Ausgabe 
29.1.1916 Drittes Blatt
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Drittes Blatt

fcttöeint t-s«ch mit Ausnahme des SomrlagS.

DreOietzener ZamiNenbratler" werden dein .»nznqer^ viermal wöchentlich beigelegt, das ..«reisdlatt für -<n Krcfs Gießen- zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen 3eit- fragen" erscheinen monatlich zwennal.

vie Kreiheit der Ren«.

M. Jahrgang

General-Anzeiger für O^rheW

Samrtag, 29 . Zamar Mtz

Rotationsdruck und Verlag der vrü Hachen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Schriftleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul­straße?. Geschäftsstelle u.Verlag:^K51,Schrift­leitung: ^E112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.

L August 1915 hat der Reichskanzler: gesagt, daß wir in diesem Kriege auch für die Freiheit der M>ere kampsm ohne daß er sich dabei M 3I«Ä S* S unter der Freiheit der Meere zu verstehen ist Die Er- ^lich -um Schlagwort geLcnm Begriffs * l)X ausmiiauder. Im allgemeinen denkt wvhl nur an einen den Gebräuchen Des Landkrieges» Krreac^^^ des Privateigentums auf See, und vor Dem

des Abrikstungsgedankens tar- U^ffung Horm, daß ein Verzicht Englands aus 'die Uu^uvung des S e e b e u t e re ch t s Deutschland jeden Giuiud

bauen" W^, ^ ril i e spotte .yimt Sckmtze seines Handels >zu . a6er tatiachlrch auf die Zufuhr über Sec ? bätte cs uns selbstverständlich England lnttere Schiffe und Ladungen nicht dm ^ w-gnehmeil durste, solange es das Recht hatte,

B^InnfS^Pr ? £ e V^ ut, * e ' n Küsten durch die Blockade zu to ^ att t.. at|0 °--ch auf das Blockadcrecht batte auch> das Ko n t e r b a d c r e ch t, beliebigen Güter eff,schließlich der Lebens- bttttn ° m ^ e W bezeichnen und zu beschlagnahmen, weg- J2 are ' wenn man außerdem noch das Legen w ®Z^rTf,ri !1, ^nf eE °^°'an hätte, die Sec, die Hochstraße Ekomnirn neutrales Sl-biet gewesen. Kein Handlirng gegen irgendein dürfen. Und die Kriegsflotten hätten nur gegewinanser o^er Fegen feindliche Küstemoerke zu kämpfen gehabt.

C L 1 fe? e Freiheit der Meere jemals zur

wird. ob eine Aendernng in der Natur der ««macht ihn herbnfuhren kann oder welche anderen Wege einzu-

Bürgschaften man zu seiner Erhaltung soll hier nicht untersucht werden. Soviel erscheint aber klar, daß die Freiheit der Meere niemals mit, fvndml nur gegen England erreicht werden kann.

. ^ ****" . m England hat man sich nach den so überaus erfolq- ..i 7 ? nt > 1S - Jahrhunderts an die dadurch xl rS5!£ 1c JJ über hundert Jahren bestehende unbestrittene m 10 lf L)l gewöhnt, daß man sie einfach als den

vMi der Vorsehung gewollten Zustand ansieht.Unsere Seemacht vKwoht niemand zwingt niemand und ist ein Schrecken nur für die Piraten, sagt stolz dieTimes". Als ob England zum Besten der ganzeii Menschheit and als deren Beauftragter eine wohltätige See- polizer ausgeübt batte! Nicht einmal das ist wahr! Hat nicht noch rm ^ahre 1784 em englpcher Minister dem Parlament dargelegt batz die seerauberisck>en Barbareskenstaaten für die großen Se--- 5". bern Schiffe sie sich natürlich nicht herantrauten fl, r . TT ~Y I °l ' eiüI ^' "Nb daß ihre Unterdrückung den kleinen italieni­schen Staaten emen gropen Anteil am Frachtverkehr verschaffen 10 .^ahre später Portugal, schon damals ein eng- rffcher Basalleiistaat, aus englisches Anstiften mit Algier einen Vn- trag schliAm müssen der den portugiesischen Schissen untersagte, a ?2?2? c a Jj on ^ n . vtlfe «gen algerische Kaper zu leisten? Waren «s tncht die Vereinigten Staaten von Amerika, die zunächst natür- ^ ffF 1 - thres eigenen »audels die ersten Schritte zur

