Ausgabe 
18.2.1916 Erstes Blatt
Seite
62
 
Einzelbild herunterladen

3tc Zustände auf Korfu und in Griechenland.

^Wie-n IT^ Fe^. (WTB. Nichtamtlich.) DieSüd- Korrespondenz- meldet <ms Athen: Nach ^

S Sfl Augenzeugen aus Korfu Herr­

chen unter den rn Korfu gelandeten Serben geradezu , re Zustande. Die serbischen Soldaten, deren ?0 000 beträgt, werden von den Franzosen behandelt unä müssen im Freien auf nackter Erde schlafen, so daß innerhalb 14 Tagen etwa 1400 starben Den griechischen Blattern zufolge steigerte die En- L^nte ihren D ruck au f Gri e chen lan d in den letzten ifgSL -r m ^- f 0 durchsuchten englisch-französische f^Ä^^uabteilungeii alle Ortschaften um Salorritt nach ver- W«en Wrffen. Ermge Griechen, bei denen alte, unbrauch- bare Waffen gefunden wurden, wurden verhaftet. Airs der von den Ententetruppen besetzten Insel Milos herrscht unter der griechischen Bevölkerung s ch w e r st e Hungers- n ?j£/ da Milos von jeder Zufuhr abgeschnitten ist. Epide- mr,che Krankheiten raffen die Bevölkerung dahin. Die Sttm- nrmig wurde schließlich derart, daß ein Aufstand! auszu­brechen drohte. Erft auf eine sehr bestimmte Forderung der grrechijchen Regierung wurde die Einfuhr kleiner Men­gen Zucker gestattet.

daris, 16. Febr. (Zens. Frkft.) Die englisch-fran- hoNsche Polizei in Saloniki hat nach demJournal" sich letzt sogar erkühnt, den Bürgermeister von Sälo- nrki ^smatl Bey zu verhaften. Das erste Verhör hat ° lc W/n ihn erhobenen Anklagen nicht bestätigt. Der französische Generalstab bat nach dein gleichen Blatt der

^ostautomobile zur Verfügung qe- stettt, um die Verproviantierung der itt der Gegend von Serres befindlichen Truppen zu sichern. ^

Der griechische MirnfterpräsidenL über die Anwesenheit der Italiener aus Korfu.

or Athen, 17- Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Eniva^ Jn der Kammer erteilre Ministerpräsident s dem Deputtettm von Korfu, SoMi, welcher gegen ^ XllL ^ 1 a"l Korfn Einspruch u*

Antwort: Es ist niclft wahr, daß die hellenische Rc- Wir^b^ der. Italiener aus Korfu zUgestimmt lMt.

^ belwe" knc amtliche Erklärung, daß

Staaten respektiert wird. Denn sobald der l ine Anwesenheit der alliierten Truppen aus Korfu

hchgton nicht von vornherein gegen die Pläne der Mittel- vbc £ ^testieren, sondern erst die Ereignisse äbwarten

All§ Lem Reiche-

Die Reichsbank.

(WTB.) In den Erläuterungen zum Reichsbankausweis l)eißt es: Der Goldbestand Millionen auf 2455,8 Millionen Mark er-

Ln* vi T '\ bie ^ d ]^ nta geringfügig int Vergleich mit rochen. Er ist indes in Wahrheit wesetttlich größer gewesen. Es mußte aber im Laufe der Bdrichtswoche eine beträchtliche öumme Gold ins Ausland ab geführt werden. Der Verringerung der von den Darlehnskafsen ausgeliehe- nen Gelder um 136 7 auf 1480,5 Millionen Mark, mit der auch die Abnahme des Bestandes der Reichsbank an Dar lehn^kasscnschernen um 133,1 auf 508,6 Millionen Mark zu- sammenhangt, steht eine Erhöhung der Kapitalsanlage um 13J,^ aus 5 44o,o Millionen Mark gegenüber. Außerdem haben dte fr^mdeii Gelder eine große Zunahme, um 116,7 Millionen Mark, zu verzeichnen. Die Ermäßigung des Notenumlaufes ist zum großen Teil dem Rückfluß an kleinen Noten zu verdanken. Die Golddeckung der Noten hat sich von 38 1 ans 38,5 Pvozent erhöht, die Deckung der sämt­lich täglich fälligen Verbindlichkeiten durch Gold ist infolge vev startest Zuwachses der fremden Gelder von 30,4 auf 30,3 Pvozent zurückgegangeu.

