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MkerMmigsftsgeu.
Der Ha upt a u S sch u ß schlägt einige Resoku- Tronen vor, in denen empfohlen wird, bei Vergebung von Lieferungen Handw ec kergenossen schäften besonders Au berucksrchugen. Auch für c- n Kleingewerbehandel und die Textilarbeiter werden besondere Maßnahmen verlangt, desgleichen zur Entschädigung der Kriegs schaden in unseren Grenzgebieten.
Abg. Mvlkcnbuhr (Soz.)
hebt hervor, daß Unterstützungen, die infolge von Arbeitslosigkeit bezogen wurden, nicht als Arnienunterftützungen gelten sollen. Der Krieg vernichtet viel Arbeitskraft. Die Gesunderhaltung unseres Volkskörpers erfordert unsere besondere Aufmerksamkeit. Die Schwachen bedürfen eines erhöhten Schutzes. Arbeitsüberbürdung darf nicht das keimende Leben gefährden. Der Geburtenrückgang hat namentlich in den Städten einen bedrohlichen Umfang angenommen. Die Wochenbeihilfen sind zu erhöhen. In der Bekämpfung der Kindersterblichkeit muß mehr geschehen, damit uns die Arbeitskraft erhalten bleibt. Den hcimkehrenden Kriegern darf es nicht an Arbeitsgelegenheit fehlen. damit sie nicht den Schützengraben mit dem Chausseegraben vertauschen müssen. Leider hat bisher gerade der größte Bundes- staat beim Arbeitslosenschutz vollkommen versagt. Versagen wir hier nicht, dann werden wir bester als unsere Gegner die Wunden heilen, die der Krieg geschlagen hat.
Abg. Irl (Ztr.):
Die Neichsbehörden muffen bei Vergebung von öffentlichen Arbeiten und Lieferungen die zu Genossenschaften und Lieferungsverbänden vereinigten selbständigen Handwerksmeister in weitestgehendem Maße berücksichtigen. Der Erlaß des Kriegsministers vom Ende des vorigen Jahres über die Vergebungen seines Ressorts ist sehr erfreulich. Die Angehörigen des kleinen Handwerker- und KaufmannstandeZ haben ganz besonders unter den Strapazen des Krieges zu leiden. Das Handwerks will keine Almosen, sondern Aufträge zu angemessenen Preisen. Die Behandlung der Handwerkskammer durch manche Behörden ist wenig ermutigend. Hier kann nur die Errichtung einer Zentralvcrgebungöstclle für gewisse Artikel helfen, denn nur so ist die Gewähr dafür geboten, daß die Lieferungen gerecht verteilt werden und nicht redegewandte Zwischenhändler, den Hauptgewinn einstecken. Bei der Schaffung von Realkredit ist besonders auf die Verhältnisse des Kieingewerbehandels Rücksicht zu nehmen, der sich in schwieriger Lage befindet. Warum werden die Grundsätze nicht ausgearbcitet. nach denen die großen Rücklagen der Versichcrungsunternehmungen der Berufsgenossen- sthssten dem Handwerk und dem Kleingewerbe unter die Arme greifen können?
Abg. d. d. Schulenburg (Natl.):
Ein großer Teil des Handwerls ist in übler Lage. Nur der. Z u s a mm en s ch l uß kann ihm helfen. Heute sind viele Geschäfte geschlossen, weil der Inhaber im Felde ist. Deffen Stimmung würde sehr gehoben, wenn er Gewißheit hätte, daß er nach dem Kriege neuen Kredit zur Wiederaufnahme seines Betriebes findet. Auch bie Einziehung seiner Außenstände bereitet ihm Sorge. Fällige Zahlungen für Aufträge der Militärverwaltung sollten ohne Abzug mit tunlichster Beschleunigung erfolgen. Geben wir unseren Feldgrauen die Zuversicht, daß jetzt und nach dem Kriege seitens der Gesamtheit alles geschieht, um ihnen die Wiederaufnahme ihres bürgerlichen Erwerbs zu erleichtern. iBeifall.)
