Ausgabe 
14.1.1916 Erstes Blatt
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» s-ra ^ ^ tm W<srerr. Institut). Landgerichtsrat

L> Aufgaben und Organisation des Roten Kreu-

^ CT^* , T ro f if m,e * }er Dr. Ebel: Soziale Fürsorge im

c" r> Sommer: Die Psychiatrie im Kriege. r!Lrr3^ fcwb für Studierende ein gut besuchter

^attischer Kurs in Bezug ans V e r b a n d l e h r e u n d f ra £! eltt . r r JS e tt statt, i>er bei der starken Ueberlastung Ehmrrgrschen Klinik von den Herren Assistenzarzt Dr Alefeld und Privatdozent Dr. Erhard abgehalten wuwe. Dementsprechend wurde auch in dem Sommersemester veranstaltet Kurs der freiwilligen Krankenpflege

Neben diesen besonders auf das Kriegs-Sanitätswesen gerichteten Bestrebungen der Landes-Universität fanden im Wrnter-Semester 1914/15 und im Sommer-Semester 1915 zwei Reihen von kriegswissenschaftlichen Vorträgen statt, die tn umfassender Weise die durch den Krieg in den Vorder­grund gerückten Probleme darzustellen suchten. Im Winter Semester wurden folgende Vorträge gehalten: Prof. Dr. Koloss: Die Entstehung des gegenwärtigen Krieges. Prof. Dr. Kinkel: Der Krieg und die deutsche Kultur. Professor Dr- Skalwert: Der Krieg und die deutsche Volkswirt­schaft. Prof. Dr. Schi an: Die Gerechtigkeit gegenüber un­seren. Fernden. Prof. Dr. Elbs: Aus der Entwicklung der chemischen Industrie in Deutschland und England. Prof. Dr. Krüger: Die vaterländische Dichtung in den großen Kriegssah-veu. Prof. Dr. Leist: Vom Recht der Zukunft.

Zr. Behaghel: Der Krieg im altdeutschen Epos. Prof. Dr. König: Die Verwendung der Naturkräste im Kriege. Prof. Dr. Eck: Der Schotte Carlyle, Deutschland und England. Dre Reche der Vorträge im Sommer-Semester 1915 tvar folgende: Prof. Dr. Kleb erg er: Die Sicherung un serer Volksernahrung in der Kriegszeit. Prof. Dr. Ver Nu h s: Die Bedeutung der Ungeziefer-Bekämpfung ii.

Prof. Dr. Schaum: Photographie und Kriegs Wissenschaft. Prof. Dr. Brüning: Behandlung und Der sorgung der Kriegskrüppel. Dr. Gundermann: Die Rönt­gen strahlen im Dienste der Kriegs-Chirurgie. Prof. Dr. C o l- lin: Ernst Moritz Arndts politische Ansichten. Prof. Dr. Srevers: Deutsche Interessen im Stillen Ozean. Prof. Dr. Gmelrn: Nationale Verhältnisse von Belgien.

Außer diesen, von der Universität selbst veranstalteten Vortragsreihen wurden in der großen Aula der Universität mehrere Vorträge gehalten, die von seiten des Herrn Ober­bürgermeisters der Stadt veranlaßt waren, aber auch von ^ech:kraften der Universität übernommen wurden. Es waren dies besonders die beiden Vorträge von Herrn Professor Dr. S kalwert, dem Vertreter der National-Oekonomie, vor der 2^ und 3 Kriegsanleihe, die sehr zahlreich besucht waren und sicher dazu beigetragen haben, daß das Ergebnis der Zeichnung auf diese Reichsanleihen in Gießen so günstig gewesen ist. Ferner ist von der Universität für eine Reihe von Versammlungen, die für Zwecke der Krreaswohltätigi- kert oder zur Aufklärung über bestimmte wirtschaftliche Zargen abgehalten wurden, die große Aula in weitgehender Welse unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. In neuerer Zert ist das an der Universität von Anfang an be­handelte Thema des Kriegs-Sanitätswesens durch Herrn Reservelazarett-Direktor Oberstabsarzt Dr. Siegert in Form erner Reibe von kriegswissenschaftlichen Vorträgen aus dem Gebi-et der Medizin unter starker Beteiligung von Dozenten der mediziirischen Fakultät weiter entwickelt worden.

