Teil des Vermögenszuwachses, der dem Einkommen­zuwachs entspricht, verdoppelt, wird die stärkere Heran­ziehung der wirklichen Kriegsgewinne in sinngemäßer Weise erreicht. Was weiter die Heranziehung der Gesellschaften be­trifft, bei denen der Höchstsatz der Besteuerung des Mehr­gewinns unter Berücksichtigung der Beziehung zwischen Ka­pital und Gewinn 45 Proz. des Mehrgewinns beträgt, so kann gesagt werden, daß dieser Besteuerungsmodus maßvoll genug eingerichtet worden ist, um die Leistungsfähigkeit un­serer Kriegswirtschaft in keiner Weise einzuschränken. Es ist sogar anzunehmen, daß im Reichstage der Versuch gemacht werden wird, die Steuerschraube noch etwas stärker anzu- ziehen.

Aber die neue sTahaksheuer? In friedlichen Jahren würde dagegen ein stürmischer Widerspruch erhoben worden sein. Allein das Reich braucht zu große Summen, um die Zinsen neuer Schulden zu decken, als daß wir allzu empfindlich sein dürften. Die beteiligte Industrie soll gehört worden sein und ihr Einverständnis gegeben haben. Die weiter aii gekündigten Steuern, Quittuirgsstenipet, Post- gebührenzuschlag und Fr«ch>turkundenstenrpel, also reine Ver- rehrsfteuern, sind bedenklich, aber wohl, eben wegen des großen Geldbedarfs des Reiches, der beizeiten wenigstens zu einem Dell gedeckt werden soll, unentbehrlich. Daß alle Ausgaben nur einfach auf die .Kriegskosten geschlagen wer­den sollten, für die man den SpruchKommt Zeit, kommt Rat" anzuwenden hätte, darf wohl picht empfehlenswert erscheinen.

In der Presse findet man sich mit den Vorlagen im all­gemeinen ruhig ab. Wir geben nachstehend einige Proben, die das Wolfs-Bureau weiterverbreitet hat. Aber ganz ohne Mißdeutungen und Mißklange scheint es doch nicht abgehen zu sollen, und wir müssen heute aus der polemisch sehr eifrigenKöln. Volksztg." leider die Vermutung entnehmen, daß das Zentrum als ausschlaggebende Partei Schwierig­keiten machen werde, und die parteipolitischen Betrachtungen, die das rheinische Blatt aus Anlaß der neuen Stenern ver­öffentlicht, klingen nicht gerade sehr erfreulich. Der national­liberale Abgeordnete Dr. Boettger hatte imTag" der Mei­nung Ausdruck gegeben, das unbequeme Steuererfinden dürfe nicht in den Frieden verschoben werden.'Will die Sozial­demokratie sich an der positiven Arbeit diesmal nicht beteili­gen, was, wie gesagt, noch nicht entschieden zu sein scheint,

so kann doch eine große bürgerliche Partei nicht auch in solche Negation verfallen, vhne sich bewußt zu sein, daß damit eine schwere Krisis für das Staats- und Parteileben herauf^ beschworen wird, die wir jetzt nicht brauchen können."

Nun staune man darüber, was darauf dieKölnische Volksztg." schreibt:

