ml der Mtte MergeSen werden soll, sie teils dem Roten Kreuz, teils der Genossenschaft rheinisch-westfälischer Mal- teserrrtter überweisen zu wollen.
Die Luftgefechte an der Westfront.
London, 20. Jimr. (MTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In Beanttvortung einer Anfrage im Unterhause erklärte Tennant, daß man, um die Luftgefechte an der westlichen Front richtig auf- Ausassen, den devensiven Charakter der deutschen Kampfmethode in der Luft berücksichtigen müsse. Für diese Art von Gefechten seien Flugzeuge vom Typ Fokker geeignet, die nicht imstande seien, lange Flüge fern von den eigenen Linien und über den britischen Linien zu übernehmen. Das Hauptziel für Flugzeuge seien Aufklärungen für die artilleristische Tätigkeit und in unserem Falle der Angriffskampf. Danach müsse die Eignung unseres Flugzeugtyps vor allem beurteilt werden. Wenn die Deutschen zur Offensive übergingen lund hinter unsere Linien kämen, dann hätten wir dort Flugzeuge von derselben Leistungsfähigkeit lund Geschwindigkeit, wie die .Fokker- Maschinen, die sie zur Verteidigung hinter ihten eigenen Linien hätten. Tennant wies darauf hin, daß aus den angegebenen Gründen fast alle Luftgefechte auf der deutschen Seite der Front stattfänden, deshalb erschienen die englischen Verluste an Maschinen und Fliegern, soweit sie Vorkommen, äußerst groß. Die Deutsche:: verheimlichten ihre eigenen Verluste und seien imstande, mit den englischen Verlusten Reklame zu machen. „Wir sind aber da mit zufrieden, daß unser Lustdienst in den letzten Gefechten gut abgeschnitten hat."
Erweiterung der Dienstpflicht in Oesterreich-Ungarn.
Wien, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Morgen gelangt in beiden Staaten der Monarchie eine gesetzliche Bestimmung zur Verlautbarung, durch, die die bisher mit dem 50. Lebensjahr begrenzte persönliche Kriegsleistungspflicht bis znm 5 5. Lebensjahr erstreckt wird. Diese Erweiterung ist dadurch notwendig geworden, daß infolge der fortschreitenden Einberufungen der nengeschasfenen Landsturmkompagnien immer zahlreichere zur persönlichen Dienstleistung für Kriegszwecke verpflichteten Personen zum Waffendienst herangezogen werden, für deren Ersatz, unbedingt Vorsorge getroffen werden muß. Es ist vorgesorgt, daß den Interessen der Hevangezogenen möglichst weitgehend Rechnung gettagen werde. Die im Alter von über 50 Jahren Herangezogenen dürfen nur in außerhalb! der engeren oder weiteren Kriegsgebiete befindlichen Gebieten und ununterbrochen nur h ö ch st e n s sechs W ochen in Anspruch genommen werden. Eine neuerliche Heranziehung derselben Person kann erst nach ein- bis zweimonatiger Unterbrechung ihrer Dienstleistung erfolgen. Die für Oesterreich erlassene kaiserliche Verordnung, ebenso wie das die gleiche Bestimmung enthaltende ungarische Gesetz haben nur für die Dauer des gegenwärtigen Krieges Wirksamkeit.
Der Kriegsrat in London.
London, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Wie verlautet, find die Besprechungen des Kriegsrates der Verbündeten in London beendet. Die französischen Minister sind nach Hause zurückgekehrt. Das Reutersche Bureau ist ermächtigt, zu erklären, daß der Besuch den Zweck hatte, die in Paris begonnenen Beratungen, die zu einer vollkommenen Zusammenarbeit im Krieg führen sollen, fortzusetzen. Mehrere Angelegenheiten allgemeiner Natur, maritime, militärische, wirtschaftliche und diplomatische Fragen waren auf der -Tagesordnung. Daneben aber auch mehrere technische und spezielle Fragen. An der Konferenz nahmen nicht nur die Kabinettsminister, sondern auch Vertreter der Ressorts, die an den Angelegenheiten besonders interessiert sind, teil. Die gefaßten Beschlüsse müssen geheim bleiben. Es kann aber festgestellt werden, daß über die Fortsetzung des Krieges und dessen mögliche Ergebnisse volle Einigkeit herrscht.