*

Berlin, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der in dem preußischen E is e n b a h n - Anl e i he-Ge s e tz anqefor- derte Betrag von 313 254000 Mark setzt sich unter anderem zusammen aus 11382 000 Mark zur .Herstellung von zweiten uild wetteren Geleisen und 20672000 Mark für Bauausfüh­rungen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Bahnnetzes. Zur Beschaffung von Fahrzeugen für die bestehenden Staats- bahnen Nierdeu 207 700000 Mark gefordert.

Ans Stakt und £and.

Gießen, 18. Februar 1916. Sturmtage.

nrwi^£i£r l,t ' c L? ie Vnftt Griechenland!^. Zwei Krähen kämpfen draußen gegen den Sturm an

Nettes 3t »uv Sokkl s betreffs Korfus ge- Ganze Schlachtordnungen von dicken, weißen Schneeflocken

s» ÄS: SSÄH 1 r\ n b0n s-in-m wustL Geheul zu w'ahnLigkr Ruch? ge-

welche Italien nach Korfu senden wird wird 50 CaraüM^be- !^bben wagcrecht, pfeilschnell über die Erde, über die Dächer, tragen, welche der Mitwirkung an den Unternehmen der Entente Iden Hausern. Die zwei schwarzen Vögel werfen sich m Gemäßheit des Sinnes der Note der vier Alliierten vom l | nen gaumen sich hoch, fallen, Weichen nach links

10 . ^cmuar dwnen. Ae hellenische Regierung jedoch erhob da-I uamrechts, klatschen wie toll mit den zerzausten Schwim

wurde die Regierung verständigt, daß und kommen nicht von der stelle; sie schlagen einen

mrt eurem Offizier und dem ehem ali-großen Bogen, den ungestümen Gegner zu umgehn, ihn zu ckalrenk,chen Gesandtschaft in Athen in tauschen: aber er ist hier wie da, und als ihm des Spiels vb die Zahl der Cara- genug erscheint, packt er die schwarzen Flieger Usch wttft sie

.fii S» zusammen' mit einem Heer uugst- 20 beschränkt bleiän wlr»^'ab^ ich" länu i^s si/verschli?ck?^"°bflocken irgendwo htu IN das Gennrbel, das NZ'ÄI behaupten. Ich wiederhole, daß die Versicherungen welche " vottchluckt. .

die alln Qften Mächte gegeben habest, sehr klar und sehr kategorisch w ? er ^turm will rns Haus. Mit ungeheuren Schwingen 2?- bekraitigen, daß, sobald der Grund, welcher die An- ^n? 9 ^ 3 9C9Cn £ 1C Mauern, stemmt sich mit der Schulter auf Korfu Efertigt, geschwunden sein keuchend 9 <5 9 ^ Fenster, johlt wie ein Besessener im wird, dieie msgejamt gletchNeUrg dre Insel verlassm werden. Kurnrn, dckß dem Ofen der Atem ausgeht vor Eifer, es ihm

Saloniki, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung Öau3 ist wohl verwahrt; nur oben auf

der Agence Havas. Die Franzosen buben sämtliche 08 ' La - t ^J exTl . e schwache Stelle, ba hat sich vor

K ii ; e ;¥ e,t ^ÄSpasssAÄÄS

v^len Millionen rArüsentierm, welches Betragen liegen^ ^ * unkenntliche Masse an einer .Hauswand

mänien hat cheseDBorge's^Eirglakld?n/ch lex utkrteri Bestrebunm-n^ ^ommts der Wind gar mit allerlei sozialen Quelle große Berstinrm^ herv^se^ ^ ^

~ ,... . . * spult das kleinste Stäubchen in die Kanäle und bläst nachdem

Dre Erhöhung der französischen Staatsausgaben. ^ bie , Wolken für eine halbe Stunde zum Teufel gejagt mit