Wir greifen per Stellrmgnahme des Zentrums zu den SteuergesetzeMwürsen, die ja bis auf die Gewinnsteuer erst in den Ueberschristen bekannt sind, nicht vor, wenn wir Herrn Dr. Bött- ger antworten: Wir glauben nicht, daß gerade diese Geister­beschwörung beim Zentrum großen Eindruck machen könnte. Als bei _ der letzten großen Neichsfinanzresorm. das Reich in der größten Klemme saß, machten solche allgemeinen Be­schwörungen auf die Nationalliberalen auch keinen Eindruck. Und doch rubten auf dieser Finanzreform die spä­teren großen Wehrvorlagen und, wenn man so will auch unier finanzielles Turchhalten in diesem Kriege. So stnd keine Steuern zu machen, daß man einfach erklärt: Wenn die Sozialdemokratie nicht will, dann muß das ZentrumI es machen. Nein! Der Liberalismus hat sich während des Krieges sehr viel aus seine Erziefl)ungs tätigkeit bei der Sozial­demokratie zugute getan. Selbst an sehr hohen Stellen hat man ungemein großes Vertrauen und Berge von Hoffnungen aus die Erziehung der Sozialdemokratie zurNeglerungspartei" gesetzt. Den Traum von der großen Linken und der alles beherrschenden Politik der großen, Linken nach dein Kriege hat man in der langen Kriegszcit seit der Zustimmung ver sozialdemokratischen Mehrheit zu den Kriegskred-iten nickst bloß in liberalen Partei­stuben geträumt. Wenn also jetzt die Sozialdemokratie die an­geblichen Kriegsstenern ablehnen sollte, dann wäre das allerdings ein Zeichen, daß die liberale Erziehung der Sozial­demokratie noch nicht ganz die gewünschten Erfolge gezeitigt hat. Aber daraus erwächst dem Zentrum nicht die Verpflich­tung, nun irr die Lücke zu springen, die dadurch entstehen würde, daß die Sozialdemokratie wider Erwarten aus der Reihe tanzt.

Diese höhnenden nnd auch ganz unzutvesfenDen Worte von der Erziehung der Sozialdemokratie, die der Liberalis­mus auch während des Krieges beabsichtige, wären doch besser sortgeblieben, auch wenn man den Regungen der Zentrumsseele und ihren Zuknnftsbesorgnissen ein gewisses Verständnis entgegenbringen kann.

Preffeäußerungen zur Tabaksteuer.

Berlin, 3. März. Zur Tabaksteuervorlage sagt dieFreisinnige Zeitung": Es ist letzt Sache der Tabak- industrie, sich zu dem Steuerpcojekt zu äußern. Man wird bei dieser Gelegenheit erfahren, ob die Behauptung zntrifst, daß sich auch das Tabakgewerbe der Notwendigkeit einer Erhöhung der Tabakabgabe im gegenwärtigen Zeitpunkt nickst verschlösse:: habe.

DieGermania" meint, der Reichstag werde ernstlich zu prüfen haben, ob tue optimistische Auffassung, die die Reichs­regierung über die Wirkung der neuen Auflage aus die ganze Tabasindustrie in der Begründung zum Gesetze bekundete, berech­tigt ist, oder ob nicht ein so starker Eingriff, ^er freilich den heimi­schen Tabaks bau gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu be­günstigen bestrebt ist, das Gewerbe am Lebensnerv trefsen werde.

DieV o s s i s ch e Zeitung" kommt zu dem Schlüsse: Die Absicht lmferer Feinde, Deutschland anszuhungeru, sei gescheitert. Aber es sei wenigstens eine Steigerrmg vieler Lebensmittel er­reicht worden, die neben manchen! Unerfreulichen auch die ganz nütz­liche Wirkiing habe, die Erhöhung der Tabakabgabe annehmbarer zu machen. Wenn die unentbehrliche Nahrung höher bezahlt wer­den müsse, wer werde es dann unbillig finden, daß die Zigarre,

die Zigarette im Preise steigen? Hoffen wir aus solche wirt­schaftliche Verhältnisse, daß alle Schichten des Volkes diese Preis­steigerung leicht verschmerzen.

In derT ä g l i ch e n Rundschau" liest man: Tie zweite Blute aus dem Kriegssteuerstrauße wird uns dargereicht. Es gehört ennger Mut zu dem Bekenntnis, daß sie nächst dem Kriegsgewinn- steuergesetz und von den geplanten und vorgeschlagenen Steuern grundsätzlich die sympathischste ist. Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt ans den flüchtigsten Blick, wieviel stärker alle an­deren Staaten diese Steuerquelle bereits in verflossenen Zeiten m Anspruch genommen haben. Die erwartete Gesamtmehr­einnahme von 159 Millionen Mark ist ein hübscher Betrag zur Bestreitung unserer durch den Krieg vermehrten Staats- bedürfmfle.

