ffcft ausnahmslos auf die m.an gelhafte Adresslern n g derartrger Sendungen Mrücl^ufühven sind. In ihrem eigenen Interesse müssen die Angehörigen von Gefangenen daher rmmer wieder darauf hingewiesen werden, die größte Sorgfalt bet Ausstellung der Postaniveisungen zu beobach- tcu. Neben der Angabe des Familiemramens ist die Angabe des Vornamens des Empfängers unbedingt erforderlich!. Augeroem sollte die von dem Gefangenen stets angegebene hxsangenennummer, sowie nähere Adresse angeführt wer- ■■ei 1 ’ dieser Gelegenheit sei die bereits früher ver
öffentlichte Anweisung der englischen Regierung in Erinnerung gebracht, daß jede Geldüberweisung gleichzeitig durch Postkarte an den Gefangenen unter Anführung des gesandten Betrages zu avisieren ist.
* .** ^ ^ erkameradschafL Hnssia. Durch vier Jahrzehnte l^ttte der Landesverband der Kriegervereine Hessens, die Arlegerkameradschaft Hassia, sich in vaterländischer Arbeit betätigt und die großen Ereignisse, die zur Einigung der deutschen Stamme und zur Nenerrichtung des deutschen Reiches führten, in wetten Meisen immer wieder in Erinnerung gebracht, die Kame- rari^ft gepflegt und reichliche Mattel aufgewendet, hilfsbedürfti- gen Kameraden die notwendige Unterstützung zu gewähren und Darüber hinaus solche bei anderen zu diesem Zwecke gegründeten Verbanden und Stellen zu vermitteln. Der Ausbruch des Krieges traf die Hassia finanziell wohl gerüstet. Aber der Umfang, den dieser den Bestand des Reiches in Frage stellende Kampf annahm, lieh auch- dre^ reichsten Mittel klein erscheinen und die Einberufung vieler der tätigsten Mitglieder aus den Bezirken und Vereinen erschwerte das Unt-erstützungswerk. Mit allem Nacltzruck und mit Erfolg mackste der Borstand daher die Vereinsvorstände daraus ausmerksam, daß es ihre Pflicht sei, die Gemeindevertretungen, soweit erforderlickt, darauf hinzuweisen, eine planmäßige zielbewusste Fa- Miliennnterstützungstätigkeit in die Wege zu leiten und selbst nach Möglichkeit z!u helfen. Solange diese Gemeinde- und Vereins- nnterstützungen noch nicht eingerichtet waren, trat der Verband in reichem Maße helfend, und trüt jetzt iroch in allen Notfällen ergänzend ein. Eine Zuwendung seines ersten Präsidenten, Generals von Hehl, setzte ihn hierzu in die Loge. Die Einrichtung des Unterstützungswerks und die Verwaltung liegt in der Hand des ersten Schriftführers, Medizinalrats Dr. V o g t in Butzbach. Von den Vereinen und dem Verband wurden in 5 Monaten des ersten Ktie-gsjahres rund 180 000 Mark aufgewendet, für das zweite Ktiegsjahr steht die Summe noch nicht fest: auch jetzt werden wieder lvie im Vorjahre Konftrinationsbeihilfen für die Kinder bedürftiger, im Felde stehender Kameraden gewährt. Tie Anmeldungen sind durch die Vorsitzenden der Vereine alsbald weiter an das Präsidium zu leiten.