Ein englischer Großsprecher.
London, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lord Roseberry sagte in einer in Ediubourgh ab gehaltenen Rede, nach dem Kriege würde der Handel mit den Mittelmächten so eingeschränkt werden, daß er ganz unbedeutend sein werde. Es werde ein weites Feld des Handels mit den Alliierten und Neutralen geben. Roseberry fügte hinzu, Deutschland werde zwischen einer undurchdringlichen Mauer von Briten und Franzosen im Westen und v!on einem unabsehbaren Strom von Russen im Osten zermalmt werden.
Englische Uebergriffe.
Kristiania, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Morgen- bladet" erfährt aus Bergen: Während des Aufenthaltes des Dampfers „Ber ge ns fj ord" in Kirkwall, der gestern in Bergen einttaf, haben die Engländer die gesamte Paketpost beschlagnahmt. Zum ersten Male wurde auch das Passagiergepäck durchgesehen. Dabei wurden elf Kisten, gezeichnet Waldemar Petersen, gesunder!. Die Untersuchung ergab, daß kein Passagier dieses Namens an Bord war. Die Kisten ivurden seitens der Engländer beschlagnahmt.
Belgien.
Le Havre, 21. Fan. (WTB. Nichtamtlich.) Der König der Belgier hat den Rücktritt des Ministers des Aeußern D a v i g n o n, der durch Baron B e y e n s ersetzt wird, angenommen.
Die auSstralische Ausfuhr nach den Niederlanden verboten.
Melbourne, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eine Bekanntmachung verbietet jede Ausfuhr nach den Niederlanden.
London, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Rvtter- dmnsche Korrespondent des „Daily Telegraph" warnt seine Landsleute, die Schikane ge-gen den holländischen Handel zu weit zu treiben, denn die Holländer würden an sau gen zu fühlen, daß sie bei der Entscheidung der Frage, ob die britische Blo ckade effektiv sei oder nicht, ziemlich schlecht behandelt werden. Sie sind empört über die immerwährende Behauptung in einem Teil der englischen Presse, daß Holland aus dem illegitimen Handel mit Deutschland riesige Profite ziehe. Holland mache natürlich beträchtliche Geschäfte mit Deutschland, aber das könne es tun innerhalb der legitimen Grenzen eines neutralen Landes, das mit einem kriegführende:: Lande Handel treibt.
Die neue englisch-amerikanische Auseinandersetzung.
New Bork, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Durch Funk- spruch von dem Vertreter des Wolfsschen Bureaus. Die „New York World" ineldet aus Washniqton: Auf Grund der Berichte, die Oberst House dem Präsidenten übermittelt hat, gelangt die Regierung zu der Ueberzeugung, daß in wenigen Tagen von London eine Proklamation ergeht, die die britischen Kä- binettserlaffe aushebt, die Blockade Deutschlands durch
die Flotten der Alliierten erklärt und kundgibt, daß man Mittel ttnden werde, der Versorgung mit Vorräten ein Ende zu macfen, ontn Beförderung nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn neutrale -ander heimlich zugelassen hätten. England ist entschlossen, wenn man d:e Ansichten amtlicher Kreise über dieser: Punkt lrcy aneignen will, die Verantwortung teilweise auf die A l l i i e r - t e n ab zu wälzen, so daß Frankreich, Italien, Rußland und Bel- gren einen Teil des Tadels tragen werden, den man im Kongreß ^wartet, falls d:e neue Blockade die Billigung der amerikanisä>en Regierung mcht sindet und ernstlich das Geschäft der amerikani- ,chen Verfrachter behindert, Mp es heißt, ist es England klar, «Sfw-Sr l ü .Amerika hauptsächlich mit Frankreich und Belgien Icttgcsuhl hat und daß dies Mitgefühl ausgenutzt werden kann, 0 :e feindliche Stimmung auszugleichen, die gegen die britische Re- n9 , §veckt wurde. Die Regierung der Bereinigten Staaten Überrascht sein, wenn nicht alle Mächte der Eiitente gleichlautende Erklärungen abaeben sollten, daß die Blockade ver- Nach^ hier ^^^Mattsame^Mittel aufrecht erhalten werden soll
wärtige s ch
<U C n -',&cbor diese die Warenspeicher New Yorks Absehen von der Erklärung, durch die die tat- Blockade Deutschlands bekannt gegeben wird, wird Eng- wie man erwartet, die Forderung stellen, daß eine scharfe A^rre auf alle Sendungen gelegt wird, die für Englands + oder aber, daß anderenfalls auch die N e u -
:™V* ^ch. emer Blockade unterwerfen, die nur gelegentlich wird, wenn d:e britischen Behörden meinen, daß die Neutralen Nahrungsmittel für den Eigenverbrauch benötigen.