* .

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. März 1916.

Nirgends besondere Ereignisse.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant

Der französische Bericht.

Paris, 2. März. Die amtlichen Mitteilungen vom 1. März lauten:

3 Uhr imchmittags: In der Gegend nördlich von Verdun, edenfo nnc m der Woevre ist im Lause der Nacht kein be­deutende s Ereignis zu nreldcn. Das Bombardement erfuhr zun>erlen Unterbrechungen aus verschiedenen Punkten unserer Front. Zwischen Regnieville ltnb Remenauville, westlich von Pvnt-u-Mous- son beschossen wir die zweiten nnd dritten gegnerisckien Linien, wo der Feind eine Alarmüb img vorzunchmen schien. Im Elsaß Tätigkeit unserer Batterüm ans die Verbindungswege des Feindes rn der Gegend von Seirheim

Flugwesen: Eine unserer dNarmflhaften schoß aus einen! Flugzeug nrrt Doppel motvr cm feindlick-eS Flugzeug ab, das bei La Bassee ui die deutschem Linien nieder stürzte nnd beim Aus­stößen aus den Boden Feuer sing.

Abends 11 Uhr: In Belgien führte unsere Artillerie zu­sammen nnt der englischen Artillerie wirksames Jener auf die feind­

lichen Gräben südöstlich von Boesinghe aus. Oestlich von Reims flüchtete sich eine aus zwei Kompagnien geschätzte Abteilung, .die versuchte, sich unseren Linien zu nähern, unter unserem Feuer, wobei sie Tote aus dein Terrain znrückließ. In der Gegend von Verdun keine Jnsanterieaktion im Verlaufe des Tages. Das feindliche Bombardement dauerte westlich der Maas in der Zone zwischen Malancourt und Forges, östlich der Maas an. insbe­sondere in der Gegend von Vaux nnd Tamloup und in der Woevre auf unsere Gräben von Fresnes. Unsere Artillerie zeigte sich sehr tätig auf der ganzen Front. Oestlich von Pout- ß-Mousson zerstörten unsere Schützengrabengeschütze die feind­lichen Werke im Priesterwalde. Unsere schwere Artillerie beschoß feindliche Einrichtungen in der Gegend von Thiancourt; im Elsaß zeitweise lebhafte Tättgkeit unserer Batterien im Fecht- und Tonnertale. »

Der russische Bericht.

Petersburg, 2. März. (W. V.) Amtlicher Kriegsbericht vom 1. März.

_ Westfront: Deutsche Flugzeuge warfen Bomben nord­westlich Friedrich st adt nnd auf Dünaburg und schoflen mit Maschinengewehren. In der Gegend des Swentcn-Sees vernichteten wir einen Teil der Teutscherl, die unter nnserenp Artllleriefeuer aus ihren Gräben flohen.

Kaukasus: Tie Verfolgung der Türken dauert an.

Persien: In der Gegend von K e r in a n s ch a h wird der r^eind weiter verfolgt; wir erbeuteten noch zrvei Geschütze.

* * *

Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 2. März. (WB.) Das mupiqiutf* tiet teilt mit: Bon den verschiedenen Fronteil sind keine wichtigen Veränderungen zu melden.

Die Wirtschaftslage in Spanien.

Bern, 2. März. (WTB. Mchtamtlich.) lieber die Wirt­schaft s k r i s e i n Spanien meldet ein Sondertelegramm desTemps" u. a.: Die Lage in Valencia ist ernst. Der Bür- gerineister hat sein Amt niedergelegt. In den Zusammen­stößen zwischen der Polizei und den Streikenden gab es Tote und mehrere Verletzte. Die Handelshäuser und Fabriken sind geschlossen. Die Stadt liegt infolge Strommangets im Dunkeln. Die Zeitungen erscheinen nicht. In Coruna, Soria, Barcelona, Sevilla, Cadiz und anderen Städten haben Kund­gebungen gegen die Teuerung stattgefunden.