' (Fortsetzung folgt.)

rtwx,, e «$. n ll . n 0* schütze Heinrich Schwarz im all.

der bereits früher das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielt, wurde zum Gestellen ernannt. ° ö

r * ® e ü j e 0 a Ni melwoche. Ein jeder frage sich, »l*l*r lm *® v tSx a r b » ev Sammelwoche etwas beitragen könne und hole etwa Versäumtes nach. Das Vaterland braucht das Gold, das für den einzelnen keinen höheren Wert hat als die Banknoten. Wer seine Goldmünzen abliefert, wer wirbt und sammelt, der steht im Dienst des Vaterlandes.

^Ä?^fserweiterungen in Hessen. Der Etat der Eisenbahnverwaltung enthält aus neuen Forde- rungen na. die dem hessischen Staate zur La/st fallenden Bauten: Erweiterung der Bahnhöfe Klefeld, Nieder- Ohmen, Oberroden und Schotten.

E ^ ^ ch ^ a n d s Luftflotte zeigt immer aufs neue, daß fte den Ausgaben, welche der Krieg von ihr for i^er Hinsicht gewachsen ist. Man darf getrost sagen, ^b^st dle beste der Welt. Sie auf dieser Höhe zu erhalten, muß das Bestreben aller Patrioten sein und wird in erster Lrnie durch den Deutschen Luftflotten-Verein erstrebt, dessen ^ em ^bsem Blatte beiliegenden Werbern' ersichtlich sind. Wir machen hierauf besonders aufmerksam Mw fordern unsere Leser auf, den Ruf des Dentsck^en Luft- flotten-Veverns utcEjt ungesehen beiseite zu legen, sondern 51. ^ e . T V 3 ur Erreichung der vaterländischen Ziele. Wir wollen nicht warten, bis uns vielleicht Frankreich wieder zuvorkommt, wo erst neuerdings ein Luftflotten-Verein ge­gründet worden ist, der mächtig anzuschwellen scheint und mit großen Mitteln trachtet, uns zu überflügeln. Das sollte Anregung genug sein, mit zu helfen und mit zu werben durch den Emtritt m den Deutschen Luftflotten-Verein.

Äon» e tt.«tetn. Man schreibt uns: Das So- k t st e n k v n z e r t ain Sonntag, den 16. Januar brinat inomefamie, atTWiette Künstler: Die bayerische KammersängeA Frau^H er m ine Bo set11, und den berühmten Violin-Virtu- «« n rwr ^ öige t i. Frau Bvsetti, ein Stern der Münche ?esehener häufiger Gast au der Berliner kgl. beherrscht Nicht nur die große Geste dramatischer Gesangs- aJÄ® 1 1 o Klmrertscmle bodenständig. Mit ihrem

blendenden, machtvollen Organe und ihrer Vortragskunst findet sie sich meisterlich im Konzertsaale zurecht und eine lange Reihe gelungenster Liederabende zeugen von ihren Erfolgen auf diesem ^diete Den Hohenpunkt ihres gesanglichen Könnens bedeutet aber der Koloraturgejang, der m den zwei Mozartschen Arien Programm ausgenommen wurden, zur Geltung kommm soll Frau Bosettt und Herr Szrgeti haben übrigens in letzter Zeit eine Anzahl Köderte gernemfam veranstaltet, die ihnen qroß- avtm nachhaltige Erfolge einbrachten, lieber den jugendlichen Vivlin Helden Szigeti bedarf es bei unseren Musikfreun­den keiner einfuhrenden Worte mehr. Sie haben ihn von früheren Konzerten her als einen der ersten im Gedächtnis und begreifen wenn ibn beaeoterieS'riHfpr firnncm ....< .'

wenn ^ihn begeisterte Kritiker alsjungen "Joachim" "und" als

feinfühliges Spiel, seine zur höchsten

^ein Genie" preisen. Sein wvu . , CULV sur nomnp

N^uosttät gesteigerte Technik und was noch mehr gilt fein echtes Künstlertum, haben es ihnen angetan, und so dürfen sie sich auck, spreche "EM Wiedererscheinen einen erneuten, hohen Genuß ver-

** Pferdeversteigerung. Montag, den 17 . vormittags 10 Uhr, kommen auf dem Pferdemarktplatz in Darmstadt ca. 2025 Stück kriegsunbrauchbare Militärpferde und ein Egel zum Verkauf. An der Versteigerung der Pferde können nur hessische Landwirte t/ilnehmen.

