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Der Sietzener Anzeiger
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Erstes Blatt M. Jahrgang
Dienstag, 29. zevruar
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesten
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Erneuter vorrücken um Verdun. Ein Erfolg in der Champagne.
(WTB.) Krotze'S Hauptquartier, 28.Februar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Die Artillerielämpfe erreichten vielfach größere Heftigkeit. An der Front nördlich von Ar ras herrscht fortgesetzt lebhafte Mincntätigkeit. Wir zerstörten durch Sprengung etwa vierzig Meter der feindlichen Stellung.
In der C h a m p a g n e schritten nach wirksamer Feuervorbereitung unsere Truppen zum Angriff beiderseits der Straße Somme -Py — Souain. Sie eroberten das Gehöft Navarin und beiderseits davon die französische Stellung in einer Ausdehnung von über sechszehn hundert Metern und machten sechsundzwanzig Offiziere, eiutausendundneunMann zu Gefangenen und erbeuteten neun Maschinengewehre und einen Minenwerfer.
Im Gebiet mm Verdun erschöpften sich wiederum neu herangeführte feindliche Massen in vergeblichen Angriffsversuchen gegen unsere Stellungen in und bei der Feste Douaumont sowie auf dem Hardaumont. Unsererseits wurde die Maashalbinsel von (5ha mp Neuville vom Feinde gesäubert. Wir schoben unsere Linien in Richtung auf Vacherauville und B ras weiter vor. In der W o e v r e wurde der F u ß d e r C 0 t e s Lorraines von Osten her an mehreren Stellen erreicht.
Oestlicher und Balkan-Kriegsschauplatz.
Lichts Neues.
Oberste Heeresleitung.
- H *
Unsere Anginffe auf die Festung Verdun schreiten verhältnismäßig rasch vorwärts. Man darf nicht annehmen, daß es sich dort um Spaziergänge handelt und daß die Aufgabe unserer Truppen in zwei bis drei Tagen völlig gelöst werden könnte. Auch als Laie kann man in diesen Dingen die Augen öffnen und die planmäßige Sicherheit und Ruhe bewundern, mit der die Schwierigkeiten nacheinander aus dem Wege geräumt werden. Das Neueste des Tages ist, daß die Maashalbinsel von Ehcrmpneuville gesäubert wurde, daß unsere Truppen bis Vacherauville und Bras vorftoßen, also bis an die Südostecke der genannten Maasschleife. So wurde erreicht, daß der Feind keinerlei Vorstöße in die Flanke der deutschen Angreifer ansetzen kann. Jenseits der Maas, nur etwa fünf Kilometer von Vacherauville entfernt, liegt das französische Fort Marre, dessen Geschütze anscheinend bereits zum Schweigen gebracht worden sind. In der Woevre- Ebene ist der Feind bis an den Fuß der Cotes Lorraines verfolgt worden. Der französische Bericht stellt es so hin, als ob dieser Rückzug freiwillig erfolgt wäre, aber diese Behauptung ist genau so hock) zu bewerten wie die heute vorliegende italienische Feststellung, der Rückzug aus Durazzo nach Va- lona sei keine.Niederlage, sondern strategischer Absicht entsprungen. Die große Beute unserer Verbündeten, die in Du- razzo aufgetrieben wurde, redet eine andere Sprache.
Unser Tagesbericht läßt ernennen, wie die Franzosen in vergeblicheiMegenangviffen im NoAen von Verdun ihreStel^- lungen zu halten suchen und wie sie «unter Strömen von Blut sich selbst erschöpfen. Mit vollstem Vertrauen auf Unsere Heerführer, ihren Weitblick und ihre Ruhe, die uns vor unnötigen Opfern bewahren rnögen, harren wir weiter des Erfolges, ohne Ungeduld, ohne uns des Unrechts schuldig zu machen, von unseren braven Truppen auch irur in unseren Hoffnungen mehr zu verlangen, als sie leisten können und als im Plane unserer Heeresleitung liegt. Noch wissen wir ja nicht, ob nicht auch an qnderen Stellen der Westfront Ueberraschungen bevorstehen. Der gestern von der obersten Heeresleitung gemeldete große Erfolg in der Champagne beweist uns, daß auch dort, wo vor einigen Tagen die Fran?- zosen eines kleineren Erfolges sich rühmen konnten, die deutsche Ueberlegenheit feststeht.