Meldung der A?^ 6 em Atem alles trocken und blitzblank, daß jedem ^^hung der f ran zösi scheu Staats- tt'kraßenkehrer das Herz tm Leibe lachen muß. Oder er spielt mir^hrma chlf Kosten des Lttiegs- wohlmeinenden Warner, wie er beispielsweise vorgestern

Erhöhung gegen- Yen anmutigen Zaun längs dem Grundstück der Kracheburg till^iew^-^ 'w 1 W 1 ' Millionen für das Ar- rn ein höchst kurzweiliges Wellenspiel versetzte so daß ein

mi^e^st 83 S&Sft ÄtS I? b Ä f ^ konnte, daß es nicht ohne Gefahr ist, in

13 Millionen für Militäreisenbalmen, fast 67 Milftonm } U sandeln: und der Erfolg blieb nicht aus:

für Truppenverfchiebungeti und Transporte und'llV^MM^ fe er ^ ien dre wankelmütige Bretterwand mit ver

r.. 1T - r- und Transporte undlU/. Millionen dre wankelmütige Bretterwand mit ver

für Unterbringung der Kolonialttuppen in Lagern. Die Teue- E.avrkem Rückgrat, und lo hat der ^tnrm das indirekte Ver- rsmittel machte eink» . dienst, daß sie als liebgewordene Zierde der Neuen Baue

noch lange erhalten bleibt.

mittel eine 7 »«

Miöiürr fur annähernd 21 Millionen

^35 Millionen für die Unterhaltung des Heeres Die Löhnung beanspruchte eine Mehrfordmrng von 7 Millionen^^ - 1 ns-

[a \W u. Ä f r ( ^' ,f 2 ? STlm8Cn W,m 1 -lull»'! I!>14 bis nriilirttt der vor Ausbruch des Krieges be-

46-/^Millchrdm^°^ ^ ^ ^ säns Monate 1914 aus

Die englische Blockadevcrschärfung.

Vchr, Wie ein Londoner Gewährsmaim der Vo,i Ztg. bchnchtet, fei es über die Frage der Blockadevei-übch---

Kabinett zn ch e?n ften M e

erfift + ^rf ^komrnen, daß Greys Stellung

Hilfe' fnmrmtn h ^ Neuttalen dadurch zu

der^ S 8? ^rch ernstlich gegen den englischen Plan

K?eise^ÄS f 3t n Fast alle politischen

Mfttel ^Abttir una Mockadeverschärfuirg als einziges

£r; l L ^ur ^vrurzung des Knegcs und verlangten Absckiliestuntr

Yl -P äfen durch di- cnglifßK Flotte ffi

^ krrtinert. weil er sich diesen Ford^ingen wideAbe

Dre Verhandlungen mit Amerika.

d sh t n g t o n , 17. 7 (ebr. lV)TB Nilb.tamitii'b ^ düng des Reuterschen Bureaus' Graf Bern stör ff bat

bif kchte Konzept der definitiven Nott -veutlaflands über dieLufitaniM^-Fraae übergeben Dnfir, sind Abänderungen des Textes enthalten, die von der ame­rikanischen Regierung vorgeschlagen wurden, und eine Ab- anderung der deutschen Regierung.

Amsterdam. 18. Febr. filLTB. Nichtamtlich s Gin h-eges Blatt gibt folgende Meldung des sLshingtEr Korrespondenten der ..Times" wieder: Wie zu erwarten

^nds N ** ^ c 9 kr"3 d°r Vereinigten Staaten. Vlands Plan, bewaffnete « a n d c ls s chj f sx

war

Deutsck . ._ ^ ^ t

ohne War n un g>u versenken, gutzüheißem Nach der gestrigen Beratung des Kabinetts wurde inoffiziell sot- £!> b «, r ®2l d} 13 veröffentlicht: Obwohl die Negierung bei de^ An-rcht bterbt, daß Handelsschiffe nicht bewaffnet wer- oen mllen, wie tn einer mroffiziellen Aufzeichnung an die yin erten gesagt wird, sieht die Regierung ein, daß es

Gesetz ohne Zustimmung

M.tin rrrnnri-oi Sz-tf.