Abg. Bnrtschat (Fortfch. Bpt.):
Sehr segensreich hat die HauptverdingungssteNe bei der Handwerkskammer in Konisberg für das Handwerk ge- wirkt. Tie Handwerkergenossenschaften arbeiten gut und reell, die Reichsämter sollten sie also in weitem Umfang mit Aufträgen bedenken. .Die Höchstgrenze der Notstandskredite an Angehörige des Mittelstandes scheint tur viele Fälle zu niedrig gezogen zu sein. Auch der Zinssatz ließe sich wohl niedriger bemessen. Durch die. Bestimmung, daß Feldzugsteilnehmer nicht aus der Wohnung gesetzt werden dürfen, sind viele Hausbesitzer in eine sehr bedrängte Lage gekommen. Es muß schon während des Krieges irgendwie dorgewrgt werden, daß sie für ihre schweren Opfer nicht auch noch das Eigentum an ihrem Grundbesitz ganz einbützen. Wir find schon immer dafür eingetreten, daß während des Krieges gewährte Arbeitslosenunterstützung nicht als Armenunter st ühung gilt und nicht zurückzuzahlen ist. In Ostpreußen sucht man selbst unter dem Burgfrieden Partei- Politik gegen uns zu macken. Man geht mit einer Aeußerung eines Parteifreundes hausieren, daß bei der Entschädigung von Kriegsschäden mancher etwas zu diel bekommen könnte. Aehnlnche Aussprüche haben andere auch getan. Der Ausspruch wird jedoch vom Oberpräsidenten als gerechtfertigt bestätigt, der selbst gegen gewissenlose Elemente borzugehen sich entschlossen erklärt hat. Tie Erlangung der Entschädigungen wird vielfach bureaukratisch zu sehr erschwert. (Beifall.)
Ab,?. Br indes-Halberstadt (Soz.)
bespricht Mängel der Familienunterstützung.
Fortwährend werden neue Hunderttausende von Arbeitern einberusen. Jetzt müsse viele Frauen in den Betrieben die Ar- betten von Männern verrichten, mögen sie dazu geeignet sein oder Bestimmungen über Frauenarbeit und Nachtarbeit bleiben dabei vollkommen unberücksichtigt. Die Frauen wollen daneben auch noch ihre Arbeiten daheim verrichten und Haben .ruh und abends den wetten Weg zur Arbeitsstätte zurückzulegen. Die Folge dieser Zustände ist der Keim zur Schwäche und dauerndem Siechtum, zu Stumvssinn und Rohheit. Eine weitere ^olge iit Rückgang der Geburtenziffer und Vernachlässigung der ^udererzrehuttg. Auch während des Krieges muß man hier Ab- AUfe ichaffen. Will man bis zum Frieden warten, ist es vielleicht ichon zu spät. Einen solchen Raubbau mit der Volksgesundheit ckonnen wir uns neben den ungeheueren Verlusten an Volkskraft, den der Krieg schon an sich zur Folge hat. nicht gestatten. Ein d-chutzgeietz für Frauen ist unbedingt geboten. Die Denk- ' 4 n /. t ü b e r die Arbeitsvermittlung gibt ein wenig rsreulicheS Bild.
Ministerialdirektor Caspari:
Die Bedenken des Vorredners über die Frauenarbeit In gewerblichen Betrieben verdienen durchaus Beachtung. Der Staatssekretär ist leider verhindert, diese wichtige Frage selbst zu besprechen. Durch das Gesetz vom 4. August 1914 war es zugclasscn worden, Ausnahmen von den Vorschriften über dre Frauenarbeit während des Krieges zu gestatten. Sogleich bei Erlaß des Gesetzes hat aber ein Rundschreiben des Reichskanzlers an die Bundesregierungen darauf hingewiesen, daß von dieser Befugnis nur mit großer Vorsicht und nach Maßgabe des dringenden Bedürfnisses Gebrauch gemacht werden dürfe. In diesem Sinne ist in allen Bundesstaaten verfahren worden. Auch in der schweren Eisenindustrie hat man im Verfolg dieser Tendenz der Negierungsmaßnahmen überall versucht, soweit Frauen überhaupt hier zugelaffen wurden, sie nur in achtstündiger Schicht arbeiten zu lassen. Bekanntlich wird in dieser Industrie bisher in zwei zwölsstündigen Schichten gearbeitet.