Da wir schon so häufig die übersichtlichen militärischen Darlegungen des Berner „Bundes" erwähnt und wieder- gegeben haben, werden unsere Leser die Meinung des neutralen Blattes auch über die Schlacht bei Verdun gern vernehmen wollen. Der Berner „Bund" faßt in seiner Montag- Nummer seine Ausführungen in folgenden Sätzen zusammen:
Als Teile des dritten deutschen Armeekorps die Positton Douaumont gestürmt hatten, während schwere Artillerie vom! Louvemont die Straßenmulde in der Richtung Bras unter Feuer nahm, wurde die Lage im Nordostsektor der Festung krittsch. Das ganze permanente Befestigungssystem ist dadurch ins Wanken gekommen, und es wird sich für den Verteidiger darum handeln, die Lücke mit mobllen Kräften wieder zu stopfen, die Linie Bras-Fleury-Damloup zu verstärken und auf dieser bis zum Aeußersten Widerstand zu leisten. Die Franzosen müssen den Druck ans die Festung aufzuheben suchen, ehe ihr der deutsche Angriff die Rippen bricht, da die Lähmung Verduns den ganzen Abschnitt von Ma tanc o u r t bis St. M iyi el gefährden würde. Sind doch die Franzosen jetzt schon hinter die Höhenrandstraße Ornes-Eix zurückgedrängt und auch südlich E t a i n im Rückzug auf die Maashöhen begriffen und damit des Vorgeländes beraubt, das nicht mir die Festung im Osten vor deni Belagerungsangriff schützte, sondern auch die «Entwicklung starker mobiler Kräfte zu Oftensivzwecken begünstigte. W ist llar, daß General Humbert darauf angewiesen ist, mächtige Reserven lseranzu- führen, nachdem seine erste Linie niedergebrochen und seine zrveite überraschend schnell durchstoßen worden ist. Tic deutsche Offensive blickt aus Wochen-, um nicht zu sagen aus monatelange Vorbereitungen zurück. Es bedurfte dazu außerordentlicher technischer Anstrengungen und sorgfältigster Berechnungen. Sie stehit im Einklang mit den Teilofterftiveu an den anderen Abschnitten der Front, die erst gesichert werden mußten, um die Konzentration
so großer Kräfte im Raume Verdun zu gestatten. Zugleich wirkten diese Teilangrisfe bei Ypern, Souch^, Frise und Mtkirch als Diversionen, die die Nervosität des Verteidigers steigerten imd seine Aufmerksamkeit zerspltttetten.
In den französischen Zeitungen taucht spaßhasterweise schon der Trost auf, Verdun sei gar keine Festung ersten Ranges ftnehr, kund englische Matter wiederholen mit einigen: Vorbehalt diesen Unsinn Demgegenüber verweist auch der Berner ,Mrnd" auf die selbst dem unerfahrensten Laien erkennbare strategische Bedeutung der Maasfestung: „Verdun deckt nicht umsonst die Argonnenflanke, wo eine andere deutsche Armee auf ihre Stunde wartet."
Haben die Franzosen, so schließt der „Bund", noch Kräfte frei oder beabsichtigen die Deutschen noch <m einer anderen vitalen Stelle offensiv zu werden, so müssen wir u. a. auch mit größeren Aktionen an der Belforter senke rechnen, wo bereits bei Heidweiler und Kar spach im Raume Altkirch Vorstöße statt- gefundeu haben. In jedem Falle aber ist die Kriegslage im Westen derart, daß die Schweiz genöttgt ist, ihre militärischen Maßnahmen in entsprechendem Umfange aufrecht zu erl>alten, um der Situation zu genügen und bei möglicherweise dcbordierenden Operationen — an eine bewußte Gvenzverletzuirg denken wir nicht — ihre Pflicht zur .Wahrung der Neutralität erfüllen zu können.
