hier aus, und es gelang ihr vorübergehend, dem Hauptheerr Lust Kampf aumtfjmen, in besten Verlauf ein td schaffen. In den Fons wurden zahlreiche schwere Geschütze Eiory en Argonne abaeschmsen wurde Di
erbeutet, die aber -um erheblichsten Teil unbrauchbar gemacht worden waren, doch wird es möglich sein, sie später wieder brauchbar zu machen. Die Beute an Munition und Pwniermaterial ist ebenfalls recht bedeutend, doch wurden nur wenig Lebensmittel aorgefunden.
Ter überwiegendste Teil des türkischen Heeres befindet sich aus dem Rückzug auf die sehr stark befestigte und vorbereitete Linie Trapezunt—Tiarbekr. Ohne Zweifel werden an dieser Linie die hartnäckigsten und erbittertsten Kämpfe stattfinden. Wie der Kund schafterbienst meldet, befinden sich vier türkische Armeekorps mit bedeutender Artillerie auf dem Weg nach dieser Ausnahmestellung, um die zurückgchenden Türken zu verstärken. Es ist wahrscheinlich, daß von dieser Stellung aus eine feindliche Offensive versucht werden wird, die auch von persischem Gebiet einsetzen dürfte.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 22. #f6r. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 22. Februar 1910.
Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Italienischer Kriegsschauplatz.
An der I s o n z o f r o n t waren die Artilleriekäinpfe im allgemeinen, namentlich aber bei P l a v a, recht lebhaft.
Eines unserer Klugzeuggeschwader unternahm einen Angriff auf Fabrikanlagen in der Lom bardei. Zwei Flugzeuge drangen hierbei zur Erkundung bis M a i l a n d vor. Ein anderes Geschwader griff die Italic Nische Flugzeugstation und die Hafenanlagen von Desen zano am Gardasee an. Bei beiden Unternehmungen wur den zahlreiche Treffer in den Angriffsobjekten beobachtet Trotz heftigen feindlichen Artilleriefeuers kehrten alte Flugzeuge wohlbehalten zurück.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höf er, Feldmarschatleutnant.
Bern. 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Meldungen von der italienischen Grenze sollen gestern ffüh ö st e r r e i ch i s ch ungarische Flugzeuge in Oberitalien in der Richtung Mailand gemeldet worden sein. Nach späteren Meldungen sollen die Flugzeuge Mailand nicht erreicht und vor Mailand in einen Luftkampf mit italienischen Vetteidigungsflugzeugen per wickelt worden sein. Ueber dessen Ergebnis ist noch nichts zu erfahren.
Bern, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Auf höheren militärischen Befehl wuroe der Telephonverkehr vorübergebend für ganz Oberitalien eingestellt, iveil die österreichisch-ungarischen Flugzeuge sich noch über italienischem Gebiet befinden.
deutsches Flugzeug bei Eiory en Argonne ab geschossen wurde. Die beiden Flieger wurden gefangen genommen. Ern zweites stürzte plötzlich rn fernen eigenen Linien ab. Eines unserer Bombaroementsgeschwader, be- <rus 17 Flugzeugen, warf 66 großkalibrige Bomben aui das Flugfe.s von Habs hei mund aus den Güterba.nhos von Mül- . a.. icn ab. Eine andere Gruppe von Lpparaten war» zahl reiche Geschosse aus die feindliche Munitionsfabrik von Pagny für Moselle ab. Alle unsere Flugzeuge sind von allen diesen Operationen auf ihren Ausgangson zurnckgrkehrt. Ein von Sl. Mene hould rrach Süden fliegender Zeppelin wurde durch eine Ab teilung von Automobitkanonen von Rövigny a b g e s ch o s s e n. Von einem Zündgeschoß getroffen, stürzte es in Frommen in der Umgebung von Brabant le Roi ab.
