intter Feuer hielten, imtrbert alle ita l ienischen ^uu ppe n. die vorübergehend nach Durazzo geschickt worden J®®, lutn dte Einschiffung der Serben, Montenegriner und Al- Nr schützen, ohne jeden Zwischenfall eingeschifft und nach myeoer Basis nach Valona gebracht. Das noch brauchbare Zmegsmaterral wurde ebenfalls eingeschiM und das alte oder in schlechtem Zustande befindliche unbrauchbar gemacht mtb zerstört
Bom österreichisch-ungarischen Heere.
Wien, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat die Generale der Infanterie Graf Beck und Erzherzog I os e f Ferdinand, den General der Kavallerie Grafen Paar und den General der Infanterie Freiherrn von Bol fräs, sowie den Feldzeugmeister Freiherrn v. Kro- batin und den General der Infanterie v. Koeveß zu Generalobersten ernannt.
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Englands Posträuberei.
Amsterdam, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Bon dem Dampfer „Königin der Neederlande" ist die für die Mrttelnrachte von Frankreich bestimmte Post und die ganze Paketpost in England zurückgehalten worden.
Eine scharfe Note Deutschlands an Portugal.
Berlin, 28. Febr. (Priv.-Tel.) Deutschland hat an Portugal eine scharfe Note gerichtet, in der mit Rücksicht auf die Vertragsbestimmung, daß die Beschlagnahme deutscher Schiffe nur nach vorheriger Regelung der Ent- schädignngsfrage mit den Interessenten erfolgen könne, die Rückgängigmachung der portugiesischen Maßnahmen verlangt wird.
2iflabvn, 25 Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Verspätet ein- getWffen. Meldtmg des Reuterschen Bureaus. Ministerpräsident E-ofta entarte m der Kammer int Anschluß an die bereits gemeldeten Ausführungen über die Beschlagnahme der deut- österreichisch-ungarischen Dampfer: .'^ mehreren Schtnen kamen Zerstörungen vor. Den Dampfer „^lows wollte man in die Luft sprengen, was gerade noch rechtzeitig entdeckt und verhindert wurde. Seiner Meinung nach sollte Portugal den Vertrag mit Deutschland kündigen, so daß er am 5. Juni 1917 zu Ende ginge, und zwar, sagte Costa, in Ueber- emfttmmung nnt Portugals Interessen sowohl aus Anstands- wie aus Nutzlrch^eitsgründen. Wir sind bereit, jeder Möglichkeit ergibt^ ^ ^ eit/ öre sich aus der Wahrnehmung unserer Rechte
London, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agentur meldet: Der russische Dampfer „Pet- > h e n g a" (1647 Tonnen) ist versenkt worden. 15 Personen wurden gerettet.
Schweizer hohe Offiziere aus der Anklagebank.
cr tWTB. Nichtamtlich) Die Schweizerische
E^schenagentur meldet: veute morgen haben die Verhandlungen dp Strafprozesses gegen die beiden Obersten des Generalstabes, u 2r ?■ W<rttenwyl begonnen. Das Gericht beschloß, datz dre Verhandlungen öffentlich sein sollten. Die Anklageschrift fuhrt rn ihren Hauptpunkten aus: -Oberst Egli wird angellagt, daß' et ab, Unterstabschef der eidgenössischen Armee von ungefähr Mitte ryebruar 1915 .an die beiden Militärattaches der einen Gruppe der kriegführenden Machte, dte laut Befehl des Generalstabs chefs nur rur eure Reihe ausdrücklich bezeichnetec Kommandostellcn des eige- bestimmten täglich erschemenden Berichte der Nach- richtensertton des Armeestabes übermitteln ließ. v. Wattenwyl AL d-tzer toe JKitteiJitna alter Teile eines militari-
