Ausgabe 
22.1.1916 Erstes Blatt
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 18

Der Gletzener Nnzeicker

erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich OlehenerZanillienbiätter; zweimal wöchentl.Urelr- dluttfürdenXreisGiehel, (Dienstag und Freitags zweimal monatl. Land­wirtschaftliche Zeitsragrn ftentjprcd) - Anschlüsse: iürdieSchris1leitungH3 Verlag,Geschästssteuebl Adresse iür Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen, rlnnalsme von Anzeigen für die Tagesnunnner bis zum Abend vorher.

Erstes Blatt

166. Jahrgang

Samstag, 22. Januar 1916

GichemrAMM

: General-Anzeiger für Oberhessen

Rotaüonrtzruck und Verlag der vrühl'schen Umv.-Such- und Steindruckerei 8. Lange. Schristleitung, «eschäftrstelle und Druckerei: Schulftr.7.

Beiuq»k»reis: monatl. 85 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch die Post Mk.2.30viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., aitsw. 20 Pf. Hanpt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge­richtssaal: Fr. N.Zew.;

Die nach ungeklärten Vorgänge bei der Waffenstreckung

Montenegros.

/cw /WTB.) Großes Hauptquartier. 21. Januar.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

O e st l i ch c r K r i e g s s ch n u p»u tz.

Auf der Front zwischen Pinsk und Czartorysk wurden Vorstötze schwacher russischer Abteilungen leicht ab- gewresen.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

O b e r st e Heeresleitung.

Das Rätsel, das sich zwischen der am 17. Januar vom Diener Korrespondenz-Bureau über die Kapituliernng Montenegros verbreiteten Meldung und den neuesten Fest- steNungen aus Paris und Rom erhebt, ist auch fyeute nicht völlig geklürt. Von Wien liegt noch keine amtliche Nach­richt vor, aber was der Berliner ..Lokalanzeiger" aus dem Wiener Pressequartier erfahren haben will, ist einleuchtend und hat viel Wahrscheinlichkeit für sich. Vielleicht weiß die österreichische Regierung bis zur Stunde selbst noch nicht, inwieweit die neuen Schwierigkeiten die Friedensverhand­lungen mit König Nikita beeinträchtigen könnten. Es scheint festzustehen, daß Nikita eine Aenderung seines Entschlusses in das österreichische Lager nicht mitgeteilt hat, sonst wäre längst eine amtliche Mitteilung aus Wien im Um­lauf. Man wird vorläufig mit rein militärischen Schwierig­keiten rechnen müssen, die bei dem zerklüfteten Charakter des Landes, bei den zersprengten Standorten der monte­negrinischen Truppen oder Banden bis zu einem gewissen Grade rwrmrszuschauen waren und in Wien nicht über­rascht haben. Die angeführte, nachstehend wiedergegebene Mitteilung des Berl.Lokal-Anz." über Mißverständnisse wegen militärischer Signale hat etwas für sich: man kann sich jedvch schwer denken, daß der Wille des alten Königs nicht Mittel und Wege fände, den Montenegrinern mit erwünschter Schnelligkeit zur Kenntnis zu kommen. Es ist möglich, daß ein Teil der Truppen des Königs sich der Waffenftreckung ans irgend welchen Gründen wider­setzt hat, auch erscheint es nicht als völlig aus­geschlossen, daß serbische Abteilungen aus Sku- tari dieSchwierigkeiten" ins Werk gesetzt haben. Wie es aber um all diese Dinge auch stehen mag, so viel ist sicher: das siegreiche Ergebnis der Kämpfe halten unsere österreichischen Bundesgenossen in den Händen und sie wer­den es auch politisch zu bergen wissen. Die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß König Nikita aus der Hand der Zentralmächte den Frieden erbeten hat, weil er an den .Aussichten unserer Gegner verzweifelt. Die Aufbauschung militärischer Hindernisse bei der montenegrinischen Waffen­streckung im Lager der Entente wird deren Kredit nicht heben. Die Urheber der Sensationsnachrichten gleichen jenen Schwindelexistenzen, die ihre sträflichen Schuldenlasten hinter einem möglichst eleganten Auftreten noch eine Weile zu ver­bergen suchen. Eines Tages wird der Sturz vom Gipfel um so katastrophaler werden!