Der deutsche Erfolg im
Berlin, 23. Febr. Ueber unseren jüngsten Erfolg im Artois wird in einem Telearcrnrnr d-es Sonderberichterstat ters des „Lokalanzcigers", Karl Rosner, aus dem Großen .vauvt-nartier vom 22. Februar gemeldet: Das in unsere Hand gefallene Grabenstück hat durch seine erhöhte Lage einen ganz besonderen Verteidigungswert für uns. Sein Ueberaaug in unsere .Hand vermindert für den Gegner die Zahl der Möglichkeiten, Einblick in unsere Stellungen Kn nehmen. Mehr und mehr gelingt es unserer! unermüdlichen Kämpfen im Artois, die Beule, die uns die. große Herbst- offensive der Franzosen und Engländer in den Septernber rrnd -Oktobertagen des vergarvaxnen Jahres hier schlug, %u glätten, den Wall ihrer Äellungon wieder crn jene Linie vvpzutreiben, an der sich schon donrals die weitfliegenden Turchbrnchspläne der Miierten brachen.
Ein Zeppelin abeeschoffen.
Paris, 22. Febr. (WTB. Mchtarntlich.) Tie Agence Haras nreldet aus Bar-le-Duc: Der gestern abend gegen
8 r U ^A cru S. te * 0 e ftf>ofKite Zeppelin schwebte mit abgelojchten Lichtern in einer Höhe ton 1800 bis 2000 Meten: uni) kämpfte gegen den Wind. Sobald er sich in Schuß weite befand, begann die Besckstcßuug. Eine Brandgranate dirrchbohrte das Luftschiff und blieb an der Seite stecke::
Das Feuer verbreitete sich entlang dem ganzen Luftschiff,. . , ..... .... _
dessen Umrrsse sich hell ahzeichneten. Das Luftschiff brannte Wechselkurs hingewieseu. Mac Kenna forderte das Haus aus, ohrre hörbare Explosion und sank sodann langsam, begleitet den amerikanischen Kurs des englischen Geldes mit dem rmr den Stücken der brennenden Hülle, die nacheinander sich der anderen kriegführenden Nationen zu vergleichen. Augen äbtrennten. Als der Zeppelin den Boden erreichte, explodierten die um ihm mitgeführten Bomben. Tie herbeieilende Menge fand rrur noch formlose Stücke.
Der sranzöfische Bericht.
n . 22. Febr. (Zeus. Frkft.) Amtliche Mitteilung vom
21. Februar.
6 Uhr nachmittags. Schwache Tätigkeit der beiden Artillerien! auf der gesamten Front außer nördlich von Verdun, wo die! fernona-e Artillerie eine gewisse Regsanrkeit an den Tag legte Ariors nordwestlich von Punkt 140 versuchte der Feind erfolglos zwei örtliche Angriffe mit Handgranaten. Ein Ge-
Der türkische Bericht über die Preisgabe von Erzerum.
Konstantinopel, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtliche türkische Mitteilung: Unsere Armee hat sich aus militärischen Rücksichten ohne Verlust in die westlich von Erzcrum gelegenen Stellungen zurückgezogen, nachdem sie die 15 Kilometer östlich der Stadt befindlichen Stellungen sowie 5 0 alte Kanonen, die nicht weggeschafft werden konnten, an Ort und Stelle zerstörte. Di-r von den .Russen verbreiteten phantastischen Nachr chten, nach denen sie in Erzcrum 1000Kanonenerbeutet und 8 0 0 0 0 G e - fangene gemacht hätten, widersprechen der Wahrheit. In Wirklichkeit hat. abgesehen von den in den ev wähnten Stellungen vorgekommenen Kämpfen, kein Kan:pf in der Umgebung von Erzerum statt gefunden. Im Grunde genommen war Erzerum keine Festung, sondern eine offene Stadt-, die in der Umgebung bcffndlichen Forts hatten keinen militärischen Wert. Aus diesem Grunde wurde auch nicht in Erwägung gezogen, die Stadt zu hatten.
Türkische Flieger über Kut el Amara.
London, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.^ Amtlicher Bericht Am 17. und 19. Februar wurde das britische Lager bei K u t e l A m a r a von Flugzeugen mit Bomben beworfen, ohne schaden anzurichten. Tie Entsendung der Verstärkungen zu General Aylmers Entsatzkorps macht bestiedigende Fortschritte.