** Die Dankespflicht der deutschen Frau unseren Helden gegenüber. Im Hotel Schütz hielt gestern abend in einer Zusammenkunft der Ortsgruppe Gießen des „Heldendank" Frl. Käthe Papke, Bad Sachsa, die Vorsitzende des Kriegsinvalidenheims „HeldendanL/ einen Werbevortrag, der dem Heldendant für die vaterländische Aufgabe, unseren kriegsinvaliden Helden gegenüber den Dank der deutschen Frau zu erweisen, neue Kräfte gewinnen sollte. Die Rednerin betonte, daß die deutsche Frau vor allen Dingen ihre Dankbarkeit jenen Kriegsbeschädigten gegenüber beweisen müsse, die keiner Berufsarbeit mehr zurückgegeben werden könnten und die auch keine Angehörigen hätten, die ihrer warten könnten. Als solche Kriegsinvcüiden kommen Verstümmelte und schwer Nervenleidende in Betracht, von denen schon einige in dem vom „Heldendank" eingerichteten Heime in Bad Sachsa Aufnahme gefunden haben.. Die Nednerin schilderte im Einzelnen die Pfleglinge des Heldenheimes und erläuterte damit die Unmöglichkett, solche Kriegsopfer in Kasernen, Kranken- oder Siochenhäusern unterzuüringen. Der Gedanke, ihnen ein wirkliches Heim zu schassen, in dem sie sich bis an ihr Lebensende wohlsühlten, habe sich! im „Helvendank" somit als fruchtbar erwiesen und die deutsche Frau habe nun die edle Aufgabe, derartige Heimstätten in der erforderlichen Anzahl zu errichten. Hiernach nahnr Säxltzmeister G ötze des Heldendank das Wort und regte an, daß einzelne Städte die Sorge für je einen mittellosen Pflegling des ..Heldendank" übernehmen möchten. Die Ausführungen fanden lebhaften Ankl<mg und eine große Anzahl neuer Mttglieder wurde gewonnen. An den Bortrag schloß sich eine zwanglose Aussprache an.
" O eff entliche Bücherhalle. Im Februar wurden 2751 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1600, Zeitschriften 336, Jugendschristen 21 «, Literaturgeschichte 7, Gedichte und Dramen 75, Länder- und Völkerkunde 69, Kulturgeschichte 22, Geschichte und Biographien 135, Kunstgeschichte 50. Naturwissenschaft und Technologie 89, Heer- und Seewesen 14, Haus- und Landwirtschaft 26, Gesundheitslehre 19, Religion und Philosophie 45, Staatswissenschait 7. Svrachwissenschcüt 9, Fremdsprachliches 30 Bände. Nach auswärts kcuuen 46 Bände.
** Taub ft ummengottesdienst. Nächsten Sonntag, den 5. März, nachmittags 2 Uhr, findet im Konfirmandenmal in der Li-ebigstraße ein Gottesdienst für Taubstumme statt. Mittellosen Taubstummen, die von auswärts kommen, wird von der Bahn Fahrpreisermäßigung gewährt, wenn sie einen Ausweis von dem Geistlichen vorlegen, der den Gottesdienst abhält.
** Regelung der Preise für Schlachtschweine und für Schweinefleisch. Im amtlichen Teil unseres heutigen Blattes ist eine Bekanntmachung enthalten, die die Preise für Schlachtschweine und für Schweinefleisch regelt. Wir machen auf diese Bundesratsverordnung und die großh. hessischen Aus- sührungsbestimmungen ganz besonders aufmerksam.
•• Eierverrauf des Kommunalverbandes. Der Kommunalverband Gießen hat, wie schon gestern eine Anzeige in unserem Blatte bekannt gab, wieder einen Waggon frische ungarische Eier bestellt. Die Eier sind eingetroffen und werden in den verschiedenen Verkaufsstellen der Firma Gebr. Grieb, Dampfmolkerei, zum Preise von 15*/, P fg. das Stück vertäust.
*• Kartoffelversorg ung. Alle Familien und Personen, die für ihren eigenen Haushalt noch Bedarf an Speisekartoffeln haben, wollen dies unter Angabe der benötigten Mengen bis spätestens den 4. d. Mt«, dem städtischen Tiesbauamt, Asterweg 9, schriftlich mitteilen. Näheres ist aus einer Bekanntmachung im Anzeigenteil zu ersehen.
