Kr. 26
Erstes Matt
1(66. Jahrgang
Dienstag. \. Februar W6
Der Metzener Än^iger
erscheint täglich, nutzer Ssnntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SichenerFamilienbtatter; zweimal wüchenll.Kreir- dlatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitaa): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernjprech - Anschlüsse: sürdie Schristlei1u»iq113 Verlag,GeschästsstelleSI Adresse st'ir Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen.
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Ein neuer seppelin-Angriss aus Paris. Zasonow wer die Kriegslage.
(WTB.) Großes Hauplauartier, 31.Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Unsere neuen Gräben in Der irgend von Neuville wurden gegen französische Wiedererobenmgsversuche behauptet. Die Zahl der nordwestlich des Gehöftes LaFo! ie gemachten Gefangenen erhöhte sich auf dreihundert- achtzehn Mann, die Beute auf 11 Maschinengewehre.
Gegen die am 28. Januar südlich der Somme von schlesischen Truppen genommenen Stellungen richteten die Franzosen mehrere Feuerüberfälle.
Allgemein litt die Gefechtstätiakeit unter dem nebligen Wetter.
In Erwiderung des Bombenabwurfes französischer Luftfahrzeuge auf Pie offene, außerhalb des Operationsgebietes liegende Stadt F r e i b u r g haben unsere Luftschiffe in den beiden letzten Nächten die Fejttrng Paris mit anscheinend befriedigendem Erfolge angegriffen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Russische Angriffsversuche gegen den Kirchhof von W isman (an der Aa westlich von Riga) scheiterten in unserem Infanterie- und Artilleriefeuer.
Die Lage auf dem
Balkan-Kriegsschauplatz, ist unverändert.
Oberste Heeresleitung.
Zweimal ist ein Zeppelin-Luftschiff über die französische Hauptstadt dahingeflogen, und jedesmal hat der Pariser „Sicherhettsdrenst" bobei nicht haä geringste ausrichtem können. Paris ist eine Festung, und damit sind die Bombenabwürfe genugsam gerechtfertigt, ganz abgesehen davon, daß eine Vergelttlng für die Belästigung der offenen Stadt Frei- bnrg durch französische Flieger am Platze war. Natürlich schäumt die Eitelkeit der Franzosen Wut und Rache. Die Form, in der ihre amtliche Nachrichtenstelle über die Vorfälle, besonders über den letzten Flug Zeppelins, berichtet, ist höchst bezeichnend für die Gemütsverfassung der Pariser. Der Flug sei „einfach lächerlich" gewesen, da er keinen Schaken im Gefolge gehabt habe. Uns verursacht diese giftige Bemerkung nur fröhliche Heiterkeit. Wir sind zufrieden damit, daß unsere Luftschiffe über die feindliche Hauptstadt fliegen können, während das französische Heer machtlos an der ihm von der deutschen Strategie zugewiesenen Grenze liegt. Wenn Z^pelins kühner Flug dem Feinde lächerlich erscheinet^ wüäe, wäre es dann erklärlich, daß die Pariser Presse so stürmisch nach sofortiger „fürchterlicher Rache" schnaubt? So greift der in ehrlichem Zweikampf Niedergerungene nach unerlaubten Mitteln, um seinem Haß u:ü> seiner Wut Luft zu machen. Doch wir kennen ja das Temperament unserer westlichen Nachbarn und wissen, daß das Feuer wieder verrauchen wird. Was könnten sie uns auch antun, da sie bisher schon genug guten Willen aufgebracht haben werden, um uns zu besiegen oder zu schädigen!