Der BernerBund" faßt seine Ansicht über Monte­negros Verhalten wie folgt zusammen:

Im gegenwärtige Stadium der Unterhandlungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Montenegro handelte es sich um nichts anderes, als die bedingungslose Unterwerfung der montenegri- nischen Armee, das steht in der amtlichen österreichisch-ungari­schen Meldung vom 17. Januar mit aller Deutlichkeit zu lesen. Es heißt dort ausdrücklich, dem Wunsche um Beginn von Friedeus- verhmrdlungen könne erst entsprochen werden, wenn die montene­grinische Armee be di n g s los d i e Wa f fe n gestreckt habe. Eine solche Waffenstteckung ist natürlich nicht von heute auf morgen zn bewerkstelligen. In Preß-Aeußerungen wurde als geringstes Zeitmaß für dir Vollenderng der Uebergabe zwei Wochen angegeben. Tatsächlich wird man wohl diese Zeitgrenze noch be­trächtlich hinausschieben müssen. Man mag sich erinnern, daß die Neue Freie Presse" in einem offenbar von militärischer Stelle inspirierten Bericht ausführte, um sicher zu sein, daß sich nirgends Guerilla^Bariden bildeten, müßten die österreichisch-ungarischen Truppen ganz Montenegro wie einen Wald in breiter Front durch­streifen. Es ist also eine selw gründliche Durchsuchung vorgesehen worden, die lxnrte unmöglich schon beendet sein kann.

Wenn wirklich Montenegro mm erllärt, es habe die Be­dingungen Oesterreich-Ungarns abgewiesen, so kann es sich mir um die militärischen Bedingungen der Waffenübergabe handeln, nicht um politische, die mit der zukünftigen Gestaltung des Landes, mit seinen Grenzen, seinen wirtschaftlichen Verhältnissen zusam­men l>äu gen. Von diesen Dingen war noch gar nicht die Rede. Worin wm der angebliche Abbruch der Unterhandlungen seinen 0Knnd ha­ben soll, ist aus den montenegrinischen Meldungen nicht zu er­sehen. DerTemps" glaubt, der König von Montenegro wolle sich } m £ den Seinen nach Italien begeben und aus diesenr Grunde l>abe er die Unterhandlungen mit Oesterreichs-Ungarn abgebrochen, rovbtl zu ergänzen ist, Italien hätte ihn nicht ausgenommen, loenn ^ alsUnterworfener" erschienen wäre. Diese Vermutung klingt wcht sehr glcmblich. Wenn König Nikita sich tatsächlich zur Kapi- Mlatwn bereit erklärt lyat, so geschah das aus politischen Grün^ p' rc fid) fftflfcf, daß auf diesen, Wiege mehr zu erreich M, als durch einen nutzlosen Widerstand. Hat er lftmte aber ferne -uapltulalionserktärnng rückgängig gemacht, so müssen es tvic- Ofr «Owerw,egende politisch Erwägungen gewesen sein, die ihn da- KU gebracht haben. Aber das sind alles Vcrmutmrgen.

*

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: 21. Januar 1916.

Russischer Kriegsschauplatz.

Der Eindruck der großen Verluste, die der Feind am 19. Januar in den Kämpfen bei Toporoutz und B o j a n erlitten hat. zwang ihm gestern eine Kampfpause auf. Es herrschte hier wie an allen anderen Teilen der Nordost­front von zeitweiligen Geschnhkümpfen abgesehen ver­hältnismäßig Ruhe.

Ein russisches Flugzeuggcschwader überflog das Gebiet südöstlich von Brzczany und warf Bomben ab. Diese rich­teten keinerlei Schaden an.

Italic nischerKriegsschauplatz.

Gestern nachmittag standen unsere Stellungen auf dem Gipfel und den Hangen des Eol di La na zwei Stunden lang unter Trommelfeuer. Auch Son Panses (nördlich Peutelstein) wurde sehr heftig beschossen. An den übrigen Fronten geht die Artillerietätigkeit nicht über das gewöhn­liche Maß hinaus.

S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Die ..Schwierigkeiten der montenegrinischen Waffenstreckung".

