wollen die vorliegende nicht ganz von der Hand weiſen, erlauben uns aber doch einige Einwände:
1. Die angebliche Stammform der Gerſte(H. spontaneum) iſt nicht bloß vom Kaukaſus bis Perſien gefunden worden, ſondern auch, wie Körnicke ſelbſt anführt, in den Wüſten des ſteinigen Arabiens, in Paläſtina, in Syrien und in Kleinaſien.
2. Ob das Paradies— zwiſchen dem Kaukaſus und Perſien lag, bleibt zweifelhaft, eher kann man ſingen und ſagen:
In jener Gegend liegt der Ararat, Wo Vater Noah aus dem Kaſten trat.
/ 1 8 Fig. 158. Fig. 159. . 9„... Fig. 158 und 159 zweizeilige Fig. 157. Keimling der Gerſte, Gerſte, Hordeum distichum.
Hordeum distichum, mit 8 Würzel⸗ chen, im Längsſchnitt. k das Keim⸗ pflaͤnzchen, s das Schildchen. Vergrößerung 15fach.
Fig. 158 ein normales Korn, Fig. 159 ein Zwillingskorn mit gabelförmig geteilter Granne. sp Ahrenſpindel, k Klappen, g Granne. Vergrößerung 2 fach.
3. Zur Zeit der Pfahlbauten war die ſechszeilige Gerſte(H. hexa- stichum sanctum und densum) die häufigſte Form; die zweizeilige Gerſte (H. distichum) war dagegen ſehr ſelten. Folglich iſt es wahrſcheinlich, daß die ſechszeilige Gerſte die ältere, die zweizeilige Gerſte die neuere Kulturform iſt.
4. Die Seitenährchen der zweizeiligen Gerſte ſind verkümmert. Folglich iſt es wahrſcheinlich, daß ſie aus einer vier⸗ oder ſechszeiligen Form hervorgegangen iſt.