* . *
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 28. Februar 1916.
Russischer und italienischer Kriegsschauplatz. Nichts von besonderer Bedeutung.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unsere Truppen haben in Durazzo bis jetzt an Beute eingebracht: 2 3 G e s ch ü tz e, darunter sechs Küstengeschütze, 10 0 0 0 Gewehre, viel Artilleriemunition, 17 Segel- und Dampfschiffe. Allen Anzeichen zufolge ging die Flucht der Italiener auf ihre Kriegsschiffe in größter Unordnung und Hast vor sich.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant
Die Kämpfe im Westen.
Berlin, 29. Febr. Bei den vergeblichen Versuchen der Franzosen, das Fort Douaumont wieder zu nehmen, ist es erklärlich, daß in den französischen Zeitungen allerlei Lesarten anftauchen, die schwer kontrollierbar sind. Dem „Figaro" zufolge soll Briand in den Wandelgängen der Kammer gesagt haben, daß ein von der französischen Verteidigung bisher in Reserve gehaltenes Armeekorps angesetzt wurde. Eine andere Nachricht besagt, die gesamte Bevölkerung Verduns sei fortgeschafft worden, so daß gegenwärtig keine Zivilperson mehr in der Festung weile.
Im Oberelsaß hält die erhöhte Kampftätigkeit an. Wie der Sonderberichterstatter der „Kölnischen Zeitung" meldet, ist allenthalben in den südlichen Provinzen und im Sundgau starker Geschützdonner zu hören. Besonders lebhaft sei das Feuer im Tal von M e tz e r a l und in der Umgebung von Altkirch, wo letzthin ein Vorstoß bei Heidweiler statt- fand, sowie in der südlichsten Gegend der deutschen Front, an der Schweizer Grenze. Auch hier habe letzter Tage bei Obersept durch die wohl vorbereitete Wegnahme einer französischen Stellung eine wesentliche Verbesserung der deutschen Linie stattgesunden.
Die Bestürzung in Paris.
Bern, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Campolonghi schreibt im „S e c 0 l 0 ", es sei sicher, daß V e r d u n, obschon es für die Franzosen nicht von entscheidender Bedeutung sei, sür Deutschlarkd einen außerordentlichen Wert hat. Angesichts dieser Tatsache sei es natürlich und menschlich, daß ganz Paris in großer Angst und Besornis lebt. Seine Straßen seien verändert; nur die Ambulanzwagen folgten sich seit einigen Tagen unaufhörlich Seine Kaffees seien leer, seine Theater traurig. Die Seele von ganz Frankreich bange gegen Verdun hin, denn fast alle Familien, hätten jemand an der Front. Wie die Sache auch ausgehe, wie viele Opfer werde Frankreich wieder beweinen müssen?
Die Pariser Presse.