allrr

rt Uhren

on

tnternati vital .. ^

kn ftländP:n. Man erwartet, daß Was-

Draußen vor den Toren ist die Harmlosigkeit dem Sturm zu lästig geworden. Da hat er sich mit lanaen Sprüngen in den Wald geworfen und stellenweise bitter­böse üinge gettieben. Dem Schkiffenberger Wald ist er an dem alten Windbruch links der Landstraße in die Seite ge­fahren. Zu vielen Dutzenden hat er dort die braveii Tannen die ihnr den Weg in den Wald sperren wollten, zur Strecke gebracht; wie eine breite Mlahd liegen die schlanken Stämme als ob in einem riesigen Feld die Sense zu den ersten Schwüngen ausgeholt hätte. Und es braust mit ttesem Orael- ton in den Kronen der Kiefern und den Fichtenwilpselu Dürrholz prasselt zu Boden, ächzend biegen sich die ge­plagten Stämme unter der unsichtbaren Faust. Manchmal überhallt ein Krachen das machtvolle, an die Branduna gemahnende Rauschen; dann hat der Sturm eine Tanne deren Wurzel treu ihre Pflicht tat, kurzerhand wie ein Streichholz mitten durchgebrock)en und die eine Hälfte in die erschreckten Nachbarinnen geworfen. Und wieder fährt die Windsbraitt, dicht eingehüllt in dicke Schneeschleier, ein­her und verhängt auf Minuten das Bild der Zerstörungs­wut, in der sie sich eben iioch gefiel. ...

Schnee und Regen waren fast drei Tage und drei Nächte mit kurzen Pausen des Sturmes treue Begleiter. Kvaun hatte der Wind den Himmel blank gefegt, dann führte er wieder neue Wolkeuberge über den Horizont. An der Lahn sieht mans, welche Wassermengen der Westwind durch die Luft hercrngeführt hat. Lehmgelb^ quirlt die schmutzige Flut "um die Brückenpfeiler d<rs Wehr ist fast unter dem eiliqei, Strom verschwnnden wre hilfesuchend strecken, mitten im weiten Was-er stehend, Poppeln und Weiden die Aeste Die Wieseck hats ebenfalls wieder eilig gehabt, allen Wiesen ^ Sehi' was ich kann, wenn ich

ist nc zn beiden Seiten ins Feld gclanfen und steht nun zwischen Philosophenivald. Molktestraße und Ost-Aulage brettspurtg und abenteuerlich wie ein reckfter See, rn dem sich kopfschüttelnd das brave Amtsgericht oder das zwi,chen Mgendem Gewölk von einem Son'ncnblitz qc° ^ b^chmm. Mvhr als innen Weg hat Ls Wasser hvhnlachelnd verlegt: der Wiesenweg zum Schi ff en-

berg war gestern uberspült; der Pfad längs dem Bahn­körper von Ludwigstraße zum Schiffenberger Weg diente ern paar Rangen zunr Erproben votr neuen Schiffstypen- 6 ^uicht zu reden von dem schönen Wieseitweq zum Philo- fophenwald, der rettungslos schon ein paar Schritte nach scmem Anfang im Wasser verfunüm war. r . /Aber die Weiden an der Lahn nutzen das Wasser. Sie ^eschauen sich von vben bis unten, wie ihnen das zarte Kleid stehen mag, in dem sie, umbraust vom Bor- sruhlingvjturm, unbekümmert den Lettz erwarten ivollen. und wenn der Wind eine kleine Pause macht, beginnen in oen Pappeln nebenan ein paar Stare zu schwatzen und zu pfeifen. Und das klingt gerade, als ob der Sturm Zeit ge­funden habe, ihnen blaue, gaukelnde Märchen vom Früh- hn 9 '^ u r b ^ e stb schnell weiterplaudern müssen, che

der unbeständige Erzähler sie wieder mit seiner rauhen Stimme uberthnt.

*

** Amtliche Personalnachrichten. Der Grosi-- J at f ö ! n . 0- Februar 1916 der .Kammersängerin Frau § 5 rm'ne Bosetri den Tamelwrdm 2 . Klasse des Sternes von S / ~ Das Ehrenzeichen für Mitglieder sreimilliger

Feuerwehren wurde vom Grvßherzvg verliehen: Heinrich Schnei- Sauer Joseph Kreckel, sämtlich zu Mainz,

bach Ro,enbaum, sämtlich zu Mainz-Mom.

bach, und Joyann Lang zu Amöneburg.

