Jahrgang 
1 (1791)
Seite
66
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66 ZPT lung der drey Churfürsten, des Erzbischofs Albrecht von Ü7aynz,'des Herzogs Srviedrich von Sachsen und des Marggrafen Joachim von Zrandenburg, auf einem Fürstentage in Zerbst geendiget ward: so fand dennoch Sranz Erich, des älteren Wilhelms Bruder, geborner Fürst von Braunschweig und erwählter Bis schof von Yöinden, leicht Ursach, die Grafschaft Dieps Holz anzufechten. Und Sriederich, der damals regie rende Graf, sah sich genöthtget, den Herzog Heinrich von Braunschweig und Lüneburg zur Hülfe zu ru- fen; wofür aber dieser zum Lohn verlangte,'daß sein Schaßgenoß ihm die Grafschaft Diepbolz auf den Fall verschreiben sollte, sobald sie an männlichen Erben auss stärbe 3 welches denn auch geschehen ist.

Uebrigens erhellet aus der Geschichte, daß die Grafs schaft Diepholz vom Jahr 900 ungeschr bis 1535. ihre eigenen Grafen gehabt habe; von 1585 aber bis 1666. zellisch gewesen sey. Denny, ih gedachtem Jahre starb sie aus, wodurc< die Grafschaft an das Haus Braun: schweig zellischee Linie, und zwar an den damals res gierenden Herzog Wilhelm den Aelteren, als Lehnes« Herrn fiel. Als aber, bey dem Tode des Herzogs Chri- siian Ludewig, Johann Friederich das Zellische übernahm und Besitß davon ergrif, 16565. im Sept., ward die Grafschaft dem Herzog Georg Wilhelm bey dessen Verzichtleistung auf die übrigen Lüneburgischen Länder, wieder übergeben, den'28. Sept. 1665. Die Grafisc<haft ward damals durch den Bevollmächtigten des Herzogs Jobann Stiederich, Geheimen Nath von Eltz, anden Drosien von Gerstenberg, Namens des Herzogs

/ Georg