Die Industriellen haben nun darüber geklagt, daß Schwierig, leiten dadurch entstanden, daß die Männer in zwölsstündigen, die Frauen in achtstündigen Schichten arbeiteten. Dadurch fände ein ständiger Wechsel in der Reihe der zusammenarbeitenden Personen statt. Deshalb ist best.mmt worden, daß ein Teil der weiblichen Personen in der Eisenindustrie in dem gleichen Schichtwechsel befchästigt werden könne wie die Männer. Soweit mög- lich wird aber darauf gesehen, daß auch heute noch bei den Frauen ein achtstündiger Schichtwechsel Platz greife. Sie dürfen daraus entnehmen, daß wir uns der Wichtigkeit des Gegenstandes durchaus bewußt gewesen sind.
Die Denkschrift über die Arbeitsvermittlung hat bei de« Vorredner erne wenig günstige Beurteilung gefunden. Sie verfolgt keineswegs die Absicht, dem Reichstage einen Abschluß der hierüber schwebenden Verhandlungen vorzu- legen. Aus ihr ist im Gegenteil zu entnehmen, daß sie nur der Ausgangspunkt für Verhandlungen über weitere Verbesserungen bieten soü.
Abg. Dr. Stresemann (Natl.):
Wir befinden uns bei der Frauenarbeit in einer ge- wissen Zwangslage. Sie ist unentbehrlich zur Fortführung vieler Betriebe, die auch im Kriege weiter arbeiten müssen. Dasselbe Bild bietet auch die Landwirtschaft. Auch hier müssen die Frauen viele Arbeiten leisten, die man ihnen in Friedenszeiten niemals zugcmutet hätte. Alles, was hier zur Abhilfe geschehen kann, toird gewiß die Billigung von allen Seiten finden. Hier besteht kein Unterschied der Interessen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sondern es ist ein allgemeines nationales Interesse, daß wir nicht die großen Werte vernichten, in denen die Zukunft unseres Volkes liegt.
Auf dem Arbeitsmarkt werden sich bei Friedensschluß gewiß Schwierigkeiten einstellen, aber ich glaube doch, daß der Abgeordnete Brandes die Schwierigkeiten überschätzt. Unsere Krieger werden nicht alle auf einmal zurückfluten. Auch haben wir dann nicht mehr die zwo' Millionen Kriegsgefangene im Lande, die jetzt schon wesentlich dazu beitragen, viele Betriebe der Industrie und der Landwirtschaft aufrecht zu erhalten. Auch die ausländischen Arbeiter, die sich bei Kriegsausbruch bei uns befanden, werden in ihre Heimat zurückkehren. In den besetzten Gebieten wird auch noch lange Zeit ein Teil unserer Krieger Zurückbleiben. Hierbei möchte ich anregen, daß man zunächst namentlich die Soldaten zurückbehält, in deren Gewerbe in der Heimat Arbeitslosigkeit herrscht. Alles in allem hat Herr Brandes die Lage wohl etwas zu pessimistisch behandelt.