Unterdrückung des uordafri kan ffcheu Seeräuberwes-eus tun niußten'^ >Äaben nr-cht sogar die Schiffe der jungen preußischen Marine Dort noch emgreffen müssen? Was ferner die Behauptung anbe- englffche Seemackü bedrohe und zwinge niemand, 'so zeigt ern Blick m die politische Geschichte Europas und insbesondere die des gegenwärtigen Krieges, auf wie schwachen Füßen sie sich ^)der braucht hier noch daran erinnert zu werden, wie England E Ocieix. ande und die skandinavischen Staaten bedrückt und be- droht. und wie es versucht, Griechenland durch den Druck seiner ^ben Kanipf hmeinznzwnlgen, während, wie ein hol- ländffche^ Blatt es ausdruckt,der rechtmäßige neutrale Handel Mit dem Hute in der Haiid in London betteln gehen muß, will cc noch etwas von seinen Rechten beivahren"?

^ at mit Hingebung au den iitter-

Ewnalen Abmachungen beteiligt, die darauf hinausgingen, die Seekrieges zu mildern und die Rechte des freien See- S! ja es hat dabei teilweise eine führende Rolle

gespielt! Das ist nicht zu bestreiten. Es wäre auch gar nicht denk- ^r g^vesen, eine Gestaltung des internationalen Seerechts ohne Miüinrkung der stärksten Seeuracht der Welt durchzuführen. Eng- Land war geradezu gezwungen, sich nach Kräften daran zu beteili­gen.^ Zunächst um des guten Eindrucks willen, denn niemals hat es ve^aumt seinen Maßnahmeii das Mäntelchen der Menschlichkeft Z^cc ^bvechtigkeft umzuhängen. Dann lag es in seinem eigensten .Vn^resse. erneu möglichst großen Einfluß auf alle völkerrechtlichen B gewinnen, um seine Rechte sowohl als Neutraler Kriegführender zu wahreic. eine Aufgabe, die ihrer zwie- WÄtlgen Natur wegen nicht ganz leicht zu lösen war. Solange Englands Seemacht die unbestrittene Vorherrschaft besaß und sie üxum damit zu rechnen brauchte, in einen ernstlicheii Krieg zur See verwickelt zu werden, hat die englische Regierung eine genüsse ^Neigung an den Tag gelegt, für die Rechte der Neutralen einzu- rnotten. unbekümmert um alle Stimmen im eigenen Lande, die dar- hinvnesen, daß Erweiterung der Rechte der Neutraleil not- I^rdigewwelse zu einer^Beeinträchtigung der Rechte Englaiibs im :Mege führen muffe. Wie es sich aus dieser Klemme heraushelfen stvurde, falls es eines Tages in die Lage konimen sollte, gegeiZ «menjur See starken Gegner zu den Waffen zu greifen, darüber Drauchte mwi sich nach den Aeußerungen zahlreicher maßgebender! Personen keineur Zweifel hinzugeben, und die Ereignisse des gegen- -vartigen Krieges haben gezeigt, daß die Voraussage, alle seerecht- Men Abmachmigen würden auf englischer Seite mit dem Beginn der Feindseligkeiten wie Papiersetzen ins Meer fliegen, durchaus be­gründet war. .^England begehrt loszukommen von dem Plunder der Londoner Deklaratft/n und der Haager Abkomvieu, die ju­ristischen Spitzftndigkeitcn beiseite zu werfen und den Krieg zu gewiMien dadurch, daß es die englischen Jiiteressen