_ Landkreis Gießen.

ikfwr- 0 d ^ n, 33. Jan. Aus nuferem kleinen Dörfchen oon 150 Emwohnern waren 20 Mann zu.n Militär eingewaen Worden. Von diesen stehen noch 5 Mquu vor dem Feinde im ^elde, m Garnison stehen noch 9 Mann, und 6 Mann, meistens Bergleute, sind beurlaubt, bezw. entlassen worden. In Feindesland

verwundet waren wer Mann. Diese sind Bürgermeister Otto V o chlni, dessen Bruder Gustav Jochim, August Schmidt uw Otto Kautz. Vermißt gemeldet ist Eduard Jäger. Ge° sallen ist Karl Theiß, Knecht bei bem Landwirt Peter Weil, ge» burt,g aus sPcnSfctb (fir. Alsicld). Das Eiserne Kreuz uud die pesiische ^apserkeitsmedaille wurden kurz vor Weihnachten dem Geweilen (Änslav I o ch i in im Reserve-Jnfanterie-Reqiment 116, 7. Komp, verliehen; ebenso erhielt das Eiserne Kreuz der Betriebs­sichrer Jakob Zeiler ans Grube .Hoffmmq" bei Slockhausen.

u-' ^ l u g 8 Hausen, 14. Jan. Ter Unteroffizier Kühn von hier erhielt für besonders tapfer geführte Patrouillen, die dem I^ ui l rc ^orlnske beibrachten, befonbcrc Belobigung. Kühn >)i ,'^chi das Eiserne Kreuz. - Eine große Freude wurde einer . "zahl hlesiger Faiiiilien bereitet, die bare Ilntcrstützungen aus oen vom Kommnnalverband überwieseiien Geldern erhielten. Die -verteilimg geschah durch das Ortskoinitee voni Roten Kreuz.

erb- ni*^ ' 14 - ^aa. Die hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Inhaber des Eisernen Kreuzes Gefteiter Ludwig Leyerer denn Stabe der 25. Reserve-Division.

.. Kreis Büdingen,

v*l 9 e 5 ' 14 ^ an * Vei deiii Kreisausschuß waren bis Ende des Jahres 1915 rund 3750 Anträge auf Familien- eingegangen; davon wurden 3590 bewilligt. In Fallen erhöhte der Kreis den Reichssatz durch einen Kreis- wchnr er 157 200 Mk. aufwendete. Insgesamt zahlte der ^reis nir Unterstütz,mgen an Angehörige von Kriegern bis zum ^chlliß des letzten Jahres 1 900 000 All. ans.

^ ' 14, ^ ai1 Die Hessische Tapferkeitsmedaille

erytelt der Kanonier May im Fußänillerie-Regiment 20.

nr-hiJf sT 1 n c> 5? e i n JS/ 14 * 3«"- Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Fahrer Kratz im Res.-Fnßartillerie-Regt. 20.

Kreis Alsfeld.

^ . ^Alsfeld, 14. Jan. Zur Deckung der durch den r^ ie Ä ^ursachten <rußerordentlichen Ausgaben beschloß die ow Aufnahme einer Kriegsanleihe von 20 000 Mark bet dem hessischen Staat. Den Holzhauern des Stadtwaldes bewilligte der Städtvorstand eine Krieaszulaae von 10 Prozent ihres Lohnes.

Kreis Laulerbach.

e L^a u terbach, 14. Jan. Zum Leutnant der Reserve wurde am 6. Dezember 1915 Architekt Heinrich Reuter von hier, Eisenbahn-Regiment Nr. 2, ernannt. - Die Hessisck>e Tapsrrkeits- medaille erhielt am 10. Januar Musketier Friedrich G e r l a ch aus Glauberg, Infanterie-Regiment Nr. 166.

Kreis Schotten.

c - ri 6 reienseen, 12. Jan. 91,n verflossenen Sonntag Ipteiten mehrere junge Bürschchen aus der benachbarten Schreiners- Jür V 1 ! 1 *- e r ll ! e,n Z^obert, der geladen war. Einer der Jungen In ° r ' eineiu gegenüberstehenden Kameraden die Ladm,g ins mußte ^o cc nncf) Gießen in die Klinik gebracht werden

o. Ruppertsburg, 14. Jan. Teni Wachtmeister Otto S 11 'S, 1 von hier, der bei Beginn, des Krieges dem Fuß-Art.- Regt. Jir. 13 znqeteilt wurde und diesem ans alle Kriegsschau- plafze folgte, wurde am II. Dezember in Serbien für hervor­ragende Dienste das E i s e t it e K r c it z 2. Klasse verliehen.