Berlin, 22. Jan. Zu den Schwierigkeiten der mon­tenegrinischen Waffenstteckung wird demBerliner Lokalanzciger" ans dem K. K. KviogSpresft quartier vom 21. Januar berichtet: In der Durchführung der ^Kapitulation stößt die montenegrinische Regierung auf Schwierigkeiten; das ist zunächst mit den großen Entfernungen und schlechten Verbindungen zu er­klären. Es gibt überhaupt mir drei fahrbare Wege, die das ganze Smü) durchqueren, und die Tnontenegrinischen Truppen stehen überall von diesen Wegen ziemlich weit entfernt in den Bergen. Von einer telephonischen Vermittelung kann nicht die Rede sein, da das montenegrinische Heer sich ein ex Telephoneinrichtung auch während des Feldzuges rcidtf bedienen konnte. Schwierigkeiten, die infolge dieses Mangels austauchen, werden mit den verschieden­sten Zeichen' überwunden. Der Vorpostenkommandant überzeugt sich z. B. von der Wachsamkeit seiner Feldwachen durch ztvei G e - wehrschüsse, auf die er von jeder Bergspitzc je zwei Schüsse als Antwort erhält. Wenn von irgendwo die Antwortschüsse aus- blciben, wisse der Kommandant, daß dort oben irgendetwas nicht in Ordnung sei. Bei solchen Verhältnissen setzte es nicht in Er­staunen, daß Teile der montenegrinischen Armee undBevölkernngdie Notwendigkeit der Waffen­streckung noch nicht klar erfaßten. Es sind das Leute, die in dem Bannkreise des Panslawismus erzogen wurden. Das Gros der Armee und der Bevölkerung sind aber treue Anhänger des Königs.

Berlin, 22. Jan. Zu der italienischen Mitteilung über die neuesten Vorgänge im montenegrinisck-en Heer heißt es im Berliner Lokalanzeiger": Sie fdf>eint die Annahme zu bestätigen, zu der man einstweilen, so lange von österreichischer Seite keine näheren Mitteilungen vorlägen, genötigt sei, daß der Widerstand gegen die vom König und der Regierung angenommene bedingungs­lose Unterwerftmg von Teilen des Heeres ausgcl-e, die von der Waffenstteckung nichts Nüssen lm>lltcn. Letztere werde natürlich so oder so trotzdem durchgesühtt werden und das endgültige Schick­sal des Landes würde sich, wenn König Nikita plötzlich von seinem gegebener, Wort zurücktrete, gewiß nicht glimpflicher gestalten, als bei Ansrechterhaltung seiner ans Gnade und Ungnade cmgebote- nen Kapitulation.

Berlin, 22. Jan. Immanuel schreibt imRoten Dag" über Nikita: Er ist ein vielgeivandter Herr, clwnso geübt in den Winkel- Kgen der großen europäischen Politik, wie in der Benvaltung seines Läudchens, das er, der jetzt 74jährige, mehr als 55 Jahre, zuerst als Patriarch, dann als Fürst imd seit fünf Jahren als König beherrsclft I>at. Er ist kein schleckster Organisator, auch Sol­dat, ein begabter Dichter, ein glück! ick-er Schwiegervater, ein (M3v mann, der an der Londoner Börse durch Spekulation bei Msbruch des Krieges 1912 M i l l ioiieneingelreimst l)at. In Lon­don und Paris ivirft inan ibm Charakterlosigkeit vor. ?lber man verspürt beim Vierverband dirrch die Vorgänge mt kleinen Monto ncflTO ein Unbehagen n nt in einem SKbäude, dessen ßftundmanern zu wanken beginnen. Hierstl beruht die Bedeutung des Schrittes, den Montenegro getan I)at.

Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In einer Be­sprechung dos angeblichen Abbruchs der Ver­handlungen zwrschen Oesterreich-Ungarn ,md Montenegro schrecht derCorriere dell'a Sora"- Dre Fassung der DrndgebNng des montenegrinischen Ver­treters in sttom lasse keinen Zlveifel über das Endziel der wiederaitfgenommenen Operationen. Der Kämpf habe zwar lvieder begongren, aber man schlage sich nun zur letzten

Verteidigung, das heißt, um die Räumung und den Rück­zug zu erleichtern. Für Montenegro bleibe anscheinend kein anderer Ausweg. DerCorriere della Sera" weist sodann auf die Unhaltbarkeit der These von der Verteidi­gung Montenegros zu einer Meorganisatton hin und schließt: Das Schicksal des Balkans entscheidet sich nicht in Morrte- negro, ebenso wenig wie in Albanien. Nur im Wardartale könnte vielleicht eine große Aktton die Lebensadern zer­schneiden, welche die Mittelmächte mit dem Orient ver­binden. DerSecol o" schreibt: Die Nachricht von der Wiederaufnahme des Widerstandes Montenegros könne nur mit Genugtuung begrüßt werden. Man müsse aber sofort hinzufügen, daß^ die Ankündigung keine Hoffnungen und Illusionen erwecken dürfe, wie auch die Waffenstreckung militärisch nicht von Bedeutung war. Die Monterregriner verhehlen sich nicht, daß die letzte Verteidigung nur in einem Versuch äußersten Widerstanoes vor Sbutari und einem geordneten Rückzug nach Albanien bestehen kvime.