Zork American" meldet aus Washington: Von hohen amtliä^n Stellen wurde erklärt, daß England die ameri- ?r r 0 "e megen der Behinderung des amerikanischen van-dels damit beantwottet hat, daß sie beabsichtige, der B l o ck a d e L l A C 2 ^o^/ren Umfang zn gebe n. Nach Mitteilungen, vce das Staatsdepartement ans privaten Quellen des Auslandes erhalten hat, wird England alle Proteste der Negierung der Ver- Maate:: unberücksichtigt lassen. Dem Vernehmen einen solchen Protest nicht einmal beant- UrS bw britischen Maßnahmen, durch die der Handel jeder
^ DeuLchlarck nbgeschnitten werden soll, beendet sind. So- wird Enaland alle Beschwerde:: ablehnen. Amtliche Krerle stellen in Ausficht, daß eine solche Antwort Eng- ttnen scharfen Notenwechsel Hervorrufen würde. jE“ iJUtS' «"IP* England den Standpunkt ein, daß es selbst w j? te i? 3te p aller Frachten entscheiden muß. Da-
äas Recht zu haben, nach neuttalen Häfen be- liin.mre Schiffe aufzubringen und ihre Ladungen zu beschlag- nahmen, weil es der Ansicht ist, daß diese letzten Endes für den H-emd de stimmt sind. Beamte des Staatsdepartements deuten an, daß d:e Neuerung der Vereinigten Staate:: die Ansicht vertreten wird, daß England durch eine solche Haltung den Grundsatz ^Freih^it der Meere ablehnt. In den an Deutsch- land gerichteten Noten ist die Negierung der Vereinigten Staaten für d:e Freiheit der Meere uneingeschränkt eingetreten. Die Vcr- eirngten Staaten müssen daher, wie bemerkt wurde, Englands Standpuntt nachdrücklich endgültig entgegentteten. Aus einer der rrttychen Botschaft nahestehenden Quelle erfuhr der „New York Amerwan , daß England und die Alliierten sich :rnr durch die Erfordernis,e der Lage bestimmen lassen werden, nicht aber durch Wrshington^^ amerikanischen Publikums oder amtlicher Kreise
Aus Washington meldet die „Associated Preß": Bei Be- wrechung der Aussichten auf die Erklärung einer formelle:: Blockade Deutschlands durch, die Alliierten wurde in amtliche:: Kreith vielfach die Vermutung ansgedrückt, daß diese Maßnahme größtenteils deshalb in Aussicht genommen wurde, um der W ei- Schwedens, die Wiederausfuhr importierter Waren nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu sperren, zu begegnen und den Llbsichten amerikanischer Baumwoklprvduzenten Wvor zu kommen, die eine Million Baumwollballen in amerikani- chen Schissen nach neuttalen Häsen Nordeuropas zur Weiterver- vach-tung :wch Deutschland versenden wollen. Soweit die Bereinigten Staaten in Betracht komme::, könnte man die Ersetzung des als gänzlich ungesetzlich bettachteten gegenwärtigen Systems durch! eine gesetzmäßige Blockade willkommen heiße::, da dies die Streitfrage betreffend die Behandlung des als rechtmäßig anzu- erlennenden neutralen Handels vereinfachen würde, doch müßte die Blockade wirksam sein und jeder Versuch'!, die Rechtt der Ktteg- suhrenden durch Erzwingung der Theorie von der endgültigen Bestimmung zu überschreiten, würde aufs heftigste bekämpft werden.