an die erste und oberste Stelle setzt", so erklärte

E^'.^ember 1915 Lord Portsmouth im Oberhause Die Regierung war allerdiiigs nicht so offenherzig. Im Gegenteil,' fte mußte, englischer Ueberlieferung getreu, die Maske der Heu- Q)elei berbehalten und erklärte bei Kriegsausbruch, daß sie nach der Londoner Deklaration überfahren werde. Hierzu lvar sie for­mell gar nicht verpflichtet, denn sie hatte diese Deklarativir nicht angenommen. Llber in dereii Emleitung heißt es, daß sie alles zusammen fasse, was als geltendes Seerecht anzusehen sei. Ta macht es doch erneri vorzüglichen Eindruck, toeiin man erklärt, meses ,geltende Recht" beachten zu wollen, allerdings miteinigen Abänderungen". Letztere waren aber so gründlicher Natur daß von der ganzen Londoner Deklaration imd ihrem Seerecht nichts ubrrg geblieben ist. Um den Schein weiter aufrecht zu erhalten werden jetzt von Zeit zu Zeit im Parlament wütende Angriffe auf dw Regierung vorgebracht, weil sie sich zu der von der Volks­vertretung nicht genehmigten Deklaration bekannt habe! Auch von deinPlunder" des übrigen Sserechts hat sich England mit einem solchen Erfolg .frei gemacht, daß cs zurzeit ioohl keine einzige Bestnmnung gibt, gegen die cs nicht verstoßen hat durch erne Willkiir, beginnend mit der Berletzurcg der neutralen Ho- hertsgewässer und endend ntit der Ermordung ivehr- und hilfloser Sckuffbrüchiger. Das ganze Seerecht nach englischer Auffassung laßt srch in die Worte zusamni-endcangen:Erlaubt ist alles, was England nützt: verboten alles, lvas England schadet."

sckäne tann nran gelöst schmi Mieder daran denken,

und Abmaclmnsen zu treffen. Schon lmt ^^brtwort aus die eingangs crniähirtc Rcichs- > E.to' 6a6 Vr vernünftig märe, nach dem Kriege E Gegenstand von Beratungen, Bcgriffs-

und Abkommen zu machen, aber nicht als etwas ««^imdert^.»nl> nicht, folange kcm Friede und keine Sicherheit ftXL, Ä e9 und deutsche Methoden zu Wasser und zu Lande rtwSlh , 1e etl ?? ä . unklare und gewundene Erklärung, deren anscheinend die Seerechtsregclung durch eine Unter Mitwirkung der Neutralen ist, erfuhr im ilwlr« kine EvganMng und Ertneitenmg durch eine grosse i a Zeitung, dmManchester Guardian". In

K Sertorltfel mnnt dieses Blatt, es würde in Sir Edward menu ^ ll ft>ä±erert Vereinbarungen bie Han- ^ uberpaupt abgeschafft würbe, der Begriff und die Be- banolung dcr Köntrebanide jedoch bliebe. Das würde die Freiheit ^ngtandr, Belästigungen gegenüber erhöhen, aber ohne Zweifel \ Z iföfraft der englischen Flotte beeinträchtigen. Sir Ed- warb Erep wurde aber bereit sein, eine .Herabsetzung der englischen ^ngriffstraft zur «ee ms Auge zu fassen, wenn ein entsprechen­der Verzicht des Hemdes aus Augriffskraft zu Lande einträte.

-r, ie I l,t Slurächlst bemerkenswert, daß, während England sruyer stets eme Einschränkung unserer Flottenrüstung anstrebte, ^ . c l ne Verminderung unserer Stärke zu Lande verlangt.

Ö rS Ht|d l e flotte lregt für englischen Dünkel offenbar schon aus dem Grunde des Meeres oder ist unter die Verbündeten verteilt. *\, ei 5 e selbstverständlich von England zu bemessende und zu uverwachende Einschränkung unserer Heeresmacht will England also großmittig auf das Blvckaderecht verzichten. Wdshalb gerade aus das Blockaderecht? Nmi, England hat im Kriege etwas geteimt nämlich, daß eine Blockade der deutschen Küsten schwierig auszusuhreu ist. Denn die Deutschen verfügen über- ungemein nstungvfahrge Unterseeboote, dw nicht nur jedes englische Kriegs^ cyps mit tödlicher Sicherheit aufÄ Korn nehmen, sondern sogar dazu übergehen, an den englischen Küsten eine Blockade ausznüben. England wurde also nicht viel verlieren, wenn es selbst nicht mehr v Küsten blockieren darf, aber sehr viel gewinnen, wenn