Rom, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Die Königin von Montenegro und die Prin­zessinnen £ n i a und Vera sind gestern abend von Brindisi m Nom eingettoffen und reisten nach Lyon, wohin sich auch die bei Montenegro beglaubigten Diplomaten begaben, weiter.

, Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agenzia Ste- fani meldet, daß der König und die Königin von Ita­lien die Königin von Montenegro und die beiden mon­tenegrinischen Prinzessinnen bei ihrer Ankunft in Rom auf dem Bahnhof empfingen und auch zur Verabschiedung erschienen. Die Königin Helena gab den montenegrinischen Damen auf bet Fahrt nach Lyon eine Strecke weit das Geleit.

Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die ,^Jdea Na- zionale" will aus San Giovanni di Medua telegraphisch erfahren haben, der unerwartete Handstreich Monte­negro s sei aus die A n k u n f t v o n s e r b i s ch e n T r u p - Pen aus Skutari unter dem Oberbefehl des Generals Martinowitsch zurückzuführen. Dieser sei der Führer der antiösterreichischen Sttömung und habe König Nikita gezwungen, den Kurs zu ändern.

Italien zieht seine Truppen aus Albanien zurück.

^ o/fU n ' 22 Jan. Daß die italienischen Truppen aus Albanien zurückgezogen werden, darüber lassen nach vcrlchiedenen Morgenblättern die neuesten Nachrichten aus Italien wirklich keinen Zweifel mehr.

Italienische Lieseranten-Prozesse.

Berlin, 21. Jan. (Priv.-Tel.) DasBerl. Tagebl." meldet aus Lugano: Das Kriegsgericht in Bologna hat ftlnf Getreidelieferanten der Arinee zu 10 bis 14 Zähren, das in Florenz fünf Schuhfabrikanten zu einem halben Jahre bis fünf Jahren Zuchthaus ver­urteilt.

in grauen*

Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) LautSecolo" hofft man itn Italien durch die Neu aus muster una 400 000 bis 500 000 Mann einzuziehen. ' 0

Italienische Ministcrreden.

ar Florenz, 21 Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefam. In Gegenivart des Ministerpräsidenten hielt der ttolonmimimftcr Martine wer eine Rede, in d-er er sagte- Tce Regierung macht keinen Hehl aus ihren Berpslickmmqm und Abpchten. ^ie belvahrt den unei-schütterlichen Glauben an den Sieg. Dieser Glaube beruht auf dem Wert der Armee und de-- Marine und auf der Mitarbeit des Volkes. Dieser Glaube wi'-d nicht gcnnnden durch unglückliche Etnsoden, die auf so verschie, denen fronten unvermeidlich sind. Die begangenen Fehler wer. den bic Alliiert c n lehren, in ihrer Tätigkeit mehr E i n h e i 1 und Eintracht zu zeigen und häufiger miteinander in Verbin­dung zu innen. Italien kann nickst alles allein tun und darf Nicht seine Kräfte zersplittern. Indem es seine Grenzen und v"- litilche und okononiisckie Zukunft schützt, geioährt es der gemein- saineii Sache die beste Untn-stützung. Ani Schlüsse wic^ der- Red­ner auf die P flickst hin, die nationale Anleihe zu z ei amen.

Ministerpräsident ^ a l a n d r a sagte beim Empfang der Dele- gattoncn aus sasemia, die Regierung sei sicher, richtig gebandelt zu haben Diese Ueberzeugung roerdc' sie zukünftig ausreiüt er- halten. Ter Mmisteichnäsident ermahnt die oberen Massen, in allen Teilen der Bevölkening eine patriotische Propa­ganda zu mackseir.

Eine Geburtstagsspende sür den Kaiser.

Köln, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) DieKölnische Zettung" meldet: Eine Geburtstagsspendc für unseren Kaiser! Der Erzbischof von Köln, Kardinal Dr. v. Hartmann. bat laut demKirchlichen Anzeiger" für die Erzdiözese Köln bestimmt, daß bei den Feftgottesdiensten am 27. Januar und am folgenden Sonntag den 30. Januar in der ganzen Erz­diözese Köln bei allen heiligen Messen eine Kollekte zum besten der kranken und verwundeten Krieger abqehalten werde, deren Erträgnis dem Kaiser als Geburtstagsgeschenk