Griechenlands Haltung.
Athen, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der französische und der englische Ge- I a n d t e hatten gestern mit dem Ministerpräsidenten Skulu- bs.s ^nc lange Unterredung, der die Abendblätter große Wichtigkeit zuschreiben.
Dom russischen Parlament.
Petersburg, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Die Zeitungm wollen von zuständiger Seite erfahren Haber:, daß ein kaiserlicher Mas betreffend die Wiedereröffnung der Duma am 28. Januar erscheinen werde. Die Sitzungen würde:: Mitte Februar beginnen.
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Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers: An der D a r d a n e l l e n f r o n t schleuderten ein Kreuzer und ein Monitor gestern nachmittag etwa 30 Geschosse in die Gegend von Altschi Tepe und Tekke Burnu, entfernten sich aber, als unsere Artillerie das Feuer erwidette.
Sonst nichts Neues.
Die Kämpfe an der perfischen Grenze.
K o n st a n t i n o p e l, 21. Jan. (WTB. Nichtaintl.) Wie d:e Agentur Milli von der persischen Grenze erfährt, hat die^ türkischeVorhutmit Unterstützung muselmanischer Krieger am 6. Januar Marhametabad besetzt. Der Feind, der Verluste ap Toten und Verwundeten erlitten hatte, flüchtete nach Maragha. Er zieht sich auch aus Seldos (?) zurück. Die letzten türkischen Siege in Aserbeidschan machten auf die Stämme einen großen Eindruck. Zahlreiche Krieger schließen sich täglich den türkischen Truppen an. Der erste Gefangenentransport wurde nach Mossul geleitet. Die vom Feinde im Stich gelassene Munition wird unter die Stämme verteilt.
Berlin, 22. Jan. Ein ftanttnender Austtlf an die Perser, sich Mit den türkischen Brüdern zu vereinigen, um für die Freiheit des Islam zu kämpfen, wird, verschiedenen Morgenblätt-ern zufolge, im „Dänin" veröffentlicht.
Enver Pascha an Admiral Souchon.
Kon stnn tinvpel, 21. Jan. (WTB. Mchtamklich.) Enver Pnsch-a richtete an den Nottenchef Admiral Souchon folgende Kimdgebung:
„Den neünmonattaen Bemühungen des Vierverbandes gelang eZ nichtp die alte Kaiserstadt an sich! reißen. Ich spreche daher den vereinten Streitkräften zu Wasser rmd zu Lande, die keine Opfer scheuend Unermüdlich draußen an den Dardanellen auf der Wacht standen, meinen Dank und höchste Anerkennung aus und ich gedenke mich derer, die aus dem FeWe ihr Leben einsetzten für die gelnein- sanre Sache. Große Genngtuulig bereitet es nrir, hier der ganz besonders heißen Avbett und der hingehenden Leistungen zu gedenken, die die Flotte bei dem Befreiungswerk getan Hai. Unermüdlich, Tag und Nachlt unter der Leittmg Seiner Exzellenz trugen Offiziere und Mannschaften zu ge- meinschastticher Tättgkeit -bei, daß das mit tausenderlei Schwierigketten verknüpfte Unternehmen einen günstigen Abschiluß fand. Ich rufe daher Euerer Exzellenz, den Ofsi- ziereii, den Mannschasten und der Flotte meinen innigsten Dank für die Tätigkeit zu, die ein Ruhmesblatt ,iti der Weltgeschichte wurde."