Herr Sasono-w, der russische Minister des Auswärtigen, hat eine ttmge, politische Lebensdauer. Seine Politik hat völlig Fiasko gemacht, ferne Kriegtsziele sind ilhlm fort- geschwonnnen, feine Hoffnung auf fremde Hilfe ist ihm entschwunden. Er bleib t aber in der Regierung, weil er nicht der einzige Schuldige ist, sondern die großfürstlichen Hetzer heute ja auch noch das Machtwort sprechen. Und das Volk ist in Rußland viel gleichmütiger und fügsamer als etwa in Frankreich, das ja auch noch nicht in dem Maße geschlagen und zerbrochen ist wie das Zarenreich. An den Ausführungen Sasonows, wie sie laut einer der nachstehen iben Mitteilungen m der russischer: Presse erschienen sind, finden wir nur einiges bemerken slv-ert und interessant. So den auffallenden Hinweis, daß England seine Schuldigkeit getan habe. Man erinnert sich, daß die Petersburger Presse zum Teil bitterböse Angriffe gegen die Londoner i Kriegspolitik erhoben hatte. Sasonow tvürde nun schwerlich ,fren Engländern diese Rechtfertigung zuteil werden lassen, wenn Rußland nicht gezwungen wäre, bettelnd die Hand crnszustrecken. Väterchen braucht Geld, Geld und abermals
Geld7
Was an den Erklärungen des russischen Ministers sonst noch zum Denken anregt, ist die Stelle über einen etwaigen Soirderfrveden. Sie klingt wie eine Verteidigung gegen den -Standpunkt derjenigen, die in Rußland für die baldige Anbahnung eines solcher: Sonderfriedens sind. Eine solche Handlung wäre „gleichbedeutend mit einer Verrichtung" des Ansehens unter den Völkern und daher glerckchedeutend mit dem politischen Bankerott". Das ist ein deutliches Abbild der schwierigen Lage des heiligen Rußland. Gleich da nach aber blitzt das Auge Sasonows wioder tückisch auf: Es sei „nötig, daß Deutschland Unschädlich gemacht werde". Wir vernruten, daß das kriegführearde Rußlarch selbst wenig Hoffnung hegt, dieses Ziel zu erreichen. Es will die andern noch eine Weile für einen annehmbaren Frieden kämpfen lassen und es glaubt, daß bei einen: spä teren gemeinsamen Friedensschluß der Schaden und die Einbuße sich besser verteilen würden.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien. 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlaulbart: 31. Januar 1916.
Auf allen drei Kriegsschauplätzen keine besonderen Ereignisse.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Zeppelin über Paris.
Paris, .30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Hcwas. Um 9 Uhr 50 Minuten abends L u f t s ch i f s a l a r m. Alle Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen. Die Polizeipräfektur teilte um 9 Uhr 50 Minuten abends mit, ein von Norden kommendes Luftschiff sei gemeldet. Mw: wisse nicht genau, in welcher Richtung es fliege. Zur Vorsicht wurden die Lichter in der Stadt gelöscht. Um 10 Uhr abends in ganz Paris neuerdings Glockengeläut und Trompetenstöße. Alle für den Luftschiffalarm vorgesehenen Maßnahmen wurden sofort ausgesnhrt.
Paris, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Note der Agence Havas besagt: Am 30. Januar abends bewegte sich ein deutsches Luftschiff in der Richtung Paris, wo es kurz nach 10 Uhr abends eintraf. Es wurde von den Abwehrgeschützen beschossen und von Flugzeugen angegriffen. Das Luftschiff warf eine Anzahl Bomben, die nach den bisherigen Meldungen keinen Schaden verursacht haben. Um IIV 4 Uhr war der Alarm beendigt und die Beleuchtung wieder hergestellt.
P ari s , 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Ein Zeppelin versuchte gestern abermals, Paris zu überfliegen, aber, wenn der vorgestrige Ueberfall mit seinen 25 Toten und 32 Verwundeten Hassenswerl war, so war der gestrige nur lächerlich. Der Zeppelin wurde von uns beschossen und nrnßte eilig in die deutschen Linien zurückgchen, nachdem er zehn Bomben ohne jedes Ergebnis abgeworfen hatte.
Berlin, 1. Febr. Der Schaden, den die beiden Zeppelinangriffe in Paris angerichtet haben, soll, wie sich die Morgenblätter melden lassen, zwischen drei und vier Millionen Francs schwanken. — In.verschiedenen Morgenblättern wird daran erinnert, daß, während Freiburg eine Stadt ist, die nach den anerkannten Regeln des Landkrieges gar iricht beschossen werden darf (das Haager Abkonrmen von 1907 fügt ausdrücklich hinzu: Mit welchen Mitteln es auch sei), alle Wett Paris als eine Festung kennt und zwar als eine der am besten und großarttjgsten verteidigten des Erdballs.
-P a r i s, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Präsident Pvincare und Minister des Innern Mal 0 y haben gestern im Krankenhaus etwa zehn Opfer des Zeppelinangriffes besucht. Sie besichtigten daraus den neuen Schauplatz der -'Tätigkeit des Lenkballons, wv eine zahlreiche Menge fand und die Ereignisse mit Ruhe besprach. Tie Zahl der Getöteten erreicht 2 4, darunter mehrere Opfer, die nicht identifiziert werdm konnten. Unter den Festgestellten befinden sich 9 getötete und 14 verletzte Frauen, 8 getötete und 12 verletzte MänE und 2 verletzte Kinder. Eine Bombe höhlte einenj Trichter von einem Meter Tiefe mit einer Oeffnnng von 5 bis 6 Metern ans ; die zweite durchschlug ein .Haus von drer Stock- :nerken vollständig, die dritte zerstörte ein Haus von drei Stocb werken halb; die viette ein solches von fünf Stockwerken, die> fünfte richtete denselben Schaden an einem anderen Gebäude an, die sechste verursachte einen unbedeutenden Schaden an einem Haus von fünf Stockiverken, die siebente zerstörte ein einstöckiges Hans, die achte fiel auf die Straße herab und riß die Türen und Fenster eines benachbarten Hauses auf, die neunte zerstötte eine Wand und den .Hof eines fünfstöckigen Hauses, die zehnte durchschlug! eine Werkstatt, die elfte fiel aus einen Steinhaufen, die zwölfte zerstörte ein einstöckiges Gattenhaus. Eine explodierte nicht.