Wenn die „Deutsche Arbeitgeberzeitung" davon gesprochen hat, man könne den Industriellen eine Verhandlung mit GewerkschaftL- bcamlen nicht zumuten, weil sie besoldete Beamte der Sozialdemokratie wären, so hat das Blatt nicht das Recht, namens der gesamten Arbeitgeberschaft und der deutschen Industrie zu sprechen. Weite Arbeitgeberkreise haben schon mit Gewerkschaften verhandelt. (Sehr richtig!) Der deutsche Industrie-Schutzverband hat viele Streitigkeiten geschlichtet. Das Blatt hätte mit dieser Brand'ackel in unerhörter Weise den sozialen Burgfrieden gestört. E§ ist auch unrichtig, daß die militärischen Behörden der , Industrie zur Durchführung von Arbeitgebersorderungen zur Verfügung stehen. Tie Rederei von der Drohung mit dem Schützengraben ist ungehörig.
Wo d" militärischen Behörden eingegriffen haben, haben sie dahin gewirkt, daß Arbeitgeber und Arbeit- i nehmer ohne Streitigkeiten über diese Zeit hinweggekommen sind. Der Redner führt einige Beispiele an, daß Ausfuhrgenehmigungen mehrfach zu lange verzögert wurden; es ! dauerte fast immer acht bis zehn Wochen, bis die Bewilligung da | fei. Bei der Lahmlegung unseres Wirtschaftslebens ist natürlich in jedem einzelnen Falle zu prüfen, ob eine Ausfuhr bewilligt werden kann, oder ob wir die Ladung nicht besser für uns selber gebrauchen. Wenn aber genügend Vorrat da ist und die Ware sich ihrer Natur nach vornehmlich für das Ausland eignet, darf man der Ausfuhr keine Schwierigkeit bereiten. Sie dient der Besserung unserer Valuta, die durchaus nicht günstig steht und wird, je länger der Krieg dauert, um so wichtiger dafür, daß nicht die Fäden abreißen, die uns mit dem Ausland verbinden und die später wieder anzuknüpfen uns vor eine große Aufgabe stellt. (Sehr richtig!)
Was im Nricbsamt des Innern geleistet wird, ist bewundernswert. ES liegt aber ein Fehler im System vor. Diese Fragen müssen nicht aktenmähig nach dem Eingang erledigt werden, sondern durch Vermittlung von Ressort zu Ressort.
Abg. Schirmer (Zentr.)
tritt für kessere Unterstützung der notleidenden Textilarbeiter ein nach dem Muster Bayerns. Der Arbeitsnachweis darf in keinem Fall zur Einschränkung des KocrlitionsrechtZ benutzt werden.
Abg. Hoch (Sozd.):
Ueber die Beschäftigung der Arbeiterinnen haben wir sehr wohlwollende Erklärungen gehört, hoffentlich werden dieselben bald in Ta.en umgeseht Auch im Kriege müssen die Arbeiterorganisationen aufrecht erhalten werden.
Abg. Kreth (kons.):'
Die preußische Aktion in Ostpreußen steht unter
Reichskontrolle. Das Nebeneinanderlaufen von verschiedenen Aktionen muß zur Verwirrung fuhren und die Kritik des Reichstages an den Maßnahmen der preußischen Negierung könnte eine gewisse Zwiespältigkeit zur Folge haben, so daß die Beamten in Ostpreußen am Ende nicht wissen, nach welchen Richtlinien sie handeln sollen. Wir sind alle darin einig, daß die Beamten der Provinz Ostpreußen und namentlich der Oberpräsident eifrig und erfolgreich bestrebt sind, ihre schwierige Aufgabe aufs beste zu er- füllen. Tie Aeußerung, daß zu hohe Forderungen gestellt würden, wird die Ostpreußen kränken und kann nicht unwider- sprochen bleiben.