Enver Pascha, Vizegeneralissimus und Kriegsntjnister.
Der 5eekrieg.
Die versenkten feindlichen Fahrzeuge im Monat Dezember.
Berlin, 20. Jan. Von zuständiger Stelle erhalten mir fvb- gende Zusammenstellung der im Laufe des Monats D^ember versenkten feindlichen Fahrzeuge. Sie gibt ein anschauliches Bild von der erfolgreichen Tättgkeit der verbündeten Marinen lund zeigt, welch empfindliche Einbuße an Handelswetten der Feind auch im verflossenen Monat zu verzeichne:: hat.
Es wurden versenkt:
A. Im Krie gsgebiet Nnt England fünf Dampfer von insgesamt siebzehn tausend Tons, darunter ein englische: Hilfs-
von etioa viettansend Tons, ferner St. Oswald, englisch, 3 810 Dons, und Miiil,tte Bernatt, belgisch, 4215 Tons.
B. Im Mittelmeer von den Unterseebooten der Mittelmächte:
h engl Dampfer Clan Macleod, 4796 Bttrtto-Registerttns. W:eh und Stückgut nach London;
a 5422 Brutto-Reg^T.,
pottichifs nach Marseille;
3. engl. Dampfer Eomniodore, 5858 Brutto-Rsg.-T., Truppen- ttanspottschiff nach Marseille;
4 ■ Helmsmntt, 4000 Br.-Reg.-T., Zucker fn:
!ttig:cmd;
5. gttech. Dampfer Dinttttws Gvulandtts, 3744 Br -Reg Lebensmittel für England, darunter 2 Millionen Eier- ''
6. engl. Dampfer Vetta, 3229 Br.-Rog.-T, leer-
7 - H Ol- Dampfer Busitts, 2705 Br.-Rvg.-T., Banntwolle für
mk’anbS'** 0rtCriC/ 6535 ^Eeg.-T., Salpeter nach
9. iapam Dampfer Yasaka Maru, 12 500 Br.-Reg.-T., Stück- gut :md Goldladimg für 2 Millionen Mark;
10. franz. Dampfer Bille de la Ciotat, 6378 Br.-Reg.-T., engl. Gruppen, Stückgut; anamittsche Eisenbahnarbeiter für Franks
11. engl.'Dampfcr Yeddv, 4552 Br.-Reg.-T., Stückgut-
1J - ^ngl. Dampfer Clan Macsarlane, 4823 Br.-Reg.-T., Stuck-
13 - li 0 Ä, g ?ir re ' 9400
11 Tm lÄi ratoIu 2Raru ' 3217 8ute,
15 - S (J TÄ r “' 3650 Br -R«g.T.
,Ucbertrag:/80 809 Brukto-Register-Dvns.
. . Aorner an italienischen Fahrzeugen vivn ö st e r -
ch-un garischen Unterseebooten-
16. tta:en. Dampfer Dante, 889 Br.-Reg.-T., Eisen;
18 Abüler Pietrv Losaro, 516 Br.-Reg.-T., Stückgut;
}q x - a l' en - Da'upser.Porto Said. 5300 Br.-Reg.-T., Stückgut
19. italien. Wacht, chiff, 250 Br.-Reg.-T. 9
Zusammen: 6955 Brutto-Register-Tons.
Gesamteinbuße des Feindes bettägt nach dieser Zusam- menstellnna, nielche nur die auf Grund einwandfreier Fe^llung erfolgten Verluste anfuhtt, 24 Schiffe von insgesamt 104 764 Ton- : i|t die Schädigung des feindlichen Handels oettachtlich hoher, weil vorlttiffg verläßliche! (Angaben über die durch Eiswn, Muren, Strandümgen nsw. gesunkenen Fahrzeuge noch r "1+ e ^ ledoch ans Presseveröffentlichungen er- ^ mit ® h5 * rSeit ^ ,w> *
(A3TB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Ter brittsche Dampfer „Sontherlan^d" wurde am 17. Ja- nuar versenkt. Tre Besatzung fft am 20. Januar in Malte gelandet worden. Ein Laskare wurde getötet.