Bern, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Zeppelin- sttecke über Paris bUdet das Hauptthemv der Pariser Blätter. Die Zahl der Opfer gibt der „Matin" auf 25 Tote und 29 Verletzte an. Nach Bildern zu urteilen, sind die Wirkungen der Bomben ganz erheblich gewesen. Die Zeitungen zählen die Namen der Opfer jeder Bombe auf. Daraus geht hervor, daß nur die erste und die vierzehnte Boncke keine Menschen trafen. Die erste riß in den Tunnel der Untergrundbahn ein klaffendes Loch, so daß d>ie Gleise de:: Blicken freiliegen. Die letzte platzte auf freiem Felde. Die Blätter rufen nach Rache. So schreibt zum Beispiel Capus im „Figaro": Ein einziger Schrei ertönt von allen Lippen: ,^8ergettung: Rache für die Opfer an deutschen Städten, das nruß das Ziel der französischen Luftschisfahrt sein! Auch der „Matin" ereifert sich in Racheschreiben. Das ganze Volk, ja sogar Recht und Gerechtigkeit rufen nach Rache. Die öffentliche Meinung will unverzügliche fürchterliche Rache und Vergeltung. Daneben werden Stimmen laut, die den mangelhaften Ueberwachungsdienst tadeln. So sagt der „Temps": Es ist bedauerlich, daß die Polizeipräsektur die Pariser nicht eher benachrichtigen zu müssen glaubte. Um 9 Uhr 20 Minuten wurde das Nahen des Zeppelin von der Ferte Milon gemeldet. Um 10 Uhr 5 Minuten erst durcheilten die Fcuerivehrleute die Straßen. Unt 10 Uhr 7 Minuten ertönten sclwn die ersten Detonationen. Interessant ist, daß die Zensur nicht gestattet, die Namen der Hospitäler anzuführcn, in denen die Verletzten liegen. Mitunter läßt ein Passus erkennen, daß die Verletzungen durch die Bomben ganz entsetzlich sind.
Sasonow über die Kriegslage.
Petersburg, 31. Jan. (WTB. Mchtamtlich.) Der Minister des Aenßern Sasonow hat die Vertreter der Petersburger Presse empfangen und ihnen eine Reil)?. Erklärungen abgegeben. Er erkannte an, daß die Balkanlage trostlos sei anges ichts der Katastrophe des serbisä^n .Heeres, bk harte Folgen für, Montenegro nach sich gezogen habe. Jndesftn sei die gegenwärtige schlimme
Lage aus dem westlichen Balkan keine endgültige, denn das Los der Balkanstaaten sei eng verknüpft mit dem der Alliietten.
Auf Griechenland übergehend, sagte der Minister: Dieses Land beobachtet Neutralität. Aber es ist eine andere Frage, ob diese Neutralität freiwillig ist oder nicht. Man muß aber hoffen, daß die wohlverstandenen nationalen Interessen die griechische Regierung hindern iverden, eine den Alliierten feindlich? Politik einzuschlagen. In diesen letzten Zeiten ging die öffentliche Meinung in Rumänien durch eine Periode von Unruhe hindurch in Befürchtung von feindseligen oder drohenden Handlungen von Seiten der Mittelmächte, die in ihren außerordentlichen Anstrengungen, Rumänien auf ihre Seite zu ziehen, fottsahren. Aber sicherlich sind sich die vernünftigen Rumänen bewußt, daß sie ihre nationalen Wünsche nicht in Gemeinschaft mit den Mittelmächten verwirklichen können. Das alles genügt, um zu verstehen, daß Rumänien in seiner Neutralität verharren wird.
Schließlich sprach Sasonow im allgemeinen von den guten Beziehungen Rußlands zu den neutralen Staaten. Er ging im einzelnen auf die schwedisch-russischen Beziehungen ein und sagte, daß sie sich fortgesetzt befestigen würden trotz der Anstrengungen der Deutschen, sie zu verwirren. Unsere Freundschaft mit Schwede::, sagte der Minister, beruht nicht imr auf beiderseitigen Sympathien, sondern ebenso auf einem richtigen^ Verständnis der beiderseitigen Vorteile. Es ist offenbar, daß es in Schweden, wie auch anderswo, eine chauvinistische Bewegung gibt. Es ist möglich, daß es Schweden für nötig Mt, Maßnahmen zur Verteidigung seiner Grenzen zu ergreifen. Aber wir können mit aller Bestimmtheit erklären, daß es sie nicht gegen Rußland zu verteidigen haben wird und daß von dieser Seite her seine Grenzen vollstäpdig ungefährdet sind.