oie Vlockade s einer eigenen Küsten durch internationale Abmachungen verboten wurde. Der englische Seehaudel wäre dann ganz gesichert, eer deutsche aber ivürdc nach ioie vor da?ik der imgünstigen geo- graphischen Lage der, Nordsee eine leichte Beute der englischen, rslotte seru. Eme entsprechende Auslegung der Konterbandebestim- mungen dieun englischen Interesse bestehen bleiben müssen", wurde über alle Schwierigkeiten mit den Neutralen hm weg helfen. Man nennt das in Englandein Anpassen der Gesetzes Vorschriften an die unbedingten Anforderungen der Lage". Die Ausstellung emer allgemein gültigen Liste der Konterbande- und Nichtkonter- bande-Gegeustände dagegen ist, nne Lord Crewe sagte, eine hoff- uuugslosc Aufgabe und lvird es immer sein.

Dian sieht, i^rs alte hinterhältige Spiel Englands, freundlich ernzuladen, um ein neues internationales See­recht zu schaffen, das die Freiheit der Meere verbürgen soll, das in Englaiid aber doch niemand bcacksten >vird, beginnt schon von neuenr. Schon , gibt es auch wieder Neutrale, die nach allen! Erfahrungen dieses Kaäeges noch-die Ansicht vertreten, die englische Flotte möge ihre Überlegene Macht bchaltm, aber sie müsse sie in den dienst des Rechts stellen, ivenn sich dieses auch einmal Interessen wenden sollte. Ein schöner Gedanke' Als ob England semals ans fteien Stücken gestatten würde, daß ffch andne Nattonen kraft eigenen RecUs und ohne englische Erlaubnis des fteien Meeres bedienen! Und als ob es seinen Grundsatz: ,Recht oder Unrecht, England zuerst", jemals andern wurde. Sc^n setzt crllärt es ja, daß auch nach dech Friedens- schlutz der Krieg gegen Deutschland aus anderem Gebiete Wecker gehen soll und daß ixmtschen Handelsschiffen das Einlaufen in britische Hafen zu verbieten ist. Ganz abgesehen davon, ob man spater diese Drohung auszusühren geneigt oder imstande ist, sie zeigt, in weliheni Geiste England alle Bertvägc auffaßt und daß ffir uns die ^Freiheit des Meeres durch vapierne Abmachungen nicht zu erreichen Ä DieKölnische Zeitung" hat ganz recht, wenn ne erklärt.Nicht internatse.nale Ilebereinkvmmen, sondern allein un,erc eiserne Macht zu Wasser und zu Lande ist es, di iinlernt Handel Freiheit und Sicherheit verbürgen kann.

- - ! -^->

I Uhr-'. Zum ersten Male (Uraufführung):Die stille Stunde/ Komödie in 3 Akten von Gg. Terramare. Sonntag, den 6 Febr nachmittags 3Vz Uhr:Im weißen Rößl." Abends ?'/. Uhr': Die stille Stunde." _ . _ J

Spklplan der Gietzener Stadtthxaterr.

Sonntag, den 30. Januar, nachmittags 3', Uhr, bei kleinen Preisen:Der Hypochonder." Ende 6 Uhr. Abends VL Uhr liet kleinen Preisen:Der Juxbaron." Ende 10 X Uhr. Dienstag' beit 1. Februar, abends 8 Uhr, bei Volkspreiseu: Volks-Vor' ckelluug:Die selige Exzellenz." Ende nach 10'/, Uhr. Freitag den. Z Februar, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (er­mäßigt), 11. Freitags-Abonnement-Vorstellung:Der Hypochonder/ Ende 10'/, Uhr Sonntag, den 6. Februar, nachmittags 3'/, Uhr. bei kleinen Preisen:Alein Leopold." Ende 6'/. Uhr. Abends 7'/, Uhr, bet kleinen Preisen:Die Ehre." Ende n ach 10)L Uhr.