Aus dem Reiche.
Der König von Bayern an der Westfront.
Berlin, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) König Ludwig von Bayern an der Westfront und in Belgien. Der erste Besuch König Ludwigs im neuen Jahre bei seinm tapferen Truppen in Franrreick^. Im Hauptgiurrtier des Kkoiiprinzen sehen sich Vater und Sohn wieder. Begleitet vom Kvonpttnzen, fuhr der König täglich zu dem Standorte der Truppen und überreichte persönlich zahlreiche Auszeichnungen an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. In den Reden, die er rnt die Soldaten hielt, sprack) er ihnen in herzlickMN Motten seine Anerkennung und seinen Dm:k für die Leistungen aus, durch die sie der jahrhundertalte:« Geschichte des bayerischen Heeres neue Ruhmesblätter angesügt haben. Von der Front begab sich der König nach Brügge, n:n Zeebrügge und die Küstenbefesttgungen bis Osteiide zu befi'chttgen, d>ann von da nach Antwerpen. Nach einer Rundfahtt durch die Stadt uiid den Hafen besiick^e er verschiedene Se hen s würdig ketten und nahm ans dem Fort Wavre St. Catherine eine:: Borttag des Gouverneurs über den Angriff m:d die Einnahme des Forts ent- gegm. Gestern traf der König ff: Brüssel ein, von wo er Freitag mittag die Rückreffe nachl Mmrchen antrat.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 2.2 Januar 1916. Ein Kriegswahrzerchen für Gießen.
Gießen wird sein Kriegswahrzerchen er« halten. Das ist das Ergebnis einer von Oberbürgev- meister Keller auf den gestrigen Abend ins Stadth-ans gebetenen Versannnlung, der reichliche Gelegenheit geboten ivar, die Meinung der Bürgerschaft in dieser ihren leb^- haften Anteil erfordernden Angelegenheit zum Ausdruck zu bringen. In der Versammlung waren außer den Spitzen der Behörden namentlich auch die Laridesuniversrtät und die Gießener Vereine vertteten, so daß der Sitzungssaal des Stadthauses fast voll besetzt war, ein Umstand, der dcnn Oberbürgermeister recht gab, wenn er in seiner Begrüßungsansprache sagte, die Einladungen zu der Besprechung hätte:: arrs Gründen des Raiimmangels nicht weiter ausgedehnt werden können. Er hoffe aber, so führte der Oberbürgermeister weiter ans, daß auch die Nichtgeladenen den heute zu besprechenden Gedanken mit Eifer' aufgreifen würden. Der Red::er gab alsdam: für die folgende Beratung eine Reihe von Gesichtspunkten an, an die irarvt sich seiner Ansicht nach bei der Behandlung der Frage gu halten habe:
Die meisten deutschen Städte hätten sich in den letzten Monaten in der einen oder anderen Form ein Kriegswahrzeichen geschaffen. Der Gedanke dieser Male sei ein Gemetti- gut der Nation geworden, dem Rechmmg zu tragen wir den Nachkommen gegenüber eine geschichtliche Verpflichtung hätte::. Sv einig man über die Berechtigung der Kriegswahrzeichen sein könne, so verschieden seien allerdings die Ansichten über ihre Form. Genagelte menschliche Figuren schieden für ihn — Redner — von vornherein ans. Mit einer solchen Ablehnimg besinde man sich in guter Gesellschaft, denn die Berliner Akademie der Künste habe ihre Aufgabe kürzlich mit der Warnung vor einem solchen durchlaus unkünstlerischen Vorgehen lvahrgenommeu. lerisch einwandfreier sei, schon dxe .Schaffung eines Brun-