Kreis Friedberg.

prMorf s o C ^ c x9 ' ll Jan- . Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der ^eutnant d. Re,. Stein im Jnf.-Regt. 171. Dasselbe Ehrenzeichen erhielt der Reservist Wilhelm Ai o l l

^ ^ö^^s heim, 14. Jan. Au, der GrubeLudwigs- Hoffnung wurde der Bergmann Fischer verschüttet und tot aus den CrdmaMl heransgezogen. Er ivar ein braver Arbeiter und hinterlapt Frau und Kinder.

Starkenburg und Rheiuhessen.

ö Mainz, 13 Jan. In der gestrigen Stadtverord- netensrtzung beschwerte sich Stadtv. Adelung über die ^vffichrung von Theaterstücken. Hier müsse energisch Protest erhoben werden, da Stucke verboten würden, die in an­deren Städten und an Hofbühinen zur Aufführung gelangten Oberbürgermeister G o t t e l m a n n versprach, die Sack-e dem Gou- vernement vorzulegen. Ein Erlaß von Bestimmungen über Verwaltung von Wertpapieren durch die städtische Sparkäpe erhielt die (Genehmigung der Versammlung. Der Ausstellung emes Kr i eg s wa h r z e i ch en s auf dem Lieb- frauenplatz gegenüber dem Dom wurde zugestimmt. Es ist eine Säule, auf deren Spitze das Eiserne Kreuz sich befindet und die von kleineren Säulen umrahmt ist. Der Elitwurf stammt von Baurat G e l i u s und Bildhauer L i p p und wurde unter 70 Ent- wurfen mck dem 1 Preis ausgezeichnet. Der Gemeinde Verbesthal wurden für das Rote Kreuz 1000 Mk. bewilligt.

Kreis Wetzlar.

npnrW^I^'orH ^>er Regierungspräsident hat an- geordnet daß der Ankauf von Butter im Kreise durch Händler besonders erteilter schttftlicher Erlmibnis zulässig ist. Als Händler gelten auch die Molkereien.

^ ^an. In Aßlar wurde in der ver-

aangenen Nacht der Hof des Landwirts Ferdinand Klees Vorräten durch ein Großfeuer eingeäschert. Der hatte ^ % t evljebll(i >' ba ber Besitzer nur teilweise versichert

Hessen-Nassau.

Wm. Kirchhain, 14. Jan. Zu dem aestrigen Schweine- markt, dem ersten im neuen Jahre, waren etwa 250 Schweine amgefahrem Die Anzahl der erschienenen Käufer wird ans 800 Per- sonen gefchatzt. Die Kauflust war groß und die Preise außer­ordentlich hoch. Für 6 8 Wochen alte Saugferkel wurden pro Mk., fnr altere bis zu 105 Mk. bezahlt. Bei diesen hohen Preisen konnte der Bedarf nur teilweise gedeckt werden

-- Frankfurt a. M., 14. Jan. Der 29jähriaeKamin­kehrer vermann Crem er aus Küpper st eg wurde hier am 2 August 1915 wegen Betrugs und Urkundensälschuna verhaftet und zur Beobachtung seines Geisteszustandes in dre htesrge Irrenanstalt gebracht. Aus dieser ist er in der letzterr Nacht mit einem anderen Gefangenen ausgebrochen und entflohen. Er ist von großer kräftiger Gestalt mit einer großen Narbe auf dem Kopf.

0/ Hanau, Jan. Der Kultusetat des preußischen Staatshaushlalts freht den Neubau des Gymnasiums in Hanau vor.

= Gelnhausen, 14. Zan. Eine Nutterhänd- l e r \ n , die von sieben Landwirten in Obersetzbach Butter zu holheren Preisen als vorgeschrieben sind, anftaufte, wurde nnt 10o Mark bestraft. Auch die Landwirte erhielten eind- srndllche Strafen.