** Ter Städtische Seefisch markt beginnt heute nachmittags 3 Uhr in den Marktlauben. Näheres im Anzeigenteile.
** Beftandserheb un g von Chemikalien. Mit dem 1. März 1016 tritt eine Neufassung der Bekanntmachung, betreffend Bestands-erhebung und Beschlagnahme von Chemikalien und ihre Behandlung 0b. I. 1/8.15. K. R. A., in Kraft (0b. I. 1/3.16. K. R. A.). Dev Kreis der von der Verordnung Ob. I. 1/8.15. K. R. A. betroffenen Personen, Gesellschaften usw. ist der gleiche geblieben. Die Abänderungen durch die Neufassung sind im wesentlichen folgende: 1. Tie Beschlagnahme ist auch auf dis bisher freien Mindestmengen ausgedehnt worden. Bestimmte Mindestmengen sind jedoch von der Meldepflicht befreit. 2. Verkauf und Lieferung der beschlagnahmten Chemikalien im Jnlande ist mit Ausnahme von Japankampfer und Glyzerin frei. Bei letzteren ist ein Erlaubnisschein erforderlich, falls die monatliche Gesamtmenge der verkauften oder zu liefernden Mengen besttmmte Mindestmengen überschreitet. 3. Verarbeitung und Verbrauch beschlagnahmter Stoffe ist grundsätzlich nur ans Grund von Erlaubnisscheinen gestattet. Tie Neufasftmg enthält jedoch zahlreiche Ausnahmen von dieser Besttnrmung. 4. Eine Anzahl in der Bekanntmachung aufgeführter Arbeitsgänge ist fveigegeben. Der Wortlaut der Bekanntmachung, die verschiedene Einzelbestimmungen enthält, ist am Rathaus zu Gießen angeschlagen.
** G e s ch ü tzd onn e r a u s dem W e ste n. Zu den von uns wiedergeaebenen Beobachtungjen wird uns aus Büdingen geschrieben: „Leider muß ich den schönen Wahn zerstören, daß man auch im Kreise Gießen und Schivttett Ohrenzeuge der großen Kämpfe im Westen sein könne. Die gewaltige Entfernung und die dazwischen liegenden Gebirge (Hunsrück, Eifel, Taunus) lassen das als ausgeschlossen erscheinen. Dazu verstummt der Kanonendonner in der Nacht, in der sich der Schall doch west besser fort*
pflanzt, hier vollkommen, während die Kanonade bei Ver- * n krc Nacht keine Unterbrechung erleidet.
Rätsels Lösung ist sehr einfach: Der Geschützdonner (denn um solchen handelt es sich irr der Tat) kommt vom Versuchsschießen der Pulverfabrik zu Hanau, wo seit K'negsbeginn natürlich verstärke Tätigkeit herrscht."
a 6 Erklärung des Geschützdonners durch Versuchs- lr rÜÜf? < ® amu müßte wohl noch, geprüft werden. Der Ansicht, daß der Schall der Kanonade von Verdun über- nicht bis hierher dringen könne, halten wir eine Ausführung über die Hörweite des Geschützdonners gegen- uber, die Prof. Dr. König vor einiger Zeit in einem Vaterländischen Abend der Gießener Studeiitenschaft gemacht hat. Prof. Dr. König sagte etwa: Der Geschützdonner ist auf eine Entfernung von etwa 50 Kilometern zu vernehmen; daran schließt sich aber eine etwa 70 bis 100 Kilometer breite „Zone des Schweigens", in welcher er nicht gehört wird, während er in noch größerer Entfernung wieder vernehmbar wird. Diese merkwürdige Erscheinung findet ihre physikalische Erklärung in der Art der Fortpflanzung der Schallwellen. In Gießen wohiien wir natürlich bereits in der äußeren Zone der Bernehm- b urteil und sind so weit vom Kriegsschauplatz entfernt, da.ß nur bei besonders günstiger Wetterlage etwas zu hören sein kann. Am 29. Dezember 1915 ist, wie Professor Dr. Sie v ers mitteilte, am Westabhang des Schisfen- bergs der Geschützdonner tatsächlich gehört worden. Von welchem Punkte der Front er ausging, ist unsicher." Auf dieses Zeugnis hin dürfen wir doch wohl annehmen, daß man im Streife Gießen und Schotten tatsächlich „Ohrenzeuge" der Kämpfe bei Verdun gewesen ist.
** Briefformat u n d Brie, fad resse. Me ordnungsmäßige Bearbeitung und pünktliche Besorgung der Briese wird der Post durch die übergroße Verschiedenheit der Briefform, durch die Ungleichnräßrgkeit im Auskleben der Freimarken und durch die oft geringe Uebersichtlichkeit der Aufschrift in lästiger Weise erschwert. Im eigenen Interesse benutze man daher nur rechteckige Briefumschläge mittlerer Größe — die geeignetste Form ist 15 Ztm. lang und! 12 Ztm. breit — klebe die Marke in die rechte obere Ecke, schreibe unten recht deutlich den Bestimmungsort nieder und unterstreiche ihn. Wer seine Briefumschläge mit einem Vordruck .für die Adresse versehen läßt, dev lasse auch gleich ein Feld für die Marke und einen starken Strich für die Angabe der Bestimmungspostanstalt unten rechts mit Vordrucken.