Ter Oberbefehlshaber im Mittelmeer berichtet: Bei einem am 20. Februar ausgeführten Erkundungsstuge nach einem vor geschobenen Posten des Feindes östlich des Suezkanals ging einer unserer Flieyer auf 600 Fuß hinab und zerstörte durch einen Wurf mit einer hundertpsündigen Bombe die feindliche Kraftstation bei El Hassama.
Feindliche Angriffe im Golf von Smyrna.
Amsterdam, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Einem hiesigen Blatte zufolge meldet die „Times" aus Mytilene. daß V u r l a im Golfe von Smyrna int Wilajct Aibin intb die türkischen. Batterien an diesem Golf wieder heftig von den Kriegsschiffen der Verbündeten beschossen worden sind.
* * *
Die Regelung des EierhaudclS in Oesterreich.
Wien, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Ministerialverordnung be treffend Regelung des Eierhandels. Danach ist zur Versendung von Eiern aus dem Berwaltungsgebiet einer polittschen Landesbehörde deren Genehmigung erforderlich. Den Frachtdokumenten für jede Sendung ist eine amtliche Dransportbescheinigung beizugeben, die an der Bestimmungsstation einzuziehen ist.
Die englischen Finanzen.
London, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Der Schatzkanzler Mac Kenna erklärte im Unterhause: Als er im September gesagt habe, daß die Ausgaben wahrscheinlich fünf Millionen Pfund Sterling pro Tag betragen wurden, ehe das Finanzjahr zu Ende gehe, habe er damit sämtliche Ausgaben, auch die für den bürgerlichen Staatshaushalt und für die Schuldentilgung gemeint. Man sei dieser Ziffer nun sehr nahe und werde sie am Errde des Finanzjahres erreichen. Der Regierung sei vorgeworfen worden, daß sie nicht ausreichende Maßregeln getroffen habe, um den Kredit zu behaupten und habe dabei auf den amerikanischen
blicklich betrage der englische Kurs 4 Dollars 76V* Cents für ein Pfund Sterling, das seien 10 Cents unter dem normalen Kurs von 4,86. Die Regierung wünsche nicht, daß der Kurs den normalen Stand erreiche oder darüber hinaussteige, aus dem einfachen Grunde, iveil England dadurch, daß es den Kurs unter Pari halte, die Einfuhr behindere und das Ab strömen von Gold nach Amerika vermindere. Wenn man den englischen Kurs m:t dem von Deutsch land und Oesterreich-Ungarn vergleiche, sehe man, daß der englische Kredit sich bHaupte. Es sei beinahe ein schwadcr von, fünf ftanzösi^ Rug^ge^n^dütte ^fei^I^^ W ^chnach 18 Monaten Krieg fast das lEes Munitionsdepot in Chautoau-Marttneourt und Assendingen, offene Goldland der ^tt sei. (Beifall.) Das eng-
füdwestltch und südöstlich von Dieuze. Tie deutschen Flugzeuge lT W e Papiergeld könne jetzt noch an der Bank von England schleuderten diese Nacht auf Lunöville, Domlxrsle und Nancy einige gegen Gold eingewechselt werden. Es klinge unglaublich, Geschosse, die nur geringen Schaden anrichteten. baß der englische Kredit die schwere Probe, die er aus
,!!l! r <nrr en ^* in™ d/r Feind nördlich der halten mußte, überstanden habe. Wie schwer die Probe
Straße von Lille eme M me auffliegen. Ein sofortiger Gegenangriff—^ - - -• ~ -* - - ^
Artrieb ihn aus dem Trichter, dessen einen Rand mir besetzt halten Gegen Ende des Nachmittags führten die Deutschen ein heftiges Bombardement auf unsere Gräben nordwestlich von Givenchy aus, auf das unsere Batterien energisch erwiderten. Südlich der!