Tr*. * ü - b / * ^ker. Aus dem Stadttheaterbureau schreibt

brnar GaUpiele stehen noch im Laufe des Fe-

s« i S- 2o - F^ruar hält Professor Marcel Sal- ? on eiI H c treuen Gemeinde sreudigst begrüßten Vmttagsabend nnd am, Sonntag, den 27. Februar/nachmittags J 0 * S\ n Gesamtgastspiel des Schauspielpersonals Sr h/ l n HofthEer statt. Gegeben wird die zweite Ko- modtc bf^ DattertchversassersD e r tolle Hund" die iünaü

t? t f^ um r / r l- tert Male ausgeführt uwrbcn ist. Dies letztere für Greßm aus tirehr als einem Grunde besonders

bcfMf 7»^ Ur BcÜ>e Veranstaltunsen rverden schon jetzt Vor- vesteUuttgen enl.gegengenommen.

191 im Feld». Als im August

i n ^nig ausorach. trat unser Volk, so führte gestern abenb

i.u Kauhnanmschen- und Ortsgcwerbcverein Liz. Tr. Schwarz- 5 ( \ 1Tt / m sauz neues, nk aeahntes Verhältnis l n ® ott / Veien, wurde jedem zum hat sich das religiöse Leben bei uns daheim, zurücktratt.n ^w^ rlandes und damit die Furcht des Einzelnen Ä I .S- 2 ^ schonen Hohe der ersten Kriegsmonaw

Nutten tonnen. Anders ist es an der Front Dort wo ein trhpn

Mt ^hVbl- .^Een Tod und Leben wan-

^ fL der Gchante an die E^mgkeit nichts von seiner ernsten Ein-

klhltknn Soldat, tn welchem Range er auch

V geworden: auch der, der vor dem Kriege

von Gott und Scelenlebm nichts wft,en wollte. Eine eigene stark- me gekannte Gläubigkeit strömt durch die Herzen unserer ^grauen; und was diese Gläubigkeit noch viel toichtig^. und ergreifender macht: Unter der Faust des Ktteaes baben ^ ärtsifc^en den .Konfessionen in einer Art verwischt daß man versucht ist von einer ganz neuen, deutschen Retigion zu sprechen: so gletchmaNig und friedvoll ist das religiöse 8 iel^in dem sich Protestantismus und Katholizismus ftnden. Als der KÄeg begann, war letzterer zur Erfüllung seiner Pflichten im ^i, CI r ^ rer lvundervollen Organisation^ hat die f irc ^£ A)re Be-kcn hinaussenden können, NM ihres ^ ftttwnt zu walten und namentlich auch nicht den gehler der protestantischen Kirche begangen, wegen Bettretungs- ^^bbim solche, die sich im Felde in die Seeleti Soldaten emgelebt hatten, wieder abzuberufen. Auch die

binaMa^swickt^M^^ ^bse zum erstenmal Feldrabbincr S r w ^obchen dem Soldatentum so lierrscht auch

Geistlichen alter Bekenntnisse eine aus gegenseittaer Hochachtung und der Gemeinmmkeit der hohen Ziele fest aearüi-- Dafür führte der Redner einige hübsch- B^iweele an. Drerzehn lange Mauerte hatten ein katholischer und 5-eldgetstlicher dasselbe Kämmerchen tm ftetmd- schastlichen ^nvcrnehmen geteilt: als einem evangelischen Pfarrer b mbk worden sei, sei ein Anttsg^nofte