Wer die jetzige Zeit benutzt, solche übertriebenen Forderungen zu stellen, muß an den Pranger gestellt werden. Die wirklichen Schäden können gar nicht in vollem Umfange ausgeglichen werden. Ich erinnere an die hundertjährige Herdcnzucht, auch an die wahrscheinlich noch jahrzehntelang fortwirkende Furcht vor einer An- siedlung, wo doch die Gefahr besteht, daß eines schönen Tages die Kosaken alles vernichten. Nichts Schlimmeres könnte aber Ostpreußen passieren, wenn esdieSympathien imNeich verlöre. die sich jetzt bei der Patenschaft der Städte für den Wiederaufbau gezeigt hat. Die Annahme der Entschließung zu Gunsten Ostpreußens könnte aber dazu führen, daß man sagte, weswegen sollen wir unser gutes Geld dazu hergeben, die Ostpreußen zu bereichern. Der Reichstag könnte sich ja Vorbehalten, die Posten abzulehnen, wo die Entschädigung zu hoch ist. Das würde den preußischen Staat allein schon davon abhalten, zu hohe Entschädigungen zu zahlen.
Jetzt werden ja erst Vorentschädigungen festgestellt. Die Arbeit geht nur langsam vorwärts, trotz riesenhafter Aufopferung der Beamten die eine Riesenaufgabe zu bewältigen haben und denen wir nicht in den Arm fallen dürfen. Der Reichstag sollte alles vermeiden, was so ausgelegt werden könnte, daß er sein bisheriges Wohlwollen der Provinz Ostpreußen entzieht. Nehmen Sie stattdessen die Resolution an. die den Ostpreußen zeigt, daß nach wie vor das Bestreben besteht, die Schäden Ostpreußens auSzu- heilen. (Lebh. Beifall.)
Abg. Stresemann (Natl.):
Wenn sich die Regierung mit dem Reichstag über die Grundsätze der Entschädigungen in O st Preußen einigt, werden von vornherein Zwiespältigkeiten vermieden. Hier kommen doch Neichsmittel in Frage, deshalb hat das Reich hier auch zu entscheiden. Be: dieser Frag» handelte es sich ja nicht nur um Ostpreußen, sondern auch um Elsaß-Lothringen, wo doch sicher nur das Reich zuständig ist. Der Reichstag ist die Stelle, an der allein über die Reichsmittel verfügt werden kann. Die Arbeitsfreudigkeit der Oberpräsidenten und aller an dem Aufbau Ostpreußens Beteiligten wird durch unsere Beratungen doch gewiß nicht leiden!
Die Aussprache schließt.
Alle Entschließungen über UnterstühungSfragen gelangen zur Annahme.
Sonnabend, 10 Uhr: Herabsetzung der Altersgrenze bei der Versicherungsordnung, Zensur und Belagerungszustand.
Schluß 6% Uhr.
Ans Hessen.
Notstandskredite für zurückkchrendc Kriegsteilnehmer.
Die Abgg. Köhler und Dr. Osann beantragen in der Zweiten Kammer, Großh. Regierung zu ersuchen, Vorkehrungen dahin zu treffen, daß den aus dem Felde zurückkehrenden Angehörigen des selbständigen Mittelstandes im Bedarfsfall durch Gewährung von Notstandskrediten die Fortführung der bisherigen Berufstätigkeit ermöglicht werde.
Der Ausschuß zur Förderung des Kleingar t e n b a u e s" i m Großherzogtum Hessen hat ein neues Heftchen „Kleingartenbau zur Kriegszeit", verfaßt von Lehrer Presser in Darmstadt, herausgegeben, das an jedermann unentgeltlich von der Geschäftsstelle (Landesversicherungsanstalt, Darmstadt, Wilhelminenstraße 34) versandt wird. Das Heftchen enthält gemeinverständliche Anleitungen zur Bestellung von Kleingärten und insbesondere von Kriegsgärten. Da es für ein zweites Kriegsjahr vorzusorgen gilt, daß die Aushungerungsversuche unserer Gegner zuschanden werden und unserem Volke zu erträglichen Preisen Feld- und Gartenerzeugnisse zur Verfügung stehen, ist es ein Gebot der Zeit, daß kein Fleckchen deutschen Acker- und Gertküseöodens brach liegen bleibt, sondern daß es ordnungsgemäß angebaut und bestellt wird. Der Neuling im Land- und Gartenbau findet in dem Heftchen die nötige Anleitung und Auskunft aller Art.