lieber die Beziehungen zu den Alliierten sagtst Sasonow, daß ihre Handlungen und Interessen durchaus eruhe itl ick seien. Um diese Einheitlichkeit noch vollständiger zu machen, sei in Paris ein militari sch-paliti s che r Ausschuß eingesetzt worden, der bereits günstige Ergebnisse erzielt habe. Trr Minister begrüßte lebhaft die beabsichtigte Reise russischer Abgeordneter nach England, die er für außerordentlich wichtig und nützlich halte, denn die nationalen russischen Vettreter würden mit eigenen Augen die außerordentlichen Anstrengungen Englands für die gemeinsame Sache erkennen. Alle Gerüchte, daß England zu wenig an: Kriege teilnehme, kvsKhe die Feinde in die Welt setzten, um Uneinigkett zwischen den Alli- ietten zu säen, wirrden vollkommen in Abrede gestellt. Um sie zu zerstreuen, genüge es, sich zu vergegenwärtigen, daß die englischen Verluste 25 000 Offiziere und 600 000 Mann betragen.
Die ungeheuren Verluste des tteuen Alliierten Frankreich seien zu bekannt, um davon zu reden. Ein Sonderfriede ist für keinen der Alliietten möglich, denn abgesehen von den Lebensinteressen der Alliierten, die einen Kamps bis zum Aeußersten erheischen würden, würde kein Politiker in den alliierten Staaten es wagten, seine Ehre und Pflicht zu verraten und die feierlich abgegebenen Versprechungen und Erllärungen preiszugeben. Ueber- dies könnte schon deshalb keiner der Alliierten einen Sonderfrieden abschließen, weil eine solche Handlung gleichbedeutend wäre nrit einer Vernichtung des Aüsehens unter den Völkern und daher gleichbedeutend mit dem politischen Bankerott. Der Kampf müsse auch deshalb bis zum Ende durchgeführt werden, weil es unumgänglich notwendig sei, Bedingungen zu schaffen, die allen Staaten gestatten würden, ihr politisch^ und nationales Leben unbehelligt von den Willkürlichkerten und dm: Ehrgeiz der Rcittelmächte zu entfalten. Hierzu sei es nötig, daß Deutschland unschädlich gemacht werde.
Ueber die Kriegs da ne r befragt, sagte Sasonow, er glaube, daß sie keine lange mehr sein werde, dem: Deutschland fet der erste, der sich aus finanziellen Gründen nicht mehr aufrecht erhalten könnte. Mer. fügte der Minister hinzu, es ist ttotzdem notwendig, große Vorbereitungen für den Sonunerfeldzug zu treffen. Alles in allem, sagte Sasonow zum Schlüsse, sind Rußland und seine Alliierten voll von Kraft und Begeisterung. Ihr Vertrauen auf den endlichen Sieg wankt nicht nur nicht, sondern es wächst wit jedem Tage.
* * *
Der türkische Bericht.
K 0 n st a n t i n 0 p e l, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers:
An der D a r d a n e l l e n - F r 0 n t schleuderte ein Kreuzer am 28. Januar 20 Granaten auf die Umgebung von. Sedd-ül-Bahr und zog sich darauf zurück.
Von den anderen Fronten keine Meldung von Bedeutung.
Konstautinvpel, 31. Jan. (WTB. Mcbbamtlich.) Das Harrptquartier teilt mit: An der Irak front bei Felolie gegenseitiges Infanterie- und Arttlleriefeuer mit Unterbrechung. Bei Ku t e l Amara herrscht Ruhe. An der Kau ka sus frou t bedeuttingslose Gefechte. An der aita* äolischen Küste landete in der 9Lach1 zum 27. Jammr ein feindliches Kriegsschiff eine Truppenabteilung zwischen Fe- niki und Mekri bei dem Torfe Endeflie, gegenüber der Insel Castellorizo. Das Dorf wurde am Vormittag des 27. Januar unter dem Schutze des Kriegsschiffes umzingelt, einige Beamte und ein Teil der Bevölkerung wurden zu Gefangenen gemacht und an Bord des Schiffes geschleppt. Ebenso wurden Lebensmittel geraubt.
Türkische Rüftungen.
Konstantinopel, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Regierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Kriegsminister ermächtigt, die Achtzehnjährigen zum aktiven Dienst heranzuziehen.
?lnS Saloniki.
Paris, 31. Ja,:. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas". Gestern stiegen 16 s ranzösis che Flug- zeuge von ihrem Stützpunkt bei Saloniki auf. Um