Landkreis Gießen.
u. Heuchelheim, 2. März. Lehrer Albert H o f m a n n und Kaufmann Heinrich Will, beide dem Jiü.-Regt. 116 zu- geteilt, fielen im Kampfe fürs Vaterland. Landwehrmann Ferdinand S t e i n m ü l l e r wurde mit dem E i s e r u e n Kreuz ausgezeichnet, Landwehrmann Lud. H a i n e r und Unteroffizier Frrtz Dietz erhielten die Hessische Tapferkeitsinedaille.
lp Leihgestern. 2. März. Ludwig Seel im Reserve- Infanterie-Regiment 224, der sich seit 11. September v. Js. in russischer Gefangenschaft befindet, ließ dies seine Eltern durch Karten vorn 16. und 22. November 1915 wissen. Weitere Nach- richt von ihin blieb ans. Erst vor einigen Tagen erhielten seine Eltern wieder Nachricht. Er schreibt aus einem Dorfe Jelisawetinka im Gouv. Kugulma, es gehe ihm gut.
Kreis Alsfeld.
Up. Ruppertenrod, 1. März. Die erste diesjährige Brennholzversteigerung ans den Freiherrlich Riedeselschen Waldungen der Försterei Ober-Ohmen wurde hier im Saale der Gastwirtschaft von Heinrich Horst abgehalten. Die Preise für das Brennholz zeigten gegenüber den vorjährigen eine Steigerung. Es wurde bezahlt für vier Rm. Buchenscheit Mk. 32, vier Rm. BuchenroUer Mk. 36—40, vier Rm. Buchenprügel Mk. 26-27, sechs Rm. Bilchenreiser Mk. 6. Erfahrungsgemäß sind die Preise bei den ersten Breimbolzversteigerungen immer höher als bei den später abgehaltenen.
e. Homberg, 2. März. Der Landftnrmmann Heinrich M a g e l beim Reserve-Pionier-Bataillon Nr. 32 wurde am 23. Februar zum Gefreiten befördert.
Kreis Schotten.
§ Kaulstoß, 1. März. Im Alter von 88 Jahren verstarb der älteste Ortseimvohner Johann Appel V. von hier. Bis wenige Tage vor seinem Tode war ihm noch die Kraft gegeben, allerlei landwirtschaftliche Heimarbeiten zu machen.
Starkenburg und Rheinhessen.
c. Darmst a dt, 1. März. Die unter Mitwirkung des Kriegsministeriums vom Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz Darm- stadt veranstaltete Deutsche Krieg saus st elluug 1916 wird voraussichtlich von März bis April dauern. Die Ausstellung, die im Residenzschloß stattfindet, bringt mit dem Kriege irgendwie iu Beziehung behende Gegenstände zur Anschauung.' Ter Erlös wird dem Roten Kreuz zugeführt. Ausgestellt sind Waffen, Ge- schütze, Geschosse, Fahrzeuge. Flugzeuge, Geschirre, Bekleidungs- und Allsrüstungsstücke, Erzeugnisse der Presse im Dieilsl lind infolge des Krieges, Kriegsliteratnr in Büchern, Einblattdrucke, Aufrufe, Erlasse, Kriegsorden und Ehrenzeichen. Krieqsnotgeld. Bilder, Graphische Blätter und Photographien, Darstellling wichtiger Orte und Ereignisse im Krieg, Kriegsbriesmarken, Feldpostkarten, deutsche Schaumünzen, Vivatbänder, Kriegserinnerungen, -Merkwürdigkeiten und -Erzeugnisse aller Art. Die Krregsausstellung ist keineswegs aus- schließlich eine Kriegsbeuteansllellung und will weder den: Stolz noch der Schaulust allein dienen. Sie soll zeigen, daß wir sogar in den stürmlschen Tagen des Krieges der Forderung der Volks- b i ld uil g fast wie im Frieden eingedenk bleiben. Sie bringt daher anschaulich gesammelt und planvoll geordnet alles, was den weitesten Kreisen unseres Volkes zur Erklärung und zum Verständnis des Kampfes, beit wir eben durchleben, dienen kann.