Somme versuchte der Feind im Absclmitt von Lilwns, nachdem er em heftiges Bombardement aus unsere Linien gerichtet und giftige Ga,e voransgeschickt hatte, ans einer Front von sieben Kilometern von verschiedenen Punkten aus, aus seinen Gräben 1>eraus- zugehen. Ca: wurde überall durch unser Sperrfeuer und unser Jnfanterrcseuec zurückgeworfen. In der Champagne führten wir wtrkiMne Schipse aus die deutschen Organisationen westlich bn Sttaße st. Hilmre—st. Souplet aus. In den A r q o n n e n Zerstörungsfeuer auf feindlich Werke in der Nähe der Straße — St fbuSat Wir zerstörten mehrere Beobachtungsposten in der Nahe des Waldes von Eheppy. In der ganzen Gegen von Berdun zeigten stch d:e beiderseitigen Artillerien sehr tätig.
Siüwjtlich von St. M i h i e l bombardierten ivir die deutschen Stel lungen mr Walde von Mlly. Die Deutschen warfen eine Anzahl Granaten auf St. D,6. Ein Bewohner wurde getötet, sieben ve: wundel.
k ä UnteWb sÄÄi* wn Altkirchl 1 lWTB, M-hü-mtlich.) Meldung des
griff ein Flieger einen Fokker au^ nächster Nabe nn uns i -1 Neuterschen Bureaur-. -^b er hau». Lord Sydenham hrachte Schüsse auf ihn ab Der windliäre Avvarat kivv^ nüi Antrag cm, m welchem erklärt wird, daß auch in Ueber
ffirum 5 flHnX S «Trammfi mit dem Völkerrecht und den berechtigten An-
„Albalros" durch unsere Artillerie heruntergeschossen ^^Fn der ^wl^a^iackt^^^^nnt^ — ^n all netten
Gegend von Bures, iwrdlich des Waldes von Parroy stürzte ein verhindern, daß Vor-
deutsches Flugzeug, das von zrveien der unsrigen ang^Trissen I s;! Lan de rn ^^uqeit, Der Anwurde, in unsere Linien ab. Führer und Beobachter warm tot ^ ie ge
Eilt Geschwader von siebett stanzösischen Flugzeugen lieferte vi?r ^rratt, welche die Deutschen benottgten, tag^
stindlicheit Flugzeugeii in der Gegend von Vtgneulles-Hattoncl>atel svdauu ^ ^- ec ^ , r l i$ er S I ? It - e
cmcti Kampf. Zwei der feindlichen Flugzeuge wurden zur ‘''ötthmin -1 C Behauptungen bezüglich einer das gewöhnliche Viaß
Äe beiden anderen stüätettn ^ttd!ich.^^s.^'kl über—eitettden Emmhr durch Neutrale, wobei er die Fleisch
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hätten, außergewöhnlick»e Gewinne zu machen. Tie Neutralen hätten nur das Recht, zu fordern, daß die für ihre Dedürmisf-tz gewöhnlich eriorderltäien Vorräte durchgelafsen würden, und daß dies mir möglichst geringer Behinderung geschehe. Es sei angedeutet worden, daß eine Einmischung in die gewinnbringenden Ge» kfräfte der Neutralen die Bstehungen Englands zu ihnen gefährden würde. Wenn jedoch die Miierten hintubtlich einer endgültigen Regelung^ der Frage eine feste Haltung annehmen, so würden die Sck'vreri-:ketten dos englischett Auswärtigen Amtes in seinen Verl-.rndlungen mit den Neutralen bald überwunden sein. Es liege in der Mackst Englands, das Ende des Krieges durch die Anwendung seiner Flotte zu beschleunigen.
Dte englische Verteidigung gegen Luftangriffe.