D arm st ad t, 14. Jan. Ans eine Anfrage der Großh. Regierung bezüglich Gestaltung der wirischaft- lichenLagei in H a n d e l s k a:n m e r b e z i r r antwortete die Handelskammer, es könne gegenwärtig von einer Arbeitslosigkeit keine Rede sein. Es herrsche im Gegenteil Arbeitermangel, welcher wenigstens zum Teil durch Verwendung Kriegsgefangener ausgeglichen werden müsse. Ein wesentlicher Allgemeiner Rückgang der wirtschaftlichen Lage des HanoelSkammerbezirks sei kaum zu befürchten. Es sei im Gegenteil die industrielle Lage den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechend, durchaus nicht als ungünstig zu bezeichnen.
Wwc&U&te AschI'Tchtesy.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 16. Januar, 2. nach Epi vhanias. Gottesdienst.
In der Ztaütkirche.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer S cl) w a b e.
Vormitt gs 11 Uhr: Milnärgottesdtenst. Pfarrer Schwabe Nachmittags 2 Uyr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Pfarrer Schwabe.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Mahr.
Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen
Jugend der Markusaemeinde.
Montag, den 17. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. "
Dienstag, den 18. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal : Frauenmissionsverein.
3n der Iohanneskreche.
Vor.mittags 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.
, Pfarrer A u sfeld.
Abends 5 Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.
Abends 7,8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgememde im Lukassaal und der konfirmierten männlichen Jngend der Johannesgenwinde im Johanncssnal. Mittwoch, den 19. Januar, abends 8 Uhr: Kriegsbetslunde
Pfarrer B e ch t o l s h e i m er.
Wartburg, evangel. Jünglings- und Manner-Verein.
(Drezslraße 15.)
Sonntag, den 16. Januar, abetiös 8 Uhr: Vortrag. - Diens> tag. den 18. Januar, abends 8V, Uhr: Bibelstunde. — Donnerstag den 20. Januar, abends 8*/, Uhr: Leseabend. - Samstag, den 2. Januar, abends 8*/, Uhr: Aeltere Abteilung. - Gäste'stetwillkommen. ✓
vibelkranzchen für Schüler höherer Lehranstalten.
Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6 bis 7 Uhr kür die ältere Abteilung jeden Samstag von 6 bis 7 Ubr im Johannesiaal.
vibelkranzchen für Mädchen aus der Johannesgememde
Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannesfaal.
Zonntagr-Verein für Mädchen. (Die-straße 15 p.)
Jeden Sonntag nachmittag Zusammenkunft.
Evangelische Gottesdienst.
KirHberg: Sonntag, den 16. Januar, vormittags 10 Uhr.
Nachmittags 5 Uhr: Kriegsbetstnnde.
Lollar: Sonntag, den 16. Januar, nachmittags IV, Uhr.
Mittwoch, den 19. Januar, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
Dekan G u st m a n n.
Katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag, den 15. Januar:
Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte.
Sonntag, be# 16. Januar, 2. Sonntag n. Erscheinung Vornüllags 6'/, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte.
* 7 , Hl. Messe.
H 8 h Austeilung der hl. Kommunion.
„ 9 „ Hochamt mit Predigt.
„ II n Hl. Messe mit Pred gt.
Miittärgottesdienst.
Nachmittags 5*/, Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalisch» Bruderschaftsandacht.
Dienstag, und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht.
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Dla?pora-Gotte§d!en!L.
Sonntag, d e n 16. I a n u a r:
In Sich 9'/, Ubr.
Meteorologische Beobachtungen der Station Eichen.
Jan.
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10
Höchste Temperatur am 13. bis 14. Jan. 1916 = -f 3,3 • C. Niedrigste „ „ 13. „ 14. , 1916 = -4- 1,4 0 C.
Niederschlag: 0,1 mm.