scheu Bulletins m Abwesenheit Eglrs an einen der Militärattackss der beteeffendert Gruppe der kriegführenden Mächte verfügte, nachdem dreier bereits seit längerer Zeit einen Teil des Bulletins infolge der Anordnung Eglts erhalten hat. Beide Obersten werden .^ttagt, dgtz sre fremdländische Dokumente, die zwischen aus- ^landffchen AntesstQlen rm Ausland und zwischen solchen in der '^hwpz an ihre Regierung gewechselt und von Tr. Langte ent- l zfffert wurden, aus irgend eine Weise dm Militärattaches der ,'EN Gruppe der kriegführenden Mächte zur Kenntnis gebracht ^ rese Tatsachen gualiftzieren sich als Begünstigung eines ' Erregsuhrenden und voriätzliche Vermittlung von Nachrichten rtulttarrscher Natur zugunsten einer fremden Macht. Sie sind gleich öewg eine ^tenstverletzlmg in einem wichtigen Fall
In,dem Prozeß gab zuerst Oberst Egli Auskunft über die und Bedeutung des Nachrichtendienstes für die Schweiz. Der Schweizer Nachrichtendienst war bei Ausbruch- des Krreges gar nicht organisiert: um etwas zu ersahen, mußte man weateen, die etwas wußten. Das waren die Attache der Zentralmächte. Ms Gegenleistung für ihre Mittei- lungeit erhielten sie das Bulletin des Generalstabes, das aber keme wichtigeren Tlmge enthielt. Diese Mitteilungen waren wohl dies galt nicht für die verantwortlichen >Offtzrere des Rtechrrchtendienst-es. Tie Attaches der Ewente er-
** Schweizer Generalstab von chnen auch keine Nachrichten bekam. Ter Generalstabschef wußte UebermittelNiig des Bulletins Mi die Mlitär- att^ks.^ Der Angeklagte hatte wegen der Neutralität niemals Be- denken, diese .Nachrichten auszutmffchen. Der ganze Nachrichten- dtenst sei za eigentlich, neutralitätswidrig: das unbedingte Bedücs- ^ m -^halten, habe den betreffenden Organen des
Keneralstabes eine freiere Stellung gegeben.
Aus dem Reiche.
Die Sicherstellung des Heubedarfs.
Berlin, 28. Febr. (WTB. Amtlich.) Durch eine Verordnung über die Sicherstellung des augenblicklichen Heubedarfs werden die Bundesstaaten nach dem Maß- stab des Ernteergebnisses des Jahres 1915 verpflichtet, für das Heer insgesamt 250000 Tonnen Wiesenheu zur Ver- sügung zu stellen, von welchem die Hälfte bis zum 15. März, die andere Hälfte bis zum 31. März zu liefern ist. Nötigenfalls sollen die Bestimmungen und Verordnungen Über die Höchstpreise als Handhabe dienen, die einzelnen Besitzer zur Lieferung zu zwingen, soweit sie das Heu nicht unbedingt für den eigenen Bedarf brauchen, lim die erforderlichen Unterlagen für die Anlegung des späteren Heeresbedarfs an Heu und Stroh auf die einzelnen Gebietsterle zu schaffen, hat der Bundesrat ferner eine B e sta n d sau fn ah m e von Heu und Stroh angeordnet, die in der Zeit vom 12. bis 15. März in allen Gemeinden und Gittsbezirken des Reichs durch besondere sachverständige Kommissionen erfolgt. Dabei sollen Bestände an Heu und Stroh, welche 10 Doppelzentner nicht überschreiten, außer Betracht bleiben. Der Reichskanzler ist ermächtigt, _ Ausnahmen zuzulassen, damit die Bestandsaufnahme in den Bundesstaaten, die vielleicht unlängst olche für ihre eigenen Zwecke vvrgenommen haben, nicht nochmals wiederholt zu werden braucht.
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Berlin, 28. Febr. (Priv.-Tel.) DäS „Verl. Tagebl meldet, daß das sächsische Ministerium des Innern eine Ledigensteuer genehmigt hat. Die Steuer soll erhoben werden von Unverheirateten über 30 Jahre, sofern sie nicht anderen Personen einen gesetzlichen Unterhalt zu gewähren haben. Bon einem Einkommen von 1800 bis 2400 Mark werden fünf Prozent, bis zu 4000 Mark zehn Prozent, bis zu 6500 Mark fünfzehn Prozent usw. als Zuschlag zur Einkom mensteuer erhoben.
Der beekrieg.
Der Untergang der „Maloja".