London, 22. Febr. (Zens. Frist.) Der Abgeordnete von Canterbury, Kapitän Bennett Goldnep, sprach im Unterhause schwere Anschuldigungen anläßlich des Luftangriffes auf Dover aus. Wie kam es. so fragte er. ßaß bei dem Kampfe, der solg^. ein Flieger mit einem Winchester-Gewehr und 5 Patronen au!stieg, und daß dies die einzige Waffe war. die er sindertz konnte. Unsere Flugzeuge, die ausgeitiegen ivaren, als das seüid- tiche Flugzeug bereits in Sicht war. hielten sich gegenseitig für Feinde, und es fand ein Kampf zwischen zwei unserer Flugzeuge statt. Und hiermit noch nicht genug. Unsere skanoniere aus der Erde beschossen noch die beiden. Bei t*m vergeblichen Versuche, sie herunter zu schießen, glückte es den Kanonieren, den Turm der Kirche von Walmer zu bffchädigen und einige Leute in der Kaserne $n verwunden. Derartige Beüpiele seien abölut nicht geeignet, das Vettrauen in die Verwaltung des Luft- dienftes zu stärken, ebensowenig seien sie geeignet, die Erklärungen vom Reaiernngstische her vertrauensvoll entaegenzimehmen. Man sage, daß man eine Verbesserung eintreten laisen werde. Er wvUe das wohl annehmen, denn schlechter könne es wohl nicht werden
Eine englische Schwindclmcldung aus Teutsch-Ostafrika.
London, 21. F«bt:. (WTB. Nichtcnntlich.) Amtlich wird gemeldet: Ueber die Operationen in Deutsch-O stasrika meldet General Smuts: Am 18. Februar griff eine feind* lick)e Streitmacht, bestehend ccus vier Europäern und 200 eingeborenen Soldoten den Posten von Cochumba an, an der Grenze von Uganda. Unser Detachement bestand aus zwei Europäern und 35 eingeborenen Soldaten. Der F^ind wurde gezwungen, sich mit einem Verlust von vier Europäern, 53 Eingeborenen, acht Maschinengewehren, 45 Gewehretr sowie einer Menge Murrltion Kurückzuziehen. Wir hatten keine Verluste.
(Ebenso wie vor kurzem der noch gar nicht nach Ost- afrika gelangte General Smith Dorrien von dort Telegramme über angebliche Trfvlgx losließ, so scheint Herr Smuts, der vielleicht auch nock, gar nicht den Boden Ost' afrivas betreten hat, das Bedc'rrfnis zu empfinden, von sich hören zu lassen. Er begeht aber leider den Fehler, etwas grob aufzusck)neiden. Daß eine Abteilung von vier Europäern und 200 eingeborenen Soldaten. — also eine Kompagnie — acht Maschinengewehre mit sich führe und diese gegenüber zwei Europäern und 35 Mann sämtlich neben den übrigen Verlusten verloren haben soll, mögen Herrn Smuts farbige Landsleute in Kalahari glauben, von uns kann er es nack- allem, was bisher in Ostafriva vorgefallen ist, nicht verlangen. Mit dem erwähnten Posten Cachumba ist wohl der auf der Karte als Fort Kasumbia bezeichnete, einige Kilometer nördlich des östlichen Schnittpunktes der deutsch, englischen Grenze, am Kagera-Fluß gelegene englische Gren^ posten gemeint.)
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General Sarrail bei König Konstantin.
Athen, 22. Februar. (WTB. Nichtamtlich.) General ist hier angekommen, er wurde vom König in Audienz empfangen.
Der Zar in der Duma.
Petersburg, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telcgraphenagentur. Um 2 Utrr nachmittags er-. dnen der Zar tn Begleitung des Großfürsten Michael Alexandro- wttlch und der Hostnim)ter in der Duma. Am Eingänge wurde er vom Präsidenten der Duma, dem Bureau und allen Abgeart^ treten empfangen, die ihn mit begeisterten Hurrarufen begrüßten Nach dem Gottesdrenite richtete der Zar huldvolle Worte an die Dmna, auf welche der Präsident mit einer vaterländischen An- pro che erwiderte. Darauf wurde die Nationalhymne gesungen Der Zar. unterhielt sich mit den Botschaftern und den Gesandten der Alliierten und begab sich nach dem Sitzungssaale, wo die Hurra-« nue und die Nationalhymne von neuem erklangen. Der Kaiser trug dann ,einen Namen, in das Goldene Buch der Ehrengäste ein und verließ das Haus unter begeisterten Zurufen
Sarrail
der Duma
Der Zeekrieg.
London, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschcn Bureaus. Der britische Dampfer single" wurde versenkt. Wahrscheinlich ist nur ein Mann gerettet worden.
auch gewesen sei, England habe seinen Kredit behauptet. Er zweifle nicht daran, daß er auch noch nach einem Jahre werde mitteilen können, daß der englische Kredit unerschütterlich sei.
(Anmerkung des WTB.: Wir zweifeln an der Korrektheit der Rcntermeldung. Die Gefahr des Goldabflusses nach einem fremden Lande ist bekanntlich nur dcrnn vorhanden, wenn das eigene Geld gegenüber dem fremden unter pari steht. Mac Kenna kann also kaum gesagt haben, England -alte den Kurs seines Geldes gegenüber dem Dollar absichtlich unter pari, um das Ab strömen von Gold nach Amerika
zu verhindern. Mac Kenna kann ferner kaum gesagt hoben daß England fast das einzige offene Goldland der Welt sei. Wäre England noch ein offenes Goldland, so
der 1 'fa'" " ' 1 —
Welt
ein offenes Goldtand, so tvürde automatische Goldabsluß die Entwertung des englischen Pfundes gegenüber dem amerikanischen Dollar und dem holländischen Gulden verhindert haben.)
Die englische Blockade.
Aus dem Reiche.
Der Butterhandel.
Nach einer Anordnung des Reichskanzlers dsrf vom 6 März ab die Zen tra lei u ka u fs gef el l scha ft an Gemeinden und Kommunaloerbände Butter grundsätzlich nur noch abgeben, wenn diese durch Einführung von Butterkarten oder durch eine sonstige wirksame Regelung des Verkel^s mit Butter die Gewähr leisten, daß der durchschnittliche Verbrauch von Butter in ihrem Bezirke wöck-enttich 1£5 Gramm auf den Kopf der Bevölkerung nicht überschreitet. Die Ausgestaltung der Butterkarten bleibt dem steien Ermessen der Gtememden überlasten. Es werden jedoch veffchiedene Gesichtspunkte Ivr Beactchmg empfohlen.
Die wirtschaftliche Zukunft Bayerns.
München, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Der Finanzausschuß der Kammer der Reichs rate genehmigte, wie die .Münchener Nratesttn Nack-richten" melder:, die Position „Dolchen fee prvj e ft.' 4 Minister von Soden drückte dabei die Anschauung aus, tw&4xr Ausbau des Walchenseeworkes durch den Sraat einerseits und' dir Schaffung eines Elektrizitätsnetzes für das. rechtsrheinische Lochern in der Form des Bayermverkes andererseits in gutem Fprtgange begriffen seien und zu erwarten sei, daß nach dem Friechmsschtuß in absehbarer Zeit die Wasserkräfte von ganz Bayern für elektrische Kraft verwettet werden. — Beim Kapitel Mainkanalisiernng sprach der Minister die Ansicht aus, daß der Gedecake des Ausbaues einer Wasserstraße durch Mitteleuropa durch inr jüngsten polittschen Verhältnisse die größte Bedeutung gewonnen Habe. Bei der Frage von deren Ausführung komme noch> hinzu, hew Verkehr von England unabhängiger zn machen und nach Osten afenlenEcn. Besonders für Bayern sehe er es als sehr wichtig an, daß- der neue Verkehrsweg mitten durch das Bayernland gehe und seinen Scheitelpunkt in Bayern habe. Auch der größte Jndustrieort Nürnber'g liege daran. Nach dem Projekt der Groß-Schiffahrtsverbindung Donau—Main—Rhein werde die Frage des Anschlusses an die Elbe' oder Weser von Bamberg aus kommen, sodann die Schiffbarmachung der Donau bis Ulm und von da eine Verbindung mit dem Bodenfe?. Letztere im Zusammenhang mit der Kanalisierung des R.'Heins bis zum Bodensee. Die Hauptsache sei der erfreuliche Umstand, daß Bayern bei diesen Projekten nicht nur überall in FrQge komme, sondern auch das Land sei, in welchem und durch welches gebaut werden müsse. Die Frage, ob mit oder ohne ReichsuNtt'wstLtzuns, erscheine ver-