Bern, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Pariser Zeitungen bemühen sich krampfhaft, keine Unruhe über die Schlacht bei Verdun aufwmmen zu lassen. Durch alle Blatt ergeht die Version, daß Douaumont von den Franzosen wieder erobert worden sei. Ter „Temps" versteigt sich sogar zu der kühnen Behauptung, daß das preußische Regiment, das anfangs in die Feste Douaumont habe eindringen tonnen, dort jetzt ein-- geschlossen sei, da die französische Infanterie darüber hinaus Boden gewomien habe. Alle Kritcken heben die ungeheure Wucht des deutschen Angriffs hervor. Der Eisenhagel, der über die Werke niedergegangen sei, sei der fürchterlichste gewesen, der jemals ans ein Stückchen Erde Herabgeprasselt sei, sagt Oberst Ronsset im „Petit Parisien". Eherfils hält die Wahl von Verdun als Angriffspunkt für ziemlich gut, glaubt aber, daß die Operationen nur Manöver seien, um den Feind näher heranzulocken und ihn um so sicherer- zu vernichten. Marcel Hntin warnt im „Echo de Paris" vor der Meinung, daß der Feind in seinen Anstrengungen Nachlassen werde. Wenn eä gelingen könne, doch noch drei Tage stand zu liallen, so würde die Wage sich endgültig ans die Seite Frankreichs neigen. Aber schon .Hutin ftagt mit kritischem Zweifel: Es ist
doch unmöglich, daß lnnseu Oberkommando keine genaue Kenntnis von denn verzweifelten Versuch des Feindes gehabt
hat? Clemenceau schreibt unter anderem!: lNnr bessere Vorbereitung hätte manches Opfer erspatt. Hervö wundert sich darüber: «Erstens, daß die beurlaubten Mamrschaften nicht unverzüglich an die Front zurückgerufen worden seien, und zweitens, daß keine Entlastungsoffensive, z. B. von den Engländern, an den anderen Stellen der Front ein geleitet worden sei. Der Grundton aller Kritiken ist aber die Mahnung, sich nicht beunruhigen zu lassen, sondern Vertrauen zu bewahren. Verdrm kann eine Zerttümmernng des gegenwärttgen Zustandes bringen, heißt es im „Rappel". Diese darf aber, welches auch ihr Ausgang sein mag, keineswegs unser Vertrauen erschüttern. In einem Leitartikel heißt es im „Malin" unter anderem: Nicht gegen den festen Platz Verdun richten die Deutschen ihre Angriffe, wndern gegen das Phantom eines befestigten Platzes, wie es Verdun für' die Deutschen mrd vielleicht auch für die Neu- tralen noch darstellt. Im September 1914 wäre der Zeitpunkt für einen Angriff gewesen. Damals wäre eine Riesen beute an Kanonen, Gefangenen usw. zu erzielen gewesen. Seit mehr als sechs Monaten aber ist Verdun als Festung ansgeschieden. Seit so langer Zeit schon hat Douaumont weder Kanonen rooefy Besatzung; seit so langer Zeit schon rä bk ehemalige Festung Verdun nichts mehr als ein leeres Gehäuse. Der Inhalt dieses Artikels paßt garnicht zn den jüngst wiederholt, zum Beispiel von Hervs, geäußerten Ansichten, nach denen Verdun der Hauptstapelplatz für Kriegsmaterial alter Art usw. sei. Auch dürften die Berichte der italienischen Pressevertreter in Paris, wie zum Beispiel Campolonghis, die von einer «nermeft- lich-en eventuellen Beute drahten, den Inhalt des Artikels des „Matin" doch- in einem etwas anderen Lichte erscheinen lassen.
Tie englische Presse über die Kämpfe bei Verdun.
Rotterdam, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der,Lkot- terdamer Courant" meldet ans London: Me Blätter gehen in ihren Ansichten über die Schlacht von Verdun auseinander. Cüchze halten den Terrain Verlust der Franzosen für ernster als die übrigen. „Daily Chronicle" schreibt über dre amtlichem Berichte, er könne sich an keine Schlacht im Westen enimeen, bei der sie so einander widersprächen und so verschieden ansgelegt würden.
„Times" schreibt in einem Leitarttkel: Wie die Franzosen gestern meldeten, wurde das Forts Douaumont in den erster? Kriegsmonaten abgerüstet, und es befanden sich keine Kanonen und keine Mannschaften darin. Diese Erklärung sei ebenso wichtig, wie einfach. Moderne Fvtts seien dazu vernrtellt, Fallen für Kanonenfeuer zu werden, wie Lüttich beweise. Als Sarrail die ganze Strecke vor Verdun zu verstärken begann, wären die Kanonen aus dem Fort Douaumont und vielleicht auch aus anderen Stellen entfernt und in gedeckte Stellungen gebracht worden. Die Deutschen hätten also nur ein verlassenes Bauwerk gesundem Die „Times" versucht sodann die Eroberung des Forts als ohne Bedeutung hinznstellen. Der militärische Mitarbeiter der „Times" beklagt, daß die Jahreszeit und der Zustand des Geländes die Russen und die Italiener noch verhindern, einen Druck aiiszu-- üben. Man muß Verdun als einen Teil der Linie der Verbündeten betrachten und nicht als eine Festung mit besonderen AttributLN. Permanent-e Fortiftkationen sind in diesem Kriege wegen der großen Kraft der schweren Haubitzen nicht länger von Bedeutung, und alles, was bisher gestichen ist, ist, daß ein besonders verwundbarer vorspringender Teil der Front eingedrückt ist, ebenso, wie dies an anderen derartigen Punkten schon früher geschehen ist.