Hessen-Nassau.
— F r a n k s u r t a. M., 2. 'März. Eine Diebsbande von vier halbwüchsigen Burschen, die im Westend in kurzer Zeit mehr als 20 Diebstähle iit frechster Art ausfuhrte, wurde von der Polizei verhaftet. - Bei dem Metzgermeister Abt. Taunusstraße, schlligen Einbrecher nachts die Schaufensterscheibe ein und räumten den Laden aus.
vermischtes.
Lawinengefahr in Sübtirol.
Wien, 2, März. (WTB. Nichtamtlich.) Me Korrespondenz Herziog meldet aus Innsbruck: Die Lawinengefahr in Südasttirol dauert ungeschwächt fort und hat neuerlich zu schweren Unglücks fällen geführt. Nach den letzten vorliegenden Nachrichten wurden in Südosttirol sechs Personen in den letzten Tagen von niedergehenden Lawinen getötet, mehrere schwer verletzt Eine Person wird noch vermißt und dürste ebenfalls den weißen Tod gefunden haben. In Südwesttirol wurden vierzehn Personen durch eine Lawine getötet. Mehrere Personen werden vermißt. Bei biefett Lawinenstürzen wurden vier Alpenhüttien fortgerissen. 27 Haustiere sind hierbei umgekommen.
Die Korrespondenz Herzog nveldet aus Spital: Der Student Erich Müller, der von hier aus eine Fußtour auf die Hochalp unternahm, ist bis abends nicht zurückgekehrt. Er wurde von einer Rettungsgesellschaft oberhalb des Hochalmsattels mit einer Verwundung an der Schläfe tot auf- gesunden.
Briefkasten dev Bedaktion.
G. in 8. Durch Verordnung vom 4. August 1914 wird bestimmt , daß die Krankenkassen während des Krieges nur die N e g e l l e i st u n q e n (Krankengeld, ärzliche Behandlung, Arznei und Heilmittel, soivie Wochengelb und Sterbegeld! an Mitglieder gewähren dürfen. Nur wenn die Mittel der Kasse es gestatten, können mit Genehmigung des Versicherungsauttes Mehrleistungen gewährt werden. Jur vorliegenden Falle handelt es sich um eine Mehrleistung, die bei der in Frage konrmeuden Kasse wohl kaum irr Friedenszeitcn gewährt werden dürste, vie( weniger während des Krieges.
Meteorologische ve obcichtungen der Station Gietzen
März
1916
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10
Bed. Himmel
2.
1,2
4,6
92
5
Nebel
Höchste Temperatur am 29. Februar bis 1. März 1916: -tz 6,6° 0. Nredrigste „ _ 29. „ „ 1. , 1916: — 0,1* C.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 3. März 1916: Zunehmende Bewölkung, meist trocken, keine Temperatur- ärrderrmg. _
Letzte Nachrichten.
Die Zerstörung Verduns.
Amsterdam, 2. März. Man berichtet aus London, nach dort eingetroffenen zuverlässigen Privatmeldungen aus Paris So französischen Verluste bei Verdun bis zum 28. Februar auf 63 000 Mann geschätzt werden. — Me „Tzmes" läßt sich aus Paris melden: Hunderte von Flüchtlingen smd vergangene Woche aus Verdun iu Paris eingetroffen. Ein alter Bürger Verduns erzählte, das deutsche schwere Geschüy habe am Menstag die Stadt sehr geschädigt. Viele Bürger seien getötet. Dre Unterstadt habe großen Schaden erlitten. Die neue - o and bie alte Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert seien ver- Fa der Nacht vom Donnerstag auf Freitag schluo ;ede wttnute erne schwere Granate in die Stadt ein. Vtanche Stadtteile sehen aus, als habe ein schweres Erdbeben stattgefunden.
Die Haltung Amerikas.
n Köln, 2 März. Die „Köln. Volksztg." meldet aus Rotterdam: Aus Washington wird berichtet: Präsident Wilsoic hat m einem Brief an den Vorsitzenden des Ausschusses zur Feststellung Eder Arbeiten des Kongresses gebeten, der Kongreß möge losort über den Vorschlag abstimmen, daß die Amerikaner gewarnt werden sollen, bewaffnete Schisse kriegführender Länder zu benutzen. Ein französischer Minensucher versenkt.