II Xa 3 F^ahren und der katholische Kollege labe Patp gestanden; bet deti regelmäßig stattfindenden aroßeii §oulermzen der beiden Hauptseelsorgegebiete im Westen erörterten

bk mi(i ?r H ?^21-^ ö rd} getrennter Gemeittschastlichkeft

ote Milttar-kitchlichen fragen. Was das Aeußere der Seeliorae

a 3t K 1° KP 1 bie Katholiken wegen der Glaubens- Brch^bs^olkerunng weit im Votteil. Ihnen ständen b t ie lülsretche vand des Volkes zur Versü- Fung. Schwerer hatten es dte Protestanten, die für ihre Gottesdienste m<, ten,' ^nur Wirtschafts-, Vereins-, Kino- oder Bahnhöfssäle H äur ^rfugung hätten oder die religiöse Handlung im Frnm vornehmen müßten. Rührend sei es dabei ausnahmÄs zu beobachten, wie imsere Soldaterr mit ganzer Seele btt her" nen, tme sie stundmwett zum Gottesdienste herbttpilgertcn wtt ckm tn Bemühen zu verschönern trachteten dsrch ÄL

schmucken der vrvfanen Orte, die ihm meistens dienen müßten wir sie r^SLler Schwierigkeiten für die unumgänglich nvtwen: vaLme^ S? Begleitung der Gesänge sorgten und ohne Slun- Nahmc, mcht nur an ^agen vor Kampf und Schlacht, das Abend- ^ Sfnb "/W feierten. Eine wunderbare Macht habe das Kirchenlied, namcittlich da-, evangelische, da draußen gewonnen Ern feste Burg ist unser Gott" sei der Ehvral für Rrot/ttwnivn und Katholiken geworden. Wie tief das religiöse Bed-Enns bin cd,te Pietät, im Herzen unserer Soldaten Wurzel geschiage^^bcn davon gtie Befonberö auch die crgräfmhe ?W geuguii btt fe d'' Grabstätten ihrer gefallenen Kameraden umheawn und schniucktNU Kein größerer Schmerz könne unseren Feldgrauen zu- als Ivenn sic aus den Erzählungen aus der Hei­mat .Kommender- Horen muhten, dag nian dort chrer nicht mehr

?]7 9 r lnt '2ebet gedenke. Wir zu s7uü

Ichlvu der Redner, müßten uns rüsten das mcßlich wertvolle Kapital an in Not und T^>d Glaubensstärke, das draußen im Donner der Kanvnm ^chf7 mit reiner Hand und osfmem Herzen zu empfangen- d«m^?uz

' n ü lf,e u t n,tr i sittliche WicdcrgebuF herwrge^n

-*& dxr kiiy. srizzwvten AusMrnngcn des Redners, ^r chchi die Lichtieitcn zeichnete, sondern auch die allerdings svrr- lichen Schatten nicht unerwähnt liest, bedeuteten einen wahrl^rft herz-rsinfchenden Beweis dafür, wie unrecht diejeni^n ha^

^ft uusereii Schützengräben würde £ S Vcrimldernng der Sitten ihren Ausgang nehmen. Was derRedn» m seiner temveramentvollen. von einer Fülle von ^<£ 4*5- d-ri-UNl und Einzelbildern belebten Art vortrug. l°!mte nmEnl che.'kugcn darüber ofstien, Last es da draußen mit Pulver und

tob die ganze Tiefe und EchtIM veiit,chen -vollens und Glaubens dazu gehört, eine» soläzen Kampf wie den unfrigcn durckizn,echten. Fum Schlüsse reiate

^°l°n«e U. W 6 ft® Ä

Wtrkungskretse, der dem Grvßberzogtum Hessen an Ausdechinng kaum nachsteht ^>etne gefühlswarmen, manchmal von köstlichem

,°. »ädriäs* ? 'ä* ns

bic Dienstpflicht de? Fra'm'^ähL im*<nfÄ,tc& t """

f ^ ^ fei. 1 % ^ " n q der Qna r t i e r se r v i s b e -

1916 für die nicht in der Stadt kn aben schule nnteogelwach^n Unteroffiziere und Mannsckxistcn des Landslntm- Jnfante^e-Ersatz-Balaillons II Gießen ftiidet Montag den 21 Febrnar 1916, vormittags von 8-12 Nh'r im Stadthaus, Zimmer Nr. 4, statt. im

** In der Herberge zur Heimat Mn* im D^eniber v. I. im ganzen 579 Gäste ein sqeaen 775 im ahre 1914 und 1493 in 1913). Bon diesen Gästen inrh'men Herberge gegen Arbeitsleistung an 117 (171, Iw), Selbst"