Der französische Bericht.
Paris, 26. Febr. (WTB. Nichtanttlich.) Amtlicher Bericht von Sonntag nachmittag:
In der Gegend nördlich von Verdun setzten imfere Truppen die Verstärkungen ihrer Stellungen im Lause der Nacht sott. Keinerlei Veränderung an der Angriffsfront östlich der Maas, wo reichlicher Schneefall eintrat. Man meldet keinerlei neue Angriffsversuche des Feindes, weder auf die Cote-Talvu. noch auf die Cote-Poivre. Zn Ende des gestrigen Tages wurde cm in der Gegend des Hardaumont- Gehöftes (östlich von der Cote-Poivre) angesetzter starker Angriff der Deutschen durch unser Artillerie--- und Maschinengewehrfener, sowie durch unsere Gegenangriffe gebrochen. Ein anderer nicht minder heftiger Versuch in der Gegend des Hardaumont-GeHölzes hatte ebensowenig Erfolg. Im Woevre- wurde ein unseren Vorposten anbefohlener Rückmarsch ohne die geringste Behinderung seitens des Feindes durchgeftchrt. Westlich,' der Maas keinerlei Jnfartterie-Unternehmung. In den Vogesen versuchte der Feind nach Artillerievorbereitung bei Anbruch dev Nacht einen starken Angriff auf einer Frontbreite von zwei Kilv- metern südöstlich von Celle st im Plaine-Tal. Ter Angriff scheiterte vollständig. Heute morgen erzielte eine Aktion unserer Batterien gegen das Lebensmittellager des Feindes in Stoßweier nördlich von Münster gute Ergebnisse.
Paris, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Sonntag abend. Zwischen Soisso ns und Reims Zer- stönmgsfeuer auf die feindlichen Werke gegenüber Brnizel und östlich von Troyon In der Gegend nörDlichwvn Verdun, wird nach der Heftigkeit der au den vorhergehenden Tagen statt- gefundenen Kämpfe ein gewisses Nachlassen der Anstrengungen des Feindes gemeldet, außen zwischen der Höhe von D o u a n m o n t und dem Plateau nördlich des Dorfes B a n. x, wo ein starker Angriff, der gegen unsere Stellung unternommen mtrhe, zurückgeschlagen wurde. Oöstlich und westlich der Stellung von Donan- mont. deren Abhänge mit deutschen Leichen bedeckt sind, nm- llammern unsere ..Truppen eng die Telle des Feindes, die doick Fuß saften kannten und sich mit Mühe halten. Nach den letzte^ Nachrichten i)t die Cote de Talon ebenso für ims wie für den Feiner unhaltbar durch das Feuer der beiden Artillerien nnh! ist von keinem der beiden Gegner besetzt. Im Woevre nahm der Feind Fühlung mit unseren Vorigsten in Richtung auf Blanzie und Mvranville, wo seine Bersuck-e. sich gegen Cötc 255 zu entwickeln, scheiterten.
In den Vogesen Attilleriekampf. Am D a r t m a n n s * w eitertv p s, in der Gegend von Serwnes haben wir einft, feindliche Mteilimg unter Feuer genommen und zei-strent.
Belgischer Bericht: Ruhe ans bei- ganzen Front.
Der italienische Bericht.
_ Rom, 28. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Meldung der AgenM Stefani. Trotz schleckten Wetters, das im ganzen unterm Adria- tisck.'n Adeere an hielt und nachdeni unsere Schiffe die fündlicherv Batterien zum Sckpveigen gebracht hatten, die sie ans der Sttaß^