MrchZrehe Ncrchkichten.

Sonntag, den 30. I a n n a 1 , 4. nach Epiphanias.

Gottesdienst.

In der Ztadtkirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrassii'tent Hofsmann.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marknsgemeinde.

Pfarrer Schwabe.

Abends 5 Uhr: Piarrer Mahr.

Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männliche-r^ Jugend der Markusgemeinde.

Montag, den 31. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung dei konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde.

Dienstag, den 1. Februar, nachmittags 4 Uhr: Frauen­missionsverein.

Diittwoch, den 2. Februar, nachnnttags 3 Uhr: Versammlung des Fraueuvereins der Matthäusgemeinde.

In der )ohanneskirche.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.

. Pfarrer A u s f e l d.

Abends 5 Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.

Abends V 2 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen ZUgend der Lukasgememde und der Johannesgemeinde.

Mittwoch, den 2. Februar, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.

Pfarrer A u s f e l d,

Wartburg, evangel. Jünglings- und Manner-Verein.

(Diezstraße 15.)

Sonntag, den 30. Januar, abends 8 Uhr: Vortrag. - Diens> tag. den 1. Februar, abends 8'/, Uhr: Bibelstunde. Donnerstag den 3. Februar, abends 8'/ Uhr: Leseabend. - Samstag der 5. Februar, abends 6'/, Uhr: Aeltere Abteilung. - Gäste'stet^ willkommen.

Bibelkranzchen für Schüler höherer Lehranstalten.

Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6 bis 7 Uhr für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6 bis 7 Uhr in! Johannessnal.

Vibeliränzchen für Nlädchen aus der Johannergemeinde.

Jeden Dienstag von 67 Uhr im Johannessaal.

Zonntags-verein für Mädchen. (Diezstraße 15 p.)

Jeden Sonntag nachmittag Zusammenkunft.

ä . Evangelischer Gottesdienst.

Kirchberg: Sonntag, den 30. Januar, vormittags 10 Uhr.

(Ferer des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers. Kirche gang der Kriegervereine und Jugendwehr des Kirchspiels Kollekte sür Kriegsfürsorge.)

Lollar: Sonntag, den 30. Januar, nachmittags IV, Uhr. Mainzlar: Mittwoch,'den 2. Februar, abends 8 Uhr: Kriegs betttunde. Dekan Guß mann.

Märkte.

Gretzen 29. Jam Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1.900,00 Mk. - Hühner- ecer das Stück 16-17 Pfg.; Käse das Stück 8-10 Pfg., Käsematte 1 Stuck 3 Prg.; Tauben das Paar 1,40-0,00 Mk.. Hühner das Stück 2.00^2^50Mk., Dahnen 1,50-2,50 Mk.. Gänse d. Pfd. 0,00-0,00 Alk Ochsenfleisch das, Pfund 1,40-1,44 Mk., Kuhfleisch 1,20 Mk. das Psund Rindfleisch das Pfund 1.40-1,44 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,50-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 1,36-1,40 Mk^ Hammelfleisch das Pfund 1,30-1,40 Mk.; Kartoffeln der Zentner Zwiebeln der Pfmrd 18-20 Pfg. ^ Milch das Liter l?- ; J^r e - pTel der Zentner 6-8 Mk., Birnen 715 Pfg. das

Piund; Nuße 100 Stück 6065 Pfg.; Spinat 20-25 Pfg. das Pfund, Wirsing 10-15 Pfg. das Stück, Gelberüben 12-15 Psa das Pfund, Rotkraut 15-25 Pfg. das Stück, Rosenkohl 20 bis 25 Pfg. das Pid., Kohlrabi 10-15 Pfg. das Stück, Weißkraut 15 bis ^ Noterüben 10-12 Pfg., Römischkohl 6-8 Pfg.,

Giimkohl d.Pfd. 15Pfg. Tomaten das Pfund 00-00 Pfg.- Sellerie 6-10 Pfg. das Stück; Endivien 10-12 Pfg. - Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. - Fleischpreise auf dein Markte von auswärtiaen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1,15-1,20 Mk., Rmdfleisch- Bralenstuck das Pfund 0,00-0,00 Mk., Nierensett dasPid. 1 20 All Leber- und Blutivurst 1,45 Mk. das Pfund, Mettwurst 180 Alk' das Pfund, Schweinefleisch 1,45 Alk. das Pfund.