Genf, 2. März. „Petit Parisien" berichtet aus (Le Havre: Am Samstag vormittag bemerkte ein französischer M i ne n s n ch e r ein feindliches Unterseeboot, ans das er ohne Erfolg schoß. Als es gegen 2 Uhr nachmittags wieder auftauchte, nahm es der Minensucher unter Feuer, wurde jedoch gleich darauf von einem Torpedo getroffen und versenkt. Die Besatzung, von der zwei Matrosen verwundet sind, wurde gerettet.
Die Stimmung in Bulgarien.
®r ö J rt ' r 2 - dMrz. Einer Sofioter Depesche der „Köln. Ztg. zufolge betrachtet man in bulgarischen Regrernngskreisen dw Beziehungen Bulgariens zu Rumänien und Griechenland, die bisher durch keinerlei Zwischenfälle getrübt wurden, äußerst optimistisch. Die bulgarische Presse hebt unentwegt das ausgezeichnete Verhältnis Bulgariens zu seinen Verbündeten hervor und erkennt das bisherige Bestreben der Verbündeten an, ein starkes Bulgarien zu schaffen. Ter bulgarische Finanz minister bezerchnete die allgemeine Lage als äußerst günsttg und als eine Folge des erfolgreichen Vordrmgens der Deutschen an der Westfront.
Montenegrinische Frerrde über Durazzo.
n Aus dein Kriegspressequartier wird ge
meldet: Me Nachricht von oer siegreichen Vertreibung der Italiener und ihres Anhanges aus Durazzo durch die Öesterreicher und Ungarn rief in ganz Montenegro nicht bloß bei den österreichisch-ungarischen Soldaten, sondern auch bei der einheimischen Bevölkerung großen Jubel hervor. Cetinje war bald nach der Bekanntmachung der glänzenden Waffentat bei Durazzo festlich beflaggt. Die Garnisonsmusik, gefolgt von der dienstfreien Mann- ichast, durchzog mit klingendem Spiel die Straßen und machte vor der österreichisch-ungarischen Gesaiidtschaft, sowie vor den Gesandtschaften Deutschlands, der Türkei uiid Bulgariens Halt. Sie spielte die Nattonalhymne. Schließlich hielt der Umzug vor dem Regierungsgebäude, wo sich alle Offiziere und Militärbeamten der, Garnison versammelt hatten. Auch die Bevölkerung Cetinjes enffandte Vertreter.
Der Kommandant in Albanien Cadorna unterstellt.
Lugano, 2. März. Ein Dekret des königlichen Statthalters anTrnlliert das Dekret vom 1. Dezemüw 1915, durch welches der Kvinmandant der italienischen Truppen in Albanien unmittelbar dem Kriegsministerium unterstellt wurde, und versügl die Unterordnung des Kommandanten unter das Kommando des Chefs des Generalstabes. Me Maßregel findet nach dem „Corriere della Sera" atlaemein lebhafte Zusttmmung, da durch sre die Einheitlichkeit der Gesichtspunkte für die militärischen Operationen wieder hergestellt wird. Man »oird aber wohl nicÄ fehl gehen in der Annahine, daß sie erfolgt ist, um der Regierung die Erklärrmg für die Ursache einer etwaigen gänzlichen Ränmunc Albanierks zu erleichtern. _
Was das Odol
besonders auSzeichner vor allen anderen Mundreinignngsmitteln. ist seine merkwürdige Dauerwirkung. die aller Wahrscheinlichkeit nach darauf zurückzuführen ist, daß sich das Odol beim Mundspülen förmlich in die Zähne und die Schleimhaut einsaugt, diese gewissermaßen imprägniert und so gleichsam die Mundhöhle mit einer mikroskopisch dünnen, aber dichten antiseptischen Schicht überzieht, die noch stundenlang, nachdem man sich den Mund gespült hat, ihre Wirkung äußert. Diese Dauerwirkung besitzt kein anderes der für die tägliche Dinnd- und Zahn-
pflege überhaupt in Betracht kommenden Präparate. Sie gibt demjenigen, der Odol täglich gebraucht, die Gewißheit, daß sein Mund stundenlang geschützt ist gegen die Wirkung der Gärungs- stoffe 'wd Fäulniserreger, die die Zähne zerstören. 1712D