London, 28 Febx. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des M^^chen BuvoE. Dre Pemnsular and Oriental Gesellschaft gibt bekamrt: Bon den 119 Passagieren der „Maloja" durften dre meisten gerettet sein. Das Schiff wurde zwischen Z? ver im d Folkefwne am hmteren Teil von einer Mine getroffen Ev herrschte hohe See. Der Kapitän versuchte vergeblich, das Schiff auf den Strand zu setzen, aber der Maschinenraum war überflutet London, 2^F^r (WTB. Nichtamtlich.) Die Geretteten 'Jdi a into abends m Lontwn angenommen und erllärten, sich me Explosion vormittags 11 Uhr ereignete, als die meisten Passagiere auf lvaren. Das Schiff begann sofort überzuholen, so -daß es unmöglich war, einen Teil der Boote zu be- !?^veu Tie Passagiere eines Bootes fielen beim Niederlassen m bas Baller; es herrschte ferne Panik Verschiedene Personen m-ntzten über Bord springen, da das Schiff binnen 10 Minuten !<mk; viele >md verwundet lvorden. Nach der offiziellen Schiffs- llste bef-aiiden sich 42 Frauen und 18 Kinder an Bord; es sollen -nach den letztst PertMen insgesamt 411 Personen an Bord ge- wesen sein. 83 v-vn 214 Los kn re n sind ertnmken
London. 28 Febr. lWTB. Mchtnmtlich.) Tie „TimrZ" nEet: Der Berlnst an Menschenleben, die mit.der ,/aJWwt m Grunde g-Mmzen sind, wird ans 147 geschätzt.
Die Besatzung der „Westburn".
• Febr (WTB. Nichtamtlich.) Wie
ein hiesiges Blatt erfahrt, meldet die „Times" aus Tene- n | tt - j-afi die deutsche Besatzung des Damvfers „Westburn", als sie nach der Versenkung des Schiffes landete, von den spamschen Marmebehürden verhaftet worden sei, weil sw den Dampfer in neutralen Gewässern versenkt habe. Der deutsche Kommandant erklärte daß das Schiff infolge einer Kesselexplosion gesunken sei London, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich ) Die Dailo Marl" meldet aus Las Palinas: Der Kommandant und die Prrsenbesatzung der „Westb-urn" sind auf Ehrenwort freigelassen worden.
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London, 28. Febr. .(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des R«neychen Bureaus. Der f r a n z ö s i s ch e D am fiter „Trig- Ktfct, 26 schd^rW^ fi'Unten; rftnf Mami wurde,: ge-
Ans Stadt nird Land.
Gießen, 29. Februar 1916. Kriegsfürforge-Berkauf der Großherzogin.
Aehnlich wie in Darmstadt soll nnn auch in weiteren hessischen Städten der Kriegsfürsorge-Berkanf der Groß- herzogin stattfinden. In Gießen hat sich das Kunstgewerbe- haus Jul. Bach zum Verkauf bereit erklärt. Die Verkaufsgegenstände sind in einem Schaufenster ausgestellt. Es sind alles Erinnerungen an die große ernste Kriegszeit, die nach Entwürfen und Gedanken der Großherzoglichen Herrschaften zum Besten der^ allgeineinen Kriegsftirsorge v-or- kauft und darum möglichst allen Kreisen zugänglich gemacht werden sollen. Die großen Gedenkkreuze mit der Inschrift „Gott Ehre Vaterland" sind nach einer Zeichnung Ihrer Königlichen .Hoheit der Großherzogin ausge- sührt, während das kleine Erinnernngskrenz vom Erbgroßherzog ausgedacht wurde. Die Buchzeichen mit Sprüchen sind von der Frau Großherzogin selbst angefertigt. Ferner befinden sich unter den Verkaussgegen- stäüden Briefbeschwerer von 5-olz aus der Gegend der Kampfplätze unserer hessischen Truppen. Zur Erinnerung an die bisherigen bnnteii Uniformen werden in verschiedenen Größen durch Heimarbeiterinnen verfertigte B e u tel und Xa^djen verkauft, genau in den Farben der hessischen Regimenter mit deren Abzeichen und Namenszügen. Es ist dies ebenfalls ein Gedanke Ihrer Königlichen Hoheit der Gro ß h erzo gi n.
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** 2 9. Februar. Der heutige Tag, einer jener sonderbaren Fremdlinge, die sich in j-edem vierten Jahre in die ab gezählte Reihe der Jahrestage eindrängen, fällt diesmal in die Zeit besonders Hochgespannter Hoffnungen und Erwartungen, und es ist leicht zu verstehen, wenn man etwas abergläubisch an chn, den Außerordentlichen, die Erwartung von ettvas Außerordentlichem ankniepst. Immerhin darf man den Dingen nicht vorgreifen, obgleich der Tag sich mit blauem Himmel und lachender Somie angelassen hat. Die nimmermüde Tapferkeit rmserer Truppen und die Umsicht unserer Heeresleitung bieten eine bessere Gewähr für unsere Hoffnungen, als das Außerordentliche eines Schalttages.
** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß Herzog hat am 16. Febr. ds. Js. den von dem Grasen zu Leininpen- Westerburg auf die evangelische Pfarrstelle zu Assenheim präsentierten Pfarrer Emil Breunlin zu Trais-Horloff für diese Stelle bestätigt. — Die Großherzogin bat am 26. Februar den Direktor der Realschule und des Progymnasiums zu Bingen Dr. Karl Den ig Mm Direktor der Realschule zu Gernsheim und den Direktor dieser Schute, Dr. Joh. Baptist Seideuberger, zum Direktor der Realschule und des Progymnasiums zu Binoen, beide mit Wirkung vom 16. April ds. Js. an, ernannt. — Die G r o ß h e r z o g i n hat am 26. Februar den Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Dieburg, Kanzleirat Johann Adam Geisler zu Dieburg, auf sein Nachsuchen und unter Airerkennmtg seiner langjährigen, treuen und ersprießlichen Dienste, mit Wirkung vom 1. März 1916 an in den Ruhestand versetzt.
** Das Vorlesungsverzeichnis der Landes- Universität für das Sommersemester 1916 weist folgende Vorlesungen auf, die mit dem Völkerringen in irgendwelchem Zusanrmenhange stehen und daher allgemeines Interesse beanspruchen: Prof. Dr. Schmidt: Die wichtigsten Krankheiten im vorderen Orient, 'Prof. Dr. Weber: Unsere natürlichen Waffen im Kampf ums Dasein, Dr. Jentz s ch: Ballistik, Pros. Dr. Feist: Die menschlichen Nahrungsmittel und ihre Verfälschung, Prof. Dr. Sievers: Geographie des Türkischen Reiches, Prof. Dr. Roloff: Geschichte des Osmanischen Reiches, Prof. Dr. Rauch: Einführung in die Kunst der Neuzeit, Dr. Junker: Einführung ins Türkische, Prof. Kahl e: Türkisch II. Kurs und Prof. Dr. Skalweit: Deutschlands Wirtschaftsinteressen im Orient. Außerdem wird ein türkischer Lektor türkische Schreibund Leseübungen, Uebungen im praktischen Gebrauch der türkischen Sprache für Fortgeschrittenere und eine Uebung in der Lektüre eines türkischen Textes abhalten.
** Uebermaß der Flersch sendun gen ins Feld. Aus Kreisen der Bürgerschaft werden wir um Bekanntgabe folgender Anregung gebeten: Zur Begründung der stärkeren Hausschlächtung wird durchweg angegeben daß an im Felde steheiÄw Familienangehörige Fl-eisch sendet werden müsse. Es kann vor dem Ueberum-ß dieser Sendungen nicht genug gewarnt werden. Unsere Soldaten im Felde sind gerade nrit Fleisch reichlich versehen, und sollte einnral in der Verpflegung hier und da eine Stockung ein- aetteten sein, so -erreichen dann die Feldpostpakete die Truppe erst recht nicht. Außerdem eignet sich! zur Versendung nur gut geräucherte Ware, alles andere verdirbt rasch
Durc!) die gut gemeinten, aber oft zwecklosen Sendungen, die manche Familien ständig vornehmen, gehen große Mengen des für die Zivilbevölkerung so nötigen Nahrungsmittels verloren; nach glaubhaften Nachrichten ist das Fleisch in vielen tausenden von Feldpostpateten verdorben.
** Lehrlinge in Gewerbebetrieb en. Der mittelrheinische Verband evangelischer Arbeiter-Vereine hat, wie wir vor kurzem meldeten, beschlossen, bei den Handwerkskammern anzuregen, daß durch eine Verfügung die Beschränkung der Zahl der in Gewerbebetrieben zu beschäftigenden Lehrlinge während des Krieges airsgehoben werde. Der Verband machte entsprechende Eingaben in Frankfurt und Wiesbaden. Von letzteren: Ort aus erhielt er folgende Antwort: „Ihre Anregung hat den Vorstand schon am 26. Mai 1915 beschäftigt. Es wurde beschlossen, daß die Bestimmungen über dre Höchst- ^ahl von Lehrlingen für die Dauer des Krieges nicht in der bisherigen Werse durchgeflihrt werden sotten, um die Unterkunft der Lehrlinge zu ermöglichen. Es können hiernach Lehrherren eine größere Zahl von Lehrlingen einstellen, unter der Voraussetzung, daß sie diese später an aus dem Felde zurückkehrende Lehrherren zum Teil abtteten. Von diesem Beschluß wurde auch dem Herrn Regierungspräsidenten Mitteilung gemacht."