Die neue russische "Anleihe.

Kopenhagens. März. (MTB. Nichtamtlich ^ ,.Bei> llngske Tidende" meldet aus Petersburg: Vertreter von russischen Banken hielten eine Konferenz zur Erörterung der finanziellen Lage ab, die sich mit der Aufnahme der neuen Milliarden -An leihe befaßte. Da man all­seitig darüber einig war, daß der Zeitpunkt günstig sei, über­nahmen die Banken die Verpflichtung, 1200 Millionen Rubel von der Gesamtsumme von 2 Milliarden zu placieren.

England gegen den Handel mit Deutschland nach dem 51rieg.

London, 2. März. (W. B.) Meldung des Reutersch« Bureaus. DieDaily News" schreibt: Ein engerer Kreis von Rntgliedern des Kabinetts berät, ob angesichts des nächsten Bud­gets eine wichtige A e n d e r u n g der Handels- und Finanzpolitik vorgenommen rverden soll. Wie verlautet, besteht die Absicht, die Einfuhr deutscher Güter nach dem Kriege zu verbieten. Es wird gewünscht, daß dieser Lchritt von anderen jetzt zu ergreifenden Maßregeln begleitet werde, um die Einfuhr aus den Kolonien der alliierten Länder nach Groß-Britannien zu fördern. Man hofft auf diese Weise, eine Mauer gegen die enornre Anstrengung im Handel auf- zurichten, die Deutschland nach' dem Kriege beabsichtigt. Die Förderung der Einflihr aus den Dominions und den alllierteii Ländern wird, wenn die Absichten gennsser Mitglieder des .Ka­binetts durchdringen, Vorzugstarife zur FoNp- haben. Es soll schon im nächsten Budget mit der neuen Politik begonnen werden. Alle diese Angelegenheiten werden bei der- genreinsanien Konferenz der Ver-bündeten in Paris, die lwld stattfinden soll, zur Sprach« gelangen.

In der Antwort aus den vom Hairdelsanit ausgehenden Plan> den Handel anz-uzeigen, der fri'cher in den Händen Deutschlands und Oesterreich-Unga-rns war, snrd während der letzten V'"che ' zahlreiche Anfragen von Firnien aus allen Teilen Groß-Briiair- inens enmelausen, um die Namen von Fabrikanten zu erfahren- die gennsse Waren liefern könnten. Ter Stadtrat von "lchn- chester hat beschlossen, keinen Kontrakt mit irgend einer Person, deutscher oder österreichischer Nationalität <inzngeh?n. ober mit einer Firma, deren Kapital zu einem Dnttel in den Händen von Personen dieser Nationalitäten ist. Dieser Beschluß 'wird alten Stadtbi'horden von England nnd Wales zur Kenntnis gebracht iverden.

Der 5eekneg.

\ Englische Tücke.

London, 2. Mary. (WTB.) Das Reutersche Bureau zu der Erlläiilug ermächtigt, daß die englißlie Ausicht b-tstrestend die V ti n d e l s schiffe und 11 n t e r s e e b o o t c immer folgende ge­wesen ist: Zu Verteidigungszwecken beroassnete Handelsschiffe dür-, fen auf Unterseeboot e oder irgeudrvetckse anderen K riegssänffe nicht feuern, außer zur Selbstverteidigung Die Teutscknn verdrehen die Bedeutung einer Stelle in dem S-bnfl- sttick, das sie von Bord eines von ihnen versenkten TransrortulüffeL geiwmmen l-aben, dahin, die Handelsschiffe hätten Weisungen, die Offensive zu ergirisen. Dem ist nicht so. Die vetressende Stelle, die das Maximum der Entfernung sestützt, muß im Zusammenlwng

legt.