-^Idstein, 14. Jan. Die Stadtkassenrechnun a ur 1914 schließt bei 214 187,78 Mark Einnahnwn und 199 212,87 Mt. Ausgaben mit einem Ileberschnß von 4 974 9t Mark ab. Vom Jahre 1914 ste'hen noch 3963 Mt Stcuerrück- staichc aus, hiervon rühren 2100 Mk. von Krieqsteilncb^ mern her. ^ }

^^.Goarshausen, 14. Jan. Der Etat der preußi- chen Eisenbahnverwaltung sieht die Herstellung von zwei Ueberholungsgelelsen zwischen Rastein und Loreley-Tunnel auf der Strecke CaubSt. Goarshausen mit einem Kosten- auswaude von 150 000 Mark vor.

ul. Limburg 14. Jan. Gestern nachmittag herrschte in der Lahngegend em orkanartiger Sturm, der von Hagel- und Schneefchauern begleitet war. In der Stadt Limburg wurde an Gebäuden usw. durch den Sturm vielfach Schaden angerichtet

tat der Frankfurter Stadtrat Dr. vec. publ. Heinrich Bleicher und der Direktor des Städtischen Völkermuseums Dr. med. et Phil, h. c. Bernl-ard Hagen. Professor v. Noorden ist 1858 in Bonn geboren als Sohn des Geschichtsprofessors Dr. C. von Worden Als Assistent war er bei Riegel in Gießen, habilitierte M 4 o8d m Gießen für innere Medizin, kam dann nach Berlin. Von 1906 bis 1913 wirkte er in Wien als Nachfolger Noth­nagels. Er t)t Mitbegründer der modernen wissenschaftlichen Er­nährungslehre in ihrer Anwendung auf Kranke. Geheimrat ? Q l l 11 sttk,t tm 73. Lebensjahre und lehrte vor allem von ^o^--1908 m Kul Pathologie und Therapeutik. Professor Bleicher ist 1861 m Nürnberg geboren, studierte in München und ist hervorragender Fachwissenschaftler für Statistik und Versiche- rungswefen. Seit 1906 ist er in Frankfurt besoldeter Stadtrat.

Profeiior Hagen, 1853 in Germersheim geboren, unternahm als innger Arzt große Reisen nach Sumatra. Seit 1901 lebt er hier als Schriftsteller und Direktor des Völkermuseums. Er ist u. a. Ehrendoktor der Universität Marburg.

vermischtes.

Eisenbahnunfälle.

Dl e d e n h o s e n, 13.,Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ein von Algringen fälliger Erzzug überfuhr am 11. Januar nachmittags öV^UHr das geschlossene Einfahrtssignal des roahnyofs Hayingen, wo er a u f e i n e n G ü t e r z u g a u s - stieß. Bei dem Ausstoß verunglückten die im Packwagen 9es sich aufhaltenden Schlosser Thewes und Cunz au-- ^ledenhofen tödlich, während der Lokomotivführer eine Verletzung fchwerer Natur davontrug. Eine Untersuchung ist eingeleiter. ' a 1

| r . r ^\ CT1 / ^ Jan. (WTB. NichtumtlichZ Gestern abend stieß bei einem orkanartigen Sturmwind aus der Station ^ F i f ch a u an der Schneebergbahn ein P e r s o n e n z u a mit erner auf dem Geleise stehenden Lokomotive zusam- meu 31 Personen, darunter 5 vom Zugpersonal, sind verletzt worden, eine davon schwer.

wr-i.P* 6' 13 - Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Blattermeldung aus Mährisch-Ostrau enlgleifte aestern auf ^er Strecke %\vi f dyen Oderberg und Freistadt eitt W56L0N des Lokalzuges und stürzte über die Böschung ab. 4 0 Perfvnen wurden verletzt, davon 8 schwer.

Eine Sturmflut in Hamburg.

^ !"-b " r g. 13. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die heutige Eurmflut m Hamburg hatte mn Abend die außergewöhnliche Höhe von 18 ^ Z Zoll erreicht. Alle Keller an der Wasserkante imd Ven iiiedriger gelegenen Stadtteilen waren überflutet. Grokre Mengen Waren sind durch das Wasser vernichtet worden. Der Straßenbahn- und Waqenverkehr mußte eingestellt werden.

J}® ^kraven teilweise % Dieter überschwemmt mären. Um 11 * Uhr abends erreichte das Wasser semen Höhestand.

derlin,13. Jan. (Priv.-Tel.) Der Arbeiter Paul Ha- gen, der die Arbeiterin Hintzke ermordet hat, ist in Eis­leben, feinem Geburtsort, ergriffen worden. Er hat die Tat emgestanden.