** Tie Handelskammer Gießen ersucht uns um Bekanntgabe folgender Mittellung: Tie durch Bekanntmachung vom 31- Dezember 1915 beschlagnahmten Garne sind der Kriegswoll- b-edars-Aktiengei'ellschaft in oer von ihr v-orgeschriebenen' Form anzubieten; bevor das Angebot erfolgt, wolle man daher von der Kriegswollbedarf-Aktiengesellschaff, Berlin SW., verlängerte vedemannstraße 3, Angebotscheine verlangen. Ein nmft den vorgeschriebenen Bedingungen entsprechendes Angebot gilt als nicht erfolgt.
** Namenlose Zuschriften! Seit einiger Zeit mehren sich wieder die beim Bezirkstömmando einlauferwen namenlosen Zuschriften. Das Bezirkskommando weist erneut darauf hin, daß derartiae Zuschriften grundsätzlich keine Berück sich ti gung finden. Wer den Mut nicht hat, Beschwerden und Anzeigen mit seinem Namen zu decken, darf nicht erwarten, daß seine Klagen verfolgt werden.
**Gold an die Reichsbank. Das von den Schülerinnen der Höheren und Erweiterten Mädchenschule gesammelte Gold hat mit dem heutigen den Betrag von 90Ü00M. überschritten. Den fleißigen Sammlerinnen wurde dafür ein „goldfreiett^ Tag gewährt; sie haben diesen um so eher verdient, als ihre Schule, die vor einem Jahre als letzte zu ammeln anfing, nunmehr an der Spitze der Gießener höheren Schulen steht.
** Keimtengebete. Der Unfug abergläubischer Leute, neun Tage hinter einander ein „Gebet" abzuschreiben und es auf andere Leute loslassen, geht immer noch um. Ur- prunglich wars ein englisches Gebet, das vor dem Krieg seine Runde machte. Nachher schämte man sich und ließ das „englische" weg. Jetzt ist an die Spitze gekommen: ^iir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt." Wer das wirklich tat, droht nicht seinem Nächsten unter Mitzbrauch des Namens Gottes aii, daß er kein Glück mehr habe. Er wird auch nicht die einfältige Prophezeiung aus- p rechen, daß, wer den Wisch neunmal ab schreibe, am neunten Tag ein großes Glück habeii sott. Das Gaiize ist überhaupt kein Gebet mehr, sondern fällt unter den Begriff des strafbaren groben Unfugs, dem jeder verirünftiae Mensch steuern must ^
aus dem Westen. Wie uns wurde Geschützdonner vernom- dem Ramsberg bei Laubach zwischen Laubach und Röthges.
. v-- - — ™ gleichen Stellen Geschützdonner
zu vernehmen, an: deutlichsten im Jahre 1914 bei der ersten großen Schlacht bei Metz. Aehnliche Beobachtungen wurden am 21. am Steinheimer Berg bei Hungen, am 23. in ^rais-Horloff, am 26. auf der Endseite des Md- heimer Waldes und am dlbend des gleichen Tages wieder in Trais-Horloff gemacht. Auf der Blo fe l d er Höhe wurde am 26. zwischeni 4 und 5 Uhr starkes Artttterieseuer vernommen, das dem Donner eines entferltten Gewitters glich. Genauere Beobachtungen wurden bei Lauterbach angestellt. Am deutlichsten wurde das Rotten am Samstag, den 26., zwischen 4 und 5 Uhr ttotz eines leichten Südostwindes gehört. Ein dumpfes Rotten setzte in regelmäßigen Pausen von etwa 25 Sekuiiden ein und verlor sich in 6 bis 8 Sekunden in immer schwächer werdendem Summen. In beu nun folgenden Zwisck)enpansen war es ziemlich still. Man schließt daraus, daß es sich nur um den Schall aller- jchwerster Geschütze handeln kann. Schließlich ging uns noch erne ähnliche Nachricht vom 26. von Herchenhain ftu.