Wiesbaden, 28. Jan. Vieh markt. Auftrieb 172 Rmder, darunter 28 Ochsen, 9 Butten, 135 Kühe, 72 Kälber 1 Schaff 48 Schweine. Bei flottem Handel und steigenden Preisen war schnell der Auftrieb verkauft.

ke. Frankfurt a. SW., 28. Jan. Heu- u n d S t r o h m a r k t Auf dem heutige,i Heu° und Strohmarkt war nichts angesahren.

. Es versteU sich für den Engländer von selbst, daß dieser -Emtdsvtz in K'raft bleiben muß, solange der K'rieg dauert. Für'

Spiekptan der vereinigten §ranksutter Stadttheater.

Opernhaus.

Sonntag, den 30. Januar, nachmittags 3% Uhr:Peterchens Molidiahrt." Abends 7 Uhr:Der.arme Heinrich/ Montag, den 31. Januar, geschlossen. Dienstag, den 1. Februar, abends 7 Uhr: Der Troubadour." Ackttwoch, den 2. Febr., nachmittags 3V, Uhr: Peterchens Mondfahrt." dlbends 7 Uhr:Die Reqimentstochter." Hierallf:Andersens Märchen." Donnerstag, beu 3. Februar abends 7 Uhr:Hoffmanns Erzählungen." Freitag, den 4. Febr.,' abends 7'/., Uhr:Die Fledermaus." Samstag, den 5. Februar abends 6 Uhr:Die Meistersinger von Nürnberg." Sonntag, der! 6. Februar, nachmittags 3'/, Uhr:Peterchens Mondsahrt." Abends 7 Uhr:Fra Diavolo."

Schauspielhaus.

Sonntag, den 30. Januar, nachinittags 3'/, Uhr:Die Schöne vom Strande." Abends 7% Uhr:Was werden die Leute sagen." Montag, den 31. Jam, abends 7% Uhr: .Iphigenie auf Tauris." Dienstag, den 1. Februar, abends 7'/- Uhr:Was iverdeii die Leute sagen." Atittwoch, den 2. Februar, abeiidS 7'/, Uhr: Eugelbrecht." Donnerstag, den 3. Februar, abends 7'/ 3 Uhr: Nordische Heerfahrt." Freitag, den 4. Februar, abends 7\ Uhr: Deutscher Komödienabend:Der Fremde." Hierailf:Fritzchen." Daiiu:Sittliche Forderung." Ferner:Unter bloiiden Bestien." Zum Schluß:Die Hajenpsole." Samstag, den 5. Februar, abe,lds>

Uathoklsche Gemeinde.

Gottesdienst.

Sa ins tag, den 29. Januar:

Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit rur heiligen Beichte.

Sonntag, den 30. Januar, 4. Sonntag n. Erscheinung Borniittags 6'/ 3 Uhr: Gelegeiiheit zur heiligen Beichte

" 7 Hl. Alesse.

8 // Austeilung der hl. Kommunion.

u 9 Hochamt mit Predigt.

» Hl. Messe mit Predigt.

Nachmittags o'/ 3 Uhr: Christenlehre; darauf'Andacht.

Donnerstag wird nach jeder Messe und nachmittags 4V, Uw und 6 Uhr der St. Blasiussegen erteilt.

Donnerstag nachmittags'und abends ist Beichtgeleqenheit. Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht. Freitag 7 Uhr ist Segensmessc.

Diafpora-Gottezdienst.

Sonntag, den 30. Januar:

In .yunqen 9'/g Uhr.

In Lich 9'/, Uhr.

14 M

dLl

bringen.

^ Nehmen Sie stets ^

Fays ächte Sodener Mineral-^^fc/ Pastillen. Sie werden bald erheblich Linderung und Besserung verspüren. Seit ^ 30Jahrenglänzend bewährt. Nach- ahmungen weise man zurück