, ~ . Märkte.

nr ke- Frankfurt a. M. Viehh 0 sm arktbericht vom 13. Jan. Ä^Eb : Rinder 1557 (darunter Ochsen 109, Bullen 8, Kühe und 1440), Kälber 766, Schafe 160, Schweine 475. Marktverlaus: Bei flottem Handel ausverkauft.

Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlacht-

~ .. TU gewicht.

_ Kälber. Mk Mk

Feinste Mastkälber. 94-95 löeliftft

Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . .* 9095 150158

Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 85-90 144-152

Geringe Saugkalber. 80-85 136144

S ch a f e.

Mastlämmer und jüngere Masthammel. . . 74-00 160-09

Geringere Masthammel und Schafe .... 63-00 150-00

Schweine.

Vollfleischige Schweine von 80 bis

m te.^enbg^oirfjt. 108.00-00.00

Vollfleischige Schweine unter 80 kg

(n C n e £ e ' t ^ eroi * ... 93.00-00.00

Vollfleischige -Schweine von 100 bis 120 feg Lebendgewicht . . . . . 118.00-118.50

orj Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 15. Jan. 1916: Wechselnd bewölkt, meist trocken, etwas kälter.

Universt äts-Ncrehrichten.

n-.-.cTr ?yranffurt a. M, 14. Jan. Zu ordentlichen Honorar- professoren an d<w Universität Frankfurt wurden ernannt: in der medizinischen Fakultät Professor Dr. med. Karl von Noor- J!"? ur }? eEr. ord. Professor der inneren Medi-

n n « T< Geh Medizinalrat Dr. Heinrich

Quincke, m der wrrtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakul-

Letzte Nachrichten.

Ceti,,je besetzt.

Wien, 14. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlantdart: 14. Januar 1916. Die Hauptstadt Mvntc- nrffios ist ,n uiiscrcr Hand. Den geschlagenen sscind ver­folgend, sind unsere Truppen gestern nachmittag in Cetinje, der Ncsidcnz des montenegrinischen Königs, cingeriickt. Die Stadt ist unversehrt, die Bevölkerung ruhig.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschatleutnant.

Vormarsch der Türken in Persien.

Konstantinvpel, 13. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Agentur Milli erfährt, sind die tirrkischen Truppen in Kere mansch«h (Persien) cingezogen. Sie wurden von der BevRkerung der Stadt mit Kundgebungen ernpsangen. Me Stadt ist beflaggt Aus der Umgegend strömen die Stämme herbei, um die Türken ivillkommen zu heißen.

Das hungernde Griechenland.

Lugano, 14. Jan. Der englische Gesandte in Athen Z» lprancis Elliot. hat nn Namen seiner Kollegen der M cknlchen Regierung angekundrgt, das, die Einfuhr der not- Lebensmittel hinfort auf das gerinqssi f ra - n U -~r mxhm -"iisse. damit die auf ariechischen

Handelsschiffen erngefnhrten Waren, besonders Getreide nicht Mwa werter transportiert und den Mittelnrächten zugute

längeren -ur,Aschen Einleitung des ..Corriere della Sera" über die Besetzung KorfuS wird mit grotesker Logrk nachgewiesen EnMnd und Rrissland zu diesen Quälereien Griechenland gegenüber berechtigt seien, da sie in dem Vertrage . 18 f 3 , 2 den Schutz Griechenlands (!) übernonimeu hatten. Es sei mfolgedFm ganz unbegründet, datz die griechische Remerung Protest auf Protest erhebe. '

Verhängung des Belagerungszustandes über Athen.

Sofia, 14. Jan. Tie griechische Regierung hat beschlossen am t.age der Krofsniing der griechischen Kammer, am 24 Januar'

dclagerungsznstand über Athen zu verhängen

z^me^wnßte.°M"Reb) ^ ^ Blatt.

Das Knappschaftsgesetz in Bayern angenommen

München, 14 Jan. D<w HanytauSschuß der Abgeordnetcu- Jj bat das Knappschaftsgesetz cinstimmig ango

Liebknechts Maßregelung.

Stuttgart, 14. Jan. Tie sozialdemokratische ,,S ch w a b i s ch c Tagwacht" erllärt zu dem Vorqekwn sozialdemokratischen Reichstagsftaktion: Dieser Beschluß war nach dm svrtgcsepten vorsätzlichen lind gwbi'n Tisziplinvml^nn^n Abgeordneten Liebknecht unabwendbar gewarden war es sich selbst, ihrer Würde Mip ihr-n! LstmstL sLldig