. ^ 0 jah r i g e Tätigkeit. Jos. E h r m a n n, Prokurist
der Firma Gq. yemr. Schirmer, hier, kann am l. März 1916 aus eme 30jahr,ge Tätigkeit bei dieser Firma znrückdlicken.
Hessen-Nassauisches Wörterbuch. Ueber das Arbertsiahr 1915 schreibt Prof. W r e d e-Marburg in den Sitznnas- berichbeir der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften vom 27. Januar 1916 u. a.: Der Bezirksverband des Regierungs- . .^rris Wiesbaden hat sich in einem Vertrage zu einem nanrbaften lahrlicheii Zuschuß für das Wörterbuch bereit erklätt. Ein verttags- mätzig gebildeter Ausschuß ist am 4. Dezember in Marburg zu- sammeng-etreten und hat hier über seine Geschäftsordnung beraten, einen Bericht über das bisher für das Wötterbuch Geleistete ent- gegengenommen uird einen ungefähren Finanzplan für dre nächte Zeit enttvorfen. Im ^Kriegsjahr 1915 ist die Wötterbucharbeik stark gehemmt, doch Nie ganz unterbvochen worden. Von unfern' Sammlerii und Mitarbeitern aus allen Tellen des Wötterbuch- bezirks sind immer mehr ins Feld gezogen. Dennoch habe ich für 101,5^1^ etim 70 freiwillige Eingänge zu referieren mit rund 10 000 neuen Zetteln. Von den Helfern, die schon in den früheren Jahresberichten genannt sind, seien hier wegen besonders umfangreicher oder wertvoller Zettelsendimgen im Berichtsjahre die Herren Amtsgerichts rat v. B a u m b a ch in Fronhausen, Oberlehrer Canstein m Tillenburg, Kaufmann Fleck in Kohden. Lehrer Hi es m Selters, Kantor Hollstein in Dudenrode, MittelschulleÄrer Kappus m Wiesbaden (von dem über 2000 ausgezeichnete Zettel aus dem Lazarttt und Gen-esungsurlaub einliefen), Oberassistenr Kreuter in Frmttfutt Amtsgettckstsr-at Pi tel in Homberg, Rektor Rau in Traben-Trarbach, Rektn Schilgen in Cron- berg Oberaktnar Stein in Fttedberg. An neuen Sammlern, die 1915 sich den früheren angeschilossen haben, seien aufgeführt die Herren Lehrer A r tz m Oberwiddersheim, Wissenschaft Hilfs- lehaer Bon net m FrlNikfurt, Lchrer Faxet in Thalheim, Lehrer Hut hm ^chadeck, Oberlehrer Tr. Heintz in Dillen^ bürg, Lehrer Henkel in Dahlheim, Fabrikant Jckes in Gelnhausen, Semmardirektor Dr. Karg in Fttedberg, Lehrer Kitz m Kundett, Lehrer Kraushaar in Trais-Horloff, Lewalter L.Msel, Li-edtke in Marbrrrg, Lehrer Li n de nb erg er in plorslmch, ^Fabrckdireftor Manteuffel in Fulda, Kantor Mül- ler m Allendorf, Lehrer Neumann in Mattenberg, Oberlehrer Dr. Pfeffer m Frankfutt, Frl. Elis. Schäfer in Marburg Semrnarist S ch m i d t in Schenkelberg, Gymnasiast S e e b a ß m Marburg, Frl. ftud. Stock in Wiesbaden, Postdirektor Bohl in Frankfutt, Lehrer Walther in Sulzbach. Ausgezettelt wurden ferner ergebnisreiche Sammlungen, die einliefen' von Frl Selene B r ehm in Rinteln (allerltt Volkskundliches, Kinderverse, Wetterregeln). Pfarrer Brüne in Wiesbaden (Kinderspiele u a aus Niederhessen), Lchrer Combecher aus Sck>önbach (46 'Scbüler- aufsätze im Dmlekt. Sprichwörter), Oberlehrer Dr. HeinN in Dlllenbnrg (Exzerpte aus gedruckten DialeLtgEen), FrM Hirsch-
** Geschützdonner totiteTfjin mitgeteiÜ wird, men: am 21. und 22. auf und am 26. auf dem Wege Schon früher war an den


